Memoriae Ex Aeterna Nocte

05.07.2007 um 01:59 Uhr

4.7.07

Stimmung: Wieder von Insekten gestoert, und leider nicht "nur" von Insekten :/
Musik: Keine.

2:30 offline, wollte eigentlich noch schoen eine halbe Stunde bis zum Schlafengehen schreiben, aber dann kam mal wieder eine Spinne unter meinem Bett hervor :( Ich war eine Weile damit beschaeftigt, sie fangen zu wollen, weil sie, bis ich eine Zeitung geholt hatte, wieder halb hinter das Bett verschwunden war, und ich habe sie leider nicht mehr hervor bekommen. Die Ungewissheit, ob sie noch da ist (irgendwo unter dem Bett oder auch anderswo im Zimmer), gefaellt mir gar nicht. Lieber wuesste ich sicher, dass sie tot im Muell oder lebendig wieder aus dem Fenster entwischt waere. Im Bad hing uebrigens auch ein Weberknecht an der Decke. Das war jetzt schon die zweite Spinne in meinem Zimmer in zwei Tagen. Was kommt als naechstes? Geschrieben habe ich dann trotzdem noch ein wenig, allerdings - zugegeben - etwas unkonzentriert. Um 4 Uhr war ich so muede, dass ich schlafen gehen musste, ob ich wollte, oder nicht. Ich hasse Insekten.

Um 11 bin ich wieder aufgestanden, von der Spinne war nichts zu sehen. Ich wollte mich gegen 12 mit IHM treffen, war aber wieder viel zu spaet dran, weil mein "Vater" nur herumschrie und -troedelte :/ Das Radio schrie auch nur und die "Musik" klang schrecklich. Und statt endlich Fruehstueck zu machen, hat mein "Vater" mich dann auch gleich vollgelabert, ich solle doch wieder fuer ihn einkaufen gehen, da er "keine Lust" habe, bei dem Wetter (stroemender Regen) hinaus zu gehen. Es hat mich so angekotzt... Wer nicht einkaufen gehen will, sollte eigentlich auch nichts zu essen bekommen! Er hat keinen anderen Grund ausser Faulheit, um nicht einkaufen zu gehen, und das ist meines Erachtens kein akzeptabler Grund. Waere er krank, dann koennte ichs fast noch einsehen, aber so finde ichs einfach nur ekelhaft "bequem". Und dass er einfach nicht verstehen will, dass ich andere Dinge zutun habe, als fuer ihn einkaufen zu gehen und dabei weiss ich was fuer Sonderwuensche zu erfuellen, gerade, wo ich kurz vor den Semesterendklausuren stehe, finde ich auch extrem aergerlich! Es ist immer dasselbe.

Ich musste mir noch mehr dummes Gerede und Gejammer anhoeren, war sehr schlecht gelaunt, und dann kamen mir noch diverse alte Erinnerungen in den Sinn. Wie oft, wenn ich mich frage, wie der Idiot noch meinen kann, dass ich ihm irgendwelche Gefallen tun woellte. Ausgerechnet ihm! Da wuerde ich eher einen Haufen Hundekot durch die Stadt fahren und ihm dabei die Sehenswuerdigkeiten erklaeren... Dieser Mensch (und hier zeigt "Mensch" mal wieder seine uebelste Bedeutung!) ist einfach nur krank. Schon als ich ein Kind war, musste er mir immer irgendwelche Dinge unterstellen, mir irgendwelche sinnlosen Vorwuerfe machen, mich beschimpfen und staendig herummaekeln. Schon damals ist er ausgerastet, wenn ich mal eine 1- hatte und keine "glatte" 1. Und als ich mir mal den Fuss gestossen und dann leise "Mist" gesagt hatte, hat er mir vorgeworfen, ich haette ihn "Arschloch" genannt (was er auch ist, aber das habe ich als KIND sicher noch nicht gewagt, auszusprechen!) und ist vollkommen ausgerastet und meinte, mich dafuer bestrafen zu muessen. Ich habe fast geheult, und immer beteuert, dass ich ihn gar nicht beschimpft habe, aber er meinte, das sei typisch, Kinder seien sowieso alle verlogen, ich koenne daher nur luegen.

Zwei andere Erlebnisse sind mir auch noch sehr in Erinnerung geblieben. Einmal wollte er unbedingt in mein Tagebuch sehen und hats mir aus der Hand reissen wollen . Ich habe gesagt, dass das meins sei und dass ihn das nichts anginge (da war ich aber schon aelter, vielleicht so 14 oder 15) und wollte es ihm logischerweise nicht geben, habe es also sehr kraeftig festgehalten. Dann hat er mir einfach auf die Hand geschlagen, damit ich loslasse und herum geschrieen, er sei mein "Vater" und damit ginge ihn das alles sehrwohl etwas an und ich DUERFE in meinem Alter gar keine Privatsphaere/"Geheimnisse" haben. Ich habe versucht, das Tagebuch zurueck zu reissen, da hat er um sich geschlagen. Und das andere Ereignis war einfach so dumm, dass man sich da nur unglaeubig an den Kopf fassen kann. Damals war ich gerade einmal 9 Jahre alt oder vielleicht sogar auch erst 8 einhalb.

Da hatten wir im Kunstunterricht in der Grundschule Collagen aus Papierschnipseln aus Magazinen und Zeitungen herstellen muessen, und bekamen in der Schule auch einen Stapel Altpapier zur Verfuegung gestellt. Die Arbeit musste als Hausaufgabe beendet werden und so hatte ich mir dann auch einfach mal ein paar Zeitungen mitgenommen, kurz durchgeblaettert, ob farblich etwas Brauchbares dabei ist. Eines Abends kam dann mein "Vater" ins Wohnzimmer, als ich gerade die 19-Uhr-Nachrichten im ZDF sah (ja, das habe ich in dem Alter schon getan), war knallrot, ist vollkommen ausgerastet und hat mir mit der Zeitung vor dem Gesicht herumgewedelt. Er hat auf mich eingeschrieen, dass ich "pervers" sei und was fuer einen "Schund" ich mir denn ansehen wuerde. Ich war absolut schockiert und wusste gar nicht, was er meinte. Da habe ich erfahren, dass auf einer der Zeitungsseiten unten drei Zeilen, insgesamt vielleicht 6 Zentimeter dick, Telefonsexreklame war, wie es eben manchmal in Boulevardblaettchen der Fall ist (selbst im Ortsblaettchen ist welche...)... Und das fand er jetzt so schlimm, dass ich soetwas in meinem Zimmer hatte. Und hat getobt. Und auf mich eingeschrieen. Wie missraten und abartig ich sei. (Jaja, dies ist ein extrem sexfeindlicher Haushalt)

Aber eines hat er dabei ausser Acht gelassen, woellte das aber sicher bis heute nicht einsehen: Ich war 8 oder 9 Jahre alt!!! Was soll ich in dem Alter denn bitteschoen mit irgendwelchen Telefonsexanzeigen?! Die dann auch noch in einer ganzen Zeitung drin sind, in der auch viele weitere Dinge drin waren. Wieso sollte ich mir denn bitteschoen eine ganze Zeitung ins Zimmer legen, nur, um mir da zwei Zentimeter grosse zensierte Bildchen nackter Weiber anzusehen? Ich war damals schon geschockt von so viel Dummheit. Haette er nicht so ein Theater gemacht, haette ich diese Werbung sicher, ohne sie ueberhaupt zu bemerken, ueberblaettert. Also von dem Tag an war ich dann nur noch vorsichtiger mit Zeitungen, u.ae. Wer weiss, wenn ich irgendwo ein Supermarktprospekt gehabt haette, in dem neben Wurst und Trockenobst vielleicht noch eine Textilien-Seite gewesen waere, auf der gar ein aelterer Mann Unterwaesche beworben haette - Vielleicht haette er mich dann gleich fuer gerontophil gehalten! *zyn* Ach ja, und obwohl das nun ein Verbot war, gereizt hat es mich mit Sicherheit nicht...

Ich weiss nicht, ob ich bei seinem Tod trauern werde. Manchmal bin ich mir sicher, ich werde es nicht. Ich machte mich auf den Weg... Es regnete und die Bushaltestelle wurde von einer Kettenraucherin verpestet, die munter den Qualm zu ihrem Kind in den Kinderwagen blies. Ich habe draussen im Regen gestanden, mehrere Meter weit weg, und bis dahin hat der Rauch gestunken. In S. sind WIR dann noch schnell zum Supermarkt gegangen, habe dann da fuer meinen "Vater" den Kram besorgt, ich fahr doch nicht extra zum Center, 5 Kilometer weit in die Stadt rein! Und dann liefen WIR heim. Mir waren die Leute, die ich bislang heute gesehen hatte, schon zu viel. Ich warf einen Blick ins Aquarium - es waren wieder 7 Fische zu sehen, und das, obwohl es in den letzten Tagen immer nur 5 waren (also zwei schienen es dann irgendwie doch nicht mehr ueberlebt zu haben :( ) - aber das hiess, dass ein anderer auch schon geboren haben muss :) Ein Fisch hatte eine interessant geformte Flosse und es scheinen auch schoene neue Farbmuster entstanden zu sein. Ich hoffe, es ueberleben doch so einige. Die ersten Wochen sind kritisch, aber wer danach noch lebt, kommt relativ sicher durch :) Und die Weibchen, die schon geboren haben, wurden auch schon wieder von den beiden Maennchen beworben. Dieses Balzverhalten sieht wirklich niedlich aus.

