Die Magie des Augenblicks

30.03.2008 um 15:58 Uhr

~> Effi Briest

Rollo, der bei diesen Worten aufwachte, schüttelte den Kopf langsam hin und her, und Briest sagte ruhig:" Ach Luise, lass... das ist ein zu weites Feld."


Aus: "Effi Briest " von Theodor Fontane.

 

 


 

25.03.2008 um 23:35 Uhr

~> A Painted House

von: apres   Kategorie: ~ Englische Bücher

When I could pull my eyes away from the window, I looked at my mother. Her head was resting on the back of her seat. Her eyes were closed, and a grin was slowly forming at the corners of her mouth.


Aus: "A Painted House" von John Grisham

 

22.03.2008 um 07:38 Uhr

~> Englischer Harem

von: Jari   Kategorie: ~ Liebe

"Der Höhepunkt der Hochzeitszeremonie bildete der Augenblick, in dem die Braut ausdrücklich den Heiratsantrag des Bräutigams akzeptierte. Sams eigenes Einverständnis galt als gegeben.
"Ich werde dich dreimal fragen", sagte der Priester mit einem ironischen Lächeln zu Tracy. "Es bleibt dir überlassen, ob und wann du antwortest."
Tracy hatte von Firouzeh alles über die persische Kunst gelernt, kokett die Unentschlossene zu mimen.Als die Frage zum ersten Mal kam, schloss sie zum allgemeinen Entzücken die Augen und wandte den Blick ab. Sie stellte die jahrhundertealte Souveränität der Männer in Frage, die hohen, trällernden Freudenlaute der Frauen erfüllten den Raum.


Aus: "Englischer Harem" von Anthony McCarten

 

 

17.03.2008 um 17:42 Uhr

Zerrissen zwischen Extremen

von: ameparia   Kategorie: ~ Ratgeber / Sachbuch

Immer mehr Menschen leiden unter der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Ihr Leben kann sich unter anderem auszeichnen durch extreme Stimmungsschwankungen, destruktives Verhalten, Angst vor Verlassenwerden, Probleme mit stabilen Bindungen, Suizidgefahr, innere Leere und ein stark schwankendes Selbstwertgefühl.

Menschen mit einer Borderline-Störung hatten bis vor kurzem wenig Hoffnung auf echte Hilfe. Jerold J. Kreisman und Hal Straus präsentieren anhand packender Fallbeispiele die neuesten Erkenntnisse über Therapie- und Selbsthilfemaßnahmen. Mit der Vorstellung der erfolgsversprechendsten Behandlungsmethoden bieten sie Betroffenen, Angehörigen, Ärzten und therapeutischem Fachpersonal fundierte Unterstützung.

 

Dr. med. Jerold J. Kreisman ist Psychiater und einer der weltweit führenden Experten zur Borderline-Persönlichkeitsstörung. Sein erstes Buch "Ich hasse dich - verlass mich nicht" gilt als Klassiker sowohl unter Fachleuten wie auch unter Betroffenen.

Hal Straus, Journalist und Autor, ist auf medizinische, psychologische und gesundheitliche Themen spezialisiert.
 


Aus: "Zerrissen zwischen Extremen" von Jerold J. Kreisman / Hal Straus

 

 

 

17.03.2008 um 17:30 Uhr

Minima Moralia - Reflexionen aus dem beschädigten Leben

Heute, da der Begriff des Proletariats, in seinem ökonomischen Wesen unerschüttert, technologisch verschleiert ist, so daß im größten Industrieland von proletarischem Klassenbewusstsein überhaupt nicht die Rede sein kann, wäre die Rolle der Intellektuellen nicht mehr, die Dumpfen zu ihrem nächstliegenden Interesse zu erwecken, sondern den Gewitzigten jenen Schleier von den Augen zu nehmen, die Illusion, der Kapitalismus, welcher sie temporär zu Nutznießern macht, basiere auf etwas anderem als ihrer Ausbeutung und Unterdrückung. Die eingefangenen Arbeiter sind unmittelbar auf die verwiesen, die es eben noch sehen und sagen können. Ihr Hass gegen die Intelektuellen hat sich demgemäß verändert. Er hat sich den verwaltenden gesunden Ansichten angeglichen. Die Massen mißtrauen den Intellektuellen nicht mehr, weil sie die Revolution verraten, sondern weil sie sie wollen könnten, und bekunden damit, wie sehr sie der Intellektuellen bedürften. Nur wenn die Extreme sich finden, wird die Menschheit überleben.

 


Aus: "Minima Moralia - Reflexionen aus dem beschädigten Leben " von Theodor Ludwig Wiesengrund-Adorno

 

17.03.2008 um 17:13 Uhr

Der Schrecksenmeister

Und noch etwas, denn ich kann sie schon hören, die Kritiker, die mir angesichts meiner kühnen Bearbeitung Leichenfledderei und geistigen Diebstahl vorwerfen werden. Dazu nur so viel: Das Werk von Gofid Letterkerl ist rechtefrei. Und: Wie kann man etwas stehlen, das allen gehört?

