Zwischenwelt(en)

27.09.2005 um 17:06 Uhr

voll und leer

Ja, ich habe die Schreiberei in letzter Zeit ziemlich vernachlässigt.. und die Konsequenz daraus ist, dass es inzwischen einfach zuviele Dinge gibt, die ich gerne festhalten möchte... die Füllung meines externen Gedächtnisses mit Inhalten überfordert mich. Stichpunkte? Zumindest ein vorläufiger Ausweg. Madame, sie müssen sich besser organisieren! tztztz.. Das wichtigste weder in chronologischer noch gewichteter Reihenfolge:

  • Zunächst der Ablauf: Ein wahnsinnig anstrengendes (sowohl körperlich als auch emotional) Wochenende liegt hinter mir: Donnerstag Ferienlager mit B. bis zum Morgengrauen, Freitag Nacht arbeiten und anschließend Briefschreiben bis morgens 6.30 Uhr, Samstag ab 11.00 Transporter einladen... schleppen schleppen schleppen.. abends Abschiedsparty und anschließend Ferienlager bis ca. 4.30 Uhr, Sonntag 11.00 Uhr Abfahrt, ca. 20.00 Uhr Ankunft, Transporter ausladen... schleppen schleppen schleppen..., Willkommensweintrinken mit B.'s neuer Mitbewohnerin bis 4.00Uhr, Montag 10.30 Uhr Abfahrt, 18.00 Uhr Ankunft, 20.30 Uhr arbeiten, 5.00 Uhr ins Bett...
  • Die Phasen von hemmungsloser Heulerei und ausgelassenem Lachen wechselten während der letzten Tage im Viertelstundentakt
  • B. hat mir ein so kostbares Geschenk gemacht - größer hätte der Vertrauensbeweis nicht sein können
  • Ich habe mit B. über Ex-Aushilfsmitbewohner J. gesprochen... sie hat meine Ahnung bestätigt.. ich weiß noch nicht, was ich von der ganzen Sache halten soll
  • A II war gestern wieder im Laden. Die Gespräche werden länger und zielsicherer. Er weiß jetzt, dass ich seine Nummer hab und erwartet nun vermutlich Initiative von mir...
  • Ich habe ein neues altes "Projekt" gestartet, Verlauf ungewiss..
  • H.: Danke, dass Du Samstag Abend so klasse warst!
  • C.: Danke für die Rückfahrt, ich bin froh, dass Du da bist!
  • ...

Ich brauch wohl noch ne Weile, bis ich wieder einigermaßen ich selbst bin. Schreiben hat jedenfalls grad nicht so viel Sinn, merke ich.

 

22.09.2005 um 20:44 Uhr

Die Kurzfassung

Unser Flur ist neu gemalert. Mensch-ärgere-dich-nicht ist neuerdings liebste Freizeitbeschäftigung. A. II war wieder im Laden (er fand hier bisher keine Erwähnung... wird gegebenenfalls nachgeholt) und ich habe trotz passender Situation nicht nach seiner Nummer gefragt *andiestirnklatsch*. Nur noch 2,5 Tage und B. ist weg... sie macht heut zum letzten Mal bei mir "Ferienlager". Ich war mit A. am Wasser spazieren und ich hatte einen kurzen Rückfall, was die Gefühle für ihn betrifft. Ex-Aushilfsmitbewohner J. hat mir heute zum Frühstück Blumen mitgebracht und wir haben prächtig geschwatzt. Meine Schwester rief mich an - sie kommt samt Mann, Kind, Bruder und dessen Verlobte übernächstes Wochenende her. (ich hab nicht geschafft nein zu sagen.) Meine to-do-Liste wächst und wächst. Bei den letzten Denkblitzen hatte ich weder Stift noch Papier parat - die to-think-Liste bleibt also weiterhin leer. B. und ich haben Mitbewohner A. unsere Liebe gestanden - er hat sich zusammengerissen und nicht gelacht. Na immerhin. Heute nachmittag ist mir aufgefallen, dass ich in diesem Jahr tatsächlich keinen Sommer hatte...

