Das Leben der jungen J

04.04.2010 um 14:00 Uhr

Sexperimente 13: Fazit

von: VomFeuerkind   Kategorie: Sexperimente

Was ich in den 6,5 Wochen während der Sexperimente von der Muss-ich-unbeding-probieren-Liste gestrichen habe:

  • 3er
  • 4er
  • Voyeristische Ader entdeckt und ausgelebt
  • An der Stange getanzt
  • Eine frivole Bar besucht
  • In einer frivolen Bar mitgemacht
  • Bei einer privaten frivole Party mitgemacht
  • Pornokino besucht
  • GangBang besucht
  • Vom lebendem Buffet gegessen
  • Beim Männerüberschuss mitgemacht
  • Mit einer Frau geknutscht
  • Von einer Frau zum Orgasmus gebracht worden
  • Einen fremden Mann mit nach Hause genommen
  • Von fremden Männern befummeln lassen
  • Ein Sexdate gehabt
  • Lustschmerz entdeckt mit Flogger, Peitsche, Hand
  • Striemen auf dem Rücken gehabt
  • Ne Peitsche bei wem anderes benutzt
  • Grenzen beim SM angetestet
  • Eine richtige stimmungsvolle Devote Erfahrung gemacht
  • Ohne Unterwäsche rumgelaufen
  • Kleine devote Aufgaben erledigt
  • Sperma lustvoll am Hals verschmiert
  • Einen Mann um den Verstand geflirtet
  • Nein-Sagen gelernt

 

So und was habe ich alles daraus gelernt:

  • Ich kann mich trotz allem erstaunlich gut in den schrägsten Situationen fallen lassen - wenn ich nur geil genug bin.
  • ich finde Frauen wirklich sexy und möchte auch in Zukunft meine Bi-Neigung weiter ausleben und entdecken.
  • Ich stehe auf Lustschmerz (besonders durch die Gerte), im gewissen Rahmen und nicht überall. Hier ist Feingefühl gefragt - sonst wird der Schmerz zum totalen Lustkiller! (ist leider nicht selbstverständlich).
  • Ich will nie wieder mit jemanden Sex haben, der es nicht schafft, mir vernünftig in die Brustwarze zu beißen (nicht zu lasch und nicht zu doll).
  • Ich will dass Männer sich auch beim Sex für mein Befinden interessieren. (ist leider auch nicht selbstverständlich)
  • Ich will keinen Presslufthammer Sex. Der törnt einfach nur ab.
  • Ich mag es besonders, wenn man sich Zeit nimmt, um die Wirkung abzuwarten, weil meine Reaktion oftmals zeitverzögert einsetzt.
  • Sperma finde ich nach wie vor nur bedingt geil.
  • Ich kann mir auch durchaus weiterhin vorstellen 3er und 4er zu haben. Am liebsten nicht ständig wechselnd, sondern Leute, die ich dann auch kenne. Das schließt aber trotzdem Besuche bei Partys/Clubs etc. mit ein.
  • Ich werde niemals die Hauptdarstellerin eines GangBang sein.
  • Bewegungslosigkeit irritiert mich.
  • Ich bin mir immer unsicherer ob ich wirklich devot bin.
  • Ich habe gern Sex wenn andere zusehen.
  • Ich sehe gern anderen beim Sex zu. Es macht mich sogar unglaublich scharf.
  • Ich habe mich bestimmt nicht das letzte mal sexy an einer Stange geräkelt.
  • Gefühl ist mir auch im Bett sehr wichtig. Ich mach keine neuen Experimente mehr, ohne ein emotionales Auffangnetz.
  • Das Wort „Schlampe" kann ich einfach nicht als Kompliment wahrnehmen.
  • Durch die vielen Komplimente die ich bekommen habe, glaube ich mittlerweile wirklich daran, dass ich tatsächlich sexy bin und gewisse Dinge einfach drauf habe.

 

Auf jeden Fall hatte ich meinen Spaß. Auch wenn es mich zwischendurch emotional ziemlich mitgenommen hat, denke ich trotzdem gern an die Zeit zurück. Ich hab ja keinen wirklichen Schaden davon getragen, weder gesundheitlich noch emotional. Jetzt, ein halbes Jahr später, bin ich auch wieder stabiler und weniger flatterhaft. Ich habe AWL fast vergessen... Naja... das stimmt so nicht. Vergessen werde ich ihn wohl nie. Aber ich bin über ihn hinweg.

Ich freue mich nach wie vor, wenn ich etwas von Lord O höre und dass der Kontakt zu Susi und Strolch und dem SM-Paar nicht abgerissen ist. Was ja heißt, dass sich der Kontakt nicht nur auf Sex beschränkt hat. Als es anfing hatte ich das Gefühl, ich hätte etwas verpasst. Als müsste ich unbedingt Erfahrungen nachholen. Ich dachte, wenn ich diese Erfahrungen nicht mache könnte ich nie glücklich werden, weil ich immer denken müsste, was ich alles noch nicht hatte. Dafür war es gut. Und es hat mir mal wieder gezeigt, dass dieser viele Sex ohne Gefühl nicht mein Ding ist. Dass ich viel eher der Typ für Substanz bin.

Ich brauche eben einfach einen emotionalen Anker. Jedenfalls wenn es um Sex geht. Ansonsten hab ich mich auch sonst wieder so weit gefangen, dass ich auch grundsätzlich wieder ohne Mann klar kommen könnte. Ich bin in der letzten Zeit gereift und ich hatte viele wichtige Erkenntnisse, für die AWL genauso wichtig war, wie Legolas. Das Gefühl noch etwas zu erledigen zu haben, bevor ich mich dauerhaft auf jemanden einlasse ist nun weg.

Mal sehen, wie sich meine Männerwelt demnächst entwickelt. Eins weiß ich sicher... langweilig wird es nie.

28.03.2010 um 14:00 Uhr

Sexperimente 12: Das Finale

von: VomFeuerkind   Kategorie: Sexperimente   Stichwörter: AWL, Leogas, Susi, Strolch, Teddybär

Heute nun noch mal ein weiterer Beitrag über die Sexperimente im letzten Jahr. AWL trat nun nach 6 Wochen wieder in mein Leben. Wir hatten bisher nur zwei Dates , die auch wirklich schön waren, aber danach hatte er sich deutlich zurückgezogen. Klar hatten wir sporadischen Kontakt, aber nur, wenn ich anrief und dann war er irgendwie kühl und distanziert.

Irgendwann hatte ich auch beschlossen, dass ich auf ihn verzichten wollte. Dass er mir egal wäre. Dass ich mich nicht mehr melden würde, weil ich es einfach viel zu demütigend fand ihm derart hinterher zu laufen. Jedes Telefonat mir ihm wurde zu einem Stich ins Herz und tat einfach nur weh.

Natürlich verging kein Tag an den ich nicht an ihn denken musste, vor allem weil mir seine Denkanstöße nicht aus dem Kopf gingen, ich mich in seiner Gegenwart immer wohl gefühlt habe und ich mich dummerweise auf den ersten Blick in ihn verliebt hatte. Außerdem hatten mich diese ganzen Sexgeschichten ziemlich ins Wanken gebracht. Von Stabilität war keine Spur mehr und ich hielt AWL für meinen Retter, der mir diese Stabilität gegeben hätte, hätte ich mich beim zweiten Date mehr geöffnet.

Nach ca. sechs Wochen sah ich ihn nun in dem Forum, in dem wir uns kennengelernt haben, online und ich schrieb ihn an. Ein letzter Versuch, sozusagen. Und er reagierte überraschend. Er freute sich total, wir redeten über die Distanz zwischen uns und die beiden Dates und er fragte nach einem Treffen. Ich wollte es in meinen eigenen vier Wänden haben, weil ich hier einfach lockerer bin. Am Mittwoch, den 28.10.2009 war es so weit und davon möchte ich Euch heute berichten:

 

Er kam er ne Ewigkeit zu spät - Stau... naja... wir wollen es ihm noch mal verzeihen. Die Autobahn ist hier im Umkreis im Moment ein leidiges Thema und ein nicht einschätzbares Wesen.

Der Einstieg war komisch. Wir haben uns einfach zu lange nicht gesprochen. Ich war nervös. Er auch ein wenig. Naja, ich mehr! Weil ich immer noch nicht wusste, was ich wollte. Small Talk... Getränk... Wohnungsführung... So, nun ist meine Wohnung nicht so groß, aber im Schlafzimmer hängen zwei durchaus interessante Bilder. Ein Frauenakt (aus meiner Hand) und eine Vagina, getarnt als Blume (ebenfalls aus meiner Hand). Jedenfalls boten diese beiden Bilder ein wenig Gesprächspotential. Genauso wie die Bücher, die wir beide gelesen haben. Also tranken wir schon mal etwas Wein (die Lasagne war bereits im Ofen), saßen auf meinem Sofa und redeten über Bücher. Das war in dem Fall kein Small-Talk, das war Alibi-Talk... (Gespräche, die einen davon abhalten, die wirklich wichtigen Themen anzusprechen, aber helfen, um sich aufeinander einzugrooven)

Er raucht. Hatte ich völlig vergessen. Die Lasagne war immer noch nicht fertig. Also ging er für eine Zigarette auf den Balkon. Aber bevor er das tat, küsste er mich. Einfach so. Aus heiterem Himmel. Ohne Ankündigung. Es war fast so, wie ich es in meiner Fantasie immer vorgestellt hatte: wirklich schön. Man gut, dass ich immer noch saß, weil mir von dem Kuss ein wenig die Knie weich geworden sind. Ich wartete ein wenig bis die Gänsehaut und der Schwindel etwas abklang und ging ihm auf den Balkon nach.

Beim Essen erzählte ich ihm von den vielen Erfahrungen, die ich in der Zeit, wo wir uns nicht gesehen haben, gemacht hatte und er hörte interessiert zu. Bestimmte Ereignisse, die eine besondere Wirkung auf mich hatten, wie die Kellergeschichte, schmückte ich ein wenig mehr aus, als die anderen. Schließlich wollte ich, dass er versteht wie ich im Bett ticke.

"Willst du noch Lasagne?" fragte ich ihn.

"Nein, ich hätte gern lieber etwas mehr von dir!" antwortete er. Ja.. ne... is klar.. Typisch Mann eben.

"Aber mich kannst du gerade nicht haben. Ich esse noch." meinte ich.  

"Dann warte ich eben, bis du aufgegessen hast!" sagte er.

Ich begann schwach zu werden. Wem wollte ich denn an dieser Stelle noch versuchen zu erklären, dass ich ihn nicht wollte? Dass ich nicht rattenscharf auf ihn war? Mir selbst? Hat jedenfalls nicht funktioniert.

"Was verstehst du eigentlich unter 'wildem Sex'?" fragte ich ihn. Ich wollte nicht schon wieder einen zweiten Marko im Bett haben. Dann lieber gar nicht. Und er hatte mal erwähnt, dass gern wilden Sex hat.

"Zuerstmal gehört eine Frau dazu. Eine die willig ist. Das heißt, dass sie auch Bock auf Sex hat. Und einer der es nicht peinlich ist, dass Wort Schwanz auszusprechen. Und dann wechsle ich gern im Tempo. Ich gebe gern den Ton an, aber ich will dann auch dass sie selbst was macht. Wenn ich sie bspw. auf meinen Schwanz dirigiere will ich auch, dass sie versteht, dass sie ihn jetzt reiten soll..."

Innerlich stöhnte ich auf.. au man, dass wird schwierig. Warum sind Männer immer so unterschiedlich? Wie soll ich denn bitte wissen, wann ich aktiv werden soll?

"...dann mag ich den Wechsel zwischen Mund, Fotze und Arsch..." Moment, hat er gerade das Wort Fotze benutzt? Dieses schmutzige Wort, um meine schöne Vagina zu beschreiben, die in Acryl gebannt in meinem Schlafzimmer hing? Ja, hat er! Na, der traut sich was! Im übrigen war es schon merkwürdig, dass ein Mann mit AWLs-Format sich überhaupt so ausdrückte. Arsch... Schwanz...

Naja.. wie dem auch sei, es klang nicht so als müsste er mich blutig fingern oder mich wie einen Presslufthammer ficken. Ich hatte ja auch schon erwähnt, dass ich das doof fand, dass ich nicht auf Spermaspiele stehe und ihm erklärt wie meine Maso-Seite funktioniert.

Seine Geschichten aus den letzten Wochen kam ein wenig zu kurz. Aber ich hab ja auch den ganzen Wein fast allein getrunken - er musste ja noch fahren. Also war mir bald auch ohne Kuss von AWL schwindelig und das wirkte sich negativ auf meine Fähigkeit aus, vernünftig zuzuhören. Nach dem ich aufgegessen hatte und wir wieder auf dem Sofa saßen, war an Gespräch ohnehin nicht mehr zu denken. Es war ja viel spannender ihn zu küssen. Leidenschaftlich. Willig!

"Bist du eigentlich nur wegen dem Sex hier?" war mein verzweifelter Versuch doch noch zu ner Antwort auf die Frage zu kommen, die mich schon seit Wochen beherrschte.

"Nein. Ich bin hier weil wir beide tolle Gespräche haben und weil ich dich schon lange nicht gesehen habe. Sex wäre nur nettes schmückendes Beiwerk." antwortete er.  Ja, wer soll ihm denn das glauben? Ich war jedenfalls scharf und hatte keine Lust mehr darüber nachzudenken. Das einzige was ich denken konnte war, wie toll er sich überall anfühlt, wie toll er riecht und wie toll er küssen kann.

"Ich würde gern mit dir ins Schlafzimmer gehen!" sagte er. Und weil eine Weile von mir keine Antwort kam, weil sich die Antwort in meinem Kuselkopf einfach nicht einstellen wollte, stand er auf (genau in dem Moment, wo ich plötzlich auch fand, dass es eine brillante Idee wäre) und nahm mich einfach bei der Hand. Jaja... Timing hat der gute Mann wirklich drauf.

Klar, dass man beim Raumwechsel immer erst noch ein/zwei Dinge erledigen muss. Lichtstimmung zaubern, Licht im anderen Raum ausmachen etc... als ich ihm nachkam, wartete er schon auf mich mit nacktem Oberkörper. Ein toller Mann. Und ich konnte die Finger nicht von ihm lassen. Er zog mich im Stehen langsam aus und genoss es sichtlich alles mal anzufassen. Ich auch.

Mir wurden schon wieder die Knie weich. Lag das jetzt etwa immer noch am Wein??? Als er sich selbst die Unterhose auszog, war es irgendwie ein sehr prickelnder Moment. Ich war gespannt, wie er wohl untenrum aussehen würde. Ich schloss die Augen. Genoss es, wie seine Eichel sanft über meinen Bauch strich und mir liefen Schauer den Rücken runter. Immer noch mit geschlossenen Augen fasste ich ihn an. Er war genau richtig groß und sehr hart. Ganz sanft und weich fühlte sich die Oberfläche an. Ich kostete den Moment aus. Ich öffnete die Augen. Seiner war einfach schön. Eigentlich bekam ich sofort Lust ihm einen zu blasen, gab dem aber noch nicht nach. Stattdessen ließ ich mich von ihm aufs Bett ziehen.

Ich ließ mich von meiner Leidenschaft und meiner Geilheit mitreißen und erlebte ziemlich schnell meinen ersten Orgasmus. Dann verwöhnte ich seinen Schwanz. Ich konnte nicht mehr anders. Ich musste ihn unbedingt anlecken.. in den Mund nehmen. "Ja, saug fest dran." meinte er. (Ist gar nicht so leicht, HART zu saugen und dann den Mund auch noch auf und ab zu bewegen, besonders wenn das gute Stück nicht gerade klein ist.)

"Und jetzt mach ihn nass... komm spuck ihn an!" uuaahh... *würg* Er will, dass ich seinen Schwanz anspucke? Und ihn dann einführe? iiihhh! Aber ich tat es trotzdem. Weil er es gesagt hatte. Und ich fands geil. Irgendwie seltsam widerlich, aber wirklich geil.

Eigentlich war alles geil. Er hat es total drauf. Und ich kam. Und kam. Und kam. Dann machte er plötzlich eine Pause, zog seinen Schwanz raus und legte sich neben mich.

"Du sahst aus, als bräuchtest du eine Pause!" sagte er und wieder erwischte er genau den richtigen Moment. Tja.. und wenn genau im richtigen Moment eine Pause gemacht wird, wirkt es bei mir alles so richtig nach. Ich fange an am ganzen Körper zu zittern und konnte die Tränen, die aufstiegen, gerade noch zurückhalten. Jetzt bloß nicht anfangen zu weinen. Ist doch peinlich. Er wartet die Phase geduldig ab, beschmuste mich ein wenig und meinte dann: "Du weißt gerade nicht, was du lieber wollen würdest, ne Runde Kuschelsex oder die Gerte, stimmst?" fragte er mich. "Das weiß ich nie, aber ich hatte schon so lange keinen Kuschelsex mehr." meinte ich. Und das stimmte. Die ganzen Sexperimente hatten alles andere als Kuschelsex beinhaltet und ich sehnte mich so sehr danach.

Was er dann tat überraschte mich total. Er war total langsam beim nächsten Mal. Mit der totalen Intensität. Und sie überwältigte mich. Sämtliche Anspannung, der Frust, die schlechten Erinnerungen der letzten Wochen fielen von mir ab. Es war als hätte er einen Damm aufgebrochen, der alles rausließ, was ich so sorgfälltig dahinter verstaut hatte. Es überkam mich ein Weinkrampf, den ich Minuten zuvor noch runter kämpfen konnte. Er nahm mich in den Arm, küsste meine Tränen weg und hielt mich einfach nur fest.

