Frauen Bewegen Frauen

18.09.2017 um 16:56 Uhr

Loverboys - Teenager als Zuhälter

Hallo Ihr Lieben!

Verspätet, wegen technischer Probleme bei Blogigo… aber nu…

Wenn aus vermeintlicher Liebe ein Drama ohne Ende wird. Ende August gab es im Ersten einen Themenabend zu den verlogenen Machenschaften von Loverboys.

Loverboys, die sich an Schulen oder im Internet sehr junge Mädchen suchen, um ihnen Liebe vorzuspielen u. sie am Ende emotional so abhängig zu machen, dass sie willenlos auf den Strich gehen.

Der Loverboy zeigt sein wahres Gesicht, wird zum Zuhälter. Die Mädchen werden an alte Männer verkauft u. müssen nebenher noch so tun Zuhause u. in der Schule, als wenn alles in Ordnung wäre.

Es ist erschreckend. Denn junge Mädchen, ganz besonders Außenstehende, die sich minderwertig fühlen gehen ihnen sofort in die Falle. Wenn auf einmal ein Prinz mit Porsche vor der Schule hält u. genau sie, die Schüchterne, „liebt“, dann ist die Falle schon zugeschnappt…

Hier geht es zur Doku im Ersten:

http://www.daserste.de/unterhaltung/film/themenabend-loverboys/hintergrund/die-miesen-geschaefte-von-loverboys-100.html

Auszug:

Als die Schülerin Nadja den vier Jahre älteren Hassan kennenlernt, ist er für sie die große Liebe. Sie ist 16, noch völlig unerfahren, sie fühlt sich pummelig und unattraktiv. Hassan eröffnet ihr eine völlig neue Welt. Eine, in der sie sich schön und begehrt fühlt. Er führt sie zum Essen aus, macht ihr Komplimente. Weil er von einer gemeinsamen Zukunft spricht, vertraut sie ihm schnell. Dann erzählt er von finanziellen Problemen. "In dem Moment möchte man dem Partner ja auch beweisen, dass man ihn liebt. Und dann gibt man natürlich alles", sagt Nadja. Eines Abends gehen sie schick essen, danach bringt Hassan sie zu einem Kinderstrich. "Das war der erste Tag, an dem ich ins Auto zusteigen musste und es war der erste Tag, an dem er mir ganz deutlich gemacht hat, dass er auch gewaltbereit ist."

"Die Masche dieser Männer ist immer ähnlich", sagt die pensionierte Kriminalhauptkommissarin Bärbel Kannemann vom Verein No Loverboys. Erst spielen die Männer den Mädchen die große Romantik vor, machen sie emotional abhängig, isolieren sie von Eltern und Freunden und geben dann oft vor in Schwierigkeiten zu stecken, etwa Geldsorgen zu haben. Die Mädchen empfinden häufig Mitleid, wollen den geliebten Partner nicht verlieren und sind bereit, alles zu tun, um ihm zu helfen. Beim ersten Widerstand werden die Männer meist gewalttätig oder setzen die Mädchen mit Sexfotos und -videos unter Druck.“

Es ist sehr schwer den jungen Frauen zu helfen. Hilfsmöglichkeiten gibt es viele. Aber die meisten Mädchen schämen sich zu sehr oder haben Angst, dass ihren Geschwistern, ihren Eltern was geschieht, wenn sie den Mund aufmachen. Noch dazu glauben sie ja, dass sie selber schmutzig sind…

http://www.daserste.de/unterhaltung/film/themenabend-loverboys/doku/index.html

Auszug:

Fast alle Frauenberatungsstellen in Deutschland kennen solche Geschichten. Seit Jahren versuchen sie den Opfern von Loverboys zu helfen und kämpfen mit großen Schwierigkeiten. Denn oft dauert es lange, bis die Betroffenen überhaupt verstehen, dass sie Opfer eines Loverboys sind. Viele schämen sich, haben Angst vor der Gewalt, die der Loverboy ihnen androht, und vertrauen sich deshalb niemanden an. Auch Polizei und Justiz sind häufig hilflos. Kaum ein Opfer traut sich, gegen seinen Loverboy auszusagen. Einen Prozess gibt es nur, wenn nachgewiesen werden kann, dass der Loverboy seine Opfer zur Prostitution gezwungen hat.

Viele Beratungsstellen setzen deshalb auf Prävention und bieten Vorträge und Workshops, doch die meisten Schulen lehnen ab. Sie wollen nicht mit dem Thema in Zusammenhang gebracht werden. Damit öffnen sie Loverboys Tür und Tor.“

Die ehemalige Kriminalhauptkommissarin Bärbel Kannemann hat sich nach ihrer Pensionierung gründlich über die Problematik der Loverboys informiert, besonders in den Niederlanden. Seit 2010 arbeitet sie im Opferschutz in der Loverboy-Problematik u. hat diese Seite als Anlaufstelle eingerichtet:

http://www.no-loverboys.de/kontakt/

Noch mehr Infos zu den Methoden der Loverboys:

http://www.no-loverboys.de/loverboys/wer-ist-ein-loverboy/

Auszug:

Loverboys sind Zuhälter mit Don-Juan-Allüren, die meist selbst noch Teenager sind und minderjährige Mädchen im Alter ab 11 Jahren in die Prostitution zwingen. Loverboys sprechen von der großen Liebe, machen großzügige Geschenke, schleichen sich im Freundeskreis ein, suchen sich ihre Opfer vor Schulen, in der Nähe von Jugendtreffs oder im Web.

Opfer sind Mädchen aus ganz normalen Familien.

Loverboys gehen sehr strategisch vor, achten anfangs sogar darauf, dass die Mädchen Hausaufgaben machen und nicht schwänzen, damit die Eltern möglichst lange nichts merken. Wer einmal in die Fänge eines Loverboys gerät, hat nur wenige Chancen wieder von ihm los zu kommen. Die Mädchen werden von ihrer Familie entfremdet, von Freunden des Loverboys vergewaltigt, zur Prostitution gezwungen und verschwinden oft spurlos.“

Für Eltern:

http://www.no-loverboys.de/eltern/

Auszug:

Wie kann ich ein Opfer erkennen? Es ist nicht leicht, Opfer eines Loverboys zu erkennen. Die Mädchen haben häufig gelernt ein Parallelleben mit Lügen und Leugnen zu führen. Es gibt natürlich keine Norm für Opfer oder potenzielle Opfer, aber es gibt Hinweise und Auffälligkeiten, die bei bisher bekannten Opfern immer wieder festgestellt wurden. Einzelne dieser Auffälligkeiten kommen bei vielen pubertierenden Jugendlichen vor. Treten sie jedoch gehäuft auf, so können sie Indiz für einen Kontakt zu einem Loverboy (oder einen sexuellen Missbrauch) sein….“

Ein guter Spot zum Thema mit Jimi Blue Ochsenknecht, Anneke Kim Sarnau, Hanna Binke etc.

Aufklärungsspot NoLoverboys

https://vimeo.com/78433474

Making Of No Loverboys

https://vimeo.com/78370176

Weitere Hilfe u. Beratungsstellen Adressen (bundesweit):

http://www.daserste.de/unterhaltung/film/themenabend-loverboys/hintergrund/beratungsstellen-hilfsangebote-100.html

Prävention ist das Wichtigste überhaupt!

Deswegen bitte ich euch diese Infos weiter zu verteilen, mit Schulen zu sprechen, mit LehrerInnen, Info Veranstaltungen selber zu organisieren u. dazu Kontakt mit No Loverboys aufzunehmen.

Schützt eure Töchter und klärt auf!

Nun aber wieder etwas leichtere Kost. :-)

Der Igel – Jäger in der Nacht

https://www.youtube.com/watch?v=UVuwD1vX8yQ

Igelfamilie im Garten

https://www.youtube.com/watch?v=kpIBDuHQKag

Habt eine gute Zeit

und liebe Grüße
Violine



06.07.2017 um 15:08 Uhr

Klarheit u. Gerechtigkeit - Wo sind sie?

Hallo Ihr Lieben!

Über alles mögliche wird täglich gesprochen.

Nach Lösungen gesucht, egal was es ist.
Politiker debattieren über dies u. das.

Weltwirtschaft. Flüchtlinge. Steuern.

Europa. Sport. Wahlen. Terrorgefahr.
G20. Trump. Erdogan. Nordkorea.

Die Medien sind voll davon, täglich.

Doch ein Thema fehlt meistens.
Fordert nicht nach Lösungen...

Wie der Missbrauchsbeauftragte sagte: 'Der sexuelle Missbrauch gehört nicht zum Tagesgeschäft unserer PolitikerInnen.' Es wird nur darüber geredet, wenn wieder etwas passiert ist, wenn ein weiterer Skandal aufgedeckt wird, wenn wieder Kinder die Leidtragenden sind.

Obwohl scheinbar seit etwa 2010 an der Aufarbeitung der tausendfachen sexuellen Gewalt an Kindern durch Priester u. Kirchenmitarbeiter gearbeitet wird, gibt es keine Ergebnisse.

Warum ist das so? Weshalb gibt es keine Anklagen der Staatsanwaltschaft, keine Amtsenthebungen, keine Klarheit?

Schauen wir doch mal etwas genauer hin:

https://www.derwesten.de/politik/sexueller-missbrauch-in-kirche-aufklaerung-verzoegert-sich-id211038611.html

Auszug:

Eigentlich wollten die Forscher Ende 2017 die Ergebnisse vorlegen – nun wurde die Frist für die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs innerhalb der katholischen Kirche bis September 2018 verlängert. „Aufgrund des Umfangs und auch der Komplexität ist dieser Schritt notwendig.“, heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Bischofskonferenz vom Montag. Die katholische Kirche hatte sich mit dem Zugang zu den internen Akten, die über den sexuellen Missbrauch „durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige“ Aufschluss geben sollen, lange schwer getan.

Ein erstes Forschungsprojekt mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer war gescheitert, weil dieser der Kirche vorwarf, seine Forschung zensieren und kontrollieren zu wollen. Das Ausmaß des Missbrauchs ist immer noch nicht klar. Seit 2010 die ersten Fälle bekannt wurden, bemüht sich die Kirche um Aufarbeitung der Geschehnisse.“

Es wird also seit 7 Jahren geforscht u. zusammen getragen, Mitarbeiter behindert bei der Arbeit, Vorwürfe des Vertuschens, zensiert etc. Nach Klarheit sieht das für mich nicht aus.

Inzwischen hören wir von Vertuschungen, die System haben u. das direkt aus Italien:

https://www.domradio.de/themen/weltkirche/2017-01-16/enthuellungsbuch-kirche-italien-vertuscht-missbrauch

Auszug:

Ein neues Enthüllungsbuch wirft der katholischen Kirche in Italien vor, sexuellen Missbrauch durch Priester bis heute systematisch zu vertuschen. In den vergangenen zehn Jahren seien landesweit mehr als 200 Priester wegen Sexualdelikten verurteilt oder angeklagt worden, schreibt der Autor Emiliano Fittipaldi in einer Vorabveröffentlichung der Tageszeitung "La Repubblica". In Italien gebe es weiterhin ein "System, das die Ungeheuer schützt", so Fittipaldi. Der italienische Journalist nennt in dem Artikel einige Beispiele. Demnach sollen Priester von Bischöfen weiter als Seelsorger eingesetzt worden sein, obwohl sie wegen sexuellen Missbrauchs vorbestraft waren oder unter Verdacht standen.“

Und nicht nur in Europa versagt die Aufarbeitung. Nun also auch in Australien.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/kinder-sexuell-missbraucht-fast-2000-katholische-geistliche-in-australien-belastet-14859309.html

Auszug:

„Die Rede ist von einem „massiven Scheitern“ der katholischen Kirche in Australien: Gegen sieben Prozent der Priester wurden zwischen 1950 und 2010 Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs erhoben – in einem Orden ist der Anteil noch viel höher. Nach Angaben der Kommission umfassen die nun veröffentlichten Zahlen nicht alle bekannten mutmaßlichen Missbrauchsfälle, sondern nur diejenigen, die direkt den kirchlichen Institutionen gemeldet worden waren. Nur ein Teil der Fälle ist vor Gericht gekommen.

Am Montag wurden in der Kommission Anschuldigungen wiederholt, wonach Kinder, die Missbrauch meldeten, ignoriert oder bestraft wurden. Die des Missbrauchs beschuldigten Personen sollen nur auf neue Posten versetzt worden sein. „Es herrschten Geheimniskrämerei und Vertuschung vor“, sagte Gail Furness, eine Anwältin der Kommission. Viele der Opfer hätten bis heute unter dem Missbrauch zu leiden.“

Wie sieht es eigentlich in Rom, im Vatikan aus?

Denn von dort müssten ja klare Signale kommen, die weltweiten Täter in katholischen Einrichtungen bei der Staatsanwaltschaft anzuzeigen, sie ihrer Ämter zu entheben, den Kontakt mit Kindern zu unterbinden, für Gerechtigkeit zu sorgen. Eigentlich.

Leider sieht es im Vatikan noch schlimmer aus als befürchtet:

https://netzfrauen.org/2017/01/10/kirche/

Auszug:

Die katholische Kirche will die Missbrauchsfälle weiter vertuschen. Interview mit Francesco Zanardi, Gründer der italienischen Organisation „Rete L’abuso“ (dt. Netz gegen den Missbrauch) –Du bist der Gründer und Präsident der Organisation „Rete L’abuso“, die zurzeit die einzige Organisation in Italien ist, die sich um das Problem des sexuellen Missbrauchs durch katholische Priester kümmert. Weshalb und wann hast du die Organisation gegründet? Die Idee entstand Ende 2009 und zunächst ging es um eine Organisation zur Selbsthilfe für die Opfer. Dabei merkten wir sehr bald, dass wir alle nicht nur die Erfahrung des Missbrauchs gemeinsam haben, sondern auch das Bedürfnis, Gerechtigkeit zu erfahren für das, was wir als Kinder erlitten, und für die Folgen der Taten. Unsere Arbeit ist in Italien nicht sehr populär, die Leute ziehen es vor, die Augen zu verschließen und so zu tun, als gäbe es Kindesmissbrauch nicht, insbesondere im kirchlichen Bereich.

Der Fall Wesolovsky ist der größte Betrug, den der Vatikan – unter Mithilfe der italienischen Presse – den Katholiken untergejubelt hat. Dem hohen polnischen Prälaten wurde mit einem diplomatischen Pass die Flucht ermöglicht, er konnte sich im Vatikan verstecken und wurde auf diese Weise faktisch den Ermittlungsbehörden der Länder, in denen er Straftaten begangen hatte, entzogen. Nachdem die Ermittlungen gegen ihn bekannt wurden, forderte die UNO den Vatikan auf, sich um diesen Kriminellen zu kümmern. Der Vatikan versteckte ihn und tat dann so, als hätte man ihn ins Gefängnis gesteckt.

Das auserkorene Opfer stammt meist aus armer Familie, leidet unter Vernachlässigung durch die Bezugspersonen und häufig ganz besonders unter der Abwesenheit einer Vaterfigur. Der Priester geht oft so vor, dass er versucht, das Vertrauen der Familie des Opfers zu erlangen, sodass es für das jugendliche Opfer deutlich schwieriger wird, ihn anzuzeigen. Als es passierte, war ich elf Jahre alt... Hast du dich an den Bischof gewandt? Ja natürlich, ich war schließlich katholisch und fest davon überzeugt, dass der Bischof für Gerechtigkeit sorgen würde. Ich erhielt über einen längeren Zeitraum vom Bischof Drohungen, zum Beispiel sagte er mir, dass sich Don Nello umbringen würde, wenn ich ihn anzeigen sollte, und dass ich ihn dann auf dem Gewissen hätte."

Und weiter aus dem o.g. Link der Netzfrauen:

"Vor einigen Monaten veröffentlichten wir einen Artikel über den Fall Luisa Bonello. Die italienische Ärztin soll sich angeblich erschossen haben, nachdem sie erfolglos versucht hatte, vom Papst eine entschiedene Reaktion und eine Lösung dieses Problems zu erhalten. Der Fall Luisa Bonello ist sehr kompliziert. Kein Mensch hier in Savona glaubt, dass sie sich selbst umgebracht hat. Ein anderer Punkt ist, dass Luisa Bonello zu einer Freimaurer-Loge gehörte, und leider berührt das Thema der Freimaurerei auch die Kirche, denn sowohl die Mafia als auch die Freimaurerei sind eng mit dem „Istituto delle Opere Religiose“ (dt. Institut der religiösen Werke, bzw Vatikanbank) IOR, verknüpft. Aus Dokumenten, die wir haben, geht hervor, dass Luisa Bonello begonnen hatte, auch in dieser Hinsicht nachzuforschen, und dabei die Verstrickung von hohen Prälaten entdeckte.“

Heißt also? Es gibt enge Verbindungen von mächtigen Mafioso Männern im Vatikan, die uns hier wohl unbekannt sind. Wenn Mafia u. Freimaurer mit dem Vatikan verbandelt sind, dann können wir alle Aufklärung sowieso vergessen. Wer will schon erschossen werden oder seine Privilegien verlieren in diesem Männerverein.

Weiter aus dem Artikel der Netzfrauen:

Die katholische Kirche strebt faktisch danach, das Problem nicht angehen zu müssen, oder zumindest kümmert sie sich nur um die aufsehenerregenden Fälle – die, die bekannt geworden sind und somit die größte Bedrohung für das Image der Kirche darstellen. Ich habe es schon mehrfach öffentlich angesprochen: Es gibt ein ganz, ganz einfaches System, das Problem in den Griff zu bekommen, nämlich die Bischöfe zu verpflichten – und das kann der Papst direkt tun – die Fälle zur Anzeige zu bringen. Und genau das tut er nicht. Dabei wäre es eine ganz einfache Lösung, denn dann würde sich die zuständige Zivilbehörde damit befassen, also die Staatsanwaltschaft. Die Tatsache, dass sie die Fälle nicht bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige bringen wollen, sondern sie weiter auf interner Ebene regeln wollen, lässt keinen Zweifel daran, dass sie nur dort, wo die richtig schlimmen Fälle sind, ein paar Bröckchen hinwerfen, und die anderen Fälle vertuschen.“

Schlimme Sache. Es geht nur um Schadensbegrenzung, nie um die Kinder selber. Der Vatikan, die Kirche muss geschützt werden u. das mit allen Mitteln. Verständlich dass die Aufklärung u. Aufarbeitung hierzulande verschleppt u. vertuscht wird, wenn es gar nicht um die Kinder u. deren Schutz geht u. auch nicht darum für Gerechtigkeit zu sorgen, sondern nur den Ruf der katholischen Kirche zu wahren.

Bei uns in Deutschland bemüht sich der Missbrauchsbeauftragte redlich, aber leider hat er keine Befugnisse, kann nur mahnen, Empfehlungen aussprechen. Jedes Ministerium kann aktiv handeln in ihrem Ressort, nicht so der Beauftragte für Missbrauch. Er darf nicht auf Grund seiner Arbeit Gesetzesänderungen einbringen oder aktiv eingreifen, um Kinder besser zu schützen. Das einzige Ministerium ohne Handlungsfähigkeit. Was will uns das wohl sagen?

Ende Juni bat der Missbrauchsbeauftragte – mal wieder - um ein stärkeres Engagement der nächsten Bundesregierung im Kampf gegen Missbrauch u. um mehr Unterstützung von Betroffenen.

https://beauftragter-missbrauch.de/presse-service/meldungen/detail/news/ubskm-bittet-naechste-bundesregierung-um-staerkeres-engagement-im-kampf-gegen-missbrauch-und-um-unte/

Auszug:

„Die gemeinsamen Empfehlungen an Politik und Gesellschaft machen deutlich, dass in Deutschland noch sehr viel mehr als bisher getan werden muss, um Kindern und Jugendlichen ein Aufwachsen frei von sexueller Gewalt zu ermöglichen. Erreichtes der vergangenen Jahre wird gewürdigt. Gleichzeitig wird deutlich, dass befristete Minimallösungen bei Schutz, Hilfe, Forschung und Aufarbeitung nicht ausreichen. Für die Zukunft ist eine viel stärkere und insbesondere dauerhafte politische und gesellschaftliche Verantwortungsübernahme notwendig.“

Eine Empfehlung. Mehr darf er nicht tun.

Sicher können wir froh sein, dass es überhaupt so einen Missbrauchsbeauftragten gibt, seit die Fälle in Kirchen u. Schulen öffentlich wurden, davor hat das ja keinen weiter gestört.

Es sollte aber m.E. zum Politikum werden. Sonst schleppen sich die Maßnahmen weiter dahin u. mit jedem weiteren Jahr verjähren dann leider auch viele Fälle, weil es bei uns ja immer noch Verjährungsfristen gibt. In anderen Ländern verjähren Verbrechen nicht.

Wenn Parteien, die zur Wahl anstehen dieses Thema in den Fokus nehmen würden, hätte sie auf jeden Fall Tausende von Missbrauchs Opfern/Betroffenen als WählerInnen hinter sich. Männer wie Frauen. Interessiert bloß keinen...