18.09.2005 um 17:21 Uhr

politisch

Schon merkwürdig... Frauen müssen nicht nur zusammen aufs Klo sondern auch zur Wahlurne. Mit B. gemeinsam ist es eben viel leichter, seiner Bürgerpflicht nachzukommen. Man könnte ja das Wahllokal nicht finden, sich im richtigen Wahllokal verlaufen, sich daneben benehmen (naja...) oder sich im letzten Moment umentscheiden.. Aaaber zusammen haben wir die Hürde der politischen Verantwortung souverän genommen und warten jetzt, bis es 18 Uhr ist. Ich muss zugeben, dass mich die Selbstverständlichkeit (Mitbewohner C. ausgenommen), mit der die Menschen aus meinem Freundeskreis ihre Stimme abgeben, schon irgendwie überrascht hat. Mitbewohner A. fährt nach seiner Arbeit mitten in der Nacht extra in seine Heimatstadt, ständig wird man ermahnt, oder zumindest gefragt: "Warst du denn schon?" und überhaupt waren heute so viele (junge) diskutierende Leute unterwegs -das hat mich wie ä bissl beeindruckt.

18.09.2005 um 15:24 Uhr

unpolitisch..

Ja, ich geh ja noch wählen! Im Gegensatz zu Mitbewohner C., der (Zitat) "Überzeugter Nichtwähler" ist. Dass er dies mit Argumenten wie "man kann ja doch nichts ändern" zu untermauern versucht, finde ich mehr als lächerlich. Oder ärgerlich? Hmmm die Wahl fällt schwer... 

17.09.2005 um 14:24 Uhr

Ich hab dunkelrote Augen.

Weil ich wenig geschlafen und viel geheult habe. Gestern abend zum letzten mal mit B. (ja, meine liebste B.!) gearbeitet. Das Arbeiten ist kein Grund zum heulen, ich weiß. Aber danach haben wir noch bei mir bis weit nach 6 Uhr im Flur gesessen, laut gemeinsame Musik gehört und uns bewusst gemacht, dass sie am nächsten Wochenende ihr bisheriges Leben in einem Transporter verstaut und weit weg von hier ein neues anfängt. Die Woche ist zu kurz, um all das umzusetzen, was wir uns gestern unter Eimern von Tränen noch vorgenommen haben. B. - ich hab Dich verdammt lieb, das sollst Du wissen, und es tut scheiße weh, dass Du gehst. Na klar, wird die Welt nicht stehenbleiben, weder für Dich, noch für mich, aber ihr wird ein Stück fehlen und deshalb wird sie nicht mehr ganz rund laufen... und Du weißt doch, ich brauch meine bekloppte andere Hälfte, um komplett zu sein! Eins noch: Pass mir gut auf Alfred auf, ja? Wenn er einen Anflug von Heimweh bekommt, fahr mit ihm ins nächste Ikea und setze ihn in einen der Bambustöpfe...

(und Alfred: Pass mir gut auf B. auf! Sie lebt manchmal in einer anderen Welt, lass Dich dadurch nicht verunsichern - das gibt sich wieder!)

Ich glaub, meine Augen nehmen heut keine andere Farbe mehr an..

16.09.2005 um 17:41 Uhr

Immer noch Regen

Vor lauter Ehrfurcht getraue ich mich gar nicht, meine Musik anzumachen. Es plätschert so schön... trippel, tröppel, zwischendurch mal ein platsch...trippel tröppel.. na so in etwa. Grad wieder ein Platsch. Nungut. In zwei Stunden also wieder im Laden. Nak. Ich sollte an dieser Stelle festhalten, dass mein Denken heute low-level fährt. Nicht, dass es mich sonderlich stört, es ist nur enorm hinderlich beim Verfassen sinnvoller Beiträge. In Anlehnung an meine noch immer nicht abgearbeitete to-do-Liste (ich zähle hartnäckige 7 verbleibende Punkte), werde ich eine to-think-Liste aufstellen. Mit Dingen drauf, über die ich unbedingt mal gründlicher (um nicht zu sagen tiefgründiger) nachdenken sollte, und es bisher aus verschiedensten Gründen nicht getan habe. Da kann so eine Liste sicher sehr praktisch sein, denn ich neige dazu, Geistesblitze, die mich in nachdenkunpassenden Situationen überkommen, schnell wieder zu vergessen. Ich erinnere dann lediglch den kurzen Moment des Blitzes, dessen Inhalt jedoch nur selten.. Also... hier sind sie. Die Dinge, über die ich immer schon mal nachdenken wollte:

  • hmmmm....

ich warte wohl besser auf den nächsten Blitz.

