My own Way

11.02.2018 um 02:11 Uhr

under pressure

von: Lamia   Kategorie: Thoughts

Musik: mixed

Baue ich schon wieder vor? sehe ich Geister wo keine sind? Beschwöre ich die Situation herauf? Kann ich dem trauen? Sollte ich ihm glauben? Mache ich mich selbst wieder verrückt?
Was wenn ja. Was wenn ich an diesem Zustand schuld bin?
Es fließt alles dahin. Tobt wie ein Orkan. Fegt jegliche rationalen Gedanken davon. Schrumpft sie auf eine nicht mehr greifbare Größe zusammen. Ein schwarzer kleiner Klumpen bleibt übrig.
Und alles aus dem ich bestehe sind Zweifel, Zweifel, Panik, raßende Angst.
Ich setze mich selbst unter Druck. Ich weiß es ganz genau. Doch bin ich unfähig diese, sich fortlaufende Spirale aus rohem Metall, zu stoppen.
Was ist das nur das ich dies nicht kann? Warum will ich es immer allen recht machen? Warum dieses Unvermögen? Ich bin doch sonst so ein rational denkender Mensch. Warum nicht in solchen Situationen?
Ich habe solche angst, dass es so abläuft wie am Freitag.
Ich habe sie so gehasst dafür. Dabei war es eine eigentlich doch so simple Sache.
Alleine einkaufen gehen. Das was ich schon abertausend mal getan habe. Und gerade ist es mir kaum möglich.
Ich wäre beinahe schon in meinem Zimmer umgekippt.
Als ich die Wohnung verlassen habe hat sich alles in mir zusammen gezogen.
Noch schlimmer war es als ich draussen war. Es hat nur noch gerauscht in meinen Ohren.
Ich wollte nichts lieber als sofort wieder zurück zu gehen.
Jeder Schritt fühlte sich an als würde ich auf zu dünnen Eis laufen. Sämtliche Muskeln bis zum bersten gespannt.
Je näher ich dem Ziel kam, desto pfeifender wurde mein Atem.
Drinnen war es noch schlimmer. Nur noch konzentriert auf das was ich brauche. Tunnelblick. Alles so weit weg. Und doch viel zu nah. Jedes mal zusammen gezuckt wenn mir jemand zu nah kam.
Im letzten Laden dann, nur noch ein schweißnasses Elend. Sogar die Verkäuferin hat mich gefragt ob es mir gut, weil ich leichenblass war und mir der kalte Schweiß über das Gesicht gelaufen ist.
Schräg gelächelt. Sprechen ging schon nicht mehr. Keine Luft mehr da.
Mit zitternden Händen alles verstaut. Nur noch raus.
Auf der Brücke dann stoppen. Alles hat sich gedreht. Der Blick starr, nichts mehr wahrnehmend.
Im Aufzug sind mir dann die Beine endgültig zusammen geklappt.
Nur noch gebetet das niemand zusteigt.
In meinem Zimmer erst mal auf den Boden gekotzt.
Was tue ich es wenn es morgen genauso ist? Ich kann mich dort nirgends zurück ziehen. Wie erklären was los ist? Und kann ich die Maske überhaupt auf lassen? Ich kann dort nicht zusammen brechen.
Zwei Stunden mindestens durchhalten. Und wie wird die Rückfahrt? Was soll ich tun, wenn ich in der Ubahn zamm klapp? Was wenn sie dann einen Krankenwagen rufen? Was wenn Sanitäter kommen?
Fuck fuck fuck.
Und wie soll ich das am Dienstag machen? Was wenn es genauso wird?
Aber ich muss da morgen hin. Ich brauche die Sachen. Und ich muss am Dienstag zu dem Arzt.
Es fühlt sich gerade wie ein unüberwindbarer Berg an. Wie soll ich das schaffen?
Ich kann mir nicht mal jmd zur Unterstützung mitnehemen.
Nicht morgen, nicht am Dienstag.
Keine Medikamente da, die es erträglich machen würden. Nichts da was diese Panik eindämmen würde.
Nur Alkohol. Und das geht nicht.
Meine Mitbewohnerin hat heute schon gemeint das sie ein Auge darauf hat das ich nicht zu viel trinke. Das ich nicht täglich trinke.
Ich möchte gerade nur schreien.
Ich weiß das sie das aus Sorge tut. Das sie es gut meint.  - Aber.
Verfluchte Scheiße! Ich bin eine erwachsene Frau. Ich brauche und ich WILL vor allem kein Kindermädchen.
Und wenn ich mich zu tode saufen würde. Dann bin ICH diejenige die es ausbaden muss. Niemand sonst.
Ich brauche niemanden der mir sagt was gut und was schlecht für mich ist.
Ich weiß es selbst. Ich weiß es nur zu gut.
Ich weiß was das für Konsequenzen haben kann.
Ich habe mehr als einen kalten Entzug hinter mir. Und dabei hat mir NIEMAND geholfen.
Und ich habe es geschafft. Ohne Hilfe. Ohne jmd der mich im Auge hatte.
Es war nicht schön, aber ich habe mir die Scheiße selbst eingebrockt, also bin ich da auch alleine wieder raus.
Ich will mich nicht mehr rechtfertigen. Und ich habe so oft das Gefühl das ich das muss.
Und immer dieses verfluchte Gefühl das ich es allen recht machen muss.
Wieso kann ich dieses Gott verdammte Muster nicht durchbrechen?! Was zum Henker hindert mich daran.
Mag mir noch jeder sagen, das es ja schon ein großer Fortschritt ist, das ich dieses Muster überhaupt erkenne und wahr nehme. Aber KEINER kann mir sagen wie ich es durchbrechen soll.

