Memoriae Ex Aeterna Nocte

10.05.2007 um 21:38 Uhr

Eurovision Song Contest Semi-Finals: Aeusserst ungewoehnlich O_o

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Musik, Medien, TV, Metal

Eurovision Song Contest Halbfinale - laeuft gerade auf NDR. Habe erst vor wenigen Minuten hingeschaltet und bisher lief nur Rockmusik *g* Weissrussland und Island. Klingen gar nicht schlecht. Mal sehen, was noch kommt; angeblich soll dieses Jahr unglaublich viel Rock und Metal dabei sein... Ich glaube, am Samstag koennte ich mich noch sehr gut amuesieren. Bin gespannt.

cn P

P.S.: Hach, ich finds lustig, dass wirklich ALLE auf die Rock-Masche aufsteigen... Oder auf die "Pseudoboese"-Masche. Jetzt groehlt sogar DJ Bobo ueber Vampire. Ich bin mir immer sicherer, der Samstag wird sehr interessant O_o 

10.05.2007 um 01:11 Uhr

9.5.07

Stimmung: Gelassen. Relativ.
Musik: Keine.

Genervt ging ich gestern um 2:30 offline und erkannte mal wieder, dass es doch seine Vorteile hat, bilingual und bikulturell aufgewachsen zu sein. So bin ich immerhin geschuetzt davor gewesen, dumme Vorurteile gegen Auslaender aufzubauen, die man sonst ja sehr "gerne" bei anderen Menschen hoert... Ich habe noch geschrieben, bis ich schliesslich um 4 Uhr schlafen ging. Am naechsten Tag stieg ich erst um 12 Uhr wieder aus dem Bett, und verfiel gleich wieder in seltsame Erinnerungen. Ein Lied im Radio reichte schon aus, mich um die Zeit vor 1999 zurueck zu versetzen. Damals, als ich weder Geld, noch MP3-Player hatte, und auch nicht genuegend CDs, und wo ich daher tatsaechlich noch haefiger Radio hoerte. Aber noch immer sehr unregelmaessig. Ich weiss aber noch, wie ich manchen Abend am Schreibtisch sass und schrieb und dabei ueber Kopfhoerer Radio hoerte. Einmal woechentlich lief auf einem Jugendsender eine Metal- und Gothic-Sendung (Soetwas gibt es heute auf keinem Sender mehr - Und das in B.!) und ab und zu konnte man beim Deutschlandradio auch mal ein interessantes Hoerspiel mitbekommen ("Temutma" ist unvergessen). Wieso ich ueber Kopfhoerer hoerte? Nun, das habe ich meinem "lieben" "Vater" zu verdanken. Der haeufiger das Zimmer betrat und sich darueber aufregte, was ich hoerte. 1. War aus Prinzip alles, was mir gefiel, "Schrott", 2. War die Musik ihm immer "zu laut". Irgendwann ging ich also dazu ueber, immer sehr leise zu hoeren, aber auch daran hatte er nur Dinge auszusetzen. Einmal bekam ich sogar zu hoeren, ich sei "krank im Kopf", weil ich so leise Radio hoeren wuerde, denn "das kann doch kein Schwein verstehen, so leise is das!". Seitdem vertraue ich auf Kopfhoerer, das spart mir viel unnoetigen, dummen Stress.

Weiter wurde auch heute gemeckert und der Herr "Vater" wusste mal wieder sowieso alles besser. Ich musste auch wieder an eine fruehere Mitschuelerin zurueck denken, wie wir in der Schule aufeinander aufmerksam wurden, war schon bemerkenswert. Ich hatte gerade in der Pause in meinem Inquisitoren-Handbuch geblaettert (Jahrhunderte alter Reprint) - wer mich kennt, weiss ja, dass ich mich mal intensiv mit der Inquisition beschaeftigt habe. Da setzte sie sich neben mich und sah mir ins Buch. Die erste Frage: "Steht da auch etwas ueber Foltermethoden drin?" Ohne, dass sie pervers oder sadistisch veranlagt waere, entwickelte sich so eine lange (perverserweise amuesante) Diskussion ueber Folter- und Hinrichtungsmethoden des Mittelalters. Seit dem Tag hatten wir eigentlich taeglich miteinander zutun, trafen uns auch in der Freizeit und wir reden haeufiger ueber bestimmte geschichtliche Dinge. Das Handbuch hatte ich ihr uebrigens ausgeliehen, nachdem ich damit "fertig" war, und ich bekam es auch puenktlich wieder zurueck. Damit, dass das gesamte Buch, dadurch, dass es ein Reprint war, nicht in der heutigen Schrift und Rechtschreibung verfasst wurde, hatte sie, wie ich, keinerlei Probleme. Und heute stellen sich im Studium einige Leute wegen zwei Schnoerkeln an, als sei dadurch nichts mehr verstaendlich... Laecherlich.

Wenn ich daran zurueckdenke, hatte ich in meiner Schulzeit eigentlich schon so einige Freunde. An Anna erinnert sich vielleicht noch der eine oder andere, aber neben ihr gab es auch noch so ein paar andere Maedchen/Frauen, mit denen ich regelmaessig zutun hatte, und selbst bei den Menschen, die nicht zu meinem Freundeskreis gehoerten, war es so, dass ich mich mit so gut wie allen verstand und wir Freistunden auch immer problemlos miteinander verbringen konnten. An der Grundschule war es etwas anders, aber ich hatte dennoch Kontakt zu den Menschen. Es verwundert mich, wenn ich nun betrachte, dass ich seit ueber einem halben Jahr, mit dem Beginn meines 1. Semesters an der Universitaet, eigentlich zu niemandem mehr Kontakt habe. An der gesamten Uni kenne ich eigentlich niemanden und ich verbringe jeden Tag alleine. Manchmal ergibt sich ein kleines, wenige Minuten kurzes, Gespraech, aber daraus entsteht nichts. Alle Menschen, auf die ich auch nur gerne zugehen WOELLTE, blocken eigentlich sofort ab. Man merkt es immer wieder: Sie bilden Gruppen mit den Personen, die sie schon aus der Schulzeit kennen, und von allen anderen Personen schotten sie sich ab. Das Problem ist - Ich habe in meinen Kursen niemanden, den ich schon von frueher kenne. So bleibe ich wohl allein. (Gut, mittlerweile gibt es schon einige Leute von meiner Schule, die es doch noch an diese Uni geschafft haben. Aber es sind ausgerechnet die Menschen, mit denen mich damals schon nicht viel verband.)

Ich machte mich auf den Weg nach S. In R. verpasste ich den Bus, der 5 Minuten zu frueh vorbei gefahren war. So aergerte ich mich an der Haltestelle ueber eine lange Wartezeit, ueber Personen, die sich neben mich setzten, rauchten, und danach einfach wieder gingen (ohne auf den Bus gewartet zu haben), ueber penetrant Asthma ausloesendes Parfuem, ueber Insekten, ueber herumfliegenden Muell und Staub (Immer ein Problem dort... Staendig bekommt man etwas in die Augen), ueber im Weg stehende Personen, ueber nach Bier stinkende Minderjaehrige, ueber Menschen, die einen bloed anpoebeln, obwohl man ihnen nichts getan hat und natuerlich noch immer ueber meine Mundschleimhautentzuendung. Wenn diese sich nicht langsam bessert, sollte ich mir wohl doch noch ein Desinfektionsmittel oder eine neue Salbe kaufen. Nochmals zu den Menschen... (Da faellt mir nebenbei ein, ein typischer Skinhead lief auch vorbei... Ich finde es schlimm, dass Leute, die schon als "Klischee-Neo-Nazi" gekleidet sind und sich auch so benehmen einfach toleriert werden) Ich finde es traurig, dass viele Personen sich nicht sozial benehmen koennen, nur, weil sie irgendwelche Menschen aus irgendwelchen intoleranten Gruenden nicht leiden koennen. Ich mag die meisten Menschen auch nicht, bin aber IMMER hoeflich! Trotzdem. Ganz einfach, weil ich kein Mensch sein will, der sich asozial benimmt.

Zuhause angekommen, kam ich mit dem Studium nicht weiter. Ich erwaehnte bereits, um meinen Aufsatz zu schreiben, brauche ich ein bestimmtes Dokument, das die Professorin mir zusenden wollte. Natuerlich hat sie das bis heute immernoch nicht getan. Aber wieso rege ich mich auf? Das ist an der Uni doch normal... ER kam erst nach 18 Uhr nach Hause. Ich hatte den Tag damit verbracht, zu lange in der Wanne zu liegen, mich online umzusehen, zu zeichnen, zu schlafen, Musik zu hoeren. So koennte es immer sein ;) Abends kam der Bus mal wieder 11 Minuten zu spaet. Dann war er natuerlich auch wieder uebertrieben voll im vorderen Teil und komplett leer im hinteren, aber man konnte die hinteren Plaetze nicht erreichen, weil ein aeusserst "intelligenter" Mensch vorne seine Koffer im Gang gestapelt und damit den kompletten Durchgang versperrt hatte. Zu allem Ueberfluss war der Fahrer auch noch ekelhaft dreist. Die Haltestelle, an der WIR aussteigen wollten, ignorierte er einfach, und nachdem WIR uns beschwert hatten, wurde er noch frech (und vor allem aggressiv und sehr laut!): Man habe sich nicht zu beschweren, man sei immernoch nur ein Passagier und er der Fahrer. Damit habe er zu entscheiden, wann er haelt, und niemand anderes. Leider bringt eine Beschwerde gegen solche Busfahrer nichts.

Mit Kopfschmerzen begab ich mich "nach Hause". Es stand mal wieder ein Nachbar am offenen Fenster, aber er gruesste - wie sonst auch - nicht, sondern gaffte nur bloed. In meinem Zimmer an der Decke sass noch immer dieselbe Motte, aber irgendwie kuemmert sie mich auch kaum mehr. So lange sie dort oben bleibt und mich nicht belaestigt... Dafuer nervte mich mein "Vater". Er beschwerte sich tatsaechlich, dass ich erst so spaet nach Hause gekommen sei. Dabei war ich regelmaessig spaeter dran... Naja, er sucht sich eben immer irgendeinen bloedsinnigen Grund, um herumzujammern. Habe ich eigentlich schon erwaehnt, dass es heute an gleich zwei Schulen in B. "Vorfaelle" mit Schusswaffen gab? Mich wundert das gar nicht mehr. Und ich kann es auch verstehen, dass viele Menschen mich als "herzlos" und "gefuehlskalt" bezeichnen, wenn ich sage, ich kann mich daran gar nicht mehr stoeren. Aber aus dem, "was viele Menschen sagen" mache ich mir sowieso nichts mehr. Dennoch - gehabt euch wohl! Die Menschen von euch, die ich nicht verabscheue, wissen das schon, da bin ich mir sicher :)

cn P

09.05.2007 um 01:10 Uhr

8.5.07

Gestern Abend las ich noch, bis ich um 2 Uhr offline ging. Danach beschaeftigte ich mich noch fast haargenau eine Stunde lyrisch, bis ich mich aufgrund starker Bauchschmerzen lieber schlafen legte. Am naechsten Morgen ging es mir leider nicht besser. Ich hatte starke Magenschmerzen, mir war uebel, und auch sonst sah es nicht sonderlich gut aus. Dazu kam das ewig gleiche Gemotze, die alltaeglichen Hiobs-Botschaften in den Nachrichten, und schliesslich ergab sich, dass ich eine etwas laengere Zeit mich uebergebend im Bad verbrachte. Danach machte ich mich dennoch auf den Weg in Richtung Bushaltestelle, alles roch nach Regen, meine Jacke war auch noch vom Vortag nass, aber ich musste schliesslich umkehren und fuhr dann, so schnell wie moeglich, nach S., und habe mich erst einmal hingelegt. Ich weiss, die Fehlzeiten bringen mich noch um (Wobei... Offiziell war das heute das 1. Mal, dass ich dieses Semester fehle - Andererseits hat es auch gerade erst begonnen), aber es ist wohl immernoch besser, einen Tag zu fehlen, aber sich waehrend einer einstuendigen Busfahrt in den Bus zu uebergeben...

Wenigstens weiss ich, so glaube ich, wieso es mir gesundheitlich so schlecht geht, bzw wieso ich explizit Magenprobleme habe. Es erscheint nur logisch, dass dies eine Folge meiner Mundverletzung ist - Die bedingt hat, dass ich in den letzten Tagen kaum etwas gegessen hatte. Vielleicht ein- oder zweimal am Tag eine Tasse Suppe, mehr nicht. Es geht einfach nicht anders, und so bedingt ein Problem das naechste. Auch diesen Nachmittag machte der Hunger mich krank. Einen Tag kann ich ja noch ohne Nahrung auskommen, zur Not auch zwei, aber heute hatte ich den gesamten Tag Magenknurren und Bauchschmerzen, konnte aber nichts essen. Es macht einen einfach nur verrueckt, wenn man sich kaum mehr vom Hunger ablenken kann, aber doch nicht die Moeglichkeit hat, etwas zu essen. Denn die Suppen-, Jogurt-, etc-Vorraete sind hier nicht so sonderlich zahlreich gewesen. Einkaufen gehen? Das Bargeld hatte ER bei sich, so musste ich wohl oder uebel auf IHN warten, eine Bank gibt es hier auf dem Dorf naemlich nicht. Draussen stuermte es, es gab ein Gewitter, hagelte stark, der Himmel war komplett schwarz. Ein seltsames Wetter.

Online gab es wieder einige lustige Vorurteile zu hoeren, eigentlich nicht nur dort, aber viel genauer will ich gar nicht darauf eingehen. Heute fiel es mir angenehm leicht, soetwas komplett zu ignorieren, ja, eigentlich hoechstens zu belaecheln. Ich weiss, das ist verdammt ignorant und sicher auch oberflaechlich, und eitel bis zum Gehtnichtmehr sowieso, aber wenn ich heute irgendetwas Daemliches unterstellt bekam, habe ich einfach gar nicht dagegen protestiert, sondern mir einfach nur still gedacht: "Was fuer ein Idiot, ihm ueberhaupt zuzuhoeren, ist Zeitverschwendung, also soll er nerven, ich hoere nicht mehr hin". Das ist schon fast ungewoehnlich fuer meine Person, die staendig daran leidet, ein sehr gutes Gedaechtnis zu haben (daher meine Misanthropie... Ich kann mich an alles erinnern, was mir an Menschen missfallen hat, und bin dadurch natuerlich gepraegt) und gewoehnlich einfach nicht schweigen will und/oder kann, wenn sie meint, etwas wurde gesagt, was nicht stimmt (Unterstellungen, Vorurteile, Luegen, etc). Ich fuehle mich einfach "verpflichtet", Dinge klarzustellen, Luegen zu korrigieren, falsche Vorurteile aufzuloesen, etc - Auch wenn man damit bei den meisten Mitmenschen scheitern "muss". Irgendwie kann ich die Dummheit anderer Menschen einfach nicht ertragen.

Noch immer mit physischen Schmerzen rollte ich mich im Bett zusammen, stellte mir den Laptop daneben und schaute diversen Unikram nach. Mit dem Referat habe ich nicht begonnen, da die Prof mir noch Unterlagen per Email schicken wollte, aber das natuerlich noch nicht getan hat. Dafuer hatte ich eine Mail von einer anderen Prof. Ganz nach dem Motto: "An alle Kursteilnehmer - Ach uebrigens, uebersetzen Sie als Hausaufgabe bis uebermorgen 10 Seiten im Buch"... Damit habe ich dann auch begonnen, musste aber nach schon einer Seite aufhoeren, weil meine Fingergelenke so schmerzten, dass ich den Stift nicht mehr halten konnte. Das stoert mich fast noch mehr, als alle anderen gebrechen. Nicht einmal mehr schreiben zu koennen. Das wird noch heiter, wenn es mal darauf ankommt, in Tests, Klausuren, usw. Von IHM gab es derweil auch keine guten Nachrichten. Den gesamten Tag schon gab es Probleme mit dem Zugverkehr und nun hing ER gar schon seit einer Stunde im Tunnel fest. Es soll stickig gewesen sein, einige Senioren sollen sogar mit Kreislaufproblemen kollabiert sein, und niemand kuemmerte sich, dass der Zug weiter fuhr. Schliesslich wurde von einigen Passagieren die Tuer notgeoeffnet und sie gingen auf eigene Faust durch den Tunnel zum naechsten Bahnhof. Alles etwas inkorrekt, aber wenn sich niemand kuemmert und schon Menschen durch die stickige Luft zusammenbrechen, muss man wohl handeln. Dennoch - Was sind das fuer Zustaende...