Leider wurde aus meinem PMS am fruehen Nachmittag ein MS. Ich bekam starke Bauch- und Rueckenschmerzen, mein gesamter Koerper verkrampfte, mir wurde uebel, und ich konnte weder sitzen, noch liegen. Laufen sowieso nicht. So kam ich auch nich mehr zum Lernen (Ich HASSE es!), habe den gesamten Tag nur mit Schmerzen herumgekauert, Schmerztabletten wirkten nicht, und dann war auch schon wieder Abend. Und ich mittlerweile so mies gelaunt, dass ich meinen Unikram gar nicht erst gepackt habe. Morgen habe ich frei, scheiss drauf, was fuer einen Aerger das gibt. Bei den Schmerzen 4 Stunden in der Uni hocken? Da kollabier ich doch in der ersten halben Stunde schon. Und wenn ich mir damit mein Grab schaufel, im Moment will ich einfach nicht. Im Moment will ich nur zuhause bleiben, schlafen, meine Ruhe haben. Der Weg nach R. am Abend war sehr muehsam. Wie gesagt, ich konnte kaum laufen vor Rueckenschmerzen, den Bus haben WIR dann aber zum Glueck doch noch knapp bekommen, ach ja, was ich bislang vergessen habe, zu erwaehnen:

ER hat heute doch einen Arzt gefunden, war auch am Morgen da, aber das soll so ein Idiot gewesen sein, dass ER dort sicher nicht noch einmal hingehen will. Denn was bringt ein Arzt, der einem die Beschwerden nicht abnimmt, sondern mit dummen "Sie sind doch noch jung, Sie KOENNEN gar nicht krank sein!"-Spruechen kommt und nicht einmal bereit ist, einem irgendwie gegen die Krankheit zu helfen? Die Symptome SIND da, das ist ein Fakt, und vom Hausarzt gab es auch den Hinweis, dass das vom Facharzt naeher untersucht werden muesste. Wieso sind die Aerzte hier in der Gegend alle unfaehig?! Zuhause wurde es auch wieder stressig. Die Spinne im Bad ist noch da, in meinem Zimmer habe ich keine gesehen (aber die kommt sicher nachher wieder hervor :/ ). Der PC spinnt herum, mein "Vater" geht mir mit seinem Gelaber auf die Nerven, klagt mal wieder gegen Kuenstler, dass die alle "asozial und verkommen" seien, keinen ordendlichen Beruf ausueben koennen, weil sie "abartig und krank im Kopf" seien, usw.

Und er gab vor, sich um meine Allergien zu kuemmern. Aber nur aus purem Egoismus, was ich auch erbaermlich finde! Denn sonst interessiert es ihn NIE, ob ich etwas essen kann, oder nicht, und setzt mir die schrecklichsten Speisen vor, die ich dann essen muss, weil er mir auch gar nicht GLAUBT, dass ich dagegen allergisch bin (wobei das keine Sache des Glaubens ist, schliesslich muesste er eigentlich WISSEN, dass ich allergisch dagegen bin, weil das vor Jahren sogar aerztlich getestet wurde). Aber heute ging es um Schokolade. Die er nicht teilen wollte, weswegen er mit dem dummen Spruch: "Da KOENNTEN Nuesse drin sein, also kriegst du nix, weil dus sowieso nicht vertraegst!" kommen musste. Wenn das nicht Baende spricht. Aber auf irgendwelchen Kram von ihm bin ich sowieso nicht angewiesen, dann kaufe ich mir die Schokolade eben selbst! Mit soetwas hat er mich mit Sicherheit NICHT in der Hand.

cn P

04.07.2007 um 01:51 Uhr

3.7.07, Teil 2

Stimmung: Sehr genervt sowohl von meinem daemlichen "Vater", als auch von den vielen Muecken hier in der Wohnung.
Musik: Keine.

Die zweite Stunde sollte kommen. Ich erfuhr, dass wir hier bis zur Klausur noch eine mehr haben wuerden und dass eine Studentin meinte, mich in die Liste eintragen zu koennen... Ich weiss nicht, ob ich ihr vertrauen kann; das wird sich in der naechsten Stunde zeigen. Ich habe mich mal darauf verlassen, dass ich mich zur Not naechstes Mal noch selbst nachtragen kann. Und dann bin ich, noch, bevor die Prof angekommen war, gegangen. Denn diesen Drachen ertrage ich ungern - und schon gar nicht freiwillig, und erst recht nicht haeufiger als noetig! So habe ich mich auf den Weg zur Bibliothek gemacht. Man hat die 4 Glastueren am Eingang durch eine einzige Drehtuer, in der sich staendig Studenten verklemmen und durch die weder ein Kinderwagen, noch ein Rollstuhl, passen, ausgetauscht. Wenn da mal Feuer ausbricht... Ausserdem finde ich es seltsam, dass man dafuer Geld hat (dabei waren die 4 normalen Tueren doch super!), aber schon das gesamte Semester der (fuer zB Gehbehinderte wichtige) Aufzug kaputt ist und keiner auch nur daran denkt, ihn zu reparieren. Auch "bemerkenswert" finde ich die Sanitaeranlagen: Es gibt weder Seife noch Papier dort (und auch keine Muelleimer auf den Damentoiletten), gut 70% aller Tueren haben ein kaputtes Schloss, und verdreckt sind sie auch noch. Und auch hierfuer verteilt niemand Gelder.

Ich hatte mir das, was ich mir fuer eine Klausur besorgen sollte, drucken lassen, dann verliess ich die Bibliothek wieder. Es ist immer so ein Aufwand, das Hin-und-her-Gerenne, die Schliessfaecher, der ueberfuellte und technisch veraltete Druckladen... Auf dem Flur begegnete ich fast der Prof, bei der ich nun eigentlich Unterricht gehabt haette. Ich sah sie, sie mich wohl zum Glueck nicht. Ich versteckte mich unter der Treppe *lach* Aber das ist nicht zu auffaellig, schliesslich stehen dort mehrere Sitzbaenke... Dann ging ich hinaus, als diese Frau vorbei gegangen war, und stellte mich an die Bushaltestelle. Der naechste Bus sollte erst in ca 20 Minuten kommen, kam aber uebrigens auch zu spaet. Generell ist es eine Frechheit: Diese Strecke, die ich taeglich benoetige, fuhren bisher immer ein "normaler" und ein "Express-Bus" (nennen wir den normalen hier mal B, den anderen X). Der B-Bus faehrt nur alle 20 Minuten und haelt an allen moeglichen Haltestellen. Der X-Bus faehrt alle 10 Minuten und haelt nur an den wichtigsten Umsteigepunkten, und ist damit fast 15-20 Minuten schneller, als der B-Bus. Da diese beiden Busse immer parallel fuhren, gab es also 3 Busse in 20 Minuten. Und diese waren immer schon ueberfuellt.

Nun gab es aber eine Aenderung. Ihr erinnert euch sicher - es gab eine Strassensperrung, worauf beide Busse immer eine Umleitung fuhren. Nun hat man aber ganz spontan den X-Bus komplett abgeschafft! Das heisst: Mindestens 10 Minuten laengere Wartezeiten, immer ueberfuellte Busse, da in demselben Zeitraum, in dem frueher 3 Busse kamen, heute nur 1 faehrt - und zwar ein kleiner, das kommt noch dazu. Wieso es nicht mehr moeglich sein soll, dass X- UND B-Bus Umleitungen fahren, weiss niemand. Fakt ist, es ist absolut daemlich, den X-Bus einfach zu streichen, da die Strecke einfach nicht ohne auskommt! So wird jede Fahrt zur Tortur und gerade angesichts der auf mich zukommenden Klausuren finde ichs gar nicht schoen, dass man mittlerweile NIE mehr sicher sein kann, wann und ob ein Bus kommt - Verspaetungen sind die Regel. So sass ich also weiter an der Haltestelle, beobachtete, wie ein Rettungshubschrauber vor der Uni landete und auch einige Krankenwagen ankamen, und einen Studenten abstransportierten, was einiges an Laerm erzeugte. Aber der kuemmerte mich nicht, viel schlimmer waren all die Insekten hier! Hier, quasi mitten im "Wald", ist alles voller Fliegen und Kaefer. Auch das Uni-Gebaeude, innen, war heute ueberall voller grosser Fliegen... Ich fragte mich, was da los war. Das machte Unterricht und Warterei noch unangenehmer.