"Du bist ja doch ne ganz sanfte... !" "Sag ich doch immer!" "Tja... ich kann auch Kuschelsex. Hättest du jetzt nicht gedacht, oder? Der ist zwischendurch total wichtig" Ich nickte nur. Ich genoss es, dass er genau wusste was er tat und ließ mich fallen.

Nach ner Weile sagt er: "Sag: ficken!" "ne.. mach ich nicht. Dass wirkt wie ne Aufforderung und die will ich gerade nicht aussprechen!" "Ich will dich nicht ficken, ich will nur dass du mir nachsprichst. Sag: Ficken!" "Ficken" flüsterte ich. "Sag: Schwanz" "Schwanz" wiederholte ich. "Titten" "Titten" So ging es ne Weile weiter: Fingern, Sex, harten Sex, Fotze (das kam mir fast gar nicht über die Lippen), Arsch, lecken, blasen. Ich wiederholte alles es brav. Nen bißchen komisch fand ich es schon und zwischendurch kicherte ich. "Schwanz spüren" sagte er vor. Ohja.. seinen Schwanz in mir drin spüren...! Tolle Vorstellung. Und schon bekam ich Gänsehaut. Ich schluckte, bevor ich es wiederholte und vor Erregung brach meine Stimme. "Schwanz spüren" säuselte ich. Und als wäre es sein Stichwort gewesen steckte er seinen Schwanz in mich hinein. (ich sags ja.. sein Timing...grandios!) Und wieder jagte ein Orgasmus den anderen.

Bis ich nicht mehr konnte und er mir irgendwann auf Gesicht und Hals spritzte. Und selbst das fand ich geil.

Wir kuschelten noch ein wenig. Es war schön. Ich konnte es mir nicht verkneifen, ich war nach wie vor unsicher, ob er nur wegen dem Sex da war. "Und? verschwindest du jetzt wieder für 6 Wochen?" meinte ich. "Nein!" sagte er. "Kürzer oder länger?" grinzte ich. "Wie war das? Man muss keine Aussage machen, wenn man sich selbst belastet?" grinzte er. Ich fuchtelte ihn gespielt wütend an. Naja.. so viel gespielt war das nun auch nicht. Was soll denn das jetzt schon wieder? Kann er nicht sagen, dass ich sonst für ihn nicht interessant bin? Gemein.

Er musste dann gehen. Er zog sich an und ich brachte ihn zur Tür. "Danke" sagte er. Und nach einer kleinen Pause meinte er: "Für das leckere Essen." und dann grinzte er wieder. Diesmal brauchte ich nicht viel spielen um ihn wütend anzufuchteln. "Soso... das Essen..!" Auch gemein. Und dann verschwand er. Naja.. nicht ohne mir einen wundervollen Kuss zu geben. "Wir hören von einander!" Ich nickte. Klar, würde er von mir hören. Glaubt er ernsthaft, dass ich ihn einfach so kampflos in den Untergrund verschwinden lasse? Den, dessen Gespräche und jetzt auch der Sex unter die Haut gingen? Pa...!

 

So richtig verschwand er nicht. Wir blieben zumindest im Kontakt. Wir hatten zwei Wochen später noch eine Verabredung, die aber nie stattfand. An dem Tag hab ich damals diesen Blog angefangen. Mir ging der Sex ne Weile nicht aus dem Kopf. Der war einfach weltbewegend gewesen. Und er ging mir auch nicht aus dem Kopf.

Ich wollte nicht mehr rumexperimentieren. Ich wollte keinen schlechten Sex mehr haben. Ich wollte nicht mehr mit wechselnden Partnern schlafen. Ich wollte AWL. Am liebsten jede Nacht. Und wenn nicht ihn, dann auch sonst keinen. Also brach ich es mit dem Teddybären ein für alle Mal ab und nahm auch sonst alle anderen Eisen aus dem Feuer. Ich ging nicht mehr zu „Partys" oder in „Clubs". Ich zog mich aus dieser ganzen Swinger-Szene ziemlich zurück. Nur mit Susi und Strolch lief weiter was.

Ich litt darunter, dass AWL nicht so richtig greifbar war und sich auch nicht unbedingt ein Bein ausriss, um mit mir ne Beziehung zu führen. Aber man kann hier ja auch nachlesen wie es mir in der Zeit ging. Die Kurzfassung ist, ich litt wie doof, kam ihm nie wieder so nah und dann brach der Kontakt schließlich völlig ab. Eine Woche bevor ich Legolas kennenlernte. Sicher war das nicht der richtige Weg einen Kerl für sich zu gewinnen - hat ja auch nicht funktioniert. Hätte es auch nicht, egal welchen Weg ich gewählt hätte. Außerdem hat mich damals alles überrannt. Meine Emotionen, meine Bedürfnisse, AWL und die Sexperimente. Aber das ist ja nun Geschichte.

Mit diesem Treffen endeten die Sexperimente letztes Jahr und damit endet auch diese Reihe. Ich weiß, dass ihr sie alle geliebt habt, aber ich kann mir ja nun nicht irgendwas ausdenken. Fröhlich

Nächste Woche schreibe ich noch mal ein Fazit - Versprochen. Außerdem kann es ja durchaus sein, dass irgendwann noch mal etwas spannendes passiert was hier noch reinpasst....

Fröhlich

21.03.2010 um 14:00 Uhr

Sexperimente 11: Der frivole Geburtstag

von: VomFeuerkind   Kategorie: Sexperimente   Stichwörter: Susi, Strolch, Teddybär, AWL, SMPaar

So... Liebe Leute, heute ist es wieder so weit, es gibt wieder einen Beitrag in unserer Lieblingskolumne "Sexperimente". Diesmal luden Susi und Strolch am 23.10.2009 zum Geburtstag ein und alle befreundeten Swinger kamen.

Ich ging mit dem Teddybären hin. Mittlerweile ging der Teddybär schon ziemlich auf den Keks, ebenso wie die vielen Sexperimente die ich nun in vorangegangenen 5 Wochen gemacht hatte. Ständig lernte ich Männer kennen, die mit mir schlafen wollten. Aber niemals wollte jemand ne Beziehung. Mhhh, vielleicht war es ein wenig das falsche Umfeld..? Aber mich hatte die Zeit schon ziemlich emotional aufgewühlt und mitgenommen. Und ich muss immer wieder mit meinen Emotionen kämpfen, die mich regelmäßig mit ihrer Intensität überraschten. Ein ewiges Hoch und Runter.

Tja anfangs wollte ich mit dem Teddybären Sex haben. NUR Sex. Das hatte sich für mich auch nicht geändert. Und dann fing es an eine emotionale Komponente zu bekommen. Er fing an täglich anzurufen. Ich hatte den einen Abend, an dem ich in der Sauna war 5 Anrufe in Abwesenheit (alle ohne Nachricht) und 2 bei mir zu Hause, ebenfalls ohne Nachricht, und noch 3 Versuche anonym. Ich war ziemlich pissig. Er meinte er könnte sich mehr mit uns beiden vorstellen. Aber mir reichte das Gefühl nicht. Und immer wenn ich versuchte eine Ebene für das Gefühl zu schaffen, wollte er Sex. Sex stand immer im Vordergrund und es hatte sich nur minimal etwas an seinem Einfühlungsvermögen geändert. Ich war also mit dem Sex nicht wirklich zufrieden. Dazu kam noch, dass wir die ganze Zeit aneinander vorbei redeten. Er verstand mich nicht. Und er ging mir auf den Keks. Überhaupt hatten wir viel zu viel Kontakt und wenn, dann den falschen. Für mich war es maximal eine Affäre, aber ich will nicht täglich mit meiner Affaire reden.

Mir fiel auf, dass mir das alles nicht wirklich gut tat. Ich litt, weil es einfach zu schnell zu viel geworden war. Mit dem Sex, den neuen Erfahrungen und mit dem Teddybären auch.

Mir wurde langsam klar, dass ich etwas anderes brauchte - etwas anderes wollte. Dass ich unbedingt einen emotionalen Ankerpunkt bei diesen ganzen Experimenten brauchte. Irgendwas mit Gefühl. Mit wirklich echtem Gefühl. Mit Zukunft. Jemand der mich danach in den Arm nimmt und mich emotional auffängt. Dem die ganze Sache irgendwie etwas bedeutet. Jemanden mit dem ich darüber reden kann. Jemanden bei dem ich einschlafen kann, mit dem ich aufwachen kann und mit dem es auch noch anderes gibt, als Sex. Und Sex-Treffen. Mit dem ich mich auch einfach mal so treffen kann. Und mit dem ich haufenweise interessante Gespräche führen kann. Und nebenbei auch noch Sex haben. Außerdem fehlte mir jemand wie AWL. Jemand der mich versteht. Der mir Denkanstöße liefert. Mir kamen ständig seine Worte vom ersten Date, über den emotionalem Ankerpunkt in den Sinn. Ich fing an mich total instabil und wie ein totales Wrack zu führen. Ich wollte eine Beziehung. Und Nähe. Und das am liebsten sofort.

Aber nicht mit dem Teddybären. Lieber mit AWL, der ganz nebenbei so plötzlich wieder aus der Versenkung aufgetaucht war, wie er dahin verschwunden war. Ich wollte meine Ruhe haben. Über alles nachdenken. Aber so viel stand fest: Ich musste dringend mit dem Teddybären darüber reden.

Trotzdem ging ich mit ihm zu der Geburtstagsfeier. Meine Neugierde war einfach sooo viel größer als mein Wunsch in Ruhe gelassen zu werden. Zu was man sich so alles überreden lässt... aber es waren ja auch seine Freunde und zu Susi und Strolch wollte ich gern engeren Kontakt haben.

Besonders neugierig war ich auf das lebende Buffet. DAS kannte ich noch nicht. Es war weit besser als ich erwartet hatte. Strolch zauberte ein paar wunderbare Partyhappen (für ihn als Koch ne Kleinigkeit) und platzierte sie sorgfältig auf Susis nackter Haut. Das war nicht nur süß anzusehen sondern wirklich ein Highlight, die Happen direkt von ihr runterzuessen. Vermutlich lag es speziell an Susi, dass ich da total drauf abfuhr und bestimmt nicht ausschließlich an den wirklich guten Kochkünsten von Strolch, dass ich nicht genug bekommen konnte. Mein Gott war das ein Spaß.

Mit dem Teddybären hatte ich ne Wette laufen, dass er es nicht mal bis 0h aushalten würde, niemanden an sein bestes Stück zu lassen. Das fiel im sichtlich schwer, da alle um ihn herum durchaus in Swing-Laune waren. Überall gab es Pärchen oder mehr Personen, die sich miteinander vergnügten. Irgendwie stand er es aber durch. Zumindest soweit ich das beobachten konnte. Wirklich große Lust hatte ich nicht, mich an den Spielen zu beteiligen. Trotzdem ließ ich mich herab mich mal zu guter Musik ein wenig sexy zu räkeln.

Das Sitzen in einer Liebesschaukel fand ich dagegen eher befremdlich. Man ist da völlig ausgeliefert. Man kann überhaupt nicht mehr aktiv mitmachen. Und weil ich besonders die anwesenden Männer überhaupt nicht einschätzen konnte, wollte ich da so schnell wie möglich wieder raus. War ja eh nur ein Test gewesen...

Ich fand es wäre irgendwie eine Art Pflicht, dem Gastgeber zum Geburtstag einen Blow Job zu geben. Trotzdem hätte ich fast gekotzt, als irgend so ein Typ der gerade daneben stand und das beobachtete meinte (Vorsicht O-Ton): "Ey, Schlampe, mach hier mal weiter!" und hielt mir mit diesen Worten sein bestes Stück vor die Nase. Mir fehlten die Worte, ob eines derart ordinären Verhaltens. DAS ging gar nicht und es hätte nicht viel gefehlt, dann hätte ich ihm eine gescheuert.

Es fing an, mir so dermaßen auf den Keks zu gehen, dass mich da alle Männer als Freiwild betrachtet haben (eben nur durch meine pure Anwesenheit bei der Party) und mich überall ungefragt anfassten. So sehr, dass es mir ziemlich die Lust verdorben hat. Das schürte meine Berührungsängste, die ich die letzten Wochen fein säuberlich in irgendeiner Schublade verstaut hatte und es wurde über den Abend hinweg immer schlimmer. Ich ließ gar keinen mehr an mich heran und jeder der es versuchte wurde entsprechend zurecht gewiesen.

Nur einer checkte das nicht. Der Typ kam immer wieder an und der ließ sich nicht mit „Ich hab keine Lust, lass mich in Ruhe, ich will nicht!" abwimmeln, also fing ich an vor ihm zu flüchten. Das funktionierte auch einigermaßen, weil er nicht der hellste war.

Ich hatte dann noch ne kleine Nr. mit den Teddybären fernab der Öffentlichkeit. Nur wir beide. Fast hinter verschlossenen Türen...Wie niedlich... er wollte Kuschelsex... Hihi... ich machte ihn zum Kuschelbären! Handzahm, sozusagen! Das fand ich sogar ausgesprochen gut. Schmusend konnte ich ihn nämlich äußert gut ertragen. Und er genoss es auch sehr. Tja... vielleicht hätte ich doch nicht nach dem ersten Treffen als "M... Schmusebär" im Handy ablegen sollen...Stichwort: selffullfilling Prophecy!

Irgendwie war der Abend doch ziemlich nett. Allerdings hätte ich die Nacht gern Gesellschaft gehabt. Ich war einsam. Ich wollte kuscheln. Ich wollte Nähe. Meinetwegen auch vom Teddybären. Aber ausgerechnet diese Nacht wollte/konnte er nun nicht bei mir schlafen. Das war vielleicht auch besser so, weil ich sonst in Richtung Beziehung sicher schwach geworden wäre. Wer weiß, wie das ausgegangen wäre... Sicher nicht gut.

Tja.. Ich hatte ja schon erwähnt, dass AWL nun wieder aufgetaucht war. Und ja, es gab auch noch ein Treffen. Bei mir zu Hause. Und mit Lasagne. Aber davon erzähle ich Euch beim nächsten Mal.

14.03.2010 um 14:00 Uhr

Sexperimente 10: Der Vierer - Version II

von: VomFeuerkind   Kategorie: Sexperimente   Stichwörter: Susi, Strolch, Teddybär

Tja, nachdem ich sträflicherweise eine Woche mit meinem Bericht ausgelassen habe, hier endlich ein weiterer Beitrag in der Sexperimente-Reihe. Wir erinnern uns, dass es in der Woche im Oktober 2009 heiß her ging. Sex mit dem Teddybären am Dienstag, Sex in der Klinik am Donnerstag.

Dann hatte ich so was wie Zwangspause, weil ich das Wochenende bei meinen Eltern war. Anstrengend war das Wochenende. Naja, erstens weil die Wochenenden zu Hause immer anstrengend sind, aber dieses besonders, weil meine Eltern sich total blöd über verschütteten Kaffee gestritten hatten (aber das ist ne eigene Geschichte und gehört hier nicht her).

Ich fuhr Sonntag wieder zurück, aber nicht ohne mich auf dem Weg noch mit jemanden aus dem Internet-Forum auf ein Abendessen zu treffen. Das Date war ganz nett, aber er wollte mich gleich ins Bett ziehen. Wie gesagt er war nett. Vielleicht ein wenig zu nett, um direkt mit ihm zu schlafen. Außerdem vermisste ich den Teddybären doch tatsächlich ein wenig.

Keiner war über diese Tatsache überraschter als ich. Aber ich fand ihn ja immer noch ein wenig süß und ich wollte ihn den Abend gern noch sehen. Ich fühlte mich nur total gestresst, völlig fertig von diesem Date und dem Wochenende und dem Stress zu Hause, und meinte zu ihm, dass ich mich gern mit ihm treffe, aber dann hätte ich gern das Super-Sonder-Wohlfühlpaket. Ich wollte auch mal abchecken, ob er auch die Romantik und Gefühlvoll Nummer beim Sex durchziehen könnte. Er war noch bei Freunden, also verabredeten wir, dass ich ihn dort treffen würde.

Tja... und so lernte ich Susi und Strolch kennen.

Ich fand die beiden vom ersten Moment an ziemlich nett. Wobei es irgendwie keine wirkliche Kennenlernphase gab. Ich weiß nicht mehr, ob es der Teddybär oder Strolch war, jedenfalls wies einer der beiden Susi kurz nach meinem Eintreffen an, dass sie mich doch massieren sollte. Wir beide sahen uns an und fanden, dass das doch ne super Idee wäre. Also zog ich mir mein Oberteil aus und legte ich mich auf den Bauch und Susi legte los.

