31.08.2005 um 11:09 Uhr
31.08.2005 um 11:06 Uhr
Kaffee und Radiomusik
die aus dem Zimmer meines Mitbewohners A. zu mir herüber wellt. Wann hab ich das letzte mal Radio gehört? Muss ewig her sein. Aber wie mir scheint, ist mir durch meine Abstinenz nichts entgangen. Hört sich an wie immer. Ich fühl mich nicht gut. Überhaupt nicht. Weil ich keine Entscheidung treffen kann. Keine, die wichtig ist.
30.08.2005 um 22:56 Uhr
Über den Abend gerettet..
.. bis hierher. Und jetzt? Musik hören? Welche verdammt? Welche Musik ist so unbelastet, dass sie mich quasi unbeschadet über die nächsten Stunden bringt? Klingt sehr dramatisch, ich weiß. Aber seltsame Gedanken machen sich schon wieder breit und ich kenne mich selbst gut genug, als dass ich sie mal eben passieren lassen könnte. War jetzt vier Stunden etwa mit F. unterwegs. Ablenkung - das Patentrezept wohl. Doch auch hier Toleranzentwicklung, die man nicht aufhalten kann. "She keeps her Happy-Pills that keep her happy".. wenn meine Boxen ein paar Wätter mehr drauf hätten, würde ich jetzt sicher im Kreis durch mein Zimmer springen. Was will ich eigentlich? Doch nur, dass jemand an meiner Tür klopft und schwört: Mach Dir keine Sorgen, Kleines, es wird alles gut, versprochen!
Ich werde wach bleiben und auf diesen jemand warten.
30.08.2005 um 18:22 Uhr
voll erwischt..
29.08.2005 um 10:58 Uhr
Ich hab geträumt.
Letzte Nacht. Dass ich mit F. einen Urlaub geplant und diesen aber vergessen hatte. Eigentlich hatte ich wohl nicht den Urlaub als solches vergessen, nur dass er gerade JETZT stattfinden soll. Eine Woche London. In anderthalb Stunden einchecken. Da fiel mir die Prüfung wieder ein. Das geht doch nicht! Nagut, dann nehme ich die Unterlagen halt mit. Aber wie soll ich in dieser kurzen Zeit schaffen meinen Koffer zu packen und zum Flughafen zu kommen? Trotz der Hektik muss ich mich im Traum zum schlafen hingelegt haben (???) und werde erst wach, als F. hysterisch an der Tür klopft und mich entnervt anschreit, ich solle mich beeilen, wir würden ja zu spät kommen, und ich hätte mir das früher überlegen sollen mit dem packen und und und.. Tschuldigung, kann ja jedem mal passieren, oder? Außerdem ist sie diejenige, die sonst immer herumtrödelt und auf die man warten muss. Also! Ja, das mit dem Kofferpacken wird nichts mehr, aber meine Ma verspricht mir, mir meine Klamotten nachzuschicken. Ich könne mir vor Ort ja erstmal was neues kaufen. Ich bin einverstanden. (???) Und irgendwie geht es auf einmal doch nicht mehr nach London sondern nach Italien. Strandurlaub. Und meine größte Sorge ist plötzlich, ob man dort irgendwo Einwegrasierer kaufen kann..
Wir sind nicht geflogen. Zum Glück. Sonst säße ich jetzt irgendwo an italienischen Stränden mit langen Hosen und würde darauf warten, dass ein Koffer ankommt mit Klamotten, die mir meine Ma zusammengestellt hat.
28.08.2005 um 21:26 Uhr
feels like I'm knocking on heaven's door..
Warum nicht einfach mal schweigen über das Unaussprechliche?
28.08.2005 um 13:48 Uhr
Titel gibt's heut mal keinen..