Ich hasse das so sehr. Gerade will ich einfach nur um mich schlagen. Will ich schreien.
Und sie sind so verdammt laut. Vor allem die Zwombies. Reißen an mir. Zerreißen mich.
Ich will Ruhe. Ein Flashback reiht sich an den nächsten. Eine Intrusion folgt der anderen. Ich bin so wahnsinnig erschöpft. Ich will schlafen. Traumlos schlafen. Doch es geht nicht. Sie lassen mich nicht.
Seit Tagen habe ich höllische Kopfschmerzen. Spüre die Nadeln in meinem Schädel.
Fühle mich ausgeliefert. Nicht fähig mich zu wehren.
"Verdammt. Die Luft ist zu knapp. Die Schläuche tun so weh.
Ich bin ihnen schutzlos ausgeliefert.
Warum kann ich nicht einfach wieder verschwinden. Warum lassen sie mich nicht sterben.
Ich MUSS kämpfen, weil sie mir sonst noch mehr weh tun."

Ich will alleine sein. Ich will nicht essen. Ich will nicht auf mich achten.
Ich will nicht alleine sein. Ich bin nicht alleine.
Ich will mich Stück für Stück zerstören. Ich darf mich nicht zerstören.
Ich will hier raus. Ich will raus aus mir.
Ich will aus meiner Haut. Aber es geht nicht.
Ich will es ändern. Und ich habe das Gefühl es ändert sich nichts. Und ich weiß das es nicht stimmt. Aber ich kann es nicht wirklich fühlen. Nicht wirklich sehen. Ich weiß nur das es nicht so ist.
Ich bin zerrissen in mir selbst. Zerissen im Fühlen, im Denken.
Ambivalent.
Denn ich bin gerne am Leben. Ich habe noch so viel vor. Ich habe noch so viele Pläne und Ziele.
Und doch kommt dieser tiefe Absturz jedes Mal.
Dieses Gefühl nichts erreicht zu haben.
Dieses Gefühl wertlos zu sein.
Dieses Gefühl eine Last zu sein.
Dieses Gefühl schwach zu sein.
Ich habe schon viel erreicht.
Ich bin etwas Wert, auch wenn vllt nicht viel.
Ich bin keine Last.
Ich bin stark.
Rational weiß ich das. Aber so oft kann ich es nicht fühlen.
Dann überwiegen die Dinge die mir passiert sind. Ich schaffe es einfach nicht sie los zu lassen. Weil ich so viele einfach nicht verstehe.
Warum hat dieser Masseur mich angefasst und mehr? Warum hat mir dieser Typ ko Tropfen ins Glas? Warum haben diese zwei Sanitäter das getan? Warum haben meine zwei Ex Freunde mir das angetan? Warum hat er mich geschlagen? Warum wollte er mich töten? Warum hat er mich getötet und dann wieder zurück geholt? Warum wurde mir nicht geglaubt? Warum hat sich diese Frau vor meinen Augen fast getötet? Warum wurde ich so gehasst? Warum so sehr ausgenutzt? Warum wurde mein Herz so sehr verletzt? Warum diese Verachtung in ihren Augen? Warum dieser Hohn in ihrer Stimme? So viele gesagte Worte waren nichts als Lügen. Warum haben sie damals in der Klinik nicht die Polzei gerufen als er das getan hat? Warum wurde er dafür nicht bestraft?
Tausend Fragen auf die ich niemals eine Antwort erhalten werde.
So viele Dinge die noch geschehen sind.