Verklagt mich doch!

 

Hildegunst von Mythenmetz

 


Aus: "Der Schrecksenmeister " von Walter Moers

 

 

 

 

17.03.2008 um 17:05 Uhr

Die Stadt der Träumenden Bücher

Nun erst sah ich mir das Buch an, das ich der Feuerhölle in Phistomefel Smeiks Laboratorium entrissen hatte, und ich schauderte, als ich erkannte, dass es ausgerechnet Das Blutige Buch war. Ich wandte mich ab vom Anblick der brennenden Stadt, marschierte los und sah nie wieder zurück.

Und nun, oh meine geliebten lesenden Schwestern und Brüder, ihr tapfersten aller Freunde, die ihr mich bis hierher so furchtlos begleitet habt - nun wisste ihr, wie ich in den Besitz des Blutigen Buches kam und wie ich mir das Orm erwarb. Und mehr gibt es nicht zu erzählen.

Denn hier hört die Geschichte auf.

 

 


Aus: "Die Stadt der Träumenden Bücher " von Walter Moers



 

 

 

 

17.03.2008 um 16:59 Uhr

Rumo und die Wunder im Dunkeln

Ja, da war er, der Silberne Faden, und er floß durch die Tür hinein in Ralas Haus.

"Geh schon!", sagte Löwenzahn.

Und Rumo folgte Rala auf unsicheren Beinen, die Hand fest um seinen Schwertgriff geklammert, als suche er Halt.

"Zeig ihr die Schatulle", flüsterte Löwenzahn. "Zeig ihr die Schatulle aus dem Nurnenwaldholz."

"Ja", sagte Grinzold. "Das wird sie umhauen."

 

Und hier schließt sich die Lade mit dem Buchstaben R.

Sie schließt sich aus Diskretion,

weil Rala nun Rumo

in das Wunder der Liebe einweihen muss.

 

Denn es gibt Wunder,

die müssen im Dunkeln geschehen. 

 


 

Aus: "Rumo und die wunder im Dunkeln " von Walter Moers

 

 


 

 

17.03.2008 um 16:52 Uhr

Wilde Reise durch die Nacht

"Diese Zeichnung ist wirklich völlig misslungen", sagte er leise zu sich selbst. "Der Tod hat recht gehabt: Ich muss noch sehr viel üben."

Gustave rieb sich die Augen und gähnte herzhaft. Dann erhob er sich von der Bettkante, wankte hinüber zum Fenster und öffnete den Vorhang.

Und es wurde Licht.


Aus: "Wilde Reise durch die Nacht" von Walter Moers

 

 

16.03.2008 um 17:50 Uhr

~> Die Schlüssel zum Königreich (4) - Rauer Donnerstag

von: Jari   Kategorie: ~ Fantasy

"Ich bin Major Pravuil. Führe Eilbotschaft vom GHQ mit mir. Abänderung Eurer Ephemeride."
"Abänderung? Das hat es noch nie gegeben!"
"Planänderung für den Feldzug", erklärte Pravuil gelassen. "Sir Donnerstag will die Burschen diesmal richtig prüfen. Voilá. Wenn Ihr bitte rechts untenunterschreiben möchtet, Sir, und dann das Blatt auf Eure Ephemeride legen würdet."
(...)
Nach kurzen Wartenschlug Nage die Ephemeride beim aktuellen Tag auf. Er las zweimal, was dort stand, und sein Stirnrunzeln kehrte zurück.
"Aber was ist das? Alle vier Tore öffnen? Das widerspricht den Dauerbefehlen!"


Aus: "Die Schlüssel zum Königreich - Rauer Donnerstag" von Garth Nix

 

 

13.03.2008 um 21:42 Uhr

~> Die Hüter der Schatten

von: angelmagia   Kategorie: ~ Fantasy

"Emily", flüsterte er, "du wirst ... mein Concerto spielen ..."

Und dann zog Leslie ihn in die Arme und spürte, wie er vor Schmerz und Verzweiflung zitterte. Zugleich aber wusste sie mit einer Klarsicht, die nicht von dieser Welt war, dass er jetzt für immer ihr gehörte und dass sie ihr Leben damit verbringen würde, ihm die grausame Wahl, die er getroffen hatte, erträglich zu machen,

Regungslos und totenbleich stand Colin da, doch seine Augen blitzten triumphierend.

Und Chrissy rappelte sich auf und blinzelte.

"Mommy", jammerte sie. "Ich will zu meiner Mommy."