Die beiden Jungs, einer wuschiger als der andere, versuchten auch dann noch ruhig auf ihren Sesseln sitzen zu bleiben, als Susi fand, sie könnte mal mit dem Busen weiter machen. Die beiden machten uns wahnsinnig. Ständig gab es irgendeinen schlauen Spruch und ständig stand der Teddybär auf, um dann von Strolch wieder zurückgepfiffen zu werden. Also sie noch auf dem Sofa saßen, hatte ich ständig irgendwelche Männerhände dazwischen. Deswegen hatten wir sie auf Sessel verbannt. ;)

Die Chemie zwischen Susi und mir stimmte. Und sie fing an mich zu verführen. Das war super, weil ich mich so auch richtig fallen lassen konnte. Der Busen war der Anfang und eh ich es mich versah, lagen wir eng umschlungen und leidenschaftlich knutschend nakt nebeneinander und gingen in Extase total auf. Wir ließen uns beide völlig fallen und nach ner Weile waren auch alle Bedenken und Hemmnisse, die ich noch irgendwo hatte, verschwunden. Es war wundervoll.

Frauenhaut ist so viel weicher... Susis Haare sind so toll und sie hat einen wundervollen Körper. Es ist auch anders eine Frau zu küssen. Ungefähr so, wie es mir vorgestellt habe: viel sanfter und inniger. Ich konnte auch viel zärtlicher sein, als sonst, weil ich gemerkt habe, dass sie erwartungsgemäß stark darauf reagierte. Aber obwohl man es eigentlich kennen sollte, ist es doch was anderes. Ich fand es erstaunlich schwierig die richtigen Knöpfe zu drücken, um sie so richtig scharf zu machen, aber ich glaube ich schlug mich ganz gut. Es ist auch anders, sich von einer Frau lecken zu lassen. Sie weiß ja, wo die sensiblen Stellen liegen und wie man die reizen muss. Etwas was man nie einem Mann erklären könnte, musste man ihr eben nicht erklären. Wow... es war toll und ich hatte meinen ersten Orgasmus von der Frau. Ich wurde weggetragen von der Erotik und von der Extase und ging völlig darin auf.

Aber dann war für die Männer wirklich kein Halten mehr, sie kamen dazu und wir hatten noch viel Spaß zu viert. Ich bin ja nicht so der Spermaspielereityp, aber ich muss gestehen, dass selbst ich das unglaublich sexy fand, als Susi Strolchs Sperma genüsslich von meinem Hintern leckte. Der Teddybär war zwar immer noch nicht für Romantik und Kuscheln ausgelegt, aber grob sein konnte er ja auch zu wem anderes. Es stimmte zwischen uns vieren und es machte unglaublich Spaß.

Das beste an dieser ganzen Aktion war (klammern wir mal die konkurrenzlose Frauensache aus), als wir hinterher noch schmusend zusammen saßen und uns unterhielten. Es war plötzlich so, als würden wir uns schon Jahre kennen. Es gab ne erstaunliche Vertrauensebene, die wir ohne Sex sicher so schnell nicht erreicht hätten.

Zuerst reflektierten wir das Gewesene und Strolch meinte, dass es wirklich scharf gewesen wäre zuzusehen und dass wir uns wirklich auch anders angefasst hätten. Außerdem erzählte er, dass ich ihm schon auf der Party vom SM-Paar aufgefallen wäre. Susi meinte, dass sie zwar schon öfter mal was mit ner Frau gehabt hätte, aber soooo intensiv, wäre es vorher noch nie gewesen. Aber dann erzählten wir uns plötzlich Dinge, die eigentlich untypisch für ein erstes Treffen waren.

Es war wirklich schön. Und es war auch toll, dann allein nach Hause zu fahren und noch ein wenig im Kopfkino Spaß zu haben. Susi wollte ich unbedingt noch mal wieder sehen. Am liebsten auch allein. Ohne Männer.

Strolch hatte wenige Tage später Geburtstag und den wollte er frivol feiern. Und weil der Abend so super verlaufen war, hatte ich mir doch ne Einladung "erarbeitet". ;) Aber von dem Geburtstag erzähle ich Euch nächstes Mal.

28.02.2010 um 14:00 Uhr

Sexperimente 9: Der Sex im Klinikkeller

von: VomFeuerkind   Kategorie: Sexperimente   Stichwörter: LordO, Teddybär

So... Da ja nicht untätig war, kommt hier das nächste Erlebnis aus meiner Sexperimente Reihe. Es ist der 15.10.2009 mittags. Hauptdarsteller diesmal: der gute Lord O himself.

Wie er wieder ins Spiel kam? Eigentlich hatte ich ihm ja die Entjungferung meines Hinterns mit der Gerte versprochen, aber er kam mal wieder nicht in die Füße und jetzt war ihm der Teddybär zuvorgekommen. Die Striemen waren am nächsten Tag tatsächlich nicht weg.

Ich schrieb Lord O also eine sms, dass ich nicht länger auf seine Gunst warten konnte und nun von einem anderen Mann Striemen auf dem Rücken hätte. Aber dass ich dennoch gern demutsvoll vor ihm knien und die Strafe, die er sich für diese Ungeduld überlegt, dankend annehmen würde. (Das ist eine Formulierung, die jeden dominanten Mann in die Knie zwingt und wuschig macht - außerdem ist Lord O einer der wenigen Männer vor denen ich auch knien mag)

Es dauerte einen Tag, bis er mit antwortete, dass er einen besonderen Ort für meine Bestrafung hätte. Großartig. Mein Kopfkino lief sofort heiß. Oh mein Gott... Öffentlichkeit. Aber wie öffentlich? Und zu welcher Tageszeit? und was könnte er sich fieses überlegt haben? Das ist ja gemein! Eine Szene nach der anderen kam mir in den Sinn - und allein die Vorstellung machte mich scharf. Das einzige was ich wusste, war, dass Lord O nichts machen würde, was über meine Grenzen hinweg gehen würde und dass es toll werden würde. Meiner Meinung nach, hätte er mich auch gern tagelang in meiner Vorstellungswelt schmoren lassen können.

Aber dazu kam es nicht. Er löste es recht schnell auf: Die Strafe kommt tagsüber im Kellergewölbe einer Klinik. Und nicht an irgendeinem Tag, sondern sofort. Es war mittags. Am helllichten Tag? Aber ich hatte auch gerade keine Termine...passte also. Gut... das ließ trotzdem noch genügend Spielraum für das Kopfkino: Welche Klinik hat denn einen Keller? Und wie kommt er da rein? Und was wird da wohl gelagert? Er gab mir ne Adresse und sagte mir dass es weitere Instruktionen per sms gäbe, wenn ich vor Ort wäre.

Ich sprang also schnell zu hause rein und holte eine Gerte (eine die keine Striemen macht...), zog mir sexy Unterwäsche an und fuhr dann dort hin. Das war der Nervenkitzel pur. Nicht zu wissen was einen erwartet, aber zu wissen, dass es total toll wird, schließlich drehte es sich um Lord O - brachte mich fast um den Verstand. Und ich war rattenscharf.

Vor Ort gab es dann einige sms, wie: "lass dir vom Pförtner den Weg zu Haus A sagen" dann später: "fahr mit dem Fahrstuhl in den 5. Stock" (das war etwas gemein, weil im 5. Stock die Kantine ist und alle gerade am Essen waren. Und er ließ mich bestimmt 10 min da dumm rum stehen. Wie bestellt und nicht abgeholt und scharf war ich ja auch noch. Und man denkt dann die ganze Zeit, dass die Leute wissen, was man tut. Schließlich hatte ich eine Gerte unterm Mantel versteckt) und dann endlich: "fahr in den Keller und schleiche dich durch die offene Tür die Treppe runter!" Diese sms trieben mich schon fast in Wahnsinn. Es war unglaublich aufregend.

Ja.. dort fing der Kitzel an. Es war stockdunkel. Und schmutzig. Der ganze Keller war wie im Fernsehen - wirklich. Rohe Wände, niedrige Decken (ca. 1,60m), nur Estrich. Es war wirklich schmutzig. Ich hatte s/w Pöms an und war um meine schönen Schuhe besorgt.

Unten an der Treppe wartete er auf mich. Im Dunkeln. Plötzlich stand er vor mir. Voll der Gruseleffekt. Er nahm mich an der Hand und führte mich zu ner Bank, die er mit ner Decke ausgelegt hatte.

"Zieh dich aus" flüsterte er. Das war übrigens der Kontrast schlecht hin. Ich war wirklich schick angezogen. Mit nem weißen Pulli und nem schicken roten Mantel. Wie ne Lady eben. Und es war immer noch schmutzig überall. Es knirschte unter den Schuhen. Ich strippte also erst bis auf die Unterwäsche (krasserweise hatte ich mich da auch für weiß entschieden - ich musste ja ein bißchen auf unschuldig machen J) und er machte mir Komplimente für meinen schönen Körper und strich sanft überall rüber. (Gänsehaut garantiert) Dann flüsterte er "zieh dich ganz aus." Also stand ich dann nackt (bis auf die Halterlosen und die Pöms) vor ihm.

Er hielt meine Hände auf dem Rücken und führte mich weiter in diesen Gruselkeller rein. (Die Sache mit der Deckenhöhe ist, dass sie große Menschen ziemlich quält. Mir ist das ja egal. Ich konnte fast gerade stehen - war halt ein bißchen ein Eigentor für ihn) Jedenfalls stand in einem der leeren Räume ein Tisch, der mit einer Pappe abgedeckt war. (die nebenbei auch nicht sauber war.) Er beugte mich vornüber über diesen Tisch und fing an, mich mit der Gerte über den ganzen Körper zu streichen. Er flüsterte die ganze Zeit, so als könnte uns da unten jemand hören. Was quatsch war, aber es hat auf jeden Fall für die nötige Spannung gesorgt.

"Du lässt dich also von fremden Männern schlagen?... Ist das ein Verhalten, das einer Lady entspricht?" Er strich immer noch mit der Gerte über den Körper. Hin und wieder schlug er mir damit auf den Hintern. Und strich dann weiter... Und er flüstere weiter: "Du fragst dich sicher, warum wir dich bestrafen und nicht die Männer....? Du hast so einen schönen Körper. Du bist ein Geschenk der Natur!... Man kann den Männern keinen Vorwurf machen, dass sie dich begehren!... Ich will dass du mich um Verzeihung für deine Ungeduld bittest!"

Ich war in Extase pur. Ich zitterte am ganzen Körper. Nicht aus Angst, vor dem nächsten Schlag - so hart schlug er gar nicht - sondern vor Erregung. Die ganze Sache zog sich noch ein wenig hin. Er wies mich an, ihm einen zu blasen, was ich auch tat und wir hatten Sex in dieser Position. Beim Höhepunkt sagte ich dann, dass was er glaube ich hören wollte: "Verzeiht mir Lord O, dass ich so ungeduldig war und meine Zeit mit diesem Niemand verbracht habe. Vor allem weil er Euch niemals das Wasser reichen kann."

Dann ging es bei ihm ziemlich schnell und bei mir auch. Es war unglaublich. Ich weiß nicht, wann ich schon jemals so geil gewesen bin.

Anschließend streichelte er mir mit den Händen über den gesamten Körper küsste ihn und flüsterte: "Euch sei verziehen, werte Lady J" Und schob noch ein Kompliment hinterher. Mein Gott, der Junge hat es voll drauf.

Wir gingen also wieder zu den Sachen zurück und ich zog mich an. Die ganze Aktion hatte erstaunlich lange gedauert. Ich war fast 1,5h auf diesem Klinik-Gelände. Dieses ganze Drumherum war irre. Das Warten... die Anweisungen... die Atmosphäre... der Ort...die Beleuchtung... seine Stimmlage... (er hätte gar nicht immer flüstern müssen, die Akustik war sowieso irgendwie dumpf)...meine Schuhe... die Gerte...Lord O hat es eben einfach drauf. Mit dieser Aktion hat er genau meinen Nerv getroffen. Ich fuhr danach zur Arbeit und ich war dabei schon lange nicht mehr so gut drauf.

Also dieses Erlebnis war quasi das komplette Gegenteil zu der Aktion mit dem Teddybären. Viel mentaler. Es ist schon merkwürdig, wenn man sich solche Anweisungen geben lässt und sie auch macht. Das hat etwas von fallen lassen zu tun. Und das kann ich einfach nicht bei jedem. Besonders nicht, wenn Leute Grobheit mit Dominanz verwechseln. Lord O war viel sanfter. Er hätte ruhig noch fester zuschlagen können. Aber ich glaube 1. muss er sich da noch an meine Schmerzgrenze rantasten und 2. ist das auch irgendwie nicht sein Stil. Aber wenn ich wählen sollte, zwischen dem Teddybären und Lord O, würde ich mich wohl für Lord O entscheiden, auch wenn ich nie Striemen von ihm bekommen würde.

Lord O verschwand natürlich wieder mal (bis Weihnachten letzten Jahres), aber der Teddybär war ja noch nicht ganz von der Bildfläche verschwunden. Aber von dem nächsten Mal erzähle ich Euch nächste Woche.

21.02.2010 um 14:00 Uhr

Sexperimente 8: Das Sexdate

von: VomFeuerkind   Kategorie: Sexperimente   Stichwörter: SMPaar, Teddybär, Lord

Auch heute lasse ich Euch nicht auf dem Trockenen sitzen und berichte wieder von meinen Sexperimenten im letzten Jahr. Nur noch mal zur Erinnerung: Ich war auf diesem Gang Bang und bin dort etwas über die Strenge geschlagen - zumindest aus meiner Sicht. Aber ich hab da auch den Teddybären kennengelernt und bin mit seiner Telefonnr. nach Hause gegangen.

Es wäre mir auch nie in den Sinn gekommen, dass jemand, den ich auf nem Gang Bang kennen gelernt habe, an etwas anderem interessiert sein könnte, als an Sex. Ich fand den Teddybären nett, aber nicht so nett, dass ich an ihm beziehungstechnisch interessiert gewesen wäre. Ich hatte Bock auf Sex. Das war alles. Also wusste ich ja worauf ich mich einlassen würde.

Aber wie fängt man das an? Ich hab zuvor noch niemals jemand einladen wollen, bei dem von vornherein klar ist, dass es nur um das Eine gehen würde. Irgendwie war es immer offen. Ein spannender Nervenkitzel. Aber so... Ganz andere Vorraussetzungen. Aber kein Problem... ich kenne ja jemanden, der so was sicher öfter macht. Also klingelte kurze Zeit später bei SM-Sie das Telefon. Es war Dienstag, der 13.10.2009 - einen Tag nach dem ominösen Gang Bang.

Ich: „Hi Süße, du hast sicher schon von deinem Freund gehört, was gestern passiert ist."
Sie.
„Ja klar, coole Aktion."
Ich:
„Naja... ich weiß nicht."
(Es folgte, wie Frauen nun mal so sind, eine minutiöse Wiedergabe des gesamten Abends)
Ich:
„...ich hatte also seine Telefonnr. Und ich glaube ich würd ihn gern heute noch anrufen und fragen ob er noch vorbeikommt. Ich hab wirklich Bock auf Sex mit ihm. Aber wie stell ich das denn nun genau an? Ich hab so was noch nie gemacht. Macht man die Tür schon im Negligee auf? Geht man sofort ins Schlafzimmer und legt los? Trinkt man vorher noch was? Wie leitet man das ein? Was ist wenn man plötzlich nicht mehr will?"
Sie:
„Also, dass ist unterschiedlich. Manchmal trinke ich schon mit ihm vorher noch was. Einfach um die Stimmung zu lockern. Dann geht es auch manchmal gleich los. Aber lass ihn doch das Zepter übernehmen. Dann brauchst du dir keine Gedanken zu machen. Guck mal, bei uns hat es doch auch geklappt. Das war doch so ähnlich. Außerdem ist der Teddybär echt lieb. Der macht eh keinen Blödsinn. Dem kann man vertrauen. Der macht auch nichts, was man nicht will. Aber wenn du magst cover ich dich!"
(Kleiner Einschub: Covern heißt, jemanden bescheid geben, dass man sich mit ner bestimmten Person an einer bestimmten Stelle trifft und mit der Person einen Zeitpunkt ausmachen, wo man sich meldet und das OK gibt, dass alles in Ordnung ist. Bleibt die Benachrichtung aus, versucht die covernde Person den anderen zu erreichen und benachrichtigt ggf. die Polizei.)
Ich:
„Ich glaube nicht, dass das notwendig ist. Aber es wäre trotzdem toll. Ich schreib dann ne sms. Wenn er da ist."

Als nächstes rief ich beim Teddybären an. Das Gespräch zog sich ein wenig hin und ich meinte (ungeduldig, wie ich bin und um auf den Punkt zu kommen) zu ihm: „Reden wir hier nur, oder haben wir auch noch Sex miteinander?" Diese Form von Dinge-auf-den-Punkt-bringen hatte er wohl so von mir nicht erwartet und er war entsprechend verdutzt. Vielleicht auch ein kleines bißchen enttäuscht. Aber er ging drauf ein. Er wollte noch kurz duschen und dann vorbeikommen. Das war mir recht.

Kurze Zeit später klingelte er an der Tür und wir gingen doch gleich ins Schlafzimmer. Ich hatte halt wirklich Bock auf ihn. Natürlich gab ich noch SM-Sie bescheid, dass alles in Ordnung war.

Wir legten also los. Und er versaute es völlig. Er brach über mich herein wie eine Welle über einen unvorsichtigen Schwimmer. Er war grob (ähh dominant) und äußerst zielgerichtet. Anyi hatte es letztens so schön beschrieben: Manche Männer machen eben gerade mal das Nötigste, nur damit sie rein dürfen. Und so war er auch. Blöd nur, das ich das total abtörnend finde. Und noch blöder war, dass er es nicht mal mitbekam. Ich lag also da und war hin und her gerissen, zwischen Staunen über so viel Ignoranz und Ärgern über sein Verhalten.

