Memoriae Ex Aeterna Nocte

04.12.2006 um 13:28 Uhr

Ueber Erinnerungen und die Kirche

Ich bin erstaunt. So eben habe ich eine Gallerie mit Fotos vieler europaeischer Friedhoefe gefunden... Es sind wunderschoene Bilder dabei. Aber was mich erstaunt, ist die Tatsache, dass ich wohl schon sehr viel Herzblut ueber die Schoenheit der Friedhoefe verschuettet habe... In der Gallerie sind die Fotos unsortiert, dh ein Engel aus Hamburg steht schon einmal neben einer Urne aus Barcelona. Und dennoch erkenne ich auf den 1. Blick, ob die Statue in Berlin steht oder nicht, kann sogar sicher ausmachen, auf welchem Friedhof sie genau steht. Seltsamerweise reicht manchmal auch nur ein Ornament oder eine Tuerklinke, und ich weiss schon, wo der Gegenstand sich befindet. Dabei habe ich sonst gar kein sonderlich gutes Gedaechtnis. Und dennoch habe ichs im Gefuehl, wenn ich IRGENDEINEN Engel auf einem Bild sehe, ob ich schon einmal davor stand oder nicht, und wo sich dies ereignete... Das, wo man keinerlei Umgebung sieht, keinen Hinweis, auf dem kleinen Bild, nur die Statue, manchmal nur das Gesicht. Beim Klick weiter bestaetigt es sich dann: Wenn als Kommentar angemerkt ist, wo das Bild aufgenommen wurde. Bisher habe ich mich kein einziges Mal geirrt. Obwohl viele Statuen mehrmals existieren... Dann sind es die Witterungsmale, die mir aussprechen, ob ich die Statue kenne oder nicht... Aber genau des Geschwafels. Eines noch, was die Galerie mir AUCH zeigt: Dass einige Menschen sich lieber nicht zu viel auf ihre Fotografien einbilden sollten.

Ansonsten fiel mir nur noch diese Nachrichtenmeldung ins Auge: "Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) prüft eine Verfassungsklage gegen die Freigabe des Ladenschlusses." Das Argument ist natuerlich wieder die Heiligung des Sonntages. Denn nur darum geht es: Die verkaufsoffenen Advents-Sonntag, um die Wochentage dreht sich der Artikel nicht einmal ansatzweise. Dazu faellt mir nur eines sein... Irgendwie erscheint mir die Heiligung des Sonntags nur aus Ausrede. Viel eher scheint man Angst zu haben, dass noch weniger Menschen in die Kirche gehen, wenn sie zur selben Zeit auch einkaufen gehen koennten.

cn P

04.12.2006 um 13:22 Uhr

Typentest

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: test, internet, psychologie

Dein Typ: Analytischer Denker (AD)

ADDer analytische Denker ist ein zurückhaltender und ruhiger Mensch. Er liebt es, den Dingen auf den Grund zu gehen - Neugierde ist eine seiner stärksten Triebfedern. Er möchte wissen, was die Welt im Innersten zusammen hält. Viel mehr benötigt der analytische Denker zu seinem Glück auch nicht, denn er ist ein bescheidener Mensch. Viele Mathematiker, Philosophen und Wissenschaftler finden sich unter diesem Typus. Widersprüchlichkeiten oder Unlogik sind ihm ein Gräuel; Muster, Prinzipien und Strukturen erfasst er mit seinem scharfen Verstand schnell und umfassend. Allerdings interessieren ihn vor allem Grundsätzlichkeiten und theoretische Erkenntnisse; ihm geht es nicht unbedingt darum, diese in praktische Handlungen umzusetzen oder seine Überlegungen mit anderen zu teilen. Der analytische Denker arbeitet gerne in Ruhe und allein vor sich hin, und seine Konzentrationsfähigkeit ist ausgeprägter als bei allen anderen Persönlichkeitstypen. Neuen Informationen steht er offen und interessiert gegenüber.

Alltagsbelange interessieren den analytischen Denker wenig - ein bisschen ist er immer der „zerstreute Professor", dessen Zuhause und Arbeitsplatz chaotisch aussehen und der sich mit Banalitäten wie körperlichen Bedürfnissen nur dann befasst, wenn es unumgänglich ist. Die Anerkennung seiner Arbeit durch andere spielt für ihn keine große Rolle; überhaupt ist er recht unabhängig von sozialen Beziehungen und sehr eigenständig. Auf andere wirkt er daher manchmal arrogant oder snobistisch - auch deshalb, weil er mit seiner oft harschen (wenn auch berechtigten) Kritik und seinem unerschütterlichen Selbstbewusstsein nicht hinter dem Berg hält. Inkompetente Zeitgenossen haben es bei ihm nicht leicht. Wer aber seinen Respekt und sein Interesse gewinnt, der findet in ihm einen geistreichen und sehr intelligenten Gesprächspartner, der einen durch seine ausgezeichnete Beobachtungsgabe und seinen knochentrockenen Humor verblüfft.

Freundschaften schließt der analytische Denker nur langsam, dafür halten sie meist ein Leben lang. Ohnehin braucht er nur wenige Menschen um sich, deren wichtigste Eigenschaft es ist, ihm intellektuell ebenbürtig und somit für ihn inspirierend zu sein. Ständige gesellschaftliche Verpflichtungen gehen ihm schnell auf die Nerven; er braucht viel Zeit für sich allein und zieht sich oft von anderen zurück. Sein Partner muss dies respektieren und begreifen, dass dies nicht aus mangelnder Zuneigung geschieht. Der analytische Denker ist, wenn er sich erst einmal für einen Menschen entschieden hat, ein treuer und zuverlässiger Partner. Romantik und überschwängliche Gefühlsbekundungen darf man allerdings nicht von ihm erwarten und den Hochzeitstag vergisst er bestimmt. Aber für eine in anregenden Diskussionen verbrachte Nacht bei einem guten Glas Wein ist er immer zu haben!

Adjektive, die zu deinem Typ passen

introvertiert, theoretisch, logisch, spontan, rational, analytisch, intellektuell, skeptisch, nachdenklich, kritisch, ruhig, präzise, unabhängig, kreativ, erfinderisch, abstrakt, exzentrisch, neugierig, zurückhaltend, selbstbezogen, fantasievoll, ungesellig, zielstrebig, bescheiden, vorsichtig, verschlossen, geistreich

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04.12.2006 um 01:22 Uhr

3.12.06

Diese Nacht wurde fuer mich durch SEIN Geschnarche schlaflos, mal wieder :/ Mittags musste ich dann aufstehen, WIR sollten heute wieder zu meiner "Mutter" fahren. Das haben wir dann auch getan - So kam ich heute wieder weder zu Fruehstueck, noch Mittagessen. Ich lebe in der Hinsicht immer ungesuender; Mein Essensgeld fuer die Mensa spare ich auch lieber, als dafuer etwas zu essen... Bei meinem "Vater" zuhause esse ich normal auch nichts mehr. Oft wirklich erst abends, das Abendessen - Bei Vorlesungsschluss um 20 Uhr kann das zum Teil erst um 22 Uhr geschehen, bzw erst noch spaeter, weil die Zubereitung auch noch dauert. Manchmal esse ich sogar einen Tag lang GAR NICHTS, weil ich erst um 22 heim bin - Und um 23 Uhr wieder in den Bus muss, dh gar keine Zeit finde, mir ueberhaupt etwas zu Essen zu machen... Und in der Zeitnot auch noch Hausaufgaben machen, lernen, Hobbies haben? Erscheint mir sehr schlecht moeglich. Aber ich uebertreibe wieder.

Auf dem Weg zu meiner "Mutter" fielen etliche Dinge auf. Nicht nur dumme Gaffer und Poebler, nicht nur wahnsinnig daemliche Beschimpfungen und Kommentare, nein, in R. stehen jetzt taeglich Zeugen Jehovas herum und in der Bahn sassen heute auch 8 etwas fanatische christliche Frauen. Sie schwafelten Menschen an und versuchten, sie zu bekehren, und ich hoerte sie miteinander sprechen: Die eine prahlte, sie habe heute schon 10 Leute angesprochen, die andere erzaehlte, wie sie alle "unchristlichen Kinderbuecher" ihrer Enkel "konfiszierte", und dann schauten sie sich gemeinsam ein christliches Kinderbuch an und die eine sagte, das habe sie insgesamt schon 7 Kindern in ihrem Bekanntenkreis geschenkt, das sei so toll und so lehrreich. Nun bin ich ja tolerant - Wo man selbst Toleranz findet. Und meinentwegen kann jeder glauben, was er moechte - Aber es Kindern in Extremform "einzuimpfen", das finde ich dann doch etwas seltsam. Ihnen alle Kinderbuecher, die nicht explizit die Bibel wiedergeben, wegzunehmen. Menschen in der Bahn zu belaestigen und sie dazu ueberzeugen zu wollen, Christen zu werden. Sie poebelten Araber an, Asiaten und Jugendliche, die ihnen wohl zu unchristlich aussahen. Ich denke, das ist nun wirklich nicht mehr in Ordnung. Wenn ich ihre Religion toleriere, dann sollten sie auch fremde Religionen tolerieren! Zumal ich nicht wuesste, was daran schlimm ist, dass andere Menschen nicht an ein Wesen mit dem Namen "Gott" glauben, sondern an "Jahwe" oder "Allah", usw - Ist es nicht EIN Gott? ICH sehe das so. Wer es anders sieht und es mir zum Vorwurf machen will - Bitteschoen, aber ist es verboten, eine eigene Meinung zu haben?!