16.09.2005 um 12:41 Uhr

Es regnet..

Ich mag Regen..

14.09.2005 um 20:13 Uhr

Küchendesign und so

3 Tage Arbeit.. es ist vollbracht. Unsere Küche erstrahlt in neuem Glanz. Abgesehen davon, dass wir uns doch gegen ein Mahnmal entschieden und die Pappbausteine entsorgt haben, schwangen wir Pinsel, Rolle und das Putztuch und schwupp di wupp (wie blöd das klingt) sind plötzlich die Wände farbig, die Möbel umgestellt und alte WG-Erinnerungen verschwunden. Gut so. Und ausgerechnet morgen kommt Ex-Mitbewohner P. zum Kaffee vorbei. Na, da kann er ja seinen ganzen Müll mitnehmen. Ha ha. Nein. Von ihm war ohnehin nicht mehr viel übrig. Von seinen Sachen meine ich. Tztztz, zuviel Farbe geatmet. Aber auf seine Meinung bin ich ja doch gespannt. Themawechsel. Ich habe mir eine neue Tastatur gekauft. Kaufen müssen. Ihre 4 (?) Wochen junge Vorgängerin hatte Durst, und da ich nichts anderes  zur Hand hatte als Rotwein, goss ich ihr mit Schwung einen Schluck in den Leib. Konnte ja nicht ahnen, dass sie so reagiert. Total überzogen, wie ich finde. Ohne ein Wort hat sie sich ins Nirvana der Funktionslosigkeit verabschiedet. Na meinetwegen, ich weine ihr nicht nach. Heute ist also schon Mittwoch. Die Zeit ohne geistige Forderung (wie schön man beim Malern meditieren kann!!) vergeht schneller, als mir lieb ist. Auf meiner to-do-Liste sind immer noch 9 Punkte unerledigt obwohl ich doch übermorgen mit dem Zettel den Grundstein für ein neues Bauwerk legen wollte. Da werde ich die Frist wohl überdenken müssen..

11.09.2005 um 00:04 Uhr

perfect day

Ist das Gefühl, das ich gerade habe. Und das Lied, das ich gerade höre. Wird mich auf ewig an M. erinnern. Meinen lieben M. Ich glaube, selbst wenn Du in Neuseeland wärst und ich in Kanada, wir würden immer auf derselben Ebene fortfahren können. Kein langwieriger Neuanfang bei jedem Treffen. Kennenlernen überflüssig. Du bist Du und Ich bin Ich, das ist alles, was zählt. Würde jetzt gern mit Dir rumsitzen, über Sinn und Unsinn menschlicher Existenz plaudern, gute Musik hören, feststellen, dass wir ne verdammt gute Zeit hatten und wir nichts fürchten müssen außer dem Erwachsensein. Und ich würde Dir erzählen, dass ich heute einen wirklich perfekten Tag verlebt hab. Ohne schlechtes Gewissen verkatert ausgeschlafen. Kaffee. In aller Ruhe. Rechner an. Käse und Brot gekauft. Mein Zimmer geputzt. Das Bett neu bezogen. Küche und Flur aufgeräumt. Mails geschrieben. Im Forum nen Beitrag verfasst. Viel viel Musik gehört. Mit Mitbewohner C. gut verstanden (ja, ich habe ihm gestern von meiner "Vergangenheit" berichtet - wie erwartet war er überrascht, aber es war ein guter Moment). Sms aus und nach Schweden. Nur kurz an A. gedacht. Mich gefreut, dass meine Pflanzen wie wild wachsen und gedeihen (Du weißt, dass das bei mir nicht selbstverständlich ist). Langzeitbelichtungsbilder gemacht. Einen Punkt von meiner to-do-Liste gestrichen. M., ich vermisse Dich. Wie wär's - mal wieder auf ein Garagendach klettern und so tun, als könnte uns das Leben nichts anhaben? Und auch der Donner nicht, der mittlerweile kracht wie blöd.. How I wish, how I wish you were here! (das Lied, das ich inzwischen höre)