"Lass es hinter dir, lass es los."
Nur wie.
Zum Schluss bleibt nur die Panik.

07.02.2018 um 01:28 Uhr

knowledge

von: Lamia   Kategorie: Thoughts

Stimmung: -
Musik: Witchhouse

Erkenntnisse. Dieses Wort beschreibt den heutigen Tag ziemlich gut. Der Kopf raßt und die Stimmen sind ein Bienenstock auf Speed. M schläft. Ich kann nicht schlafen, zumindest jetzt noch nicht. Aber heute ist es nicht schlimm. Ich bin auf eine seltsame Art und Weise ruhig. Trotz dem Chaos was gerade in mir herrscht. Wenn er da ist, bin ich ruhiger. Sein atmen entspannt mich. Ich weiß das ich nicht alleine bin. Schon verrückt wie schnell er es doch geschafft hat. Hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht. Nach dieser Geschichte mit meiner Ex. Das es tatsächlich einen Menschen gibt, der es wieder schafft das ich mich öffne und vertraue.
Gerade bin ich mit mir, meinem Leben überfordert. Aber nicht unbedingt negativ. Das ist mir heute nach dem Telefonat mit meiner Ma klar geworden. Es fühlt sich manchmal zwar an wie Stillstand, aber das stimmt nicht. Es tut sich gerade sehr viel. Ich bin an einem Punkt mittlerweile angelangt wo vieles sich offenbart. Und er trägt sehr dazu bei. Das ich mich in meinen oft doch negativen Gedanken nicht verliere. Ich kann es gar nicht genau beschreiben.
Aber mir ist heute eine Sache sehr klar geworden.
Ich hoffe das ich ihn nicht verliere.
Ich will ihn beschützen. Manchmal glaube ich das er gar nicht weiß was für ein wundervoller Mensch er ist. Das so wie er ist. Ich will nicht sagen perfekt. Denn es gibt keine perfekten Menschen.
Ich weiß nicht wie ich es sagen soll. Es ist das erste Mal das mich Macken an meinem Partner nicht stören. Das er schwierigkeiten hat über seine Probleme zu reden. Nicht mal das stört mich. Und wenn ich ehrlich bin, ist das in der Regel etwas was mich sehr oft an Menschen stört. Nicht bei ihm.
Er hat mir heute erzählt was ihn gerade, besser gesagt schon seit längerem umtreibt. Ich weiß das ihm das alles andere als leicht gefallen ist. Und trotz dem hat er es getan. Er hat mir Vertrauen geschenkt.
Was ist das für ein Gefühl? Glück ist das falsche Wort. Es beschreibt es nicht mal im Ansatz.
Ich genieße die Zeit mit ihm wahnsinnig. Und doch ist es das erste Mal das es für mich völlig ok ist, dass wir uns nicht täglich sehen. Was nicht bedeutet das ich ihn nicht vermisse wenn er nicht bei mir ist.
Aber irgendetwas in mir hat sich geändert.
Eigentlich bin ich ein scheiße eifersüchtiger Mensch. Nicht das ich es bei ihm nicht wäre. Ich glaube jeder Frau die versucht ihn irgendwie an zu machen, versenk ich ohne mit der Wimper zu zucken im Erdboden.
Ich denke das es daran liegt, das er der Erste ist, wo ich keine übermäßige Angst habe, das er mich betrügt. Egal auf welche Art und Weise. Er hat mir gesagt das er treu ist. Und ich glaube ihm.
Was macht dieser Mann nur mit mir?
Als wir vorhin Sex hatten, war es so verdammt intensiv. Wenn ich ihm dabei in die Augen schaue, ist es wie versinken. Dann existiert nur er. Es war so intensiv das ich mich nur noch an ihm festgehalten habe. Jede einzelne Bewegung von ihm, jedes Atmen. Der Ausdruck in seinen Augen. Das er danach in mir bleibt, die Schwere und Hitze seines Körpers. Es sind unter anderem diese Augenblicke, die für mich Stunden andauern könnten.