Schliesslich kam der Bus und die Fahrt schien nicht zu enden. Nicht nur, dass man mehrfach im Stau stand, nein, trotzdem machte der Fahrer zwischendurch noch eine Kaffeepause. Und dann kam ich endlich am Center an und traf mich mit IHM. Ein Blick auf die Uhr - neuer Rekord! Der Bus hatte 45(!!!) Minuten Verspaetung! Das habe ich heute zum ersten Mal erlebt, aber irgendwie befuerchte ich, es wird sich auf der Strecke noch wiederholen... Es war eine reine Tortur, und die war noch nicht zuende. So kam auch die Bahn (die mittlerweile mehr oder minder unregelmaessig fuhr...) wieder viel zu spaer. Hier gab es heute 10 Minuten Verspaetung. Und auch in R. musste man sich auf den Bus wartend wieder die Beine in den Bauch stehen... An Sitzplaetze war, so, wie alles ueberfuellt war, den gesamten Tag kaum zu denken. Es sieht immer wieder danach aus, als sei das Verkehrssystem dieser Stadt am Zusammenbrechen und wirklich alles Andere als ausreichend. Es kostet einen dermassen Nerven... Aber im Studium ist es schliesslich auch nicht anders. Wie soll man ordendlich lernen koennen, wenn gut 250 Leute in einem Hoersaal fuer 50 Personen sitzen, oder 80 Leute in einem Unterrichtsraum fuer 20 Menschen? - wo dann ein Grossteil auf Heizung, Treppenstufen, Boden oder irgendwelchen angeschleppten Stuehlen sitzen muss und ein beachtlicher Teil sogar die gesamte Unterrichtsstunde (zwei Zeitstunden) steht! Das ist doch eigentlich nicht zumutbar. Leider soll es an vielen Unis, ueberall im Land, so aussehen.

Das "Gesundheit"ssystem ist dann noch einmal eine Sache fuer sich. Ich will gar nicht nochmals an das Theater mit dem aerztlichen Notdienst in der einen Samstagnacht beginnen. Aber heute hatte ER versucht, einen ordendlichen Rhematologen zu finden. Hat daher bei allen hier im Bezirk und denen in den Nachbarbezirken angerufen - so viele gibt es hier in B. leider gar nicht. Das traurige Ergebnis: Ca 60% der Aerzte ging gar nicht erst ans Telefon (obwohl sie laut Eintrag im Aerzteverzeichnis um diese Uhrzeit haetten erreichbar sein muessen), einer meinte, er naehme keine neuen Patieten mehr auf, und der Rest war laut Anrufbeantworteransage bis Mitte oder gar Ende Juli im Urlaub. Und was macht der Mensch nun, wenn er zum Arzt muss? 500km bis nach Stuttgart fahren? *zyn* Ich finde es einfach nur traurig, wie es hier in B. mit der aerztlichen Versorgung aussieht... Glaube manchmal, das koenne gar nicht wahr sein.

Endlich zuhause angekommen, doesten WIR eigentlich nur herum. Ich frage mich, ob es "gut" war, einen Tag mehr oder minder zu faulenzen, dabei haette ich doch lernen koennen! Dennoch tat ichs nicht. Aber ich will nicht, dass es so endet, dass ichs wieder bis auf den letzten Tag aufschiebe. Obwohl ich dann ja wenigstens noch die gesamte Woche meine Ruhe haette (ausser 4 Zeitstunden Unterricht am Donnerstag). Habe ich eigentlich schon praezisiert, wie lange ich heute fuer die Heimfahrt insgesamt benoetigt hatte? Etwa 2 Stunden und 20 Minuten! Sonst brauchte ich etwa 1 bis 1,5. Da freut man sich gleich mehr auf die Ferien, weil man diese daemlichen Umstaende dann nicht ertragen muss, und ich hoffe sehr, nach den Ferien besteht das Problem nicht mehr und alles faehrt wieder ordendlich! Abends dann machten WIR uns auf den Weg nach R. Viel gibt es nicht zu erwaehnen, in Sachen Insekten war auch alles, wie sonst abends auch. Und mein "Vater" nervte auch wie immer. Und hier ist alles voller Muecken und zwei grosse Motten sitzen auch an der Decke. Mein "Vater" moechte nichts dagegen unternehmen, denn er habe dazu "keine Lust" (na wenigstens ist er so ehrlich *re*). Generell nervt er mich... Hoffentlich kommen diese Viecher nicht in mein Zimmer :/ Wobei das ja fast zu erwarten ist...

Was heute mal schlimmer ist, als sonst, ist meine Allergie. Ich habe die gesamte Zeit Augenschmerzen und meine Nase laeuft, ausserdem neige ich zu Halsschmerzen. Es nimmt einfach kein Ende! Ich habe schon mehrere Packungen Taschentuecher aufgebraucht, in der kurzen Zeit, die ich nun hier in R. bin. Medikamente scheinen heute nicht zu wirken. Hoffentlich ist all das nachher, wenn ich wieder schreiben moechte, nicht zu hinderlich. Gibt es noch zu irgendwelchen Dingen online etwas zu schreiben? Ich weiss es nicht. Einige Dinge scheinen mich aber viel weniger als sonst zu nerven. Vielleicht, weil ich im Moment "andere Probleme" habe. Oder, weil ich heute sehr "gnaedig" mit der Menschheit bin, kaum Ansprueche stelle, und mir bei Dummheiten, mit denen ich konfrontiert werde, einfach nur denke: "So sind die Menschen eben". Aber es wird auch wieder ein Tag kommen, an dem es mich wieder stoert. Eigentlich wollte ich mich auch noch mit dem Thema "Liebe" befassen, aber... Ich weiss nicht Recht, ich moechte erst einmal etwas anderes unternehmen. Ich garantiere fuer nichts. Auch auf das Thema "Vorurteile" wollte ich noch zu sprechen kommen. Kann ich ja vielleicht auch schnell mal, ist ein relativ kurzes Thema...

Ich will hierbei nicht wieder den moralischen Zeigefinger schwingen und zum 100. Mal sagen, dass Vorurteile nicht intelligent und haeufig sogar diskriminierend sind. Das duerfte jeder logisch denkende Mensch wissen, und dennoch haben wir alle - wohl natuerlich bedingt - mehr oder weniger Vorurteile. Ach ja, dazwischen schieben moechte ich doch noch, dass man nie verallgemeinern kann, wenn es um Attribute von Menschen geht - denn jeder Mensch ist anders! (Auch schon wieder eine Verallgemeinerung ;) ) Aber ihr wisst sicher, wie ich das meine. Man kann nicht eine Volksgruppe abstempeln, weil sie aus Einzelpersonen besteht, die alle anders sind. Die Frage soll heute mal nicht sein, wie Vorurteile entstehen, woher sie stammen, o.ae., das haben wir schon viel zu oft durchgekaut... Ich frage lieber, ganz vertraulich ;) , was sind Vorurteile, die ihr bei euch persoenlich erkennt?

Ich muss ganz ehrlich sagen, ich stehe den ganzen "Ghetto-Menschen" hier in der Gegend etwas skeptisch gegenueber. Nicht so, dass ich vor ihnen die Strassenseite wechsel, oder was weiss ich, aber ich bin doch vorsichtiger, wenn mir ein solcher Mensch begegnet, als wenns beispielsweise ein Punk im gleichen Alter oder eine "Durchschnittshausfrau" oder ein alter Mann ist. Ich WEISS zwar, dass viele, gerade die, die am meisten prahlen, die meisten Ketten um den Hals tragen oder am lautesten groehlen, sehr feige sind, und nie etwas tun wuerden, ausser herumzupoebeln. Aber einige werden eben doch auch physisch gewalttaetig, und deswegen bin ich vorsichtig. Natuerlich gibts auch viele, die werden es nicht und die sind charakterlich auch ganz okay. Aber die Vorsicht... Ich weiss nicht, ob das nicht sogar einen positiven Nutzwert hat, in einem bestimmten Masz. Oder bin ich vielleicht nicht wegen der Befuerchtung physischer Gewalt von diesen Menschen abgestossen, sondern allein schon, weil sie eben laut sind, herumschreien, u.ae.? Ich hasse Laerm... Allein deswegen nehme ich schon Abstand. Aber natuerlich hat es schon etwas von einem Vorurteil, wenn ich Menschen, die sich auf eine bestimmte Art geben (eben diese typische "Gangsta"-Kleidung, Ghettosprache, Gegroehle, usw) schon kritisch betrachte.

cn P

04.07.2007 um 01:22 Uhr

3.7.07, Teil 1

Dummes Gelaber, Kopfschmerzen, verkrampfte Finger, Muedigkeit - um 3 Uhr offline gegangen, wollte eigentlich nur kurz noch etwas schreiben - aber wurde aufgehalten :/ Zum einen hatte ich wieder eine Spinne auf dem Bett (Ja, schon wieder *seufz*), deren Entfernung mir insgesamt gut eine halbe Stunde kostete. Und dann war ich mehr oder minder apathisch und suchte, still sitzend, alles mit den Augen ab, ob nicht irgendwo noch andere Untiere lauern koennten ;) Manchmal habe ich den Eindruck, meine Abneigung gegenueber Insekten und Spinnen koennte langsam zur Phobie werden. Anderseits variiert das bei mir tageweise, an manchen interessiert mich all das Getier kein bisschen, an anderen bin ich unruhig, wenn ich nur erahne, irgendwo koennte ein Insekt sein.