10.09.2005 um 22:53 Uhr

Gewitter

Den ganzen Abend frage ich mich, was denn die Unwetterwarnung auf www.wetter.com eigentlich soll. Das bisschen Leuchten am Himmel, der Hauch von Donner... also bitte, man kann's auch übertreiben. Und nichtmal Regen! Wenn ihr mich schon vor Gewitter warnt, dann möchte das aber bitte auch stattfinden! Ja, mir steht der Sinn nach richtig Sturm und zack, knall, kraweel kraweel! Einmal durfte ich das hier schon erleben. Als sich die Straße vor unserem Haus in einen Fluss verwandelt hat, Äste, Kisten und was weiß ich wie kleine Inseln zwischen den Straßenbahnschienen trieben und der Baum gegenüber plötzlich Bodenkontakt hatte. Beeindruckend angstmachend. Ja, im Grunde bin ich ein richtiger Gewitterschisser. Aber es fasziniert mich ungemein. 

10.09.2005 um 19:04 Uhr

hochexplosiv und saugefährlich..

Ich hab mir heut die Haare gefärbt. Und wundere mich, dass ich das trotz der Lektüre der Anwendungshinweise getan habe. Man könnte meinen, man habe es mit ABC-Kampfstoffen zu tun. Von dem empfohlenen Hautverträglichkeitstest 48 Stunden vor der Anwendung (Ich färbe meine Haare spontan! 48 Stunden pfffff) mal abgesehen, finden sich doch einige Sicherheitshinweise, die einen zumindest aufmerken lassen.

  • Pulver nicht einatmen (Mist, wo ich doch so gerne Pulver atme..)
  • Kontakt mit den Augen vermeiden [...] Das Nichtbeachten dieses Hinweises kann zum Erblinden führen
  • Kontakt des Produktes mit der Kopfhaut vermeiden (gut, dass ich meine Haare vorher abgesetzt habe)
  • Niemals die Mischungen oder Reste der Mischungen aufbewahren. Reste müssen umgehend vernichtet werden. (In meiner privaten Müllverbrennungsanlage, verstehe. Was passiert sonst eigentlich? Muss ich mit einem Angriffskrieg wegen Verdachts auf Besitz chemischer Massenvernichtungsmittel rechnen?)
  • und nochmal: Die Mischung darf nie aufbewahrt werden, Reste umgehend vernichten, da der Behälter bersten kann. (was zum Teufel ist da drin???)

Man man man.. über Haarausfall in den nächsten Wochen sollte ich mich vermutlich nicht wundern..

 

09.09.2005 um 20:09 Uhr

Lied 12

Beim Einlegen meiner Ich-mach-mir-selbst-ganz-furchtbar-gute-Laune-Musik ist mir (zum wahrscheinlich wiederholten Male) aufgefallen, dass Lied Nummer Zwölf auf einer CD oftmals das Highlight schlechthin ist. Die empirische Prüfung so ganz ohne alpha- oder beta-Fehler-Kalkulation nehme ich vor, nachdem ich hier ein ordentlich lautes BESTANDEN! hinterlassen habe. Prost! *grins*

auf Anhieb (ja, janz ohne kieken) fallen mir da schonmal ein:

  • r.e.m. -automatic for the people- "find the river"
  • diverse -soundtrack knocking on heavens door- "lied 12 eben, ich weiß den titel nicht"
  • catatonia -papers scissors stone- "blues song"

und jetzt mit gucken:

  • catatonia -equally cursed and blessed- "road rage"
  • nada surf -let got- "paper boats"
  • hab keine lust mehr zu wühlen..