Ich wurde immer kranker, die Menschen immer unangenehmer. Da waren wieder einige Besoffene unterwegs, etliche Bettler, zum Teil schon Jungen, die behaupteten, 12 Jahre alt zu sein und seit Jahren auf der Strasse zu leben... Na sicher doch! *zyn* Wahrscheinlich mit 12 schon 20 Jahre obdachlos gewesen, hm? Bei einigen merkt man sehr deutlich, dass sie luegen. Und dann war da noch so ein Mensch, der nicht nur ein Trampel war, sondern extrem aggressiv. Eine alte Dame, die ihn versehentlich anrempelte, als der Zug spontan bremste, beschimpfte er, wuerde das nochmals geschehen, haue er sie "kurz und klein". Mehrere solcher Bedrohungen wurden durch ihn geaeussert. Wenn ich sehe, wie viele solcher Menschen frei herumlaufen, und davon sehe ich taeglich einige, dann kann man nur meinen, diese Welt sei verrueckt geworden. Den Rest habe ich wohl sehr gut verdraengt.

Meine "Mutter" schien zuerst freundlich, bald aber nicht mehr. Dass sie scheinbar meinen Geburtstag vergessen hat, nehme ich ihr nicht uebel - Da wirds meinem "Vater" auch nicht anders gehen. Eltern kann man sich eben nicht aussuchen. Freunde denken dran. Aber dann begann das Gejammer! Zuerst wegen meiner Haare... Die seien so lockig. Ob ich mir eine Dauerwelle gemacht habe, das sei doch so schaedlich. (Nein, habe ich nicht! Ich habe nur, seit einigen Monaten, wieso auch immer, ploetzlich Naturlocken entwickelt. Allen Ernstes!). Dann meckerte sie wieder, dass ich trotz Studium immernoch nicht abgenommen haette. (Wie soll das gehen? Vom In-der-Uni-sitzen?). Danach gab es Kuchen, was ganz okay war, und chinesischen Kamillentee. Darauf habe ich noch einige Schreibarbeiten erledigt, habe etwas fern gesehen, und das war es dann wohl schon gewesen. Aber meine "Mutter" nervte schnell weiter. Sie ist so graesslich ueberaengstlich! Jetzt begann sie schon, zu fragen, ob ich mir nicht ein Pfefferspray besorgen sollte, es sei doch so gefaehrlich, abends im Dunkeln herumzulaufen. Jetzt, wo ich studiere, sei ich doch staendig nur noch im Dunklen unterwegs. Und?! Was bringt bitteschoen ein Pfefferspray bei Gegenwind? Und man darf es nur verwenden, wenn der Angreifer ueber 1 Meter von einem entfernt ist - Wenn man angegriffen wird, ist das doch auch schon ueberschritten! Also bevor ich ein daemliches Spray benutze, wehre ich mich lieber mit den Faeusten. Ich wuerde auch eher einen Dolch mit mir herumtragen, als ein Spray. Irgendwie vertraue ich nicht genau lenkbaren Dingen einfach nicht. Wenn ich mich verteidigen muesste, haette ich mein Schicksal doch gerne auch noch in MEINER Hand. Und woellte mich nicht auf ein Spray verlassen, das ggf. auch noch klemmt...

Dann wollten wir die Wohnung verlassen und nach S. zum Weihnachtsmarkt fahren. Meine "Mutter" meckerte ueber meinen Mantel. Der sei so unweiblich. In S. fanden wir keinen Parkplatz, fuhren somit wieder weg... Meine "Mutter" jammerte weiter. Ueber Parkplaetze, ueber unfreundliche Autofahrer, ueber meine Idee, zum Weihnachtsmarkt fahren zu wollen. Und dann unterstellte sie mir, nur, weil ich nicht dauergrinsend durch die Gegend lief, ich wuerde beleidigt sein. Dabei wars mir alles ehrlich gesagt ziemlich egal. Wir fuhren schliesslich zum Center... Dort besorgte ich mir eine neue Tasche, die alte ist schon sehr kaputt, alle Reissverschluesse funktionieren nicht mehr - Klemmen endweder oder oeffnen sich von alleine. Meine "Mutter" meckerte wieder, da ich mir eine simple schwarze Polyestertasche kaufen wollte... Mit einem beigen Fellzottel-Ding ohne festen Ruecken kann ich nun einmal nichts anfangen! Da bringt man doch keinen einzigen Block, geschweige denn mehrere Buecher, unter! Schliesslich gab die Frau "Mutter" nach. Dann habe ich im oertlichen Buchladen noch ein Buch bestellt - Angeblich soll es am Dienstag am 12 Uhr abholbar sein. Ich habe so meine Zweifel - Mal sehen, ob es dieses Mal dann da ist.

Danach sollte es mit dem Generve weitergehen. ER hatte schon Kopfschmerzen. Nun wollte meine "Mutter" mir auch noch neue Stiefel andrehen... Und hatte natuerlich an allem, was mir auch nur ansatzweise gefallen haette, etwas auszusetzen. Aber ich werde garantiert keine hochhackigen Dinger anziehen! Da kann meine "Mutter" auch noch in 5 Jahren herummeckern! Ich kann damit einfach nicht laufen und habe auch KEINERLEI Interesse daran, es zu lernen. Dasselbe gilt fuer spitz zulaufende Schuhe: Ich wuesste nicht, wieso ich meine Fuesse deformieren sollte, fuer irgendeine kranke "Mode". Und Schuhe ohne Profil bringen im Winter ja schon einmal gar nichts. Meine "Mutter" wurde aggressiver und war nun wirklich extrem beleidigt. Hach, Einkaeufe enden mit ihr immer so *re* Weil ich weiss, was ich will, und vor Allem, was ich definitiv NICHT will. Und das akzeptiert sie nicht. Da wuensche ich mir wirklich, ein Waisenkind zu sein... *re* Dann fuhr sie UNS wenigstens nach S. Noch immer meckernd.

Zuhause haben WIR nicht mehr viel erledigt. Bisschen gegessen, bisschen am PC gesessen, evtl bisschen fern gesehen? Nein, ich glaube, letztes nicht... Ich weiss ja auch nicht (mehr). Fuers Studium habe ich wieder nichts erledigt. Ob ich gedoest oder geschlafen habe, weiss ich nicht mehr. In Erinnerung ist mir nur noch die Bulldogge der Nachbarn, die ich vorhin im Treppenhaus gesehen habe. Schnauft staendig so laut wie eine Bohrmaschine - Klang absolut nicht mehr gesund. Und so ein Hund wuerde auch mein Gehoer sehr strapazieren. Wenn ich mir vorstelle, in einer Wohnung mit dem Hund zu leben... Die ganze Zeit das Gegrunze. Schrecklich. Und nun faellt mir ploetzlich wieder der Hund aus der Ubahn ein... Der fast so breit wie lang war. EXTREM uebergewichtig. Armes Tier. Aber nun war es Zeit, zu gehen... Kuehl draussen, aber ertraeglich. Es regnete. Dennoch waren Insekten unterwegs, und im Treppenhaus erst *wuerg* Ausgerechnet an Tuergriffen und Lichtschaltern. Der Mond sah schoen aus... Nein, ich hatte natuerlich keine Kamera bei mir :/ Zuhause angekommen nervte mein "Vater" wieder. Gaffte, schrie herum, usw. Und es dauerte EWIGKEITEN, bis ich endlich online konnte... Dort habe ich noch kaum etwas erledigt. Eine Person, die ich neulich schon erwaehnte, wirkt auf mich sehr suspekt. SEHR suspekt... Ich bleibe skeptisch, ist vielleicht auch gesuender so *re* Evtl etwas uebersteigert, aber eindeutig nicht un-hilfreich... Schuetzt vor Enttaeuschungen oder Taeuschungen. Ich denke, das ist legitim.