Die Bahnen fuhren nun gar nicht mehr und in der gesamten Gegend gab es keine anderen oeffentlichen Verkehrsmittel. Einen Schienen-Ersatz-Verkehr gab es natuerlich auch nicht. So musste ER eine ziemlich weite Strecke laufen, um dann mit mehreren Buslinien endlich nach S. zu gelangen. Aus den eigentlich wichtigen, geplanten Einkaeufen im Center wurde so nichts mehr und auch das, was ER zuvor besorgt hatte, war laengst am Gammeln. Der ÖPNV hier in B. ist eigentlich so gut wie taeglich ein absolutes Aergernis... Und die Preise steigen weiter, das Personal wird unfreundlicher und unverschaemter, der Service wird immer schlechter, Linien werden abgeschafft oder Busse fahren seltener... Sie koennen es sich erlauben, es kann sich schliesslich niemand dagegen wehren, Alternativen gibt es nicht. Und zu viele Menschen, die einfach ABHAENGIG von den Verkehrsbetrieben sind (Schueler, Studenten, Menschen ohne Fuehrerschein, usw). Draussen stuermte es noch immer. Bis ER endlich heim kam, war laengst nach 19 Uhr.

Sicher habe ich vergessen, euch von einigen Dingen zu berichten, aber statt etwas zusammen zu dichten, mache ich lieber einfach dort weiter, woran ich mich wieder erinnern kann ;) Das waere zB die "nette" Busfahrt heute Abend (Wenn ich mich wieder erinnere - Zuvor kann sowieso nicht viel gewesen sein, denn ich habe abends zwei Stunden geschlafen, von ca 21-23 Uhr). Um den viel zu frueh vorbei gefahrenen Bus habe ich, wieder einmal, nur durch Gerenne bekommen. Dass das klappte, bei meiner Kondition, den regennassen Strassen, und der schon ziemlich langen Strecke, war schon erstaunlich. Aber da zeigte sich wieder: Wo ein Wille ist, kommt die Kraft von alleine. Wenn ich je einen wirklichen Grund hatte, meinen Koerper zu beanspruchen, bin ich nie daran gescheitert. Und ein "wirklicher Grund" kann auch schon sein, nicht 20 Minuten im Regen auf den naechsten Bus warten zu wollen... Leider bedeutet das bei mir aber auch umgekehrt, dass es mir extrem schwer faellt, etwas zu tun, von dem ich nicht ueberzeugt bin. So konnte ich bsp. nie auch nur 800 Meter auf dem Sportplatz rennen (Wozu sollte ich denn stupide mehrere Runden im Kreis laufen?! Zu laufen ist fuer mich ein Mittel zur Fortbewegung, und ein Kreis bringt niemanden weiter) und mit dem Studium geht es, wie ihr wisst, auch nur schlecht vorwaerts. Weil ich einfach keine Freude daran habe, keinen Sinn darin sehe, und demnach auch nicht die Kraft aufwenden KANN, mich dabei "zusammen zu reissen".

Auf dem Heimweg unterhielt ich mich noch intensiv mit IHM. Eigentlich geht es ihm wegen der Gelenke noch immer schrecklich, aber er quaelt sich weiter zur Arbeit. Ganz einfach, weil er sich nicht zu viele Fehlzeiten erlauben kann und Angst hat, entlassen zu werden. Aber ist das nicht eigentlich absolut krank?! Wenn man sich noch mehr krank macht, weil man seine Krankheiten nicht beachtet, "nur", weil man sie beruflich nicht haben "DARF"? Nicht umsonst heisst es doch wohl, dass man Krankheiten nicht ignorieren sollte. Aber das wird tagtaeglich von unserer "lieben" Gesellschaft erwartet. Der ideale Arbeiter/Angestellte/u.ae. sollte doch NIEMALS krank sein, ist ers doch, droht man gleich mit Kuendigung... Es ist ueberall so. Als haeufig kranker Mensch hat man es, zusaetzlich zu den Krankheiten, im Leben auch "sozial" noch schwerer. Ihr erinnert euch vielleicht noch an meine Magenkrankheit in meinem Abiturjahr, in dem ich daher auch relativ oft fehlte (Jeden Tag Uebelkeit, regelmaessig Erbrechen, oft starke Magenschmerzen, etc - und das ueber Wochen!) - Sofort hatte man mir, schon, als ich nur 1x krank war, unterstellt, ich wuerde schwaenzen! Da vergeht einem doch erst recht die Lust, mit solchen Menschen umzugehen. Wenn man gleich irgendwelche Dinge unterstellt bekommt, bin zumindest ich gleich so negativ eingestellt, dass ich am liebsten WIRKLICH blau machen wuerde... Weil mich solche Menschen, deutlich gesagt, ankotzen.

Mal sehen, was aus der gesamten Sache noch wird. In Momenten wie diesen, in denen einem soetwas bewusst ist, wuerde man (oder besser gesagt: ICH, ich will hier eigentlich nicht wirklich verallgemeinern, denn jeder Mensch empfindet und handelt anders) am liebsten wirklich resignieren. Wenn ich beachte, wie lange ER bsp. noch arbeiten muesste, bis er die Ausbildung endlich hinter sich hat. Eigentlich ist es gar nicht mehr so lange, aber die gesamte Zeit "darf" er im Grunde nicht mehr krank werden, aber er wird es doch regelmaessig, und dann gibt es jedes Mal wieder das Theater wegen einer moeglichen Kuendigung, usw - Auch, wenn jedes Mal ein Attest vorgelegt wird und ER auch WIRKLICH krank war! Mich MACHT soetwas auch noch krank... Der Stress erhoeht sich dabei nur und bei mir sorgt das nicht "nur" fuer Ausschlag. Die gesamte Welt macht den sensiblen Menschen regelmaessig krank. Alles koennte dabei so viel einfacher sein... Ich rede nicht davon, dass man alles auf dem Silbertablett serviert bekommen sollte, sicher muss es Bemuehungen geben und auch Niederlagen, aber es gibt dennoch viele Dinge, die einfach nur sinnlos aergerlich sind und eigentlich nicht sein muessten. Weil sie niemandem nuetzen.

"Zuhause" angekommen, wurde ich gleich mit einem ekligen Gestank belaestigt. Es war nicht einfach nur stickig hier drin, es stank wirklich. Toll, wenn man dagegen, weil man mit einer daemlichen Person "zusammen" "lebt" auch nichts unternehmen kann... Mir war gleich wieder uebel geworden. Dennoch blieb ich bald darauf wieder erstaunlich gelassen. Auch einige dummdreiste Menschen und etwas verwirrte Fanatiker, die einen manchmal an allen Ecken nerven muessen, nahm ich ziemlich gleichgueltig, konnte sogar darueber lachen. Nur vorhin... Da war ich dann doch wieder einen Moment zornig (nicht hauptsaechlich wegen der Motten, die hier auch wieder im Raum sind). Als das ewige dumme Gesabbel meines "Vaters" wieder begonn - Mittlerweile kann ich nicht einmal mehr eine Stunde in Ruhe "bloggen", ich muss mir schon nach wenigen Minuten das daemliche Gelaber anhoeren! Und es geht mir einfach auf die Nerven. Wenn es "frueher" erst spaeter begann, nachdem ich zumindest meinen Tagebucheintrag schon fertig hatte, dann bin ich eben offline gegangen, wenn es mir zu viel wurde. Im Moment kotzt es mich extrem an, nicht einmal mehr dazu zu kommen und quasi, weil ich wenigstens den einen Eintrag fertig bekommen moechte, dazu "gezwungen" bin, mir den Scheiss anzuhoeren, bis ich endlich fertig geschrieben habe. So macht es dann aber natuerlich auch keinen Spass mehr. Und genau das nervt mich - Da habe ich abends mal eine Stunde zum Schreiben, zum Nachdenken, dazu, mich online umzuschauen und zu lesen, ein wenig mit Bekannten zu diskutieren - Und jetzt wird mir auch noch diese mit lautstark geaeussertem geistigen Duennschiss versaut! Wenigstens diese eine Stunde will ich meine Ruhe haben! Aber in dieser scheiss "Familie" ist ja ALLES zu viel verlangt...

cn P

08.05.2007 um 01:22 Uhr

7.5.07

Stimmung: Sehe gerade sehr viele Schreibfehler - Kommt von der Muedigkeit. Wer die Tippfehler findet, darf sie behalten... Ich habe im Moment keine Lust, nochmals Korrektur zu lesen.
Musik: Keine.

Gestern ging ich um 3 Uhr offline, von Motten genervt. Hatte Mund- und Zahnschmerzen, mein "Vater" hatte in meinem Zimmer das Fenster den gesamten Tag geoeffnet gelassen und nun war es extrem kalt darin, seltsamerweise begegnete mir dennoch nur eine Motte, um 4 Uhr ging ich schlafen. Am naechsten Tag wollte ich eigentlich um 10 Uhr aufstehen, aber mein "Vater" blockierte das Bad. Auch nach 11:15 noch. Dann befand sich auch noch eine Hornisse im Wohnzimmer, ein wirklich riesiges Tier, aber mein "Vater" bestand darauf, dass ich hier fruehstuecken sollte und stellte vor mir dann auch noch ausgerechnet ein Glas Saft hin. Und dann dieser saudaemliche Spruch: "Na dann sticht die dich eben, das ist mir doch egal!" Ich bin daraufhin wieder in mein Zimmer gegangen und meine Sachen packen, denn so einen Mist lasse ich mir einfach nicht gefallen. Wollte dann noch kurz ins Wohnzimmer, um bescheid zu sagen, dass ich nun gehe, da wurde herumgemotzt, ich solle nich herein kommen. Was sollte das schon wieder? Ich sollte also warten. Irgendwann, es ging gegen 12 Uhr, hatte mein "Vater" die Hornisse wohl nach draussen vertrieben und ich war doch noch gezwungen, zu fruehstuecken. Dabei schmeckt im Moment sowieso nichts.

Motten schwirrten umher und ich wurde wieder angemotzt. So war es nun angeblich wieder meine Schuld, dass mein "Vater" sich die Muehe machen musste, die Hornisse zu vertreiben. Ich war wirklich genervt. Dann noch diese Anmerkung: "Und wenn du nachher gehst, bringst du gefaelligst Brot mit!" Ein Bitte oder Danke habe ich hier wirklich noch NIE gehoert. Es wurde weiter getroedelt. So habe ich auch um wenige Minuten (dh weil der Bus zu frueh war) den Bus verasst. Musste 10 Minuten warten und wunderte mich dabei ueber so einige Dinge. Wie ueber den Fussweg fahrende Autos oder dass drei der 4 Sitze der Haltestelle vollkommen nass vom Regen waren, und sich dennoch 3 Menschen auf ausgerechnet diese Sitze setzten, und keiner von ihnen bemerkte es auch nur, dabei hatten sie danach alle nasse Hosen/Jacken O_O Die menschliche Ignoranz und zT sogar Betonkoepfigkeit finde ich immer wieder faszinierend. Im Bus wurde wieder gegroehlt, aber bald wuerde ich zuhause sein... Und heute nicht zur Vorlesung fahren. Ich habe die ueblichen Ausreden: 1. Gibts keine Anwesenheitspflicht, 2. Liest der Prof nur Texte ab, die man auch online 1:1 nachlesen kann. Aber der eigentliche Grund waren wohl meine Unlust, meine Depression, meine Kopfschmerzen.

ER war heute, wie erwartet, beim Orthopaeden gewesen, nachdem der Hausarzt schon seit Wochen die starken Gelenkschmerzen ignoriert und immer nur raet, laenger abzuwarten. Leider war es beim Orthopaeden auch nicht anders, es hiess nur, wie irgendwie bei allen Aerzten hier in B., man solle doch erst einmal einige Wochen warten, ob sich das nicht von allein bessert. Ich bin fast der Meinung, 99% der Aerzte von B. seien absolut unfaehig. Ich habe schon sehr viele Faelle kennen lernen koennen, bei denen man nur den Kopf schuetteln konnte. Aber auch der Ablesedienst (Wasser) von heute war wieder so ein Mensch, bei dem man fast froher waere, wuerde er arbeitslos zuhause sitzen. Die Zaehler hier im Haus muessen durch Ausschrauben ausgetauscht werden, das tat dieser Mensch heute auch... Nur riss er die komplette Halterung aus der Wand, beschaedigte auch ein paar Kacheln, und verschwand dann nur mit den Worten: "Das koennen Sie auch allein wieder in Ordnung bringen." Super. Arschloch. Was kommt das naechste Mal? Verwuestet mir der naechste, der eigentlich nur auf eine Anzeige sehen muss, die gesamte Wohnung? Darf ich danach neu renovieren? Daran, den eigenen Fehler wieder gut zu machen, denken solche Menschen nicht einmal. "Das koennen Sie auch allein wieder in Ordnung bringen." (Klar, ich werd mir jetzt neuen Kleber, Spachtelmasse und Kacheln kaufen... Damit der mir die in einem halben Jahr evtl wieder beschaedigt... Aergerlich finde ich vor Allem, dass das eine Mietwohnung ist und WIR fuer alle Beschaedtigungen haften muessen.)

Aber hier im Haus verfaellt generell alles immer mehr, woran auch immer das liegt. Das Licht im Treppenhaus ist in mehreren Etagen eigentlich immer kaputt, die Gegensprechanlage funktioniert nicht, die Lichtschalter sind falsch angebracht, die Steckdosen fallen fast von alleine heraus. Regelmaessig funktioniert auch die Klingel nicht. Ausserdem ist das Haus seltsam isoliert und neigt zu Schimmel. ER wuerde am Liebsten umziehen, aber wir wissen beide gut genug, dass wir nirgends eine Wohnung zu so einer geringen Miete finden werden. Selbst noch viel schlimmere Gammel-Spelunken im tiefsten Ghetto kosten haeufig mehr. Deswegen denke ich, wohnen wir hier, trotz Abzuegen, doch ganz gut. Wir haben einen See vor der Haustuer, einen Berg nicht weit entfernt, weite Felder, eine Bushaltestelle eine Strasse weiter (Ab und zu kommt sogar ein Bus!), die Nachbarn machen gewoehnlich nicht zu viel Laerm und es ist auch nicht zu weit weg von der Wohnung von meinem "Vater" (dh ich habe keinen langen Hin- und Heimweg). Ausserdem haben so gut wie alle Mietwohnungen Maengel. Das weiss ich gut von meiner "Mutter" oder von Freunden und Bekannten. Irgendetwas ist immer falsch... Schiefe Waende, unpassende Tueren, schlechte Isolierung, ein gammeliges Treppenhaus oder verwildernde Hecken direkt vor der Tuer... Wirklich perfekt kann man wohl nur wohnen, wenn man alles selbst in der Hand hat. Denn man selbst ist wohl noch am meisten am eigenen Wohlbefinden interessiert.

Ich habe mich heute wenig um das Studium gekuemmert. Die wenigen Dinge, die ich tat, waren schon deprimierend genug. Ich weiss schon, die Prof vom Geschichtsdings wird mir den Kopf abreissen, weil ich immernoch nicht mit dem Aufsatz begonnen habe (Ich muss sicher auch noch Emails an sie beantworten), aber im Moment kotzt mich das alles einfach nur an... Da musste ich mir doch neulich fuer den Mittelalter-Kurs extra ein Woerterbuch anschaffen. Es hiess, nur dieses eine sei okay, alle anderen nicht. Was ich schade fand, denn ich hatte schon ein anderes zuhause, aber so kaufte ich mir eben auch noch das neue fuer 20 Euro. Nun heisst es ploetzlich, man braeuchte das neue doch nicht, sondern koenne jedes beliebige verwenden! Also habe ich dran gedacht, denn Geld kann ich immer sparen, das neu gekaufte noch schnell zum Buchhandel zurueck zu bringen... Denkste, die Rueckgabefrist von 2 Wochen ist naemlich genau um wenige Tage ueberschritten :/ Ich koennte kotzen. Glaube naemlich nicht, dass mir jemand das fuer 20 Euro abkauft... Auch, wenns nagelneu und nie benutzt ist.