Ich kann meine Hypothese so nicht wirklich bestätigen. (Was jedoch auch an der kleinen Stichprobe liegen kann) Die meisten meiner CDs haben gar keine zwölf Titel. Hmm.. aber die Siebener sind auch nicht schlecht, habe ich grad so gesehen. Man sollte eine Studie durchführen. Gibt es einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Plazierung eines Titels auf einem Album und dessen Hörgenuss? Sind Zwölfer oder Siebener überzufällig häufig die Kracher oder Unterdiehautgeher? Wollte ich Statistik nicht heut ab 11.35 Uhr für immer vergessen?

08.09.2005 um 21:39 Uhr

In meinem Kopf die totale Leere..

Jawollo - wenn das nicht die besten Vorausetzungen für morgen sind! Und weil die Nacht ohnehin viel zu kurz und der Termin viel zu schnell ran sein wird, will ich jetzt auch gar nicht mehr dran denken. So. Kopf in den Sand und gut. Hauptsache, die Verdrängung arbeitet im Falle eines Scheiterns ebenso effektiv. Aber nun Schluss. Ich habe bereits eine recht lange to-do- und want-to-do-Liste für die Tage nach Tag X aufgestellt. Seltsamerweise finden sich darauf nur wenige angenehme Dinge. Das muss sich noch ändern. Vorschläge sind natürlich willkommen.

Was war denn noch so los die letzten zwei Tage, abgesehen von *ichdenkjetztnichtdran*? Sehr angenehmer Mailwechsel mit jemandem, den ich aus einem Internetforum kenne und den ich bisher erst einmal kurz quasi leibhaftig gesehen habe. Erstaunlich, wie weit das Vertrauen zu einem  eigentlich unbekannten Menschen reichen kann. Oder reicht es aufgrund der Unbekanntheit grad erst so weit? Möglich. Ich schickte ihm einen 4 Seiten langen Text, in dem ich (mal wieder) akribisch Selbstreflektion betrieben habe. Immer noch auf der Suche nach dem "warum bin ich eigentlich so, wie ich bin?". Ich glaube, dass es gut ist, seine verwischten Ahnungen über sein Selbstbild zu konkretisieren. Fassbar machen, auch wenn es zunächst einseitig ist. Dieser Bericht bezog sich auch nur auf einige Aspekte meines (Er)Lebens. (Wär ja schon bissl erbärmlich, wenn ich mich selbst auf 4 Seiten reduzieren könnte). Ich glaube, das ist noch ausbaufähig. Ob er das dann zu lesen bekommt, nun, das steht dann auf Seite 5.

Und sonst? Muss ich mal erwähnen, dass meine Ma ja irgendwie zuckersüß ist. Ich hab heut ein Care-Paket bekommen. Nein, ich bin nicht käuflich! Die Idee allein ist lieb genug. Der Inhalt very Studenten-like: Kaffee, Cappuccino, Nudeln, Süßkram, echter Heimatketchup, Taschentücher, Kopfschmerztabletten (Danke Mama!), und obwohl ich ja weder in London noch in Italien bin, auch noch ein Oberteil - und zwar ganz so, wie ich's mag. Mama, Du bist die Größte!

06.09.2005 um 00:49 Uhr

don't cry..

Mitbewohner C. hat mich beim Hören von Guns 'n Roses erwischt (ja, es war nur november rain, zufällig auf einem Sampler drauf, wirklich!) und mir daraufhin seine Live-CD gegeben mit den Worten "Kannst ja mal reinhören, sind ein paar gute Sachen dabei." (Es muss an dem Zimmer liegen, Ex-Mitbewohner P. hatte auch eine Vorliebe für den Kopftuchaxl). Und was soll ich sagen? Nicht wirklich mein Ding. Aber "don't cry" hat's mir grad sehr angetan. Melancholisches Vibrieren in der Stimme - der Ear-Catcher schlechthin. Or should I say soul-catcher? Na, das wäre wohl ein bisschen dick aufgetragen. Und ich wills auch nicht übertreiben. Deshalb jetzt lieber ein wenig gediegene R.E.M. - Melodei und dann ab ins Reich der Träume. Umentschieden. "Something to die for" (Gruß an Picca!) zur niedrigdosierten Förderung der Melancholie. Und dann aber...