Die Werbung hier auf den Websites regt mich auf *gr* Staendig haengt der PC... Ich denke, ich werde heute einige Dinge streichen muessen, kann eine Websites einfach nicht aufrufen, ohne dass der PC dann haengen bleibt :/ Dennoch drei Anmerkungen: 1. SEINE Eltern hielten es fuer noetig, heute den gesamten Tag regelrechten "Telefonterror" machen zu muessen - Haben etliche Male angerufen. Mein Gott, woher soll ER denn wissen, wo die ihren Plastik-Tannenbaum herumstehen haben?! ER ist schon vor dem letzten Weihnachtsfest bei denen ausgezogen und hatte nie etwas damit zutun. 2. Es ist wieder ein Straftaeter auf ein Gefaengnisdach entflohen. Schoen, dass die Sicherheitsbedingungen nach dem letzten Fall so verbessert wurden! *zyn* 3. Ein Kind ging in einem Schlosspark spazieren, beim Unwetter brach einem alten Baum ein Ast, das Kind wurde erschlagen. Tragischer Unfall, sicher. Aber nun wurde der Besitzer des Parks verklagt - Und die Klage scheint Erfolg zu bekommen! Also ich finde das irgendwie pervers, denn es koennen nun einmal Aeste abbrechen, so ist das in der Natur, gerade in einem Wald! Wenn es so weitergeht, wieso verbieten wir Baeume dann nicht ganz? Verbieten wir doch alles, was schaden koennte! Aber dann als naechstes bitte auch noch das Atmen (Man koennte etwas Schaedliches einatmen) und das Essen (Man koennte sich ja verschlucken)! Diese Welt ist doch absurd.

cn P

04.12.2006 um 00:30 Uhr

2.12.06

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Krankheit, Liebe, Psychologie, Blog, Musik, Studium, Universität, Medien, TV

2:30 offline, wieder Ungeziefer, genau genommen zwei Spinnen, im Bad gehabt, dazu starke Neurodermitis - Also versucht, schnell einzuschlafen. Aber etliche Gedanken gingen mir durch den Kopf... Noch viel zu dem an dem Abend aktuellen Thema meiner Person - Wie ich mich sehe, wie andere mich betrachten, wie ich wohl wirklich "aussehe" - Nicht nur physisch, auch psychisch. Wie viele Menschen mich als intelligent loben - Wie viele Menschen offen neidisch sind, wie viele behaupten, ich bildete mir zu viel darauf ein. Mag alles stimmen. Ich bin auch nur ein Mensch. Und dann der Gedanke... Die "Erkenntnis" fast - Dass meine bisherigen 2 Partner beide extrovertiert waren. Wirklich. Selbst, wenn ER sehr schuechtern ist, er liebt Konzerte, Menschenmassen, Gruppenarbeiten. Ich weiss ja auch nicht. Im Fall von Partner 1 ist es aber klar. Sie war eindeutig ein Partymensch. Seltsam, dass sich soetwas zusammenfindet, wo es immer heisst, Gleiches zoege einander an, oder? Oder vielleicht ergaenz(t)en wir uns auch, ich mit meiner ruhigen Seite, sie mit ihrer "wilden". Wobei ich, als ich juenger war (Nicht, dass das eine lange Zeitspanne waere, die das zurueck liegt, aber in den letzten 4 Jahren bin ich doch sehr viel ruhiger geworden) selbst mal recht "aktiv" war. "Wild" klingt immer so, als habe man es mit Tieren zutun. Dennoch: Ich habe mit 16 so manchen Mist verzapft, Dinge getan, die ich heute nicht tun wuerde. Einfach zu sagen, das sei in dem Alter so, finde ich aber sehr einfach. Da suche ich lieber endlos nach Gruenden und verzweifle daran.

Man koennte die typischen Depri-Sprueche auflisten: 1. Man verliert mit dem Alter Hoffnung. 2. Man wird kranker. 3. Man wird enttaeuschter und apathischer. 4. Man hat aufgegeben. All die daemlichen und oft falschen Klischees! Ja, ich bin kranker geworden, ja, ich bin apathischer geworden, aber ich denke nicht, dass das die Hauptgruende und schon gar nicht die alleinigen Gruende sind! Dennoch: Menschen veraendern sich ueber die Zeit und da bin ich auch nicht anders. Wer weiss, was die naechsten Monate und Jahre bringen werden? Ich hatte getraeumt, an den Inhalt dieser Traeume erinnere ich mich allerdings nicht mehr. Um 10 Uhr stand ich auf, fuehlte mich extrem krank (Und das war ich wohl auch), mein "Vater" jammerte ach gleich wieder herum und troedelte, und troedelte, und troedelte... Ich weiss nicht mehr, wie spaet es war, als ich die Wohnung endlich verlassen konnte, aber ich glaube, es ging schon gegen 11. ER war zwischendurch schon einkaufen gegangen, zumindest fuer das Wochenende sollte das wohl ausreichen. Viele Menschen gafften. Etliche tuschelten auch, poebelten gar, und viele unterhielten sich ueber aeusserst seltsame Dinge. Im Bus war es unbequem, stickig und dreckig - Auch nichts Neues. Der Busfahrer war auch, wie ueblich, unfreundlich.

Zuhause habe ich wohl eine Weile am PC gesessen, auch viel fuer dieses Weblog, gerade fuer die Skandinavien-Gemeinschaft, getippt, habe etwas ferngesehen (Oder irgendwelche Filme), habe lange gebadet, heute fast 2 Stunden, glaube ich. Wunderlicherweise hat meine Haut davon keinen Schaden genommen. An mehr erinnere ich mich eigentlich gar nicht. Da ich stark erkaeltet war, noch immer an Kopfschmerzen und Nasenbluten litt, habe ich nichts fuer die Uni gemacht, fuehlte mich zu schlecht. Ich sehe es schon kommen: Die Profs, auf deren Emails ich auch immernoch nicht geantwortet habe, werden mir Dienstag im Unterricht den Kopf abreissen. Das vergroessert nicht gerade meine Motivation, dort zum Unterricht zu gehen. Am liebsten wuerde ich krank machen, waere ich nicht schon zweimal in 4 Wochen krank gewesen :/ Ich erinnere mich wirklich nicht mehr. Abends konnte ich nicht schlafen, habe ein wenig fern sehen wollen, aber wenn man keine Lust auf Wiederholungen irgendwelcher Seifenopern, Pornofilme und Werbesendungen hat, findet man um die Uhrzeit kaum mehr etwas Sehbares. Ich blieb bei einem Musiksender haengen... Mensch, gibt es daemliche Musik! Manchmal kaum zu glauben. Ich meine dabei nicht unbedingt das bloede Hip-Hop-Gedudel, dessen Text zu 95% aus Schimpfwoertern besteht, sondern gewisse andere Lieder... So beispielsweise sah ich eine Dame, die von "Punk Rockern" mit Blumen gesungen hat, dabei meinte sie wohl eher Hippies. Aber einige akzeptable Lieder liefen dann auch noch. Ich habe beispielsweise nie geglaubt (Liebe Ueber-Goths und -Metler, jetzt duerft ihr mich steinigen oder - klischeehafter - pfaehlen!), ein Lied von Take That nicht abstossend zu finden! Im Gegenteil: Es klang sogar richtig okay. Nicht so, wie der dumme Boygroup-Schnulz frueher. Irgendwie "reifer". Nun sind die "Jungen" aber sicher auch schon ueber 30? Menschen veraendern sich.

cn P

03.12.2006 um 22:39 Uhr

Finnische Sprache und Missverstaendnisse?

von: AngelInChains   Kategorie: Skandinavien   Stichwörter: Finnland, Skandinavien, Werbung, Sprache

Bei "Superpiss" handelt es sich um Glasreiniger.

Bei "Megapussi", wie unschwer zu erkennen, um Kartoffelchips.

Diese Worte/Produkte sollen keine bloeden Witze ueber die finnische Sprache, die ich uebrigens sehr schoen finde, sein. Aber ich kenne Menschen, die mussten einen Moment darueber schmunzeln, und diese Moeglichkeit moechte ich euch nicht vorenthalten.

cn p 

03.12.2006 um 17:00 Uhr

Weihnachten in Finnland - Teil 1

von: AngelInChains   Kategorie: Skandinavien   Stichwörter: Skandinavien, Finnland, Tradition, Winter

Willkommen allen Lesern zu meiner Reihe zum Thema Weihnachten in Finnland. Beginnen moechte ich mit der finnischen Vorweihnachtszeit.

Schon die finnische Bezeichnung des Monats Dezember sagt aus, wie wichtig Weihnachten dort ist (Mal abgesehen davon, dass es das wichtigste Kirchenfest darstellt): Joulukuu. Uebersetzt: Weihnachtsmonat.

Ganz offiziell beginnt die Weihnachtszeit mit dem 1. Advent, an dem in allen Kirchen und oft auch anderen, weltlichen Festsaelen das Adventslied "Hosianna" von Vogler gespielt wird.