Vielleicht sollten wir öffentlich an die Abgeordneten schreiben. Die Möglichkeit haben wir als BürgerInnen unseres Landes ja. ;-) Hier: http://www.abgeordnetenwatch.de/

Wenn auch andere das Thema totschweigen, ich werde es ganz sicher immer wieder ansprechen. Neue Infos ausgraben, nachhaken, mich aufregen, aufdecken, hinter Fassaden schauen, dieses Unrecht ans Licht bringen.

Zum Wochenende nun aber wieder leichtere Kost. :-)

Annemieke van Leeuwen (violina48)

https://www.youtube.com/user/violina48

Beautiful Butterflies

https://www.youtube.com/watch?v=_cpnkuIZ7wQ

Das Dschungelbuch

https://www.youtube.com/watch?v=v_EWWyJfgPc

Habt eine gute Zeit

u. liebe Sommergrüße
Violine

02.02.2017 um 07:30 Uhr

Aufarbeitungskommission

Hallo Ihr Lieben!

Seit letztem Jahr gibt es die Aufarbeitungskommission zur Aufarbeitung Sexuellen Kindesmissbrauchs. Ein großes und überaus wichtiges Projekt, wie ich finde.

Letzten Dienstag gab es das erste Hearing in Berlin, was ich zum Anlass nehme diese Kommission hier im Blog vorzustellen.

Zum Hearing:

https://www.aufarbeitungskommission.de/meldung-26-01-2017-kindesmissbrauch-im-familiaeren-kontext-erstes-oeffentliches-hearing-in-deutschland/

Auszug:

„Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs veranstaltete am Dienstag, 31. Januar 2017 in der Akademie der Künste in Berlin das erste öffentliche Hearing zum Thema „Kindesmissbrauch im familiären Kontext“. Hier sprechen Betroffene, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Verantwortliche aus Institutionen und Politik und Fachkräfte aus der Praxis.

Warum wird Kindern und Jugendlichen von Angehörigen wie von Außenstehenden oft nicht geglaubt? Warum hat die Gesellschaft vielfach weggesehen und geschwiegen? Wie können Mädchen und Jungen im familiären Umfeld künftig besser geschützt werden? Wie können Institutionen wie Fachberatungsstellen, Familiengerichte und Jugendämter dazu beitragen; was müssen Politik und Gesellschaft ändern?

Sexueller Kindesmissbrauch findet vor allem im familiären Umfeld statt. Das belegen auch die Anmeldungen für vertrauliche Anhörungen, die bisher bei der Kommission eingegangen sind.“

Die Kommission stellt sich auf ihren Seiten selber vor:

https://www.aufarbeitungskommission.de/kommission/ueber-uns/

Auszug:

„Wir untersuchen sämtliche Formen von sexuellem Kindesmissbrauch in der Bundesrepublik Deutschland und in der ehemaligen DDR. Darunter fällt zum Beispiel Missbrauch in Institutionen, in Familien, im sozialen Umfeld, durch Fremdtäter oder im Rahmen von organisierter sexueller Ausbeutung. Wir wollen Ausmaß, Art und Folgen der sexuellen Gewalt gegen Kinder und Jugendliche aufzeigen und damit eine breite politische und gesellschaftliche Debatte zu einem Thema anstoßen, das noch immer tabuisiert wird.“

Und weiter heißt es dort:

Wir werden Menschen anhören, die sexuellen Missbrauch in Kindheit oder Jugend erlebt haben und möchten somit die Möglichkeit schaffen, auch verjährtes Unrecht mitzuteilen. Zudem werden wir Zeitzeuginnen und Zeitzeugen wie zum Beispiel Eltern, sonstige Verwandte, Lehrerinnen oder Lehrer von Betroffenen anhören.

Mit ihrer Hilfe wollen wir aufdecken, wodurch sexuelle Gewalt in der Kindheit ermöglicht wird und herausfinden, was Hilfe und Intervention verhindert hat. Wir müssen herausfinden, was Politik und Gesellschaft verändern müssen, damit Kinder und Jugendliche in Zukunft besser vor Missbrauch geschützt sind.

Wir wollen dazu beitragen, dass das Unrecht und Leid anerkannt werden, das Betroffenen sexuellen Missbrauchs widerfahren ist.“

Deshalb werden Betroffene/Opfer gebeten sich zu melden um ihre Geschichte zu erzählen, zu schreiben oder sie anderweitig an die Kommission mitzuteilen.

https://www.aufarbeitungskommission.de/meldung-26-01-2017-kindesmissbrauch-im-familiaeren-kontext-erstes-oeffentliches-hearing-in-deutschland/

Auszug:

„Betroffene und andere Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die an einer vertraulichen Anhörung teilnehmen oder einen schriftlichen Bericht einreichen möchten, können sich telefonisch (0800 4030040 – anonym und kostenfrei), per E-Mail oder Brief bei der Kommission melden.“

Aus Betroffenen Foren weiß ich, dass viele Menschen anfangs zurück geschreckt sind vor diesen Anhörungen. Deshalb ist es gut, dass es nun auch die Möglichkeit gibt die eigene Missbrauch Geschichte (anonym) zu schreiben.

https://www.aufarbeitungskommission.de/aufarbeitung/schriftlicher-bericht/

Auszug:

„Wenn Sie keine mündliche Anhörung der Kommission wünschen, können Sie uns Ihre Geschichte schreiben. Wenn Sie möchten, auch ohne Name und Ort.

Ihr Bericht wird der Kommission helfen herauszufinden, was sexuelle Gewalt in der Kindheit ermöglicht hat und was Politik und Gesellschaft verändern müssen, damit Kinder in Zukunft besser vor Missbrauch geschützt sind.

Um Ihnen das Schreiben zu erleichtern, haben wir einige Fragen aufgelistet, an denen Sie sich bei Ihrem Bericht orientieren können, aber natürlich nicht müssen.“

Weitere Infos gibt es auf den Seiten der Aufarbeitungskommission.

Um das ganze Ausmaß des Sexuellen Missbrauchs - der sexualisierten Gewalt - aufzuarbeiten und ganz besonders, herauszufinden wodurch diese Gewalt überhaupt erst möglich wird ungesehen u. ungehört, sollte die Arbeit der Aufarbeitungskommission unterstützt werden.

Aus eigener Erfahrung als Betroffene/Opfer weiß ich wie schwer es ist über das Geschehene zu sprechen. Denn es gab in der Kindheit Sprechverbote unter Gewaltandrohung und in späteren Jahren als man/frau endlich in der Lage gewesen wäre das Furchtbare in Worte zu fassen gab es das Tabu in Deutschland, das Wegsehen u. Weghören. Das in-Frage-gestellt-werden.

Trotzdem! Wir sollten, ja müssen dieses Schweigetabu endlich auflösen.

Um den heutigen Kindern - die an unsere Stelle getreten sind u. dasselbe Leid ertragen - die Chance zu ermöglichen dass sie früher gehört werden, dass Täter auffliegen, dass dieses Schweige-System nicht mehr funktioniert.

Deshalb meine Bitte an alle Betroffenen:

Vielleicht könnt ihr, mit dem Rückhalt durch Beratungsstellen, euren TherapeutInnen u. andere UnterstützerInnen eure Geschichte an die Kommission weiter geben. Denn es würde der nächsten Generation Kinder eine Chance auf Schutz bieten, wenn wir die Manipulationsmechanismen offen legen, die uns zum Schweigen gebracht haben, oft bis heute.

Zum Wochenende wieder etwas leichtere Kost. :-)

Beautiful Nature Around The World (ca.6Min.)

(Mit Musik von Vangelis als Untermalung)
https://www.youtube.com/watch?v=6lt2JfJdGSY

Habt eine gute Zeit!

Liebe Grüße
Violine

18.11.2016 um 19:28 Uhr

Europäischer Kinderschutztag

Hallo Ihr Lieben!

Heute ist der „Europäische Tag zum Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch“. Ja, es ist wichtig dass wir darüber sprechen.

Viele zucken zurück, wenn es „mal wieder“ um Missbrauch geht. Was nur allzu deutlich zeigt dass es weiterhin ein Tabuthema ist, ein Thema das Unwohlsein auslöst. Weshalb ist das wohl so?

In Berlin fand heute ein Kongress statt, vom Betroffenenrat des Beauftragten für Missbrauch. Hier geht es zur Webseite:

https://beauftragter-missbrauch.de/presse-service/meldungen/detail/news/betroffenenrat-beim-ubskm-laedt-zum-kongress-mitsprache/

Wie oft wurde versucht darüber zu sprechen. Von Betroffenen. Aber entweder nahm man die Kinder nicht ernst oder schob ihnen die Schuld in die Schuhe. Dieses Verhalten gibt es selbst heute noch in unserer Gesellschaft, leider.

Es hat auch viel zu lange gedauert bis bei Politik u. Justiz ankam dass Kinder schützenswert sind. Kaum zu glauben dass die SPD in den 80ern noch forderte, dass Sexualität mit Kindern unter(!) 14 Jahren erlaubt werden sollte per Gesetz.

Nur auf Druck der Medien guckten sich die Grünen 2013 ihre eigene Historie an u. damit auch die Verharmlosung von Kindes Missbrauch in den eigenen Reihen. Wie gesagt, nur auf Druck, nicht etwa freiwillig.

Im Jahr 1978 schrieb die EMMA zum ersten Mal über „Das Verbrechen, über das niemand spricht.“, sexuellen Missbrauch.

http://www.emma.de/artikel/sexueller-missbrauch-264637

Auszug:

„Die erste Veröffentlichung in EMMA über „Das Verbrechen, über das niemand spricht“, war in der April-Ausgabe 1978. Erstmals redete ein Opfer Bis in die 1970er Jahre hinein war Kindesmissbrauch ein Kavaliersdelikt, über das niemand sprach. Schon gar nicht die Opfer, denn die hatten sich zu schämen. Erst EMMA hat Missbrauch und Inzest in Deutschland zum Thema gemacht. Heute wissen wir: Jedes dritte bis vierte Mädchen (und jeder zehnte Junge) wird missbraucht. Seit wenigen Jahren nun ist der Missbrauch eine große gesellschaftliche Debatte.

Und bis heute melden sich Frauen bei EMMA, die sagen: Damals, als ihr das geschrieben habt, habe ich zum ersten Mal gedacht: Ich bin nicht allein. Das Thema ließ uns und die Frauenbewegung nicht mehr los. Allmählich wurde klar: Nicht nur die Gesellschaft, auch so manche Mutter guckt weg, aus Angst oder Hilflosigkeit.

Im Jahr 1980 wollte die SPD-Regierung im Zuge der Sexualstrafrechtsreform den Pädophilen-Paragraphen ganz streichen. Sexualität mit Kindern unter 14 wäre dann legal gewesen. Auch Koalitionspartner FDP signalisierte Einverständnis, die Grünen waren ohnehin führend in der Debatte. Die pädosexuellen Lobbyisten hatten ganze Arbeit geleistet. Damals, in den Nachwehen der „sexuellen Revolution“, war EMMA die einzige Stimme, die sich dagegen stemmte – und in der Tat verhinderte, dass der § 176 gestrichen wurde.

2013 untersucht der Göttinger Professor Franz Walter im Auftrag der Grünen, inwieweit die Partei durch Beschlüsse und Verstrickungen in die Pädosexuellen-Lobby zur Verharmlosung des Missbrauchs beigetragen hat. Die Ergebnisse und die Kaltschnäuzigkeit, mit der besonders Spitzenkandidat Jürgen Trittin damit umgehen, kosten die Grünen im Wahljahr etliche Stimmen. Ein weiteres Ergebnis von Walters Untersuchungen: Die Medien von Spiegel bis Zeit haben in den 70er und 80er Jahren sexuellen Missbrauch auf heute kaum mehr vorstellbare Weise verharmlost. „

Immer wenn das Thema Missbrauch in den Medien auftaucht gibt es reichlich Missbilligung vor dem Fernseher oder in den Kommentar Rubriken von Zeitungen. Der Tenor: „Müssen wir denn über so was schon wieder reden?“ Ja, müssen wir! „Aber das ist doch so unangenehm.“ Für wen denn unangenehm? Für dich, die ZuschauerInnen, LeserInnen? Und die Betroffenen/Opfer? Nun?!

Alice Schwarzer schreibt seit Jahrzehnten über dieses „unbeliebte“ Thema. Ich habe mal einen Artikel aus 2010 von ihr ausgewählt:

http://www.aliceschwarzer.de/artikel/sexueller-missbrauch-wie-es-geschehen-kann-265064

Auszug:

„Nein, der sexuelle Missbrauch von Kindern ist keine Erfindung katholischer Patres. Und er hat auch nichts mit dem Zölibat zu tun.

Allein in Deutschland werden nach Schätzung des Kriminologischen Instituts Hannover Jahr für Jahr etwa eine Million Kinder missbraucht, in neun von zehn Fällen sind es Mädchen. Und drei der vier Täter sind keine bösen Fremden oder Lehrer, sondern es ist der eigene Vater, Onkel, Nachbar. Ja, und 98,5 Prozent der Täter sind laut Bundeskriminalamt Männer – die 1,5 Prozent Frauen sind in der Regel Mittäterinnen.

Sexueller Missbrauch ist überall da möglich, wo Männer mächtig und Kinder ohnmächtig sind. In geschlossenen Welten, in denen der Vater (Pater, Lehrer) das Gesetz macht. Das gilt für Familien, die sich abschotten, ebenso wie für Internate, egal ob christlich, weltlich oder gar besonders fortschrittlich, wie wir am Beispiel der Reformschule Odenwald sehen.

Der Skandal war bis vor nicht allzu langer Zeit nicht etwa der Missbrauch, denn der war das Recht der Männer. Der Skandal war, wenn ein Kind sich wehrte. Denn schämen mussten sich auch in unserer Kultur lange die Opfer, nicht die Täter.“

Nun endlich scheint das Thema – zumindest teilweise – in der Gesellschaft angekommen zu sein:

http://www.emma.de/artikel/endlich-ist-das-thema-angekommen-333813

Auszug:

„Sie wurde als Kind vom Vater missbraucht, die Familie schwieg. Jetzt wird Renate Bühn (Foto: 2 v. li.) gehört, und zwar an höchster Stelle. Sie ist eins von 15 Mitgliedern des „Betroffenenrates“, der seit 1. März 2015 mit dem Missbrauchsbeauftragten zusammenarbeitet.

Seit März 2015 begleiten und beraten zehn Frauen und fünf Männer, die selbst Opfer sexuellen Missbrauchs geworden sind, nun den Missbrauchsbeauftragten Johannes-Wilhelm Rörig bei quasi allem, was er tut, um die vergangenen Taten aufzuarbeiten, bei der Bewältigung des Grauens zu helfen und künftige Taten zu verhindern.

Sie sitzen mit in den so genannten „Konzeptgruppen“, die Vorschläge zu Gesetzesentwürfen, Forschungsprojekten oder zur Verbesserung des Hilfesystems machen. Der „Betroffenenrat“ gibt eigene Stellungnahmen und Pressemitteilungen heraus. Er firmiert als „Fachgremium“. Das ist wichtig, denn „sobald man sich als betroffen outet“, weiß Renate Bühn auch von ihren MistreiterInnen, „wird man plötzlich nicht mehr in seiner Fachkompetenz wahrgenommen. Man ist entweder Opfer – oder Fachfrau.“ Die 15 Mitglieder des Betroffenenrates, die seit Jahren oder Jahrzehnten, ehrenamtlich oder beruflich zum Thema engagiert sind, firmieren als ExpertInnen.“

Als im Jahr 2010 aufflog, dass Abertausende Kinder unter kirchlicher Obhut missbraucht wurden - also sexuelle Gewalt erlitten durch Bezugspersonen – richtete der Bund die Stelle des Missbrauchsbeauftragten ein. Jetzt gibt es auch endlich einen Betroffenenrat. Menschen, die diese furchtbare u. unbeschreibliche sexuelle Gewalt selbst erlitten haben in ihrer eigenen Kindheit u. Jugend. Fachleute.

Wir schreiben das Jahr 2016 und noch immer ist nicht bekannt wie umfassend sexuelle Gewalt unsere Gesellschaft durchzieht. Die Voraussetzungen, die geschlossenen Systeme, von denen Alice geschrieben hat, machen es leider möglich. Und das Wegsehen, Weghören, Ignorieren.

Womit ich wieder zu meinen oben erwähnten Gedanken komme: Für wen ist es unangenehm über das Thema Missbrauch zu sprechen? Für die ZuschauerInnen und LeserInnen?

Wenn sich selbst heute, nach so vielen Jahren der Aufklärungsarbeit die meisten Menschen winden auf ihrem Fernsehsessel sobald etwas über sexuellen Missbrauch durch die Kanäle flimmert. Dann stimmt etwas ganz und gar nicht.

Unangenehm? Und die Kinder? Die, die „so etwas“ Jahrzehnte erleiden mussten u. immer noch darunter leiden? Vielleicht nebenan? Wie fühlen die sich wohl, wenn wir lieber „weiter zappen“, lieber das Thema wechseln, lieber nicht hinhören wollen?

Ja, wir müssen solange drüber sprechen, bis wir sensibilisiert sind. Denn die Kinder können sich nicht selber schützen. Das liegt in unserer Verantwortung.

Hier geht es zur Aufarbeitungs Kommission des Missbrauchs Beauftragten:

https://beauftragter-missbrauch.de/aufarbeitung/aufarbeitung-in-deutschland/

Und hier zur Initiative „Kein Raum für Missbrauch“:

https://www.kein-raum-fuer-missbrauch.de/

Zu guter Letzt das neue Schutzkonzept für Schulen:

https://www.schule-gegen-sexuelle-gewalt.de/home/

Soweit mal für heute.

Zum Wochenende wieder etwas „luftigere“ Kost. ;-)

Eichhörnchen (ca. 4 Min.)

https://www.youtube.com/watch?v=DqR9LjBhwWs

Eichhörnchen bereitet sich auf Winter vor (ca. 6 Min.)

https://www.youtube.com/watch?v=Vj3SZsyg3HA

Besondere Augenblicke mit Eichhörnchen (ca. 6 Min.)

https://www.youtube.com/watch?v=PAYStZKPJT0

Euch eine gute Zeit

u. liebe Grüße
Violine

20.05.2016 um 08:22 Uhr

Hinsehen und Handeln

Hallo Ihr Lieben!

Alleingelassen.

Wieder einmal zeigt uns das Verhalten von Bund u. Ländern, wie die Realität geleugnet u. verharmlost wird was die Politische u. Gesellschaftliche Haltung in Deutschland zum Thema „Sexueller Missbrauch“ angeht.

Alle winden sich u. suchen nach Auswegen nicht zu zahlen. Es geht hier um die Betroffenen/Opfer von sexualisierter Gewalt. Dem Hilfsfonds gehen die Gelder aus, weil die Länder, bis auf zwei, die Zahlungen verweigern.

http://www.sueddeutsche.de/panorama/missbrauchsopfer-alleingelassen-1.2996470

Auszug:

Dem Hilfsfond für die Opfer sexuellen Kindesmissbrauchs in der Familie geht das Geld aus. Der Bund stellte 50 Millionen Euro zur Verfügung, Bayern 7,6 Millionen und Mecklenburg-Vorpommern eine Million - andere Bundesländer beteiligten sich nicht. Von 1800 Anträge sind knapp 90 Prozent positiv entschieden, für diese Betroffenen seien bisher 14 Millionen Euro reserviert. 3900 Anträge seien noch in Bearbeitung.

Wie so oft bei heiklen Themen schieben sich die Institutionen gegenseitig die Verantwortung zu. Die Länder sehen den Bund in der Pflicht, der Missbrauchsbeauftragte Bund und Länder, und alle zusammen das Bundessozialministerium. Die Länder wollten statt eines Fonds "klare Rechtsansprüche, zum Beispiel über eine Änderung des Opferentschädigungsgesetzes". Auch für den Missbrauchsbeauftragten Rörig ist das OEG das eigentliche Problem. Geht es nach ihm, sollen die Anforderungen gesenkt werden, die ein Missbrauchsopfer erfüllen muss, um OEG-Leistungen zu bekommen. Zudem wünscht er sich schnellere Verfahren und auf das Thema Missbrauch spezialisierte Bearbeiter.“

Diese ganze Verweigerungshaltung macht uns Betroffenen sehr deutlich, dass die PolitikerInnen immer noch nicht verstanden haben worum es geht.

Die Grundhaltung, Sexuelle Gewalt an Kindern zu ächten u. den Betroffenen/Opfern jede nur erdenkliche Hilfe zukommen zu lassen ist überhaupt noch nicht angekommen in der Gesellschaft, geschweige denn bei unseren führenden PolitikerInnen.