06.09.2005 um 00:11 Uhr

Wer solche Freunde hat...

braucht keine Feinde mehr. Wie wahr wie wahr.. Ich hatte heute das große Vergnügen, mich von S. (meinem Kollegenfreund) und H. von meinen Prüfungsvorbereitungen abhalten lassen und mich sinnlos im Ikea (ja, schon wieder!) herumreiben zu können. Eigentlich nur auf nen Hotdog. Dazu kamen dann noch diverse Cola, Kaffee und allerlei feste Nahrungsmittel. Pommes, schwedische Irgendwaspfanne, Rippchen, Gemüse, keine Ahnung. Das ganze zog sich also. Und die beiden haben die ganze Zeit nichts besseres zu tun, als mich in den buchstäblichen Wahnsinn zu treiben. Nur in Auszügen (der Unmöglichkeit geschuldet, das alles aufzuzählen): Eine Fliege auf dem Tisch. "Da ist keine Fliege - das ist nicht reaaaal!!" (Ja, so ein langezogenes reaaaal). Mein Knecken im Kopf (zugegeben, schwer nachvollziehbar, so gänzlich unbetroffen) "Das ist nicht reaaaal! Das ist nur in deinem Kopf!" Ich erzählte von meiner Aussicht auf das Praktikum. "Die können dir da ganz bestimmt helfen, wirklich! Musst aber immer schön deine Medikamente nehmen! Wir kommen dich auch besuchen - versprochen!" Abends zusammen im Laden. Ich berichtete F. von meinem Tag mit den beiden. S.: "Ikea? Wir? Also ich seh sie grad zum ersten mal an diesem Tag. Ich war schon ewig nicht mehr bei Ikea." H.: "Guckst du mich an?" Ich: "Nein, ich hab nur auf die Uhr geschaut (an der Wand)." Ich gehe in die Küche, um mir die Hände zu waschen. Komme zurück. S.: "Wo hast du gesagt, hast du hingeschaut?" "Auf die Uhr." "Welche Uhr?" Keine Uhr mehr da. Von der Wand genommen. Ich frage mich, wer denn da von uns den größeren Knall hat. Tztztz... Aber ganz ernsthaft gefragt: Sollte es möglich sein, jemanden auf diese Weise (in größerem Stil aufgezogen) dazu zu bringen, sich aus der realen Welt zu verabschieden? *themafürdiediplomarbeitnotier*

04.09.2005 um 20:38 Uhr

komisches Nackenknacken

Vielleicht wächst mir ja grad ein zweiter Kopf, vielleicht muss ich auch einfach nur sterben, auf jeden Fall knackt es seit heute in meinem Kopf, wenn ich ihn nach links drehe. Und ich meine nicht so ein dumpfes "Knock", das gerne mal auftaucht, wenn man lange in einer Haltung verharrt und sich entsprechend verkrampft hat. Es ist vielmehr ein sehr helles, aufdringliches "Kneck" und es ist auch nicht mit einmal knecken getan (wenn ale Knochen wieder richtig sitzen), nein, bei jeder Bewegung! Das ist sehr unangenehm, weil sehr laut. Die Rückbewegung, sprich die Drehung nach rechts (vorzugsweise übrigens mit geneigtem Kopf) verläuft weniger geräuschvoll, jedoch nicht lautlos. Und bei der Rechtsdrehung sind es auch zwei Knecken, wie ich gerade feststellen musste. So, liebe Orthopäden im Saal: Was ist das und wie werde ich es schnellstens wieder los?

04.09.2005 um 09:32 Uhr

Einen Juristen bitte!

Der Turm brach soeben zusammen. Aber niemand war in der Küche!? Unsere Spielregel war: Wer einreißt, muss wegschaffen. Ja und jetzt? Man ist so hilflos, wenn es Lücken im Gesetz gibt.

03.09.2005 um 23:19 Uhr

Intelligenz und so..