In der Praxis aber beginnen viele Finnen schon ab Oktober mit den Vorbereitungen fuer das Weihnachtsfest. Die Zeitspanne von Anfang Oktober bis zum Heiligabend wird demnach oft Pikkujoulu ("Kleines Weihnachtsfest") genannt. Diese Tradition besteht schon seit den 1920er Jahren. Auch Firmen richten in dieser Zeit gerne Vorweihnachtsfeiern aus, in den Familien hoert man gemeinsam Weihnachtsmusik, traegt sich Gedichte vor, haelt Ansprachen, nimmt weihnachtliche Speisen zu sich, fuehrt ggf. auch Sketche auf.

Der Nikolaustag ("Niilo") wird in Finnland nicht in weihnachtlicher Tradition gefeiert, denn er ist Finnlands Unabhaengigkeitstag und damit ein ernster, politischer gesetzlicher Feiertag.

Allerdings existiert eine andere Tradition schwedischen Ursprungs: Am 13.12. wird das Lucia-Fest gefeiert, frueher uebrigens am kuerzesten Tag eines jeden Jahres. Lucia ist die Koenigin des Lichtes und wird oft als junges Maedchen dargestellt. Heute finden daher "Misswahlen" statt, bei denen aus 10 Maedchen gewissermassen die "Dorf-Lucia" gewaehlt wird. Die Erloese der Veranstaltungen werden gewoehnlich an wohltaetige Organisationen gespendet. Die Dorf-Lucia faehrt schliesslich feierlich in einer Pferdekutsche durch das Dorf, traegt dabei auf dem Kopf eine Kerzenkrone und Lametta im Haar. In der schwedischen Tradition gibt es einige Abweichungen, aber die moechte ich nun nicht behandeln.

Weitere vorweihnachtliche Traditionen sind seit 1930 der Adventskalender und der Adventskranz, beides deutschen Ursprungs und auch noch mit gleicher Bedeutung und Verwendung (dh jeden Tag wird ein Tuerchen geoeffnet, jeden Advents-Sonntag eine Kerze angezuendet). Andere Braeuche sind das Versenden von Weihnachtskarten, das Backen von Keksen und das Julklapp, auch Wichteln genannt (Bedarf es Erlaeuterungen?).

Fortsetzung folgt. Das naechste Mal: Die Weihnachtstage.

cn P

03.12.2006 um 01:08 Uhr

Foto: Ein Bahnhof in Helsinki, 2004

von: AngelInChains   Kategorie: Skandinavien   Stichwörter: Skandinavien, Finnland, ÖPNV

 

 

03.12.2006 um 00:20 Uhr

"What do you need in life?"

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: test



You need understanding.

In your life there has been many people that could never seem too comprehend your personality. Now you have either become an out-cast because of their narrow minds or you have adjusted yourself to them, and never letting them see who you are deep inside. You now think that no one will ever understand you and you hate that fact. Though you are scared of what the effects might be if you would decide to let someone in so you keep a safe distance that you both curse and bless.

cn P 

03.12.2006 um 00:18 Uhr

"Your eyes behold darkness"

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: test, Nacht



Your eyes behold darkness.

You love the darkness and the feeling that it gives you when you're outside at night under a full or new moon. There's absolutely nothing like it.


cn P 

02.12.2006 um 22:19 Uhr

Jugendsuende

von: AngelInChains   Kategorie: Bilder   Stichwörter: Fotografie

Damals war ich 16, gelangweilt, hatte einen Haufen fremden Nietenschmuck herumliegen. Irgendwo in irgendeinem Hotelzimmer in Berlin. Und daher entstand dieses grottenschlechte, alles Andere als ernst gemeinte Bild:

Ins Foto-Blog kommt es natuerlich nicht. Da stelle ich nur hochwertigere Bilder ein. Wer moechte, kann sich selbst vergewissern.

cn P

02.12.2006 um 16:21 Uhr

Der Dom von Turku

von: AngelInChains   Kategorie: Skandinavien   Stichwörter: Finnland, Religion, Skandinavien, Geschichte

Die Kathedrale von Turku, Sitz der evangelisch-lutheranischen Erzdiazoese, befindet sich im Stadtzentrum Turkus nahe des Flusses Aura auf dem Unikankara-Huegel ("Huegel der Entschlafenen"), und gilt als eine der bedeutendsten historischen Bauten ganz Finnlands. Sie ist der heiligen Jungfrau Maria und dem Heiligen Henrik, Finnlands erstem Bischof, geweiht.

Einst im spaeten 13. Jahrhundert als Holzkirche errichtet, wurde sie im Jahre 1300 zur zentralen Kathedrale Finnlands und Sitz des Bischofs von Turku. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde der Bau vergroessert, als Material wurden Ziegel verwendet. Seitdem ist der Dom der Backsteingotik zuzurechnen. Im Jahre 1827 wurde das Gebaeude durch den Grossbrand von Turku stark zerstoert, bald darauf allerdings wieder vollstaendig wiederaufgebaut.

Es beherbergt die Grabstaetten verschiedener bedeutender Personen, die in frueheren Altarnischen angelegt wurden. Heute befindet sich ausserdem ein Museum auf der suedlichen Galerie, in dem Ueberreste der alten Kirchenausstattung ausgestellt werden. Wichtige kuenstlerische Werke im Dom von Turku sind das Altargemaelde, das die Verklaerung Christi darstellt (1836, Fredrik Westin), die Wand- und Deckenfresken des Altarchores, die verschiedene Szenen aus Christi Leben und zwei Szenen aus der finnischen Geschichte (Christianisierung durch Bischof Henrik und die Uebergabe des 1. finnischen NTs vom Reformator Michael Agricola an Koenig Gustav Wasa) im romantischen Stil zeigen (R.W. Ekman).

Deutsche Gottesdienste:
Einmal monatlich sonntags um 14 Uhr in der Scharfschützenkapelle, jedoch nicht im Sommer

Finnische Gottesdienste:
Sonntags und Feiertags um 10 Uhr, Abendgottesdienst um 18 Uhr, Mittwochmorgens Hl. Abendmal um 8 Uhr, Samstagsgottesdienst mit Hl. Abendmahl um 18 Uhr

 
 

Bilder zum Vergroessern anklicken!

Folgendes Gemaelde stammt vom Deutschen Carl Ludwig Engel (* 3.7.1778 in Berlin, † 14.5.1840 in Helsinki), Maler und Architekt, der auch einen Einfluss auf den Turkuer Dom ausuebte, obwohl er gewoehnlich klassizistische Bauten entworfen hat, so beispielsweise die Universitaet und den Senat in Helsinki und die Domkirche von Oulu. Er gilt als bedeutenster Architekt Finnlands.

 

cn P

02.12.2006 um 14:49 Uhr

Nachtrag: Jean Sibelius

von: AngelInChains   Kategorie: Skandinavien   Stichwörter: Finnland, Musik, Denkmal, Skandinavien

In Helsinki gibt es einen Sibelius-Park, in dem folgendes Sibelius-Denkmal steht:

Es handelt sich dabei um ueber 600 Stahlrohre.

Das Foto ist der wunderbaren Bildersammlung Wikimedia Commons entnommen, die ueber 1 Million frei verwendbare Zeichnungen, Fotos und Diagramme enthaelt (Und uebrigens auch eine riesige Sammlung zum Thema Finnland).

cn P 

02.12.2006 um 01:33 Uhr

1.12.06, Ende

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: ÖPNV, Familie

Im Bus war alles voll mit Asis, es war gerade Schulschluss. Die gesamte Fahrt kann locker als Tortur bezeichnet werden. Denn der Bus stand Ewigkeiten im Stau und an jeder Haltestelle wollten gut 40 Menschen einsteigen. Der Bus war restlos ueberfuellt und der Fahrer machte trotzdem keine Anstalten, die Menschen aufzufordern, draussen zu bleiben. Es war stickig, stank, die Menschen draengelten, poebelten, pruegelten einander. Einfach nur ekelhaft. Wieder machte sich Schnapsgestank breit. Und einige Menschen benahmen sich einfach nur bloede... Und dann waren da noch diese Menschen, die scheinbar so blind sind, dass sie eigentlich lieber nicht Auto fahren sollten. Der Wagen hielt auf der Busspur, direkt vor dem Bus. Es staute sich schon: Zwei Busse, mehrere PKWs. Der Wagen, der alles blockierte, stand da, eine Frau stieg hinzu. Das konnte man noch akzeptieren - Aber statt dann schnell loszufahren, gaben sie sich erst einmal die Hand, dann einen Willkommenskuss, dann sassen sie da und schwazten und fuhren einfach nicht weiter! Wie kann man denn so daemlich sein?! Selbst auf lautes Gehupe reagierten sie nicht sofort. Taub schienen sie also auch gewesen zu sein. Wie bekommen solche Typen einen Fuehrerschein? Ist das egoistisch, dumm oder ruecksichtslos?