Tzzzzzzzzzzzzz... und eigentlich auch besser keinen Text. Denn die Welt dreht sich noch verdammt schnell. Oder mein Kopf. Oder beides, aber in entgegengesetzter Richtung. Was für ein Fest! Jahaa, ich war gestern tatsächlich noch draußen. Nachts. Unter Menschen. Großartig. Aber von vorn. Ich sitze also in meinem Vanille-Zimmer und warte auf B. . Wir hatten verabredet, den Abend gemeinsam zu verbringen. Wie genau, das wollten wir auf dem Weg zum Spätshop entscheiden - weinselige Beschlüsse sind schließlich die besten. Und da stehen wir so in dem kleinen Lädchen und überlegen hin und zurück, Bier, Wein, ja, nee oder doch? Was meinst'n du? Ach, keine Ahnung.. na sag doch mal... naja... Plop Plop, Bier in der Hand, Wein in der Tasche - mögen die Spiele beginnen. Wir wollen nur mal gucken gehen, was im Viertel so los ist, können ja jederzeit umkehren. Ja, ja das Sozialphobiker-Duo in Höchstform. Die Straßen sind voll von Menschen, Hunden und handgemachter Musik. Und wir stehen so herum und fügen uns ins allgemeine Gute-Laune-Bild, als ein junger Mann auf mich zu kommt, direkt vor mir stehen bleibt, mich mit einem Blick anschaut, als müsste ich ihn kennen (schon überlege ich schuldbewusst woher) und zu mir sagt: "Du musst dich nicht als Prophet aufspielen [Pause] Du bist es!" und geht. B. und ich gucken uns an, fangen an zu lachen und gratulieren uns schon jetzt zu diesem gelungenen Abend. Zu späterer Stunde treffen wir an einer anderen Bühne Mitbewohner C. und seine Freunde. Ein kurzer Schwatz, ich wünsche ihm einen schönen Urlaub und wir verabschieden uns, denn die Blase drückt. Weiber! Als auch dieses Problem gelöst ist, kehren wir in die Heiterkeit zurück und treffen J., einen Stammgast aus dem Laden, der eigentlich mehr als ein Stammgast ist. "Wo geht ihr denn jetzt hin?" "Ja, ach, na wir wollen noch ein bissl gucken gehen..." "Na da kommen wir doch einfach mit." Bier und Wein machen sich inzwischen auch im Kopf bemerkbar. Und in den Beinen. Ich tanze. Ich? Ja, ich. Auf der Straße. Fehlt eigentlich nur noch der Regen. Aber der bleibt aus. Und weil unsere Weinflasche bald leer, B.s Blase schon wieder voll und J.s Wohnung inklusive Getränkevorrat ganz in der Nähe ist, machen wir einen kleinen Abstecher zu ihm. Wenn es tatsächlich sowas wie eine typische Jungeselleneinrichtung gibt - Volltreffer! Wir drängeln uns, mit J.s Rotwein beladen, grad wieder durch die Straßen, als B. wie von Sinnen zu einem Schmuckstand springt, sich einen Armreif schnappt, 15 Euro hinblättert und mit einem Lächeln zurückkommt, so als hätte sie soeben eine Erscheinung gehabt. Das Löffel-Armband. Endlich. Es ist schon reichlich spät, als wir uns das Bier für den Heimweg holen, und Durst haben wir eigentlich auch keinen mehr, aber es passt ja so gut. Zwei gackernde Mitzwanziger-Damen, leicht schwankend mit nem Plastikbecher Pils in der Hand zum Samstagmorgen auf dem Weg nach Hause. Die Außenwelt ist manchmal gar nicht so übel..
27.08.2005 um 21:26 Uhr
Angst-Eintrag
26.08.2005 um 23:09 Uhr
Alibi-Eintrag
25.08.2005 um 22:41 Uhr
Verzweiflungskorrektur..
25.08.2005 um 22:17 Uhr
Verzweiflungseintrag..
Die WG ist heute voll, sehr voll. (Ja, ja, ich höre schon den Einwurf: So, wie ihre Bewohner!) Dem ist nicht so. (noch nicht.. haha) Auf jeden Fall springen hier derzeit 9 Leute herum. Haben die kein zu Hause? Müssen die unseres besetzen? Und warum laden meine klasse Mitbewohner ihre Freunde überhaupt alle gleichzeitig ein? Ich bin vorhin kurz zu B. und F. geflohen.. hätte sie auch mit hernehmen können! Vielleicht hätten sich ja lustige Gesprächsrunden in der Schlange am Klo ergeben... Haut alle ab! Los!