Wenn wir uns küssen ist es wie eine einzige Explosion von so vielen Emotionen die losgeht.
Alles in mir schreit dann förmlich nach ihm. Schreit danach von ihm berührt zu werden. Denn jede einzelne Berührung ist wie Elektrizität.
Es ist Verlangen, Begierde, Vertrauen, Wehmut... so vieles für das mir gerade die Worte fehlen.
Mit meinem Kopf auf seiner Brust zu liegen, dem Herzschlag zu lauschen, das Heben und Senken zu spüren wenn er atmet. Ich kann dann los lassen. Alles um mich herum für eine Zeitlang vergessen.
Auch jetzt mit dem Wissen das er nur wenige Zentimeter neben mir liegt.
Und trotzdem ist es so als würde er ganz nah bei mir sein. Ist es wie eine unsichtbare Umarmung.
Diese ganzen Dinge ängstigen mich. Weil ich angst habe verletzt zu werden. Weil ich angst habe, das ich mehr empfinde als er. Weil es bis jetzt immer so war. Ich weiß das dies alles auch alte Ängste und Muster von mir sind.
Und ich weiß das die Angst immer mein Begleiter sein wird.
Weil ich gelernt habe das man Niemanden völlig vertrauen kann. Nicht mal sich selbst.
Weil ich nicht glauben kann das man mich lieben kann. Zumindest nicht so wie ich bin. Denn nicht mal ich kann mich lieben, warum sollte ich dann verlangen das es einen Menschen gibt der mich liebt?
Und trotz dieser ganzen Ängste und Zweifel will ich nicht davon rennen. Mich nicht verstecken oder verbiegen.
Trotz all dem glaube ich an die Aufrichtikeit seiner Gefühle.
Auch auf die Gefahr hin erneut verletzt und fast zerstört zu werden.
Ich verstehe immer noch nicht warum.
Was ist das in mir, was immer und immer wieder hoffen und vertrauen lässt? Ich bin so oft so unglaublich tief gefallen. So oft von Menschen die ich geliebt habe und teilweise immer noch liebe fast zerstört worden.
So unendlich oft war ich an dem Punkt einfach alles hin zu schmeißen. Den ´einfachen´Weg zu wählen. Und wie oft habe ich ihn nicht schon gewählt. Mich in mir verloren, verschwunden für so viele Jahre. Meinem Leben ein Ende gesetzt. Und doch hat es nie vollends funktioniert. Wenige Menschen wissen, das ich mehr als nur einmal tod war. Klinisch tod. Und doch bin ich jedes Mal wieder zurück gekommen.
Habe Menschen immer wieder mein Vertrauen geschenkt. Habe viele Menschen begleitet und getragen, die mich später wie Dreck haben liegen lassen.
Menschen denen ich mein Leben anvertraut habe. Denen ich mein Selbst geschenkt habe.
Vielleicht bin ich dumm und naiv. Das ich es immer wieder mache.
Aber das bin ich. Ich habe sehr lange gebraucht um zu verstehen, das vieles das mich ausmacht, was einige als Schwäche oder Dummheit ansehen, mit eines meiner größten Stärken sind.
Und jetzt sitze ich da. Denke über das eben geschriebene nach.
Denke darüber nach wie es weiter geht. Mit mir, meinem Leben.
Es ist das erste Mal das ich nicht völlig verzweifel. Das ich akzeptiere, zumindest zum Teil, was ich nicht ändern kann und vielleicht auch nicht will.