Irgendwann fragte ich dann: „Sag mal, wolltest du auch, dass ich auch Spaß habe, oder ist dir das egal?"
Er:
„Klar, hast du keinen?"
Ich:
„Ne!"

Glücklicherweise gab er sich dann noch etwas mehr Mühe. Und so hatte ich dann doch noch meinen Spaß. Also ehrlich mal. Der Teddybär hatten den ultimativen Sympathievorsprung, außerdem war ich scharf auf ihn, da hätte er wirklich mehr draus machen können - nein, müssen! Klar hatte ich dann irgendwann Spaß, aber ein schaler Beigeschmack blieb trotzdem.

Nachdem wir fertig waren, fand er noch ne Gerte, die wie zufällig da rumlag... Tütülü... Gaaanz zufällig... Klar!

 

- Sidekick: -
Also die Geschichte, wie die Gerte da hin gekommen ist, ist auch gar nicht schlecht. Ich hatte mir ja irgendwann nachdem ich Lord O kennen gelernt hatte, in den Kopf gesetzt, dass ich gern mal eine Gerte ausprobieren würde und dass er derjenige sein sollte, der meinen Hintern damit entjungfert. Eigentlich hatte ich ihm das auch so versprochen. Aber Lord O kam halt wieder mal nicht in die Füße.

Also ging ich - na, wo wohl hin: Na klar, da wo man eine „tierische" Auswahl an unterschiedlichen Gerten und Peitschen hat, weil es quasi deren natürliches Zuhause ist: Der Reitladen. Ich hatte mir nämlich schon mal eine im Netz bei einem E*rotikshop bestellt, aber die taugte nichts (was mir das SM-Paar bei unserem Dreier bestätigt hatte). Ich suchte mir also zwei Gerten aus. Eine mit nem Faden-Fitzel vorne und eine mit einem breiteren Lederteil an der Spitze. (Ich probierte sie an der Hand aus, sonst weiß man nicht, ob sie einem gefällt - und die waren schön.)

Und mit den beiden Gerten ging ich dann in den Apple-Store, weil ich noch einen Garantiefall zu klären hatte. Warum ich da mit hin nahm? Ganz einfach, weil ich zu Fuß unterwegs war, der Laden bald zumachte und ich keine Zeit mehr hatte, vorher nach Hause zu gehen. Blöd aber auch..

Der Apple-Laden war voll mit Techis und die guckten nicht schlecht als ich da selbstbewust reinstolzierte, die Gerten  ganz offen auf den Tresen legte und machten entsprechende Sprüche. Ich meinte lax, dass ich sie vorsichtshalber dabei hatte, für den Fall, dass sie bei der Garantiesache zickig sind. Für diese Gesichter hatte es sich tatsächlich gelohnt, so frech zu sein und die Dinger mitzubringen. Köstlich! Der eine Mitarbeiter wurde ganz wuschig und fing an sich an mich ranzusoften. Er fing an zu erzählen, dass er da auch manchmal drauf steht.

Also fragte ich: „Aktiv oder Passiv"
Er:
„Beides, je nach Laune!"
Ich:
„Aha, also nen Switcher!"

Anscheinend war damit klar, dass er keine Ahnung hatte: er zog sich daraufhin, wild in sich hinein murmelnd, wieder brav in seine Ecke zurück. Das ich davon so viel wusste, als er mir zugetraut hätte, war ihm sichtlich unangehm. Es hilft manchmal so ungemein, einfach mit ein paar Fachbegriffen um sich zu werfen.*grins*

Das Ende vom Lied war, dass ich meine Garantie bekommen habe, was wahrscheinlich auch ohne Gerte der Fall gewesen wäre, aber nur halb so viel Spaß gemacht hätte.
- Sidekick Ende -

 

Der Teddybär nahm also die eine Gerte mit dem Fitzel und probierte sie aus. Und ich fand es toll. Naja... die Art und Weise nicht. Er lag nämlich wie ein Römer auf einem Chaise Long und wirkte dabei ein wenig lustlos. Dennoch war der Schmerz sehr lustvoll - zumindest meistens. Diese Schmerzgrenze zu überschreiten ist nämlich definitiv nicht mehr geil. Das tut dann nur noch weh und nervt voll. Tja... und dafür hatte er nicht so richtig das Gespür. Irgendwann hab ich ihm das Ding aus den Fingern genommen, weil ich schlichtweg keinen Bock mehr hatte.

Aber ich hatte Striemen. Auf dem Po und auf dem Rücken. Kein wirklich schönes Muster (wie hätte das aus der Position auch funktionieren sollen? Dazu hätte er sich ja in eine Position bringen müssen, in der er die Schläge vernünftig kontrollieren kann), sondern irgendwie kreuz und quer, aber immer hin. Ich hatte Striemen. Ich starte meinen Rücken und Po verwundert im Spiegel an. DAS hatte ich nicht erwartet. Man konnte es sogar fühlen. Mein Po war ganz schön wellig. Ich bin doch ganz schön krank - Ich lass mich schlagen, bis ich Striemen habe... und finde es auch noch geil... Verrückt! Also bin ich doch wohl wenigstens ein bisschen Maso.

Er ging dann. Eigentlich wollte er bei mir einschlafen, aber da hatte ich keinen Bock drauf. Der sollte mal schön in sein eigenes Bett gehen.

Fazit von dem Abend war: Ein Sexdate zu haben ist gar nicht schlimm - aber auch nicht gut. Dieses doofe nur-das-nötigste-machen ist schon blöd. Aber ich hab meinen Mund aufgemacht und gesagt, was ich will. Dafür schreibe ich mir mal selbst einen Pluspunkt auf meine Liste. Und ich hatte Striemen. Die Art und Weise fand ich zwar blöd, aber die Tatsache Striemen zu haben, fand ich ziemlich cool. Blöd nur, dass ich am Wochenende zu meinen Eltern wollte und ich hoffte das die bis dahin weg sind. Bei uns zu Hause haben wir das nämlich nicht so mit Privatsphäre und abgeschlossenem Badezimmern und so. Und das letzte wozu ich Lust hatte, war eine Diskussion mit meiner Mutter, wegen meiner sexuellen Neigungen.

Allerdings waren ja auch noch 4 Nächte dazwischen, bis ich bei meinen Eltern unter der Dusche stehen würde und bis dahin wären sie doch sicher weg. Dachte ich. War auch so. Und ich dachte, es wäre mal wieder Zeit, den guten Lord O mal wieder ins Spiel zu bringen. Dachte ich. Funktionierte auch. Aber davon erzähle ich Euch nächste Woche.

14.02.2010 um 14:00 Uhr

Sexperimente 7: Gang Bang

von: VomFeuerkind   Kategorie: Sexperimente   Stichwörter: SMPaar, Teddybär, Cora, GBF, Strolch, Legolas

Es ist mal wieder Sexgeschichten-Zeit... Hier kommt neuer Beitrag in meiner Lieblingskolumne. Zeitpunkt: Montag 12.10.2009 - eine Woche nach der Darkroomparty! Auslöser diesmal, wieder SM-Er, aber diesmal per sms:

„Hi Feuerkind, Du willst doch immer wissen wie alles so läuft. Heute Abend macht der Typ von der letzten Party einen professionellen Gang Bang. Hast du Lust mich zu begleiten? Musst auch nichts machen!"

Mit „der letzten Party" war die Einweihungsfeier den Samstag zuvor von SM-Sie's neuer Wohnung gemeint. Man, war das ne schräge Feier. Es gab „normale" Freunde und „spezielle" Freunde. Also mit speziell meine ich Swinger. Leute mit offenen Beziehungen oder anderen Verwicklungen sexueller Art zum SM-Paar. Das lustige war, dass man nie wusste, mit welcher Sorte Freund man gerade redet. Also tastete man sich langsam vor. Und daraus entstanden die tollsten Gespräche. Sehr cool. Am Ende endete die Party damit, dass die „normalen" Freunde im Wohnzimmer über Kinder kriegen und Häuser bauen geredet haben, während die „speziellen" Freunde Sexgespräche in der Küche führten. (3 mal dürft ihr raten, wo ich war *grins*) Das war auch die Party, wo ich Strolch und Legolas das erste Mal sah, aber ich hab mit beiden kein Wort geredet. Allerdings fiel mit Legolas schon deutlich ins Auge. Und es war die Party, wo ich Gang Bang F. (kürzen wir das mal ab: GBF) kennenlernte.

GBF organisiert nämlich semi-professionell Gang Bangs. Das läuft dann so, dass es ein oder mehre Mädels gibt, und ca. 20-50 Kerle auftauchen, die für den Spaß Geld bezahlen und hinterher bekommen die Mädels was von dem Geld ab und er als Organisator natürlich auch. Und ja, das grenzt an Prostitution. Wobei die Mädels wirklich Spaß daran haben. Ich weiß ja, dass SM-Sie schon nymphoman ist und dass sie wirklich Lust auf so was hat. Es fällt mir immer noch schwer es nachzuvollziehen, wie man sich für so was hergeben kann.

Ich dachte also ne Weile über die sms von SM-Er nach, aber weil ich gerade eh so was wie einen Run hatte, dachte ich, jetzt kann ich mir das auch mal ansehen und sagte zu. Also begleitete ich an dem Montag Abend SM-Er auf nen Gang Bang - als Zuschauer, selbstverständlich!

Dort angekommen, war es ungefähr so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Location war so ein Dart- und Billiard-Club, der Montags Ruhetag hat. Es war hell erleuchtet und haufenweise - zum Teil gruselige - Männer um die 40 standen um die Theke herum. Ich trank erstmal einen Sekt und versuchte mich zu akklimatisieren. Das war nichts so einfach, weil ich von allen vor Ort ziemlich angestarrt wurde. Ein Blick auf Cora, die Hauptperson, genügte und ich wusste warum. Ich mochte sie vom ersten Moment an nicht. Ich konnte diese Frau jederzeit in allen Bereichen in die Tasche stecken: Lebenserfahrung, Charme, Sexappeal und vor allem Intelligenz. Ich sag deswegen Cora, weil es ohnehin ein Deckname ist und keiner weiß, wie sie wirklich heißt.

Meine Güte, war die Frau anstrengend. Hin und wieder steht ich ja auf Frauen, aber nich auf sie. Sie war ein wirklich billiges, nervtötendes, lautes, geistig umnachtetes Mädel ca. 22, (das natürlich wegen ihrer Versautheit, alle anwesenden Männer total geil fanden,) nicht wirklich hübsch, etwas unförmig und die einen blöden Spruch nach dem anderen losließ. Z.B.: „Also wenn ihr gleich aufs Klo geht, dann macht in den Eimer, der da steht, weil ich mir das Sperma nachher noch abduschen will." und später am Abend lief sie schreiend durch die Gegend und meinte "zweiundzwanzig Uha eN eeeeeS!!" (Hier die Übersetzung: ->"22Uhr NS"; NS steht für Natursekt ->Urin! *würg* aber jeder soll das tun, wozu er/sie Lust hat - Irgendwann druck ich das noch mal auf nen T-Shirt.)

Außer Cora stach mir noch ein Typ ins Auge. Er hatte irgendwas von einem Teddybären. Er war lieb, rundlich und keine Ahnung wieso, aber ich fand ihn irgendwie süß - und scharf. Irgendwie hing der wohl mit dieser Cora zusammen. Aber nein... sie sind nicht zusammen, er passe bloß ein wenig auf sie auf und sie hätten ein Paarprofil bei p*oppen.*de (Aha!!) Er meinte sie wäre herrlich versaut - ich sag, sie ist ne billige Schlampe. Er sagte sie ist devot, ich sag, sie ist Aufmerksamkeit heischend. Er meinte sie ist ja ne Süße, wenn sie einem zu Füßen liegt und einem einen bläst. Ich sag: "Besser man steckt ihr einen Schw*** in den Mund, dann kann sie wenigstens nichts blödes mehr sagen!" Hatte ich schon erwähnt, dass ich sie nicht mochte?

Also legte Cora los. Setzte sich auf eine Matratze und alle Männer drumherum. Ich tat mir das gar nicht erst an. Ich blieb an der Bar stehen und trank weiter NORMALEN Sekt und redete mit dem Teddybären. Wie gesagt, er war irgendwie süß und merkwürdigerweise war ich scharf auf ihn. Warum? Keine Ahnung. Ich werde es nie verstehen, warum mich der eine Typ mit Bierbauch scharf macht und der andere mit den vielen Muskeln nicht.

Die zweite Runde fing an und Cora zog auf ne andere Matratze auf dem Billardtisch um. An ihr klebte schon Sperma und als SM-Er meinte, das Sperma auf den Brüsten verteilen zu müssen, hätte ich fast gekotzt, als er versuchte mich mit den Sperma-Fingern anzufassen. Sperma von jemandem den man mag, ist was ganz anderes, als Sperma von haufenweise fremden Kerlen, die noch nicht mal leiden konnte. *würg* Also ging SM-Er auf meinen Befehl hin Händewaschen.

Dann dachte ich aber, weil der Teddybär so davon schwärmte, dass ich mir ihre Blastechnik mal ansehen könnte. Vielleicht kann man ja noch was lernen. Also trat ich an den Billardtisch heran. SM-Er stellte sich hinter mich und der Teddybär vor mich. Keck, vermutlich um mich damit zu necken, nahm der Teddybär ne Flasche Gleitgel und machte nen Dupp in meinen Ausschnitt. „Dann musst du es aber auch verteilen!" sagte ich mit dem gleichen kecken Gesichtsausdruck. Ich habs ja nicht so mit dem angefasst werden, von fremden Männern, aber den Teddybären fand ich schon nett. Das ließ er sich nicht zweimal sagen und fing an meinen Busen zu massieren. Aber dabei blieb es ja nicht. Plötzlich hatte ich seine Hand in meinem Schritt und dann in der Hose und ja, es gefiel mir.

Was dann folgte, war ne reine Affekthandlung. Ehe ich überhaupt mein Gehirn einschalten konnte, warf ich Oberteil und BH von mir, schlüpfte aus der Hose raus und legte neben der blöden Cora auf den Billardtisch. „Achtung an alle:" sagte ich noch. „Ich ficke mit niemanden, ich fasse keinen Schw** an und abspritzen könnt ihr auf der da!" und zeigte damit auf Cora. Und dann ließ ich mich befummeln. Von SM-Er, vom Teddybären, von GBF und von haufenweise Kerlen, die ich nicht kannte. Wenigstens ließ sich der Teddybär die Hoheit über meinen Schritt sich nicht nehmen und ließ keinen anderen Kerl daran. Ich kam irgendwann auch und Cora war ziemlich pissig, weil ich lauter war als sie. (Der Teddybär kann ziemlich gut lecken!)

Aber in dem Moment, in dem ich kam, setzte mein Hirn wieder ein. Irgendein Typ bedankte sich und ich wusste nicht wofür. Ich hatte mich wirklich nur gehen lassen. Mich an meine Ansage gehalten. Sonst weiter nichts gemacht. Aber ich musste sofort von diesem Tisch runter. Weg, nur weg.

Oh mein Gott, was hatte ich getan... Ich habe bei einem Gang Bang mitgemacht! Neben der Schlampe Cora auf nem Billardtisch gelegen! Ich war auch nicht besser als sie. Ich war ja nicht zu halten gewesen! Ich bin Sklavin meiner Triebe geworden. Und ich hab mich von den gruseligen Kerlen anfassen lassen. Mir wurde schlecht. Au man, wie peinlich. Wie wiederlich. Wie konnte so was bloß passieren. Dabei haben mich meine Eltern zu einem anständigen Mädchen erzogen. Aber anständige Mädchen tun so was nicht. Nein, nein, nein! Oh mein Gott, was hab ich bloß getan. Und vor allem haben anständige Mädchen bei so was, wenn sie es machen, nicht noch Spaß dran. Und den hatte ich, das musste ich zugeben. Aber ich schämte mich deswegen in Grund und Boden.

Es dauerte eine Weile und die Erkenntnis sank so richtig ein: „Ich bin genauso eine Schlampe, wie Cora." „Ich bin genauso eine Schlampe, wie Cora."... Wie ein Mantra wiederholte sich dieser Satz in meinem Kopf und ich konnte nicht mehr, ich fing an zu heulen. Richtig heftig sogar. Ich schluchzte immer wieder. SM-Er war wirklich großartig. Er knuddelte mich so lange, bis es wieder gut war. Das rechne ich ihm bis heute noch hoch an. Wenn er das damals nicht getan hätte... nicht auszudenken. Aber damit war es ja noch nicht ganz vorbei. SM-Er und der Teddybär nun auch noch wollten wissen, was los wäre. Aber wie soll man Männern einen Misch aus Scham, moralischen Bedenken und Ekel vor der eigenen Person erklären? Besonders, weil mir das alles selbst nicht so richtig klar war. Ich tat mein bestes, aber wirklich verstanden hat mich glaube ich keiner.

Irgendwann war aber wieder gut. Mittlerweile fand ich die Aktion auch ein bisschen cool. Außerdem wurde diese Aktion und der Spruch mit dem ich auf den Tisch gehüpft bin, irgendwie zu einer Legende, die seit dem öfter auf Partys erzählt wurde.