Okay, es ist nun natuerlich nicht so, dass ich unbedingt abhaengig von diesen 20 Euro waere, aber wirklich jeder umsonst ausgegebene Euro schmerzt mir. Manchmal goenne ich mir zwar gerne etwas, aber so reich, dass ich Geld einfach VERSCHWENDEN koennte, dh es fuer Dinge ausgeben koennte oder moechte, die ich nicht irgendwie wirklich haben moechte (oder brauche), das bin ich einfach nicht. Und irgendwann bin ich vielleicht doch wieder so arm dran, dass ich allein um 10 Euro schon heilfroh waere... Weil das Geld zum Monatsende gar nicht mehr reicht, nichtmal mehr zum Essen... (Okay, im Moment siehts anders aus, richtig gut sogar, aber das heisst ja nicht, dass es wieder richtig schlimm werden koennte, wie es schon einmal war...) Ich moechte noch einmal betonen: Geld auszugeben, auch fuer nicht lebensnotwendige Dinge - zB Buecher, Kunstutensilien, Antiquitaeten - das tue ich gerne und empfinde es auch nicht als Verschwendung, denn es erfreut mich und ich weiss, ich kann dafuer woanders einsparen, ohne, dass es mich bedrueckt (Weil ich weiss, dass ich das Geld fuer etwas anderes verwende, was mir auch gefaellt). Dinge, die mir Freude machen, egal, ob immateriell oder materiell, sind fuer mich keine wirkliche Verschwendung. Verschwendung ist, Geld zu verlieren, fuer Dinge, die man nicht moechte, oder durch Unfaelle, oder was weiss ich... Das Geld zu verlieren, ohne dafuer etwas zu erhalten, was einen erfreut.

So habe ich mir - jetzt duerft ihr mich belaecheln - heute noch ein paar Buecher geleistet, nicht zu teuer, zwei Euro nur das Stueck, von Dante, Hoelderlin und Boccacio. In Zukunft will ich mich auch noch nach Bonaventura, Lord Byron und evtl noch mehr von Novalis umsehen. Und ein Bildband zu CDF waere auch nett, nur weiss ich da nicht so genau, welchen ich mir suchen sollte (Es gibt eine Menge im Handel und sie alle variieren stark in der Anzahl und Qualitaet der Abbildungen - Habe ein Buch gefunden, das schien super - Hatte ueber 850 Seiten, sehr zahlreiche Abbildungen - Nur alle nur in Schwarzweiss :/ ). Und damit mir das Geld fuer die "neuen" Buecher (meist sind es ja doch antike) nicht ausgeht, habe ich auch beschlossen, demnaechst einige Dinge aus meinem Eigentum zu verkaufen. Da waeren Duftoele, Raeucherstaebchen und Kerzen (Es gibt bestimmte Sorten, die wuerde ich nie mehr hergeben, aber ich habe auch, gerade aus einem grossen Paket mit verschiedenen Sorten, noch einzelne, die mir nicht so gefallen), das kaputte Fahrrad (vielleicht will jemand basteln?), dann noch Kleidung, die nicht mehr passt (Einige Stuecke sind durchs Waschen - danke, Schwiegermutter! *zyn* - so eingegangen, dass ich da niemals mehr hinein passe), vielleicht noch einige aeltere Buecher (Schullektuere, die mir privat gar nicht gefaellt, Buecher, die ich doppelt habe - zB einmal selbst gekauft, einmal als Geschenk erhalten), und... Nunja, einige Dinge finden sich vielleicht noch.

Abends herrschte dichter Nebel und der Himmel sah merkwuerdig aus. Vor der Schwaerze zogen hellweisse Wolken vorbei, von der Art, wie sie aufstiegen, haette ich sie fast fuer Rauch eines Brands halten koennen. So merkwuerdige Wolken hatte ich bisher wirklich kaum gesehen. Leider lag die Kamera auch schon wieder zuhause. Es regnete in Stroemen. In R. schliesslich wurde der Himmel rot-violett. Zahlreiche Wuermer fanden sich auf dem Boden und ein... Darm?! Es sah sehr nach den Eingeweihden eines Tieres aus, vielleicht hat ein Fuchs ein Kaninchen gerissen, und... So ist die Natur eben ;) Manchmal erscheint sie einem grausam - Wenn man als "Mensch" denkt - Wenn man als "Teil der Natur" darueber urteilen will, dann jedoch erscheint all dies einem sinnvoll und akzeptabel. Durchnaesst und mich krank fuehlend traf ich "zuhause" ein. Eine Motte sass an meiner Zimmerdecke, interessierte mich jedoch kaum. Da stoerte mich das gleich wieder einsetzende, ewige Gemecker viel mehr. Und dieses daemliche besserwisserische Getue. Von wegen ich solle nicht so jammern (Habe ich das? Ich habe bloss gesagt, ich kann im Moment nichts essen!), so eine Mundschleimhautentzuendung koenne gar nicht so schlimm sein. Das saehe man doch sicher nicht einmal (Von wegen... Die Wunde ist sehr weit offen und alles angeschwollen - Sieht nicht gut aus, aber das war bisher jedes Mal so, das Medikament wirkt dann nach einiger Zeit doch noch).

Und dann dieser senile Kram vorhin... Wo er sich entsetzt, nein, eigentlich uebertrieben aggressiv, darueber gab, dass ich morgen um 7:30 aufstehen muss. Das fiel ihm jetzt erst auf, dabei ist das seit mehreren Wochen so. Nie zuvor hatte er sich derart darueber aufgeregt, aber eben ist er vollkommen ausgerastet. Da sieht man es wieder - Der Idiot SUCHT sich immer irgendeinen Grund, worueber er sich aufregen und mich beschimpfen kann. Als wenn ich ueberhaupt irgendetwas dafuer koennte, wann ich zur Uni muss. Das ist nun wirklich nicht MEINE Entscheidung. Irgendwie werde ich diesen Stress einfach nicht los. Es ist graesslich - Ich bin mir 100%ig sicher, dass wenigstens 3/4 von dem ganzen Aerger, den ich taeglich habe, unsinnig und vermeidbar waeren! Wuerde mein "Vater" mich einfach in Ruhe lassen, ginge es mir viel besser. Bisauf den einen oder anderen Konflikt an der Uni gaebe es dann naemlich gewoehnlich gar nichts, was mich stoeren wuerde. Ab und zu ein dummer Mensch in Bus oder Bahn... Na und. Das, was mich am meisten belaestigt, ist mein so genannter "Vater". Ohne ihn - ich sage es haeufiger - ginge es mir besser und ich waere wohl auch viel seltener krank.

cn P

07.05.2007 um 01:45 Uhr

6.5.07

Der Sonntag begann auch schon schrecklich. Ich wurde am spaeten Vormittag wach. ER hatte gerade Staub gesaugt. War wohl immernoch oder schon wieder auf den Beinen. Ich hatte Kopfschmerzen und brennende Augen, meine Mundverletzung war auch noch scheusslich. ER machte weiter Laerm. Generell hat er bis zum Abend heute wirklich keine 10 Minuten mit mir geredet. Wenn ich ihn ansprach, hiess es nur, er habe keine Zeit. Ich fuehlte mich am Abend dermassen ignoriert, dass es mich einfach nur sauer gemacht hat. Das koennt ihr gerne kindisch finden, aber ich denke, wenn man mit jemandem zusammen lebt, sollte man von ihm zumindest ein Mindestmass an Aufmerksamkeit bekommen! Am Abend habe ich auch schon provokant gesagt, ich haette mich in derselben 1,5-Zimmer-Wohnung umbringen koennen, ER haette es wohl erst Stunden spaeter bemerkt. Den gesamten Tag ist ER wie bescheuert in der Wohnung herum gelaufen und hat geputzt. Und zwar uebertrieben ordendlich. Und natuerlich die unwichtigsten Sachen zuerst. Gerne darf die ganze Wohnung ordendlich sein, wenn der komische Heizungsablese-Typ morgen kaeme, aber 1. sollte man mit den Raeumen beginnen, die dieser Mensch auch sehen wird, 2. wird der sich bestimmt nicht dran stoeren, wenn irgendwo ein einziges Staubkorn liegt.

Mich machte dieser Ordnungsfimmel und die damit einher gehende totale Ignoranz gegenueber allem Anderen bis zum Abend wirklich verrueckt. Ich frage mich sowieso, was das soll. Nicht nur, weil das bislang niemals so war, sondern auch, weil mir das sehr "ungesund" erschien. Und vor Allem - Wieso dauerte das so lange, bei nicht einmal 2 Zimmern? Ich bin zu nicht viel gekommen, gegessen habe ich auch kaum, weil ER staendig die Kueche versperrte. Aufgehoert mit dem ganzen Kram hat ER erst, nachdem er abends kurz nach 21 Uhr solche Knieschmerzen hatte, dass er nicht mehr stehen konnte. Irgendwie erahne ich, dass das bis morgen so bleiben wird, ER beim Arzt landen wird, damit wieder einen Tag nicht bei der Arbeit erscheinen wird, es daher nur noch mehr Aerger gibt, und letztendlich als Schlussfolgerung alles mehr oder minder schnell den Bach hinunter geht. Was soll dieser ganze Wahnsinn? Naja, wenigstens ist ER dann morgen Vormittag vielleicht zuhause, wenn der Ablese-Typ kommt, da kann ich ausschlafen *re* Ich finde es nur absolut schrecklich, praktisch gar kein richtiges Wochenende gehabt zu haben. Die gesamte Zeit nur brennendes Licht, Laerm, was weiss ich... ER war auch nicht ansprechbar. Da haette ich das Wochende auch alleine woanders oder bei meinem "Vater" verbringen koennen. Waere genauso beschissen gewesen, wenn nicht vielleicht sogar weniger deprimierend. (Besonders mies finde ich das alles in Anbetracht der Tatsache, dass ich die naechsten WEs schon nur Stress haben werde, weil ich die Semesterarbeit nachschreiben muss - da wollte ich dieses wenigstens noch ein letztes Mal Ruhe haben)

Das Schlimme ist ja nicht die Tatsache an sich, sondern, dass IHN das scheinbar gar nicht interessiert hat. Was ist da nur passiert? Abends hatte ich auf jeden Fall wieder starke Depressionen, habe an SVV gelitten und... Naja, es ist einer der miesesten Tage seit Monaten, muss ich ehrlich sagen. Selbst an dem WE, an dem ich die gesamte Nacht an einer Semesterarbeit gesessen hatte, hatte ich am naechsten Tag abends wenigstens meine Ruhe... Dieses WE war einfach nur Stress gewesen. Wie gesagt - Vor 21 Uhr war heute nicht Schluss. Dann hatte ER noch etwas gegessen und die 1. wirkliche, wenn auch nur kurze, Unterhaltung zwischen UNS ergab sich erst irgendwann nach 22 Uhr. Und eine Stunde spaeter musste ich auch schon wieder gehen. Wenn ich daran denke, dass das "normale" (= durchschnittliche) Paar taeglich nur 10 Minuten miteinander reden soll, kommt mir das unglaublich trostlos vor. Die eine einzige Stunde heute hat mich schon depressiv gemacht, ganz einfach schon, weil ich mich immer frage, wieso bitteschoen ER dieses WE kein bisschen mit mir geredet hat, sondern... Wirklich mich gar nicht wahrgenommen hat. Was das ganze soll. Einen Streit hatte es vorher nicht gegeben, aber dies hier wird noch zu einem fuehren.

Abends dann fiel mir auf, dass die Anzahl grosser Motten mittlerweile stark zunimmt (Auch im Treppenhaus *wuerg* Weil die Nachbarn staendig Tuer und Fenster offen stehen lassen). Scheint an der Jahreszeit zu liegen. Der Bus war wieder voll, es waren auch wieder zwei groehlende alkoholisierte Personen dabei. Vielleicht sollte ich sie, wie alle anderen auch, ignorieren. Ich hatte noch immer Schmerzen, jetzt auch Probleme mit den Muskeln, woher auch immer. In der Wohnung angekommen, gab es auch wieder nur Gesuelze, ausserdem flattern hier etliche Fliegen und Muecken vorbei, einfach nur stoerend. Auch irgendwie "seltsam": Von wie vielen Morden mittlerweile in B. berichtet wird, in den Zeitungen und Fernsehnachrichten. Da ist auf einer einzigen Seite beispielsweise von 7 verschiedenen Mordfaellen hier in B. die Rede, die sich alle ueber dieses WE ereignet haben. Alles Frauen/Maedchen, zwischen 6 und 25 Jahren. Ich bezweifle nicht, dass es noch viel mehr Morde an diesem WE gab. War es schon immer so? Gehabt euch wohl,

cn P

07.05.2007 um 01:17 Uhr

5.5.07

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Gesellschaft, Familie, Stress, Finanzen, ÖPNV, Post

Am Samstagmorgen stand ich um 10 Uhr auf. Ich hoerte die Nachbarn durchs Treppenhaus trampeln, wie eine Horde Elefanten. Dieser ungeheure Laerm erschien mir unerklaerlich, selbst eine ganze Schulklasse mit 30 Erstklaesslern koenne unmoeglich so ein Gerumpel und Geschrei verursachen... Aber da hatte ich mich wohl getaeuscht. Mein "Vater" jammerte mich auch gleich wieder an, ER hatte verschlafen - Na der Tag hatte ja schon wieder gut begonnen *zyn* Ich sass also wieder in meinem Zimmer herum und machte mir seltsame Gedanken, bsp darueber, ob neben der physischen Welt noch eine ganze geistige existiert, die eigentlich komplett unabhaengig von der physischen ist, und diese nur in wenigen Punkten tangiert. So vertrieb ich mir meine Zeit, bis ER endlich wach und hier in R. war. Es war auf der Hauptstrasse mal wieder Markt, so war alles versperrt und der Bus fuhr auch nicht den ueblichen Weg. Der Markt an sich hatte nicht viel zu bieten. Nur betruegerische Markthaendler (Aufs Preisschild 5 Euro schreiben, aber 10 verlangen... Jaja) und Menschenmassen, die so hysterisch waren, als haetten sie in ihrem Leben noch nie eine Bratwurst gesehen.

Ich habe mein "Maerchenbuch" bei der Post abgegeben, es ist nun auf dem Weg in die Niederlande. Ich hoffe doch, dort kommt es auch an und es uebersteht die monatelange Reise und erreicht mich danach auch wieder unbeschaedigt. Insgesamt kostet mich die Aktion ca, vielleicht, 6-7 Euro, aber einmal wollte ich mir das gerne goennen, auch, wenn es ein gewisses Risiko darstellt. WIR wollten danach zum Center fahren, die Bahn blieb jedoch im Tunnel haengen und stand da auch wieder eine Viertelstunde :/ Manchmal glaubt man sich fast vom Pech verfolgt. In der Bahn sassen zahlreiche Gaffer und auch wieder mehrere Menschen, von denen ich glaube, dass sie ein wenig sehr geistig verwirrt waren. Die Einkaeufe, nachdem WIR endlich angekommen waren, waren durch zahlreiche etwas "stoerende" Menschen auch nicht wirklich ein Vergnuegen, aber soetwas ertraegt man. Auf dem Rueckweg fiel uebrigens auch wieder ein Bus aus... In L. machten WIR einen Zwischenstopp. So eine Geisterstadt habe ich lange nicht mehr gesehen! Diese hellgraue Betonwueste, und nirgends ein Mensch zu sehen... Und dazu diese extrem haessliche Schule! Ich bin richtig froh, dass ich dort nicht lernen musste.