05.02.2018 um 03:34 Uhr

one year ago...

von: Lamia   Kategorie: Thoughts

Stimmung: einsam
Musik: -

Nun ist es ein Jahr her. Ich kann immer noch nicht sagen wie es mir damit geht. Tut es noch weh. Ja tut es. Doch weniger Sie als Partnerin verloren zu haben, sondern eine meiner besten Freundinnen. Meine Vertraute. Und das ist wohl auch das was am meisten schmerzt. Das jmd dem ich so blind vertraut habe, mir so sehr weh getan hat. Und das mit Feigheit, Häme und Verachtung.
Und nun sitzte ich hier.
So vieles was die Nächte über kommt. Ich will diese Nächte nicht alleine sein. Ich will gar nicht mehr alleine sein. Ich will nicht einsam sein. Aber ich fühle mich so. So vieles vor dem ich nur die Augen verschließen will.
Ich will nur noch jetzt in dieser Sekunde leben. Nicht mehr zurück blicken. Aber es gelingt mir nicht.
Ich fühle mich wertlos. Ich bin Dreck. Und genauso sollte man mich behandeln.
Mir ist so schlecht. Ich will mich erbrechen. Sie sind schon wieder so laut.
Und wenn es wieder geschieht? Desshalb darf ich nicht schlafen. Ich muss wachsam bleiben. Ich will nicht schon wieder neue Wunden auf meinem Körper finden. Ich will den Satz nicht hören ´das es scheinbar nur nicht passiert wenn er nicht da ist´. ich weiß das er nicht böse oder wertend gemeint ist. Und ich weiß auch das ich diejenige bin die sich diesen Druck macht.
Mir ist heiß, mir ist kalt. Und ich bin so müde. So wahnsinnig müde.
So gerne würde ich jetzt springen. Sinnlos. Nicht hoch genug. Und ich will ja nicht. Ich weiß das diese schlimmer Stimmung vorrüber geht. Nur gerade weiß ich niemanden mit dem ich darüber offen sprechen kann. Ich will keine Mutmachenenden Worte. Ich will keine Bestätigung. Ich will keine Sorge, kein Mitleid. Ich will es einfach nur verbalisieren können. Ohne irgendeine Wertung.
Mir geht es nicht gut. Mir geht es schlecht. Ich sage nicht das ich mich töte. Ich sage nur ich will sterben. Das bedeutet auch nicht das ich diese Wahl irgendwem anderem überlasse, von wegen Hochrisikoverhalten.
Ich will es sagen dürfen. Ich will schreien. Ich will weinen. Ich will lachen. Ich will mich kurzzeitig in mir selbst verlieren. Nicht immer stark sein müssen. Ich weiß das ich nicht stark bin.
Aber gerade möchte ich nur schwach sein.
Ich will sagen dürfen das wenn ich könnte, mir mein Fett und Fleisch bis auf die Knochen abschälen würde. Mir mein Gesicht in Fetzen schneide würde. Mir meine Brüste abtrennen würde. Mir meine Lider an meinen Augenbrauen festtackern würde und mich zwingen würde, mein Werk, meine eigene Verstümmelung Stund um Stund anzusehen.
Selbst in diesem Extrem reicht sie nicht an meinen Selbsthass heran.
Und manche mögen fragen warum. Es gibt genügend Gründe, und mögen sie auch für so manchen nicht so dramatisch sein wie für mich. Dieser jmd lebt ja auch nicht mein Leben.

Und ich weiß einfach nicht wie ich diesen Stimmungseinbruch erklären soll. Ich kann ihn mir ja selbst nicht erklären. Die Medikamente wurden ja schon zwei mal erhöht. Also bin wieder ich es die mir selbst im Weg steht?
Warum ich begreife es nicht.
Die Nacht und der Tag waren so schön mit ihm. Was stimmt mit mir nicht?

Tausend Ängste die durch meinen Kopf raßen. Warum jetzt? Was ist nur los mit mir?

Aber ein Satz bleibt gleich.
Ich fühle mich einsam und ich will nicht einsam sein.
- Also was hindert mich daran?