SM-Er und ich gingen irgendwann. Aber nicht bevor ich nicht die Nr. vom Teddybären hatte. Den fand ich wirklich ziemlich scharf und ich dachte vielleicht ergibt es sich noch mal, dass wir beide ein bisschen Spaß miteinander haben. Leider ging das nicht ohne eifersüchtigen Zickenterror von und mit Cora ab. Aber ehrlich mal... Die Frau? Ist doch keine Gefahr.

Ich traf mich, Cora hin, Cora her, trotzdem mit dem Teddybären, aber davon erzähle ich Euch nächstes Mal...

07.02.2010 um 14:00 Uhr

Sexperimente 6: Darkroom

von: VomFeuerkind   Kategorie: Sexperimente   Stichwörter: SMPaar, HerbsBar

Es ist wieder so weit für einen weiteren Teil aus der Sexperimente Reihe.

Diesmal fängt alles mit einem Telefongespräch mit SM-Er an. Eine Woche nach dem Vierer. Es war Freitag Abend, der 02.10.2009 und aus einem, mir im Nachhinein nicht mehr erkennbaren Grund, hatte ich noch nicht so richtig was vor, als um 23h SM-Er anrief.

Er: „Oh gut, du bist zu Hause. Sag mal was machst du denn heute abend?"
Ich:
„Du... weiß ich das gar nicht wirklich. Vielleicht schlafen. Ist ja schon spät."
Er:
„Ich bin heute Abend alleine, SM-Sie ist irgendwie unterwegs. Hast du nicht Lust, mit mir in Herb's Bar zu gehen?"
Ich:
„Grundsätzlich schon. Ist da heute was, oder fragst du einfach nur so?"
Er:
„Da ist heute Darkroom-Abend."
Ich:
„Aha! Soso... Und das heißt?"
Er:
„Männerüberschuss!"
Ich zog die Augenbrauen hoch:
„Männeüberschuss!" sagte ich abfällig. „Aha! Männeüberschuss!" wiederholte ich noch mal.
Er:
„Ja, da ist es dann dunkler als sonst! Und es sind nur wenige Frauen da und hauptsächlich Männer. Ich würd schon gern mal hingucken, aber allein ist blöd, weil das als Mann allein immer so viel kostet!"
Ich:
„Ach soooo" grinste ich. „Jetzt hab ich es verstanden...Ich soll also deine Alibifreundin machen, damit du Kosten sparen kannst!"
Er:
„Na sooooo war das nun auch nicht gemeint. Aber man könnte ja gucken was da so los ist, nen Bier trinken (kostet dann als "Paar" ja keinen Eintritt) und dann mal abwarten. Außerdem würde ich mich wirklich freuen, wenn du mitkommst."
Ich:
„Stimmt, das KÖNNTE man tun...Aber Männerüberschuss...? Ich weiß nicht...!"

Wir kamen irgendwie vom Thema ab und quatschen noch ne Stunde so am Telefon. Es ging mir trotzdem nicht aus dem Kopf. Diese Fixe Idee geisterte da in meinem Kopf rum und kam immer wieder an die Oberfläche... Was da wohl jetzt los sein mochte und wie das so aussieht, wenn da Darkroom ist? Außerdem war ich in Herb's Bar schon lange nicht mehr. Wer weiß, wann ich wieder eine Gelegenheit kriegen würde. Also meinte ich irgendwann, dass ich da jetzt doch hin will. ABER ich würde ihm nicht garantieren, dass da auch was passiert. Wenn es ok wäre, dass wir nichts machen, würde ich mitkommen. Jaja... das wäre in Ordnung.

Naja... das dauerte natürlich noch ne Weile bis wir uns beide was angezogen hatten. Gut, es ist ne Bar, also KANN man da auch normal hingehen. Muss man aber nicht. Man KANN auch sexy aussehen... Das ist doch dieee Gelegenheit mal die Dinge anzuziehen, die man sonst im Büroalltag nicht anziehen kann.

Also zog ich mir mein Lieblingskleid mit dem riesigen Ausschnitt an. Ich liebe dieses Kleid. Es ist schlicht schwarz, knielang und außer dem Ausschnitt hat es nichts so wirklich zu bieten. Aber es ist ein Accessoirekleid. Wenn man ne andere Kette und andere Schuhe anzieht, wirkt das Kleid völlig anders. Wenn man Gothikstiefel, Netzstrümpfe und ein breites Samthalsband anzieht, wirkt es eher einfach, schlicht, eben Gothik/Partymäßig, wenn man dann Perlenkette und High Heels anzieht, ist es sehr edel, fast ein bisschen vornehm. Ich war zu dem Zeitpunkt ein wenig auf die 40er Jahre eingeschossen. Also nahm Perlenkette, High Heels, schlichte schwarze Strümpfe und Hut aus dem Schrank. Passendes Make-up, Haare entsprechend gestylt... fertisch.

Als wir ankamen war es nicht so richtig voll. Es ging. Also ja, es war schummeriger als sonst und der hintere Raum war wirklich dunkel. So dunkel, dass man fast nichts sehen konnte. Ich war noch nicht so wirklich in Stimmung... Also setzten wir uns erstmal an die Bar und tranken was und SM-Er fing an, sich an mich ranzusoften. Das zeigte auch Wirkung und ich fing an mitzumachen. Wir fummelten mit einander rum. Am Tresen sozusagen. (Das ist eigentlich eher ungewöhnlich). Vor allen Leuten. Und ich fing an Spaß daran zu entwickeln mich absichtlich ein kleines bisschen zu zieren („Nicht...komm lass die Brust drin... nicht vor all diesen Leuten..."). Außerdem flirtete ich ständig mit den Leuten, die hinter SM-Er standen. Ich genoss die Aufmerksamkeit und setze uns beide richtig in Szene. Ich zog ne richtige Show ab.

SM-Er fing mein Augenzwinkern auf, ging voll in der Rolle auf und fing an mich rumzukommandieren. „Jetzt zick hier nicht rum... Du weißt doch warum wir hier sind... oder muss ich dich erst wieder schlagen...stell dich mal nicht an... und komm mit!" Er zog mich hinter sich her in den Darkroom... Ich moserte ein wenig gekünstelt rum „Wo willst du denn hin...? Ach komm lass es... hier sind so viele Leute...! Ich glaube ich will das gar nicht... Bitte bitte nicht schlagen..."

In dem Darkroom stand so was wie ne Massagebank, zu der er mich führte und gegen die er mich bäuchlings schubste. Dann drückte er meinen Kopf nach unten und gab mir den ein oder anderen Klapser auf den Po. Das Geräusch zog die Männer alle an. Dann setzte er sich vor mich auf die Bank und wies mich an seinen Sw*** zu blasen. Ich folgte auch brav. Plötzlich merkte ich eine Hand am Po, die definitiv nicht von SM-Er kommen konnte. Ich zuckte zusammen, drehte mich um und glücklicherweise fand ich den Typen sympathisch. (Mittlerweile hatten sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt) Also ließ ich es zu. (SM-Er raunte mir zu, dass ich nichts machen muss, was ich nicht wollen würde und ich sagen könnte wenn mir was nicht passt.)

Dann war es mehr als eine Hand und noch eine und noch eine. Irgendwer fing an mich zu fingern und ich kam so langsam in Extase. Nicht zu wissen, was da hinter einem los ist, scharf zu sein und einem Orgasmus nahe und von so vielen Händen... mh... das war schon merkwürdig. Aber ich dachte nicht so viel drüber nach, ich war ja anderweitig beschäftigt. Außerdem sah ich die Leute auch gar nicht. Als irgendwer, den ich offensichtlich nicht kannte, versuchte mir sein bestes Stück reinzustecken, sagte ich klar, dass ich das nicht will - und er hielt sich dran.

Irgendwann hatte ich auch einen Orgasmus und SM-Er auch und genau in dem Moment kam in dem Moment irgendso ein Würmchen an und meinte, er würde er an meinem A**** oder in meinem A****. Ich guckte von seinem besten Stück nach oben und schüttelte mich innerlich. Ich meinte zu SM-Er „Du, ich glaube ich will hier sofort raus." Er reagierte prompt, nahm mich bei der Hand und wir gingen wieder in die Bar zurück.

Trotzdem hat es viel Spaß gemacht und es hätte keine Sekunde länger dauern dürfen. Glücklicherweise hatte ich es ja schon mal, dass mich mehr als eine Hand angefasst hat, aber es ist doch was anderes, wenn man sich selbst aussucht, wer einen anfasst. Wir tranken erstmal was.

Den ganzen restlichen Abend war ich ziemlich auf provozieren ausgelegt. Also fing ich an zu tanzen. Mittlerweile lief gute Musik und ich stieg auf den runden Tisch in dem ersten Raum und räkelte mich passend zur Musik an der Gogo-Stange. Das erste Mal. Aber ich schlug mich erstaunlich tapfer. Das muss an den Schuhen gelegen haben... *grins* Ich probierte ein paar Sachen aus, die ich mal im Fernsehen gesehen hatte und irgendwie funktionierte es. Niemand war überraschter, als ich selbst. Es muss wohl auch ganz gut ausgesehen haben, weil SM-Er wieder scharf wurde. Er und noch ein paar der anderen Typen in dem Schuppen. Ich provozierte sie alle. Und ich fand es toll!

Mittlerweile wurde es aber auch leer. Es war ja schon spät, die meisten waren „fertig" und gingen dann. Wir auch bald.

Fazit von dem Abend war, dass ich immer mehr Spaß daran entwickelte mit Männern zu spielen. Sie zu provozieren und anzutörnen. Es erstaunte mich, dass ich es an dem Tag zugelassen habe, dass mich mehr als ein Typ, den ich nicht kenne, anfasst. Aber ich konnte sie auch nicht sehen und SM-Er ist sofort und gleich mit mir wieder aus der Situation gegangen, als ich nicht mehr wollte - das war auch gut so. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich irgendwie sexy an so einer Stange tanzen kann.

So... nächste Woche schreibe ich dann davon, was SM-Er und ich die Woche drauf gemacht haben.

31.01.2010 um 14:00 Uhr

Sexperimente 5: Der Vierer

von: VomFeuerkind   Kategorie: Sexperimente   Stichwörter: SMPaar, Lehrer, Norman

Wieder kommt hier ein neuer Beitrag zur Sexperimente Reihe. Es ist der Samstag der 26.09.2009

Ich traf das SM-Paar also das Wochenende drauf wieder. Party war angesagt und ich miss mich entsprechend in Gothik-Kleidung. Diesmal fand ich es ziemlich cool ein super kurzes Röckchen mit Stiefeln anzuziehen, vor allem weil ich wusste, das SM-Er darauf steht. Ich fühlte mich super sexy.

„Soll ich Euch abholen?" fragte ich.

„Gerne... so um kurz nach 22h? Wir haben vorher noch einen Gang Bang!" Sagte er.

„Was bitte habt ihr?"

„Einen Gang Bang! Du weißt schon, was das ist, oder?"

„Klar, weiß ich was das ist. Da sind viele Männer und nur eine Frau! Und so was habt ihr bei euch Wohnzimmer?" Ich schüttelte ungläubig den Kopf.

„Ja, aber es kommen nur vier oder fünf. Kannst ja auch mitmachen!" meinte er.

„NUR vier oder fünf!? *kicher* Ja ne is klar. Ich werde wohl nie checken, was ihr alles in Eurer Freizeit treibt. Und nein, ich will nicht früher kommen. Ich hoffe sie hat dann schon geduscht, wenn ich da bin. Ich glaube ich will nicht irgendwelches Sperma bei ihm im Gesicht sehen. Uuuah... Ich bin dann so um 22h da!"

Das scheint ja irgendso eine komische Masche von Männern zu sein, dass sie nicht einfach in Frauen drin oder im Kondom kommen können. Früher war das alles noch anders. Da hatte ich scheinbar „normale" Männer. Männer, die ihre Inspiration nicht aus nem Porno bekommen. Nein, die Männer, die ich in letzter Zeit treffe, müssen dann irgendwo hinspritzen. Ist mir fast egal. Wenn die das brauchen! Sollen sie es eben machen. Man geht dann ins Bad holt ein Taschentuch und wischt es wieder weg. Oder springt unter die Dusche. Dachte ich! Aber nein, Männer erwarten, das man das als Frau richtig geil findet. Es wie ein super duper tolles Geschenk. Oh und dann soll man glücklich gucken und es womöglich noch ablutschen oder es lüstern verreiben oder so. Und wenn man es schon nicht schlucken will, darf es auch gerne wieder lassiv aus dem Mund laufen.

Ich habe kein Problem mit Sperma, aber ich muss es auch nicht irgendwo kleben haben. Ich schlucke nicht (oder nur ganz manchmal, bei meinem festen Partner) und ich bin auch nicht besonders glücklich wenn ich es irgendwo kleben habe.

SM-Sie ist aber so eine. Sie steht tatsächlich darauf, Sperma auf dem Körper kleben zu haben. Es gibt auch Fotos von ihr, wo ihr Sperma im Gesicht klebt und das nicht nur von einem mal. *schüttel* Aber wenns scheen macht.... Jeder so wie er/sie es mag.  

 

Ich kam also an, SM-Sie war unter der Dusche. (puuh) aber es war noch so ein Norman da. Furchtbarer Typ. Ganz furchtbar. *schüttel* Weniger vom Aussehen, als vom Charakter. Ganz furchtbar. Den hat sie ran gelassen? Aber sie meinte hinterher, dass er eh nicht gekonnt hätte. *noch mal schüttel* uaaahh. Norman erzählte also irgendwie unbeteiligt und emotionsfrei von seiner Ex-Freundin, die super Maso war. Sie hätte sich an Piercings im Rücken aufhängen lassen und wollte immer, dass man sie wirklich jedes Mal blutig schlägt und wie cool er das gefunden hat. Und dann erzählte er von dem einen Mädel, dass ihm das Bett vollgeblutet hatte, weil er nicht wusste, dass sie Jungfrau war und danach wäre sie nymphoman geworden und hätte sich ne Frau gesucht. Also, egal was er sagte, er wurde mir nicht sympathischer. War eh alles nur Show. Davon bin ich überzeugt.

Irgendwann waren alle fertig, obwohl es bei SM-Er fast doppelt so lange gedauert hat, als bei ihr. Man war ich froh, dass dieser Typ mit seinem eigenen Auto gefahren ist. Also zu ihm hätte ich mich nicht ins Auto gesetzt. Auf der Party stieß noch ein Freund von den beiden dazu. Der war wesentlich sympathischer, ja fast niedlich. Er war Lehrer und ist glaube ich irgendwie über 40. (ich habe ihn auch schon mal erwähnt, glaube ich)

Das SM-Paar war total gut drauf, ich konnte keinen Alkohol trinken (Autofahren) tanzte aber trotzdem ausgiebig. Ansonsten klebte Norman den gesamten Abend an meinem A... und ging mir damit total auf den Keks. Plötzlich fing das SM-Paar an, miteinander rumzumachen. Wie kann man nur so ein Nimmersatt sein.. die hatte doch schon so viele Kerle vorher. Er griff unters Kleid und man sah, dass sie keine Unterwäsche trug, weil sie sofort verzückt anfing ungeniert zu stöhnen. Die beiden haben aber überhaupt kein Schamgefühl. Aber ich wusste ja jetzt schon, dass ich vom Zugucken scharf werde.

Ich sah mir das ne Weile an und meinte dann zu dem Lehrer, „Wetten, dass ich mitmachen dürfte!" *grins* „Wetten ich auch?" meinte er und wir grinsten uns an. Aber Gothik-Klamotten machen ja eh was mit mir und ich bin auch ohne Alkohol jemand anderes. Also fing ich (als die beiden miteinander fertig waren) an, mich an SM-Sie ranzusoften. Erst knutschten wir nur ein wenig, dann wurde das immer intensiver und ausgiebiger. 

Kinners, ihr hättet mal die Männer sehen sollen. *grins* Denen sind fast die Augen rausgefallen. Dass wollte ich ja immer schon mal machen. In der Öffentlichkeit mit ner Frau rumknutschen. Aber am besten war Norman, der so aussah, als sähe er das zum ersten Mal. *kicher*

SM-Er kam noch dazu und ich weiß ja nicht wie das kam, aber plötzlich war der Lehrer auch noch dabei. Norman nicht. Bestimmt hätte er gewollt, aber den guckte ich mal nicht mit dem Allerwertesten an. Wir standen also zu viert da, irgendwie in einem großen Gruppenkuschelknäuel verknotet. Jeder knutschte mit jedem rum (außer die beiden Männer, die nicht). Ich war scharf, wie nichts gutes und ich wusste nie welche Hand denn von wem ist. Aber das war total cool. Irgendwann, es muss wohl so um fünf gewesen sein - sie spielten schon Rausschmeißermusik - meinte SM-Sie wir könnten ja noch gemeinsam zu ihr gehen und ob ich mit wollte. Klar, solange Norman nicht dabei ist! Auf den hatten alle anderen auch keine Lust und so zogen wir zu viert und feixend ab.

Es hat richtig viel Spaß gemacht. Es war lange nicht so abgekrampf wie die Woche davor, weil es ja auch viel spontaner gewesen ist. Auf den Lehrer war ich auch tatsächlich scharf und so bildeten sich irgendwie Pärchenkonstellationen. Es hat Spaß gemacht. Ich konnte mich erstaunlicherweise auch richtig fallen lassen. Sex hatte ich wieder keinen - nicht schlimm, war meine Entscheidung. Aber sonst sind irgendwie alle auf ihre Kosten gekommen. Wir hatten alle unseren Spaß. Es war wirklich cool. Besonders cool war der Moment, als ich beide Männer im Arm hatte und jeder an einer Brust hing. Ich glaube ich kann das schon irgendwie ertragen, von mehreren Männern angefasst zu werden. Wobei das natürlich alles andere als synchron war. SM-Er biss natürlich viel mehr zu als der Lehrer. Und ich hatte an seiner Seite noch Tage später Striemen von den Fingernägeln. Aber ich will mich nicht beschweren. 

