Stimmung: verwirrt, traurig, erleichtert?
Musik: Within Temptation- Bittersweet
Ich weiß nun gar nicht mehr, wie ich diesen Eintrag hier anfangen soll. Eigentlich wollte ich ihn schon heute Mittag schreiben, habs dann aber in aller Eile doch vergessen. Zu diesem Zeitpunkt war der Eintrag in meinem Kopf schon fertig gedacht, bereit aufgeschrieben zu werden. Jetzt ist er es nicht mehr, jetzt wurde alles über den Haufen geworfen.
Eigentlich wollte ich schreiben, dass ich nie wirklich übers Aufhören nachgedacht habe. Bis vorgestern, als ich gefragt wurde, ob ich nicht "danach" auch aufhören würde, so als wäre dies eine reine Selbstverständlichkeit. Es hat mich stutzig gemacht, denn für mich war es eher selbstverständlich nicht aufzuhören. Doch mich hatte die Frage nachdenklich gemacht und irgendwie erschien es mir nur mehr logisch, "bald" aufzuhören. Da hatte ich noch die Wahl, ob ich aufhören will oder nicht.
Jetzt, zwölf Stunden, nachdem ich das hier eigentlich schon längst geschrieben haben wollte, fühl ich mich hundeelend. Diese Wahl habe ich nun nicht mehr. Ganz plötzlich und unvermittelt sehe ich mich nun an einem Punkt stehen, an dem ich aufhören MUSS. Ich wusste, dass es irgendwann vorbei sein wird... aber ich hab immer gedacht, dass es vorbei ist, wenn ich es möchte.
Aufhören.
Ich hab wirklich nie richtig darüber nachgedacht. Aber wenn es einen geeigneten Zeitpunkt dafür gibt, dann ist er in 6-8 Monaten, wenn sich sowieso alles ändert. Vielleicht tue ich dann, was ich mir schon seit zwei Monaten überlege und höre dann auch auf hier zu schreiben, weil all das hier zu meinem jetzigen Lebensabschnitt gehört und ich das nicht in den nächsten mit rüber nehmen kann. Es gibt noch vielmehr Dinge, die ich dann beenden werde und dieser Gedanke macht mir Angst. Aber ich hab selten das Gefühl gehabt, das etwas so richtig ist.
Am meisten werden mir die Samstagabende fehlen, die es in drei Monaten nach ziemlich genau fünf Jahren so nie wieder geben wird. Das ist das Schlimmste, das am wenigsten zu Ertragende. Und vielleicht ist es auch notwendig. Vielleicht muss ich all das aufhören, damit ich einen Schritt weiter gehen kann. Aber das wird sich noch zeigen.
So wie sich alles andere zeigen wird, oder bereits gezeigt hat. Denn ich weiß es nun. Vielleicht. Wahrscheinlich. Möglicherweise auch schon ziemlich sicher. Ich weiß nun, was ich nach der Schule machen werde. Ob nun hier oder woanders, ist noch offen. Auch wenn ich hier eigentlich nie weg wollte. Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich gehen sollte.
Und bis dahin bleibt mir nichts anderes übrig, als die schreckliche Melancholie zu ertragen, die Tränen runter zu schlucken und die Zeit zu genießen, die mir bis dahin noch bleibt.