 


Aus: "Die Hüter der Schatten " von Marion Zimmer Bradley

 

 


 

12.03.2008 um 20:56 Uhr

~> Jürg Jenatsch

von: Jari   Kategorie: ~ Historische Romane

"Aber", sagte er, nachdem er mit den Männern in die Stube getreten, "nun bin ich auch zum längsten Pfarrer gewesen. Dies Erlebnis", er zeigte auf das Loch in seinem Filze, 2gibt den Ausschlag. Das Mass ist voll. Ich habe von meiner Muhme in Parpan zweihundert Goldgulden geerbt, gerade genug, um ein sicheres Gewerbe zu beginnen. - Herunter mit dem Pfarrock!", und er legte Hand an sein geistliches Kleid.
"Warte, Freund!" rief Jenatsch, "das verrichten wir zusammen. Auch mein Mass ist heute voll geworden! Nicht eine feindliche Kugel verjagt mich von der Kanzel, sondern eine freundliche Rede. Der Herzog Heinrich hat recht", wandte er sich an den erstaunten Waser, "Schwert und Bibel taugen nicht zusammen. Bünden bedarf des Schwertes, und ich lege die geistliche Waffe zur Seite, um getrost die weltliche zu ergreifen." Mit diesen Worten riss er sein Predigergewand ab, langte seinen Raufdegen von der Wand herunter und gürtete sich ihn um den knappen Lederkoller.


Aus: "Jürg Jenatsch" von Conrad Ferdinand Meyer

 

 

 

09.03.2008 um 21:27 Uhr

~> Body Double

von: ameparia   Kategorie: ~ Englische Bücher

And I know who I am not.

Outside, in the heat of a summer afternoon, Maura paused and took a deep breath. She felt the day's warmth cleanse the taint of prison from her lungs. Felt, too, the poison of Amalthea Lank wash out of her life.

In her face, her eyes, Maura wore the proof of her parentage. In her vains flowed the blood of murderers. But evil was not hereditary. Though she might carry its potential in her genes, so too did every child ever born. In this, I am no different. We are all descended from monsters.

She walked away from that building of captive souls. Ahread was her car, and the road home. She did not look back.


Aus "Body Double" von Tess Gerritsen

 

Tess Gerritsen

 

 

09.03.2008 um 20:25 Uhr

~> Falling Up

von: angelmagia   Kategorie: ~ Englische Bücher

Von Kagiko .

"The end of the book -
No use to look
For anymore, my dear,
'Cause if you try finding
Some more in the binding
You may just... disappear
bye-bye"


Aus: "Falling Up " von Shel Silverstein

 

 

06.03.2008 um 23:42 Uhr

~> Ein gutes Omen - Die freundlichen und zutreffenden Prophezeiungen der Hexe Agnes Spinner

von: angelmagia   Kategorie: ~ Humor/Satire

Von Azriel .

Für immer...


Aus: "Ein gutes Omen - Die freundlichen und zutreffenden Prophezeiungen der Hexe Agnes Spinner " von Terry Pratchett und Neil Gaiman .

 


 

06.03.2008 um 23:23 Uhr

~> Romeo und Julia

Prinz. Nur düstern Frieden bringt uns dieser Morgen;
Die Sonne scheint, verhüllt vor Weh zu weilen.
Kommt, offenbart mir ferner, was verborgen:
Ich will dann strafen oder Gnad' erteilen;
Denn niemals gab es ein so herbes Los,
Als Juliens und ihres Romeos.


Aus: "Romeo und Julia " von William Shakespeare .

 

 


Und im Original:

Prince. A glooming peace this morning with it brings;
The sun for sorrow will not show his head.
Go hence, to have more talk of these sad things;
Some shell be pardon'd, and some punished;
For never was a story of more woe
Than this of Juliet and her Romeo.

03.03.2008 um 20:04 Uhr

~> Twig im Dunkelwald (Teil 1)

von: angelmagia   Kategorie: ~ Kinder- und Jugendliteratur   Stichwörter: Klippenlandchroniken

Wolkenwolf sah seinen Sohn an. "Twig", sagte er langsam und seine Augen funkelten belustigt. "Twig! Ich meine, was ist denn das für ein Name für den Sohn von Quintinius Verginix, Kapitän des prächtigsten Piratenschiffs, das je den blauen Himmel befuhr? Kannst du mir das sagen?"

Twig erwiderte sein Lächeln. "Es ist mein Name", sagte er.


Aus: "Twig im Dunkelwald " von Paul Stewart und Chris Riddell .

 


 

03.03.2008 um 14:22 Uhr

~> Der Schwarm

von: apres   Kategorie: ~ Thriller

Nichts ist mehr, wie es war. - Doch eines: Ich rauche noch.
Was wären wir ohne Konstanten?


Aus: "Der Schwarm" von Frank Schätzing

 

Der Schwarm