Diesmal kuschelten wir auch alle noch zusammen ein bisschen, bevor der Lehrer und ich jeder in sein eigenes Bett ging. Gruppenkuscheln im wahrsten Sinne des Wortes. Voll gemütlich. Das hatte wirklich beim letzten Mal noch gefehlt. Diesmal hatte ich auch keine moralischen Bedenken und es hat einfach nur Spaß gemacht.

 

Fazit ist also, dass es ne Frage der Stimmung und der Menschenkonstellation ist. Dann macht es auch richtig Spaß. Nein, ihr braucht nicht fragen, zwischen dem Lehrer und mir hat es überhaupt nicht gefunkt. Aber den Freitag drauf war ich noch mal mit SM-Er alleine los, aber davon erzähle ich Euch nächste Woche.

24.01.2010 um 14:00 Uhr

Sexperimente 4: Der Dreier!

von: VomFeuerkind   Kategorie: Sexperimente   Stichwörter: AWL, LordO, SMPaar

Heute kommt Teil 4 der Sexperimente-Reihe. Was bisher geschah: Ich hatte mein erstes Erlebnis in einer frivolen Bar mit Lord O, bei dem ich ein Pärchen kennengelernt hatte und bei dem ich noch überlegte, ob ich mich bei denen melden würde, um mich mit beiden zu dritt zu treffen. Nach langem Ringen mit mir selbst, hatte dann doch die Neugierde gesiegt und wir hatten uns für Sonntag, den 20.09.2009 verabredet (einen Tag nach dem ersten Date mit AWL).

Glücklicherweise ergab es sich zufällig, dass wir uns ein paar Tage vorher über den Weg liefen und eine Burlesque-Stripshow bewunderten. So brach schon mal das Eis und wir stellten fest, dass wir durchaus eine Gesprächsebene und vor allem viel Spaß miteinander hatten. Seit dem haben wir regen Kontakt und gehen hin und wieder zusammen feiern. Ich habe es auch schon mehrfach unter dem Namen SM-Paar erwähnt.

Die beiden sind in der Swinger Szene super aktiv und machen all das, was ich mir bisher nur in der Phantasie vorstellen konnte und noch mehr. Sie haben ein ganz klares Machtgefälle, bei dem SM-Er den dominanten Part übernimmt. Die beiden besitzen tatsächlich all das Spielzeug, dass ich sonst nur aus dem Netz kenne. Alles was man sich vorstellen könnte (Peitschen, Flogger, Fesseln, Pranger, Klemmen...etc) haben die beiden ausprobiert oder nutzen es regelmäßig. Zwischendurch „spielen" sie sogar soweit, bis Blut fließt.

Und auch sonst sind sie super aktiv. Ich glaube die waren schon in jeder frivolen Bar und in jedem Swinger Clubs im Umkreis von 200km. Sie sind im Internet aktiv, machen bei Gang Bangs mit, drehen Pornos, gehen auf entsprechende Partys... Ich saß bei den Erzählungen die ganze Zeit nur staunend da. Ich hatte immer gedacht, solche Leute gibt es in der Realität nicht. Ich dachte, dass sind Hirngespinste der Filmindustrie. Aber die beiden LEBEN das und sind dabei auch noch super glücklich miteinander. Also wollte ich das alles genau wissen.

Sie führen eine offene Beziehung. Wie ich jetzt inzwischen weiß, gibt es dabei die unterschiedlichsten Konzepte. Die meisten laden sich hin und wieder gemeinsam Männlein oder Weiblein oder ein anderes Paar ein und haben gemeinsam Spaß. Manche Paare küssen nicht fremd, andere haben nur Sex mit anderen, wenn der eigentliche Partner gefragt wurde u.s.w.

Das SM-Paar, ist für mich der Inbegriff einer offenen Beziehung. Sie treffen sich natürlich im Beisein des anderen mit anderen, aber sie gehen auch beide allein los. Meist ohne Tabus (klar... nur mit Kondom, aber sonst..!). Sie gehen da auch ganz offen mit um. Die Beziehung ist schon so offen, dass man sich fragen könnte, wo denn der Beziehungsanteil ist. Aber man merkt den beiden an, dass sie irgendwie zusammengehören. Auf jeden Fall sind die beiden super lieb.

Und jetzt war nun Sonntag und die beiden wollten vorbeikommen. Ich hatte Lasagne gemacht und schob den gesamten Sonntag Panik. Ich hatte mich noch nie mit jemanden verabredet, bei dem wirklich klar war, dass der Hauptgrund für den Besuch „Sex" war. Und ich weiß, dass meine Libido (entgegen der von SM-Sie, die ja schon nymphomane Züge annimmt) manchmal zickig ist. Ich stehe nicht auf jeden und ich kann nicht in jeder Situation in Stimmung kommen. Sie fand ich schon irgendwie sexy und ihn fürchterlich nett, aber wirklich scharf war ich gar nicht.

Ich machte mir den ganzen Tag Gedanken, wie das nun ablaufen könnte. Wer denn nun im Mittelpunkt steht, wie man das festlegt, wie wir überhaupt den ersten Schritt machen, wie weit ich gehen könnte, ob ich irgendwo einfach aussteigen würde, ob ich den Erwartungen gerecht werden könnte, welche Erwartungen es überhaupt gibt. Natürlich ist auch nicht zu Vergessen, dass die beiden SM wirklich leben und ich noch gar keine wirklichen Erfahrungen gemacht habe. SM-Sie meinte, dass SM-Er da schon mitbekommt, was geht und was nicht. Aber ich war mir plötzlich sehr unsicher, ob ich das überhaupt mal live mitkriegen wollte. Wer weiß, vielleicht ist das nur in der Phantasie gut. Außerdem wollte ich zwar schon seit Jahren mal etwas mit einer Frau haben, aber was wäre, wenn ich mich nun doch nicht überwinden könnte?

Aber die Lasagne war nun im Ofen, ich hatte mich in Schale geschmissen (mein schwarzes Lieblingskleid mit dem Riesenausschnitt, Netzstrümpfe, Stiefel) und ich machte mir immer wieder Mut. Ich wollte doch alles wissen. Deswegen hatten wir uns doch verabredet. Weil ich neugierig bin.

Plötzlich waren sie da. Sie aßen auch tapfer die gesamte Lasagne auf und wir quatschen unbezwungen miteinander. Nebenbei und hinterher gab es Sekt und ich fragte mich die ganze Zeit, wie wir das denn nun anstellen würden. Es passierte einfach mal nichts. Ich war null scharf und so konnte ich nicht den ersten Schritt machen. Von den anderen beiden kam auch nichts.

Bis SM-Sie endlich meinte, dass sie mir gern den Rücken massieren wollte. Also gingen wir ins Schlafzimmer und sie legte los. Es war super entspannend und ich wurde langsam ruhiger. Sie war total süß und tastete sich immer ein kleines bisschen dichter an die erogenen Zonen ran. SM-Er hat wohl anfangs nur zugesehen und ist dann mit eingestiegen. Das war ein wenig skurril. Ich lag ja auf dem Rücken und wusste nicht, wer was genau machte. Wobei es recht schnell klar wurde. Es setzte intensiv Fingernägel ein und gab mir zwischendrin einen Klaps auf den Po. Und weil es mich scharf machte, kramte er einen Flogger (viele kleine Lederstriemen in einem Bündel mit Griff) raus.

Irgendwie war es schon auch eine lustige Situation, als wir Mädels nebeneinander vor ihm knieten und er abwechselnd ihren Hintern und dann meinen Hintern schlug. Das ist sowieso ein schmaler Grad. SM kann sehr schnell lächerlich werden und dann kommt man nie wieder in diese Stimmung rein. Dann kramte er noch so einen Super-Vibrator mit Stromanschluss raus, den ich schon mal im Porno gesehen hatte und der mich seither faszinierte. Der war ungefähr so, wie ich ihn mir vorstellte: heftig. Und der Orgasmus auch.

Später traute ich mich sogar mal SM-Sie anzufassen und ein wenig zu verwöhnen. Allerdings blieb ich dabei deutlich oberhalb des Bauchnabels. Den letzten Schritt traute ich mich dann doch nicht. Aber ich war so froh, dass sie mit dabei war, weil ich immer noch nicht auf SM-Er scharf war. Also kümmerte sie sich um ihn, damit er auch was davon hatte. Wir beide hatten vorher ja schon viel Spaß mit dem Vibrator gehabt.

Jedenfalls drückte er mir für die Zwischenzeit mal den Flogger in die Hand und meinte ich solle SM-Sie schlagen. Bitte was? Seit ihr noch ganz koscher? Aber ich wollte es ja alles wissen... Ich nahm also den Flogger und holte aus - und brach ab. Ich holte wieder aus - und brach wieder ab. Dann stand ich gefühlte 5 min mit dem Teil überm Kopf und brach wieder ab. Mein Gott, was bin ich bloß für ein Weichei. Ich kann nicht mal eine Frau schlagen, die es offensichtlich auch noch will. „Jetzt mach schon!" feuerte SM-Er mich an. „Aber du sagst, wenn das zu doll ist..oder?" fragte ich sie. Ja, meinte sie, das würde sie tun. Ich zögerte noch einen Moment und dann schlug ich zu.

Es knallte. Und sie zuckte. Und ich war verunsichert. Man, ist das ein schräges Gefühl...

Die Stärke wäre ok, aber doller müsste es auch nicht werden. Also machte ich weiter und fing an, ein kleines bisschen Spaß zu entwickeln. Aber ich war froh, als ich das Ding wieder abgegeben durfte.

Blöd war, dass es dann schon recht spät war und die beiden ziemlich schnell los mussten, weil am Montag die Arbeit wieder losging. Also kein kuscheln oder reflektieren.

Als die beiden weg waren, ging es mir überhaupt nicht gut. Ich war einsam und ich brauchte dringend jemanden zum anlehnen. Die ganzen Erfahrungen waren doch irgendwie zu viel gewesen und damit dann allein dazustehen... war nicht einfach. Ich heulte erstmal ne Runde und ließ mich am nächsten Tag bei AWL aus, der mir wieder Mut zusprach.

Aber mal abgesehen von dem Gefühlschaos war es auch interessant gewesen. Es ist irgendwie schräg mit zwei anderen Personen sexuell aktiv zu sein. Es ist nicht leicht, die Aufmerksamkeit gerecht zu verteilen. Auf der anderen Seite sorgt auch jeder ein bisschen für sich selbst. Wer zu kurz kommt, ist letztlich auch selbst schuld. Aber was mich irritiert hat, ist dass sie die sexuelle Energie nicht richtig hochschaukelt. Es ist als würde sie immer irgendwo anstoßen oder jemand wechselt den Platz und dann ist da plötzlich ne Lücke. Schräg ist auch, dass man selbst nicht weiß, wem das Feedback gilt. Das heißt man kann den größten Scheiß machen und bekommt es nicht mit, weil derjenige gerade wegen der anderen Person stöhnt. Aber man macht trotzdem weiter, weil es ja doch auch an einem selbst liegen könnte.Dass es irgendwie nicht richtig rund lief, kann natürlich auch an der Konstellation gelegen haben

Das Fazit von dem Abend ist also:

  • Ein Dreier ist vermutlich davon abhängig, wie scharf die einzelnen Personen scharf auf einander sind. Ich würde es also dennoch noch mal machen.
  • Es war gut, dass ich nicht verpflichtet war, Sex zu haben, weil ich dazu eh keine Lust hatte.
  • SM fängt an irgendwie interessant zu werden. Das sollte ich weiter austesten.
  • Das was ich mich SM-Sie gemacht hatte, war wirklich schön. Ich glaube, wenn ich eine Frau auch besser kenne, habe ich da auch weniger Hemmschwelle. Das hat Potential.
  • Es ist mir hinterher doch wichtig, auf jeden Fall noch etwas zu kuscheln und ein wenig drüber reden.

Das war jedenfalls nicht das letzte Mal, dass ich mit beiden was hatte. Samstag danach sind wir zusammen auf eine Party gegangen und die endete anders als ich es mir vorgestellt hatte, aber davon erzähle ich Euch nächste Woche....

17.01.2010 um 14:00 Uhr

Sexperimente 3: das Date mit AWL

von: VomFeuerkind   Kategorie: Sexperimente   Stichwörter: AWL

Es ist mal wieder Zeit für einen weiteren Beitrag aus meiner Sexperimente-Kolumne. Thematisch und vom zeitlichen Ablauf her, folgt nun das Date mit AWL. Ich habe lange mit mir gehadert, ob ich das wirklich mit aufführe. Erstens wegen der aktuellen Entwicklungen (siehe Einträge der letzten Tage: er hat übrigens nicht auf meine Mail geantwortet) und zweitens, weil da ja kein Sex passiert ist. Also eigentlich passt es nicht wirklich. Aber dennoch hat dieses Treffen den Weg bereitet für die nächsten sechs Wochen, in denen sich die Ereignisse förmlich überschlagen haben und vor allem, weil er die sechs Wochen auch irgendwie beendet hat. Er formt sozusagen so einen Rahmen um diese ganze Geschichte. Deswegen habe ich mich doch entschlossen es mit aufzunehmen. 

Das Date mit Lord O war also gerade wenig Tage her. Ich dachte mir, dass ich mich ja Date-technisch nicht wirklich einschränken muss, weil ich ja nicht wusste, wie sich das mit Lord O entwickeln würde. Da muss man ja nicht aufhören zu suchen oder auszuprobieren. Mittlerweile war es September 2009. Am Dienstag nach dem Lord O Date war ich im Forum ein wenig am stöbern und traf auf AWL. Mich hat sein Titelbild gleich fasziniert. Diese Augen... der Hammer!!!! Es war ein Schwarz-Weiß-Bild, also konnte man keine Augenfarbe erkennen (sie ist übrigens braun), aber der Ausdruck war irgendwie fesselnd. Da sprach sehr viel Wärme aus den Augen, genauso wie ein kleiner Schelm und trotzdem auch ein wenig Traurigkeit. Und ansonsten war er auch wirklich ein attraktiver Mann und was er so schrieb gefiel mir auch.

...Wie dem auch sei, ich überlegte gerade noch, wie ich ihn wohl anschreiben könnte, als schon ne Mail von ihm reinflatterte. Zufälle gibt es... Dann gab auch wieder ein Wort das andere und nach 3 Mails pro Person, rückte er mit seiner Telefon-Nr. raus. Am Donnerstag haben wir dann telefoniert und uns für Samstag zum Frühstücken verabredet.

Das Telefonat war schon so klasse. Er hat ne total tolle Stimme und auch da sprach wieder Wärme und vor allem Intellekt aus ihm heraus. Er war witzig und sympathisch. Ich legte also den Hörer auf und schon bereitete sich ein Gefühl von Geborgenheit in mir aus. In dem Moment war mir sofort klar, dass AWL niemals jemand für eine Sexgeschichte sein kann, weil ich schon nach dem Telefonat zu sehr emotional involviert war. Mir war der Mensch AWL plötzlich sehr wichtig und ich wollte ihn unbedingt kennenlernen. Ich dachte dann nur, hoffentlich fühlt er sich nicht alt an. HOFFENTLICH fühlt er sich beim Treffen nicht alt an. Schließlich ist er 47. Das ist schon ziemlich alt. Das sind 17 Jahre Unterschied. Und hoffentlich findet er mich nicht jung und unerfahren.

Und dann dachte ich merkwürdigerweise noch darüber nach, ob es für mich ein Problem sein könnte, dass er sich schon vor ner Ewigkeit sterilisieren lassen hat. Er hätte schon zwei Kinder und mehr wolle er definitiv nicht. Wenn das nämlich ein Problem wäre, müsste ich die ganze Sache von Anfang an in Richtung Freundschaft lenken. Diese Tatsache, dass ich über diese Frage nachdenke, bevor ich ihn überhaupt je getroffen hatte, hat mich fast mehr geschockt, als die Tatsache, dass ich auf diese Frage eigentlich keine Antwort hatte.

Wir trafen uns also am Sa, den 19.09.09, zum frühstücken. Nein. Er war nicht alt. Reif ja, alt nein. Es gab so viele Parallelen zu Stern89. Die Art wie beide denken, wie beide Dinge wahrnehmen... Es war einfach als säße da eine reifere Version von Stern89 vor mir. Das war schon mal super angenehm, weil mir so vieles bekannt und vertraut vorkam.

Es ist ein nettes Lokal am See und das Wetter war großartig. Nach dem Frühstück machten wir noch einen Spaziergang durch den Wald und um den See rum und legten uns dann irgendwo auf halber Strecke ins Gras und plauderten ne Weile. Wir hatten ohne Ende Gesprächstoff. Wie gesagt, es war als hätte man das Wort „auf einer Wellenlänge" (daher auch AWL) für uns erfunden. Er hat auch so was zuvorkommendes, galantes an sich, das ich sehr mag.