Es wurde immer unangenehmer im Bus. Noch enger, noch stickiger, einfach nur unbequem. Den Rest habe ich - mal wieder - lieber verdraengt *re* Als ich dann endlich, nach einer weiteren Bahn- und noch einer Busfahrt, in S. ankam, hatte ich genug von der Menschheit! Heute wollte ich mit Personen wirklich nichts mehr zutun haben, ausser mit IHM und auf jeden Fall nur das Notwendigste. Merke: Es geht mir um die PHYSISCHE Praesenz von menschlichen Lebewesen! (Auch hier wieder: Physisch menschlich, nicht unbedingt psychisch)... Allein geistige Praesenz (Emailgespraeche, Telefonate, etc) empfinde ich eigentlich oft als angenehm. Aber auch nur, wenn... Ach, siehe Beitrag "Introversion und Extraversion" und zugehoerigen Link ;) Ich mags einfach nicht hektisch, ich mag keine Enge, ich liebe an Menschen am meisten ihren Charakter, wenn ich das Individuum denn liebe, und was mich wirklich bewegt, ist das WORT. Ich brauche an Menschen nur die Unterhaltung, die Stimme. Das ist alles. Der Gedanke, der Geist - Ach, nicht einmal die Stimme... Nur eine Aussage. Unterhaltungen sind fuer mich Sinn, nicht fassbar, nicht an Stimmen oder was weiss ich gebunden. Ein Text reicht mir - Irgendwie muss die Botschaft ja uebermittelt werden. Aber das ist alles, ALLES, aus, Ende.

Zuhause hatte ich am Pc gesessen, ein wenig, geschlafen, gedoest, an mehr erinnere ich mich nicht. Bin uebrigens immernoch genauso krank, wie zuvor. Eine Erkaeltung macht mir zu schaffen, und Nasenbluten habe ich mitterweile auch wieder taeglich :/ Nervig, wirklich. Ob ich sonst noch etwas sagen sollte, weiss ich gar nicht. Abends sassen WIR wieder in einem viel zu spaeten, ueberfuellten Bus, wurden begafft, die Menschen waren nervig, wieder sassen stinkende Besoffene darin, es kuemmerte natuerlich niemanden. Scheint mittleweile zum "guten Ton" zu gehoeren, freitagabends mit Alkoholflasche in der Hand, stinkend und lallend durch die Gegend zu fahren und andere Menschen zu belaestigen. Mehrere waren dort, eine ganze Menge sogar. Die Weihnachtsbeleuchtung in der Hauptstrasse war abgeschaltet. Ich denke, das liegt an der Uhrzeit - Leider. Wenn das so stimmt, werde ich sie niemals sehen, denn ich komme an dieser Strasse immer nur spaet abends vorbei. Dann, wenn das Licht laengst erloschen ist. Aber daran stirbt man auch nicht *re* Sonntag werde ich mich wohl mit meiner "Mutter" treffen. Was das wohl wird? Lernen muesste ich auch noch, aber ich bin nicht sicher, ob ich es schaffe, un-faul genug dazu zu sein ;)

Zuhause bei meinem "Vater" angekommen gab es das uebliche Gemecker, der TV plerrte daemliches Zeug, ich bekam bloede Vorurteile zu hoeren, und der PC spinnt auch dauerhaft. Wohl auch noch eine ganze lange Zeit... Eine halbe Stunde werde ich wohl noch lesen, dann gehe ich offline. Gehabt euch wohl.

cn P

02.12.2006 um 01:17 Uhr

Studium (1.12.06)

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Studium, Universität, Gesellschaft, Vorurteile, Schule, Politik

Der Unterricht war, wie erwartet, wie ueblich, aeusserst lasch. Einige Aeusserungen habe ich mir mal wieder mitnotiert, und waehrend die Prof schwafelte, las ich die Texte nach, die ich bislang aus Faulheit oder Unkenntnis noch nicht gelesen hatte. Das dumme Gerede... *seufz* Alles unnoetig kompliziert, dann ging es um Goethes Wahlverwandtschaften. These: "Die Wahlverwandtschaften werden in der Schule gewoehnlich nicht gelesen, da Jugendliche unter 20 Jahren, oft auch aeltere, die Thematik des Ehebruchs ja noch keineswegs verstehen koennen." - Ich weiss ja nicht, was man daran nicht verstehen kann?! Und die Studis, die anderen, waren zum Teil dieser dermassen daemlich *seufz* Dann ging es um die Semesterarbeit; Ich habe mich auch wieder wie in der Unterstufe gefuehlt. Die Aufgabe ist, einen Text zu analysieren und interpretieren - Dafuer bekommen wir MEHRERE WOCHEN Zeit! Mensch, das haben wir doch schon am Gymnasium gemacht, die letzten 7 Jahre, teils noch laenger! Und dann diese Behauptung der Prof: Wir sollten keine Angst haben, man sei ja nicht streng in der Bewertung, es sei schliesslich die 1. Analyse die wir in unserem Leben schreiben muessten. Leben die alle hinter dem Mond?! Also ich kann es einfach nicht glauben... Als ich dann hoerte, dass einige Leute, die auch ihr Abitur gemacht haben, wirklich noch nie eine Analyse mit Interpretation geschrieben haben, habe ich mich wirklich gefragt, wo ich denn hier gelanden bin. Was haben die denn im Abitur geschrieben, in Deutsch? Ein Diktat? Es ist einfach nicht zu glauben...

Das mag eitel bis geschmacklos klingen, aber da ich in Klausuren zum Teil in 2 Stunden 15 Seiten geschrieben habe, denke ich, schaffe ich die 8 Seiten, die die Semesterarbeit lang sein soll, in kuerzester Zeit. Da werde ich keine WOCHEN benoetigen! Wenn ich diese Zeit, die vorgegeben ist, die 5 Wochen, komplett nutzen wuerde... Da koennte ich denen den Aufsatz auch blind mit amputierten Gliedmassen mit dem Mund schreiben, ich wuerde eher fertig! Also ich bin wirklich empoert ueber das niedere Niveau. Und all die Ueberinterpretationen. Die dummen Sprueche. Wenigstens war die Stunde bald um, ich dummerweise auch muede. Dann begann die Suche nach einer Toilette. EIGENTLICH gibt es davon im Unigebaeude massenhaft - Nur bringt das wenig, wenn ueber 50% dauerhaft gesperrt sind. Wieder ein Bloedsinn. Und dann auch noch in einer Schlange von 7 Menschen anstehen zu muessen. Nur in Theatern ist es wohl gewoehnlich schlimmer... Dann ging das Herumgerenne weiter, zum Bus. Und es war extrem laut; Ich bekam starke Kopfschmerzen :/ Verwirrte, Selbstgespraeche fuehrende Studenten liefen vorbei. Das ist hier "normal". Genauso, wie Studis, die stark nach Schnaps stinken... Scheinbar geht hier alles durch.

Unsere Gesellschaft wird immer dekadenter, das merkt man seit Jahren... Ob die Menschheit sich damit selbst ausloescht? Wohl nicht durch die Dekadenz an sich, sondern durch den einfaeltigen Teil jener Menschen, die sich daran stoeren. Okay, wobei man sich natuerlich auch fragen kann, ob durch die Verbreitung von AIDS, woran natuerlich nicht alleinig, aber AUCH, Herumhurerei Schuld ist, auch einen Teil zum Ende beitraegt. Und all die anderen Krankheiten, die auf dem Wege uebertragbar sind. Und die Menschen, die sich freiwillig aus dieser Welt verabschieden, weil ihnen diese Dekadenz Ueberhand nimmt... Aber zurueck zum Thema: Ich denke, wenn es so weitergeht, wird es viele Menschen geben, die sich leider wieder eine Diktatur wuenschen. In der Hoffnung, es kaeme zu Ordnung und was weiss ich. Erinnert die aktuelle Zeit nicht irgendwie wieder an die 20er Jahre, mit ihrem EIGENEN Verfall? Es gibt viele Unterschiede, natuerlich, aber ist das "Grundgeruest" nicht sehr aehnlich? Die Menschen schreien nach "Ordnung", Parteien, die diese (Leer) versprechen, bekommen Anhaenger, immer mehr, die rechten Parteien gewinnen auch weiter dazu... Kann man somit nicht auch irgendwie sagen, auch die Dekadenz waere Schuld daran, kaeme es wieder zur Diktatur? Man kann nicht alles auf "Ordnungsfanatiker" schieben.