Nicht genug, dass Jahrzehnte „Missbrauch“ als Tabu totgeschwiegen wurde, auf dem Rücken der Opfer/Betroffenen. Erst als die „Missbrauch Skandale“ in katholischen Einrichtungen bekannt wurden kam unsere Regierung nicht mehr drumherum genauer hinzusehen. Und das obwohl Frauenrechtlerinnen schon seit über 40 Jahren darüber schreiben! Es wurde weiter totgeschwiegen.

Hier geht’s zur EMMA, die seit den 70igern darüber geschrieben hat:

http://www.emma.de/artikel/sexueller-missbrauch-264637

Auszug:

„Der sexuelle Missbrauch von Kindern ist ein Skandal? Keineswegs. Bis in die 1970er Jahre hinein war Kindesmissbrauch ein Kavaliersdelikt, über das niemand sprach. Schon gar nicht die Opfer, denn die hatten sich zu schämen. Erst EMMA hat Missbrauch und Inzest in Deutschland zum Thema gemacht. Heute wissen wir: Jedes dritte bis vierte Mädchen (und jeder zehnte Junge) wird missbraucht.

Seit wenigen Jahren nun ist der Missbrauch eine große gesellschaftliche Debatte. Anfang 2010 wird eine Welle von Missbrauchsfällen durch Priester in katholischen Jungenschulen bekannt. Und auch Frauen und Männer, die in (kirchlichen) Heimen Opfer sexueller Gewalt wurden, melden sich zu Wort. Jetzt ist das Thema in Deutschland endgültig auf dem Tisch, die schwarz-gelbe Regierung richtet einen Runden Tisch ein und beauftragen die Ex-Frauenministerin Christine Bergmann mit der Aufarbeitung. Kurz darauf machen ehemalige Schüler der Odenwaldschule öffentlich: Auch in dem reformpädagogischen Vorzeigeprojekt gab es systematischen und massenhaften Missbrauch.

2013 untersucht der Göttinger Professor Franz Walter im Auftrag der Grünen, inwieweit die Partei durch Beschlüsse und Verstrickungen in die Pädosexuellen-Lobby zur Verharmlosung des Missbrauchs beigetragen hat. Die Ergebnisse und die Kaltschnäuzigkeit, mit der besonders Spitzenkandidat Jürgen Trittin damit umgehen, kosten die Grünen im Wahljahr etliche Stimmen. Ein weiteres Ergebnis von Walters Untersuchungen: Die Medien von Spiegel bis Zeit haben in den 70er und 80er Jahren sexuellen Missbrauch auf heute kaum mehr vorstellbare Weise verharmlost.“

Der Umgang mit dem Thema ist also bis heute fraglich u. in vielerlei Hinsicht immer noch nicht aufgearbeitet. Die Betroffenen/Opfer haben dabei stets das Nachsehen. Dabei haben sie schon genug Leid ertragen müssen.

Kein Wunder also, dass sich die Länder nicht verantwortlich fühlen, weil der Bund kein Vorbild ist u. selber Dreck am Hals hat.

Inzwischen arbeitet allerdings der 'Unabhängige Beauftragter Missbrauch' Herr Röhrig intensiv an der Aufarbeitung u. Hat eine Kommission ins Leben gerufen, die sich gezielt mit den Ursachen auseinander setzen will.

Das finde ich bemerkenswert u. unterstützenswert:

https://www.aufarbeitungskommission.de/

Auszug:

„Wir möchten Sie ermutigen, uns von Ihren Erfahrungen zu berichten. Sie können mit Ihrer Geschichte dazu beitragen, dass sich etwas in unserer Gesellschaft verändert. Mit Ihrer Hilfe wollen wir Tatsachen offenlegen und dadurch erkennen, welche Fehler in der Vergangenheit gemacht wurden. Wir wollen herausfinden, was Politik und Gesellschaft verändern müssen, damit Kinder in Zukunft besser vor Missbrauch geschützt sind. Melden Sie sich, wenn Sie in Ihrer Kindheit von Missbrauch betroffen waren oder als Zeitzeugin und Zeitzeuge hiervon berichten wollen. Dabei zählt jede Geschichte.“

Bitte gebt diese Seite weiter an Betroffene/Opfer.

Ganz aktuell erinnert uns auch der Sohn von Woody Allen daran, dass seine Schwester durch den Vater missbraucht wurde. Er klagt das Schweigen der Medien an, die Woody Allen weiterhin hofieren u. seine Taten verschweigen.

Und wir sprechen hier vom systematischen Missbrauch seiner Kinder. Dafür wurde er nie zur Rechenschaft gezogen.

http://www.emma.de/artikel/cannes-dylan-farrows-bruder-klagt-332525

Auszug:

„In Cannes wird Woody Allen mal wieder gefeiert. Über die Missbrauchs-Vorwürfe seiner Adoptivtochter herrscht Schweigen. Darum spricht jetzt Allens Sohn Ronan. Die Medien „haben dabei geholfen, eine Kultur der Straflosigkeit und des Schweigens zu schaffen“, klagt Ronan, 29. Es sei aber Zeit, „harte Fragen zu stellen“.

Es war nicht das erste Mal, dass Dylan Farrow öffentlich machte, dass ihr Adoptivvater sie missbraucht habe. Sie hatte das schon als Siebenjährige immer wieder dem Staatsanwalt erzählt, nachdem nicht etwa Mutter Mia, sondern das Kindermädchen und der Kinderarzt Alarm geschlagen hatten.

Obwohl die Staatsanwaltschaft die Aussagen des Mädchens für glaubhaft hielt und den Missbrauch für „wahrscheinlich“, erhob sie mit Rücksicht auf die „Zerbrechlichkeit des Kindes“ keine Anklage.

Doch in dem Sorgerechtsprozess, der ein Jahr später stattfand, bestätigte Richter Elliott Wilk, dass sich Allen seinen Kindern gegenüber „missbrauchend und gefühllos“ verhalten habe. Er entzog Allen, der um das Sorgerecht für die drei gemeinsamen Kinder mit Farrow - Ronan, Dylan und Moses - geklagt hatte, Sorge- und Besuchsrecht für alle Kinder.“

Genau dieses Schweigen haben Medien, wie PolitikerInnen in Deutschland Jahrzehnte praktiziert. Die oftmals sogar sichtbare Not der Kinder wurde nicht ernst genommen, totgeschwiegen.

Um unsere Kinder heute zu schützen muss dieses kollektive Schweigen u. Wegsehen aufgearbeitet werden. Deutschland hat schon eine Historie des Wegsehens aus der Nazizeit im Gepäck.

Also guckt hin und handelt!

Zum Wochenende wieder etwas luftigere Kost.;-)

Die göttliche Julia Roberts, schritt mit wehender Mähne u. lachend in Cannes über den roten Teppich. Barfuß! Das war ihr ganz persönlicher Protest gegen den High Heel Zwang für Frauen auf dem roten Teppich. Letztes Jahr wurde eine Gruppe Frauen mit flachen Absätzen vom Teppich gejagt.
http://www.emma.de/artikel/absatz-ab-332547

Auszug:

„Diese Szene auf dem roten Teppich in Cannes müssen Sie sich ganz in Ruhe vergegenwärtigen: Julia Roberts - strahlendes Lächeln, wehendes Haar, elegante schwarze Robe und ein grüner Smaragd-Klunker um den Hals - schreitet die 24 Stufen zum glamourösen Filmpalast in Cannes hinauf, um ihren neuen Film „Money Monsters“ zu präsentieren (Regie führte Jodie Foster). Aber irgendetwas stimmt nicht… Ist es der etwas zu dunkle Nagellack auf Julias Fußnägeln? Nein … Moment mal: Die Frau hat ja gar keine Schuhe an!(...)“

Hier sieht man sie am Ende des kurzen Clips barfüßig die Treppen hoch gehen.:-)

https://www.youtube.com/watch?v=y88ukOUgBdk

In diesem Sinne...

wünsche ich euch ein munteres Wochenende
und liebe Grüße
Violine

 

 

18.02.2016 um 15:17 Uhr

Initiative-Phoenix für Betroffene

Hallo Ihr Lieben!


Gute Nachrichten für Betroffene/Opfer. Es gibt seit einigen Jahren die Initiative-Phoenix, welche sich konkret dafür einsetzt Traumatisierten Menschen, besonders „Missbrauchs“ Opfer dabei zu unterstützen eine bedarfsgerechte Therapie zu erhalten.

Mit einer Petition bei change.org treten sie nun an die Öffentlichkeit um mehr Menschen für dieses Anliegen zu gewinnen. Bitte zeichnet die Petition mit:

https://www.change.org/p/bedarfsgerechte-psychotherapie

Die Initiative setzt sich zusammen aus Opfern/Betroffenen, TherapeutInnen, ÄrztInnen, HelferInnen u. UnterstützerInnen. Initiiert wurde sie durch einen offenen Brief einer betroffenen Frau, die ihre Wut über dieses Richtlinien System der Kassen u. dem katastrophalen Umgang mit Opfern in ein Selbsthilfe-Forum stellte u. so alles in Gang setzte. Der Brief ist sehr persönlich u. bewegend.

http://www.initiative-phoenix.de/offenerbrief.html

Als eine Frau, die durch einen ähnlichen Hindernisparcour gelaufen ist u. noch läuft, spricht mir dieser Brief aus der Seele u. die Initiative ebenso.

Hier geht es zur Hauptseite:

http://www.initiative-phoenix.de/

Für die Menschen, die nicht so sehr im Bilde sind. Opfer von Missbrauch, also sexualisierter Gewalt in der Kindheit können nur noch bis April 2016 einen Antrag beim Fonds Sexueller Missbrauch stellen. http://www.fonds-missbrauch.de/antragstellung/

Leider wurde der Fonds so negativ beworben vom Bund, dass die meisten Opfer/Betroffenen abgeschreckt wurden u. sich nicht trauten einen Antrag zu stellen. Insgesamt wurden vom Bund 50 Millionen Euro dafür bereitgestellt. Wovon dann Ende April 2016 geschätzt etwa 46 Millionen zurück in den Bundestopf gehen werden. Was der Bund damit machen wird, keine Ahnung.

Deshalb an alle Opfer/Betroffenen: Traut euch u. stellt einen Antrag! Es müssen keine (nicht mehr wie zu Beginn des Fonds) Traumadetails angegeben werden, Der Antrag ist inzwischen in Art des Multiple Choice Frageverfahrens (Kästchen zum Ankreuzen) aufgebaut. Kann natürlich trotzdem triggern. Also holt euch besser Unterstützung bei euren TherapeutInnen u. BegleiterInnen oder den bekannten Beratungsstellen. Hier der Antrag:

http://www.fonds-missbrauch.de/fileadmin/content/Antragsformular_EHS_2015-02_barrierefrei.pdf

Weshalb ich das schreibe? Weil mit dem Endes des Fonds für viele auch das Ende therapeutischer Begleitung eintreten wird. Und genau hier setzt nun die Initiative-Phoenix an. Dazu mal deren Pressemitteilung „Nach dem Fonds ist vor dem Fonds“ als pdf-Datei zum Ausdrucken u. weiter verteilen:

http://www.initiative-phoenix.de/attachments/textdateien/PM_InitiativePhoenix_Feb16.pdf

Brief von der Initiative-Phoenix an Politik u. Krankenkassen. Darin wird das ganze Elend, die Odysse nochmal sehr klar dargestellt. Lesenswert u. zum Weiterverteilen:

http://www.initiative-phoenix.de/briefpolitik.html

Auszug:

„Um die schwerwiegenden und lebenslangen Auswirkungen von Traumatisierungen im Kindes- und Jugendalter auf die körperliche, seelische und kognitive Entwicklung aufzufangen und Betroffenen ein „normales“, menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, gibt es in Deutschland KEINE adäquaten und ausreichenden Hilfs- und Therapieangebote.

Die Initiative „Phoenix“ ruft freie JournalistInnen, öffentlich-rechtliche Medien und politische EntscheidungsträgerInnen auf, eine dringend notwendige Reform der Therapie-Richtlinien zu unterstützen!

Menschen, die aufgrund von Gewalterfahrungen – nach emotionaler, körperlicher oder/und sexueller Misshandlung – traumatherapeutisch behandelt werden, sind durch Richtlinien der Gesundheitsfürsorge permanenter Bewertung ihres Leids unterworfen. Sie müssen sich vor Behörden und psychologisch nicht geschulten VerwaltungsmitarbeiterInnen in Antragsverfahren bei Krankenkassen, Versorgungsanstalten und Beratungsstellen immer wieder erklären und rechtfertigen, intimste, beschämende Erfahrungen vor fremden Menschen beschreiben und möglichst detailgenau „beweisen“, um überhaupt Gehör zu finden.“

Und weiter aus dem Text der Initiative-Phoenix:

„Das Hilfe-Ersuchen von Betroffenen wird nach den Richtlinien unseres Gesundheitssystems meist zunächst mit Ablehnung bzw. wenn überhaupt, mit zeitlich extrem begrenzten psychotherapeutischen Standardverfahren beantwortet. Kostenträger berufen sich dabei darauf, dass die Therapie innerhalb eines kurzen, festgelegten Zeitraums abgeschlossen und Heilung mit vollständiger „Funktionsfähigkeit“ erreicht sein muss. Dabei wird weder die individuelle Belastung noch die Ausprägung der Erkrankung und deren dauerhafter Einfluss auf das tägliche Leben zu Grunde gelegt, sondern pauschal die je nach Verfahren festgelegte Stundenanzahl genehmigt oder abgelehnt.

Das heißt, Krankenkassenrichtlinien und Sozialgesetzbücher schreiben vor, dass die Folgen meist jahrelanger Gewalterfahrungen in einem Zeitraum von 60-80 mal 50 Minuten Psychotherapie überwunden sein sollen.“


Schon alleine die Vorstellung dass ein Trauma innerhalb so kurzer Zeit „geheilt“ sein soll ist absurd.

Wenn Kinder sich die Knochen brechen wird doch auch keine Zeit fest gelegt wie schnell die Knochen zu heilen haben, denn jeder Körper heilt in der eigenen Geschwindigkeit. Somit wird auch keine Richtlinie aufgestellt, in der ein Kind wieder „funktionsfähig“ zu sein hat.

So ist es mit allen physischen Erkrankungen, es gibt keinen „Heilungszeitrahmen“.

Aber wenn es um die zum Teil Jahrzehnte lange sexuelle Gewalt an Kindern geht, über die sie in den meisten Fällen erst als Erwachsene wagen zu sprechen, dafür gibt es festgelegte Bedingungen in welchem Zeitrahmen eine Heilung abgeschlossen sein muss?!

Wenn ihr den Betroffenen/Opfern helfen wollt unterstützt die Initiative-Phoenix bitte. Hier noch eine Liste von Möglichkeiten der Unterstützung:

http://www.initiative-phoenix.de/helfen.html

Zum Wochenende bin ich auf die Suche gegangen nach passender Musik speziell zum o.g. Thema, wohltuende Musik, die eine positive Nachricht in sich birgt. :-) Fündig wurde ich auf dieser ermutigenden Angst Seite: http://www.es-ist-angst.de/8.html

Hört mal hinein, sehr beruhigend:

Emely Sande – Read all about it

https://www.youtube.com/watch?v=lV0Q35l4B_k

Shaina Noll – How could anyone

https://www.youtube.com/watch?v=aF7yFOlOk9M

Om Mani Padme Hum – The Jewel in the Lotus

Buddhistisches Mantra
https://www.youtube.com/watch?v=R69o3Se_0og

In diesem Sinne wünsche ich euch

ein friedvolles u. frohes Wochenende :-)
u. guten Start in die kommende Woche!

Liebe Grüße

Violine

 


22.01.2016 um 19:27 Uhr

Wie die Wirklichkeit aussieht

Hallo Ihr Lieben!

Diese Tage gab es im Fernsehen die Fortsetzung des Spielfilms „Operation Zucker“ Jagdgesellschaft, mit anschließender Gesprächsrunde bei Maischberger.

Das Schlimme daran: Die Wirklichkeit ist noch viel schlimmer!

Worum es genau geht? Um Kinder die mitten unter uns zu viel Geld an Männer verkauft werden, die aus hoch angesehenen Kreisen kommen. Politiker, Staatssekretäre, Ärzte, Bauunternehmer etc. Alles Leute, die nach außen hin ihre weiße Weste pflegen u. als „unbescholten“ gelten.

http://www.emma.de/artikel/missbrauch-ard-zeigt-jagdgesellschaft-331441

Auszug: „Es geht, wie schon im ersten Teil „Operation Zucker“ Anfang 2013 um die Verstrickung hoher und höchster Kreise in das Geschäft mit der Ware Kind. „Es raubt einem den Atem, dass all das auf recherchierten Tatsachen beruht“, sagt Regisseurin Sherry Hormann. Und Produzentin Gabriela Sperl versichert: „In Wirklichkeit ist es noch viel schlimmer als wir es darstellen. Die Ergebnisse unserer Recherchen waren teilweise so krass, dass man sie gar nicht umsetzen konnte. Die Informationen, wie viele ‚Täter’ es bis in die höchsten politischen Hierarchien gibt, sind niederschmetternd.“

Ursprünglich hatte Sperl einen Film über die Kinderprostitution in Katastrophengebieten wie Thailand oder Haiti machen wollen, wo Menschenhändler nach Tsunami und Erdbeben verwaiste und verirrte Mädchen und Jungen zu Geld machen. Aber schon bald führte die Spur sie zurück nach Europa. Genauer: Nach Berlin. Denn Deutschland gilt als „einer der besten ‚Absatzmärkte’ für den Handel mit Kindern“, wie für den Handel mit Frauen.“

Hier geht es zur Themenseite des Ersten, mit Infos über die Gesprächsteilnehmer. Frau Maischberger war sichtlich aufgewühlt nach dem Film.

http://www.daserste.de/unterhaltung/film/themenabend-kinderhandel-und-missbrauch/talk/index.html

Auszug:„Andreas Huckele (Ehem. Odenwaldschüler und Autor): "Es handelt sich bei sexuellem Missbrauch nicht um Einzelfälle, er ist in der Gesellschaft fest verankert und findet überall statt", sagt der Gymnasiallehrer. Viele Jahre wurde er auf dem einstigen Vorzeige-Internat Odenwaldschule fast täglich missbraucht. Der Geschwister-Scholl-Preisträger kritisiert, dass die Diskussion um den Schutz von Kindern "scheinheilig und oberflächlich“ geführt werde. Die Angst, Institutionen zu beschädigen, sei größer als der Wille den Opfern zu helfen. "Was ist eine Demokratie wert, die sich als unfähig erweist, die Kinderrechte durchzusetzen und damit ihre schwächsten Bürger zu schützen?

Und weiter im Text zu den Diskussionsteilnehmern:

Manfred Paulus (Ex-Kriminalhauptkommissar): "Der sexuelle Missbrauch von Kindern ist eine in Deutschland in ihrem Ausmaß und ihren Folgen verkannte, vielfach noch immer tabuisierte und ignorierte Kriminalität, beklagt der Polizist, der 25 Jahre lang bei sexuellen Gewalttaten ermittelte. Die Straftäter kämen auch aus hoch angesehenen Kreisen.“

Julia von Weiler (Psychologin „Innocense in Danger e.V.): „Die Zahl der Missbrauchsfälle sei zwanzig Mal höher als in der Kriminalstatistik, glaubt Julia von Weiler, Vorstand der Kinderschutzorganisation "Innocence in danger“.

Immer wieder macht auch der Missbrauchs Beauftragte Johannes-Wilhelm Rörig darauf aufmerksam "In der Vergangenheit wurde viel vertuscht oder verschwiegen, um den Ruf der eigenen Einrichtung zu schützen", beklagt der Unabhängige Beauftragte. Es setzt sich u.a. dafür ein dass sexuelle Gewalt an Kindern in der Öffentlichkeit kein Tabu mehr ist.

Aktuell gibt es nun eine Unabhängige Aufarbeitungskommission Missbrauch, die Ausmaß, Art, Ursachen u. Folgen von sexuellem Missbrauch sowie Versäumnisse u. strukturelle Missstände der Vergangenheit untersuchen soll innerhalb der nächsten drei Jahre.

https://beauftragter-missbrauch.de/aufarbeitung/aufarbeitung-in-deutschland/

Auf dieser Seite findet man auch laufende Aufarbeitungsberichte u. Forschungsprojekte zum Downloaden. Und natürlich die Nummer des Hilfetelefon Sexueller Missbrauch.

Die kostenlose Telefon Nummer ist: 0800 – 22 55 530

Grundsätzlich gibt es tagtäglich viel zu viele Kinder, die in Deutschland keinen Schutz finden vor Sexualstraftätern. Ob in Familien, Instituten, an Schulen, in Sportvereinen oder zuletzt bei den Regensburger Domspatzen usw. Die Liste lässt sich endlos fortsetzen.

Ja, das Thema ist unbeliebt. Müssen wir denn schon wieder drüber sprechen? Ja müssen wir. Leider! Wenn bei allen Menschen ein entsprechendes Bewusstsein da wäre, brauchen wir nicht drüber sprechen. Aber solange wir wegsehen ändert sich nichts daran.