Aber was das wichtigste war, er regte mich zum Nachdenken an. Wir redeten viel über sexuelle Vorlieben und wie so was in einer Partnerschaft aussehen könnte. Dass man unbedingt über seine Wünsche und Vorstellungen reden müsste und ich erzählte ihm was ich unbedingt mal ausprobieren will. Ich sprach über den Wunsch mal mit einer Frau zu schlafen und darüber, dass ich gar nicht wirklich ernsthaft eine Beziehung mit einem Mann anfangen könnte, solange ich nicht sicher weiß, ob ich wirklich Bi bin und in welchem Prozentanteil.

Er fragte mich, wie lange ich schon darüber nachdenken würde und ich meinte ca. 15 Jahre. Tja.. warum habe ich das noch nie ausprobiert? Weil ich ein verdammter Feigling bin. Weil ich mich nie getraut habe. Immer wenn es kurz davor stand, hab ich gekniffen. Warum? Ja... das wüsste ich auch nicht. Ist wohl ne Form von Angst.. sich selbst gegenüber ehrlich sein... entspricht nicht meiner Erziehung... Was wäre denn, wenn ich das so richtig gut finden würde und nicht ohne leben will...Warum ich glaube, dass sich das ändert? Ja.. weil ich in dem Forum auch schon bewusst Paare und Frauen angeschrieben habe und dass es doch jetzt eigentlich nur noch ne Frage der Zeit sein könne. Am nächsten Tag hätte ich mich ja schon mit einem Pärchen verabredet, wobei es da wohl eher um SM ginge.

Wir sprachen auch darüber. Dass ich noch nie einen Partner hatte, mit dem ich SM ansatzweise ausleben konnte und dass ich mittlerweile auch nicht glaube, dass so was in einer Partnerschaft wirklich möglich ist. Und dass ich auch da eigentlich nicht wisse, wie ich das angehen soll. Es kam raus, dass mich auch da die Angst vor den Konsequenzen abhält, dass ich auch da Angst vor meiner eigenen Courage habe.

Er meinte, dass ich vermutlich einfach jemanden brauche, der mir so was wie emotionalen Halt gibt (eine Art Anker) und mir entsprechend genügend Raum lässt um mich selbst auszuprobieren. Und dann fragte er mich, ob ich mir vorstellen könne, dass er diese Person wäre. ER? AWL? Das hat mich schon geschockt. Erstes Date! So eine Frage? Keine Ahnung. Das war ehrlich. Ich wusste damals nicht, ob er das sein könnte - ich kannte ihn ja gar nicht - und ich ahnte damals auch nicht, wie recht er mit dieser Vermutung hatte und wie dringend ich so jemanden gebraucht hätte.

Ich merkte plötzlich, dass ich von Hemmnissen quasi umgegeben war, die mich davon abhielten, Erfahrungen zu machen, die ich dringend brauchte, um mich langfristig auf jemanden einlassen zu können. Um zu wissen, wie wichtig mir die einzelnen Teile in einer Beziehung sind. Wie offen sie sein darf, bzw. sein muss etc. Er fragte mich, ob ich es mir vielleicht selbst nicht erlauben würde, langfristig glücklich zu sein und dass ich mich deswegen von diesen Erfahrungen abhielt. Damit hatte er irgendwie recht und ich hab viel darüber nachgedacht. Ich beschloss wirklich offen und neugierig zu sein und es mir explizit zu erlauben mich auf Sexperimente tatsächlich einzulassen und es auch zu genießen.

Wir sprachen über seine Familie, über meinen und seinen Job und auch da stieß er mit den richtigen Fragen interessante Überlegungen an. Ach, es waren so viele Themen..

Wir waren sehr offen und ehrlich miteinander und es fing an, sich eine besondere Stimmung auszubreiten. Ich dachte immer mehr, dass ich mich wirklich gern an ihn lehnen würde. Am Ende dauerte das Frühstück von 11h bis 17h. Dann machten wir uns beide auf den Weg. Ich kriegte noch einen Abschiedskuss auf die Wange, eine innige Umarmung und eine Dankesmail am nächsten Tag. Das Gefühl vom Telefonat hatte sich intensiviert und ich konnte die ganze Zeit nur noch an die Lieder von S*ilbermond denken: „Irgendwas bleibt" (gib mir einfach nur ein bisschen Halt, wieg mich einfach nur in Sicherheit...), bzw. „Lean on me (when you're not strong...) von ???, die diesen Tag irgendwie treffend beschrieben.

Wir telefonierten am Mo und am Di trafen wir uns noch mal. Das zweite Treffen stand unter einem etwas ungünstigeren Stern. Ich habe ihn zu einer, wie sich rausstellte super langweiligen, Lesung geschleppt, wir gingen hinterher in einem Restaurant mit viel zu breiten Tischen essen und der Kaffee riss es leider nicht wieder raus. Es baute sich eine merkwürdige körperliche Distanz zwischen uns auf. Ich weiß nicht, wer das kennt, aber manchmal ist der Weg 10 cm nach vorne zu fassen, um den anderen zu berühren schier unüberwindbar.

Diesmal war es meine Distanz. Ich hatte Angst davor, weil ich nicht wusste, was passieren würde. Ich war mir nach wie vor nicht sicher ob ich ne Beziehung wollte und ob ich ihm dann signalisieren wollte, dass er es versuchen könnte, also ließ ich es. Ich baute also ne Barriere auf und er respektierte sie. Es gab eine kleine Berührung seines Arms (doch tatsächlich von mir) bei der Verabschiedung, die wie Wasser auf trockenen Boden traf und fast dankbar von ihm aufgesaugt wurde. Aber er hatte nicht richtig geparkt, lies den Motor laufen und hinter ihm wollte ein anderes Auto die Straße lang. Es musste also schnell gehen. Ich sprang also ohne Kuss aus dem Auto und er verschwand.

Und das nicht nur mit dem Auto sondern auch sonst. Es dauerte 6 Wochen, bis wir uns wieder sahen und in der Zeit hatten wir kaum Kontakt. Er ging mir trotzdem nicht aus dem Kopf. Zu viele Dinge kreisten in meinem Kopf und waren mit ihm verknüpft. Zuviele seiner Aussagen stellten sich als sehr (manchmal sogar bitter) wahr heraus.

Ich habe mir oft Vorwürfe gemacht, dass ich mich mit ihm aus der Lesung hätte schleichen sollen oder zumindest das Sofa mit ihm zusammen belegen sollen, dann hätten wir wenigstens schmusen können oder ein anderes Lokal wählen oder oder oder... Aber wenn „hätte" kommt, ist „haben" zu spät. Leider.

Ich habe auch viel über diese Berührungsängste nachgedacht und auch da die Wurzel gefunden und das Problem gelöst. Das hat etwas mit bewusstem "zulassen" zu tun. Gerne hätte ich da noch mal mit ihm drüber geredet, aber es ergab sich nie die Gelegenheit. Aber das ist ja ne andere Geschichte, von der ich ja auch schon viel geschrieben habe.

Aber bevor es das zweite Date mit AWL an dem eben erwähnten Dienstag gab, gab es ja zuerst das Treffen mit dem Pärchen am Sonntag, den 20.09.09. Ein Treffen mit selbstgemachter Lasagne und wesentlich mehr Action. Da ging es auch ganz anders zur Sache. Damit geht es dann auch wirklich richtig los mit den Sexperimenten. Und von diesem Treffen, erzähle ich Euch nächstes Mal....

10.01.2010 um 14:00 Uhr

Sexperimente 2: Lord O und die Frivole Bar

von: VomFeuerkind   Kategorie: Sexperimente   Stichwörter: LordO, HerbsBar, Pornokino, SMPaar

Hier ist also der zweite Beitrag in der Reihe "Sexperimente". Nur noch mal zur Auffrischung: Ich hatte mich in dem Erotik-Forum angemeldet und fing an, mich dort auch wohl zu fühlen.

Eines schönen Tages wurde ich dort von jemanden angeschrieben, der aus der Masse heraus stach. Die Mails hatten Charme, waren ein wenig geheimnisvoll und sprühten über vor Wortwitz und Zweideutigkeiten. Da wir beide nur bei dem ersten Buchstaben unseres Vornamens blieben, wurden wir schließlich zu Lord O und Lady J.

Das wurde zu einem Spiel zwischen uns, bei dem wir entsprechend geschwollen und altertümlich redeten. Es machte saumäßig Spaß und so gab ein Wort gab das andere und plötzlich waren wir verabredetet. Natürlich (und entgegen jeder Vorsicht - ja ich weiß selbst, dass das riskant war) wusste ich beim Treffen immer noch nicht wie er hieß und wo es hingehen würde. Aber das gehörte eben irgendwie dazu und machte den besonderen Reiz aus: Die Rätsel, das Geheimnisvolle, das Unbekannte.

Wir trafen uns also am Bahnhof, gingen Essen und hinterher noch in einen Irish Pub. Der Abend war insgesamt total schön. Wir hatten eine tolle Unterhaltung, viel Gesprächsstoff und es knisterte wie doof. Mich hatte mein Bauchgefühl nicht getäuscht. Er war vertrauenswürdig und sehr nett. Zum Schluss ließ ich mich von Lord O noch standesgemäß in seiner Kutsche nach hause fahren (nicht nachmachen Kinners: nicht in fremde Autos steigen! Auch wieder riskant - weiß ich selbst) und es gab noch einen Gänsehaut-Abschiedskuss an meiner Tür.

Eine Weile schwebte ich auf allen Wolken. Leider hatte es ihn nicht so ganz erwischt. Er zog sich ein wenig zurück. Ok, seine Oma war auch gestorben und er musste sich darum kümmern.

Dennoch fing es an mich zu ärgern, dass ich ihn nicht noch mit rauf genommen hatte. Wenn er sowieso verschwindet... dann hätte ich vorher wenigstens gern Sex gehabt. Das letzte Mal war ja schon wieder ewig her...bestimmt 4 Monate..

Er tauchte aber doch wieder auf und wir hatten ca. 3 Wochen später eine weitere Verabredung. An einem Samstag. Der Zufall wollte es allerdings, dass ich ihn Freitagnachmittag davor online antraf. UND er hatte das Lied, was er mich irgendwann mal erraten ließ (Wir werden sehen - 2raumwohnung) genutzt, um eine Date-anfrage zu starten: Er suchte eine Coplilotin, die mit ihm den Abend abhebt und ein Feuerwerk erlebt, für das man keine Feuerwehr braucht. Ey, wie frech! Man, war ich stinkig. UNSER LIED... Na, der traut sich was! Damit war er für ne Beziehung unten durch...

Aber Sex wollte ich immer noch.

Ich war sauer und sprach ihn darauf, ob das ne Masche wäre und ob er schon tolle Anfragen bekommen hätte. Nein, es wäre keine drauf angesprungen und charmanterweise beteuerte er, dass er sich auch viel eher über meine Gesellschaft freuen würde, als die von irgendwelchen anderen komischen Frauen. Neugierig, wie ich war, fragte ich nach der „Flugrute" und er antwortete:

  1. Essen ums Eck
  2. Besuch im Erotikshop an der Autobahn
  3. Besuch in der Frivolen Bar (Herbs-Bar)
  4. Absacker in der Bar um die Ecke (was zufällig meine Ecke wäre - klar!)
  5. Noch offen...

Ich schluckte. Ist der krank? Soll ich mich etwa auf so was einlassen? So eine Liste ist wirklich dreist. Das hat er doch nur gemacht, weil mich provozieren wollte. Jetzt ist doch klar, dass der nur Sex will. Will ich das auch? Verbringt man so sein zweites Date? Geht man jemanden, den man gar nicht kennt in einen Erotikshop und in eine frivole Bar? Mit jemanden, mit dem man noch nicht mal Sex hatte? Nein! Niemals. So was macht eine Lady nicht. Nein! Nein!...

... oder doch? Herbs-Bar...  wollte ich schon mal von innen sehen. Das wäre doch mal ne gute Gelegenheit. tütülü.... Außerdem kam man von überall mit der Bahn wieder zurück. Ich willigte also ein (was ihn sicher auch überrascht hatte) und behielt mit vor, jederzeit mit meinem virtuellen Fallschirm das „Flugzeug" wieder zu verlassen (sprich, ohne ihn nach Hause zu gehen).

Mit dem Essen fing der Abend schon mal toll an. Wir hatten immer noch viele Gesprächsthemen und er war nach wie vor sehr angenehm und irgendwie süß. Nein, es gab kein Blümchen, sondern ein Rubbel-Los. Er fand, dass ich so viel eher die Chance bekommen würde, reich zu werden, als mit einer Blume. Leider haben wir beide nicht gewonnen.

Und dann ging es los.

Station 2, der „Erotikshop an der Autobahn" stellte sich als PORNOKINO mit angrenzendem Shop heraus. Ich weiß ja nicht, wer schon mal in einem Pornokino war, aber so ein Kino besteht aus mehreren schwarz bemalten, spärlich beleuchteten Räumen, in denen unterschiedliche Pornos laufen. Es waren haufenweise wirklich gruselige Männer da, denen ich noch nicht mal bei Tag, geschweige denn in diesem Gruselkabinett begegnen wollte. Den Ton von den Filmen hatten sie abgestellt (ist ja nicht so, dass ein Porno irgendeinen nennenswerten Plot hätte) und die einzige Geräuschkulisse kam von w***en Männern und von den zwei Pärchen die offen miteinander rummachten und sich von allen dabei begaffen ließen.

Das Kino war so verwinkelt und so unübersichtlich, dass ich mich verzweifelt an Lord O festklammerte, um ja nicht verloren zu gehen. Oder womöglich von einem der Gruselgestalten angefallen. Außerdem folgten uns sabbernde Männer überall auf Schritt und Tritt, um ja nicht zu verpassen, wenn wir beide über einander herfallen sollten. Ich schob ein wenig Panik, weil ich keine Ahnung hatte, was Lord O von mir erwartete und ich wirklich alles andere als in Stimmung war. Aber er führte mich nur überall rum und dann gingen wir wieder raus. 

Draußen atmete ich einmal tief durch. Puh! War ich erleichtert da wieder draußen zu sein. Dagegen war der Besuch in dem angrenzenden Shop schon fast harmlos. Ich bin ja schon hin und wieder gern mal in einem Erotikshop, da kriegt man so nette Anregungen und schicke Unterwäsche. Wobei dieser eher auf Dildos und Pornos spezialisiert war. Der wird also eher nicht zu meinen Lieblingsladen werden.

Auf dem Weg zu Station 3, erklärte mir Lord O, dass dies sozusagen das eine Ende der Fahnenstange - das negativ Beispiel - war und dass wir jetzt in eine ganz andere Welt fahren würden. Darüber war ich wirklich froh. Er wollte es mir einfach mal gezeigt haben. (Wieso kennt der solche Ecken überhaupt. Ich wohne hier schon seit 10 Jahren und hab sowas noch nicht betreten.) Hätte ich bloß beim ersten Date nicht so neugierig diese Sache mit dem Swinger Club und der Frivolen Bar hinterfragt und durchblicken lassen, dass ich das gern mal sehen wollte. Ich bin ja selbst schuld. Man muss sich als Lady ja auch nicht auf solche Dates einlassen! *haut sich selbst auf die Finger*

Herbs-Bar war tatsächlich ganz anders. Der Einlass erfolgte per Gesichtskontrolle und man betrat einen freundlichen und einladenden Bar-Bereich. Die Leute waren so zwischen 30 und 45 und wirkten durchweg sympatisch. Klar waren auch viele Single-Herren (so ist der Ausdruck) da, aber auch einige Paare. Der Inhaber (nennen wir ihn mal Herb) machte ständig ein paar lockere Sprüche und sorgte so für eine entspannte Atmosphäre. Es hingen geschmackvolle erotische Bilder an der Wand und die Beleuchtung war sehr angenehm. Alle waren normal gekleidet, also fielen wir beide nicht als Unpassend auf.

Ich trank zum Lockerwerden erstmal einen Wodka-O. Und dann noch einen. Und noch einen. Und dann war ich langsam bereit, mich den hinteren Räumen zu stellen. Wobei so schlimm, wie in dem Pornokino konnte es ja nicht sein. War es auch nicht. In dem einen Raum standen mehrere gemütliche rote Sofas und eine runde rote Sitzecke um einen runden Tisch auf den in der Mitte eine Stange zum tanzen befestigt war. In dem anderen Raum war eine große Kuschelwiese und eine Massagebank (in genau der richtigen Höhe... wenn ihr wisst was ich meine *grins*). Alles war sauber und es lagen überall saubere Handtücher, Papiertücher und Kondome rum, die man benutzen konnte.

Aber einen kleinen Kulturschock bekam ich schon. Klar hatte ich schon mal einen Porno gesehen. Aber es ist etwas völlig anderes, wenn man direkt neben einem fremden Paar steht, dass gerade Sex hat. Oder wo einer den anderen oral befriedigt. Da springt ganz anders der Funke über. Besonders krass war ja die Japanerin, die auf der Massagebank lag, sich von ihrem Macker f*** ließ, in beiden Händen einen Schw*** von irgendeinem der rumstehenden Männern hatte, einen im Mund und alle tatschten sie überall an. Das war irgendwie schockierend, wie man sich denn für so was als Frau hergeben kann.

Klar, am Anfang war ich sicher hochrot im Gesicht. Ich nippte verhalten an meinem Glas und drückte mich schüchtern mit dem Rücken immer an der Wand lang. Dann kam bei mir das „wissenschaftliche" Interesse durch und ich guckte mir die Blas-Technik der Frauen und die Fingertechnik von Männern genauer an. Ich überlegte, ob und was mich scharf machen würde und ob ich was lernen kann.