Nochmals zum Studium... Ich erinnere mich gerade wieder ein diese eine "Unterhaltung" mit der Prof. Es ging, wie gesagt, um die Semesterarbeit, und sie fragte, wie so eine Analyse und Interpretation aussehen koennte. Ich meldete mich als Einzige. Sie fragte mich nun und ich erlaeuterte exemplarisch eine Gedichtanalyse mit Vergleich zweier aehnlicher Werke. Die Reaktion der Frau: Sie sei so erfreut, das sei dermassen super, das laege weit ueber dem erwarteten Kursniveau - Dann die Frage, wieso ich bei dem Wissen in diesem Kurs sei, haette ich in den frueheren Semestern keinen Platz in diesem Modul bekommen (Anmerkung: Die Kurse sind immer semesterdurchmischt, es gibt keine verpflichtende Reihenfolge, man muss nur innerhalb von 5 Jahren alle Module mal irgendwie gemacht haben - Was ich irgendwie auch bloedsinnig finde)? Ich sagte, dies sei mein 1. Semester hier. Beschaemt sagte sie nur noch: Und ich sachte, Sie seien schon mindestens im 5. Ich glaube, das sagt SEHR viel ueber diesen Kurs aus *re* Und jetzt ergibt sich noch mehr Stress, wegen dieser Abschlussarbeit... Natuerlich muss jedes einzelne Thema erst in einer Sprechstunde abgesegnet werden *seufz* Das wird wieder ein Gedraenge und Termindruck... Als wenn man das nicht einfach so mal schnell klaeren koennte! Ich habe aber uebrigens auch noch kein Thema, werde aber SICHER eines finden, schon bald. Ich moechte es wohl ueber Weihnachten schon alles hinter mich bringen *re* Vielleicht... Ich bin zu faul; Das ist das EINZIGE Problem, nicht das Wissen... Nunja. Was ich auch nicht toll finde, ist, dass die Analyse usw ueber ein bestimmtes Thema geschrieben werden muss: Naemlich ueber einen Text, der sich im "Reader" befindet. Eine SEHR beschraenkte Auswahl! Ich wuenschte, ich waere ungebundener, koennte mir etwas suchen, was wirklich Spass macht und auch VIEL Inhalt besitzt. Aber ich werde es schon hinbekommen. Ohne Sorge.

cn P

02.12.2006 um 00:53 Uhr

Selbst- und Fremdbild

Ich traeumte noch ganz gut, stand am naechsten Morgen erst um 10 Uhr auf. Das genuegte. Obwohl ich mich krank fuehlte und mir sehr uebel war. Draussen auf dem Weg zur Bushaltestelle begegnete mir noch ein Kuriosum: Eine Strassensperre. Gestern war dort noch gar nichts, nun sind quer ueber die Kreuzung etliche Pfeiler fest einbetoniert. Was das wohl soll? Es sieht sehr merkwuerdig aus und ich erkenne auch keinen wirklichen Sinn, abgesehen davon, dass man nun einen riesigen Umweg fahren muss und dass unachtsame Autofahrer gegen gegen die Pfeiler fahren... Denn seit weit ueber 20 Jahren war diese Strasse IMMER frei. Aber wie dem auch sei, ich beobachte es weiter ;) Ich war immernoch relativ gut gelaunt, sass nun an der Haltestelle, freute mich irgendwie schon aufs Wochenende. Schade, dass das mittlerweile abgenommen hat, habe ich doch viel zu viel zutun (Habe heute wieder nichts weiter fuers Studium erledigt). Auf der Busfahrt fuehlte ich mich wieder von einigen Menschen belaestigt, es stank wieder nach Zwiebeln, ich versuchte, ganz introvertiert, mich mit verschiedensten Erinnerungen und Gedankengaengen davon abzulenken.

Bin ich gerade in eine 2. Pubertaet gekommen, oder wieso frage ich mich wieder oefters ueber meine eigene Person? ;) Ich analysiere meine Entwicklung, versuche, mich an Menschen zu erinnern, mit denen ich mich eins verbunden fuehlte - Unglaublich, wie viel man ueber die Jahre verdraengt. Zum Teil sind es keine 4 Jahre und ich kenne nicht einmal mehr ihre Namen. Nein, FREUNDE vergesse ich niemals! Da erinnere ich mich an Menschen, mit denen ich schon in der Grundschule, zT schon zuvor, zutun hatte. Aber andere Menschen, denen ich mich entfremdet habe, oder sie sich mir, Enttaeuschungen, "Feinde" - Ich glaube, der Mensch "MUSS" verdraengen, damit er nicht an schlechten Erinnerungen und vergangenem Leid eingeht. Selbstschutz. Aber es ist auch so sehr schwer, seinen Charakter genauer zu betrachten, denn man kann ja gerne distanziert gegenueber sich selbst sein, aber man kennt eben noch immer eine Ebene, seine eigene Gefuehlswelt, die es evtl erschwert, sich relativ objektiv zu analysieren. Gerade die Wirkung auf andere Menschen ist kompliziert zu erkennen, denn das koennen wohl wirklich nur SIE erfahren.

Ich erinnere nochmals an diesen Zwiespalt Introversion-Extraversion... Dass mein Selbstbild und das "Fremdbild" dort sehr weit auseinander gehen. Aber was macht mich extrovertiert? Die Offenheit, meine ironisch-quasierotischen Verbindungen zu allerlei "Schwestern" (Nicht zu allen, natuerlich)? ;) Mein seltsamer Humor, der stellenweise auch hier zur Geltung kommt? Meine Scheulosigkeit, mich zu zeigen, ganz entgegengesetzt zu meiner Abneigung gegenueber Menschenmassen? Und was ich mich auch immer wieder frage: Bin ich schoen? Schoenheit liegt ganz klar im Auge jedes einzelnen Betrachters. Also ich finde mich selbst nicht ueberdurchschnittlich schoen. Okay, manche Dinge sind vielleicht huebsch an mir, aber ich wuerde nie mit meiner "Schoenheit" herumprahlen. Wohl nicht aus Scheu, sondern, 1. weil ich mir nichts aus Aeusserlichkeiten mache, 2. weil ich WEISS, dass Schoenheit subjektiv ist. Die MASSEN moegen vielleicht gleich empfinden, oder aehnlich, aber es gibt immer Ausnahmen. Hier geht es mir uebrigens nicht wirklich um die Schoenheit an sich, wenn man mal verallgemeinern woellte (Denn DIE Schoenheit gibt es nicht), nein, auch bei dieser Frage, die sich auf den 1. Blick um Aeusserlichkeiten dreht, geht es mir eigentlich wieder um Selbst- und Fremdwahrnehmung. Ich weiss, es gibt Menschen, die finden mich nicht schoen, es gibt welche, die sehen das gegenteilig. Einige Menschen haben Probleme damit, dass ich nicht duerr bin, andere meinen, ich sei NICHT zu dick. Ich wurde mittlerweile in zwei Communities zur "Miss" gekuert, als Kind war ich mal auf einer Modenschau als Model Platz 2. Und meine "Mutter" meckert immer herum, ich sei zu fett. Alles Ansichtssache?

Ansichtssache. ER war ja auch mal in einer Modelkartei, die auch nicht JEDEN angenommen hat, ich finde IHN natuerlich auch sehr schoen. Aber dann gibt es da auch immer diese Menschen, die IHN beschimpfen, als schwul, oder was weiss ich (Wobei, wo dieses Vorurteil existiert, dass Schwule besonders ordendlich, sauber und huebsch seien - Ist das dann nicht eher ein Kompliment?), oft nur wegen SEINER langen Haare. Also alles Ansichtssache... Schoenheit... Ist es da nicht einfach nur daemlich, dass Menschen anderen noch vorschreiben wollen, was schoen und was modern sei? Ist es nicht dumm, Missen zu kueren, wo doch jeder Schoenheit anders empfindet und beschreibt? Hat es ueberhaupt Sinn, von Schoenheit zu sprechen, von einem unidentischen, abstrakten Begriff? Ich merke gerade, mit unloesbaren Fragen mache ich mich mal wieder komplett selbst verrueckt. Aber, einen Sinn hat der Schoenheitsbegriff dann doch: Eine individuelle Empfindung auszudruecken, einen Gedanken, eine Sichtweise. Seine PERSOENLICHE Schoenheit, sein Ideal, ausdruecken zu koennen. Nur die Universialisierung ist bloedsinnig. Oder sieht das jemand anders?

cn P

02.12.2006 um 00:30 Uhr

Introversion und Extraversion

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Psychologie, Gesellschaft

Gestern Abend ging ich erst gegen 3 Uhr recht amuesiert offline. Muede war ich nicht - Ich fuehlte mich ausserdem erstaunlich lebendig. Was einige nette Gespraeche so ausrichten koennen... Ich frage mich hierbei immer wieder, ob ich wirklich so introvertiert bin, wie ich es ueber mich selbst glaube. Mehrere Menschen haben mir schon gesagt, ich sei es definitiv NICHT. Aber was ist Intro- oder Extrovertiertheit ueberhaupt genau? Ist es schon extrovertiert, wenn man ehrlich ist und gerne ueber Dinge berichtet? Oder muss man dazu gerne in physicher Anwesenheit anderer Menschen sein, saufen gehen, sich peinlich benehmen und Orgien feiern? Muss man staendig lachend durch die Gegend gehen? Ist man introvertiert, wenn man Menschenmassen nicht mag, gerne auch mal alleine ist, gerne nachdenkt, philosophiert und sich der Kunst widmet? Wenn man keine Probleme damit hat, allein zu sein, es phasenweise sogar sehr geniesst und auch benoetigt? Wikipedia sagt:

"Typisch extravertierte Eigenschaften sind gesprächig, bestimmt, aktiv, energisch, dominant, enthusiastisch, oberflächlich und abenteuerlustig. Typische introvertierte Eigenschaften sind still, sorgfältig, scheu, reflektierend und zurückgezogen. Extremwerte sind dabei selten, d.h. es existieren überwiegend Mischformen."