Geschrieben habe ich dann doch noch irgendwann, und zwar, bis es wieder komplett hell wurde und die Voegel laengst laut sangen. Ich mag Morgenlicht; gerade zusammen mit dem Gefuehl, gleich vor Muedigkeit zu kollabieren, kann es sehr angenehm sein. Das klingt sicher widerspruechlich, aber vielleicht ist es verstaendlicher, wenn ich dazu erwaehne, dass ich, wenn ich uebermuedet bin und fast zusammenbreche, mit der Zeit ein wahres "Gluecksgefuehl" bekomme - Ruhe, alles verschwimmt, nichts stoert mich mehr. In der Situation dann noch zu schreiben, bis ich mich schliesslich doch nicht mehr beherrschen kann, und dann eben bei Vogelgesang und dem schoenen milchigen Licht einschlafe, ist sicher nicht gesund, und sicher auch nicht vernuenftig (gerade, wenn ich am naechsten Tag Unterricht habe), aber ab und zu sehr angenehm. So war es auch gestern, bis 5 Uhr habe ich mich entschlossen, weiter zu schreiben, dann habe ich mich schlafen gelegt. Und anschliessend in nicht einmal 2,5 Stunden wunderbarer getraeumt, als wenn ich sonst 8 Stunden oder noch mehr schlafe.

Am naechsten Morgen fuehlte ich mich zuerst ein wenig schlecht, wenn ich an die Uni dachte. Auch bemerkte ich zahlreiche Mueckenstiche an mir. Um 7:30 war ich aufgestanden, gleich wurde ich mit Laerm genervt... Geschrei von meinem "Vater" und aus dem Radio und bei irgendeinem Nachbar wurde die gesamte Zeit gebohrt (ja, jetzt wird es in R. langsam auch so schlimm, wie in S. :/ ). Ich bekam Kopfschmerzen, die sich durch das grelle Licht noch verstaerkten. Das dumme Gerede meines "Vater"s, die ueblichen rassistischen Parolen, usw, taten ihr uebriges. Dann bekam ich auch noch Augenschmerzen. Meine gesamte Konzentration und auch mein Erinnerungsvermoegen litten darunter. Und erst jetzt meinte man, mir mitteilen zu muessen, dass die Bahnen heute streiken. Da war ich fast froh, dass ich am Vorabend beschlossen hatte, mit dem Bus zur Uni zu fahren (mit anderen Linien und ueber Umleitungen), statt die Bahn zu nehmen... Gesundheitlich ging es mir auch wieder schlechter und ich hatte erneut eine Tendenz zu Niedergeschlagenheit und "grundlosen" Heulkraempfen.

Ich wartete am ZD Ewigkeiten, bis der Bus endlich kam. Dieser war dann auch noch ueberfuellt, sodass ich nur noch einen engen, "gammeligen" Sitzplatz bekam, was sich waehrend der gesamten Fahrt nicht aenderte. Dort zu sitzen, war unangenehm. So hatte ich schon frueh Schmerzen am gesamten Koerper, besonders bauchnabelabwaerts. Die Menschen starrten. Das grelle Licht aus dem Fenster blendete mich. Die Fensterscheiben waren voller Insekten - kein Wunder in dieser Gegend, jeden Sommer und Herbst ist es schrecklich. Meine Rueckenschmerzen nahmen zu und die Fahrt einfach kein Ende... Mir begegneten poebelnde Omas, schreiende Kinder, und um sich hustende Frauen mit Windpocken. Unverantwortlich. Dann kam der Bus auch noch in einen Stau. Das Gedraengel war mittlerweile unertraeglich und es stank nach Parfuem und Schweiss. An den letzten Haltestellen wurden einige Menschen unglaublich dreist: Da setzte man sich der Person, die mir gegenueber sass, einfach mit dem halben Hintern auf den Schoss O_O Ich dachte, ich sehe nicht recht, und die Person selbst schien mindestens genauso entsetzt. Zumal es zuerst eine Person versucht hatte, nachdem sie diese "verscheucht" hatte, eine zweite, und dann schliesslich, ca 2 Stationen spaeter, noch eine dritte! Diese war ausgerechnet ein schmierig-ekelhaft wirkender Kerl, der sich gleich mit einem dummen Spruch dazu quetschte und Ekel erregend nach Schweiss, Zigarettenrauch und einem billigen Parfuem stank. Mir geschieht soetwas selten und ich sage es ungern, weil ich es unhoeflich finde, aber heute ist mir davon wirklich schlecht geworden!

War ich froh, als ich endlich am Ziel war... 15 Minuten spaeter als auf dem Plan verzeichnet, dennoch - zum Glueck - noch knapp puenktlich zum Unterricht. Dieser beschaeftigte sich hauptsaechlich mit der Klausur in der naechsten Stunde. Wenn wirklich nur dran kaeme, was heute besprochen wurde, dann koennte es glatt sein, dass ich noch nicht verloren bin! Aber ich vertraue dem Prof nicht so recht. Irgendwie kam heute so wenig dran, dass ich mir dachte, dass das doch einfach nicht schon alles sein kann... Was an der Stunde, die uebrigens auch endlos schien, sehr unangenehm war, waren die lieben Mit-Studenten. Da waren wieder so einige extrem asoziale, vulgaere und unfreundliche Personen dabei. Ich erwaehnte vor ca zwei Wochen ja schon einmal, dass einige Leute in dem Kurs dazu neigen, herum zu schreien, mitten im Unterricht, und wahllos andere Studenten als dumm, haesslich, u.ae., zu beschimpfen. Selbst in Diskussionen direkt vor dem Dozenten, nur, weil diese Menschen ihre subjektive Meinung nicht teilen. Ich finde das Lernen an dieser Uni einfach sehr unangenehm durch solche Personen. Erstaunlich fand ich auch, wie viele lamentierten, sie wuerden in der Pruefung durchfallen und das alles sei zu schwer und man wuerde ja nie ueben - und dann haben sie von den vielen Beispielen, die der Prof heute gemacht hat (und auch einige Uebungen waren dabei!) kein einziges Wort mitgeschrieben! Stattdessen sassen sie zurueck gelehnt auf ihrem Stuhl, ohne Papier oder Stift, und maulten pausenlos vor sich hin. Ein Wunder, dass dann auch die Klausur schief geht? Ich habe zumindest alles mitgeschrieben.

cn P

03.07.2007 um 01:31 Uhr

2.7.07

3 Uhr offline, da das Gejammer meines "Vaters" mir zu sehr auf die Nerven ging. Motten im Bad. Vor Muedigkeit Kopfschmerzen und leichte Sehstoerungen. Ich habe ausserdem gedacht, ich spinne, als ich gerade eine Minute im Bad war und mein "Vater" gleich in mein Zimmer rannte, um das Fenster wieder aufzureissen. Wie laecherlich. Habe wenig gezeichnet, bin schon um 3:30 schlafen gegangen. Am naechsten Morgen bin ich um 10 Uhr aufgestanden, musste mich gleich wieder daemliches Gerede anhoeren. Krieg, Auslaender, Juden, usw, dasselbe, wie jeden Tag. Ich hatte Bauchschmerzen. Das Bad schien schrecklich unsauber. Dazu die dummen Sprueche meines "Vaters", und mir war wieder schlecht. Ich ertrage hirnlose Parolen einfach nicht... Auch finde ich es respektlos (aber wieso erwarte ich ueberhaupt etwas Anderes?!), wie er meint, mit mir nicht einmal "ordendlich" reden zu muessen. Ich verlange kein Lehrbuch-Hochdeutsch am fruehen Morgen, aber bisschen mehr als "Was essen?" duerfte es schon sein, wenn er ERNSTHAFT wissen will, was ich zum Fruehstueck moechte. Aber das war nicht der Fall. Dennoch konnte ich mich noch dagegen wehren, mir mal wieder vergammelte Leberwurst andrehen zu lassen. Die kann ich seit Wochen nicht mehr sehen und mir wird ehrlich schon schlecht, wenn ich auch nur daran denke.

Zum Fruehstueck bekam ich schliesslich eine Scheibe mageren Schinken, auf der unglaublich spendablen Menge von einer duennen Schreibe Schwarzbrot. Und eine Menge Gemecker. Mehr weiss ich schon gar nicht mehr... Irgendwie musste ich zurueck an meine "Kindheit" denken, auch da gab es immer Gemotze beim Essen. Von wegen "nicht mehr als ein Glas zu einer Mahlzeit". Ich wurde staendig ermahnt, ich solle nicht schon vor dem Essen mein Glas austrinken. Habe mich damals schon beklagt, dass wir hier nicht in der Wueste leben und dass es ja wohl kein Problem sein duerfte, mehr als ein Glas zu trinken. Bis heute wuesste ich auch nicht, wieso man nichts trinken sollte, obwohl man Durst hat. Aber mein "Vater" hat schon IMMER und UEBERALL in jeder erdenklichen Gelegenheit Stress erzeugt. Zum Teil einfach nur vollkommen sinnloser Weise. Heute Morgen hat er das auch haeufiger gezeigt. Er neigt ja bekanntlich dazu, zu motzen, statt etwas zu unternehmen. Herumzuklagen, die Musik sei "scheisse", statt einfach das Radio auszuschalten. Herumzujammern, er muesse ins Bad, statt einfach zu gehen. Und so darf ich mir dann PAUSENLOS dieses ewige Gemecker und Gejammer anhoeren. Es ist einfach nervig. Bauchschmerzen hatte ich uebrigens auch. Vom tollen Fruehstueck.