25.08.2005 um 19:46 Uhr
Es wird Zeit..
Die Guinnes-Redaktion zu kontaktieren.
Stand: 21.39 Uhr (aktualisiert)
25.08.2005 um 16:05 Uhr
25.08.2005 um 14:24 Uhr
Mitbewohner sind klasse... ja ja ich weiß
Und unser Aushilfsmitbewohner J. tut sein bestes, mich in meiner Aussage zu bestätigen. Heute morgen. Ich komme aus dem Bad, er will hinein. Die Tatsache, dass er mir seinen, lediglich durch knappe Shorts verhüllten Körper um diese Tageszeit präsentiert, muss ihn selbst verwirrt haben. "Tut mir leid, ich bin nicht gewöhnt, dass noch andere Leute in der Wohnung sind." Ach, lieber kleiner J., das muss dir nicht leid tun, glaub mir, ich hab hier schon ganz anderes rumlaufen sehen! Etwas später. Ich sitze am Schreibtisch. Zaghaftes Klopfen an meiner Zimmertür. (wenn du dir nur ein Beispiel nehmen könntest, C.!) J. hält eine Jumboriesenfamiliencappuccinodose in der Hand und guckt betrübt. "Du sag mal, das hier drin, das ist nicht wirklich Cappuccino, oder?" Ich überlege kurz. "Nee, das sind Semmelbrösel." "Hmm, und ich hab mich schon gewundert, warum sich das nicht auflöst..." Ich flehe dich an J., zieh hier ein!!
25.08.2005 um 13:38 Uhr
Hotdog zum Frühstück und die Geburt von Alfred
Kann eigentlich nur eins bedeuten: Jawoll, Ikea - ick liebe dir! Zu meiner Verteidigung muss ich anmerken, dass das nicht meine Idee war! Auf dem morgendlichen Shoppingprogramm stand eigentlich auch nur: Mit H. Digitalkamera kaufen. (no comment) Weder im Saturn, noch im Mediamarkt. Öfter mal was neues eben. Nachdem uns aber im Conrad der Fachverkäufer für Foto und Video nicht wirklich fachverkäuferische Auskünfte zu den ausliegenden Geräten geben konnte, und auch ansonsten das Angebot eher bescheiden war, versuchten wir unser Glück eben woanders. Im Saturn (haha - im Leben nicht!). Lieber Mediamarkt. Also doch. Dasselbe Spiel. Vor dem Regal stehen und gucken. Und auf einen Verkäufer warten, der versprach, in einer Sekunde ganz für uns da zu sein. Nach 10 Minuten wurde H. die Sekunde zu lang und wir zogen unverrichteter Dinge wieder ab. "Ich lad dich zu nem Kaffee beim Ikea ein, und nem Hotdog, wenn du magst." "Klar mag ich." Naja, und wenn man schon mal da ist, kann man ja auch gleich noch mal durchgehen. An der Treppe hinunter zur Markthalle bleibt H. stehen und greift in einen von diesen großen Metallkörben mit Plüschtieren. Er hält erfreut eine Ratte in der Hand und ist zum Kauf entschlossen. Ja, H. hats gut - als werdender Vater kann er seinem Spieltrieb nach Herzenslust nachgehen, ohne nur ansatzweise nach einer Ausrede suchen zu müssen. Alles fürs Kind. Ja ja. (Ich will auch so eine Ratte!) "Ich werd B. eine zum Abschied schenken!" Zack, und schon hab ich eine ausgesucht. Und fast die ganze Treppe hinunter bin ich auch noch fest entschlossen, sie tatsächlich zu verschenken und male mir aus, wie ich sie B. überreiche oder besser noch einfach vor die Tür setze mit einem Schild um den Hals und einem Brief zwischen den Pfoten und.... irgendwie hab ich jetzt das Gefühl, dass ich demnächst nochmal ins Ikea muss. Alfred macht nicht den Eindruck, dass er so bald wieder hier weg möchte. Noch ist er vielleicht etwas schüchtern, aber ich denke, das gibt sich..