Stimmt, ich "bin" eine Mischform... Eindeutig eher introvertiert, wie ich es auch ueber mich dachte, wobei ich schon auch gespraechig bin (Aber nur, wenn das Gespraech in die Tiefe geht; Oberflaechlichkeit hasse ich) und dominant kann ich auch sein, aber das wars auch schon...

"Introversion ist dabei dem melancholischen und phlegmatischen Bereich zugeordnet, mit Eigenschaftszuschreibungen wie reserviert, ungesellig, eher ruhig und passiv, sorgfältig, bedächtig, friedlich. Empirische Erkenntnisse Eysencks legen zudem nahe, dass introvertierte Personen bereits durch schwache Reize leicht erregbar sind."

Leicht erregbar, aber bedaechtig, ruhig und friedlich? Passt das? Scheinbar.

"Die westliche Zivilisation wird heute vom extravertierten Standpunkt beherrscht. Das liegt daran, dass Extravertierte Introvertierte an Zahl um drei zu eins übertreffen, lauter sind als Introvertierte und leichter verständlich sind als Introvertierte. Während Introvertierte in der Gesellschaft jedoch eine Minderheit darstellen, bilden sie die Mehrzahl der hochbegabten Menschen. Überdies scheint es so zu sein, dass Introversion mit der Intelligenz ansteigt, so dass mehr als 75% der Menschen mit einem IQ von über 160 introvertiert sind."

Soll ich stolz sein? Ich kann doch nichts dafuer, was und wie ich bin. Haette ich einen ganz anderen Charakter, wer weiss: Vielleicht waere ich dann so oberflaechlich und dumm wie die Menschen, die ich verabscheue? Kann man es einem Menschen vorwerfen, wie er ist? Aber man kann sicher entscheiden, anhand seines Handeln, ob man ihn mag, oder nicht. Aber ist das gerecht? Auf dieser Welt ist nichts gerecht.

Diese Website zeigt mir deutlich, dass ich doch SEHR introvertiert bin. HIER KLICKEN - Nur frage ich mich, wie man "normale" Introvertiertheit mit Autismus in Verbindung bringen kann?!

cn P

01.12.2006 um 22:05 Uhr

Stadin slangi - Suedfinnische Jugendsprache

von: AngelInChains   Kategorie: Skandinavien   Stichwörter: Finnland, Skandinavien, Gesellschaft, Sprache

Der Helsinki-Slang, auch Stadin slangi (Stadt-Slang, wobei "Stadin" schon ein dem Schwedischen entlehntes Slang-Wort ist) genannt, ist eine in Suedfinnland verbreitete Ungangssprache, die sich von der "gewoehnlichen" Umgangssprache (puhekieli) unterscheidet und an viele Worte aus dem Schwedischen, Deutschen und Englischen angelehnt ist.

Sie hat bereits eine lange Tradition: Entstanden mag sie um 1880 sein, wirklich bekannt wurde sie aber erst ab ca 1950. Natuerlich hat sie sich ueber all die Jahrzehnte auch gewandelt, so sind ab den 1980er Jahren auch verstaerkt russische Woerter mit hinein geflossen und seit der Verbreitung des Internets in den 90er Jahren auch haeufiger englische.

Stadin slangi gilt als Pidgin-Sprache, also gewissermassen als "Kurz- und Mischform" von Standardsprachen, hier vom Finnischen, Schwedischen und Russischen. Zweck dieser Sprache war die problemlose Verstaendigung zwischen Finnen und der finnischen Sprache nicht maechtigen Einwanderern, gerade waehrend des Staedtewachstums Ende des 19. Jahrhunderts.

Der Begriff "stadin" wird uebrigens oft allein fuer Helsinki und die nahe Umgebung verwendet, ansonsten gibt es noch den standardsprachlichen Ausdruck "kaupuki" und das umgangssprachliche Wort "Hesa" fuer "(Gross-)Stadt" im Allgemeinen.

Anfangs war der Stadin slangi eine fast ausschliesslich maennliche Angelegenheit, seit Ende des 2. Weltkriegs jedoch ist sie bei beiderlei Geschlecht gleichermassen verbreitet, bei Juengeren uebrigens immernoch etwas staerker, als bei Aelteren.

Sprachliche Besonderheiten sind eine schnelle Aussprache, wenige Silben, die haeufige Verwendung der sonst seltenen Buchstaben B, D und G, Kurzformen von Namen, die Wortendungen -ari, -is und -de, Kurzformen der Personalpronomen und die haeufige Verwendung des Passivs. Sehr auffaellig ist auch die Uebernahme fremdsprachlicher Woerter nicht als authentische Schreibweise, sondern gewissermassen als "Lautsprache".

Einige Beispiele fuer deutlich erkennbare Entlehnungen:

klemmari = Klammer
svetari = Sweatshirt
älppäri = LP (Langspielplatte)
vekkari (eigentlich: herätyskello) = Wecker
fiilis (eigentlich: mielentila, tunne) = Gefühl, scheinbar vom Englischen "feeling"

Bei der Suche nach Woertern im Stadin slangi habe ich ausserdem einige merkwuerdige Doppeldeutigkeiten gefunden:

keskari = Zentralamt, Bier, Mittelfinger
umppari = Doppelknoten, Blinddarm

Einige Woerter, die mir schon ziemlich oft begegnet sind (Ich glaube, das ist abhaengig davon, in welchen Kreisen man sich bewegt):

Hevari - der Rocker, Metler (Egal, ob Musiker oder Hoerer); abgeleitet aus "Heavy Metal"
Mamis - das Muttersoehnchen; abgeleitet von "mamma"
Tavis - der Durchschnittsmensch ("Normalo"); abgeleitet aus "tavallinen ihminen" ("normaler Mensch")
Pissis - die Tussi (Aufgetakelte junge Dame mit mehreren Zentnern Schminke im Gesicht und spaerlicher Bekleidung), im Finnischen gibt es auch eine maennliche Form; abgeleitet vom Wort "pinkeln", da im Finnischen als Pissis hauptsaechlich gewisse Jugendliche gelten, die im minderjaehrigen Alter ohne Wissen der Eltern ausgehen und illegal Alkohol konsumieren, bis sie sich in die Hosen oder Roecke urinieren, weil sie aufgrund ihres Alters noch in keine Kneipe kommen

Liste weiterer finnischer Slang-Woerter: HIER KLICKEN  

cn P

01.12.2006 um 01:16 Uhr

30.11.06

Da will man mal etwas fuer das Studium tun, und dann ist die Datenbank-Website, auf die ich dafuer haette zugreifen muessen, offline. Vielen Dank, liebe Uni! Aber das werden mir die Profs nicht glauben. Wieso auch, sie glauben ja noch, an ihrer Uni funktioniere alles. Um 2:30 war ich offline gegangen, ziemlich muede, genervt von meinem "Vater", gelesen habe ich auch nicht mehr, bin gleich schlafen gegangen. Und obwohl ich endlich mal haette ausschlafen koennen, wurde ich am naechsten Morgen schon frueh geweckt. Genau! Natuerlich hat mein "Vater" wieder genervt. Nicht erst zu der Zeit, wo ich aufstehen WOLLTE - Obwohl er da auch wieder das Bad blockiert hatte. Nein, es fing schon frueh an... Ich erwachte gegen hab 9 aufgrund lauten Gefluches. Die gesamte naechste Stunde knallten staendig Tueren zu und man hoerte noch mehr Gefluche. Ich war in so einer Phase, wo ich schnell wieder einnickte, aber dann eben binnen Sekunden oder Minuten auch sofort wieder aufschreckte, als es knallte. Wirklich aufschreckte - Bald war ich mit den Nerven wirklich am Ende. Das Gegroehlte machte mich auch krank. Dann haemmerte er auch noch gegen meine Tuer und schrie herum, ich solle gefaelligst nicht so faul sein, sondern jetzt schon aufstehen. Wozu? Damit ich untaetig im Wohnzimmer sitzen kann, obwohl ich eigentlich ins Bad muesste, das dann aber von meinem "Vater" besetzt ist?! Bloedsinn.