Im Radio diskutierte man ueber die Einfuehrung von Kopfnoten. Habe ich etwas verpasst, bin ich 13 Jahre auf die falschen Schulen gegangen? Wir hatten, bis auf das Abiturzeugnis, immer irgendwelche Bewertungen im Kopf stehen, zum Teil auch als Noten. Ich fand diese manchmal etwas falsch, manchmal auch fast laecherlich, aber einige "wichtige" Kopfnoten gab es dann doch. Welchen Punkt ich sehr befuerworte, ist "soziales Verhalten", zumindest, was negatives Auffallen betrifft. Denn wenn ein Schueler beispielsweise mehrfach andere Schueler bedroht oder schlaegt, dann sollte das zumindest auf dem Zeugnis stehen (wenn man es schon nicht anders schafft, die Eltern zu informieren oder dagegen anzugehen). Nicht, dass ich solchen Personen gerne die Zukunft verbauen wuerde, aber wenn einer sich dermassen asozial und gewalttaetig benimmt, dann sollte das der Arbeitgeber meines Erachtens auch erfahren. Ich woellte, wenn ich ein Unternehmen haette, jedenfalls ungern jemanden einstellen, der einfach mal "ausrastet" und gewalttaetig wird. Gerade im Kundenservice stelle ich mir das sehr "unpassend" vor.

Ich machte mich auf den Weg; traf mich mit IHM. Es regnete, aber war sehr warm. Mein Kreislauf sponn ziemlich herum. WIR liefen ueber R. zu einer Drogerie mit zwei Buchstaben, die ich wegen ihrer haeufigen Gratisproben sehr schaetze ;) Manchmal sind Dinge dabei, die ich nicht wirklich benoetige (da loese ich den Gutschein aber auch nicht ein), aber wenn ich an solche Dinge wie Duschgel oder Handcreme denke... Da freut sich der arme Student. ;) Nur die Verkaeuferin schien sehr genervt, weil sie wegen der Artikel erst ins Lager laufen musste, aber das kann man ja nicht vorher wissen... Danach liefen WIR zur Bushaltestelle und warteten erst einmal gut 15 Minuten, weil der Bus wieder verspaetet war :/ Dabei vielen die vielen "Asis", die an der Haltestelle herumlungerten und den gesamten Boden vollspuckten, sehr negativ auf, aber es gibt sie hier leider ueberall :( Ach ja, etwas faellt mir noch ein, aus den Nachrichten (oh, ich merke gerade, ich habe so vieles vergessen :/ ): Ein Bus der oeffentlichen Verkehrsbetriebe von B. hat einen Seifen-LKW gerammt und umgekippt. Es gab mindestens 2 Verletze. Bei den Verkehrsbetrieben hier wundert mich das traurigerweise - wieder einmal - kein bisschen...

ER war sehr muede und legte sich, nach einem wenig Fernsehen, schlafen. Nicht, dass ich ein Gruppenhandlungs-Mensch waere, aber ich habe mich mal angeschlossen ;) Und so schlief ich bis zum fruehen Abend, bin danach noch baden gegangen, und bald war der Tag wieder gelaufen. Um die Uni habe ich mich ein wenig gekuemmert... Sieht aus, als wenn die Klausuren stressiger werden, als erwartet :( Einige Professoren haben noch eine Liste mit mehreren kompletten Buechern(!) online gestellt, die man bis zur Klausur (in 1-2 Wochen) alle lesen und lernen sollte. Die muss man aber erst einmal irgendwo bekommen... Wenn ein Kurs mit 80 Leuten sich zeitgleich auf das eine einzige Exemplar in der Bibliothek stuerzt, kann man das im Grunde auch vergessen. Dazu kommt, dass ich 5 Klausuren schreibe. Ich kann aber nicht in zwei Wochen 10 Buecher auswendig lernen. Das geht einfach nicht! Wobei, ich habe vor zweien meiner Abiturklausuren gar nicht gelernt und bei einer nur die gesamte Nacht direkt davor... Andererseits fehlt mir im Moment auch die Motivation. Na mal sehen, wie das schief geht :/

Habe wieder ein wenig gezeichnet, bin bisschen online gewesen. Mittlerweile bemerke ich TAEGLICH mehrfach, dass ich mich sehr vom "normalen" Menschen unterscheide. Ich weiss nicht, ob mir das Sorgen machen sollte, aber wuesste ichs nicht besser, wuerde ich fast abstreiten wollen, ein Mensch zu sein. Nur leider ( ;) ) sprechen alle biologischen Zeichen gegen diese Annahme. Aber ich war schon "immer", schon als Kind, irgendwie "anders". Zitat (ja, ich weiss, ich zitiere mich in letzter Zeit sehr oft selbst): "Ich muss ehrlich sagen, als Kind sah es bei mir sehr anders aus: Mich haben Dinge, unabhaengig ihrer Bewertung, interessiert oder nicht, und wenn dann etwas als verboten galt, dann hats mich, wenn vorher kein Interesse da war, auch nicht interessiert. Und wenn mir jemand logisch erklaeren konnte, wieso bestimmte Dinge verboten sind, dann habe ich das auch anerkannt. Nur Verbote OHNE Begruendung habe ich kaum ernst nehmen koennen - das war natuerlich ein Problem fuer meinen "Vater". Auch heute ist es bei mir noch so, dass ich fuer alles eine logische Begruendung haben moechte, sonst akzeptiere ich es kaum."

Und, wo ich schon dabei bin... Fuer die Leser, die nicht immer beobachten, wo und was ich alles in anderen Blogs kommentiere ;) : "Es ist eine ueble Diskriminierung aller misshandelten oder allein gelassenen Kinder; wenn ich solche Sprueche hoere, dass ein Mensch, nur weil er zB selbst geschlagen wurde, spaeter auch pruegelt, oder weil er allein gelassen wurde, auch seine Kinder allein alesst, wird mir - so deutlich bin ich mal - schlecht! Woellte ich ein Vorurteil auspacken, wuerde ich jetzt sagen, solche Sprueche kommen gewoehnlich von den Menschen, denen es SEHR gut ging und die sich in die Lebenswelt von Menschen, die es schlechter hatten, nicht im geringsten hineinversetzen koennen oder wollen. Menschen, nur, weil sie eine schlechte Kindheit hatten, sind doch keine Monster! Sie sind genau so Menschen, ob arm oder reich, und darunter gibt es eben solche, die sich "schlecht" benehmen, und solche, die tun es nicht. Ich weiss, es gibt das verbreitete Denken: "Jeder versucht, das, was er in seiner Erziehung erlebt hat, auf die Erziehung seiner Kinder zu uebertragen", von wegen "eigene Eltern als Vorbild", usw. Aber dann gibt es auch Menschen, die, gerade WEIL sie als Kind schlecht behandelt wurden, ihre eigenen Kinder BESSER aufziehen wollen. Da kann man also nicht pauschalisieren." Leider ein Vorurteil, dem man immer wieder begegnet.

Es war Nacht. Draussen etwas kuehl, und voller Insekten (besondern an der Haustuer in R. finde ich es schlimm, weil man kaum durch die Tuer kommt, vor Muecken, Motten und Spinnen ;/ ). Die Busfahrt war irgendwie ironisch... Wie so oft stieg jemand zu und stellte sich direkt neben den Fahrer: ein Tourist aus dem Ausland, und da stand er nun und wollte den Fahrer die gesamte Zeit zuschwafeln (das sehe ich fast jeden Abend) - ich habe oft den Eindruck, einige Menschen sind zu FAUL, selbst auf den Stadtplan zu schauen, und glauben, wenn sie dem Fahrer irgendeine Strasse mit Hausnummer sagen, koennte der ihnen aus dem Kopf den gesamten Weg inklusive Fahrtzeiten der Busse und Bahnen nennen. Aber heute Abend war es ja nicht einmal so... Der Tourist fragte (in sehr schlechtem Englisch, was aber auch keine Rolle spielte, da der Busfahrer noch weniger verstand - wie leider die meisten Busfahrer dieser Stadt), wie er denn nach K. kaeme. K. ist ein Stadtteil. Da fragte der Fahrer, zu welcher Strasse er denn muesse (schliesslich ist K. sehr gross). Da antwortete der Tourist, das wisse er nicht. Also bitte - Wer faehrt in ein fremdes Land in den Urlaub und steht dann irgendwann gegen Mitternacht in irgendeinem Bus und weiss nicht einmal, zu welcher Strasse er will? Einen Hotelnamen konnte er auch nicht nennen. Er bestand darauf, nach K. zu wollen, mehr Angaben konnte er nicht machen. Schon eine merkwuerdige Situation. Diese Ratlosigkeit war schon bizarr.

