Die Ruhe des Lebens wird nur unterbrochen durch die Stille des Seins.

18.08.2006 um 00:26 Uhr

Liebe geht

von: Dormi1

Liebe geht und kommt nicht mehr

Renn dem Glück nur hinterher

Ohne es je einzuholen

Hab es selber mir gestohlen

Hab es selber mir geraubt

Lies sie geh’n, die mir vertraut

Gab ihr nicht, wonach sie rief

Fehler wiegen heut so tief

Ging den Weg mit ihr gemeinsam

Trotzdem war sie meistens einsam

Litt darunter manche Nacht

Und ich bin nicht aufgewacht

Sah nicht mehr das Leben leben

Gab ihr nichts mehr und wollt doch alles geben

Hab die Liebe ihr entzogen

Hab die Sicht oft so verbogen

Das ich glaubte, alles ist gut

Und dabei erlosch die Glut

Habe selbst das Feuer ausgetreten

Wie oft hat sie mich gebeten

Die Flamme unsres Glückes zu erhalten

Die Tage neu und lebend zu gestalten

Doch hab ich oft nur hin- nicht zugehört

Hab nicht gemerkt, was sie so stört

Und bin dabei stets treu geblieben

Hab niemals aufgehört sie zu lieben

Hab mich doch meist um sie gedreht

Und hab vergessen wie man lebt

Fing an, an Selbstverständnisse zu glauben

Und nach und nach selbst einzustauben

Und ihr, ihr ging es schlecht dabei

Und dann spürt sie die Zauberei

Der jungen Liebe und des neuen

Und sie blüht auf, das sollt mich freuen

Und tut es auch, doch tut’s so weh

Weil ich nun plötzlich all das seh’

Was ich zuvor nicht mehr erkannt

Ich werde wach, wach mein Verstand

Und hoffe doch ihn zu verlieren

Denn ich muss einseh’n, akzeptieren

Dass jetzt, wo das Leben wieder lebe

Und ich aufwache und nach dem Lichte strebe

Ich den größten Teil von mir

Verlieren werde, verlier’n mit ihr

Und ich vermisse sie so sehr

Liebe geht und kommt nicht mehr.

18.08.2006 um 00:24 Uhr

Einsamkeit

von: Dormi1

Du gehst

Und die Einsamkeit tritt ein

Herzlich willkommen

Dann bin ich nicht allein

Bin halt zusammen jetzt mit mir

Denn sie, die Einsamkeit bleibt immer hier

Sie ist so treu

Ein stiller Gast

Und schreit so laut

Das sie mir fast

Den Blick aufs Leben noch verwehrt

Doch selbst wenn ich nicht mehr begehrt

Will ich doch leben

Tag für Tag

Will tun, was ich nur will

Und lassen was ich gar nicht mag

Und so tu ich was ich will

Doch  mein Herz, es ist nicht still

Es meldet sich ständig, stets zu Wort

Und redet mir doch ständig rein

„Du willst doch gar nicht einsam sein!“

und es hat Recht,

ist mir schon klar

doch ist die eine nicht mehr da

die, der ich alles geben wollte

mein Leben und noch mehr

doch sie ist weg,

denn da ist er

er, der ihr die Einsamkeit vertrieb

und ich hab sie so endlos lieb –

ich liebe sie.

17.08.2006 um 00:25 Uhr

Du, mein Traum

von: Dormi1

Im Dunkel der Nacht

Streich ich dir ganz sacht

Über die Zartheit deines Körpers

 

Und mein Verstand verschwimmt in dir

Und es wächst in mir die Gier

Dich ein Leben lang zu liebkosen

 

Deine Augen und dein Haar

Deine Lippen – wunderbar

Wangen, Nase, Hals und Ohren

Streich sanft dir über das Gesicht

Es nicht zu tun wäre Verzicht

Dann wär der Traum im Traum verloren

 

Bin ich dir dann so innig nah

Dann wird mein Traum vom Leben wahr

Und ich halte ihn ein bißchen fester

Halt dich in meinem Arm

Und es wird im Herz mir warm

Liebe dich viel mehr als einen Bruder, eine Schwester

 

Und wir tanzen einen Tanz

Voller Liebreiz, Elleganz

Und der Gleichklang ist so groß

Melodie und Rhythmus pur

Ich führe dich, du folgst mir nur

Und sinkst dann in meinen Schoß

 

Und wir liegen auf dem Bett

So wie es mancher gerne hätt

Und deine Hand streicht über mein Gesicht

Niemand da der uns jetzt stört

Kein Geräusch man jetzt noch hört

Nur ein warmes, sanftes Licht.

 

Und deine Hand, sie ist noch da

Jemand sagt zu mir – Papa

Wir sind wach, haben dich lieb

Mein Traum vorbei, ich wache auf

Und erkenne gleich darauf

Welches Glück mich doch umgibt

 

Kommt zu mir ihr zwei, kommt her

Denn ich liebe euch so sehr

Meine Kinder, ihr mein Leben

War der Traum auch wunderschön

Sollte er auch nie vergeh’

Könnte er doch nur besteh’n

Ich werd mit euch durchs Leben geh’n

Und werde euch nun alles geben.

13.08.2006 um 00:28 Uhr

Hochzeitstag

von: Dormi1

In Trauer zugezogen ist der Horizont

Wehmut nieselt auf mich herab

Feiern sollt ich heute eigentlich

Und doch ist es so, dass ich heut nichts mehr zu feiern hab.

 

In grauen Wolken zieht mein Leben vor sich hin

Jeden Tag auf’s neue suche ich nach dem Sinn im Sinn

Die Zukunft liegt nicht mehr im morgen irgendwann

Die Zukunft fing im gestern einfach an.

 

Wohin führt mein Weg in dieser neuen Zeit

Wie kann man sich trennen von der Vergangenheit

Wie die Liebe finden, die man nicht mehr geben darf

Wie sich wiederfinden, wie ist des Lebens Lauf.

 

In Trauer zugezogen ist der Horizont

Wehmut nieselt auf mich herab

Feiern wird ich vielleicht wieder

Doch nie mehr so, wie ich gefeiert hab.