Wisst ihr welche Auffälligkeiten bei Kindern auf Gewalt hinweisen? Wisst ihr an wen ihr euch im schlimmsten Fall zu wenden habt? Habt ihr Telefon Nummern von Hilfseinrichtungen in eurer Nähe? Was ist wenn ihr einen Verdacht habt dass ein Kind in eurer unmittelbaren Umgebung sexuelle Gewalt erleidet? Was tut ihr dann?

Bitte macht euch schlau u. habt die Augen offen! Denn nur wer informiert ist kann auch präventiv handeln oder zur Not Hilfe organisieren. Hier nochmal die Webseite vom Hilfeportal:

https://beauftragter-missbrauch.de/hilfe/hilfeportal/

Weitere gute Infos über die Hintergründe u. die Geschichte, die Berichterstattung, die Tabuisierung von sexueller Gewalt an Kindern findet ihr natürlich in der EMMA:

http://www.emma.de/thema/sexueller-missbrauch-111251

(Gesammelte Artikel)

http://www.emma.de/artikel/sexueller-missbrauch-264637

(Dossier über die gesellschaftliche Debatte)

http://www.aliceschwarzer.de/artikel/sexueller-missbrauch-wie-es-geschehen-kann-265064

(Keine Erfindung der katholischen Kirche)

http://www.emma.de/artikel/falsche-kinderfreunde-263497

(Sogenannte Kinderfreunde)

Soweit das schwere Thema.

Zum Wochenende möchte ich heute mal einen Blick nach Israel werfen, auf die schönen Seiten dieses wunderbaren Landes.:-)Einmal im Jahr strömen aus allen Ländern Vogelfreunde / Ornithologen in den Süden Israels um dort einem großem Vogel Festival zuzusehen.

Hula Valley Birding Festival 2015, Israel

https://www.youtube.com/watch?v=3eQgBduNlos

Birds of Eilat, Israel

https://www.youtube.com/watch?v=H9NC1Svo_k8

Birds of Israel

https://www.youtube.com/watch?v=HywErHHr7eY

Leider leben die Israelis - wie viele andere Völker - in ständiger Angst um ihr Leben. Kein Tag ohne Angriffe, nur weil sie Juden sind. Deshalb gefällt mir auch dieser jugendliche Flashmob so gut. Das strahlt solch eine Lebensfreude aus, einfach toll. ;-)

Suddenly Jerusalem Flashmob (Lebensfreude)

https://www.youtube.com/watch?v=y4o7kpqrPHA

In diesem Sinne wünsche ich euch

ein fröhliches Wochenende

und liebe Grüße
Violine

11.12.2015 um 15:52 Uhr

Manchmal...

Hallo Ihr Lieben!

Manchmal findest du dich irgendwo wieder.
An fremden oder bekannten Orten.
Nur nicht da, wo du vorher warst.

Gefühlt war das vor einer Minute.
Aber dir fehlt Zeit, viel Zeit. Stunden.
Von denen du nichts weißt.
Fehlzeiten im eigenen Leben.

Manchmal glaubst du völlig verrückt zu werden.
Solche Zeiten gab es auch schon in der Kindheit.
Du warst ja schon immer "komisch" heißt es.
Eine Träumerin. Nein das warst u. bist du nicht.

Träumen darf frau/man. Aber nicht in den Tag träumen.
Denn du darfst die Kontrolle nicht verlieren.
Das ist lebenswichtig. Warum, das weißt nur du.

Manchmal hast du so genug davon dich zu erklären.
Dich zu entschuldigen warum du mal wieder nicht kannst.
Wieder überraschend krank geworden. Du hasst Lügen.
Aber musst dir ständig was einfallen lassen.
Damit keiner mitkriegt was wirklich los ist mit dir.

Es gibt auch ein Wort dafür. Dissoziative Identitätsstörung.
Eine Störung. Keiner kann sie sehen diese Funktionsstörung.
Dabei schränkt sie dein komplettes Leben ein. Unberechenbar.

Manchmal willst du auf alles einschlagen,
ganz besonders auf den Körper, der dich im Stich lässt.
Der scheinbar ein Eigenleben führt u. verschwindet.
Ständige Wechsel von Persönlichkeiten u. auch Orten.
Wo bin ich, wer bin ich, was bin ich?

Auslöser sind Alltäglichkeiten.
Menschen. Berührungen. Gerüche. Geräusche. Stimmen.
Atem, Husten, Räuspern. Bildfetzen. Geschlossene Türen.
Überfüllte Busse. Bahnsteige. Menschenmengen. Alles.

Manchmal kriegst du den Anfang vom Ende noch mit.
Wenn du beginnst den eigenen Körper zu verlassen.
Neben dir zu stehen, alles in Watte gehüllt wahrzunehmen.
Und dann nichts mehr. Filmriss. Auszeiten. Fehlzeiten.
Entsetzen. Angst. Panik. Ohnmacht. Verlorensein.
Warum passiert das mit dir?

Die Wurzel dieser "Störung" liegt in der Vergangenheit.
In der Kindheit. Als der eigene Vater dich sexuell missbrauchte.
Nicht einmal oder zweimal. Nein viele Jahre, immer wieder.
Es gab keinen Schutz nirgendswo. Keine Hilfe, keine Rettung.
Nur Flucht. Aus dem Körper raus. Neben sich stehen u. zugucken.
Konntest nicht anders überleben. Ein Selbstschutz des Körpers.

Manchmal erinnert dich diese Adventszeit an früher.
Tannengrün. Geschenkpapiergeraschel. Baumschmuck.
Bratengeruch im Haus. Glitzerstimmung. Alle lächeln ständig.
Der Vater hat auch gelächelt. Und du wusstest was das bedeutete.
Nachher. Wenn alle vor der Glotze sitzen. Dann schnappt er dich.
Kein Entkommen. Keiner will's gewusst haben.

Viele Kinder erleben das Grauen heute auch. So wie du damals.
Sie suchen nach Hilfe. Ihnen wird aber meist nicht geglaubt.
Der ist doch so nett. Es ist doch Weihnachten, wer tut denn sowas.
Täter tun "es". Zu allen Zeiten. An Feiertagen sehr gerne.
Der Vertrauensbruch u. die Unberechenbarkeit
sind das Schlimmste.

Manchmal bist du so wütend.
Weil Missbrauch immer noch ein Tabu ist.
Und das obwohl darüber gesprochen u. aufgeklärt wird.
Die Opfer werden ungeduldig gebeten doch mal diesen
alten Kram von früher zu vergessen.
"So schlimm war es doch nicht".
Doch, es war noch viel schlimmer.
Unfassbar, unaussprechlich schlimm.

Wenn es nur sichtbar wäre, die Verletzungen, der Schaden.
So wie bei Beinamputierten. Denn fast so fühlt es sich an.
Es fehlt etwas.
Wer würde einem Menschen mit amputierten Gliedmaßen sagen:
Nun stell dich nicht so an, so schlimm ist es nicht,
das Leben geht weiter. Eben nicht.
Danach ist nichts mehr wie es vorher war.

Manchmal denkst du es gibt doch Normalität im Leben.
Alles läuft gut.
Und dann riechst du auf einmal neben dir
das After Shave des Täters.
Der Boden tut sich in Sekunden auf
u. du fällst in ein schwarzes Nichts.
Ohne Vorankündigung. Ohne Warnung.
Und weg bist du...

Zum Glück gibt es aber auch schöne Momente im Leben.
Deine Kindheit hat dich mit besonderen Sensoren ausgerüstet.
Gezwungenermaßen. Du kannst fast das Gras wachsen hören.
Hörst anders, siehst mit anderen Augen.
Dann kannst du die Vergangenheit vergesssen.
Mit den Schmetterlingen tanzen
u. dich mit Blumen im Wind wiegen.

Manchmal schreibst u. sprichst du über Missbrauch.
Das ist notwendig.
Nicht um zu nerven sondern um ein Bewusstsein
zu schaffen.
Etwas, was Menschen nicht sehen wollen,
sehen sie auch nicht.
Das kultivierte u. gepflegte Wegsehen in Deutschland.
Da hilft dann auch kein Missbrauchsbeauftragter mehr.

Je weniger über Missbrauch gesprochen wird
umso mehr bleibt es ein Tabu.
Umso weniger haben Kinder die Chance gehört zu werden.
Auch in der Adventszeit geschieht Missbrauch in den Familien.
Du kennst dich damit aus.
Dein eigener Vater hatte keine Skrupel
dir Weihnachten zur Hölle zu machen.

Manchmal ist es schwer zu ertragen, das weißt du.
Wenn das Thema, das Reden darüber ganz normal wäre.
Dann wäre es nicht belastend, dann formt es Bewusstsein.
Ja nähme die Angst u. Beklemmung.

Wenn die Erwachsenen schon Probleme haben Missbrauch
auszusprechen wie geht es dann wohl erst den Kindern?

(Maria, Opfer von sexuellem Missbrauch)

Jaja, ich habs wieder gemacht u. euch "sowas" zum Wochenende serviert. Geht nicht anders. Ich guck eben hin. Und schreibe hemmungslos über das, was um uns herum jeden Tag geschieht. Da kenn ich nichts.

Täter sind noch schlimmer.

Ihr könnt euch auch gerne noch ein wenig schlauer machen. Hier gibts Infos über die rare Aufarbeitung von abertausenden von Missbrauchsfällen in Deutschland. Es soll herausgefunden werden wo die gesellschaftlichen Ursachen liegen usw. Dauert nur sehr lange.

Zum Wochenende hab ich jetzt aber doch noch was Erfreulicheres für euch ausgegraben. :-) Seit 17 Jahren gibt es inzwischen das Netzwerk "Frauen in der Geschichte der Gartenkultur". Wusstet ihr davon? Ich nicht. Hier mal ein Hinweis in der Gartenlinksammlung:

Auszug:
"Zweck des Netzwerks ist es, das Wirken von Frauen in der Geschichte der Gartenkultur und der Landschaftsgestaltung sichtbarer zu machen und Gartenthemen aus der Geschlechterperspektive zu betrachten. Dabei wird der interdisziplinäre Austausch vor allem zwischen der Landschafts- und Freiraumplanung und den Kunst- und Kulturwissenschaften praktiziert und vorangetrieben. Fachleute aus den Literatur- und Geschichtswissenschaften, aus Architektur, Soziologie und Pädagogik, aus Gartenbau, Landwirtschaft und Biologie sind ebenfalls Mitglieder im Netzwerk. Die jährlich stattfindende Tagung am dritten Septemberwochenende ist ein Forum zur Pflege der fachlichen und persönlichen Kontakte."

Stöbert selber weiter.;-)

Euch ein fröhliches Wochenende
u. liebe Grüße
Violine

19.06.2015 um 11:09 Uhr

Es geschieht jede Stunde

Hallo Ihr Lieben!

Jede Stunde ein Kind.
Jede Stunde ein Kind was „missbraucht“ wird.
Jede Stunde nur die bekannt gewordenen Fälle.
Die Dunkelziffer liegt viel höher.

Trotz Aufklärung u. gelegentlicher Medienberichte bleibt die Anzahl der Kinder, die täglich in Deutschland sexuelle Gewalt durch Personen aus ihrem Nahfeld erleiden erschreckend hoch. Wieso ist das so?

Laut aktueller Polizeistatistik werden pro Tag etwa 50 Kinder (2014) sexuell misshandelt.
http://www.heute.de/gewalt-gegen-kinder-40-faelle-von-missbrauch-oder-misshandlung-pro-tag-38524332.html

Auszug:
Zwei Kinder sterben jede Woche in Deutschland, weil sie Opfer von Gewalt oder vernachlässigt wurden. 40 Kinder werden jeden Tag sexuell missbraucht oder misshandelt. Gewalt gegen Kinder ist nach der aktuellen Polizeistatistik zwar leicht rückläufig, doch Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. "Täglich wurden fast 50 Kinder misshandelt oder sexuell missbraucht (in 2014, Anm.d.Autorin). Und das sind nur die bekannt gewordenen Fälle", sagte BKA-Präsident Holger Münch. Experten gehen von einem großen Dunkelfeld aus. "Gewalttaten müssen zur Anzeige gebracht werden - wer schweigt, macht sich schuldig", forderte Münch.“

Im Jahr 2013 waren es noch 33 Kinder pro Tag:
http://www.stern.de/panorama/sexueller-missbrauch-geschieht-jeden-tag-um-uns-herum-2177831.html

Auszug:
„Wir haben in den vergangenen Jahren so viel über sexuellen Missbrauch und Missbrauchsabbildungen, also Kinderpornographie, gehört und gelesen, dass man eigentlich meint, alles zu wissen. Das Thema ist so gespenstisch, dass man damit auch nichts zu tun haben will. Sexueller Missbrauch aber geschieht jeden Tag um uns herum. 2013 wurden täglich 33 Fälle sexuellen Missbrauchs angezeigt - ein Fall alle 48 Minuten. Und wir wissen, die meisten Taten werden gar nicht angezeigt. Das bedeutet, Täter und Täterinnen sind um uns herum, sie sind unsere Nachbarn und unsere Kollegen, wir wissen aber nichts von ihnen und wollen auch nichts wissen. Sich auszudenken, was wäre wenn: Diese Gedanken denken wir nicht zu Ende. Wir reden uns ein: Dies passiert nicht in meiner Familie, nicht in meinem Job, nicht in meiner Schule. Aber wir müssen darüber sprechen, wir dürfen da nicht herumdrucksen. Wir müssen der Heimlichtuerei, die ein wichtiger Nährboden für sexuellen Missbrauch ist, den Boden entziehen. Jeden Tag aufs Neue. Das ist anstrengend, aber notwendig.“

Jeden Tag, jede Stunde um uns herum.

Die EMMA schrieb schon sehr früh - 1978 zum ersten Mal - über dieses Tabuthema:
http://www.emma.de/artikel/sexueller-missbrauch-264637
http://www.emma.de/thema/sexueller-missbrauch-111251


Heißt, gesprochen u. geschrieben wird seit mehr als 37 Jahre über sexuelle Gewalt an Kindern. Öffentlich sollte es kein Tabu Thema mehr sein. Ist es aber leider immer noch. Es gab bei unseren PolitikerInnen lange Diskussionen, ob die Stelle der Missbrauch Beauftragten überhaupt weiter erhalten bleibt. Alleine, dass es hinterfragt wurde ist schon haarsträubend.

Ich finde es skandalös u. erschreckend dass unsere Kinder weiterhin jede Stunde in deutschen Familien sexuelle Gewalt erleiden.

Während wir also zur Arbeit gehen, im Cafe sitzen, einkaufen, Briefe schreiben, im Internet surfen,  im Garten arbeiten, mit den Kindern auf dem Spielplatz sind... wird in unserer unmittelbaren Nachbarschaft ein Kind sexuell misshandelt.

Setzt ihr euch ganz persönlich mit diesem Thema auseinander? Sprecht ihr mit Freunden, Nachbarn, Verwandten darüber woran zu erkennen ist, wenn ein Kind so ein furchtbares Leid durchmacht? Kennt Ihr die Anzeichen, die Hinweise die Kinder in ihrer Not senden?

Wir alle sind gefordert uns schlau zu machen, uns beraten zu lassen, Anlaufstellen in u. auswendig zu kennen, die Augen u. Ohren offen zu halten u. das Schweigen u. die Heimlichtuerei zu durchbrechen

Hier einige Links:
http://www.innocenceindanger.de/
http://www.hilfeportal-missbrauch.de/startseite.html
http://www.fonds-missbrauch.de/
http://www.kein-raum-fuer-missbrauch.de/
http://www.trau-dich.de/

http://www.wildwasser.de/

Zum Wochenende mal wieder eine der schönen Glossen von Luise F. Pusch:
http://www.fembio.org/biographie.php/frau/comments/herrenlose-damenunterwaesche-gesichtet/

Auszug:
„Die Deutschen gelten bekanntlich als steif und humorlos. Zum Glück hilft uns unsere deutsche Männersprache, reichlich unfreiwilligen Humor zu produzieren. ‚Ein Rätsel um herrenlose Damenunterwäsche beschäftigt die Polizei im Main-Tauber-Kreis.‘  „Wer seine Höschen oder BHs vermisst, soll sich bei der Polizei melden“  - was für ein Satz! Leider war der Titel meiner Glosse schon vergeben, sonst hätte ich diese Perle deutschen Humors als Überschrift gewählt.“

Euch ein fröhlich entspanntes Wochenende
und liebe Grüße
Violine

02.10.2014 um 14:56 Uhr

Sexueller Missbrauch (Odenwaldschule) - Wie geht es nun weiter?

Hallo Ihr Lieben!

Oh nicht schon wieder.
Das wissen wir doch alles. Ja natürlich war es schlimm. Aber wozu noch in der Vergangenheit wühlen. Das ändert auch nichts mehr...Und überhaupt ist es eine Zumutung, sich das schon wieder anzusehen.

Unsere Gesellschaft möchte unterhalten werden.
Aber bitte keine weiteren Missbrauchsberichte.
Das ist ja nicht auszuhalten...

Fragt die Opfer/Betroffenen, was es bedeutet, jahrzehntelang - nicht nur etwa zweimal im Jahr im Fernsehen - sexuelle Gewalt aushalten zu müssen.

Wie ist es möglich, dass das Thema sexueller „Missbrauch“ immer noch vehement aus dem Alltag unserer Gesellschaft u. dem politischen Tagesgeschäft ausgeklammert wird?

Am Mittwoch(1.Oktober) lief der Film „Die Auserwählten“ in der ARD als Themenabend Kindesmissbrauch, mit anschließender Diskussionsrunde bei Anne Will.
http://www.daserste.de/unterhaltung/film/themenabend-kindesmissbrauch/index.html
http://www.emma.de/artikel/die-auserwaehlten-und-die-bittere-wahrheit-317797

***Trigger-Warnung für Betroffene/Opfer***
Die Tatdetails werden benannt, bitte Vorsicht beim Lesen!


EMMA sprach (nicht nur) letztes Jahr mit den Betroffenen:
http://www.emma.de/artikel/das-grosse-vertuschen-312937

Auszug:
„Ich bin 1981 mit zwölf Jahren auf die Odenwaldschule gekommen und war von 1982 bis 1985 in der „Heimfamilie“ von Gerold Becker. In diesen drei Jahren habe ich ungefähr 400 Übergriffe erlebt. Da war das ganze Spektrum dabei. Von einfach an mir rumfummeln und mich küssen über mir den Kiefer aufzwängen und mir die Zunge in den Mund schieben bis zu nächtlichen Überfällen. Und ich bin davon wach geworden, dass er mir wie ein Geisteskranker am Schwanz gelutscht hat. Ich dachte: Der reißt mir den jetzt ab! Wenn ich mich weggedreht habe, ist er von oben auf mich drauf und hat mich festgehalten. Das war ein Vergewaltigungs-Szenario. Und ich wusste drei Jahre lang nicht: Wann passiert es wieder? Es konnte ja überall passieren: Nachts in meinem Bett, morgens beim Aufstehen, unter der Dusche, in seiner Küche, in seinem Schlafzimmer. Ich wusste nicht, wann es passiert, aber ich wusste: Es passiert! Und zwar mit hoher Wahrscheinlichkeit heute noch. Das ist das Brutale: Mein Alarmsystem ist in dieser Zeit so geschult worden, dass ich das bis heute nicht abstellen kann.“

***Trigger-Warnung wieder aufgehoben für Betroffene/Opfer***

Und weiter sagt Andreas Huckele im EMMA-Interview:
„Dann haben wir 1999 eine Zeitung gesucht, die die Sache öffentlich macht. Wir haben Jörg Schindler von der Frankfurter Rundschau gefunden, der den Artikel „Der Lack ist ab“ geschrieben hat. Und in dem steht eigentlich schon alles drin.
An dem Morgen, als der Artikel erschien, dachten wir: Jetzt geht’s los. Jetzt kommt alles raus! Aber es ist nichts passiert! Keine Anrufe von Schulfreunden, kein Journalist, nichts! Wir waren fassungslos. Es gab allerdings Gespräche mit meinem ehemaligen Klassenlehrer, der vor Zeugen gesagt hat: „Was wollen die zwei Arschlöcher überhaupt?“


EMMA berichtete schon 1978 das erste Mal über sexuellen „Missbrauch“, damals noch unter Inzest bekannt oder eher mit dem Mantel des Schweigens verhüllt:
http://www.emma.de/artikel/sexueller-missbrauch-das-verbrechen-ueber-das-niemand-spricht-264278
http://www.emma.de/artikel/ich-klage-264277


In der EMMA finden sich regelmäßige Artikel zum sexuellen „Missbrauch“:
http://www.emma.de/artikel/sexueller-missbrauch-264637
http://www.emma.de/artikel/falsche-kinderfreunde-263497
http://www.emma.de/artikel/paedophilie-zur-leugnung-der-machtverhaeltnisse-265158


http://www.aliceschwarzer.de/artikel/sexueller-missbrauch-wie-es-geschehen-kann-265064


Auszug:
„Der Missbrauch ist keine Erfindung der katholischen Kirche - auch die "Sexuelle Revolution" hat eine fatale Rolle gespielt. Und Feministinnen reden seit über 30 Jahren gegen taube Ohren.