Weiteren Stress wollte ich vermeiden. Erst um 11 Uhr, nachdem mein "Vater" gegangen war, stand ich auf. Ich packte schnell zusammen, auch mein Fruehstueck, das ich bis jetzt nicht zu mir genommen habe (Bis zum Abend habe ich gar nichts gegessen), dann ging ich endlich. Habe nur 15 Minuten benoetigt! Wenn mein "Vater" dabei gestoert haette, haette ich ueber eine ganze Stunde gebraucht! Das sagt doch wieder viel aus. Ich war immernoch muede, fuehlte mich ausgelaugt und krank. Getraeumt hatte ich diese Nacht eigentlich auch, aber ich erinnerte mich an gar nichts mehr. Mir war wirklich uebel. Ich musste irgendwie wieder an "frueher" denken. Was fuer ein Depp mein "Vater" war und ist... Wie ich frueher angeschnauzt wurde, weil ich PUENKTLICH nach Hause kam! Nicht etwa zu spaet, nein, puenktlich. Irgendwann bekam ich dann diesen saudaemlichen Spruch zu hoeren... Wenn ich sagen wuerde, ich kaeme gegen 20 Uhr heim, solle ich gefaelligst nicht in letzter Minute heimkommen, sondern mindestens eine halbe Stunde frueher. Und ich sei wohl zu bloed, das Wort "gegen" zu verstehen. Also ich frage euch: WER ist hier zu bloed?! Und ich weiss auch nicht, was daran schlimm sein soll, wenn man sagt, man kommt gegen oder etwa um 8 heim, und wenn man dann "erst" 7:55 erscheint... Das ist doch wohl mehr als genug.

Draussen waren ziemlich viele Chaoten unterwegs. Auch Hip Hopper, irgendwelche Gruppen... Wieder Studenten mit Umfrageboegen... Aeltere Gaffer und Laesterer... War jetzt schon Schulschluss? Es sah so aus, aber ich fand es dafuer sehr frueh. Okay, jetzt habe ich eine Notiz gemacht, die ist so unleserlich, dass ich sie nicht entschluesseln kann *re* Hab ich eigentlich schon erwaehnt, wie suspekt mir so typische Teenager-Cliquen-Bildung ist? Ich weiss gar nicht, wie man so als Haufen zusammenhalten kann, schliesslich kann man doch nicht jeden und alles lieben und jeden Freund jedes Freundes auch moegen, oder? Wobei, als sehr oberflaechlicher Mensch kann man das wohl. Aber seltsam finde ichs dennoch, wenn das das Gelaestere beginnt, irgendwelche "Skandale", und wie irgendwie jeder irgendwie mit jedem gebunden ist... Was weiss ich. Und wenns dann mal Streit gibt... Auch suspekt sind mir Menschen, die staendig im Gespraech irgendwelche Namen erwaehnen, obwohl sie 100%ig wissen, dass man mit denen nichts anfangen kann. Aber wie dem auch sei. Dann war da noch die nette alte Frau, die sich weigerte, sich neben mich zu setzen. Wieder so ein Kuriosum.

Redete mit ihrem Mann irgendetwas von "Neben solche wie den da setze ich mich nicht, wer weiss, was die im Schilde fuehren!" Zum einen finde ichs aeusserst daemlich, einen Menschen aufgrund seiner Kleidung fuer gefaehrlich zu halten, zum anderen: Wieso muss man gleich meinen, ich sei ein Mann, nur, weil ich nen Kutschermantel trage?! Sicher, er verdeckt meine Oberweite, aber ich sehe doch gar nicht so maennlich aus... Und langes Haar? Ach ja, das haben ja alle "Satanisten" *zyn* Aber wieso sollte es mich wundern... Ich wurde mit 12 Jahren auch schon einmal von einer Oma mit "junger Mann" angesprochen, obwohl ich Rock und Bluse trug und schon einen erkennbaren Busen hatte. Und sehr langes Haar. Sehen so die durchschnittlichen jungen Maenner aus? Schoen waers ;) (Ach uebrigens: Die alte Frau von heute muss mich gemeint haben, denn sonst war niemand mehr im Bus - Abgesehen von ihr, ihrem Mann, mir und dem Fahrer).

Zuhause setzte ich mich erst einmal an den PC. Zeichnete, bearbeitete Fotos, schrieb, schaute emails nach... Gestern hatte ich mich wegen einer Bestellung, die einfach nicht angekommen war, nochmals an den Versand gewendet. Die Antwort kam immerhin sofort - Aber dreist finde ichs dennoch! Sie meinen, sie haetten die Bestellung versehentlich uebersehen. Wie kann das bitteschoen sein?! Aber scheint ja mittlerweile ueberall und zwar recht haeufig vorzukommen, es geht weiter bergab, wieso wundere ich mich ueberhaupt noch?! Ist doch schon einmal passiert. Mal sehen, ob das angeblich sofort versandfertig gemachte Paket dieses Mal verschickt wird, oder ob sie es wieder vergessen... Ich weiss gar nicht, was ich sonst noch schreiben soll. Ich habe gedoest, geschlafen, war eigentlich ganz angenehm. Gelesen habe ich nicht, gelernt nicht, auch keine Emails an Dozentin verschickt. Ach, ich habe mir einfach Ruhe gegoennt. Im Aquarium hat sich uebrigens leider nicht viel getan. Wieso ich nicht einmal die Hausaufgabe zu morgen machen konnte? Ich soll in einem Buch ploetzlich die Seiten 39-51 lesen. Dumm nur, dass das mitten in einem Kapitel beginnt und aufhoert, ohne Anfang und Ende. Ich glaube, die Prof hat uns falsche Seiten genannt. So hab ich gar nichts gelesen *re* Ich weiss, eine schlechte Ausrede.

Abends habe ich mich noch ein wenig mit Skandinavien bzw Finnland befasst, ja, in den naechsten Tagen kommt noch mehr ;) Und dann war Zeit, zu gehen. Unten an der Tuer hing wieder eine Info, das in 6 Tagen wieder ein Ablesedienst kommt. Wieder zu einer unmoeglichen Zeit. Super! Derselbe Muell, wie jedes Jahr, statt dass endlich mal eingesehen wird, dass die meisten Menschen mittags arbeiten muessen und demnach nicht zuhause sind... Oder es ist absichtliche Schikane, bringt dem Dienst schliesslich mehr Geld ein. A propos mehr Geld: Hier in B. wird wieder alles teurer. Die Fahrkarten, die Eintrittspreise in Museen, die Muellabfuhr, die Wasserpreise und die Strompreise. Super, nicht? Produkte werden dann sicher auch teurer. Wie soll man sich das noch leisten koennen? Drausen war es extrem neblig. Keine 50m Sicht :) Also ich fand es sehr schoen. War auch sehr hell dadurch, alles hellgelb, durch die Laternen... Ich mag Nebel. Dieser Winter ist merkwuerdig... Ueberall haben schon die Weihnachtsmaerkte geoefnet, aber es ist noch ziemlich warm, Nebel gibts, aber Schnee ist ewig noch nicht in Sicht... Wobei ein warmes Weihnachten auch mal interessant waere. Sicher, evtl unnatuerlich, aber soetwas gibt es ja immer mal... Gab es auch schon in den 60ern, und natuerlich... IMMER eben. Also vielleicht doch nicht so unnatuerlich. Geschneit hat es diesen Herbst uebrigens schon einmal hier in B. Ich glaube, das war im Oktober. Zuvor hatte es im April das letzte Mal geschneit. Das war ein Winter... Habe sogar noch unveroeffentlichte Fotos aus der Zeit ;) Vielleicht stelle ich sie daemlichst nachtraeglich in mein Foto-Blog.

Ueberall Blinklichter... Mal sehen, was WIR machen, bezueglich Weihnachtsbeleuchtung. Etwas extrem unkonventionelles? Pinke Blink-Herzen sollte man sich aber lieber nicht ans Fenster haengen, sonst halten die Nachbarn einen noch fuer illegale Bordellbetreiber O_o Alles schon gehoert... Oder doch lieber etwas sehr traditionelles? Oder mal wieder gar keine Beleuchtung? Wird sich zeigen, wie Geld und Zeit ausreichen. Denn einfach nur eine Lichterkette wird es DEFINITIV nicht werden. Wenn schon, dann etwas, wo auch eigene Kreativitaet drin steckt. Und dann... Kam ich zuhause an, mein "Vater" meckerte gleich, ich fuehlte mich noch immer krank, konnte spaet an den PC. Bin nicht weit gekommen und viel ist noch zutun. Aber die Firewall spinnt staendig, der Browser ebenfalls, staendig haengt alles, Werbung blockiert den Fluss :/ Und vorhin war da noch eine zeitraubende Email an einen jungen Herrn, den ich gerade kennen gelernt habe, verstehen uns bislang ganz gut, mal sehen, was das noch wird. Ich bin aber sehr skeptisch... Nun noch einige Emails, die laengst ueberfaellig sind und... Mal sehn. Gehabt euch wohl!

cn P