In der Einoede gab es einen Supermarkt, der heute jedoch auch fast leer geraeumt war. Laut IHM ist die Auswahl dort "normalerweise" auch besser. Auch, als WIR uns nun zurueck nach S. begeben wollten, gab es wieder einen Busausfall. So standen WIR 20 Minuten herum - Ausser dem Haltestellenschild gab es dort nichts. Einige Menschen kamen dazu, sahen UNS an, drehten sofort wieder um und stellten sich auf die andere Strassenseite. Als er Bus nach ca 30 Minuten endlich kam, liefen sie aber wieder zurueck auf "unsere" Strassenseite. Merkwuerdige Menschen gibt es. Und ich garantiere, weder ueberdurchschnittlich haesslich zu sein, noch zu stinken... Ach, uebrigens: Nachdem mehrere Busse irgendwie "ausgefallen" waren, kamen nun gleich 3 direkt hintereinander eingefahren. Auch "normal" hier - Leider. Zuhause angekommen, sah ich als erstes, dass heute mal viel Post angekommen war - Und der "nette" Postbote einen Teil einfach draussen in den Flur gelegt hatte. Finde ich auch nicht gut so, geklaut wird sogar hier im Haus genug. In der Wohnung angekommen, steckte ich erst einmal meinen Schluessel ein. Heute Morgen war mein "Vater" nochmals darueber aggressiv geworden, das wollt ich mir nicht noch einen Tag antun.

Generell fuehlte ich mich am Nachmittag nicht sonderlich gut. Ich litt unter starken Kopfschmerzen, da konnte weder Gedoese noch ein Bad Linderung schaffen, ausserdem ist meine Mundschleimhautverletzung natuerlich wieder dabei, sich zu entzuenden. Ich benutze wieder meine altbekannte, nach Zimt schmeckende, Betaeubungssalbe, aber ich denke, einige Tage werde ich sicher noch darunter leiden muessen. Heute ernaehrte ich mich darum wieder nur sehr gering und nur von Suppe... Abends haben WIR die Wohnung aufgeraeumt bzw damit begonnen. ER war wieder ueberaus pingelig und machte mich bald auch fast verrueckt mit seinem Sauberkeitswahn. Sauberkeit hin oder her - Natuerlich sollte eine Wohnung sauber sein, aber muss man jedes Regalbrett 5x abwischen und dann die Dinge, die darauf stehen sollen, fast schon mit dem Lineal abmessen und "passend" zueinander anordnen, auf den Millimeter genau? So ging es unuebertrieben bis zum naechsten Morgen gegen 5 oder 6 Uhr. Es war laengst wieder hell draussen und ich ueberaus genervt. Legte mich schlafen. ER hat wohl weiter "aufgeraeumt".

cn P

07.05.2007 um 00:53 Uhr

4.5.07: Die graessliche Sprechstunde (Abs. 4-6)

Donnerstagnacht ging ich um 2 Uhr offline. ER hatte sich noch laenger draussen herumgetrieben und Fotos gemacht. Konnte einen groesseren Brand beobachten, davon sind auch Fotos entstanden. Ich weiss jedoch nicht, was ich davon halten soll, dass er mittlerweile jede Nacht hinaus geht, obwohl ihn das frueher nie sonderlich interessiert hat (Aber die Fotos habe ich ja gesehen... Die Ergebnisse waren wirklich gut, aber jede Nacht irgendwo auf dem Berg herumzustehen? Sonst klagt er immer, er waere ja so uebermuedet). Ich wurde von einer Motte in meinem Schlafzimmer geplagt, bin 3:30 schlafen gegangen, habe auch wieder getraeumt.

Wurde frueh wach, bin aber erst um ca 9:30 aufgestanden. Gleich musste ich mir wieder dummes Geschrei und Gemecker anhoeren, das Essen war schlecht und mir war zum Erbrechen uebel. So kam ich kaum dazu, ueberhaupt einen Bissen zu mir zu nehmen, sonst haette ich mich uebergeben. Das Getroedel war auch kaum auszuhalten, von den dummen Spruechen gar nicht zu sprechen. Wie einige Menschen IMMER Recht haben wollen... Mein "Vater" hatte irgendetwas zu einem Foto gesagt (dass es seltsam aussaehe), und ich meinte daraufhin, das laege am Licht. Gleich hat er mich angeschnauzt, rechthaberisch: "Das liegt nicht am Licht, das liegt am Schatten!" Als wenn das ein relevanter Unterschied waere. Mit Atemnot, Kreislaufproblemen und sehr schwerer Tasche schleppte ich mich zur Bushaltestelle. Die Busfahrt war auch wieder so eine Sache. Ein aelterer Herr beklagte, er wolle das Fenster neben sich offen haben, und ist deswegen tatsaechlich zum Fahrer nach vorne gegangen und hat sich das Fenster von diesem oeffnen lassen. Als wenn er nicht einfach einen der zahlreichen Passagiere direkt neben sich haette frage koennen. Generell war diese Fahrt irgendwie seltsam. An der J.strasse gab es einen Unfall, ueber den man am Abend auch in den Fernsehnachrichten hoeren konnte. Es gab 5 Schwerverletzte. Ein Krankenwagen war ueber eine rote Ampel abgebogen und in einen PKW mit 4 Menschen gerast.

Der Bus fuellte sich immer weiter und man kam sich schon vor, wie in einem Viehtransport. Zahlreiche unangenehme Gerueche, penetrantes Parfuem, Zwiebeln, Schweiss, Alkohol. Schreiende Kinder. Dann stieg im anderen Bus eine fruehere Mitschuelerin mit einigen ihrer Bekannten ein. Wir unterhielten uns ganz gut. Das eine Maedchen studierte Sinuistik und ostasiatische Kunstgeschichte, haette mich beides auch interessiert. Was ich etwas dreist fand, wieder so etwas, was ich meiner Uni ankreiden kann: Dass Studenten, die im Unterricht staendig ins Museum oder in den botanischen Garten muessen, nicht einmal (trotz hoher Semestergebuehren!) kostenlos hinein kommen, sondern extra eine Jahreskarte kaufen mussten! 20 Euro fuer den Garten, 40 Euro fuer das Museum. Und diese Jahreskarte gilt nicht einmal fuer Sonderausstellungen, bei denen muessen pro Besuch nochmals ca 5 Euro zugezahlt werden. Wer soll das bezahlen? Rechtzeitig kam ich zur Vorlesung, die Stuehle und Klapptische waren aber schon zum Grossteil besetzt. Einen Platz bekam ich dennoch, aber der war auch eine Qual. Ich sagte es ja, eine reine Fehlkonstruktion, der Saal. Die Klapptische sind so lang und niedrig, dass man sich richtig darin einklemmt.

Nach der Vorlesung begab ich mich zur Sprechstunde. Erst einmal musste ich ueber 20 Minuten warten. Ich stand also im Flur, wollte mir diverse Veranstaltungsplakate ansehen, bemerkte dann aber, dass diese alle mehrere Jahre alt waren. Von 1990 bis 2004, aber nichts Neueres, nichts Aktuelles. Dann endlich war ich dran und das Gespraech verlief sehr aergerlich. Bald kam auch meine andere Geschichts-Prof dazu, die natuerlich der anderen Prof zustimmte und meine Arbeit mit schlecht redete, ohne sie ueberhaupt gelesen zu haben (ganz nach dem Motto: "Wenn eine Kollegin das sagt, muss es ja stimmen"). Was diese Profs ueberhaupt von mir gedacht haben, fand ich schon sehr ungerecht. Zuerst wurde mir vorgeworfen, ich naehme das Studium nicht ernst und sei gar nicht interessiert, es zu bestehen (Notorischer "Schulschwaenzer", u.ae.). Das schloessen sie aus meinen vielen Fehlzeiten am Anfang des Jahres. Ich sei ja schon zu Beginn 4x nicht da gewesen. Ich machte dann die Prof freundlich darauf aufmerksam, dass ich erst einen Monat nach Studienbeginn ueberhaupt meine Zulassung bekommen hatte, daher vorher gar nicht da sein KONNTE! Da meinte sie, das muesse sie erst pruefen, so koenne das ja jeder behaupten. Aber selbst wenn, so die Prof, bei so vielen Fehlzeiten koenne sie mir gar nicht mehr eine "regelmaessige Teilnahme" bescheinigen, dh es wird auf JEDEN FALL einen Punktabzug bei der Endzensur geben.

Natuerlich fand ich das nicht gerecht, worauf die Prof behauptete, es taete ihr ja Leid, aber so seien die "Regeln" nun einmal: Wer im Semester haeufiger als 3x fehlt, hat nicht regelmaessig teilgenommen und das wuerde eben so vermerkt werden. Egal, ob man etwas dafuer koenne, nicht da gewesen zu sein, oder nicht. Auch in dieser Hinsicht hat sich meine Abneigung gegenueber dieser Uni also vergroessert. Weiter ging es mit der Arbeit. Als erstes schon wurde das Deckblatt kritisiert: So haette sie das nicht haben wollen. Ich entgegnete - was ja auch wahr war! - dass ich es haargenau so von ihrer Instituts-Website unter dem Punkt "Empfehlungen fuer Hausarbeiten" entnommen hatte. Prof: "Das mag da stehen, aber ich hatte in der 1. Sitzung dieses Semesters angekuendigt, wie ich es gerne haette, naemlich anders!" Ich sagte daraufhin, sie wisse doch, dass ich da nicht da gewesen sei. Sie: "Da haetten Sie sich eben informieren muessen!" Ich sagte daraufhin, dass ich das auch getan habe, aber die Kommilitonen, die ich fragte, wohl vergessen haetten, mir diesen einen Punkt mitzuteilen. Die Prof daraufhin aggressiv: "Das kann ja gar nicht sein!" Jetzt wird einem also schon unterstellt, zu luegen. Sehr schoen. Aber nein, persoenliche Abneigungen gibt es an dieser Uni ja gar nicht *zyn*

Auch den Rest meiner Arbeit mochte sie nicht. Sie war der Ansicht, ich haette das Thema verfehlt. Was genau falsch war, konnte sie mir jedoch nicht sagen. Typisch. Dann dieser ekelhafte "Trost"-Versuch: Ich koenne die Arbeit bis Anfang Juni komplett neu schreiben und abgeben. Nett - Aber in welcher Zeit soll ich das tun? Versuchen werde ichs natuerlich dennoch... Dann diese Aussage, die ich schon dreist fand: Ich solle doch froh sein, dass sie mir noch zutraue, die Arbeit neu besser zu schreiben, einer anderen Studentin habe sie empfohlen, das Studium abzubrechen, da ihre Arbeit noch graesslicher gewesen sei, als meine. Ich haette einfach nur heulen koennen. Wut war da auch eine Menge dabei, gerade wegen zB eben der Sache mit den Fehlzeiten, fuer die ich nun wirklich gar nichts kann. Als ich dann die Sprechstunde verliess (Es wird noch sehr stressig... Details will ich euch ersparen), wurde mir noch hinterher gerufen: Ich solle nicht so geknickt schauen, wenn meine Eltern darueber aggressiv werden wuerden, wuerde ich das schon ueberstehen, denn um eine Konfrontation dieser Art zu haben, sei ich alt genug. Bei solchen Spruechen, gerade von Menschen, die ueber meine sog. "Familie" gar nichts wissen, wird mir schlecht. (Wenn meine neue Arbeit uebrigens auch nicht gut wird, muss ich das Semester bzw den Kurs irgendwann wiederholen.)

Als ich endlich gehen konnte, war schon eine Stunde vorbei. Ich sah den Bus von weitem und rannte dorthin... Ich war gerade vorne am Einstieg angekommen, hatte sogar noch auf den Tuer-Oeffnungs-Knopf gedrueckt, der Fahrer oeffnete aber nicht mehr, sondern fuhr einfach davon. Es kann immer noch beschissener kommen... Ich musste 20 Minuten in der prallen Sonne stehen. Neben dieser staubigen und von Abgasen verpesteten Strasse. Die Insekten, die zahlreich unterwegs waren, fand ich auch stoerend. Da sein koennen sie ja ruhig, aber in meinem Gesicht finde ich sie unschoen. Die Busfahrt zum Center dauerte auch lange. Es gab Stau und die Busspur war zum Grossteil zugeparkt. An der Station vor meinem Ziel wurde auch mal wieder eine lange Pause gemacht. Im Center lungerten wieder viele Chaoten herum, nachher auf der restlichen Heimfahrt ebenfalls. In R. kam wieder kein Bus, 30 Minuten Wartezeit. Kopfschmerzen, herumlungernde Personen, Schnapsgestank. Irgendwie war ich genervt. Zuhause war ich kaum mehr zu etwas faehig, habe wohl nur noch gebadet, geschlafen, herumgelegen. Keine Ahnung. Von der Uni wollte ich nichts mehr wissen, bekomme davon nur noch Depressionen und das schadet mir ziemlich.

Am Abend kam der Bus auch wieder 10 Minuten zu spaet und war voller Asis (Auch, wenn das Wort euch nicht gefaellt). Mal wieder wurden Koffer aeusserst unpraktisch gestapelt und flogen durch die Gegend. Heute bekam ich gleich zwei ans Schienbein, habe jetzt farbenfrohe Bluterguesse davon. Am Bahnhof dauerte die Weiterfahrt auch wieder ewig, weil Massen an Menschen zu unfaehig waren, um ganz gewoehnlich auszusteigen. Stattdessen troedelten sie herum und standen einander nur gegenseitig im Weg. Ich denke, bis diese ca 20-30 Menschen draussen waren, mussten erst fast 10 Minuten vergehen. So erklaeren sich natuerlich die ganzen Verspaetungen... Als ich bei meinem "Vater" "zuhause" ankam, bemerkte ich, dass ich in S. meinen Schluessel vergessen hatte. Das gab wieder unnoetigen, kindischen Aerger. Generell wurde wieder nur gemotzt und ich musste mir so einige dumme Unterstellungen anhoeren. Habe dann nur noch gelesen, kein Tagebuch mehr geschrieben, u.ae., fuehlte mich zu schlecht. ER war wieder mit der Kamera hinaus gegangen. Ich ging um 3 Uhr offline und sofort schlafen.

cn P

06.05.2007 um 17:58 Uhr

Oh mein Gott... "Musikalischer" Irrsinn

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Musik, Metal, Werbung, TV, Bizarr, Gesellschaft

Da schaltet man mal nachmittags ohne boese Vorahnung den Fernseher an, um nachzupruefen, ob nicht vielleicht doch mal irgendetwas NICHT daemliches laeuft, und was sieht man so beim Vorbeischalten? Eine doofe Jamba-Klingelton-Werbung. Das waere ja nichts Ungewoehnliches, aber dass ausgerechnet Teraesbetoni's "Taivas lyoe tulta" gespielt/gesungen wurde, und zwar von einem quietschenden schlecht computeranimierten Eichhoernchen, da habe ich doch gedacht, ich halluziniere.

Leider war ich aber bei ungetruebtem Bewusstsein und es stimmt wirklich: Teraesbetoni wurde zur duemmlichen Klingeltonwerbung verwurstet. Ich habe gleich mal eine Email an Jarkko, Teraesbetonis Saenger, geschrieben (einige Leute hier wissen evtl, dass ich schon vor laengerer Zeit mal begonnen habe, mit ihm zu kommunizieren), und... Nunja, ich bin gespannt, ob das ganze ueberhaupt authorisiert wurde. Eigentlich kann ich das gar nicht glauben.

Habe uebrigens gerade ein wenig gegoogled und musste feststellen, dass es von dem Werbe-Hoernchen wohl auch noch diverse Versionen von anderen Rocksongs gibt, von Hard Rock Halleluja (Lordi) ueber We will rock you (Queen) und Final countdown (Europe), allerdings zum Grossteil auch anderer Kram, meistens Pop... Ob das alles authorisiert wurde? Sehr merkwuerdig.

cn P 

04.05.2007 um 00:56 Uhr

3.5.07

Stimmung: Krank und depressiv.
Musik: Keine.

Habe ich schon erwaehnt, dass ich meinen Teil von Reise-Heft fertig habe? Samstag bringe ich es wohl zur Post. Die erste Station sind die Niederlande, danach gehts nach Estland, dann nach Finnland, schliesslich Ungarn, USA Westkueste, USA Ostkueste, Israel und zurueck nach B. Wenn ich daran denke, dass es 3 Monate dauern wird, erscheint mir das als ziemlich lange, aber ich denke, wenn ich im Unistress bin, usw, und davon wird es genug geben, vergeht die Zeit schnell genug... Gestern Abend war ich auch wieder von meinem "Vater" genervt. Die Prof hatte immernoch nicht geantwortet. Das tat sie aber heute Abend. Morgen ab 14 Uhr solle ich doch bei ihr vorbei kommen. Meinentwegen. Wenn mir auch die Laune dabei vergeht, wenn ich daran denke, dass sie mir dann wahrscheinlich eine unglaubliche Frist zum Ueberarbeiten setzen wird, nach dem Motto "Montag bringen Sie es mir bitte vorbei" - Schon ist das gesamte WE versaut. Dabei habe ich so viel zutun... Wenigstens habe ichs dann hinter mir, und die Mittelalterfeste, die noch bevor stehen, gehen erst Ende diesen Monats los. Irgendwie... Habe ich im Moment so wenig Kraft.