Nein, der sexuelle Missbrauch von Kindern ist keine Erfindung katholischer Patres. Und er hat auch nichts mit dem Zölibat zu tun. Allein in Deutschland werden nach Schätzung des Kriminologischen Instituts Hannover Jahr für Jahr etwa eine Million Kinder missbraucht, in neun von zehn Fällen sind es Mädchen. Und drei der vier Täter sind keine bösen Fremden oder Lehrer, sondern es ist der eigene Vater, Onkel, Nachbar. Ja, und 98,5 Prozent der Täter sind laut Bundeskriminalamt Männer – die 1,5 Prozent Frauen sind in der Regel Mittäterinnen.

Sexueller Missbrauch ist überall da möglich, wo Männer mächtig und Kinder ohnmächtig sind. In geschlossenen Welten, in denen der Vater (Pater, Lehrer) das Gesetz macht. Das gilt für Familien, die sich abschotten, ebenso wie für Internate, egal ob christlich, weltlich oder gar besonders fortschrittlich, wie wir am Beispiel der Reformschule Odenwald sehen.“


Um genau diese „geschlossenen Welten/Systeme“ ging es auch in der o.g. Diskussion bei Anne Will. Im Gespräch wurde erneut deutlich wie hilflose Kinder/Abhängige gleichgestellt wurden mit Erwachsenen, sprich den TäterInnen, durch die damalige (Reform-)Pädagogik der „Sexualität auf Augenhöhe“.

Die Odenwaldschule scheint nicht viel dazu gelernt zu haben. Der Schutz der Schule steht weiterhin über dem Schutz des Kindes.

Etwas anders sieht es inzwischen bei der Katholischen Kirche aus. Auch wenn deren Mühlen langsam malen sind die Ansätze vielversprechend u. auch ernst gemeint. Allerdings macht es den Anschein als wenn jede Diözese das recht eigenmächtig regelt. Es ist wohl auch das erste Mal, dass ein Bischof im Vatikan unter Hausarrest steht. Die in Auftrag gegebene Studie über Missbrauch in katholischen Einrichtungen(ab ca. 1950) wurde nach dem ersten Desaster einer unabhängigen Kommission übergeben. Wie weit es mit der Transparenz aussieht werden wir dann noch merken.

Doch ist weiterhin der Bund gefragt zu handeln u. nicht erst zu reagieren, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist u. dann auch nur mit verschleppten Maßnahmen. Als wenn nicht schon seit Jahrzehnten bekannt wäre, welches furchtbare Leid Kinder in Familien oder Institutionen erleiden. 

Missbrauchsbeauftragter Röhrig hat unlängst seine Agenda 2014 - 2019 vorgestellt u. fordert erneut politisches Handeln:
http://beauftragter-missbrauch.de/course/view.php?id=31#pressemitteilung_140429

Auszug:
„Es braucht Tempo und Ausdauer zugleich, wenn wir den zig-tausendfachen Missbrauch an Mädchen und Jungen in den kommenden Jahren besser verhindern und den Betroffenen schneller helfen wollen. Wir müssen davon ausgehen, dass die Fallzahlen leider weiterhin hoch sind. Das Netz aus Prävention und Hilfen muss in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Ich appelliere deshalb an alle gesellschaftlich Verantwortlichen, die mit Kindern und Jugendlichen umgehen, ihr bisheriges Engagement zu steigern. Die Aufarbeitung von Kindesmissbrauch kann nicht allein Betroffenen, Institutionen oder den Medien überlassen bleiben“, betonte Rörig. Es gäbe noch viele unausgesprochene und verdrängte Missbrauchstaten der Vergangenheit. Politik und Gesellschaft müssten bereit sein, sich diesen Fragen zu stellen.“

Viele Menschen können nicht nachvollziehen, wieso z.B. Kinder nichts gesagt haben oder erst nach vielen Jahren über die sexuelle Gewalt sprechen können.

Über die Folgen habe ich bereits an anderer Stelle geschrieben, deshalb lest bitte dort nach:
http://www.blogigo.de/Frauen_bewegen_Frauen/Sexueller-Missbrauch-und-die-Folgen-fuer-die-Betroffenen/280/

Je mehr Hürden u. Erschwernisse den Betroffenen/Opfern in den Weg gelegt werden um angemessene Therapie und Unterstützung zu erhalten, desto schlimmer können sich die Folgeschäden sexueller Gewalt ausweiten.

Je weniger offen u. transparent über Ursachen u. Prävention gesprochen wird desto eher rutscht das „Verbrechen über das keiner spricht“ wieder ab in die Tabu-Schublade.

Aus diesem Grunde appelliere ich an jeden Menschen sich schlau zu machen u. sich mit diesen „geschlossenen Systemen“ auseinander zu setzen, die sexuelle Gewalt an Kindern in Familien u. Institutionen begünstigt u. erst möglich macht.

Nur durch Wissen, Klarheit u. offene Augen schützen wir Kinder.

Zum Wochenende mal ein wenig leichte Kost aus dem Britblog zu dieser Schotten/Vereinigtes Königreich Geschichte, die uns unlängst umtrieb, ganz besonders die Medien. Was wäre wenn und überhaupt, wie groß oder eher klein wäre England dann und und und...jaja, ist doch schon erledigt. Trotzdem recht interessant. ;-)
http://britblog.blog.de/2014/09/12/vereinigtes-koenigreich-19388903/

Auszug:
„Eine der vielen Fragen, die sich im Zusammenhang mit einer möglichen Unabhängigkeit Schottlands aufdrängen ist, wie das Vereinigte Königreich dann heißen wird. Im Moment heißt es nämlich offiziell: "Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland". Bleibt das so? Wird das anders? Vielleicht muss ich zur näheren Erklärung etwas weiter ausholen, denn es gibt da ein paar Begriffe, die (außerhalb des Vereinigten Königreiches - hier weiß man das ganz genau) oft als austauschbar verstanden werden, sind sie aber nicht.“

Jetzt wünsche ich Euch ein entspanntes Wochenende
und liebe Grüße
Violine

08.09.2014 um 11:55 Uhr

Sexueller „Missbrauch“ - Das Schweigen brechen - Rotherham „City of Shame“

Hallo Ihr Lieben!

Es ist kaum zu fassen.
Eine komplette Stadt in England u. alle zuständigen Behörden haben aus Angst vor Rassenunruhen die systematische Vergewaltigung von Minderjährigen geduldet u. vertuscht.

Nicht nur das.
Die betroffenen 11-12jährigen Mädchen/Opfer wurden wegen „Trunkenheit" ins Gefängnis gesteckt. Die Täter nicht beachtet. Beweise wurden ignoriert. Vergewaltigung von Minderjährigen zu „Geschlechtsverkehr in beiderlei Einverständnis“ erklärt.

Es kommt noch schlimmer.
Sexualverbrechen, Massenvergewaltigungen, Zuhälterei u. Bedrohung von Minderjährigen durch pakistanische Männerbanden wurden 15 Jahre lang wissentlich geduldet.
http://www.welt.de/vermischtes/article131646340/Vergewaltigt-geschlagen-mit-Benzin-uebergossen.html

Auszug:
„Über Tausend Mädchen sind im englischen Rotherham jahrelang sexuell missbraucht worden. Die aus Pakistan stammenden Täter wurden geschont. Hatten die Behörden Angst, als rassistisch zu gelten?

Anders ausgedrückt: Dort ging die Angst um, dass die Beschuldigung der pakistanischen Minderheit in Rotherham als Rassismus-Bumerang zurückkommen und zu Spannungen mit den Einwanderern führen könnte.

Die andere Antwort lautet, dass im Stadtrat von Rotherham offenbar ein sexistisches, frauenfeindliches Klima herrschte.

"Es gibt Fälle von Kindern, die mit Benzin übergossen und bedroht wurden, angezündet zu werden. Die brutale Vergewaltigungen ansehen mussten und denen mit dem Tod gedroht wurde, sollten sie jemandem etwas sagen. Mädchen, kaum älter als elf Jahre, wurden von einer riesigen Zahl männlicher Täter vergewaltigt." Die Gangs schleusten ihre Opfer durch das ganze Land, Massenvergewaltigung und Folter fanden statt, sie setzten die Kinder unter den Einfluss von Alkohol und Drogen.“


Da fragt frau/man sich wirklich wie das geschehen konnte? Ganz besonders nach den allseits bekannten Missbrauchsfällen in Instituten u. kirchlichen Einrichtungen.
http://derstandard.at/2000005209430/Rotherham-Angst-vor-Rassismusvorwuerfen-ermoeglichte-Missbrauch

Auszug:
„Seit der Veröffentlichung eines Berichts über hunderte Vergewaltigungen und Fälle von Zwangsprostitution gehen in England die Wogen hoch: Wie kann es sein, dass die Behörden den eindeutigen Hinweisen nicht nachgingen?“

Zu Recht fragt sich Sibylle Berg im Spiegel „Wie kann die Angst, rassistisch zu gelten, größer sein als die Sorge um Kinder und Jugendliche?“
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/rotherham-sibylle-berg-ueber-missbrauchsskandal-a-989627.html

Auszug:
„Sind eigentlich alle verrückt geworden? Oder warum haben viele Angst davor, aus Gründen der politischen Korrektheit die Wahrheit zu sagen? Vergewaltiger sind Vergewaltiger - egal welche Religion sie haben.“

Jetzt kommen sicher wieder die angerannt, die sagen, ja aber bei uns kann so was nicht passieren. Wo wir doch jetzt einen Missbrauchsbeauftragten haben und überhaupt. Müssen wir das alles schon wieder diskutieren?

Ja, sollten wir. Unbedingt!
Auch wenn in Deutschland an der Aufklärung gearbeitet wird, ändert es nichts daran, dass sexueller „Missbrauch“ ein gesellschaftliches Problem, nein, ein Politikum ist.

Denn solange sexuelle Gewalt an Kindern u. auch Frauen nicht von Regierung, Behörden, Justiz, Institutionen, Kirchen, der ganzen Gesellschaft geächtet wird, werden Kinder weiterhin schutzlos ausgeliefert bleiben.

Wie kann es möglich sein, frage ich mich, dass Sexualstraftäter z.B. in kirchlichen Einrichtungen straflos versetzt wurden in der Vergangenheit u. selbst heute noch nicht angeklagt sind(Verjährungsfristen)?

Wie kann es sein, dass mehrmals vorbestrafte, als gemeingefährlich eingestufte u. unheilbare Pädokriminelle/Kinderschänder Freigang bekommen(neue Opfer nach jedem Freigang)?

Wie ist es möglich, dass ein Großteil der Bevölkerung nur dann kurz aufschreckt, wenn mal wieder so ein „Fall“ von familiärer sexueller Gewalt u. schlimmster Vernachlässigung von Kindern in den Medien auftaucht, aber ansonsten nur noch ein müdes Gähnen kommt?

Wieso gibt es keine Empörung darüber in unserer Gesellschaft, dass der Missbrauchsbeauftragte nun seit drei Jahren den Ländern hinterher rennen muss - die wollen nicht zahlen - um die zugesicherten Gelder für den Fonds-Missbrauch zusammen zu kriegen?


Warum ist das Thema Sexueller „Missbrauch“, besser sexuelle Gewalt an Kindern, nicht auf der Tagesordnung der Regierung?

Wilhelm Röhrig, Missbrauchsbeauftragter, ist entsetzt über diese Ignoranz u. Verdrängung:
http://www.deutschlandradiokultur.de/kindesmissbrauch-eine-unendliche-geschichte-von-zumutungen.990.de.html?dram%3Aarticle_id=276788

Auszug:
„Viele wollen sich mit dem Thema nicht beschäftigen und sehen auch die Auseinandersetzung damit schon als Zumutung an. Das Thema wird nicht von alleine bearbeitet und es ist wichtig, dass wir einen Motor haben, der dieses Thema auf die politische Tagesordnung setzt. Ich hatte schon an der einen oder anderen Stelle in der letzten Legislaturperiode den Eindruck, dass auch gebremst wurde.“

Wirtschaft, Militär, Außenpolitik sind rund um die Uhr auf der Tagesordnung.
Wie die strukturelle sexuelle Gewalt an Kindern generell in Deutschland verhindert werden kann - nichts, gar nichts. Mit dem Einsetzen der Missbrauchbeauftragten - ohne Weisungs- u. Entscheidungsbefugnisse versteht sich - scheint das alltäglich verübte Leid an den den Kindern vergessen zu sein.

Genau aus diesem Grund spreche ich das Thema ich in meinem Blog immer wieder an, damit es eben nicht in Vergessenheit gerät.

Was können wir also tun um das System des Schweigens u. Ignoriens zu durchbrechen?

Es gibt das Hilfsportal für Betroffene vom Missbrauchsbeauftragten:
http://www.hilfeportal-missbrauch.de/startseite.html
(Hilfsportal des Missbrauchsbeauftragten)

Der Opferverband NetzwerkB kritisiert auch diese Ignoranz u. setzt sich für Betroffene ein:
http://netzwerkb.org/2013/12/29/fur-die-opfer-hat-sich-nichts-verbessert/

Wer noch mehr Infos möchte kann sie auch hier finden:
http://www.gegen-missbrauch.de/verein

Die Polizeiliche Stelle für Kriminalprävention der Länder u. des Bundes haben eine spezielle Seite eingerichtet zusammen mit dem Weißen Ring:
http://www.missbrauch-verhindern.de/

Schon seit 1987 schreibt die EMMA über das Wegsehen bei sexuellem „Missbrauch“:
http://www.emma.de/artikel/sexueller-missbrauch-264637
http://www.emma.de/kampagnen/grosse-themen-sexueller-missbrau/
http://www.emma.de/ressorts/artikel/missbrauch-inzest/editorial-missbrauch/
http://www.aliceschwarzer.de/artikel/sexueller-missbrauch-die-fruehe-brechung-265012


An all diese Stellen könnt Ihr euch wenden, nachfragen, nachhaken u. ja, nerven! Denn nur wenn wir - das Volk - diesen Missstand laut anprangern ändert sich was.

Nun wünsche ich Euch einen guten Wochenbeginn
u. alles Liebe
Violine

10.06.2014 um 07:22 Uhr

Das schutzlose Kind

Hallo Ihr Lieben!

Es ist erneut passiert.
Immer wieder erfahren wir dass vorbestrafte Pädokriminelle trotz vermeintlicher „Heilung“ das nächste Kind vergewaltigen, z.B. während eines Hafturlaubs.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/sicherungsverwahrung-freigaenger-soll-13-jaehrige-missbraucht-haben-a-973408.html

Auszug:
„Reinhard R. wird als hochgefährlich eingestuft - trotzdem bekam er Freigang aus der JVA Lingen genehmigt. In der Zeit soll er eine 13-Jährige missbraucht haben. Nun ist er auf der Flucht - die Kritik an Ermittlern und Politik wächst.“

Der laxe Umgang mit vorbestraften Pädokriminellen ist eine bewusste Bedrohung von Kindern, die geschützt werden müssen! Diese verurteilten Täter haben ganz bewusst wehrloses Kinderleben zerstört aus niedrigsten Beweggründen u. werden nun wieder, dank unserer Justiz in die  Gesellschaft „integriert“

Hier werden Kinder verraten, die Schwächsten in unserer Gesellschaft!

Der Täter hat mit seiner Tat die Entscheidung getroffen. Warum also müssen die Opfer damit leben?! Der Täter hat sich damit glasklar gegen die Menschlichkeit, gegen die Menschen gestellt.

Die Justiz, bzw. die Regierung kann diese klare „Ansage“ nicht ignorieren u. die uneingeschränkte  Freiheit für Pädokriminelle im Auge haben.

Pädophilie ist nicht heilbar!

Wenn ein Mensch solch eine Tat begeht hat er m.E. seine Menschlichkeit verloren. Weshalb sollte so ein Unmensch wieder integriert werden, wenn ihm schutzwürdiges Leben egal ist?

Wie viele Kinder müssen noch für ihr ganzes Leben traumatisiert werden, bevor endlich das Recht auf Unversehrtheit, der Opferschutz vor dem Täterschutz steht?!

Zum Thema Pädophilie u. Missbrauch hier nun einige wertvolle Infoseiten:
http://www.aliceschwarzer.de/artikel/sexueller-missbrauch-emanzipiert-paedophilie-265011
http://www.emma.de/artikel/falsche-kinderfreunde-263497
http://www.emma.de/artikel/sexueller-missbrauch-264637
http://www.emma.de/artikel/daniel-cohn-bendit-ich-hatte-lust-264015
http://www.emma.de/artikel/sicherungsverwahrung-und-das-schmerzensgeld-fuer-die-opfer-265916
http://www.emma.de/artikel/von-heilung-kann-selten-die-rede-sein-265776
http://www.emma.de/artikel/sicherungsverwahrung-bundesverfassungsgericht-urteilt-pro-taeter-265592
http://www.emma.de/artikel/schweiz-berufsverbot-fuer-paedosexuelle-317013
http://www.emma.de/artikel/der-justizminister-die-kinderfreunde-316827


Gut dass heutzutage offen darüber gesprochen wird.
Gut dass es eine Menge Hilfssysteme gibt.
Gut dass das Schweigen ein Ende hat.

Es ist dringend nötig dass ein Umdenken statt findet, welches die Unversehrtheit der Kinder an erster Stelle sieht u. nicht die „Freiheit“ der Täter.

Ich wünsche Euch eine gute Woche
und liebe Grüße
Violine

02.06.2014 um 17:50 Uhr

Nun also Hollywood - Der Vorhang ist gerissen

Hallo Ihr Lieben!

Eine unlängst bei „Ask Alice“ gestellte Frage hat mir erneut deutlich gemacht wie wichtig Klarheit im Leben ist. Wie ist meine Haltung zu Menschen, die Gewalt verharmlosen? Wie sind sexuelle Gewalt, Opfer und Täter einzuordnen, wenn diese noch viel mehr Lebensbereiche durchziehen als gedacht? Was können wir tun? Mit den Schultern zucken? Oder aktiv Haltung beziehen?

Worum es geht:
Der Regisseur des nunmehr angelaufenen neuen X-Men Films wird der systematischen sexuellen Gewalt an Jungen bezichtigt u. die Klageschrift ist mehr als erschütternd.

Eine Leserin der EMMA-online fragt sich, was tun:
http://www.emma.de/artikel/ask-alice-welche-filme-duerfen-wir-noch-sehen-317071

Auszug:
„Liebe Alice, meine Freundinnen und ich stehen vor folgender Entscheidung: Wir alle mögen die X-Men-Filme sehr und haben uns riesig auf den neuen Teil gefreut - bis die Vorwürfe bezüglich der Vergewaltigung um den Regisseur Bryan Singer laut wurden. Filme von Woody Allen & Co. schauen wir aus Prinzip nicht und es ärgert uns, dass es immer noch SchauspielerInnen gibt, die trotz allem mit Woody Allen Filme drehen. Nun wissen wir nicht, ob wir uns den neuen X-Men-Film ansehen oder ihn boykottieren sollen. Wie würdest Du entscheiden?“

Die Antwort von Alice Schwarzer entspricht meiner Haltung. Filme von Woody Allen u. Polanski boykottiere ich schon lange.

Nach einiger Recherche bin ich nun fündig geworden. Ein Blog im Internet hat die Klage dort ins Deutsche übertragen mit entsprechender Quellenangabe:
http://criticomblog.wordpress.com/2014/05/13/x-men-regisseur-bryan-singer-angeklagt-minderjahrigen-missbraucht-zu-haben/

Auszug:
„Laut der vor einem Bundesgericht in Hawaii eingereichten Klage war der Kläger Michael Egan, der in einer Pressemitteilung seiner Anwälte genannt wurde, 17 Jahre alt, als er von Singer unter anderem gewaltsam sodomisiert wurde, so die Vorwürfe.

Die Klage behauptet, daß das als »M & C Estate« bekannte Haus oft der Ort von »berüchtigten Partys« war, wo erwachsene Männer angeblich männlichen Kindern nachstellten (preyed on young boys).