Anscheinend bin ich wohl doch eine kleine Voyeurin, denn mich machte das zusehen langsam scharf und Lord O tat - nichts. Gar nichts. Keine Geste, kein rumknutschen und kein Anfassen. Es war wie im Irish Pup gewesen, wo ich auch gerne schon mit ihm rumgeknutscht hätte und er sich einfach geziert hat. Ich vermutete, dass er zwar gern zuguckt, aber selbst in der Öffentlichkeit nicht kann. Ich war immer noch scharf und der Wodka fing an, sein übriges zu tun. Ich fing also an, ihn bewusst scharf zu machen. Einfach, um zu gucken, wie weit er mit seiner Selbstbeherrschung kommt. Zog alle Register. Naja... ich fasste ihn auch nicht an... Blicke und Gesten reichten aus. Ich wusste, dass das ausreicht. Es wirkte. Alle anderen Männer in dem Laden grinsten lüstern rüber und Lord O tat - nichts. Irgendwann meinte er mit ruhiger, aber bestimmter Stimme: „Komm, trink aus, wir gehen!"

Oh.. aber jetzt war mein Biest erwacht. Nenene... So einfach war das jetzt nicht mehr. 'Komm, tu was... nimm dir einfach, was du willst', dachte ich. 'Ich denke, du bist dominant. Dann mach doch...!' Ich nippte also nur ein ganz kleines bisschen am Glas und grinste ihn dabei frech und provozierend an. Inzwischen hatte ich  auch angefangen mit den einen Pärchen zu reden und Nummern zu tauschen. Ja, wenn ich Lust hätte, können wir uns ja mal zu dritt oder zu viert treffen... etc. Ein Dreier mit ner zweiten Frau stand auch noch auf meiner Liste der Dinge, die ich immer schon mal ausprobieren wollte. Immer noch ein wenig schüchtern, nahm ich also die Nummer. Ob ich mich da melden würde... Ich würde es auf jedenfall ernsthaft überlegen.

Irgendwann gingen Lord O und ich tatsächlich - in eine Disco in der Nähe. Die stand gar nicht auf der Liste, aber Lord O musste sich wohl ein wenig abkühlen. Meinte er wenigstens. Er bestellte uns beiden also ein Getränk und ich tanzte ihn ausgiebig an. Ich wusste, dass er auch scharf war. So was weiß man als Frau einfach. Der Blick sprach Bände (das war in Herbs-Bar auch schon so). Und Lord O tat - nichts! Und wieder kam ein „Komm, trink aus, wir gehen!" und wieder nippte ich daraufhin nur ein kleines bisschen, aber dafür breit grinsend, am Glas und er drängelte noch ein wenig mehr.

Im Auto zur eigentlichen 4. Station passierte das unglaubliche. Er fasst mich tatsächlich mal am Bein an und ich lutschte ein bisschen an seinem Finger. Er meinte, "Lady J, ihr seid wirklich einzigartig. Eine ganz besondere Frau. Unglaublich attraktiv, intelligent und sehr sexy." und dann kam: „hör auf, sonst fahre ich noch irgendwo gegen!" Aber davon ließ ich mich nicht beirren und grinste dafür wieder breit. In der nächsten Bar zogen wir wieder das gleiche Spiel ab. Auch da wurde es nur ein Getränk. Und dann sagte er fast ein wenig genervt: „Is ja gut, du hast ja gewonnen, ich komme ja noch mit." Ich schmunzelte in mich hinein. So hatte ich es mir nicht ganz gedacht, aber auch gut! Ziel erreicht!

Als wir dann bei mir waren, fand ich, dass ich den ganzen Abend über schon genug getan hätte, um ihn anzustacheln und gab mich seiner dominanten Seite hin. Und das war auch ne tolle Erfahrung. Er gab ruhige und trotzdem bestimmende Anweisungen: „Lehn dich hierüber!" „Spreiz die Beine!" „Ich geh jetzt ins Bad und wenn ich wieder komme sitzt du immer noch so da!" „Blas meinen Schw***!" Und so ähnlich. Zwischendurch kamen immer wieder ernstgemeinte Komplimente, wie toll ich doch wäre und wie sexy er mich findet und dass die armen Jungs in Herbs-Bar wirklich gerade was verpassen... Ich ließ  alles zu und folgte brav/devot seinen Anweisungen. Er tastete sich (vielleicht etwas zu vorsichtig) an meine Grenzen ran und ich vertraute ihm dabei. Hin und wieder ließ ich mich mal ein wenig widerspenstiger in eine Position schubsen oder mir einen Klapser auf den Po geben. Er schlug nicht doll zu. Aber es reichte. DAS alles machte mich ohne Ende scharf. Also bin ich doch devot? Man muss es eben nur richtig machen! Und Lord O machte ALLES richtig! 

Wir hatten total tollen Sex. Es war unglaublich. Klar, war es reiner Sex. Sex ohne Gefühl. Aber es war trotzdem unglaublich. Der Typ hat es wirklich drauf eine Frau zu befriedigen. Nicht weil er besonders lange kann. Lord O ist kein Super-Rammler. Das ist auch gut so - steh ich eh nicht drauf. Aber er kann sich trotzdem vollständig auf ne Frau einlassen, hat Fingerspitzengefühl, weiß wo der verdammte G-Punkt sitzt und hatte an allem ebenso viel Spaß wie ich.

Als er weg war (er schlief nicht bei mir - DAS hatte ich nach Sex noch nie), kuschelte ich mich zufrieden ins Bett und ließ diesen doch sehr ungewöhnlichen und dennoch denkwürdigen Abend noch mal Revue passieren:

  • Pornokino muss ich nicht noch mal haben.
  • Herbs-Bar werde ich definitiv noch mal besuchen.
  • Vielleicht würde ich mich mit dem Pärchen aus dem Club treffen.
  • Mit Lord O würde ich jederzeit und zu allen Bedingungen wieder Sex haben. Außerdem ist er definitiv jemand, dem ich auch ne Gerte in die Hand geben würde und der die Definition von LUST-Schmerz verstanden hat. Allein wie er an den Haaren zieht, lässt mir Schauer den Rücken runterlaufen. Das kann keiner so toll wie er.
  • Außerdem hilft es mir scheinbar, Sex zu haben, ohne hinterher Probleme mit meinen Emotionen zu bekommen, wenn ich die Nacht dann allein schlafe. 

Lord O verschwand natürlich wieder für mehrere Wochen von der Bildfläche. Ich fands irgendwie traurig. Schließlich mochte ich ihn wirklich sehr. Aber ich hatte schon beschlossen, dass ne Beziehung mit Lord O eh nicht wirklich gut ginge. Also war also nicht so schlimm und ich sah mich anderweitig um.

 

Zwei Wochen später hatte ich das erste Date mit AWL und das stieß einige gedankliche Prozesse an, die das, was dann noch alles kam, erst möglich machte. Und von diesem Date erzähle ich euch nächste Woche...

 

03.01.2010 um 15:37 Uhr

Sexperimente 1: die Vorgeschichte

von: VomFeuerkind   Kategorie: Sexperimente

Heute werde ich eine neue Reihe anfangen. Ich habe mich entschlossen meine Sexperimente vom letzten Jahr in einer Art Kolumne aufzuschreiben - jeden Sonntag ein Beitrag. Dabei werde ich erklären, wie es dazu kam, was es in mir ausgelöst hat und warum ich mich dann wieder zurückgezogen habe. Sicherlich wird es auch einige „normale" Beiträge in dieser Kategorie geben. Beiträge von Erlebnissen die für mich persönlich wichtig waren, die aber keinen Sex beinhalteten.

Viele der Erlebnisse waren wirklich schön, andere mittelmäßig und wieder andere haben mich stark emotional mitgenommen. Aber ich würde keins der Erlebnisse aus meinem Gedächtnis streichen wollen, weil alles dazu geführt hat, dass ich mehr zu mir gefunden habe. Ich habe in der Zeit neue echte Freundschaften gewonnen. Aber vor allem danke ich allen meinen bisherigen Freunden, dass sie mich in dieser Zeit unterstützt haben und sich nicht von mir abgewendet haben.

 

Für die Vorgeschichte muss ich wenig ausholen. Eigentlich bin ich ziemlich religiös erzogen worden. Das hieß jetzt nicht, dass ich keinen Sex vor der Ehe haben durfte, aber es gab eben immer einige Dinge, die so abwegig waren, dass ich nicht mal dran dachte, dass ich sie mal ausprobieren würde. Ich hatte tollen Sex. Ich hatte auch viel Sex. Und zum Leidwesen meiner Eltern hatte ich dabei auch viele wechselnde Partner. Das hörte allerdings ein wenig auf, als ich zum studieren wegging. Da hatte ich mich entschieden nur noch aus Liebe mit jemanden zu schlafen. (Vielleicht lag es auch daran, dass ich gleich am Anfang einen festen Freund hatte und dabei etwas zugenommen hatte.) Naja... die Rechnung ging nicht so ganz auf. Hin und wieder war mal ein ONS dazwischen. Aber ich hatte teilweise einige Jahre, wo ich überhaupt keinen Sex hatte. Besonders nach meinem letzten Ex nicht. Wir haben uns Anfang 2006 getrennt.

Dann tat ich in 2008 aber etwas, was mich irgendwie veränderte. Ich nahm 10 kg ab. Das reichte, um von einer mittlerweilen knappen 44 wieder auf Kleidergröße 40 zu schrumpfen. Da ich recht klein bin, sind diese 10 kg wirklich sichtbar. Und vor allem waren sie fühlbar. Nicht dass ich vorher unbedingt „dick" gewesen wäre, aber ich fühlte mich plötzlich schlank und attraktiv. Außerdem wurde ich von einer natürlichen Blondine zu einer rötlichen Brünetten. Ich entdeckte, dass mir flirten ganz anders Spaß machte und dass ich ganz anderes Feedback von den Männern bekam.

Plötzlich konnte ich mir Männer aussuchen. Ich war plötzlich heiß begehrt und viel umschwärmt. Aber so wirklich hatte ich es noch nicht realisiert. Konnte meine weiblichen Reize noch nicht vollständig einsetzen. Es folgte in 2009 die Affäre mit dem Gitaristen*(1) und die mit dem Haartyp*(2). Der Haartyp war Schuhfetischist und er ließ sich so wahnsinnig toll anstacheln. Es machte Spaß ihn komplett um den Finger zu wickeln. Das hatte ich so auch noch nie erlebt. Ich fing an zu verstehen, was es heißt, die Waffen der Frau einzusetzen.

Im Sommer letzen Jahres fuhren der Haartyp und ich auf das Mera Luna - ein Gothikfestival. Das war für mich eine ganz interessante Erfahrung. Ich meide sonst immer große Menschenansammlungen, weil ich zu Panikattacken tendiere. Außerdem hatte ich ja nichts anzuziehen. Schwarz, sexy, offenherzig, verrucht, schlampig, knapp... so was gab es in meinem Kleiderschrank nicht. Also wurde es ein verdammt teuerer Trip, weil ich mir entsprechende Klamotten zulegen musste. Vor Ort kaufte ich auf seinen Wunsch hin ein sehr kurzes Rüschenröckchen, ein Neckholder Samt-Oberteil und sexy Stiefel. Stimmt... meine Beine sahen gar nicht so schlecht aus - die durfte man auch herzeigen. Und noch etwas passierte, als ich mich so im Spiegel sah: Ich war sexy. Ich war cool. Ich bewegte mich anders in der Kleidung. Ich lief anders auf den Schuhen. Ich strotze vor Selbstbewusstsein. Und da behaupte man doch, dass Kleider keine Leute machen. Der Vamp in mir erwachte zum Leben. Und ich gab ihm Raum sich zu entfalten.

Wir waren ja nicht allein da. Eigentlich war ich die einzige Frau zwischen 9 Männern. Und ich flirtete auf Teufel komm raus. Und ich ließ das Biest zum Vorschein kommen. Alles zum Leid tragenden des Haartypen, der zwar gern jemanden um sich hat, der sexy ist, aber bitte nur für ihn. So extrovertiert mochte er mich nicht. Aber nach kurzer Zeit hatte ich alle Jungs da um den Finger gewickelt. Nachhaltig. (Später als der Haartyp nicht mehr mit mir redete, luden die Jungs mich ein - und ihn aus *grins*) Ich hätte nie gedacht, dass das möglich sein könnte. Ich! Wo ich doch sonst immer im Schatten von den hübschen Frauen gestanden habe... Das hat mir so einen Schub gegeben. Ich dachte, ich könnte nun irgendwie alles erreichen.

Das war der eine Teil der Entwicklungen: Ich entdeckte meinen Sexappeal. Eine andere, quasi parallele Entwicklung, war, dass ich plötzlich einen virtuellen Sklaven hatte.

Mich hat SM immer schon fasziniert. Aber ich hatte viel Blümchensex gehabt. Ich hatte Männer, die man schon sehr bitten musste, dass sie ein wenig fester an der Brustwarze knabberten. Ich ahnte nur, dass ich eine masochistische Seite habe, ausgelebt hatte ich sie noch nie. Und ich träumte davon mal von einem Mann dominiert zu werden. Mich holten diese Phantasien immer öfter ein und ich wusste nicht, wie ich da jemals an jemanden rankommen würde, bei dem ich das mal ausleben könnte. Man geht ja nicht in eine Disco und fragt irgendeinen Typen am Tresen, ob er mit der Gerte umgehen kann oder Bondage binden kann. Außerdem war ich mir ja immer noch nicht sicher, ob das nur in der Phantasie toll ist.

Aber im Internet gibt es ja bekanntlich alles. Also auch Informationen darüber. Ich las also Erfahrungsberichte, lernte, dass der eigentliche Ausdruck BDSM (Bondage, domination, devotion, submission, sadism, masochism) ist, dass es die unterschiedlichsten Ausprägungen gibt und das die wenigsten eine 24/7-Sklave/Dominat-Beziehung leben. Dass Devot-sein nicht gleichzeitig beinhaltet, dass man auch Schmerz gut finden muss.

Irgendwann schrieb mich mal einer über ein Studenten-Netzwerk an und irgendwie kamen wir auf das Thema SM. Er hatte da schon Erfahrungen mit SM gemacht und ich war entsprechend neugierig. Er erzählte, dass er gerne der Sklave von jemanden wäre. Dass er ne devote Ader hat, aber auch extrem sadistisch sein kann. Und wir törnten uns ein wenig mit unseren Phantasien an. Er fragte mich, ob ich mir nicht vorstellen könnte seine Herrin zu sein und ich ließ mich ein wenig auf das Spiel ein. Ein wenig machte es mich auch an. Und er drängte mich, dass wir uns doch mal treffen und es ausprobieren.

Aber ich wusste nicht, wie ich das nun umsetzen sollte. Ich bin in meiner Seele dann doch eher devot. Wie sollte ich denn da so dominant auftreten? Wie sollte ich jemanden sagen, was ich will, wo ich doch überhaupt nicht mehr denken, geschweige denn artikulieren kann, wenn ich in Extase bin. Man hat als dominante Person ja Verantwortung für den anderen. Und ein bisschen fand ich die Vorstellung auch lächerlich, einen knienden, wimmernden Mann vor mir zu haben. Keine Ahnung, wie ich das scharf finden soll...

Also gab es bis heute kein Treffen. Aber es gab etwas anderes. Er schickte mir irgendwann mal über Skype eine Passage, von der ich wusste, dass er sie sich nicht ausgedacht hatte. Aber sie brachte mich auf eine Idee. Es ist nämlich ziemlich anstrengend der dominante Part zu sein. Man muss immer neu kreativ sein. Sich immer neue Szenen, Strafen und Aufgaben ausdenken. Wärend der devote Teil einfach nur mitmacht. Selbst meine schier unerschöpfliche Phantasie stieß dann irgendwann an Grenzen. Also googlete ich diese Passage. Fand sie natürlich nicht. Aber ich stieß auf eine Erotik-Seite.

Diese Seite faszinierte mich. Es gab total tolle Forenbeiträge zu allen Themen, die mich jemals interessiert haben. Ich mochte auch den Schreibstil der Leute sehr, weil es irgendwie nicht so schmutzig, sondern eher respektvoll war. Leider konnte ich sie nicht komplett lesen, da ich nicht angemeldet war. Aber anmelden kostete ja nichts, also tat ich es. Ich wollte ja nur lesen. Aber dann brauchte ich auch irgendwie ein Profil und plötzlich wurde ich ständig von irgendwelchen Männern angeschrieben. Die meisten nervten. Das waren so fick-mich-Anfragen. Da hatte ich ja nach wie vor keine Lust zu. Aber ich motzte mein Profil ein wenig auf, um den Abschaum schon mal von vornherein auszusortieren.

Das war dann der Startschuss für viele interessante Begnungen. Ich lernte viele interessante Menschen dort kennen und traf mich mit einigen auch live. So viele Dates hatte ich noch nie in meinem Leben. Klar war auch viel Abschaum dabei. Aber es war cool, die Date-Taktik aufzupolieren und daten zu üben.

Und dann traf ich Lord O. Und Lord O verdient seinen eigenen Beitrag...

 

*(1) Gitarrist: Nichts mit... und Frieden auf Erden 
*(2) Haartyp: Um "Haar"esbreite