Schon um 1:30 ging ich offline, schrieb noch eine Stunde. Die Nachbarn machten Laerm, um diese Zeit, ich hoerte es deutlich bis in mein Zimmer und bekam Kopfschmerzen. Getraeumt habe ich in der Nacht auch irgendetwas, erinnere mich aber nicht mehr. Am naechsten Morgen stand ich, wie ueblich, um 9:30 auf. Hatte noch immer starke Kopfschmerzen, wurde gleich mit Geschrei und Gemecker konfrontiert, meine Depressionen machten mich auch krank, und meine Neurodermitis breitet sich wieder weiter aus. Ist wieder richtig schlimm geworden, eigentlich ein Wunder, dass es vorher so lange relativ "gut" ging... Dann musste ich auch schon los. Die extrem schwere Tasche zur Bushaltestelle schleppen, dabei hatte ich Atemnot und starke Allergiebeschwerden, trotz Medikamenten. Am liebsten waere ich zuhause geblieben, aber manchmal muss ich mich eben zu Dingen zwingen. Mit dem Bus gab es auch Probleme, da hier in der Gegend mittlerweile der 3. oder 4. Sprengversuch eines alten Kraftwerks stattfand. Die gesamte Gegend war weit abgesperrt. Vom Kraftwerk steht uebrigens immernoch ein beachtlicher Teil. Ob das je klappen wird? Die Nachbarschaft hat hingegen schon grossen Schaden genommen. Wer dafuer aufkommen wird, steht in den Sternen.

Der Busfahrer konnte mich heute auch noch richtig nerven. Da hielt er eine Haltestelle vor der, an der ich haette umsteigen muessen, und machte Kaffeepause. Der Umstiegsbus fuhr waehrenddessen vorbei. Stand schon an der naechsten Haltestelle. "Mein" Bus fuhr endlich los. Blieb dann an einer roten Ampel haengen (nicht mit dem Spiegel, das geschah neulich in R. *re* Regelmaessig). Der andere Bus stand immernoch und ich dachte, ich koennte ihn wirklich noch bekommen. Da hielt "mein" Bus. Ich quetschte mich durch die im Weg stehenden Menschen hinaus. War ca zwei Meter vor der Tuer des anderen Busses, genau da fuhr dieser los. Als wenn er die paar Sekunden nicht auch noch haette warten koennen. Also musste ich ueber 5 Minuten warten :/ In der prallen Sonne. Umgeben von Rauchern und poebelnden Personen. Dort in der Gegend ist es mit letzteren immer schlimm. Auch heute auf dem Rueckweg... Es war kaum zu glauben. Da standen am Bahnhof gleich 5 kleine Gruppen, die... Nunja... Dort herumlungerten und Menschen bloed anmachten. Und soffen. ZT auch Leute, die aussahen, wie unter 16. Soetwas faellt hier leider unter den Begriff "Normalitaet". Ich finde es krank, aber ich habe hier sowieso nicht zu sagen...

Im Unterricht war es genauso schrecklich, wie sonst. Ich bin immernoch nicht dazu gekommen, die Notizen aus meinem Kalender hierher zu uebertragen ;) Es laesst sich sagen, dass einige Kommilitonen schrecklich dumm waren. Wer bei der Germanistik nicht weiss, was "Singular" und "Plural" heisst, dem ist meiner Meinung nach nicht mehr zu helfen... Dennoch scheint das die Mehrheit der Leute dort zu betreffen. Einfach traurig. Das Uebersetzen aus dem Mittelhochdeutschen war auch wieder das uebliche Debakel. Es ging sehr langsam vorwaerts, so vertrieb ich mir die Zeit und las nebenbei das Nibelungenlied (Das viele Studenten, obwohl es das Semesterthema ist, uebrigens nicht einmal richtig schreiben koennen!). Ich bin heute in ca 3 Zeitstunden bis zu Seite 240 gekommen, ich weiss, viel ist das eigentlich nicht, aber irgendwann haben meine Augen so gebrannt und ich war so muede, dass ich kaum weiterlesen konnte bzw es immer laenger dauerte. Ich bemerkte, dass in dem Kurs einige Menschen wirklich sehr an Personen von meiner letzten Schule erinnern. Stereotypen existieren also doch ;) Jedenfalls, wenn einige Menschen versuchen, ein Klichee zwanghaft zu verkoerpern, weil sie sich dann ganz ganz toll und individuell fuehlen...

In einem uralten, wackeligen Bus fuhr ich zum Center. Dort traf ich mich mit IHM und nach einigen Einkaeufen machten WIR uns auf den Weg nach R. Dort fielen mal wieder 2 Busse aus und durch die Wartezeit von 30 Minuten tauten wieder schoen alle Nahrungsmittel auf :/ Am Nachmittag litt ich unter richtig schlimmen Gelenkschmerzen am gesamten Koerper, hatte Augenschmerzen und starkes Nasenbluten. Kopfschmerzen habe ich jetzt noch. Irgendwie woellte ich am liebsten einfach nur noch meine Ruhe haben. Aber es geht nicht... Was fuer ein beschissenes Leben, wenn man nicht einmal, wenn man sich so grottenschlecht fuehlt, wirklich zuhause bleiben kann. Ich weiss, viele Menschen, gerade solche, die arbeiten, und nicht Studenten oder Schueler sind, koennen noch weniger krank zuhause bleiben. Haben es also noch schlimmer. Aber ich merke immer wieder, wie sehr mir das widerstrebt. Einige Menschen wuerden mich jetzt sicher als "arbeitsscheu", "faul" oder "asozial" abstempeln, aber ich bin einfach der Meinung, dass mich dieser 08/15-Alltag krank macht. Ich wuerde viel lieber etwas tun, wo ich selbst meinen Tag regeln koennte, und wo ich an etwas arbeite, was mir auch Freude bereitet oder zumindest keine Qual ist.

Ich weiss, das wollen viele Menschen, aber die wenigsten tun es. So ist unsere Gesellschaft... Wobei ich denke, sie wuerde besser funktionieren, wenn Menschen ihre Staerken nutzen koennten, denn dann faellt die Arbeit auch leichter und die Resultate sind besser. Ich leide noch unter der irren Hoffnung, dass JEDER Mensch irgendwelche Qualitaeten habe, mit denen er sich und der Gesellschaft nuetzen koennte. ... Abends dann habe ich einige Zeit geschlafen. Aber bald mussten WIR auch schon wieder los... Im Bus begann wieder das uebliche Gegaffe. Und natuerlich waren die Sitze wieder absolut hirnlos mit Koffern u.ae. vollgestellt. Ganz nach dem Motto: 1 Person mit 3 Koffern belegt 4 Plaetze - Einen mit sich und den Rest mit 1 Koffer pro 1 Stuhl. Und wenn das jeder so macht, sind bei einer normalen Menge von Fahrgaesten schnell alle Plaetze belegt. Der alltaegliche Wahnsinn. Der Mond war voll, stand sehr niedrig, war tiefgelb und wirkte mal wieder riesig. ER wollte noch Fotos machen, muesste im Moment auch unterwegs sein, wollte die Kamera holen und evtl noch auf den Huegel in der Nachbarschaft. ER hat im Moment uebrigens auch richtige Gelenkschmerzen, im Knie. Kann phasenweise kaum laufen. Aber bei ihm ist es oft wie bei mir... Wenn man ein Ziel vor Augen hat, kann man die Schmerzen ignorieren. Wenn jedoch etwas erreicht werden soll, was einen eigentlich gar nicht interessiert, woellte man am liebsten den gesamten Tag nur liegen bleiben und schlafen.

Ich kam "zuhause" vor der Haustuer an und irgendein Nachbar oeffnete fuer mich... Ich mag es gar nicht, muss ich sagen, wenn Menschen scheinbar die gesamte Nacht am Fenster haengen und die Menschen ausspitzeln, die vorbei gehen. Es ist schliesslich nicht so, dass es hier Zufall waere, nach dem Prinzip "Oma geht am Fenster vorbei - sieht mich - oeffnet Tuer". Nein. Es geschah mal eine Zeit lang JEDEN Abend! Und das, obwohl ich nicht immer zur gleichen Zeit heim komme. Dh die Person scheint am Fenster zu warten. Jede Nacht. Ich weiss von einigen Menschen hier, dass sie stets am Fenster haengen und beobachten, wann wer die Wohnung betritt oder verlaesst. Einige scheinen sich sogar schriftliche Aufzeichnungen darueber zu machen. Krank? IN der Wohnung flatterte mir in meinem Zimmer gleich eine Motte entgegen :/ Dann sah ich auch eine an der Decke herumschwirren, ob das dieselbe oder eine andere war, weiss ich nicht. Und dann hat der werte Herr "Vater" mal wieder meine Decke uebers gesamte Bett gezogen und auch noch hinten in die Luecke zwischen Bett und Wand gestopft. Wo die Motten sich verkriechen :/ Super! *zyn* Wie ich das hasse, so kommen sie erst recht ins Bett... Ich bin sowieso der Meinung, mein "Vater" muss sich nicht drum kuemmern, wenn ich ein- oder zweimal pro Woche morgens vergesse, mein Bett zu machen. Besser ein ungemachtes als eines mit Motten drin...

Ich weiss sowieso nicht, was das gesamte Theater soll. Im Moment wird mal wieder gemotzt. Ich habe starke Kopfschmerzen, eine Augen brennen ein wenig, Ruecken, Bauch und Gelenke machen Probleme, die Neurodermitis sowieso, und noch dazu habe ich mal wieder eine Mundschleimhautverletzung. Hoffentlich entzuendet sich das nicht wieder. Ich denke, ihr habt es auch schon bemerkt: Wenn ich mal krank werde, kommt alles auf einmal. Scheiss Immunsystem. Mag evtl auch an der Allergie liegen, sowie an gewissen hormonellen Faktoren. Man koennte fast sagen, bei mir bricht im Moment wieder alles zusammen. :( Und in dem Zustand soll man Leistung erbringen... Gehabt euch wohl.

cn P

03.05.2007 um 01:35 Uhr

2.5.07

Stimmung: Vollmond, wenig troestlich.
Musik: Keine.

Auch gestern hatte ich den ewig gleichen Stress. 3 Uhr offline - zwei oder drei Motten in meinem Zimmer gehabt, ausserdem eine liege. Habe geschrieben und bekam dann sehr verspaetet eine SMS von ihm, von ca Mitternacht... ER hatte draussen mal wieder einen frei laufenden Pekinesen gesehen. Ohne Besitzer. Nur anlocken konnte er ihn leider nicht, sonst haetten wir jetzt wohl einen Hund... Natuerlich nur so lange, bis wir ihn zum Tierarzt gebracht haetten, zwecks Chiperkennung. Irgendwie ist es merkwuerdig, denselben Fall hatten wir schon einmal letztes Jahr, vor Monaten, da war es ebenfalls ein Pekinese. Dabei gibt es von dieser Rasse hier in der Gegend nicht einmal besonders viele. Schon um 3:30 bin ich schlafen gegangen, hatte zu grosse Kopfschmerzen. Habe getraeumt, bin erst um 12 Uhr aufgestanden. Gleich kam das uebliche Gemecker, dazu hatte ich Gelenk- und Kopfschmerzen. Wurde immer weiter genervt. Bekam kaum Luft... Es kotzt mich einfach nur an. Ich kann nicht anders, als sauer werden, wenn ich diesen ganzen Scheiss hoeren muss... Von wegen der Treibhauseffekt sei nur eine Erfindung der Medien. Selbst die einfachsten Zusammenhaenge versteht dieser Idiot nicht!

Als es um Brennstoffe ging, wollte er mir nicht glauben, dass sehrwohl ein Unterschied in der Zusammensetzung von zB Kohle und Biomasse als Brennstoff besteht. Ich haette am liebsten den Kopf an die Wand geschlagen, als ich diese einfach nur strunzdumme, als veraechtlich gedachte, Antwort bekam: "Das glaubst du ja selbst nicht! Als naechstes willst du mir noch weiss machen, dass man aus Kuhscheisse Mineralwasser machen koennte!" Dazu muss ich wohl gar nichts mehr sagen. Dann noch der Zusatz: "Du kannst davon sowieso gar keine Ahnung haben! Du hattest mal eine 4 in Physik!"... Aber auch mal eine 1 oder eine 2. In Bio haeufiger eine 1. Im Bio-Abitur eine 2+. Auch dazu muss ich wohl nichts mehr hinzufuegen... Ausser vielleicht, dass ich denke, dass man hier frueher oder spaeter verrueckt werden "muss". Ich denke, ein Mensch, der diesen Wahnsinn hier nicht gewohnt ist, wuerde binnen Sekunden zusammenbrechen, heulen, ausrasten, abhauen. Ich bins jetzt 20 Jahre gewohnt... Richtig schlimm, das muss ich zugeben, wurde es aber erst, als ich ca 12 war. Ich erinnere mich noch gut an diese Zeit, da mir der Wandel zum Schlechten hin damals auch sehr schmerzlich war. Ich merkte damals deutlich, wie alles zusammen brach und ekelhafter wurde, damals litt ich mehr, als heute, wuerde ich sagen. Denn ueber die Jahre habe ich mich an den gesamten Scheiss gewohnt. Aber nicht an alles. An alles werde ich mich auch NIE gewoehnen - Aber vielleicht nehmen die Schmerzen ja noch weiter ab, mit der Zeit, wenigstens ein bisschen...

Obwohl ich mir trotzdem nicht vorstellen kann, dass dieser Scheiss vor dem Abkratzen meines daemlichen "Vaters" je beendet sein wird... Es mag unheimlich grausam klingen, aber ich warte auf den Tod dieser Person, und ich glaube, nur mit seinem Tod kann es mir besser gehen. Es macht einen krank, so lange warten zu muessen, und ich weiss, es ist auch boshaft, jemandem den Tod zu wuenschen, aber irgendwie bleibt mir nichts anderes uebrig. Ich muss warten, wer weiss, wie lange. Danach wird es vielleicht irgendwann besser. Das denke ich recht haeufig... Obwohl ich manchmal zurueck verfalle, mir zu denken, dass das alles nicht wahr sein darf. Dass ich doch nicht wuenschen darf, dass mein eigener "Vater" stuerbe... Aber ich merke, dass ich ihn so sehr verabscheue, dass mir das gar nichts ausmacht. Wuerde ich bei seinem Tod weinen, wuerde das nur wenige Minuten, allerhoechstens, anhalten. Schon haette ich wieder etwas im Kopf, was er mir angetan hat, und dann waere ich wieder am lachen, diesen Idioten endlich nicht mehr auf dieser Welt zu haben. Am lachen, weil er mir kein Leid mehr zufuegen kann. Weil dieser gesamte Alptraum endlich vorbei waere... Nicht, dass es nicht vor Jahren mal irgendetwas gegeben haette, was positiv mit meinem "Vater" in Verbindung gebracht werden koennte. Aber seit ca 10 Jahren tut er mir nur noch Schmerzen an. NUR noch. Da kann ich Positives suchen, wie ich will, es gibt nichts! Ich habe oft genug versucht, etwas Schoenes zu finden, so sehr, dass es schon Selbstbetrug gewesen waere, aber ich finde nichts. Immerhin findet mein/sein Umkreis auch nichts. Niemand, den ich kenne. Er ist eben ein absolutes Arschloch, das ganz allein daran Schuld ist, dass ihn niemand mag.