Dann kam ich also "zuhause" an. Ich hoffe, ich werde den morgigen Tag gut ueberstehen. Werde nun noch ein wenig "surfen", vielleicht noch einen kleinen Aufsatz online stellen (Ich wuenschte, meine Aufsaetze im Studium waeren nur halb so gut und halb so einfach und amuesant zu schreiben, wie meine privaten Essays!!!) und dann IHM noch ein wenig schreiben, wenn er noch nicht schlafen kann. Mir wird uebrigens "vorgeworfen", ich wuerde sehr "muetterlich" lieben und mich eigentlich um viele Menschen, die mir etwas bedeuten, derart sorgen. Es stoert niemanden, also wird das in Ordnung sein, und ich bin ja auch keine autoritaere, ueberempfindliche Kampf-Glucke ;) Mir wurde, wenn ich mal mit Kindern zutun hatte, auch immer gesagt, ich wuerde mich super als Mutter eignen. Aber Kinder moechte ich eigentlich dennoch nicht. Das hat verschiedenste Gruende, von meinen schlechten Genen bis hin zu unserer kaputten Umwelt. Natuerlich auch ein wenig Egoismus, denn Geburtsschmerzen wuerde ich mir niemals antun wollen. Ausserdem bin ich haeufig depressiv, was einem Kind sicher nicht gut taete. Aber es stimmt schon, ich muss mir eingestehen, Menschen, die mir viel bedeuten, sehr persoenlich zu verteidigen. Auch gegenueber "schwachen" Personen oder in Situationen, in denen ich sehe, dass jemand sich nicht wehren kann, bin ich irgendwie "beschuetzerisch". Diese Eigenschaften kann man gleichwohl Muettern als auch Schaeferhunden zuordnen. Vielleicht bin ich nicht muetterlich, sondern schaeferhuendlich? ;)

cn P

03.07.2007 um 00:48 Uhr

Nachtrag / Zum Thema "Schoenheit"

So, jetzt habe ich mein Handy wieder zur Verfuegung ;) Also vom Freitagabend und Samstagmorgen hat wirklich nicht viel gefehlt; nur eine Praezisierung, wie lange ich gezeichnet habe (von 2 bis 3 Uhr), dass mein "Vater" mir hinterher geschrieen hat, als ich das Wohnzimmer verliess, sowie einige Details zu meinem "Ausrasten", zum Teil wirklich sehr unschoene, die ich jetzt gar nicht wiederholen moechte. Ach ja, und Muecken hatten und haben wir auch jetzt noch viel zu viele in der Wohnung. Am naechsten Morgen war ich um 10 aufgestanden, gleich mit dem ueblichen Generve konfrontiert, auf der Strasse wurde man mal wieder bloed angegafft, und - das wollte ich doch noch erwaehnen - eine daemliche Frau rannte mich (ich stand gerade an der Bushaltestelle und schaute auf den Plan) einfach um, und schrie mich dann auch noch an, dass "die Jugend von heute" unverschaemt sei und dass man als alter Mensch immer umgerannt werden wuerde, usw. Leider habe ich das schon haeufiger bemerkt: Nur, weil man scheinbar zu irgendeiner "Randgruppe" gehoert, glauben einige Menschen, einem immer die Schuld in die Schuhe schieben zu koennen, obwohl man gar nichts getan hat. Wenn irgendwo ein Tuerke und ein Deutscher wegen einer Sache verdaechtigt werden, neigen viele Menschen leider auch dazu, dem Verdaechtigen mit der jeweils anderen Nationalitaet die Schuld zu geben. Ansonsten fallen mir noch einige unangenehme, penetrant starrende Personen im Bus ein, und, dass dieser mal wieder 20 Minuten zu spaet kam. Das waere es dann eigentlich schon gewesen.

Gestern Nacht war ich um 3 Uhr offline gegangen, hatte Schmerzen im rechten Arm (fuehlte sich nach "Wachstumsschmerzen" an, aber dazu bin ich wohl zu alt), und vorher hatte ich noch etwas "Interessantes" online gefunden, zum Thema "Schoenheitsideal". Ich habe schon haeufiger festgestellt, dass meine Vorstellungen von Schoenheit und die, die allgemein anerkannt werden, manchmal ein wenig auseinander gehen. Bin ich deswegen schon eine Fetischistin? ;) Generell finde ich die Vorstellung merkwuerdig, dass EIN Schoenheitsideal fuer alle Menschen gelten soll und alles andere "anormal" oder "krank" sei. Es gibt zwar schon einige Dinge, die die Mehrheit der Menschen schoen finden, aber eben auch nicht ALLE. Ohne, dass ich die, die abweichen, als "pervers" bezeichnen wuerde. (Mist, jetzt habe ich den Faden verloren - ich sollte bei meiner Vergesslichkeit wohl nicht mehrere Dinge gleichzeitig tun; jetzt war ich so genervt, weil die Buslinie zur Uni morgen immernoch gesperrt ist, dass ich nicht mehr weiss, wo ich "war"...) Ach ja, noch etwas, was ich seltsam finde, habe ich zum Thema "Schoenheit" gelesen:

"Matching bezeichnet die Ähnlichkeit in der physischen Attraktivität von Partnern. Untersuchungen haben gezeigt, dass im Mittel ein positiver Zusammenhang zwischen der physischen Attraktivität bei Paaren besteht (das heißt „hübsche Menschen haben meist auch hübsche Partner"). Ebenso erweist sich das Ausmaß des Matching als Vorhersager für die Stabilität der Beziehung. In der Realität findet man oft bei ungleicher äußerer Attraktivität Kompensation durch andere Faktoren, beispielsweise durch wirtschaftlichen Erfolg etc."

Schoen, dass "Wissenschaftler" das festgestellt haben. Aber ich bin der Meinung, dass das nicht unbedingt stimmt. Vielleicht finden sich haeufiger Partner aus gleichen finanziellen Verhaeltnissen, weil die "Schichten" eben doch eher untereinander leben, dieselben Veranstaltungen besuchen, etc, und dadurch eher Kontakt untereinander haben, als zu Menschen, die viel aermer oder viel reicher sind. Aber Schoenheit, die doch jeder anders definiert? Auch finde ich die Aussage, Geld koenne Schoenheit kompensieren, irgendwie eklig. Ich dachte, bei Liebe ginge es nicht nur um Schoenheit und/oder Geld, sondern um Charakterzuege! Um Sympathie! Die - zumindest bei mir - eher weniger auf physischen Attributen einer Person basiert, sondern auf ihren GEISTIGEN. Aber die faellt hier mal wieder komplett weg...

"Je ähnlicher Verkäufer und Kunde einander sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kauf zustande kommt. Gemessen wurde dabei die Ähnlichkeit in den Dimensionen Alter, Körpergröße, Einkommen, Religion, Erziehung, politische Einstellungen und Rauchgewohnheiten."

Da koennte ich hoechstens beim Thema Hygiene zustimmen, aber das wird hier ja nicht einmal angeschnitten. Aber was bitteschoen kuemmert mich die Koerpergroesse oder die Religion des Verkaeufers? Wenn ich an der Supermarktkasse eine Flasche Eistee kaufe, dann ist es mir doch egal, wer hinter der Kasse sitzt bzw natuerlich schaue ich auch hin, freue mich, wenn der Verkaeufer nett ist - aber ich wuerde nicht einmal auf die Idee kommen, irgendwo nicht einkaufen zu gehen, nur, weil die Frau an der Kasse nicht 1,66m gross, 20 Jahre alt, pummelig, Nichtraucher und Asiat ist (wieso erweitern wir die Liste nicht weiter um Musikgeschmack, literarische Vorlieben, Hobbies, Geburtsort, Sternzeichen, Haarfarbe und Nasenlaenge?). Nicht nur, weil es hier in der Gegend kaum Verkaeufer geben wird, die mir in allen oben genannten Kategorien aehnlich sind.

"Der Frage nach der Urteilerübereinstimmung bei der Attraktivitätsbewertung von Gesichtern haben sich vor allem deutschsprachige Attraktivitätsforscher (z.B. Ronald Henss) ausgiebig angenommen. Demnach ist unser Attraktivitätsurteil ungefähr zur Hälfte subjektiv, die andere Hälfte haben wir mit anderen Menschen gemeinsam. Dieser (relative) Konsens scheint kulturübergreifend zu sein, sofern die jeweiligen Beurteiler mit den in Frage stehenden Ethnien vertraut sind. Ein weißer Europäer stimmt beispielsweise bei der Bewertung eines japanischen Gesichtes weitgehend mit japanischen Bewertern überein - unter der Voraussetzung, dass er bereits „Erfahrung" mit japanischen Gesichtern gemacht hat (also z.B. Japaner in seinem Bekanntenkreis hat)."

Auch das finde ich etwas seltsam.

"Attraktiven Menschen werden in weitaus höherem Maß positive Eigenschaften wie z.B. Gesundheit, Intelligenz oder gute Charaktereigenschaften zugeschrieben als weniger attraktiven. Offenbar neigen Menschen dazu, ästhetische („schön") mit ethischen Kategorien („gut") zu vermischen. Dieses sog. Attraktivitätsstereotyp führt dazu, dass schöne Menschen in praktisch allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens positiver behandelt werden. Hübsche Kinder etwa bekommen in der Schule bessere Noten. Attraktive Erwachsene können vor Gericht mit milderen Strafen rechnen, treffen in Notlagen auf mehr Hilfsbereitschaft, und erhalten - wenn man das attraktivste mit dem am wenigsten attraktiven Drittel der Arbeitnehmer vergleicht - um ca. 10 Prozent höhere Gehälter."

So ist es leider. Was mir dazu auffaellt: Schon Kindern wird dieses Prinzip in Maerchen beigebracht. Da werden Prinzessin und Helden immer als "schoen" bezeichnet, die "boese Hexe" jedoch als "haesslich".

cn P

02.07.2007 um 01:45 Uhr

1.7.07 (Ja, tatsaechlich schon Juli...)