02.02.2018 um 01:07 Uhr

so much new

von: Lamia   Kategorie: Thoughts

Stimmung: verwirrt?
Musik: Mr. Kitty, Lorn, BLVCK CEILING

es ist so viel passiert in den letzten wochen. so viel was verstörend, beängstigend und traurig war. Und es ist viel passiert was aufregend, befreiend und wunderschön war.
ich habe auf der letzten K. jmd kennen gelernt. Ein Spinner. Er war mir von anfang an symphatisch, ich mochte seine flapsige art, die dummen Sprüche die wie aus einem Maschinengewehr kamen. Der Sex hat Spaß gemacht. Ich habe mich einfach wohl gefühlt. Und er kam immer öfter. Die letzten drei Wochen fast schon täglich.
Und jetzt sind wir zusammen.
Ich bin immer noch unsicher. Nicht im Bezug auf meine Gefühle für ihn. Ich bin verliebt. Das klingt so albern. Aber es ist so.
Er schafft es in kürzester Zeit mich zum Lachen zu bringen, egal wie schlecht es mir vorher ging. Wenn ich weine hält er mich einfach fest. Wenn ich in seine Augen schaue, dann ist dort so viel. Ich sehe die Unsicherheit die er versucht hinter einer hohen Mauer zu verstecken. Die Verletzungen die ihm widerfahren sind. Den Wunsch zu fliehen und den Wunsch alles zu meistern. Ich sehe die unendlich tiefe Liebe zu seinem Sohn und ich sehe wie sehr es ihm weh tut das er ihn nur so selten sehen kann und wie schlimm es ist wenn sein Kleiner ihn erst nicht erkennt.
Es tut mir weh wenn er von sich sagt das er häßlich ist. Denn für mich ist er das nicht.
Die scheinbare Leichtigkeit wie er mit mir umgeht. Sie macht mich unsicher. Er ist neugierig, interressiert.
Ich kann mit ihm über ernste Dinge sprechen oder einfach nur Blödsinn machen. Alles scheint so leicht, so unkompliziert mit ihm.
Er ist wahnsinnig aufmerksam. Was mich immer wieder erstaunt.
Wenn wir zusammen schlafen hält er mich im Arm. Das hat er von Anfang an getan. Selbst wenn er schläft sucht er meine Nähe.
Ich habe ihm schon viel von mir erzählt. Manches davon macht mir angst.
Weil es sich richtig, - vertraut? anfühlt? Ich kann es nicht genau sagen. Und genau dieses Gefühl steigert meine Angst. Ich bin so unsicher. Alle sagen mir das diese Unsicherheit normal ist.
Aber bin ich ihm gegenüber fair? Denn ich weiß woher diese Unsicherheiten kommen.
Ich habe angst verletzt zu werden. Offensichtlich.
Aber es ist nicht nur das. Viele alte Ängste mischen sich mit ein. Dinge die nichts mit ihm zu tun haben.
Ich bin verwirrt weil ich nicht gedacht hätte das ich so schnell wieder einem Menschen gestatte mir so nahe zu kommen. Ich habe panische angst wieder so verletzt zu werden. Ich habe panische angst ihn zu verletzten. Ich bin unsicher was zu viel ist und was zu wenig ist. Ich will ihn nicht überfordern aber ich will mich auch nicht verstecken. Ich will ehrlich zu ihm sein. Mit allem was mich zu der Person macht die ich bin. Mit allen Facetten meines Seins.
Ich habe angst wieder verlassen zu werden.
Weil ich zu unbequem, zu anstrengend, zu nervig, zu fordernd, zu langweilig, zu passiv, zu faul bin.
Weil ich zu fett, zu eifersüchtig, zu bestimmend bin. Weil ich nicht rede. Weil ich rede. Weil ich ehrlich bin. Weil ich versuche zu schützen. Weil ich Ängste und Träume teile. Und noch so viel mehr.
Ich habe angst das ich mich wieder verbiegen lassen. Das ich aufhöre so zu sein wie ich glücklich bin.
Ich weiß das dass alles alte Ängste und Muster sind.
Aber dies zu wissen ist eine Sache. Dieses Muster zu druchbrechen eine ganz andere Sache.

Seit einiger Zeit versucht jmd mit mir in Kontakt zu treten. Ich habe ihn gelöscht. Habe ihn blockiert.
Doch er findet immer neue Wege. Ich habe ihm gesagt dasich kein Interesse habe. Das er mich in Ruhe lassen soll.
Er hört nicht auf. Ich fühle mich bedträngt und eingegengt. Und es macht mir Angst wenn Nachts Anrufe kommen. Das ist neu. Das ist seit zwei Tagen so. Mehrmals.