Laut der Klage war Egan ein Model und angehender Schauspieler. Die Dokumente behaupten, daß Singer Egan auf einer solchen Party erklärte, daß »die Erwachsenen, die im ›M & C Estate‹ wohnten oder es aufsuchten, Hollywood kontrollierten und entscheiden können, ob die Berufswünsche und Hoffnungen des Klägers realisiert werden würden« und daß er auch dabei war, als Egan gewarnt wurde, diese Männer »bei Laune« zu halten (to keep those men »happy«) oder er und seine Familie seien in Gefahr.“

Wie schlimm diese „Partys" sind u. die systematische sexuelle Gewalt in Hollywood tatsächlich geht, wird in einem weiteren Artikel ausgeführt. Hier zu finden:
https://criticomblog.wordpress.com/2014/05/16/hollywoods-sexualstraftaterproblem-eskaliert/
(in deutsch übersetzt)

http://newsbusters.org/blogs/michelle-malkin/2014/05/06/column-hollywoods-sexual-predator-problem-explodes
(englischer Originaltext)

Wir erinnern uns an den Fall von Jimmy Savile, dem BBC-Moderator, der jahrzehntelang ungestraft Kinder u. Jugendliche missbraucht hat. Seine Popularität hat ihn geschützt.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-03/bbc-missbrauch-jimmy-savile

Es gibt noch andere, die wegen ihrer Berühmtheit scheinbar unantastbar waren:
http://www.rp-online.de/panorama/ausland/promi-moderator-rolf-harris-wegen-missbrauchs-vor-gericht-aid-1.4230753
http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article122299233/Rockstar-Ian-Watkins-36-gesteht-Baby-Missbrauch.html

Auch die Opfer sprechen endlich:
http://www.gala.de/stars/news/corey-feldman-anklage-gegen-hollywood_1011597.html
http://www.dw.de/adoptivtochter-wirft-woody-allen-sexuellen-missbrauch-vor/a-17403686


Wie gehen wir mit solchen Informationen um? 

Inzwischen wissen wir dass Pädophilie nicht heilbar ist! Die Betroffenen können Kinder nur vor sich selber schützen indem sie sich von Orten an denen sie auf Kinder treffen könnten, tunlichst fern bleiben sollten.

Im o.g. Fall wissen wir nicht, ob der Regisseur den Kindern aus seinen anderen Filmen nicht auch sexuelle Gewalt angetan hat.

Ich für meinen Teil werde ganz bestimmt nicht in solche Kinofilme gehen oder mir DVD‘s besorgen, denn damit unterstütze ich indirekt die Täter.

Leider befürchte ich dass uns nunmehr der nächste Topf um die Ohren fliegt. Systematische sexuelle Gewalt an Minderjährigen. Zuletzt in Kirchen, Internaten, Sportvereinen, Schulen u. seit Jahrzehnten in Familien Alltag.

Alice Schwarzer nannte das mal in einen ihrer Artikel „Gewalt in geschlossenen Systemen“. Die Familie ist so ein geschlossenes System. Nichts dringt nach außen. So wie in kirchlichen Einrichtungen. Und nun also auch in Hollywood.

Das einzig Gute an der Sache:
Das Schweigen hat ein Ende.
Der Vorhang ist gerissen.

Für die neue Woche wünsche ich Euch
viel Kraft und liebe Grüße
Violine

23.05.2014 um 07:41 Uhr

Volksabstimmung - zum Wohl für Kinder

Hallo Ihr Lieben!

Sie haben es wieder geschafft.
Eine Volksabstimmung zum Wohl für Kinder.
Das Volk hat entschieden.
Die Schweizer Regierung muss nun handeln.

Pädokriminelle werden ab jetzt daran gehindert
beruflich mit Kindern in Kontakt zu kommen.
Die Schweiz zeigt uns wie es geht.
http://www.emma.de/artikel/schweiz-berufsverbot-fuer-paedosexuelle-317013

Auszug:
„Zwei von drei SchweizerInnen haben mit Ja gestimmt: Sie wollen, dass pädophile Straftäter ihr ganzes Leben lang nicht wieder mit Kindern arbeiten dürfen. Das von der Genferin Christine Bussat initiierte Volksbegehren gehört mit 63,5 Prozent Ja-Stimmen zu den erfolgreichsten in der Geschichte der Schweiz.

Die Schweizer Regierung muss also nun ein Gesetz formulieren, das dem klaren Votum der Bevölkerung Rechnung trägt: „Personen, die verurteilt werden, weil sie die sexuelle Unversehrtheit eines Kindes oder einer abhängigen Person beeinträchtigt haben, verlieren endgültig das Recht, eine berufliche oder ehrenamtliche Tätigkeit mit Minderjährigen oder Abhängigen auszuüben."

Und weiter aus dem o.g. Artikel:
„Das Verdikt ist klar: Es ist nicht einzusehen, warum verurteilte Sexualstraftäter nach Verbüßung ihrer Strafe Tätigkeiten ausüben sollen, die sie wieder in Kontakt mit Kindern bringen.“ Denn: „Pädophilie ist nicht heilbar.“ Das Maximum, das Therapie erreichen kann bei Männern , die Kinder begehren, ist deren Bereitschaft zur Selbstkontrolle. Dazu gehört, dass Pädophile sich von Orten mit Kindern fernhalten.“

In Deutschland werden Unsummen an Steuergeldern ausgegeben um Sexualstraftäter im Auge zu behalten. 24-Stunden Rundumüberwachung zum Schutz für Kinder.
Ebenso hofft die deutsche Justiz solche nicht heilbaren Pädophilen mit Fußfesseln unter
Kontrolle zu halten. Das so etwas nicht funktioniert ist erwiesen. 

Wieso verweigert die deutsche Regierung immer noch dem eigenen Volk über Volksentscheide/Volksabstimmungen mit zu entscheiden?

Wovor haben die Politiker solche Angst, dass sie immer wieder den im Grundgesetz verankertem Recht des Volkes durch Abstimmungen mit zu bestimmen einen Riegel vorschieben?

Ob es die Angst davor ist dass die scheinbare deutsche Demokratie in Wirklichkeit als Wirtschaftsdiktatur entlarvt werden könnte? 

In Deutschland werden politische Entscheidungen zusammen mit den Wirtschafts-Lobbyisten
getroffen. Das ist eine Tatsache. Mehr zum Thema findet Ihr auch hier:
http://www.blogigo.de/Frauen_bewegen_Frauen/Bestechliche-Abgeordnete-und-Wirtschaftsdiktatur-Wird/247/

Ich freue mich für die Schweizer Kinder, die nun auf jeden Fall mehr Schutz erleben
dürfen wie hier in Deutschland, wo immer noch der Täterschutz vor dem Opferschutz steht.

Zum Wochenende ein wenig luftige Kost:
http://www.blogigo.de/Zaubermantel/Eigentum/1068/

Auszug:
„Eine schöne Bibliothek im Wohnzimmer ist das größte Eigentum,
das man haben kann, mehr Eigentum gibt es nicht.“

Außerdem wieder eine amüsante Geschichte
aus dem geschätzten Britblog:
http://britblog.blog.de/2014/04/12/the-cupboard-under-the-stairs-18224859/

Auszug:
„Wir haben hier in England alle einen "Schrank unter der Treppe" - the cupboard under the stairs. Gibt's das in Deutschland auch? Vielleicht weniger verbreitet? Wüsste ich jetzt nicht.
In England sind die jedenfalls sehr verbreitet.“


Ich wünsche Euch ein entspanntes Wochenende
und liebe Grüße
Violine

21.03.2014 um 05:59 Uhr

Eine unendliche Geschichte...

Hallo Ihr Lieben!

Wegsehen und Weghören.
Verdrängen und Abwehren.
Kollektives Ausblenden und Ignorieren.
Der Bund macht es vor - wir folgen?

Das ist die Haltung - immer noch - die bei viel zu vielen Menschen vorherrscht, wenn es um das unangenehme Thema Kindesmissbrauch geht.

Doch dadurch ändert sich nichts, sondern die ganze Situation wird noch schlimmer.

Es wurde so einiges getan - das ist auch gut so - aber meistens dann, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und danach verschwindet das Problem wieder.

Das gar nichts gut ist und diese Ignoranz die Gewalt gegen Kinder eher noch fördert wird aus den den von mir zusammen gestellten Seiten mehr als deutlich.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/un-bericht-ueber-sexuelle-ausbeutung-von-kindern-gestohlene-kindheit-1.1910207

Auszug:
„Immer mehr Kinder werden Opfer sexueller Ausbeutung. Ein UN-Bericht kritisiert die dahinter stehende Industrie. Die Nachfrage steige weiter - "unterstützt durch ein Milieu aus sozialer Toleranz, Komplizenschaft und Straflosigkeit".

Johannes-Wilhelm Röhrig, der unabhängige Missbrauchsbeauftragte der Regierung ist empört über diese Haltung, die ganz besonders bei PolitikerInnen beliebt ist.
In einem Interview nimmt er Stellung dazu:
http://www.deutschlandradiokultur.de/kindesmissbrauch-eine-unendliche-geschichte-von-zumutungen.990.de.html?dram%3Aarticle_id=276788

Auszug:
„Die Bürger seien nicht bloß ahnungslos, wenn es um Kindesmissbrauch geht, sagt Johannes-Wilhelm Rörig. Der unabhängige Beauftragte kritisiert die Abwehr und die Verdrängung des Themas in der Gesellschaft.

Ich habe wirklich den Eindruck aus der Arbeit der letzten zwei Jahre, dass bei vielen Menschen starke Abwehrmechanismen, Verdrängungsmechanismen bei diesem Thema des sexuellen Kindesmissbrauchs einsetzen. Viele wollen sich mit dem Thema nicht beschäftigen und sehen auch die Auseinandersetzung damit schon als Zumutung an.

Das Thema wird nicht von alleine bearbeitet und es ist wichtig, dass wir einen Motor haben, der dieses Thema auf die politische Tagesordnung setzt. Ich hatte schon an der einen oder anderen Stelle in der letzten Legislaturperiode den Eindruck, dass auch gebremst wurde.
Gebremst wurde von wem? Von den betroffenen Institutionen oder auch von der Politik?
Von der Politik vornehmlich, würde ich sagen.„

Und weiter aus o.g. Link:
„Die Frage des ergänzenden Hilfesystems ist in meinen Augen inzwischen fast eine unendliche Geschichte von Zumutungen und Enttäuschungen für Betroffene. Ich muss das so hart formulieren. Es hatten sich im November 2011 drei Bundesministerinnen vor die Kameras gestellt und Betroffenen versprochen, dass schnell und unbürokratisch hundert Millionen Euro als ergänzende Hilfen zur Verfügung gestellt werden.

Bis heute sind erst 50 Millionen des Bundes zur Verfügung gestellt. Es ist ein sehr bürokratisches Verfahren, was auch von Betroffenen – aus meiner Sicht auch zu Recht – kritisiert wird. Da hat sehr viel Intransparenz geherrscht. Für mich ist das tatsächlich fast ein Beweis für ein politisches und administratives Versagen der letzten Jahre.

Ich habe den Eindruck, die Empfehlungen, die der Runde Tisch hier ausgesprochen hat, nämlich dass Beratungsstellen eine bessere personelle und finanzielle Ausstattung bekommen, und dafür sind die Kommunen und die Länder zuständig, dass diese Empfehlung noch gar nicht richtig zur Kenntnis genommen wurde von den Verantwortlichen.“


Zur Zeit wird noch über das Fortbestehen der Stelle des Missbrauchsbeauftragten in der Regierung diskutiert. Da geht es ja schon los. Ähnlich wie beim Hilfesystem selber.
Die dürfen jedes Jahr bangen, ob die „freiwilligen Leistungen der Länder“ weiter bewilligt werden. Damit steht u. fällt deren effiziente Arbeit mit Betroffenen/Opfern.

Ja, richtig gehört. Die Hilfesysteme werden nur über freiwillige Leistungen der Länder, Bußgelder u. Spenden finanziert. Der Bund will sich da nicht einmischen, sei nicht zuständig. Das sei das „Problem“ der Länder. Sind die Landeskassen leer können Betroffene/Opfer in die Röhre gucken.

Bisher gibt es keine bundesweite Regelung die eine verbindliche u. planungssichere Finanzierung der Hilfesysteme ermöglichen und das auf Kosten der Menschen, die Gewalt erleiden mussten.

Der Bund ist damit „Vorbild“ im Verdrängen und Abwehren von eigener Verantwortung
in unserer Gesellschaft.

Zu recht kritisiert Herr Röhrig dieses Ausbremsen seitens der PolitikerInnen.

Wird diese unendliche Geschichte des Verdrängens und Wegsehens in unserer Gesellschaft je aufhören?

Veränderung geschieht nur durch Bewegung.
Informieren. Austauschen. Weitertragen.
Wellen machen. Hinhören. Laut werden.
Das Boot der Ignoranz zum Kentern bringen.
An neue Ufer schwimmen.

Hier geht es zum Hilfsportal:
http://www.hilfeportal-missbrauch.de/startseite.html
(Hilfsportal des Missbrauchsbeauftragten)

Zum Wochenende möchte ich wieder aus dem
großen Reichtum kostbarer Gedanken einer guten
Freundin schöpfen: http://www.lhatara.de/31001.html

Auszug:
„Köche - Viele Köche verderben den Brei.
Und wenn  alle durcheinander reden,
versteht man sein eigenes Wort nicht mehr.
Ausreden lassen.
Ist das so schwer? Talkshows. Augenverdreh.
Da sitzen zwar keine Halsabschneider,
aber da sitzen lauter Wortabschneider.
Alles ins Lächerliche ziehen?
Die anderen erstmal kräftig durch den Kakao ziehen?
Nee, schade um den schönen Kakao.“


Ich wünsche Euch ein
wunderschönes Wochenende
u. liebe Grüße
Violine

17.01.2014 um 08:09 Uhr

Sexueller Missbrauch - Für die Opfer hat sich nichts verbessert

Hallo Ihr Lieben!

Optimistisch nach vorne blicken.
So die Worte des Missbrauch-Beauftragtem Johannes-W. Rörig.
Nachdem die Große Koalition die Stelle weiter bestätigt hat
und gezielte Verhandlungen über die Ausgestaltung der Stelle
für die kommenden Jahre in Planung sind.
Das macht Hoffnung!

In seinem Jahresabschlussbericht 2013 hat er deutlich betont, dass
es keine Entwarnung gäbe und die Regierung aufgefordert endlich
systematisch Ursachen, Ausmaß und Folgen von Missbrauch zu
untersuchen um eine gesellschaftliche Ächtung des Missbrauchs
zu erreichen. Umfassende Schutzkonzepte kommen immer
noch nicht zur Anwendung.

Ganz abgesehen davon, dass im Bereich des Hilfesystems
immer noch zu wenig erreicht worden ist, was auch auf den
strafrechtlichen Bereich zutrifft.

Zusammenfassend fordert der Missbrauchs-Beauftragte dem
Thema Missbrauch einen höheren Stellenwert beizumessen
in der Gesellschaft und besonders in der Politik.
Den ganzen Text könnt Ihr hier finden:
http://beauftragter-missbrauch.de/course/view.php?id=31#pressemitteilung_130829

Für die Betroffenen/Opfer hat sich also nicht viel verbessert.
Das schreibt auch der Opferverband NetzwerkB:
http://netzwerkb.org/2013/12/29/fur-die-opfer-hat-sich-nichts-verbessert/

Auszug:
„Der bisherige Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung,
Johannes-Wilhelm Rörig, betonte im Gespräch mit der 
Deutschen Presse-Agentur: „Die Gesellschaft nimmt das Thema
ernster als vor vier Jahren und setzt sich damit auseinander. Aber es gibt auch noch Abwehr und Verdrängung. Viele empfinden die Beschäftigung mit dem sexuellen Missbrauch noch immer als Zumutung.“ Rörig kritisierte die ausbleibende Länderförderung. „Ich bedauere, dass es dem Bund nicht gelungen ist, die Länder – mit Ausnahme Mecklenburg-Vorpommerns – mit einem guten Konzept zu überzeugen, sich zu beteiligen.“

Und weiter:
„Für Norbert Denef vom Opferverein netzwerkB hat sich
nichts getan: „Das ist alles Augenwischerei. Für die Opfer
hat sich nichts verbessert, das gesellschaftliche Verständnis
ist nach wie vor nicht da“, sagte Denef der dpa. Der 64-Jährige
macht seit Jahren auf die schwierige Situation von
Missbrauchsopfern aufmerksam, er wurde als Jugendlicher
selbst von Kirchenangehörigen missbraucht. Denef fordert
vom neuen SPD-Justizminister Heiko Maas, die
Verjährungsfristen bei Straftaten von sexuellem Missbrauch
ganz aufzuheben. Die Täter dürften nicht davonkommen.“


Dem muss ich leider zustimmen.
Die Betroffenen/Opfer leiden oftmals ein Leben lang unter
den Folgen der jahrelangen sexuellen Gewalt und die Täter
leben glücklich u. unbestraft bis zum Lebensende.
Dank der Verjährungsfristen.

Zu dem Thema Verjährungsfristen mal ein Artikel der taz
vom letzten Jahr:
http://www.taz.de/!115662/

Auszug:
„Opfer sexuellen Missbrauchs können jetzt länger als bisher
Schadenersatz für die Leiden einklagen. Diese Frist setzte der
Bundesrat am Freitag von bislang drei Jahren auf dreißig Jahre
hoch. Die Änderung ist ein Bestandteil des Gesetzes zur
Stärkung der Rechte von Opfern sexuellen Missbrauchs
(StORMG), das der Bundestag im März mit den Stimmen der
Koalition verabschiedet hatte.“


Dazu auch einige Infos von NetzwerkB zur Verjährungsfrist:
http://netzwerkb.org/2013/12/19/verjahrungsfrist-deutschland/
Und von einer Betroffenen/Opfer-Community:
http://www.derlangeweginslicht.de/verjaehrung.php

Betroffene/Opfer von sexueller Gewalt in der Kindheit
verdrängen sehr oft das Geschehene und die Erinnerungen
an die Gewalttat kann erst viele Jahre später zurück kommen.
Das ist eine völlig normale Schutzfunktion des Körpers,
bzw. des Gehirns, eine lebensbedrohliche Erfahrung abzuspalten
und Emotion u. Erinnerung getrennt im Gehirn abzuspeichern.

Erinnern sich Betroffene/Opfer an die Tat u. auch die TäterInnen
nach Jahren ist es sehr schwer entsprechende Hilfe zu bekommen.
Ganz zu schweigen davon darüber offen zu sprechen und die
TäterInnen anzuzeigen u. Entschädigungsleistungen einzufordern
oder therapeutische Unterstützung zu erhalten.

In unserer Gesellschaft wird zwar inzwischen darüber gesprochen
aber meist nur dann, wenn wieder „Fälle“ in den Medien
auftauchen, ansonsten bleibt das Schweigen bestehen.

1978 schrieb EMMA das erste Mal öffentlich darüber.
http://www.emma.de/artikel/sexueller-missbrauch-264637

Die Fälle Polanski und Woody Allen machen deutlich, dass
Sexualstraftäter in der Promiwelt weiterhin hoch geachtet, ja
sogar verehrt werden.

Die Ächtung von sexueller Gewalt an Kindern taucht nur bei
akuten Taten auf, ansonsten scheint kein Bewusstsein dafür
vorhanden zu sein.

Genau das macht es auch so besonders schwer für Betroffene/
Opfer Gerechtigkeit zu erfahren.

Da wird dann gerne „argumentiert“, dass es ja auch schon
so viele Jahre her ist und wieso so alte Kamellen wieder
hervor holen. So schlimm kann‘s ja nicht gewesen sein?

Abschließend möchte ich noch einen wichtigen Artikel
über die „Narben der Gewalt“ hervorheben:
http://www.emma.de/artikel/die-narben-der-gewalt-263557

Zum Wochenende nun wieder leichte Kost für Euch. :-)
http://www.blogigo.de/Zaubermantel/Elefantenohren/962/

Ich wünsche Euch ein erholsames Wochenende
und liebe Grüße
Violine

13.12.2013 um 07:19 Uhr

Wenn der Machtmissbrauch schon im Priesterseminar beginnt - Sexueller Missbrauch

Hallo Ihr Lieben!