Sicher denke ich auch wieder an meine philosophischen Theorien, daran, dass alles auf der Welt einen Sinn haben muss, weil alles einander bedingt, alles Ausloeser hat und ist. Also muss es irgendeinen Zweck haben, dass ich hier leiden muss. Aber welchen? Das "weiss" wohl nur die Natur. Und Gerechtigkeit - Es mag sie fuer die einzelne Person nicht geben. Sonst wuerden keine Menschen unschuldig sterben. Aber wenn man das Universum als Gesamtgebilde betrachtet, in dem Kreislaeufe und Energiesysteme herrschen, dann ist alles "gerecht" - Alles gleich, im Sinne von: Alles funktioniert miteinander, alles MUSS irgendwie sein, damit die Welt funktioniert... Fuer das einzelne Lebewesen mag das hoechst unangenehm sein. Ich denke, wenige Menschen moechten sich gerne damit abfinden, dass die Natur so ist, wie sie ist - Nicht 100%ig jedenfalls. Sonst wuerde keiner mehr auf Beerdigungen weinen, keiner sich einen Menschen zurueck wuenschen, keiner leiden, wenn ihm etwas geschehe, was ihm nicht gefaellt. Auch den Begriff "Ungerechtigkeit" kannte dann niemand von uns. So sind wir doch alle irgendwie widernatuerlich in unserem Handeln, Denken und Streben. Auch ich... Kann manche Dinge ungern akzeptieren. Will gerne Dinge aendern, aber vielleicht ist es einfach nicht moeglich. Ich tue es dennoch. Wir Menschen sind doch sehr unnatuerliche Wesen.

Auch im Moment werde ich wieder belaestigt. Weil mein aktueller Zustand generell nicht der beste ist/war, nimmt es mich besonders mit und ich leide auch wieder unter SVV. Jeder dumme Spruch, jeder veraechtliche Blick - Sie verletzen nicht mehr, schuechtern nicht ein, aber sie machen mich wuetend! Frueher war ich vielleicht traurig, wenn man mich so behandelte, gerade, wenn es zu Unrecht geschah, aber heute spuere ich nur noch Wut. Etwas anderes ist da nicht mehr. Wut, vielleicht gar Hass. Wenn sich soetwas ueber Jahre zieht. In dem Sinne trifft mich soetwas noch, obwohl es mich eigentlich nicht treffen sollte (ich WEISS doch, dass das nur dummes Geschwaetz ist!), aber wenigstens... Wenigstens lasse ich mich dadurch nicht Kleinreden. Wenigstens habe ich mein Selbstvertrauen... Wenn manchmal gar zu viel. Auch heute Morgen hatte ich wieder unglaubliche Rueckenschmerzen, Kopfschmerzen, musste Geschrei ertragen. Ich hasse es so. Immer schreit er mich an, und wenn ich ihm sage, er kann auch ordendlich mit mir reden und muss nicht so laut herumschreien, antwortet er nur bloede: "Ich MUSS schreien, sonst hoerst du mir nicht zu!" Von wegen. Wenn das so waere, wuerde ich ja wohl nicht jeden Tag mehrfach sagen, er soll leiser reden, weil ich davon Ohrenschmerzen bekomme. Aber das interessiert dieses Arschloch doch nicht...

Dieses ewige Geschrei. Und die Art, WIE er mit mir redet. NIE hat er mich beim Namen genannt! Es hat sich schon haeufiger gezeigt, dass er meinen Namen nicht einmal richtig schreiben kann. Ich habe darueber geschwiegen. Mein Name, mein "wirklicher" Name ist mir seit Langem gaenzlich fremd. Ich muss ihn in irgendwelche Formulare eintragen, aber sonst brauche ich ihn nicht. ER hat andere Namen fuer mich, Freunde nennen mich "Phoenix", und zwar nicht nur online, und mein "Vater" - Tja - er nennt mich seit meiner Geburt eigentlich immer nur "Kind". Kind tu dies, Kind mach das. Frueher hiess ich noch "Kindchen". Irgendwann zu Beginn meiner Pubertaet habe ich dagegen angekaempft, so genannt zu werden, ich glaube, es dauerte noch, bis ich 16 war, bis ich endlich nicht mehr so laecherlich kleingeredet wurde. Ab diesem Zeitpunkt nannte er mich immer nur noch "Kind". Das werde ich wohl nie los, ich habe es mal versucht, darauf bekam ich immer nur den Kommentar: "Du kannst meckern, wie du willst, du wirst immer mein Kind bleiben! Und sowieso kann ich dich immer und ueberall so nennen, wie ICH will! Das ist nicht dein Problem."

Draussen zeigten Menschen mir wieder, wieso ich ihnen gegenueber skeptisch bin. Im Bus stank es wieder stark nach Schnaps. Ein lallender und torkelnder Mensch poebelte mal wieder andere Fahrgaeste an. Der Fahrer unternahm nichts. Ich kam bald in S. an, im Haus und direkt vor der Haustuer begegneten mir insgesamt ernsthaft 6 Personen. Ich grueste alle, laechelte sie "sogar" an - Alle starrten mich an, aber KEINER gruesste zurueck. Manchmal frage ich mich selbst, wieso ich sie ueberhaupt noch gruesse... Ich habe eine Weile am PC gesessen, am Nachmittag aber litt ich dann unter extremen Bauch-, Ruecken- und Kopfschmerzen. Ausserdem wurde ich schwerer depressiv. Und irgendwie kam mir alles so schrecklich und so ekelhaft vor. Alles, was ich habe... Bei meinem "Vater" habe ich die gesamte Zeit irgendwelche Insekten in meinem Zimmer, hier in S.... Naja, hier neigt irgendwie alles zum Schimmeln (Das Haus ist schrecklich isoliert, Nachbarn haben genau dasselbe Problem und das ist hier weit bekannt)... Ich weiss ja auch nicht. Manchmal traeume ich einfach nur von einem sauberen, ruhigen Ort, an dem ich wenigstens in Ruhe schlafen kann. Ohne irgendwelche Abneigungen oder Ekel.

Abends dann schleppten WIR uns mit meiner schweren Tasche (Morgen muss ich Buecher mitnehmen) zum Bus. Der Vollmond schien unglaublich gross un extrem grell, wieder erkannte man ein farbiges Spektrum um ihn herum. Ihm etwa gegenueber leuchtet schon seit Tagen ein riesiger "Stern", mehrfach so gross wie die Sterne, die man sonst immer sieht... Weiss jemand von euch, welcher Planet das sein koennte? Oder ein Satellit oder auf die Erde zu fliegender Komet? (Nicht, dass es bedrohlich sein muesste, ich nehme nur an, dass das ggf so sein koennte, da man keinen Schweif sieht) Ich weiss nicht, ob man ueber Google etwas finden kann. Habe gerade geschaut... Es muss die Venus sein. Naechsten Monat kommt nachts der Jupiter als sehr greller Stern dazu. Dazu empfehle ich folgende Website: http://www.sternwarte-remscheid.de/ -> "Sternhimmel". Im Bus starren die Menschen wieder. Es war voll. Ich wurde mal wieder gegen eine Metallhaltestange gequetscht und habe mal wieder einen schoenen Bluterguss davon bekommen. Ausgerechnet am Kniegelenk, wenn das nicht mal wieder Komplikationen gibt ;/ Und dann machte der Bus am Bahnhof R. auch noch eine 5-minuetige Pause... ER duerfte den Rueckfahrtbus also eindeutig verpasst haben :/

Zuhause hatte ich gleich wieder zwei Motten sichtbar an der Zimmerdecke. Und einen Silberfisch konnte ich erschlagen. Direkt an meinem Bett *wuerg* Wie die dort immer hin kommen... Haben aber auch den gesamten Tag ueber Zeit zum Kriechen, als so ungewoehnlich ist das dann wohl auch nicht. Im Bad lagen dann mittlerweile schon 3 tote Motten in der Wanne... Ekelhaft. Koennen die denn nicht einfach entfernt werden? Man muesste die gesamte Wanne ausspuelen. Aber daran denkt mein "Vater" gar nicht und wenn ichs taete, wuerde er auch wieder nur meckern, mich ginge diese Wohnung nichts an. Der Stress, begleitet von SVV, ging den gesamten Abend weiter, auch jetzt noch. Ich kann diesen ganzen Scheiss einfach nicht mehr hoeren. Gehe darum nun auch.

cn P

03.05.2007 um 00:42 Uhr

Dinge - existierende, nuetzliche und solche, die die Welt nicht braucht

Stimmung: Wieder kurz vorm Ausrasten. Kann mittlerweile nicht einmal mehr eine halbe Stunde in Ruhe mein Blog aktualisieren, werde hier pausenlos dumm angesuelzt, jede einzelne Sekunde! *AMOK*
Musik: Keine.

Es gibt viele Dinge im Leben, die sinnlos erscheinen. Ob nun die alljaehrlichen Maikrawalle, die mittlerweile seit 20 Jahren einige Teile B.s verwuesten, oder einige Handlungen von Individuen. Neulich ist mir so ein Mensch begegnet, da konnte ich nur den Kopf schuetteln. Eigentlich eine verdammt traurige Angelegenheit. Diese Person erzaehlte in ihrem Blog von ihrer ersten Begegnung mit Menschen einer bestimmten Nationalitaet. Und nur, weil diese paar Menschen, eine Handvoll, sich etwas daneben benommen haben soll, folgerte die Person, alle Menschen aus diesem Land waeren so. Das koennte man jetzt als "normale" dumme Vorurteile abstempeln, aber dann die Behauptung "Na das liegt wohl an den Genen" - Da konnte ich sauer werden! Als wenn es bestimmten Voelkern genetisch angeboren sei, dumm, schlecht, faul, egoistisch oder weiss ich was zu sein. Da kommen wir ja gleich wieder im 3. Reich an... "Der geizige Jude", "Der faule Neger", etc... Wie Menschen heute noch so denken koennen, ist erschreckend. Aber irgendwie haette ich mir das doch schon vorher denken koennen, der Mensch veraendert sich ueber all die Jahre nicht sonderlich.

Ich stellte gestern auch noch fest, dass Alkohol und Tabletten mir wirklich schlechter bekommen, als gedacht. Ich hatte eine Schmerztablette und ein Antiallergikum zu mir genommen und danach nur einen kleinen Schluck Bier getrunken, an die Tabletten hatte ich gar nicht mehr gedacht. Aber mir ist ploetzlich davon extrem schlecht geworden, ich habe Kreislaufprobleme und Schwindenanfaelle bekommen. Sehr merkwuerdig. Und dann habe ich noch einen Onlinetest zum Thema Empfindsamkeit bzw hypersensible Menschen gemacht. Ich denke, www.zartbesaitet.net war die URL, die Adresse habe ich von einem anderen Blog, weiss leider nicht mehr, von welchem. Die Seite hat mir gefallen, das Forum schien interessant. Dass ich hypersensibel bin, weiss ich schon laenger, laut diesem Test jedoch soll ich schon zu den Menschen gehoeren, die sehr stark betroffen sind. 254 Punkte - Irgendwie erschien mir das selbst schon zu viel. ER hat uebrigens 206 Punkte und ist damit auch schon weit ueber der "Normalgrenze"... Wobei ER immer der Meinung war und auch noch ist, er sei viel empfindsamer/empfindlicher, als ich. Dem wuerde ich eigentlich auch zustimmen. Oder es aeussert sich bei uns einfach sehr unterschiedlich (ER tendiert zum Heulen und ich eher zur seelischen Aggression wie Rachegedanken, etc, wenn uns etwas "Unschoenes" widerfaehrt). Aber so ist das eben bei irgendwelchen Anklick-Tests... Keine Gewaehr fuer die Richtigkeit. Ich denke ja auch noch, ER ist eigentlich empfindlicher...

Dinge, die die Welt nicht braucht... Davon habe ich auch noch zwei Meldungen. Zum einen veroeffentlichte (oder veroeffentlicht demnaechst - keine Ahnung) eine gewisse qualitativ einfach nur laecherliche Band, die von Kritikern gerne als "Kinder-Rock" bezeichnet wird, ein Album mit englischen Texten. Ihr erstes. Und zwar sind es... Im Grunde nur woertliche Uebersetzungen ihrer alten dt. Texte ins Englische. Dementsprechend schief und daemlich klingt es. Wenn sich das trotz der miserablen musikalischen und lyrischen Qualitaet dennoch sehr gut verkauft, wuerde mich das nicht wundern, sondern nur meine Annahme bestaetigen, dass man den Massen jeden Muell verkaufen kann, solange er gut genug vermarktet wurde. Zweite Sache, die ich erwaehnen wollte: Ich bekam neulich wieder einen "niedlichen" Werbespruch im Fernsehn mit. Ein Shampoo wurde beworben, mit dem Slogan: "Fuer Haare wie zum Anbeissen!"... Danach folgte eine andere Werbung, in der eine Dame ueber rissiges, duennes Haar klagte. Meine Folgerung: Das kommt vom vielen Haareknabbern ;) Ob die Werbe"fachleute" ueberhaupt bemerkt haben, wie laecherlich diese Werbung ist? Oh weh...

cn P

02.05.2007 um 02:41 Uhr

1.5.07

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Stress, Familie, Medien, Vorurteile, Schule, Wetter, Schmerzen

Stimmung: Stress gab es nur hier "zuhause"... Von Maikrawallen konnte ich mich zum Glueck fern halten.
Musik: Keine.

Um 10 Uhr aufgestanden, gleich belaestigt worden, und schon irgendwie niedergeschlagen gewesen, als ich aus dem Fenster auf den extrem royalblauen Himmel sah... Eindeutig zu grell und zu heiss. Aus dem Radio toenten die ueblichen Vorurteile. Von wegen alle Menschen aus bestimmten Bezirken seien "Abschaum" und alle Kinder von den Schulen dort dumm und asozial... Und als ach wie tolle Sondermeldung kommt dann, als sei das ein Wunder, so ein Bericht wie "Schueler XY kommt aus K. und ist trotzdem nicht dumm" (Ach was? Da gibts in K. tatsaechlich auch NICHT dumme Personen? Welch ein Wunder, das ist glatt ein Thema fuer die Titelseite *zyn*) Vorurteile haben wir sicherlich alle, auch ich, aber manchmal ist es mir dann doch wirklich ZU dumm... Ich verliess die Wohnung bald, irgendwie ein wenig depressiv, aber dennoch ungewoehnlich kraftvoll. Eigentlich keine schlechte Vorraussetzung dafuer, diesen Tag zu meistern. So kam ich auch, zwar mit einigem Murren, aber unverletzt ;) ueber so ein merkwuerdiges Volksfest in R., bei dem gerade lautstark Volksmusik und Schlager aus den Lautsprechern wummerten (Oh je, meine Ohren...). Ich musste dort durch, um zur Bushaltestelle zu gelangen.

Nachmittags habe ich mich eigentlich mit all dem beschaeftigt, mit dem ich mich auch sonst befasse. Detailliertere Kommentare sind wohl nicht noetig. Auch meine Stimmung schwankte wieder. Die Prof hat uebrigens immernoch nicht geantwortet :/ Abends im Bus war es wieder chaotisch. Aber der Himmel war schoen... Dunkelviolett, Vollmond mit Regenbogen drum herum, richtig gelblich strahlend heute, statt weiss wie sonst, und um den Vollmond herum lagen Wolken, die aussahen, wie Eisplatten. Wie Luftaufnahmen von verschneiten skandinavischen Schaeren. Einfach sehr bizarr aber wunderschoen. Natuerlich hatte ich keine Kamera bei mir... "Zuhause" war ich gleich mit 2 oder 3 Motten in meinem Zimmer konfrontiert. Nur eine habe ich erwischt. Dann ging das Generve mit meinem "Vater" weiter, bis jetzt. Es macht mich krank. Meine Neurodermitis nimmt immer weiter zu. Und dauerhaft dieses hirnlose Gemecker... Und von etlichen Gedanken komme ich einfach nicht los. Dabei... Werde ich auch wieder kranker und in den naechsten Tagen wir es mir daher wohl noch schlechter ergehen. Aber da muss ich IRGENDWIE durch... Hab im Moment uebrigens starke Schmerzen in der linken Handflaeche. Irgendwie verkrampft bei mir seit Tagen alles. Aber das Leben geht, zumindest eine bestimmte von uns unbekannte Zeit, weiter...

cn P

02.05.2007 um 02:22 Uhr

Theorien - Wissenschaft und Glaube

Stimmung: Sehr schlecht. Werde die gesamte Zeit genervt und koennte eigentlich einfach nur noch ausrasten.
Musik: Keine.