Ich hätte ihn so gerne heute bei mir gehabt. Das es nicht geht verstehe ich.
Ich wollte ihm von dem jmd erzählen. Doch es ging nicht.
Ich wollte nicht das er sich gezwungen fühlt zu mir zu fahren weil ich angst habe. Auch wenn ich somit diese Entscheidung getroffen habe, alleine. Ohne das er etwas davon weiß.
Weil ich nicht anstrengend sein will. Weil... ja weil.

Ich fühle mich schon wieder so klein. Wieder am Anfang.Es ist wieder alles Neu. Aufregend.

Ich will ihn einfach nur nicht überfordern.
Ich will nicht das er geht.

Und ich weiß nicht wie ich ihm das sagen soll ohne das es völlig dämlich klingt. Ohne das es hart nach klammern klingt.
Ich will die Zeit anhalten. Diesen Zustand einfrieren.
Denn es macht mir angst wenn andere von Dingen wie Hochzeit und Kindern reden. Davon reden zusammen zu ziehen. etc.
Und es ärgert mich das ich mich durch solche Aussagen verunsichern lasse. Auch wenn ich weiß da sie so nicht gemeint waren.
Weil es mir zeigt wie unsicher und verletzlich ich bin. Und das letzte was ich sein will ist verletzlich.
Ich habe letzte Woche so viel geweint. Wegem meinem Vater. Und ich kann nicht aufhören darüber nach zudenken. Über Dinge die er getan hat, die für mich völlig normal waren und wo andere mir jetzt sagen, wie unverantwortlich und egoistisch sein Verhalten war. Ich schäme mich dafür das ich nichts zu ihm gesagt habe, weil ich wollte das er stolz auf mich ist. Das ich mich dafür schäme wie wahnsinnig verletzend seine Worte immer noch für mich sind. Das ich arg daran zu knabbern habe das er mir gesagt hat das ich für ihn gestorben bin. Das ich mich so in der Verpflichtung gefühlt habe, das ich weit über meine eigenen Grenzen hinaus gegangen bin und dadurch auch noch meine Schwester verletzt habe. Das ich ihm einfach nicht die Stirn bieten kann. Weil ein kleiner Teil von mir ihn einfach nur zurück haben will.
Das er seit Jahren nur noch kommt wenn er etwas braucht tut so wahnsinngi weh. Und doch keimt jedes Mal wieder ein Funken Hoffnung auf es könnte wieder so werden wie früher.
Ich falle immer und immer wieder auf ihn herein.
Und ich habe solche Angst das er die nächsten 2 Jahre nicht überlebt. Und ich weiß das ich nichts tun kann. Er lässt sich nicht helfen.
Ich sehe zu wie er immer mehr abbaut. Ich sehe die Angst davor in seinen Augen. Und ich kann nur zusehen.

Ich sehe wie meine Mutter endlich wieder aufblüht. Und es ist so wunderschön das zu sehen. Doch es zeigt mir auch ganz deutlch wie sehr sie sich zurückgenommen hat, wie sehr sie sich verbogen hat für ihn. Wie viel sie eigentlich tragen musste all die Jahre. Wie sehr ich sie immer und immer wieder verletzt habe. Und es tut mir so unendlich leid.

Morgen kommt die kleine von meiner Mitbewohnerin.
Es ist ein Wellnesswochende geplant. Ich freue mich darauf und gleichzeitig möchte ich nur weg.

Ich möchte gerade einfach weg. Ich möchte weg von dieser Realtität. Denn sie ist mir zu viel.
Ich schlafe mittlerweile Nachts gar nicht mehr. Weil ich nur noch Panik Träume habe. Völlig unrealistisch und doch gleichzeitig so unfassbar real. Ich wache jedes Mal schweißgebadet und mit Schmerzen auf. Oft weinend und schreiend. Gerade kann ich tagsüber etwas ausruhen. Aber das kann so nicht weiter gehen.
Denn die Nächte wach zu liegen ist auch kein Vergnügen. Überall sehe und höre ich Dinge.
Ich bin so erschöpft, so müde.
Wenn er da ist kann ich manchmal schlafen. Aber auch wenn nicht ist es nicht so schlimm.
Denn er ist da und hält mich weitesgehnd im hier und jetzt. Wenn ich alleine bin und die Ängste zu schlimm werden dann switche ich. Mittlerweile auch tagsüber.
Noch so ein Punkt vor dem ich Angst habe wenn die Kleine da ist.