Der nächste Versuch.
Der Vatikan versucht erneut sich mit dem Problem
des Kindesmissbrauchs in den eigenen Reihen
auseinander zu setzen.

http://de.radiovaticana.va/news/2013/12/05/franziskus_richtet_kinderschutz-kommission_ein/ted-753021

Auszug:
„Kardinal O´Malley nannte als mögliche Aufgaben der
Kommission: „Die Erstellung von Leitlinien zum Kinderschutz,
um Missbrauch vorzubeugen. Bildungsprogramme für Kinder,
Erwachsene und alle, die mit Kindern arbeiten, für Seminaristen,
Religionslehrer, auch Weiterbildung von Priestern. Protokolle 
für die Sicherheit des kirchlichen Raumes, Erarbeitung von
Verhaltensregeln, Eignungszertifikate fürs Priesteramt, 
Screening, Kontrolle des Strafregisterauszugs, psychiatrische 
Gutachten; Zusammenarbeit mit den zivilen Behörden (...)“


Doch wie sieht es wirklich unterm dem katholischen
Mäntelchen aus?
http://missbrauch-im-bistum-trier.blogspot.de/

Mich wundert gar nichts mehr wenn langsam ans Licht
kommt dass schon angehende Priester ihre sexuellen
Fantasien hemmungslos ausleben.
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/katholische-priesterausbildung-buch-von-daniel-buehling-a-932355.html

Auszug:
„Ich war gar nicht so sehr entsetzt über die Zustände als
über die Unverfrorenheit, mit der meine Mitbrüder sich
in der Doppelmoral eingerichtet hatten." Sprach er die
Betroffenen darauf an, wieso sie sich mit Strichern einließen
oder in der nächstgrößeren Stadt "Sahneschnittchen" und
"Frischfleisch" aufrissen, stieß er auf Unverständnis: "Stell
dich nicht so an, mach es dir nett und rede nicht drüber."
Diese Haltung zog sich laut Bühling bis in die Führungsebenen
hinein, wo kein Interesse bestand, psychisch labilen Studenten
Halt zu geben oder dem Treiben im Keller Einhalt zu gebieten.“


Buchempfehlung:
http://www.amazon.de/Das-11-Gebot-Wahrheiten-Priesterseminar/dp/3868833226

Die ganze Gewaltspirale auf Kosten u. Leben von
Kindern u. Jugendlichen wird hier nochmal sehr deutlich:
http://www.gegen-missbrauch.de/kirche
http://www.buerger-beobachten-kirchen.de/wirueberuns.html
http://www.buerger-beobachten-kirchen.de/sexualverbrechen/index.html
http://www.kirchenopfer.de/dieopfer/kindsmissbrauch/index.html


Alice Schwarzer nennt es die „frühe Brechung“.
http://www.aliceschwarzer.de/artikel/sexueller-missbrauch-die-fruehe-brechung-265012

Auszug:
„Es ist der schlimmste Verrat, den ein Erwachsener einem
Kind antun kann: die Zerstörung von Körper und Seele unter
dem Vorwand der Liebe. Und er hat lebenslange Folgen für
das Opfer.
Drei von vier Psychiatrie-Patientinnen und neun von zehn
Prostituierten sind missbraucht worden. Missbrauchte leiden
an zerstörtem Selbstwertgefühl, Angstzuständen, Depressionen,
Persönlichkeitsspaltungen; sie neigen zu Magersucht, Drogen,
Selbstverstümmelungen, Selbstmord.

Doch das vielleicht Allerschlimmste ist, dass die kindlichen
Opfer sich meist auch noch selbst für schuldig halten: für böse
Kinder, die es nicht besser verdient haben. Wie sollten sie auch
anders, wenn der allmächtige Vater sie wie ein Stück Dreck
behandelt, müssen sie ja schmutzig sein. Und wenn dann auch
noch die schützende Mutter versagt, dann kann das nur am Kind
selber liegen.“

Der Verrat am Kind.

Wir werden noch lange warten müssen, bis sich am System
der katholischen Kirche etwas ändern wird.
Zu festgefahren sind diese alten Muster der Macht.
Dazu bedarf es einer Reform.
Wer gibt schon gerne Macht ab.

Doch unsere Regierung könnte auch etwas tun.
Wie z.B. das Strafrecht über das Kirchenrecht zu stellen.

Es kann u. darf nicht sein, dass Sexualstraftäter mit dem
Mantel der Kirche geschützt werden.

Wie bereits an anderer Stelle geschrieben
http://www.blogigo.de/Frauen_bewegen_Frauen/Das-Schweigen-des-Vatikans-Sexueller-Missbrauch-katholischen/290/
wird systematisch vertuscht, Opfer zum Schweigen gezwungen
oder dafür bezahlt, Stillschweigen zu wahren.

Den Ruf der Kirche gilt es zu retten, nicht etwa
die Opfer zu schützen oder die Täter den zuständigen
Ermittlungsbehörden zu melden.

Das System des Schweigens.

Hilfreich wäre sicher auch die Kirche vom
Staat zu trennen. Denn noch gibt es die Sonderregelung,
dass der Bund die Kirchen subventioniert.

Außerdem. Wie sollte ein System, welches alles
daran setzt den eigenen Ruf höher zu schätzen als
das Wohl von Schutzbefohlenen u. dafür auch bereit ist
Straftaten zu decken, auf einmal geläutert sein u. die
eigenen Machtstrukturen radikal unter die Lupe zu nehmen?

Das Übel an der Wurzel ausreißen?
Davon kann ich bisher nichts erkennen.
So löblich auch die Schritte von Franziskus sind.
Sie reichen bei weitem nicht aus.

NetzwerkB setzt sich für Betroffene ein und lässt
sich den Mund auch weiterhin nicht verbieten:
http://netzwerkb.org/netzwerkb/

Zum Wochenende wieder etwas Ausgleichendes.:-)

http://www.blogigo.de/Zaubermantel/Mehr-als-alles-andere/927/

Zitat:
„Wenn man einen Menschen liebt, kann man ihn weit mehr
lieben, als alles andere und dann nochmal weit mehr, solange
bis das Lichtgeschwindigkeit erreicht hat und dann kann man
die anderen lieben.“

In diesem Sinne alles Liebe für Euch
u. ein entspanntes Wochenende
Violine

25.10.2013 um 07:22 Uhr

Das Schweigen des Vatikans - Sexueller „Missbrauch“ in katholischen Einrichtungen

Hallo Ihr Lieben!

Stille im Hause des Herrn - so der Titel einer Dokumentation
über die unvorstellbaren „Missbrauchs“ Fälle an Gehörlosen
Kindern und Jugendlichen durch amerikanische Pater.

Arte-TV hat mal wieder Mut und Courage bewiesen und die Doku
am Mittwoch in den frühen Abendstunden gezeigt.
http://www.arte.tv/guide/de/050520-000/mea-maxima-culpa

Auszug:
„STILLE IM HAUS DES HERRN Ausgehend von dem Fall
eines amerikanischen Paters, der sich über Jahrzehnte an
Schutzbefohlenen verging, zeigt Oscar-Preisträger Alex Gibney,
welches Ausmaß die pädophilen Verbrechen von Geistlichen
angenommen haben und mit welcher Beharrlichkeit die Kirche
zu den Missständen geschwiegen hat.“


Mea Maxima Culpa - die Stille der Betroffenen und deren
Hilflosigkeit geht unter die Haut während sie nur durch
Gebärdensprache von ihrem „Missbrauch“ erzählen.
http://www.sueddeutsche.de/medien/arte-doku-ueber-sexuellen-missbrauch-stumme-schreie-1.1800113

Auszug:
"Rattenfänger" wird er von einem seiner früheren Schüler
genannt, ein anderer beschreibt ihn als "gefräßigen Wolf".
Denn nachts schlich der Geistliche in den Schlafsaal der Kinder
und missbrauchte sie. Oder er fummelte in seinem Büro an
ihnen herum oder drängte sie vom Beichtstuhl aus, vor ihm zu
masturbieren.

Die Männer, die in Mea Maxima Culpa von diesem Missbrauch
erzählen, sind alle gehörlos. Dass sie sich in Gebärdensprache
mitteilen, verleiht den Interviews eine besondere Qualität: Stumm
sind ihre Äußerungen und gleichzeitig expressiv.

Der Pater wählte Kinder aus, die sich niemandem mitteilen konnten,
weil ihre Eltern kein Gehörlosentelefon hatten und deshalb
unerreichbar waren oder die Gebärdensprache nicht beherrschten,
weshalb die Kinder nicht erzählen konnten, was man ihnen antat.

Nimmt man zu diesem erzwungenen Schweigen den
Gewissenskonflikt einer geistlichen Autorität gegenüber
("Er ist Priester, und ich muss ihm gehorchen"), kann man sich
die ausweglose Qual der Kinder vorstellen.

Mit dem Titel seines Dokumentarfilms Mea Maxima Culpa -
Stille im Haus des Herrn spielt Gibney aber nicht nur auf die
Gehörlosigkeit der Opfer an, sondern auf das institutionalisierte
Schweigen der katholischen Kirche. Dazu hat der Filmemacher
eine eindrucksvolle Zeugenschaft versammelt, die belegt, dass
es nicht nur "ein paar faule Äpfel" im Schoß der Kirche waren,
die sich an Kindern vergingen, sondern dass es viele waren -
und dass sie systematisch geschützt wurden.“


Das institutionalisierte Schweigen und systematische Schützen
der Täter durch den Vatikan und seine Priester.

Der Film zeigt überaus deutlich, dass sich die Betroffenen
mehrfach an andere Geistliche gewandt haben und sogar zur
Polizei gingen und Anzeige erstatteten.

Ihnen wurde nicht geglaubt!

Amt und Würde, das Priestergewand schützt diese Pädokriminellen.
Sie werden - immer noch - durch Geheimhaltungsregeln
des Vatikans systematisch vor Strafverfolgung bewahrt.

Wenn überhaupt, dann werden diese Kriminellen nur versetzt.
Und dann? Erleiden die nächsten Kinder von diesen Priestern
sexuelle Gewalt - abgesegnet durch den Vatikan!!

Nur das Wohl der Kirche, die „Reinheit u. Fleckenlosigkeit“
der Römisch Katholischen Kirche ist wichtig.

Die furchtbaren Leiden, die unauslöschbaren Folgeschäden
der Betroffenen interessiert nicht.

Bei der Kriminalpolizei werden systematische Verbrechen
„Organisierte Kriminalität“ genannt.

Denn es geht hier nicht um „Einzelfälle“, sondern um ein ganzes
System, eine Priesterschaft, die gezielt Verbrechen vertuscht,
unterstützt, ignoriert, weg sieht und die sexuelle Gewalt an
Schutzbefohlenen dadurch auch noch fördert.

Auch in Deutschland haben diese Verbrechen System.
http://www.fr-online.de/missbrauch/missbrauch-in-der-katholischen-kirche-hinweise-auf-paedophilen-netzwerke,1477336,21486762.html

Auszug:
„Beim sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen
durch katholische Geistliche haben die Täter die moralische
Autorität ihres Amtes und den religiösen Kontext planvoll
ausgenutzt
. Erstmals gibt es zudem Hinweise auf Täternetzwerke,
die sich potenzielle Opfer nach Art von Pädophilen-Ringen
zugeführt haben.“


Und weiter im o.g. Artikel:
„Pfeiffer hatte scharfe Kritik insbesondere an der Weigerung
der Bistümer München und Regensburg geübt, ihm entgegen
vertraglicher Vereinbarung die Personalakten kirchlicher
Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen.“

Die Studie ist jetzt erneut ausgeschrieben worden.
http://www.taz.de/!122690/
Fraglich, ob dabei wirklich ehrlich aufgedeckt wird.
Denn im Vertuschen ist die Katholische Kirche ja bekanntlich
außerordentlich bewandert.

Die Kommentare dieses taz-Artikels sind interessant. Ich zitiere
den Kommentar von Angelika Oetken:
„Wer wählt diese Bistümer aus? 2011 war noch von allen
Personalakten der vergangenen 65 Jahre die Rede gewesen.

Was wird denn hier eigentlich ermittelt? Nur, wie viele
entsprechende Einträge sich in den Unterlagen über das
Kirchenpersonal befinden. Übrigens nur des männlichen.
Frauen missbrauchen nicht?!?
Was sagen diese Zahlen dann aus?
Findet man was, hieße das: "ihr habt doch die ganze Zeit
gewusst, was Sache ist". Angeblich war man doch
"völlig überrascht" und "vollkommen schockiert" über die
Dimensionen der Übergriffe.
Durchsicht von Personalakten: ist das nicht eigentlich die
Aufgabe der entsprechenden Vorgesetzten der kirchlichen
MitarbeiterInnen? 

Die RKK-Verantwortlichen, z.B. Herr Stephan Ackermann
haben ja immer wieder betont, dass derartige Einträge nach
10 Jahren aus der Akte verschwinden und dann der zuständige
Bischof Notizen über die Vorfälle archiviert...“

Wie man es dreht und wendet, wenn es vom Vatikan
eine Schweigeverpflichtung gibt, dann ist das alles
nur Makulatur und Täuschung.

Das Übel muss an der Wurzel gepackt werden und diese
sitzt weiterhin in Rom und hat alle Fäden in der Hand.
Solange Kirchenrecht vor Grundrecht, bzw. Strafrecht
geht, wird dieses furchtbare Unrecht weiterhin geduldet
und Täter unter den katholischen Priestern geschützt.

Weitere Infos zum Thema „Missbrauch“ in Institutionen
könnt Ihr auch in der EMMA finden:
http://www.emma.de/kampagnen/grosse-themen-sexueller-missbrau/
http://www.emma.de/hefte/ausgaben-2011/sommer-2011/wir-haben-unser-bestes-getan/
http://www.emma.de/hefte/ausgaben-2010/herbst-2010/man-macht-es-mit-sich-allein-aus/
http://www.emma.de/news-artikel-seiten/25-jahre-zartbitter/
http://www.emma.de/hefte/ausgaben-2010/sommer-2010/runder-tisch-missbrauch/

Und natürlich im Netzwerk für Betroffene:
http://netzwerkb.org/

Zum Wochenende noch eine schöne kleine Geschichte
über spontane Hilfe u. Courage:
http://www.spiegel.de/panorama/leute/ellen-degeneres-ueberreicht-kellnerin-10-000-dollar-scheck-a-928909.html

Auszug:
„Kleine Geste mit großer Wirkung: Die Kellnerin Sarah
Hoidahl übernahm die Lunch-Rechnung zweier US-Soldatinnen,
die wegen des Shutdowns nicht bezahlt wurden. Das Karma
meinte es gut mit ihr: Talkmasterin Ellen DeGeneres zahlte
ihr das 300fache zurück.“

Ellen DeGeneres ist eine Stand-Up Komikerin, Schauspielerin
und dazu beliebteste Moderatorin (und Lesbe) in Amerika.
In ihrer eigenen Show konnte sie schon so manch illustre Gäste
aus der Reserve locken(Liegestützen gemeinsam  mit Michelle Obama).
Sie ist mit Portia de Rossi - bekannt aus der Serie Ally McBeal -
verheiratet.

Ich wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende
und liebe Grüße
Violine

15.10.2013 um 09:46 Uhr

Kinderprostitution - Nennen wir es doch beim Namen: Gewerbliche Massenvergewaltigung

Hallo Ihr Lieben!

Vor einiger Zeit wurden wieder Preise verteilt.
Diesmal hat die Jury des Deutschen Fernsehpreises
einen aufwühlenden Film über Kinderprostitution
geehrt.

In der EMMA-online war am 3.10.2013 zu lesen:
„Dieser Film muss ein Fanal, ein Weckruf sein!“ hatte sich
Produzentin Gabriela Sperl gewünscht, als „Operation Zucker“
im Januar 2013 zur besten Sendezeit in der ARD lief.
Es gehörte Mut dazu, diese zutiefst verstörende Geschichte
über Kinderbordelle mitten in Berlin zu erzählen, denn „in
Wirklichkeit ist es noch viel schlimmer als wir es darstellen.
Die Informationen,wie viele ‚Täter’ es bis in die höchsten
politischen Hierarchien gibt, sind niederschmetternd.“

Jetzt hat „Operation Zucker“, produziert vom Bayerischen
Rundfunk, den Deutschen Fernsehpreis als Bester Film gewonnen.
Nadja Uhl, die die von Vorgesetzten ausgebremste Kommissarin
spielte, war ebenfalls nominiert. Und Produzentin Sperl erklärte
in ihrer Dankesrede: „Ich freue mich, dass es den Mut gibt, solch
radikale Filme zu machen. Und ich hoffe, dass sich die Politiker
nach der Wahl für Kinder und gegen Prostitution einsetzen
."
In der Tat, es wäre an der Zeit.“

Die EMMA schrieb im Januar dieses Jahres einen
Artikel über den Film, den Ihr hier finden könnt:
http://www.emma.de/news-artikel-seiten/dieser-film-muss-ein-weckruf-sein/

Auszug:
„Gerade weil man so wenig sieht, ist es so grauenvoll. Denn wenn
die Kamera den Raum verlässt, müssen sich die ZuschauerInnen
vorstellen, was gleich passieren wird, wenn der massige Mann mit
dem Handtuch um die Hüften sich dem kleinen Mädchen auf dem
Bett nähert. Fee (Paraschiva Dragus) ist zehn, kommt aus Rumänien
und wurde von ihrem Vater an einen Kinderhändlerring verkauft.
Ihr versteinertes Gesicht gibt darüber Auskunft, welche Narben das
Kinderbordell auf ihrer Seele hinterlässt.“


Statistiken gibt es kaum über diese Massenvergewaltigung
von Kindern, weil die Täter es sehr gut verstehen, ihre Spuren
zu verwischen.

In Deutschland ist es nicht so schrecklich wie in anderen
Ländern. Doch ändert es nicht daran, wie furchtbar die Folgen
für die Kinder selber sind, wenn sie denn überleben.
Hier mal ein Bericht aus der Webside Straßenkinder:

http://www.strassenkinderreport.de/index.php?goto=287

Auszug:
„Viele der Kinder, die sexuell und kommerziell ausgebeutet
werden, kommen aus zerrütteten Familien mit kranken,
alkoholabhängigen Eltern, sind in Heimen aufgewachsen,
haben Armut und Vertreibung erlitten. In manchen Gegenden
Kambodschas und Thailands sind Eltern gezwungen, ihre
Kinder wegzugeben, damit sie zum Überleben ihrer Familien
beitragen können. Nicht selten tragen diese Kinder aufgelaufene
Schulden der Erwachsenen ab (vgl. UNICEF Österreich:
Zerstörte Kindheit. Kinderprostitution, Kinderpornografie,
Kinderhandel, Wien 2008).

Kriege und Vertreibungen bewirken häufig ein Anwachsen
der sexuellen Ausbeutung von Frauen und Kindern. Zu den
Praktiken der Milizen, Guerilleros, Paramilitärs und kriminellen
Banden gehört es mitunter, Mädchen zu entführen und sie in
ihren Reihen als Sexsklavinnen arbeiten zu lassen. Dies betrifft
vor allem die Mädchen unter den Kindersoldaten.


In Afrika ist der Glaube verbreitet, dass der Geschlechtsverkehr
mit Kindern vor einer Ansteckung mit dem HI-Virus schützt.
Deshalb machen sich Männer auf die Suche nach minderjährigen
Geschlechtspartnern. In Wirklichkeit sind Kinder besonders leicht
zu infizieren. Stark gefährdet sind Aidswaisen, denen als einzige
Verdienstmöglichkeit zum Überleben die Prostitution bleibt.“

Auch hier gibt es weitere Informationen:
http://www.ecpat.de/index.php?id=3
(Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder vor
sexueller Ausbeutung)

Was mich an dem Wort Kinderprostitution oder auch
Kinderpornographie stört:
Unfreiwilliger Sex wird in Deutschland „Vergewaltigung“
genannt. Somit ist eine Vergewaltigung auch niemals eine
„sexuelle Dienstleistung“. Sexuelle Gewalt an Kindern
oder Frauen „Prostitution“ zu nennen ist nach meiner Meinung
falsch u. macht deutlich wie das Menschenbild in unserer
Gesellschaft verschoben ist.

Wirklich „freiwillige“ Prostituierte haben eine Wahl.
Die haben „Zwangsprostituierte“ Frauen und Kinder, die mit
Gewalt in „Kinderprostitution u. Kinderpornographie“ gezwungen
werden nicht!

Deshalb wäre der zutreffende Begriff dafür:
Die gezielte u. systematische Gewerbliche (Massen-)
Vergewaltigung von Kindern und Frauen.

Diese Auseinandersetzung mit dem, was wirklich geschieht,
gibt es gar nicht in der Form, auch nicht bei Politikern.
Deshalb ist der Opferschutz auch weiterhin unzureichend.

Ich hoffe mit der Produzentin Gabriela Sperl vom Film
„Operation Zucker“, dass sich die zuständigen Politiker
nach Abschluss der Koalitionsgespräche FÜR Kinder
u. Frauen einsetzen u. die kommerzielle Massenvergewaltigung/
Prostitution endlich abschaffen!

Denn ein Staat der sich Gleichberechtigung auf die Fahnen
geschrieben hat u. stolz über die Grundrechte spricht, kann
nicht nebenher zulassen, dass Frauen u. Kinder verkauft
u. zur sexuellen Ausbeutung für Männer freigegeben werden?!

Wenn sich diese Gewalt mit den üblichen Gesetzen nicht
eindämmen lässt muss das ganze System der Justiz neu
überdacht werden u. natürlich muss vorher eine klare
Haltung deutlich werden bei den zuständigen Politikern.

Wer verdient an diesen Sklavenhandel?
Wer profitiert davon?
Genau dort muss angesetzt werden.

Die Gleichstellung der Geschlechter kann niemals erreicht
werden, wenn nebenher Frauen u. Kinder als Handelsware
zur sexuellen Ausbeutung vermarktet werden!

Wer glaubt Prostitution u. Gleichstellung könnten „friedlich“
nebenher existieren benachteiligt gezielt Frauen u. Kinder.
Denn diese werden dabei immer ausgebeutet.

Wer profitiert also bei diesem Sklavenhandel?
Und wie sieht das Menschenbild dieser Gesellschaft aus?

Es geht ein Aufschrei durch die Gesellschaft wenn wieder
einmal bei Razzien Kinder gefunden werden, die zur
sexuellen Ausbeutung verkauft wurden.