Bipolare Stoerung... Glueckliche, arbeitssame Phasen, im Wechsel mit niedergeschlagenen, depressiven, in denen man den gesamten Tag nur im Bett liegt. Niedrige Reizschwelle, Probleme mit dem Umfeld, mit Mitmenschen, "Familie" falls vorhanden, etc. Schlaflosigkeit, ohne Ermuedung. Manchmal Neigung zu Groessenwahn, Selbstueberschaetzung oder starker Eitelkeit. Kennt man das nicht eigentlich alles von mir? Alles typische Anzeichen einer manisch-depressiven Krankheit. Aber ich, wie ichs bereits sagte, schaetze mich selbst, wie ich bin. Daran aendere ich nichts, auch, wenn es mich zu Grunde richten sollte. Da ist sie wieder, die Sturheit. Gestern Abend hatte ich auch wieder eine flashback-aehnliche Situation, die mich ziemlich traf. Dennoch bin ich sehr sicher, ich will niemandens Hilfe (psychologisch gesehen), sondern will und "muss" diesen Weg allein und selbst gehen! Ich habe das Gefuehl, wuerde mir da jemand unter die Arme greifen, wuerde ich auf ewig ungluecklich damit sein und mich zu bloed fuehlen, mein Leben in den Griff zu bekommen. Ganz klar sage ich es: Ich will alles SELBST schaffen! Ich komme an den Problemen alleine wieder heraus. Menschen, die sich uebermaessig einmischen wollen, sind mir eher im Weg...

Um 3 Uhr war ich offline gegangen und in zahlreichen Gedanken versunken, die sich ueber Stunden zogen. Geschrieben habe ich nur wenig und spaet, bis ich dann um ca 4 bis 4:30 schlafen ging bzw mich zumindest hinlegte. So, zwischendurch quasi, denn danach kehrten all die Gedanken zurueck... Es laesst mich nicht mehr los, wie unglaublich komplex diese Welt und das gesamte Universum sind. Wieviele Energien es gibt, die der Mensch nicht sehen kann (Elektrizitaet, Magnetismus, usw) - und wie viele es noch in dieser Art geben koennte, die der Mensch bislang noch nicht kennt. Eine Notiz am Rande: Ich bin manchen Strahlen gegenueber sehr empfindlich. Ich bemerke es, wenn jemand mich aufs Handy anruft, noch bevor es klingelt. Mit der Sekunde, an der das Signal ankommt, bevor der Ton anspringt. Und ich kann mit geschlossenen Augen in einer fremden Umgebung sicher sagen, wo sich der naechste Sendemast befindet. Die Richtung, ungefaehrte Entfernung... Was ich mich dabei frage, ist, womit man diese Strahlen wahrnimmt und wie eigentlich. Es ist keiner unserer "anerkannten" 5 Sinne. Ich wuerde sagen, es sei einfach "ein Gefuehl" - Aber das muesste man doch praezisieren koennen. Man kann unmoeglich sagen "ich merke es einfach". Das ist unlogisch...

Ich sollte vielleicht genauer ergruenden und austesten, wo und wie genau ich es spuere. Denn wenn es spuerbar ist, muss es auch ein Organ geben, das eben fuer dieses Gefuehl zustaendig ist. Wo liegt es? Wie funktioniert es? Ich weiss nicht, ob das irgendwelche Relevanz fuer die Forschung hat, aber denkbar waere es doch. Und wenn es nur ein bestimmtes Nervengeflecht ist. Wie die Sache mit dem Schwindelgefuehl, im Ohr, vielleicht nur ein Zusammenspiel bestimmter koerperlicher Komponenten... Ich weiss es nicht. Aber da sein muss etwas, sonst koennte man es nicht fuehlen. Es liegt so viel in naechster Naehe, direkt im menschlichen Koerper, was man noch genauer erforschen muesste. Aber stattdessen reist man in die Weltmeere oder ins All, weit weg, dabei liegen noch einige "Geheimnisse" direkt in uns. Und eine Frage stelle ich mir auch immer wieder, besonders, wenn ich irgendwelche medizinischen Bilder sehe, von Operationen. Wie gering die Huelle, die Haut, das, was als "Schoenheit" bezeichnet werden koennte, am Menschenkoerper doch ist! Ein klitzekleiner Schnitt, schon sieht man Blut, Sehnen, Fleisch. Was andere Menschen gar ekelhaft finden. Und doch bestehen wir alle daraus, wir SIND es. Unter einer Milimeter duennen, zerbrechlichen Huelle sind wir alle blutiges Fleisch. Ein Koerper ist verdammt widerstandsfaehig.

Und dann die Frage - Wenn wir den Koerper betrachten, dann sind wir alle aus denselben Bestandteilen erschaffen. Fleisch, Hormone, Nervenbahnen, etc. Wieso unterscheiden wir uns dann voneinander schon bei der Geburt? Wieso fuehlen und reagieren wir nicht gleich, auch, wenn es auf der Welt Milliarden von Menschen gibt? Gibt es eine "Seele"? Was ist es, was Menschen voneinander unterscheidet? Koerperlich waere da nichts, was wir bislang kannten... Heisst das, allein logisch gesehen, dass es noch mehr geben MUSS, was wir einfach noch nicht sehen koennen? Wenn wirs eines Tages erkennen wuerden... Vielleicht wuerde es unser gesamtes Denken veraendern. Vielleicht wuessten wir dann, was nach dem Tod kommt, was vor der Geburt war, etc. Vielleicht wuerden viele Fragen sich klaeren, aber koennte der Mensch dabei nicht vielleicht auch verrueckt werden? Eine andere Frage: Wie kann es sein, dass die Masse der Welt immer gleich bleibt und die Zahl der Menschen doch zunimmt? Das muesste heissen, es gaebe immer weniger andere Dinge. Immer weniger Natur, usw... Oder wiegt der einzelne Mensch nun durchschnittlich weniger? Wieder einmal verdeutlicht sich, dass alles, alle Lebewesen, miteinander zusammen haenge, in einem grossen Kreislauf.

Auch interessant ist hierbei die Fragestellung, ob man bestimmten Dingen einen "Wert" auf der Welt geben koennte. Losgeloest vom menschlichen Denken, einfach als Art "Klassifizierung" in der Natur. Nicht sortiert, nicht als Mass fuer Wichtigkeit oder was weiss ich. Einfach nur ein abstrakter Wert, der einen Gegenstand fuer diese Existenz definiert. Wenn ja, wieviel waeren die Gegenstaende in Relation zueinander wert? Bzw was waere ein Mensch, was eine Pflanze, ein Sandkorn, ein Lufthauch - Was fuer eine Relation haben sie zueinander? Ist eines wichtiger als das andere? Wieviele Sandkoerner haetten den "Wert" eines Pferdes? Wieviele Menschen haben den "Wert" eines Blitzeinschlags? Generell denkt der Mensch irgendwie zu sehr menschzentriert. Dabei ist er nicht bedeutsam im grossen All, wenn man so will. Dennoch sieht er sich als Mittelpunkt und baut die gesamte Wissenschaft auf seiner kleinen beschraenkten Ideenwelt auf. Wer sagt, dass woanders nicht ganz andere Naturgesetze gelten? Aber es ist normal, dass Menschen ihr Wissen auf sich selbst aufbauen. Irgendwo muessen sie schliesslich beginnen, und wer nichts anderes kennt, kann auf dem Anderen auch nicht aufbauen...

Generell kann ich nur noch einmal wiederholen: Viele Menschen wissen das Leben zu wenig zu schaetzen. Haben zu wenig Achtung davor, dabei ist es etwas Unglaubliches. So komplex, dass man es sich nicht wirklich vorstellen kann (Niemand von uns kann sich allein schon vorstellen, was den gesamten Menschen seiner Stadt gleichzeitig in einer Sekunde geschieht), unueberschaubar, und von keinem Menschen zu imitieren... Der Mensch mag mittlerweile so einiges synthetisch herstellen koennen, aber Totes belebt hat er beispielsweise noch nie... Wird er das je? Dazu braeuchte man mehr Erkenntnis. Die grosse Frage waere dann auch: Wie ginge es danach weiter? Der Mensch koennte noch mehr zum "Monstrum" werden, als schon bislang.

Wo wir schon in dem "Bereich" sind, will ich noch ein letztes Thema anschneiden... Habe neulich von einer Esoterikbegeisterten mal wieder etwas zum Thema Aura und Aurafotografie gehoert. Es wird sogar offen zugegeben, dass die "Aura" eine elektromagnetische Strahlung sei und die Kamera diese nur sichtbar darstelle. Da frage ich mich: Wo soll daran noch etwas Uebersinnliches sein? Es ist doch klar, dass das elektrisch funktionierende Wesen Mensch auch elektromagnetische Strahlen abgibt. Ich will sogar behaupten, dass es gar nicht abwegig ist, durch Beobachtung dieser zB feststellen zu koennen, wo etwas nicht "normal" ablaeuft. Vielleicht kann man damit Krankheiten erkennen... Aber wo ist da das angeblich Uebersinnliche? Das ist doch alles irgendwie wissenschaftlich... Was das wirklich esoterische "Aura-Sehen" jedoch betrifft... Hm... Also ich sehe um Dinge manchmal auch bunte Farben. Aber ich glaube, das sind auch alles optisch ganz logisch erklaerbare Phaenomene. Und ich habe sehr gute Augen, das weiss ich durch Vergleiche mit anderen Menschen. Aber Uebernatuerlich, Unmenschlich? Hm... Es wird immer wieder uebertrieben. Kein Wunder, "Skandaloeses", "Wunderliches" verkauft sich am besten.

Frage: Ab wann ist ein Mensch ein Mensch? Dazu muesste man genau feststellen, welches Teil den Menschen menschlich macht. Siehe meine oberen Gedanken zur "Seele", u.ae., also dass der Koerper immer gleich ist, und daher irgendetwas existieren muss, was ihn aussergewoehnlich macht... Wenn man darueber bescheid wuesste, wuesste man, ich denke, das habe ich eigentlich auch schon erwaehnt, auch ueber das Sterben und das Danach bescheid... Und wenn man schon so weit waere, waere eine Frage auch, woher die Seele stammt. Wie und woher ist sie entstanden? Wo liegt der Ursprung? Das ist fuer den menschlichen Geist einfach nicht vorstellbar... Es erscheint unlogisch, dass irgendwann einmal ein Anfang vom Universum da gewesen sein muss. Aber auch das ist widerspruechlich... Einerseits sagt die Logik, zu allem muss es einen Beginn geben. Andererseits: Woher kam der Beginn? Es kann doch nicht einfach irgendwann aus dem Nichts (Was ist das Nichts ueberhaupt?) etwas aufgetaucht sein... Woher denn? Oder doch? Das kann den Menschen wirklich verrueckt machen. Es gibt Dinge, die uebersteigen eben unsere Vorstellungskraft und unserer Auffassung von "Logik". Was heissen koennte, dass unsere Wissenschaft auf einem Fehler basiert und damit komplett gelogen und wertlos ist.

Und selbst, wenn wir glaubten, es gaebe einen Gott. Nach unserem Denken muesste selbst dieser irgendwoher stammen. Dasselbe Problem, wie gerade genannt... Ich versuche, solche Gedanken zu ergruenden, ohne die in der wissentschaft oft verbreitete "Alles Humbug"-Attituede gegenueber Unbekanntem und auch ohne esoterisches Aberglauben-Blahbla, nach dem Motto "Wenn man die Haende aneinander haelt, ist die AURA warm, nicht die Koerperwaerme", etc... Ich denke, um in der Wissenschaft weiter zu gelangen, muss man immer vermuten und darf nichts ausschliessen. Man muss ein Traeumer sein, um sich Dinge auszudenken, Theorien, und diese dann zu ueberpruefen. Man darf nicht einfach alles als "falsch" oder "unwahrscheinlich" ausschliessen, denn so uebersieht man vielleicht die Wahrheit. Genauso sollte man aber auch nicht alles glauben, sondern sich an Regeln, an so genannte "Logik", halten, wenn diese auch truegerisch sein kann... Wir kleine Menschen haben eben keine Ahnung, wie die Realitaet WIRKLICH aussieht... Wir wissen ja nicht einmal, wie Farben "wirklich" aussehen, weil fuer uns auch nur die verschiedenen Lichtwellenlaengen Dinge bunt ERSCHEINEN lassen. Was ja heisst, dass sie eigentlich gar nicht bunt sein muessen. Wie sehen sie also "wirklich" aus? Alles dunkelgraune verwaschene Toene? WIR sehen, was unser KOERPER sieht. Wir sind nicht frei, unser Geist ist immer koerpergebunden. Wer sagt, dass unser Koerper die Wahrheit erkennt? Vielleicht ist alles eine einzige Luege, weil unser Koerper uns von Natur aus beluegt. Wer weiss das schon.

Unser gesamtes Leben, unser Denken, unsere Vorstellungen haengen von dem ab, was wir kennen. Ein Blinder, der nie Farben sah, kann sich schlecht Farben vorstellen (unter Umstaenden). Also koennen wir als Menschen uns wohl auch Dinge nicht vorstellen, die es zwar gibt, die wir aber bisher noch nicht sahen oder kannten... Versteht ihr, was ich meine? Wir sind als Menschen beschraenkt und sollten uns daher nicht selbst ueberbewerten. Das All ist gross, wie kann man da glauben, wir koennten das einzige Leben sein? Was waere das fuer ein grosser Zufall? Alles ist ein riesiger Zufall... Dass ihr dies lest, dass ich lebe, dass diese Welt ueberhaupt existiert... Das gesamte Dasein ist ein riesiger Zufall. Sollten wir dankbar sein, dass wir so viel Glueck hatten, entstanden zu sein? Es haette ganz anders kommen sein. Es kam manchmal nur auf Bruchteile von Sekunden an. Viele Dinge haetten ganz einfach ganz anders verlaufen koennen. Und alles hat einen Einfluss auf das Heute und das Morgen. Eine Kette, ein Gebilde von Zufaellen. Ob man es nun "Schicksal" nennt - Das ist fuer mich in etwa dasselbe.

Eine Motte und eine Fliege umschwirrten mich und ich wurde sie nicht los. Ich wurde etwas muede, meine Gedanken unergruendlicher, vielleicht halluzinierte ich auch schon wieder ein wenig. Ein Gedanke nochmals in Bezug auf das Erfahren von Strahlung... Stoeren diese elektromagn. Strahlen evtl unsere Nervenreaktionen im Koerper bzw das Senden von Stromimpulsen von einem Nerv zum anderen, sodass wir sie durch diese Veraenderung als vorhanden bemerken? Was erklaeren wuerde, dass einige Menschen empfindlicher und andere gar nicht empfindlich sind. Manche Strahlen stark bemerken, andere gar nicht. Aber wie dem auch sei. Eine letzte Frage noch: Wieso haben einige Kinder eignetlich so eine enorme Lust am Zerstoeren? Experimentieren sie mit der Vergaenglichkeit, wollen sie "Boeses" oder verstehen sie nicht, was sie tun? Ich erinnere mich an vieles aus meiner Kindheit, was ich sah... Kinder zertreten absichtlich Ameisen oder Kaefer, reissen Schmetterlingen die Fluegel ab, zertrampeln Pilze, reissen Blumen die Koepfe ab, und werfen sie dann unbetrachtet weg... Was soll das? Machtfantasien? Wie Kinder, die anderen zB die Sandburg kaputt treten und sich darueber freuen... Reine Gemeinheit... Ist das krank oder "normal"? Ich habe es bei so vielen Menschen gesehen. Diese absichtliche, ruecksichtlose Zerstoerungswut. Gehoert das einfach zum Reifen dazu? Wo liegt der Zweck? Ehrlich gesagt konnte ich das als Kind nicht verstehen, kann es heute nicht. Damals, als ich das bei Gleichaltrigen sah, haette ich manchmal sogar weinen koennen. Ganz einfach, weil ich es falsch und grausam fand, zB Blumen zu zertreten oder gar Tiere. Ich weiss nicht... Wieso ich das nie tat, weil ich es schlimm fand, aber die Mehrheit der Kinder sogar Spass daran zu haben schien.