Am Abend hatte ich so einige Schwierigkeiten, einzuschlafen, versuchte, mir daher noch einige Dinge durchzulesen und mir einen Film anzusehen, bis ich dann schliesslich mittendrin einschlief, und dadurch, dass dass Licht noch angeschaltet war, und der PC ebenfalls, doch etwas unruhig schlief. Genau genommen wurde ich frueh wieder wach, mehrfach, durchgeschlafen habe ich wahrlich nicht. Auch habe ich wieder einmal mein Medikament vergessen und am naechsten Morgen ging es mir graesslich. Wenn ich zuvor auch etwas getraeumt hatte, was ich als sehr interessant empfand.

Es war einer jener Traeume, die ich haeufiger habe: Wie ich stundenlang, tagelang, nur durch eine unbekannte Gegend laufe, scheinbar ohne Ziel, aber immer eine "Ahnung" habe, welchen Weg ich gehen sollte, mit Menschen habe ich dabei selten zutun. Wenn, dann ergeben sich kurze Unterhaltungen, mal fragt man mich nach dem Weg, mal fragt man mich, woher ich stamme. Man scheint mir, gerade in laendlicheren Regionen, anzusehen, dass ich nicht von dort stamme. Waehrend ich meinen Weg gehe, passiere ich meistens Fruehlings- oder Sommerlandschaften, ist das vielleicht die Sehnsucht danach, dieses Wetter je wieder gesund zu erleben? In meinen Traeumen bin ich immer gesund, habe nie koerperliche Beschwerden. Seit meiner Kindheit jedoch bin ich JEDES Fruehjahr krank, allein schon wegen meiner Allergie, und oft zieht sich das noch bis weit in den Sommer.

Und obwohl ich in diesen Traeumen immer allein bin, immer ziel- und heimatlos, nichts mit Menschen zutun habe, eigentlich nur mich selbst und die Natur habe, wenn ueberhaupt - trotz dessen fuehle ich mich in diesen Traeumen immer wunderbar. Es ist keine ueberschwingliche Freude, sondern eine konstante Ruhe, die mich dadurch gluecklich macht, dass ich keinen Stress und keine Eile habe. Ich habe keine Verpflichtungen, kein Mensch belaestigt mich, ich fuehle mich nicht einsam. Ich habe nur mich, und alle Zeit der Welt. Keine Heimat bedeutet auch, nicht verpflichtet zu sein, irgendwohin zurueck zu kehren. In der Praxis natuerlich nicht machbar. Ohne Arbeit kein Geld, ohne Geld keine Nahrung, und Obdachlose haben es hoechstens in verkitschten Heimatfilmen noch "lustig"... Ausserdem woellte ich IHN niemals missen. Aber haette ich ihn nie kennen gelernt, so waere dieses verkitschte Gefuehl der grenzenlosen Freiheit sicher eine Art "Ideal" fuer mich, das gebe ich zu. Irgendwie erinnert mich das, wenn ich genauer darueber nachdenke, sehr an das romantische Wanderer-Motiv.

ER schlief noch lange, ich wollte ihn nicht wecken. Erst gegen 13 Uhr stand er dann auf, spontan wollten WIR nach Potsdam fahren, was sich aber als sehr falsch erwies (ich haette es wissen muessen), denn mein Kreislauf machte schon am Bahnhof schlapp. Also mussten wir umkehren - wobei ich mich frage, ob es nicht vielleicht doch "gut gegangen" waere, waeren wir weiter gefahren, aber ER bestand darauf, dass ich in dem Zustand lieber zuhause bleiben sollte. Auch starke Stimmungsschwankungen stellten sich bald ein, und ja, meinem Kreislauf (und nicht nur dem :( ) ging es wirklich richtig schlecht. Aber ich bin selbst Schuld, habe nichts gegessen, kaum getrunken, nicht gut geschlafen. Den restlichen Tag lag ich dann nur noch herum und hoffte, mir wuerde es bald besser gehen, sonst sieht es im Studium naemlich katastrophal aus (die naechsten Wochen MUSS ich leistungsfaehig sein, ich muss schliesslich fuer 5 Klausuren lernen!). Abends stellte ich noch zwei Dinge fest: 1. Viele Menschen sind mir unglaublich unliebt (ich habe nicht gesagt, dass es zwei NEUE Feststellungen gewesen waeren!), 2. Ein Gluehlichtsalmler (von 12) ist gestorben. Und zwar vor meinen Augen. An Altersschwaeche, was mich dann schon irgendwie "freut" (nicht, dass er gestorben ist, sondern, dass es keine Krankheit oder Verletzung war). Der Tod gehoert eben zur Natur, und dieser Fisch muss auch schon aelter gewesen sein. Schade nur, dass die anderen 11 aus dem Schwarm alle aehnlich alt sind. Ich muesste mich also vielleicht schon darauf vorbereiten, dass diese dann auch bald an Altersschwaeche sterben. Dann duefte das Becken langsam richtig leer werden.

Es war Abend geworden, ER troedelte herum, wie so oft... *seufz* Aber wir haben alle unsere Macken, man muss nur lernen, damit umzugehen ;) Vom Polarlicht war uebrigens nichts zu sehen, dafuer viele unglaublich aufdringliche Insekten (gerade Muecken) und ein riesiger, dunkeloranger Vollmond! Von dem habe ich auch einige wirklich gute Fotos gemacht (generell haette ich noch sehr viele zum Online-Stellen, einige noch von letztem Maerz). Es war kuehl und meine Bauchschmerzen nahmen zu. Ich bekam richtig schlimme Magenbeschwerden, um genau zu sein, es ist einfach nur schrecklich. "Zuhause" angekommen, wurde gleich wieder gemeckert, ausserdem war es in meinem Zimmer richtig kalt, das Fenster stand auch wieder (wohl schon das gesamte Wochenende) offen. Was ich schon irgendwie psychisch krank finde: Dass mein "Vater" mittlerweile schon in mein Zimmer rennt, um das Fenster aufzureissen, wenn ich nur kurz im Bad bin! Statt sich einfach damit abzufinden, dass ich es IMMER schliessen werde, egal, wie oft er es wieder oeffnet. Wenn mir kalt ist, ist mir kalt, da kenne ich keine Kompromisse. Oder tut er das nicht aus irgendeinem wirklichen Zweck, sondern nur, um mich zu nerven (damit ich immer hinterher gehen und das Fenster wieder schliessen "muss")?

Mit Bauchschmerzen verabschiede ich mich,

cn P

02.07.2007 um 01:17 Uhr

30.6.07

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Stress, Familie, Krankheit, Kunst, Gesellschaft, Liebe, Schule, Erinnerung

Heute gibt es gleich mal doppelt erschwerte Bedingungen. Zum 1. neigt der PC erneut (oder noch immer) dazu, haengen zu bleiben, zum 2. ist mein Handy (auch bekannt als "elektronische Gedaechtnisstuetze") gerade dank leerem Akku quasi nicht vorhanden, und dennoch "muss" ich mir nun irgendwie die Ereignisse der letzten 2 Tage aus dem Gedaechtnis zusammenklauben (was bei meinem im Moment wenig leistungsfaehigen Erinnerungsvermoegen schwierig sein duerfte). Beginnen kann man wohl am Freitagabend. Ich weiss noch, dass ich das Wohnzimmer fluchtartig, oder zumindest so schnell, wie moeglich, verliess, nachdem das Geschrei hier Ueberhand genommen hatte. Es war in etwa so schlimm, wie damals, als ich kurzerhand meine Sachen gepackt und zum Jugendamt gefahren war. Wieder litt ich an starker Atemnot, konnte die Traenen laengst nicht mehr unterdruecken, und stand dann im Bad, halb nach Luft ringend, halb schluchzend, zwischendurch laut schreiend (es wundert mich, dass mein "Vater" dann nicht gleich angerannt kam, um sich ueber den "Laerm" zu beschweren), und der Gedanke, sich die Arme zu maltraetieren, war reizvoll, aber ich bin ihm nicht erlegen. So viel Selbstbeherrschung habe ich doch noch. So hat mich dieser Abend "nur" einige Nerven gekostet, ich habe eine ganze Weile benoetigt, bis ich endlich wieder halbwegs beruhigt war, und dann ging ich in mein Zimmer, zeichnete noch eine Weile, und ging danach schlafen. Es duerfte wieder gegen 4 gegangen sein.

Am Samstag litt ich unter starken Kopfschmerzen und Magenbeschwerden. Der Morgen war wieder einmal stressig; mich erwartete das uebliche Gelaber und mein "Vater" troedelte mal wieder dermassen, dass ich viel zu spaet gehen konnte. Ich traf mich mit IHM, gemeinsam fuhren wir gleich nach S. Wenn ich einmal Kopfschmerzen habe, vergehen sie gewoehnlich leider nicht, bevor ich nicht geschlafen habe, und so wollte ich mich nun erst einmal schlafen legen, was, mangels Muedigkeit, aber erst einmal nicht so gut klappen wollte. Aber am Nachmittag ging es dann doch. ER war schliesslich noch kurz einkaufen, ich doeste vor mich hin. Und weil es aehnlich angenehm entspannend ist, habe ich auch noch ein wenig gezeichnet. Zum Teil ganz ohne Anspruch, ohne den Plan, irgendetwas "Gutes" zu erschaffen, etwas Aesthetisches oder Anspruchsvolles, ich habe einfach etwas dahingezeichnet, und mich damit zufrieden gegeben. Nebenbei wunderte ich mich dann auch noch ein wenig ueber die Eigenarten vieler Menschen, womit ich aber nicht die Nachbarn meine. Die standen wieder auf dem Balkon und spannten, sobald ich die Vorhaenge schloss, sind sie zurueck in ihre Wohnung gegangen. Unlogisch? Nein, das ist fuer "Durchschnittsmenschen" fast schon ungewoehnlich sinnvoll!