Werden aber tagtäglich Frauen aus Ostblockstaaten in
deutsche Bordelle verkauft-sehr junge Frauen, fast noch Mädchen-
dann ist das „nur“ eine Dienstleistung?

Merken die Befürworter der sexuellen Ausbeutung eigentlich
nicht wie hier mit zweierlei Maß gemessen wird?

Die Befriedigung von Männern hat stets Vorrang vor den
Rechten von Frauen auf körperliche Unversehrtheit.

Menschenrechte bleiben Menschenrechte.
Egal, ob es um Männer, Frauen oder Kinder geht.

Wenn diese scheinbar so aufgeklärte Gesellschaft die
Vermarktung von Kindern zur Prostitution verachtet,
wie kann sie dann aber den Frauenhandel gut heißen?

Kinder müssen geschützt werden!
Frauen nicht?

Wie seht Ihr das persönlich?
Wenn sehr junge Frauen(zwischen 16-20 Jahre)als Ware
angeboten werden für Männer wird es akzeptiert und
„freiwillige“ Prostitution genannt.

Werden Mädchen u. Jungen unter 16 Jahren auf die
gleiche Weise an „den Mann gebracht“ dann ist es
eine Straftat u. verachtenswert.

Wo fangen Menschenrechte an und wo hören sie auf?

Natürlich sind Kinder besonders zu schützen, keine Frage!!
Doch sind die Grenzen langsam verwässert.

Sexuelle Ausbeutung von Zwangsprostituierten wird
jetzt „Prostitution“ oder „Dienstleistung“ genannt.
Unsere Regierung hat ein Gesetz 2001 erlassen, was
diese Ausbeutung legalisiert hat u. Zuhälter und Bordell
Besitzer reich gemacht hat.

Wie können Frauen geachtet u. als gleichwertig wahrgenommen
werden, wenn sie offiziell als das „käufliche Geschlecht“ gelten?

Wieso werden Männer, die Mädchen und Jungen im Alter von
16 Jahre herum vergewaltigen als Pädokriminelle angesehen-
was sie auch sind-aber „Freier“, die gerne sehr junge Frauen
im Bordell „bestellen“ als „normal“ angesehen?

Die wollen sich ja nur befriedigen, das „natürliche“ Recht
des Mannes auf Befriedigung seiner Triebe?

Ist das der Maßstab?
Der Mann muss seine Befriedigung bekommen?

Wenn diese Entwicklung so weiter geht werden heimlich die
Rechte der Frauen unterwandert, zum „Wohle“ des Mannes?!

Wer schützt die Rechte von Kindern und Frauen?
Wer erkennt unter den Politikern, dass so nach und nach
die (Massen-)Vergewaltigung von Frauen verharmlost wird?

Es wird Zeit diese sexuelle Ausbeutung beim Namen
zu nennen und Klarheit zu schaffen!!

Lasst Euch nicht täuschen Ihr Lieben!
Nur weil etwas so Schlimmes einen anderen Namen
bekommen hat-Dienstleistung-ändert sich nichts
an der Gewalt, die Kinder u. Frauen erleiden.

Kinderprostitution ist sexuelle Gewalt, so wie auch
ein „Job wie jeder andere“, Prostitution, die kommerzielle
Vergewaltigung von Frauen ist.

Nehmt Haltung ein und stellt Euch hinter diese
Frauen und Kinder! Zeigt den Ausbeutern die Rote Karte!

Euch wünsche ich jetzt eine gute Woche
mit goldenen Blättern u. Sonnenschein :-)

Liebe Grüße
Violine

24.09.2013 um 07:22 Uhr

Sexueller „Missbrauch“ und die Folgen für die Betroffenen Opfer

Hallo Ihr Lieben!

Es wird vermehrt darüber gesprochen.
Das Tabu Thema „Missbrauch“ wird nicht mehr totgeschwiegen.
Und das ist auch gut so.
Die EMMAs haben schon sehr früh darüber geschrieben:
http://www.emma.de/kampagnen/grosse-themen-sexueller-missbrau/

Der Missbrauchsbeauftragte mahnt weiterhin, dass viel
zu wenig getan wird, um Kinder zu schützen und Menschen,
die in ihrer Kindheit sexuelle Gewalt erlitten haben, nicht
ausreichend Unterstützung erhalten:
http://www.beauftragter-missbrauch.de/course/view.php?id=31#pressemitteilung_130829

Auszug:
„Rörig fordert, Ursachen, Ausmaß und Folgen von Missbrauch
endlich systematisch zu untersuchen, auszuwerten und zu
veröffentlichen. „Wenn wir Kinder zukünftig nachhaltig schützen
und eine wirkungsvolle gesellschaftliche Ächtung des Missbrauchs
erreichen wollen, müssen wir wissen, was war und was ist“,
erklärte Rörig. Dies könnte am besten durch eine Unabhängige
Kommission geschehen.

„Im Bereich der Hilfen ist bis heute immer noch zu wenig erreicht
worden“, stellte Rörig weiter fest, „es ist sehr ärgerlich, dass es fast
zwei Jahre nach Ende des Runden Tisches noch nicht gelungen ist,
die Länder und Kommunen für die dringend notwendige
Stabilisierung und den Ausbau der Beratungsstellen zu gewinnen.“


Viele Menschen hören zwar davon, dass es „Missbrauch“
gibt, aber sie wissen nicht, was es bedeutet.
Das Ausmaß ist den meisten nicht wirklich bekannt.

Aus diesem Grund möchte ich etwas gründlicher
darauf eingehen und die Folgen deutlich machen.

Wer in der Kindheit sexuelle Gewalt erlitten hat u. wir
wissen inzwischen, dass es unzählige Betroffene/Opfer
gibt, die entweder durch Familienangehörige oder in
kirchlichen/schulischen Einrichtungen jahrelange
sexualisierte Gewalt erleiden mussten, sind im
Grunde „Lebenslängliche“, geschädigt fürs Leben.

Genau darum geht es mir: Die Dauer der erlittenen sexuellen
Gewalt durch eigentlich vertraute Personen im nahen Umfeld
der Betroffenen/Opfer u. die kaum bekannte Auswirkung.

Wenn der „Missbrauch“ in jungen Jahren geschieht u. sich über
mehrere Jahre hinzieht führt das immer zu einer sogenannten
Posttraumatischen Belastungsstörung(PTBS).

Dazu möchte ich aus einer Webside zitieren:
http://www.missbrauch-opfer.info/main.asp?IDS=35

Auszug:
„Verschiedene Schutzmechanismen führen dazu, dass wir nicht
nur die Situationen selber psychisch überleben, sondern dass wir
auch danach weiter funktionieren können.
In vielen traumarisierenden Situationen muss unser Gehirn in sehr
kurzer Zeit sehr viele unterschiedliche und stark angstbesetzte
Eindrücke aufnehmen. Da unsere Verarbeitungskapazität begrenzt
ist, kann vieles dabei nur aufgenommen, aber nicht verarbeitet, d.h.
bewertet, sortiert und in die sonstigen Erfahrungsbereiche integriert
werden. Zusätzlich ist die Bedeutung dieser Eindrücke, Bilder und
Handlungen für uns viel zu schlimm, als dass wir sie im Moment
des Geschehens begreifen dürften.“

Was bedeutet, das Erlebnis-die sexuelle Gewalt-kann nicht im
normalen Erfahrungsbereich abgespeichert werden, wie es z.B.
bei einem Autounfall als Erwachsener geschieht.

Der Schock, die Schmerzen, die Todesangst usw. werden im
Normalfall Stück für Stück verarbeitet und als schlimme
Erfahrung irgendwann abgespeichert. Wir erinnern uns an alle
Einzelheiten, an die dazu gehörigen Gefühle, vielleicht an den
Geruch des auslaufenden Benzins, den Krankentransport und
den Weg der Genesung. Alles bleibt als Gesamtbild bestehen.

Bei sexueller Gewalt über längere Zeit(Jahre?) bleibt die Bedrohung,
die Todesangst/Nähe, der Schmerz, die Wunden kontinuierlich
bestehen, weil sie nicht aufhören wie bei einem Unfall.

Dafür gibt es zum Glück ein Traumagedächtnis, eine sinnvolle
Schutzmaßnahme des Körpers um überleben zu können.
Ich zitiere erneut aus o.g. Link:
„Für diese Informationen steht deshalb ein "spezieller Speicher",
das "Traumagedächtnis" zur Verfügung, das von unserem
"Alltagsgedächtnis", sehr verschieden funktioniert. So können
wir uns an Inhalte, die im "Traumagedächtnis" gespeichert sind,
beispielsweise nicht gewollt erinnern, sondern bestimmte
Auslöser (Gerüche, Bilder, Töne usw.), die denen während der
Extrembelastung ähneln, rufen in uns die Eindrücke von damals
wieder wach. Diese fühlen sich dann sehr gegenwärtig an, da unser
Gehirn nichts davon weiß, dass die Gefahr bereits vorüber ist.
Vertrauen und der Glaube an die eigene Kontrolle bzgl. der eigenen
Person und der Welt sind beeinträchtigt. Außerdem werden alle
Reize im "Traumagedächtnis" nicht als zusammenhängende
Geschichte, sondern als Sammlung einzelner, unverbundener
Sinneswahrnehmungen (Gesehenes, Gefühltes, Getanes, Gehörtes,
Gerochenes) gespeichert.

Diese Art der Speicherung ist zunächst ein sehr sinnvoller
Schutzmechanismus, kann aber nach einiger Zeit, wenn die
Verarbeitung nicht nachgeholt wird, zu vielfältigen Beeinträchtigungen
führen: Im Vollbild kann sich eine Posttraumatische Belastungsstörung
(PTSD) entwickeln, die viele Lebensbereiche der Betroffenen
verändern kann.“


Wenn ein Kind „missbraucht“ wird, kann es dieses extrem bedrohliche
Erlebnis nicht einfach abspeichern. Es werden verschiedene
Sinneswahrnehmungen in Fetzen irgendwo abgespeichert,
völlig zusammenhanglos.

Weshalb es oft genug vorkommt, dass Kindern oder auch Erwachsenen,
die viele Jahre später wieder Bruchstücke erinnern von der
Gewalttat, nicht geglaubt wird.

Sie müssen sich dann anhören, dass sie sich das „nur einreden“
oder „ausgedacht“ haben, sonst würden sie sich ja an das komplette
Erlebnis erinnern, wie das normale Menschen eben tun.

Inzwischen ist das Wissen über das Traumagedächtnis ausreichend
bekannt und erforscht worden und anerkannt.
Allerdings oft nicht bei Justizpersonal.

Kommen wir nun zu den Folgen und Formen einer
Posttraumatischen Belastungsstörung bei Sexueller Gewalt.

Im o.g. Link wird es zusammenfassend so beschrieben:
„Das traumatische Ereignis wird beharrlich wiedererlebt.
Anhaltende Erinnerungen oder Wiedererleben der Belastung
durch aufdringliche Nachhallerinnerungen (Flash-backs),
lebendige Erinnerungen, sich wiederholende Träume oder
durch innere Bedrängnis in Situationen, die der Belastung
ähneln oder mit ihr in Zusammenhang stehen. Es treten
dieselben sinnlichen Eindrücke z.B. bestimmte Bilder,
Geräusche, Geschmacksempfindungen, Körperwahrnehmungen
sowie gefühlsmäßigen und körperlichen Reaktionsweisen auf
wie zum Zeitpunkt der traumatischen Erfahrung.

Die emotionale Befindlichkeit kann von Mensch zu Mensch sehr
verschieden sein, ist jedoch gewöhnlich charakterisiert durch
eine Mischung von panischer Angst, großer Traurigkeit,
intensivem Ärger, emotionaler Taubheit und starken Schuldgefühlen,
Selbstvorwürfen und Schamgefühlen.“


Das Trauma wiederholt sich, es tauchen Erinnerungsbilder auf,
die Geräusche und Gefühle von damals tauchen in geballter
Form wieder auf, als wenn es genau so wieder passiert.

Das verwirrt natürlich und macht erhebliche Angst.
Alles ist wieder da, greifbar nah, spürbar.
Und kann zu jeder Zeit aus heiterem Himmel über die
Betroffenen herein brechen.

Egal, ob mitten bei der Arbeit, unterwegs, während einer
Umarmung des Partners, im Auto, im Kino, mit Freunden.
Unberechenbare Gefühlsausbrüche und unerklärliche Panik,
plötzliche Trauer, Angstschweiß, Atemnot, Taubheit der
Extremitäten, das Gefühl neben sich zu stehen.

Die Auswirkungen sind enorm.
Das wissen die meisten Menschen nicht.
Es kann soweit gehen, dass die Betroffenen nicht mehr
in der Lage sind je wieder zu arbeiten.

Die massiven Folgen möchte ich aus dem o.g.Link auflisten:

"•wiederholtes Erleben des Traumas (Intrusionen) in plötzlich
sich aufdrängenden Erinnerungen (Flashbacks, d.h.
Rückblenden), Tagträumen oder Alpträumen,
•fortwährende Angst, das Ereignis könnte sich wiederholen,
•Vermeidung von Aktivitäten und Situationen, die an das
Trauma erinnern,
•zwischenmenschliche Konflikte als Folge der Vermeidung
von Situationen (Autofahrten, Reisen) oder Aktivitäten
(sexuelle Kontakte), die an das Trauma erinnern,
•Furcht vor und Vermeidung von Stichworten, die den Betroffenen
an das ursprüngliche Trauma erinnern könnten,
•gelegentlich akute und dramatische Ausbrüche von Angst, Panik
oder Aggression, ausgelöst durch ein plötzliches Erinnern und
intensives Wiedererleben des Traumas oder der ursprünglichen
Reaktion darauf,
•übermäßige Schreckhaftigkeit, Panikattacken, "existenzielle
Angst", chronische Angstzustände, übermäßige Beschäftigung
mit dem Tod,

•gestörte Wahrnehmung des Täters: übermäßige Beschäftigung
mit der Person des Täters (auch Rachegedanken), unrealistische
Einschätzung des Täters als allmächtig, Idealisierung, paradoxe
Dankbarkeit oder Mitleid mit dem Täter,
•emotionale Abgestumpftheit und Instabilität: ständiges Gefühl
von Betäubt sein, emotionaler Rückzug, allgemeine Lustlosigkeit
als Schutzreaktion vor emotionaler Überforderung, aber auch
impulsives Verhalten,
•soziale Beziehungsstörung: Gleichgültigkeit gegenüber anderen
Menschen, Teilnahmslosigkeit gegenüber der Umwelt,
Entfremdung von den Angehörigen,
•vegetative Übererregbarkeit mit verschiedenen körperlichen
Symptomen (Herzrasen, Schweißausbrüche, Kreislauflabilität,
Ohnmachtsanfälle, Zittern, Übelkeit, Kopfschmerzen,
Hyperventilation, Appetitverlust, Essstörung usw.),
•dissoziative Symptome (z.B. psychogene Amnesie, d.h.
Vergessen der Erlebnisse),
•ständige Überwachheit und häufige Schlaflosigkeit (Ein-
und Durchschlafstörung),

•Verlust der Selbstachtung, Selbstvorwürfe, Scham- und
Schuldgefühle,
•Resignation, Gefühl einer Zukunft ohne Erwartung und
Hoffnung,
•Verlust der bisherigen Wertvorstellungen,
•depressive Stimmung, öfters auch Selbstmordgedanken und
Selbstbeschädigung,
•Missbrauch von Alkohol, Tranquilizern oder Drogen als
Bewältigungsstrategie,
•Entwicklung von Kontrollzwängen zur Angstbewältigung
(Kontrolle von Türschlössern und Fenstern aus Angst vor
Eindringlingen),
•Entwicklung funktioneller Sexualstörungen bei
Vergewaltigungsopfern,
•Konzentrationsstörung und Leistungsbeeinträchtigung in
Schule oder Beruf,
•Beeinträchtigung der beruflichen Leistungsfähigkeit bis zur
Berufsunfähigkeit.“

Mit diesen Auswirkungen leben die meisten Betroffenen,
die sexuelle Gewalt in der Kindheit über längere Zeit
erleiden mussten.

Die Folgen sind genauso furchtbar wie bei Folteropfern!

Nichts ist so wie es früher einmal war, wenn die Erinnerungen
an die Oberfläche kommen. Das hat keine/r der Betroffenen/
Opfer in der Hand.
Es gibt keinen Knopf um das Traumagedächtnis einfach
abzuschalten. 

Viele machen es sich leicht, indem sie Betroffenen/Opfern
an den Kopf werfen, sie sollen doch endlich mal die
Vergangenheit vergessen und sich nicht so anstellen.

Wenn es so einfach wäre würden das diese Opfer mit
Handkuss tun, um endlich wieder unbeschwert leben
zu können.

Wenn ich mich dafür stark mache, dass unsere Regierung endlich
bundesweit gesicherte Hilfesysteme auf den Weg bringen soll
und Justizpersonal entsprechende Fortbildungen als
Pflichtfach ablegen müssen, dann nur aus dem einen Grund,
weil die schnelle und unbürokratische Hilfe noch schlimmere
Folgen verhindern können.

Je mehr Hürden, Verwaltungswege und Erschwernisse den
Betroffenen in den Weg gelegt werden um eine angemessene
Therapie und Unterstützung zu erhalten, desto schlimmer
können sich die Folgeschäden sexueller Gewalt ausweiten.

Den zuständigen Fachkräften im Bundestag ist das alles
bekannt, aber trotzdem verweigern sie ein effektives und
an die Bedürfnisse der Betroffenen angepasstes Hilfesystem.

Alle Beratungsstellen bekommen nur „freiwillige Leistungen“
von den jeweiligen Bundesländern.

Das Stundenkontingent der zugelassenen Traumatherapeuten
ist auf viel zu wenige Stunden eingestellt, die nie ausreichen und
sich auch nicht daran orientieren, ob das Therapieziel-eine
Heilung-damit erreicht werden kann.

Um überhaupt an einen Therapieplatz zu kommen liegen die
Wartezeiten im Schnitt zwischen 6-12 Monaten.
Die Therapeuten sind restlos ausgebucht in den Städten.
In ländlichen Gegenden gibt es meist gar keine spezialisierten
Traumatherapeuten.

Oftmals müssen die Frauen u. Mädchenberatungsstellen die
Betroffenen/Opfer von sexueller Gewalt auffangen, wenn sie
in ihrer Not keinen Therapieplatz finden.

Und die sind ebenso ausgelastet und kämpfen an ihrer
Kapazitätsgrenze, was Finanzen u. Personal angeht.

So sieht es also aus mit der Versorgung der Betroffenen/Opfer
von Sexuellem „Missbrauch“.

Während der furchtbaren Gewalttat haben sie von geliebten,
eigentlich vertrauten Personen(Väter, Onkel, Brüder) oder
von kirchlichen Vertrauenspersonen(Priester/Lehrer) auf die
brutalste Art sexuelle Gewalt und den schlimmsten
Vertrauensmissbrauch überhaupt erlitten, den es gibt.

Die Opfer/Betroffenen wurden zudem zum Schweigen
gezwungen unter erneuter Gewaltandrohung.
Alle haben weggesehen oder weggehört.
Keiner will etwas mitgekriegt haben.

Nun haben sie es endlich geschafft darüber zu sprechen!
Die „Missbrauchsopfer“ aus den Familien und auch
kirchlichen oder schulischen Einrichtungen.

Und nun wird ihnen die notwendige Unterstützung verweigert
oder es wird ein Hürdenlauf ohnegleichen.

Da ist es kein Wunder, dass sich die Betroffenen/Opfer erneut
im Stich gelassen fühlen. Diesmal vom Staat selber.

Wer also weiterhin behauptet, sooo schlimm sei das
ja nun wirklich nicht, der möge diesen Text gründlich
lesen und sich fragen, wie es denn wäre, wenn man
mit einem Unfallopfer am Straßenrand genauso verfahren
würde?

Im Sinne von:
„Es tut uns ja leid, dass du dort blutend am Wegrand liegst,
aber im Moment sind leider die Landeskassen leer, also
warte noch etwa ein halbes Jahr, dann sehen wir mal, ob
wir dir weiter helfen oder auch nicht...“

Genauso wird mit Betroffenen/Opfern von sexueller Gewalt
in unserem Land verfahren.

Die Regierung behandelt das Thema nur am Rand.

Aus diesem Grund gibt es das NetzwerkB, ein Verein für
Betroffene von sexueller Gewalt.
http://netzwerkb.org/

Oder den Bundesverband Frauenberatungsstellen und
Frauennotrufe:
https://www.frauen-gegen-gewalt.de/ziele-und-aufgaben.html

Oder auch die Initiative für Gerechtigkeit bei
sexueller Gewalt:
http://ifgbsg.org/uber-uns/

Wer noch mehr Infos möchte kann sie auch hier finden:
http://www.gegen-missbrauch.de/verein

Setzt Euch ein FÜR diese Betroffenen!

Ich wünsche Euch alles Gute und liebe Grüße
Violine