29.8.2006
Stimmung: Geht. Etwas kraenklich.
Musik: Keine.
Nachdem ich um 2 Uhr offline gegangen und mich dann mit einer Motteninvasion herumgeplagt hatte, legte ich mich unruhig ins Bett. Dort blieb ich wach... Starrte an die Decke, die Spinnenweben, die sich langsam loesende Tapete, die nach 15 Jahren mal wieder ueberklebt werden koennte, all diese Dinge wurden mit dem Verlauf der Stunden, mit dem langsamen Aufgang der Sonne, immer besser sichtbar... Erst Schemen, unruhig, undeutlich, bis schliesslich alles wieder hell war. Ich lag auf dem Ruecken und starrte nach oben, mein Geist war voller diverser, zum Teil merkwuerdiger, Gedanken, und gluecklich war ich nicht, wieder nicht schlafen zu koennen, aber was sollte es, mich stoerte auch nicht die Muedigkeit trotz Schlaflosigkeit, sondern die unangenehme Vorahnung, nun den gesamten naechsten TAG ueber muede zu sein und meine Zeit mit Schlaf zu verschwenden... Nicht zur rechten Zeit und am gar nicht so rechten Ort. Ich dachte an komische Menschen, die mir am letzten Abend noch begegnet waren, aber auch an andere Dinge, auf die ich nachher lieber separat eingehen moechte. Die Motten liessen mich auch nicht in Frieden... Heute Morgen erschlug ich wieder eine, aber das ist viel zu wenig, wenn man betrachtet, wie viele hier noch leben. Als es gegen 5 Uhr ging, fuehlte ich mich regelrecht genervt... Aber mit der Zeit wurden auch die Motten weniger rege, gerade, als es wieder Tag wurde, und so lag ich doch noch ein wenig im Bett und doeste. Erst nach 12 Uhr stand ich schliesslich auf. Spaeter, als erwartet, denn draussen war es noch relativ duester...
Duester, regnetisch, kalt... Mein Vater schrie herum, die Motten nervten auch jetzt, tags, noch, aber immerhin kam ich relativ gut aus der Wohnung... Es war rauchig draussen, roch angenehm, es regnete stark, die Luft war unglaublich rein... Ich nahm JEDEN Geruch war. Das Parfuem jeder Person, die an mir vorbei lief, Rauch aus Schornsteinen... Ich weiss nicht, ob ICH empfindlicher geworden sein kann. Ich denke, es war eher das reine Wetter... Und auch, wenn das vielleicht merkwuerdig klingt: Bei diesem starken Regen, bei dem Sturm, fuehlte ich mich viel besser, als die gesamten letzten Monate! Kein Pollenstaub, keine heisse Sonne, ich konnte problemlos atmen, endlich mal wieder frei atmen... Durchnaesst kam ich an der Haltestelle an und wurde von diversen Personen angestarrt. Bis der Bus kommen sollte, verging natuerlich auch wieder eine ganze Weile. Dann sass ich darin... Telefonisch erfuhr ich nun, dass ER bereits zuhause war. Der Grund koennte mich auch wieder zur Verzweiflung treiben: Bei der Arbeit war heute niemand! Also... Dass informationsmaessig bei dieser Uni nichts funktioniert, wundert mich schon lange nicht mehr. Aber so war ER wenigstens zuhause, wenn auch halbkrank, und ich konnte ein wenig mehr Zeit mit IHM verbringen, als ueblich, wo ER immer erst um 5 oder halb 6 heim kommt.
Ich verbrachte ein wenig Zeit am PC. Machte Grafikzeug. Eigentlich muss ich gar nicht mehr erwaehnen. Die Zeit verging recht schnell, gegessen habe ich auch nicht sonderlich viel, haette heute eigentlich einkaufen gehen muessen, aber die Faulheit hat den Hunger besiegt. Morgen. Da ist auch ER meiner Meinung... Ich spare mir unnoetiges Gerede und komme damit lieber gleich zum Abend: Kein Fernsehen, nichts dergleichen, nur ein wenig am PC gesessen oder gedoest, und dann wars schon Zeit, zu gehen. Es nieselte wieder ein wenig, war kuehl. Es sieht nach Herbst aus. Es wird immer spaeter, bald ist September, ich bekomme Probleme mit der Fahrkarte, und mit der Uni wirds auch "lustig". Aber darueber moechte ich mir erst weiter den Kopf zerbrechen, wenn ich die Briefe in der Hand halte. Im Bus war es ebenfalls kuehl und nass, immerhin war er zu frueh und daher recht leer. Aber natuerlich musste er unterwegs an einer schlecht besuchten Haltestelle mal wieder die Zeit, die er voraus war, abstehen... Was mir dann natuerlich gar nichts mehr brachte (Und ich dachte schon, ich wuerde dieses Mal frueher zuhause sein - Natuerlich wieder nicht!). Dann noch ein Fussweg... An der Haustuer heute etwa gleich viele Spinnen und Motten. Leider riesige Massen. Irgendwie kam ich dennoch hinein. Angenehm war es aber auf jeden Fall nicht...
In meinem Zimmer schlug ich wieder auf eine kleine Kleidermotte ein, dann sah ich mich nicht mehr weiter um. Ging ins Wohnzimmer, wo mein Vater gleich wieder herumschrie. Leider Alltag. Online war bisher nicht so sonderlich viel... Denke, werde gleich hier weiterschreiben. Noch eine Stunde habe ich Zeit... Zeit genug.
cn P