Ich weiss, ich neige gewissermassen zu Ueberheblichkeit. Aber irgendwann hat es mir eben gereicht; ich sage keineswegs, alle Menschen seien simpel oder gar dumm! Es gibt einige, die sind es nicht. Aber wenn ich mich draussen so umsehe, was ich da zum Teil mitbekomme - nein, die MEHRHEIT halte ich sicher NICHT mehr fuer intelligent... Ob es unglaublich dumme Vorurteile sind, unlogische Denkweisen, oder einfach ein - da pauschalisiere ich mal - "schlechter" Charakter - wobei "schlechter Charakter" in diesem Fall mal ein intolerantes, gewalttaetiges, verlogenes Verhalten beschreiben soll. Und viele sind unglaublich vorhersehbar. Und damit koennten Menschen, die "Uebles" planen, sie auch leicht manipulieren. Das habe ich mir schon haeufiger gedacht. Wenn ich sehe, wie zum Teil Propaganda entsteht, "Stimmung gemacht" wird oder wie man andersweitig die Massen lenkt - dadurch, dass man gezielt "Feindbilder" aufbaut, Moden entwickelt, Menschen einredet, um "normal" (wahlweise auch "modern", "intelligent" oder "human") zu sein, muessten sie dieses und jenes denken oder tun... Und so viel fallen darauf hinein und wollen das gar nicht wahr haben! Man kann uebrigens auch gut mit Trotz manipulieren (das soll mal eine boshafte Anspielung auf "Verbotenes reizt" sein ;) ) - Sag dem Menschen, er darf etwas nicht, und er tut es! Menschen manipulieren ist so wunderbar einfach.

(*seufz* Der PC spinnt immer weiter herum :/ ) Und auch, dass einige Menschen meinen, bestimmte Dinge regelmaessig zu tun, ja, "professionell" zu tun, und wenn man sie einmal darauf anspricht, bemerkt man, sie scheinen sich nie auch ansatzweise mit dem Thema befasst zu haben - auch das finde ich irgendwie traurig, aber auch sehr bezeichnend fuer Teile unserer Gesellschaft. Ich meine nicht, dass ein Mensch unbedingt 100 Maler und ihre Werke auswendig kennen muss, um selbst gut malen zu koennen. Auch kann eine Person gute Fotografien anfertigen, ohne ueberhaupt zu wissen, wie seine Kamera heisst (ich sage ganz ehrlich, die Typenbezeichnung meiner letzten Analog-Kamera - die ich jetzt aber auch schon 2 Jahre nicht mehr gesehen habe *re* - kenne ich auch nicht mehr). Aber wieso kennen viele Personen scheinbar den Unterschied zwischem dem Malen und dem Zeichnen nicht? Aber seis drum. Wenn wenigstens das Resultat ansehnlich waere! Ist es des Oefteren aber leider auch nicht. Ach, ich schweife zu weit ab.

Was ich jetzt noch erwaehnen koennte, waere, dass ich besorgt darueber bin, dass scheinbar etliche Menschen nicht mehr interessiert daran sind, dass sie "gut" handeln. Sie kuemmern sich kein bisschen um die Folgen von dem, was sie tun. Kuemmern sich nicht um Natur, nicht um andere Menschen, nicht einmal um Menschen, die ihnen doch wohl EIGENTLICH etwas bedeuten sollten (und um deren Wohlergehen sie daher doch eigentlich interessiert sein sollten). Diese Gesellschaft erscheint mir immer egoistischer. Ich weiss, ich kann mich selbst dazu zaehlen, wobei ich schon ueber mein Handeln nachdenke und versuche, "gut" zu handeln, dh niemandem zu schaden. Aber manchmal bin ich relativ gleichgueltig - ABER! Niemals gegenueber Menschen, die mir etwas mehr bedeuten, als der "Rest der Welt". Wenn ich sehe, was viele Personen Menschen antun, die sie angeblich "moegen" oder "lieben", dann wird mir - grob gesagt - schlecht. Das sind Handlungen, die einfach nicht tragbar erscheinen, aber da sieht man sie eben, die Folgen, wenn jeder sich selbst der Naechste ist... Aber dann wird geheuchelt, man sei doch kein Egoist und man wuerde sich doch um den anderen kuemmern. Wieso ich in dieser Hinsicht nicht tolerant bin? Weil mit diesem Verhalten anderen unschuldigen Menschen geschadet wird - fuer mich die einzige Legitimation fuer Intoleranz! Ich kann mir vorstellen, dass viele Leute dieses Denken nicht nachvollziehen koennen, aber da bin ich mal tolerant ;) Solange sie mich in Ruhe lassen, muessen sie mich gar nicht verstehen. Nur akzeptieren oder zumindest ignorieren sollten sie mich.

Auch die "Faehigkeit"(?), sich selbst mal zu Gunsten jemand anderen "nach hinten zu stellen ", scheint immer weiter abzunehmen. "Ruecksicht" koennte man diese Eigenschaft nennen, aber eigentlich ist sie wohl mehr, als "nur" das. Viele Menschen koennten sich nie vorstellen, jemand anderem zuliebe irgendetwas nicht zu tun, oder irgendetwas zu tun. Ich sage ja nicht, dass man alles tun sollte, was andere von einem wollen, oder sich selbst komplett aufgeben sollte. Darum geht es nicht, das waere auch fatal! Aber bei einigen Dingen kann Ruecksicht nicht schaden. Oder Hilfsbereitschaft. Wie oft habe ichs beispielsweise schon in der Schule gesehen, dass ein Schueler mal die Hausaufgaben nicht gemacht hatte (durchaus auch ein Schueler, der sie sonst immer gemacht hatte). Und dann stellt sich heraus, dass diese dummerweise vom Lehrer bewertet werden sollen. Da fragt die Person eine "Freundin", ob sie ihre Hausaufgaben mal schnell abschreiben duerfte. Die Antwort: "Noe, wenn du die nicht selbst gemacht hast, bist du doch selbst Schuld! Ich helf dir nicht!" Und was bitte hat die Schuelerin davon? Was bringt es ihr, wenn ein anderer Schueler, weil sie ihm nicht helfen will, eine schlechte Zensur bekommt? Gerade unter Freunden kann man da doch helfen, es schadet einem doch nicht. Verstehen koennte ichs wohl allerhoechstens, wenn ein Schueler nie die Hausaufgaben macht, und glaubt, sich das ganze Jahr ueber bei anderen Schuelern "durchschnorren" zu koennen. Dem sollte man so vielleicht mal zeigen, dass er sich nicht immer verlassen kann, sondern auch mal selbst arbeiten sollte. Wenigstens manchmal. Aber ansonsten wuesste ich nicht, wieso man nicht helfen sollte.

Ach, noch ein Auszug aus einem Kommentar (vielleicht verstehen einige ihn auch ohne Kontext?):

"Also verallgemeinern woellte ich nicht... Ich habe von vielen Menschen gehoert, die "blind vor Liebe" wurden, zT wuerde ich fast sagen, schon "besessen", und irgendwann wars dann vorbei. Eine Empfindung, die ich nie hatte, weil ich nicht dazu neige, verblendet herum zu laufen (bin auch bei Beziehungen ein wenig rationaler - was nicht heisst, dass ich nicht lieben koennte - ich denke nur, man kann auch lieben, ohne sich Unwahrheiten einzureden; dann haelt die Beziehung sicherlich auch eher, als wenn man sich in ein Trugbild verliebt hat). (...) Welches Bild nun das "richtigere" sei? Ich wuerde sagen, JEDER Mensch nimmt andere Menschen subjektiv wahr. Aber dieser "Wahnzustand" des Verliebten duerfte weniger "wahr" sein, als die Ernuechterung, in der das Bild sich wieder "normalisiert"."

cn P

01.07.2007 um 20:42 Uhr

Gallerie der merkwuerdigen Statuen

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Internet, Bizarr, Kunst, Reisen

(Bildquelle: unten genannte Website) 

Habe eine recht unterhaltsame Website mit Fotos diverser merkwuerdiger Skulpturen weltweit gefunden. Leider (noch) nicht sonderlich viele Eintraege, einige seltsame Statuen fielen mir gleich noch ein (im Park von Potsdam steht beispielsweise eine Skulptur einer Frau, die sich im Spiegel betrachtet und dabei einer Putte ins Gesicht tritt) - wer weiss, wenn ich ordendliche Bilder davon bekomme, stelle ich sie vielleicht zur Verfuegung ;) Zu sehen ist die Website hier: HIER KLICKEN .

cn P