25.08.2005 um 01:04 Uhr
Zeitreise..
Als Mitbewohner A. und ich heute beim Verabschiedungskaffeetrinken zusammensaßen, haben wir darüber geschwatzt, welche Musik wir in welcher Phase unseres Lebens gehört haben. Naja, eigentlich ging es speziell um die Musik, die wir mit bestimmten Menschen verbinden. Und noch spezieller mit auserwählten Menschen des anderen Geschlechts. Wie wenig sich die Titel, die Alben, die Bands bei den verschiedenen Männern doch ähneln. Hätte ich mir vorher aussuchen können, welche Musik die Erinnerungen an die jeweilige Person später wachrufen würde, wäre ich sicher etwas sorgsamer mit der Wahl gewesen. Aber manchmal kann man ganz einfach nichts dafür. Eine spontane Liste (sicherlich nur vorläufig - was zumindest zu hoffen ist):
R.: Rolling Stones "Angie" (ich war 14 und du hast mir das Herz gebrochen)
S.: Bon Jovi – "always" (unser erster leidenschaftlicher Kuss –bei dir daheim)
C.: Rammstein und Cranberries (wie konnten wir nur??)
R.: U.Jürgens "Griechischer Wein" (Tschuldigung, wir waren nunmal in Griechenland)
M.: Travis rauf und runter (kiffst du eigentlich immer noch permanent?)
D.: Readymade "all these things" (der Sex meines Lebens!)
H.: Cardigans, Album "long gone before daylight" (war ne schöne Zeit!)
J.: Dido "leave"(?) (ich hab 24 h durchgeheult, ganz prima..)
A.: besser, ich suche gar nicht erst…
wie gut, dass es diese Kombination nicht frei verkäuflich gibt...
24.08.2005 um 21:41 Uhr
Mitbewohner sind klasse... aber das sagte ich schon mal
24.08.2005 um 13:15 Uhr
Das Auge, das manchmal über mich wacht..
Und bald furchtbar weit weg sein wird.. B. - ich werd dich vermissen, ganz ehrlich!
24.08.2005 um 11:09 Uhr
Wir sind ja so kreativ!
Die Babylonier sind totale Anfänger gegen uns. Aber die hatten auch keinen Architekten als Mitbewohner.
24.08.2005 um 01:00 Uhr
it's coming straight...
... wieder nur die Musik, die aus den Boxen dudelt... Melodien, die mich wohl auch ewig an D. (ja, dessen Geburtstag ich vergessen habe!) erinnern werden. Blackmail. Momentan einfach nur passend. Mehr nicht. Ja, so ganz ohne Hintergedanken an eine verlorene Liebe und dergleichen. Sowas gibt's tatsächlich.
Wir hatten heute einen guten Abend. Mitbewohner A., B., meine liebe Freundin und C., ihr Mitbewohner und natürlich ich. Viele Fotos, viele Gesprächsthemen - ich glaube, wir haben uns schon sehr gern. B. wird bald in eine andere Stadt gehen. Wieder eine Trennung. Eigentlich sollte ich inzwischen an derartige Situationen gewöhnt sein. Aber es tut trotzdem weh. So sehr ich auch um Übung bemüht bin. Schmerzrezeptoren adaptieren nicht. Nie. Die drei haben noch den Schritt in die Außenwelt gewagt. Raus! Feiern! Tanzen! Mir war nicht danach. Die Furcht vor einer Panikattacke ist wohl immer noch präsent. Ich weiß, dass es Schwachsinn ist (yeah, sämtliche Theorien verschaffen sich plötzlich Gehör), aber sicher ist sicher. Albern. Dennoch real. Das muss sich ändern. Wird es auch. Versprochen.