Ich weiß das wir uns am Samstag wohl sehen. Und bis dahin ist es nun wirklich nicht lang.
Aber ich vermisse ihn.Weil ich mit ihm in eine andere Welt eintauchen kann. In eine Welt wo er meine Hand hält, wo ich nicht alleine bin. Ich genieße es sehr wenn er mich berührt und ich kann mich immer mehr fallen lassen.
Wenn er mir tief in die Augen blickt dann ist alles um mich herum weg. Dann versinke ich und dann komme ich mir dumm vor. Dann wende ich die Augen ab und verstecke mich. Weil ich angst habe vor dem was er sehen könnte.
Wenn er mit dem Kopf auf meiner Brust liegt und ich sein Haar sanft durchfahre, dann beruhigt mich das ungemein. Diese Momente versuche ich dann ganz tief in mir abzuspeichern.

28.11.2017 um 01:41 Uhr

this date

von: Lamia   Kategorie: Thoughts

Stimmung: -
Musik: -

es ist so weit. Es ist da. Er ist da. Der Tag. Ich weiß nicht wie ich diesen Tag überstehen soll. Was ich tun soll damit er nicht vollends Besitz von mir ergreift. Ich habe angst. Sie ist lähmend. Es ist alles so weit weg und doch so nah. Immernoch so spürbar nah. Es tut weh. Vorbei. Einfach vorbei.
Mit meinem Besten telefoniert. Und auch da konnte ich nicht ernst bleiben. Habe beschwichtigt. Ich bin so dumm. Warum kann ich nicht einmal zu ihm ehrlich sein? Ich weiß das er es besser versteht als so Viele. Weil er dieses Gefühl kennt. Und er hat Recht. Nur wer diese Schwelle schon einmal übertreten hat, weiß wie es sich anfühlt. Wenn der Gedanke an den Tod so tröstlich, so wünschenswert ist. Doch das es nicht heißt das man diesen Traum, diesen Wunsch, wahr werden lässt. Das es nichs bringt stationär zu gehen. Weil sie es nicht verstehen. Weil immer die gleichen Ausflüchte kommen. Weil sie es gut meinen, aber nicht wissen wie sie helfen sollen. Dieses Gefühl wenn man als Seiltänzer zwischen Leben und Tod balanciert. Und diesees Gefühl wenn der Tod, wenn vielleicht auch nur kurz, die Oberhand gewinnt und alles aufhört. Dann ist da nichts mehr. Dann herrscht endlich Frieden. Man weiß wie es ist, es ist wunderschön. Doch es sollte nicht sein.Doch wie will mir jemand sagen, was ich tun soll, wenn ich mich erneut danach sehne? Jemand der diese Schwelle noch nicht übertreten hat. Jemand der sich nicht damit auseinander gesetzt hat. Ich kann es nicht einmal richtig beschreiben. Ich möchte an diesen Punkt zurück.
Ich werde nicht an diesen Punkt zurück kehren. Das Sicherheitsnetz wurde aktiviert. Ich habe es doch getan. Widersprüchlich meinen Gefühlen. Die Vernunft hat gesiegt oder wie sagt man? Lachhaft. Es ist gerade einfach nur lachhaft. Einfach weiter machen. Hangel mich von Tag zu Tag. Von Stunde zu Stunde. Von Minute zu Minute. Es geht anders nicht. Und es funkioniert. Irgendwie funktioniert es.
Träumen. Vor dem Tag fliehen. Schlafen. Traumlos schlafen. Ich ertrage diese Schreie nicht mehr. Sie haben sich festgesetzt. Diese Todeschreie. Schlimmer als wie in einem Schlachthaus. Ich höre sie seit dem jede Nacht. Seit sechs Nächten. Ich werde wahnsinnig. Ich bin es schon. Und erneut schnürt sich mir die Kehle zu. Ich kann sie nicht mehr hören. Es soll aufhören. Und ich weiß nicht warum. Warum haben sie sich so in meinen Kopf gefressen?
Einfach aufhören zu existieren. Hinab gleiten in endlose Stille. Ohne Qual. Halte dich fest. An jedem noch so winzigem Strohhalm. Es wird irgendwann besser.... vielleicht.