Um 4:30 ging ich schlafen und traeumte einen merkwerdigen Traum... Unter Anderem von Menschen, die an einer seltsamen Krankheit erkrankten, am gesamten Koerper seltsamen Ausschlag bekamen und daran starben. Ich blieb gesund, sass zwischen den Sterbenden und da es kein Gegenmittel gab, konnte ich nur daneben sitzen und zusehen, wie alles um mich herum vergeht und ich bleibe einsam zurueck.

cn P

02.05.2007 um 01:11 Uhr

Schmerz

Stimmung: Besessen am Schreiben.
Musik: Keine.

Es ist mir raetselhaft, wie einige Menschen nicht einfach mit ihrem Leben zufrieden sein koennen, obwohl es ihnen verhaeltnismaessig gut geht. Ich weiss, es geht mich gar nichts an, es ist nicht meine Sache, aber wenn ich sehe, wie einige Menschen heulen, sie woellten sich umbringen, nur, weil sie einmal von Snobmami und -papi nicht erlaubt bekommen, mit ihrem Jaguar zur Disco zu fahren, dann finde ich das lachhaft und, darauf kommt es mir an, verspottend gegenueber Menschen mit "wirklichen" Problemen. Sicher, fuer einige Menschen mag jedes "Nein" schmerzhaft erscheinen, aber selbst ich mieses, selbstsuechtiges Ding denke oft, dass es viele Menschen gibt, denen es noch schlechter als mir geht, und dass ich verdammt noch einmal aufhoeren soll, zu heulen... Wieso koennen einige Menschen das einfach nicht? Gehe ich zu streng mit mir und mit dem Rest der Welt um? Oft denke ich es mir. Aber das ist auch wieder so eine meiner Macken: Ich kann sehr schlecht gnaedig sein. Ich kann eigentlich nur zu Menschen richtig nett sein, die auch zu mir nett sind. Endweder meinen Freunden gegenueber, oder solchen Menschen gegenueber, von denen ich glaube, sie seien "rein" und "unschuldig". Kinder beispielsweise stehen bei mir in Sachen Respekt ganz oben, auch, wenn ich nie selbst eines bekommen moechte. Kinder sind wunderbar, sie sind noch nicht verdorben, wie der Rest dieser beschissenen Welt, mich eingenommen... Ich habe oft den Eindruck, dass man mit dem Altern nicht unbedingt reift, sondern eher verdirbt. Man verliert viel, welches man eigentlich besser nicht verlieren sollte. Einige Dinge bewahre ich mir. Kinder sind auch die einzigen Menschen, die mir fremd sein koennen, und denen gegenueber ich trotzdem nicht misstrauisch bin. Was bei mir ansonsten bei jedem Menschen ueber 12 Jahren vorhanden ist - Sofern ich ihn nicht sehr gut kenne. Ich zeige somit, wenn man so will, die typischen Folgen von Misshandlung im Kindesalter. Ich habe neulich Listen gesehen, die Betroffene charakterisieren sollen. Es ging eigentlich eher darum, wie Psychologen betroffene Kinder und Jugendliche erkennen koennten und was fuer Spaetfolgen Missbrauch hat. Es hat mich erschrocken, dass bei diesen Listen wirklich der Grossteil auf meine Situation zutrifft, auch heute noch. Bei einigen Punkten jedoch bin ich richtig froh, bereits darueber hinweg zu sein oder nie in diese Lage geraten zu sein. Aber eine Menge hat bei mir doch "hinein geschlagen", aber mein Charakter ist heute eben, wie er ist, und ich achte mich selbst, wie ich bin. Das, was ich geworden bin, ohne jegliches Bedauern.

Viele Menschen wollen mir sicherlich nicht glauben, dass ich mich achte. Ich gebe auch offen zu, ich tue haeufiger Dinge mit meinem Koerper, die man - "logisch" gesehen - mit einem geachteten Koerper nicht tun sollte. Gerade im Moment leide ich auch wieder unter SVV und ich koennte fast sagen, ich sei so krank, es zu geniessen, die Wunden an mir sichtbar zu machen, aeusserlich, die mir ein gewisses Arschloch seit Jahren taeglich zufuegt. Auch im Moment wuerde ich gerne meinen Koerper so formen, dass er zeigt, was mir geschehen ist. Die Schmerzen werden da absurderweise fast zur Nebensache. Der Koerper zur Skulptur, die, als Kunstwerk, mit einem wahren Hintergrund geschlagen werden soll, bis sie die Form hat, die als "perfekt" im Sinn von "die Wirklichkeit am allerbesten wiedergebend" gesehen werden kann. Mit jedem dummen Wort, jeder daemlichen Beschimpfung, habe ich den Drang, mich umzuformen. Mit Blut, Schmerzen, Traenen. Ich bin noch lange nicht ueber alles hinweg, ich bin noch mittendrin. Ich bin noch nicht fort von hier. Jeden Tag derselbe Scheiss, derselbe Schmerz... Ich koennte haeufig einfach nur noch schreien. Ausrasten. Aber dazu habe ich mich doch zu sehr unter Kontrolle. Wenn wir uns das aber schon ansehen: Seitdem ich vorhin hier ankam, wurde ich wieder bloed beschimpft, muss mir PAUSENLOSES Geschrei und Gemecker anhoeren. Rassistische Sprueche, dumme Vorurteile. Ausserdem stinkt es hier wie in der Kanalisation. Irrational gedacht woellte ich am Liebsten alles beenden. Ich weiss, viele Menschen fuehlen sich schlechter, aber das bringt mir auch nichts, wenn es mir doch trotzdem beschissen geht. Das ist FAKT! Es GEHT mir beschissen! Daran kann nichts etwas aendern... In Situationen wie diesen - Koennte ich mir nur einreden... "Anderen geht es schlechter, also heul nicht!" - Ich kann es VERSUCHEN, sicher ist es nicht...

cn P

01.05.2007 um 01:03 Uhr

30.4.07

Stimmung: Morgen brennen wieder die Autos in K.... Bloss nicht hinaus gehen ;)
Musik: Keine.

Der gestrige Abend war mal wieder so einer, der meine Nerven sehr strapaziert hat. Pausenloses dummes Geschwafel, Beschimpfungen, etc. Ich werde mich wohl nie daran gewoehnen, dazu ist mein Unrechtsbewusstsein zu gross (Wenn man von einer Person bloed angemacht wird, obwohl man ihr gar nichts getan hat, ist das ja wohl ungerecht). Meine Neurodermitis verschlimmert sich dadurch uebrigens auch, ich weiss, bei Stress ist das normal. Um 2 Uhr bin ich offline gegangen, aber auch schon um 3 Uhr schlafen. Drei Motten waren im Raum, nur eine konnte ich erwischen. Die restlichen liessen das Licht flackern, so war ich beim Schreiben abgelenkt. Bin dann wie gesagt relativ bald schlafen gegangen und habe auch wieder getraeumt.

10 Uhr aufgestanden, das dumme Gemotze ging weiter. Beim "Fruehstueck" war mir richtig schlecht. Nicht nur, dass das Essen schrecklich war und ich auch noch beschimpft wurde, nur, weil ich nicht alles gegessen habe (Also bitte, 2 Scheiben Brot reichen doch wohl! Wenn ich nicht aufessen, wird gemotzt, wenn ich aufesse, werde ich beschimpft, ich wuerde immer fetter werden, weil ich zu viel fresse - diesem Arsch von "Vater" kann man NIE etwas Recht machen!), auch das Verhalten meines "Vaters" war schlimm. Ernsthaft, soetwas Ekelhaftes sieht man selten: Gleichzeitig das Hochziehen von Nasenschleim, dazu Ruelpsen, Schmatzen, Fressen, laut Herumschreien, wobei die speichelnassen Brotkrumen ueber den Tisch fliegen. Also ICH bekomme da taeglich das Kotzen und bin froh ueber jedes Mal, das ich hier NICHT beim "Essen" dabei sein muss (Essen will ich dazu gar nicht sagen, weil es wohl in jedem Schweinestall gesitteter zugeht).

Dazu das daemlichste Geschwafel, das man sich vorstellen kann, zahlreiche Schikanen, und mein Geld sollte mir auch mal wieder vorenthalten werden. So verzoegerte sich alles, bis ich endlich gehen konnte. Binn dann mit IHM gleich nach Hause gefahren. Bekam Kopfschmerzen und meine Stimmung wurde auch immer schlechter. Zur Vorlesung bin ich dann nicht gefahren, die Prof hat auf die Email natuerlich auch nicht geantwortet, mir wird das alles zu aergerlich... Auch auf eine Walpurgisnachtsfeier wollte ich dann heute Abend nicht mehr. Sowieso: Wozu 4 bis 11 Euro Eintritt pro Person zahlen, wenns um 18 Uhr losgeht und ich um Mitternacht wieder bei meinem "Vater" sein muss. Klar, wenn man so will, wuerde sich das schon lohnen. Aber irgendwie hatte ich einfach keine Lust mehr und das Geld kann man auch besser sparen. Wenn ich in den naechsten Tagen weggehe, dann nur noch zu den Friedhoefen in A. und B. (Das klingt jetzt bloede, aber "leider" muss ich so abkuerzen) oder zur grossen Nekropole in S., aber das waere eine 2-Stunden-Fahrt von hier, und das will ich im Moment nicht ueber mich ergehen lassen. Ende Mai kommt dann auch noch das naechste Mittelalterfest (Pfingsten), zwei Wochen spaeter ist noch eines, und danach gibts erst im Herbst wieder das eine oder andere, aber die "Festival-Saison" waere dann auch schon bald wieder vorbei.

Habe den Tag heute einfach irgendwie vergehen lassen. Ein langes Bad, ein wenig geschrieben, gemalt, am PC gessen, Bilder bearbeitet und hochgeladen. Bisschen fern gesehen bzw aufgezeichnete Filme... Und ich habe endlich meinen Beitrag vom "Reisenden Maerchen- und Sagen-Buch" begonnen, das ich demnaechst in die Niederlande schicken werde. Ich hoffe, das geht alles gut. Ich weiss nicht, ob ich das schon erwaehnt habe, aber das Buch wird von hier aus zu 7 anderen Personen reisen, die vertretenen Laender sind Finnland, Niederlande, Ungarn, USA und Israel (Oder habe ich noch jemanden vergessen?). Berechnet ist ca eine Woche Zeit pro Person, dazu kann man noch ca 1 Woche Reisezeit berechnen... Das dauert einige Monate. Das Schlimmste, was passieren koennte, waere, dass das Buch verloren geht. Aber ich glaube, sicher gehen kann man nie komplett. Bei mir sind auch schon einige Briefe und Karten nie angekommen. Genau genommen zwei Karten aus Finnland und ein Brief aus den USA. Wurden aber alle nochmals nachgesendet - Da hatte ich wirklich spendable Absender. Und, was allerdings sehr tragisch war, es ist auch schon einmal ein Paket mit zwei antiken Buechern verschwunden, die ich bei Ebay ersteigert hatte. Das war schon teurer, aber die Post fuehlte sich natuerlich nicht zustaendig. Von wegen "Tut uns leid, aber dagegen koennen wir auch nichts tun".

Der Tag verging leider ziemlich schnell, aber morgen ist ja auch noch frei und Mittwoch fuer mich ebenfalls (obwohl ER leider arbeiten muss :( ). Ausserdem ist bald, zwei Wochen spaeter, Himmelfahrt, und etwas ueber eine Woche drauf Pfingsten. Irgendwie wird man das schon ueberstehen. "Zuhause" angekommen, sass gleich wieder eine Motte ueber meinem Bett. Getroffen habe ich sie, aber ob das etwas gebracht hat, weiss ich nicht. Dann schwafelte mich auch gleich wieder mein "Vater" zu. Was fuer einen unglaublich zusammenhanglosen Bloedsinn ich zum Teil wieder anhoeren muss... Vorhin hat er bsp etliches Zeug aus dem Fernsehn bloed kommentiert oder gar nachgeschwafelt. Ich, mittlerweile erheblich genervt: "Musst du alles nachsprechen?" Er: "Aber ich seh doch nix!" (Er sitzt am PC und der Fernseher laeuft nebenbei ausserhalb seiner Sichtweite) Ich: "Das aendert sich auch nicht, wenn du alles nachsprichst!" Er: "Aber das ist MEINE Fernsehunterhaltung!" Aha. Etwa gleich aufschlussreich ist folgende Aussage, eine SEHR lange und lautstarke Klage ueber einen kurzen Bericht ueber "gesunde Ernaehrung": "Man darf den Leuten nicht erzaehlen, was gesund ist! Nicht zu glauben! Das ist doch dreiste Bevormundung! Nicht zu fassen! Einfach unmoeglich!" Ich habe woertlich mitgetippt. Vielleicht ist das nicht fair, aber es dokumentiert gut den Irrsinn, dem ich hier taeglich ausgesetzt bin. Ausserdem ist es anonymisiert.

Vielleicht ist es nur "natuerlich", bei so einem Umfeld frueher oder spaeter den Kopf gegen die Tischkante zu schlagen oder dem Wahnsinn zu verfallen? Vielleicht sollte ich mich damit troesten, dass ich hier zumindest physischer Gewalt nicht permanent ausgesetzt bin. Aber ich glaube, da habe ich einfach Glueck, dass ich mich dagegen sehr gut wehren kann. Wer mich einmal angegriffen hat und meinen Zorn so auf sich zog, wuerde sich eher NICHT mehr trauen, das noch einmal zu tun. Das klingt sicher grossmaeulig und ueberheblich, aber wenn mich jemand angreift, physisch, dann setze ich alles daran, dort wieder heraus zu kommen, und da werde ich zur Furie. Als ich 14 war, habe ich in der Schule mal fuer grosses Gelaechter gesorgt, da mich auf dem Heimweg am 27.2.2000 (Ich weiss es, da es der Geburtstag meines "Vaters" war) jemand ueberfallen hatte (Ich nehme an, er wollte mein Geld), und ich mich schliesslich so wehrte, bis diese Person bewusstlos am Boden lag. Ich habe nicht eher locker gelassen. Wer mich anpackt, verdient es nicht, ohne koerperliche Schaeden davon zu kommen.

Das "Lustige" (abgesehen davon, dass es gar nicht lustig ist, als knapp 14-jaehriges Maedchen ueberfallen und zu Boden gerissen zu werden): Ich war nur knapp 1,60m gross und der Angreifer ein vielleicht 18-jaehriger 2-Meter-Typ. Um ihm ins Gesicht zu schlagen, musste ich meinen Arm ziemlich weit nach oben durchstrecken. Aber ich habe ihn von meinem Koerper abschuetteln und ausser Gefecht setzen koennen. Ich bin so gluecklich darueber, auch heute noch, denn haette ich mich nicht wehren koennen, haette das sicherlich ziemlich boese geendet. Aber so goenne ich diesem Idioten richtig die Schmach, von einem 14-jaehrigen KIND, dazu noch einem Maedchen (Das finden solche Kerle sicher besonders peinlich), mehr oder minder zusammengeboxt worden zu sein. Ich meine, wie sieht das aus... Der oberboese ach wie coole "Gaengsta", der "normalerweise" Schwaechere ueberfaellt, unterliegt einer kleinen 14-Jaehrigen. Wahrscheinlich hat er seinen dummen Kumpels erzaehlt, er sei von einer Horde grosser muskelbepackter Schlaeger verpruegelt worden ;) Koennte ich mir gut vorstellen. Solche Arschloecher, die sich normalerweise an Juengeren/Schwaecheren vergreifen, wuerden sich doch nie eingestehen, mal "verloren" zu haben.

Was aus ihm geworden ist, weiss ich uebrigens nicht. Ich habe ihn nie wieder gesehen. Das letzte, was ich sah, war, dass er da auf dieser verschneiten Wiese lag und wimmerte. Nachgerannt ist er mir nicht mehr. Ich habe mich feige aus dem Staub gemacht. Ich meine, schwer verletzt war er nicht, da wird er ja wohl auch von alleine wieder hochkommen. Ausserdem waere es wohl das Daemlichste ueberhaupt, in dieser Situation nicht schnell zu verschwinden. Und IMMER bitte daran denken: Ich habe mich nur verteidigt! Haette dieser Kerl sich nicht aus irgendwelchen unbekannten Gruenden auf mich gestuerzt, waere nichts passiert. (Ich hoffe, er hat nach mir niemanden mehr belaestigt. Aber das waere wohl zu schoen gewesen.)

cn P