Das Internet ist ja so fantastisch! (oder phantatsisch?) na egal. Wozu sich mit Evaluierbarkeit von Trainingsprogrammen beschäftigen, wenn man doch online Intelligenztests ausfüllen und sich seine Blödheit auf dem Silbertablett oder zumindest in Form von: "Naja, war ja nicht schlecht, aber wollen wirs nicht nochmal versuchen?"- Schönredereien präsentieren lassen kann?! Kurzum: Ich habe heute reihenweise absolut megahypervalide und total psychologenabgesicherte IQ-Tests im Netz mitgemacht.. Mein Intelligenzquotient reicht von sonderschulbedürftigen 93 bis hin zu Mensa-verdächtigen 139 Punkten. Na, wenn das keine Aussage ist. Ich gebe zu, Treppen mit abgeknickten, in sich verdrehten Stufen aus imaginären Faltvorlagen zusammen zu basteln ist nicht sooo mein Ding. Sprichwörter ergänzen - kein Problem. Zahlenreihen fortsetzen, nun, da wirds schon schwieriger. Dafür macht mir in "Welches Wort passt nicht in die Reihe?" keiner was vor. So sah also meine Tagesrumkriegbeschäftigung aus. Und außerdem hab ich mit A. telefoniert. Locker flockig, entspannt wie auf Tavor. Glückwunsch zur Facharztstelle! 6 geplante Jahre also in der Stadt - der Mann hat Perspektiven! Wäre da nicht doch sowas wie eine stabile zwischenmenschliche Beziehung drin? Na sag schon! Nix großes. Rein bindungstechnisch gesehen vielleicht ein Muster A, bestenfalls B. Aber festlegen müssen wir uns selbstverständlich nicht. 6 Jahre? Stell Dir vor, ich hätte mich zum Praktikum in Deiner Klinik beworben. *kurzmallautlosgelacht*.. eieiei.. "Hallo Herr Kollege!" hätte ich Dir in dem gelben langen Gang mit den großen gelb gerahmten Fenstern zurufen können.. "Hallo Frau Kollegin, Lust auf nen Kaffee?" "Nee, geht nicht, weißt doch - zu tun und so" hätte ich dann vielbeschäftigt geantwortet. Aber ich sage Dir, die Klinik in P. ist auch nicht schlecht. Und Kaffee und Kollegen gibt's dort sicherlich auch.

02.09.2005 um 21:27 Uhr

Papa, wenn ich groß bin, möcht ich auch mal Spießer werden!

Ich habe heute beizeiten eingesehen, dass mein Kopf eine Pause braucht. Und so hab ich mir vorhin noch das Radl geschnappt, um ein bisschen Freitagabendluft zu atmen. In der Fußgängerzone musste ich allerdings gleich wieder absteigen, weil dort hunderte sportwütige Legginsträger im Laufschritt ihre Runden drehten. Sommernachtslauf. Aha. Schön - wem sowat Spaß macht, ick interessiere mich für Fische! (In Japan bin ich Kult. Kult Klömel) Ich konnte mich bis zum Wasser durchkämpfen und habe dort erstmal eine kleine Fotosession veranstaltet. Die Stadt ist ein großartiges Model. Und so geduldig. Und ganz von allein ins perfekte Licht gerückt. Sie wirft einem die Bilder quasi direkt vor die Linse. Knapp hundert Stück. Geizig ist sie also auch nicht. Auf dem Rückweg musste ich feststellen, dass bereits der Wochenendansturm auf unser Stadtviertel eingesetzt hatte. Er entgeht mir normalerweise, da ich sonst um diese Zeit im Laden stehe und nur einen Bruchteil der Kreaturen zu Gesicht bekomme, die pünktlich zum Sonnenuntergang ihre Löcher verlassen und sich, einer Herde Lemminge gleich, dem Absturz in einer der unzähligen Kneipen entgegen wälzen. Aber ohne mich! Der Abend gehört mir, Alfred und dem Fernseher. Und vielleicht lassen wir auch noch ein Glas Rotwein an unserer Runde teilhaben (Prost Mama, und Happy Birthday!)

02.09.2005 um 17:56 Uhr

J. der Baumeister..

Wir (das sind die regulären Bewohner) dürfen inzwischen die Küche nur noch mit Genehmigung von J. (das ist unser Aushilfsmitbewohner, nur zur Erinnerung) betreten. Er hat die Gestaltung des achten Weltwunders vollends seiner Verantwortung unterworfen. Wehe dem, der dem Türmchen zu nahe kommt.