Frauen Bewegen Frauen

27.04.2017 um 16:24 Uhr

Reden wir mal (wieder) drüber

Hallo Ihr Lieben!

Vielleicht ist es ja ein Backslash?

Manchmal frag ich mich ernsthaft was mit unserem Land los ist. Ich meine alle tun so aufgeklärt. Wir sind modern, wehren uns bei Diskriminierung, sind einigermaßen geschlechtergerecht, haben Zugang zu Bildung, eigentlich.

Wenn ich mich aber umsehe schlägt mir täglich Sexismus entgegen, den ich für erledigt oder zumindest für fast ausgerottet hielt. Pustekuchen.

Sexismus boomt. Hinzugekommen ist die pornographische Sprache. Was es nur noch schlimmer macht. Frauenfeindlichkeit wird verharmlost, ja sogar glorifiziert?!

Fangen wir mit diesem abstrusen Beispiel an:

http://libertine-mag.com/magazin/ballonbrueste-und-speichelfluss/

Auszug:

„Ein Dekolleté knapp vorm Platzen meets sabbernden Lustmolch: Sexistische Werbung ist auch 2017 en vogue. Ein besonders hässlicher Entwurf, ausgerechnet an einer Baustelle, wirft Fragen auf. Ich war überwältigt von so viel grotesker Geschmacklosigkeit. Während man Brüste überall sieht, sind gaffende Typen zwar impliziert, doch normalerweise nicht mit auf den Bildern mitverewigt. Und trotz aller kluger Analysen, die ich in Studium, Beruf und Freizeit zu Medien und Gender gelesen hatte, stellte mich dieses Plakat vor viele, viele Fragen:

- Was ist hier eigentlich schlimmer: Das Frauen- oder das Männerbild? Schließlich stellt diese Werbung nicht nur Frauen als kopflose Sexobjekte dar, sondern auch Männer als sabbernde Kreaturen, die die Kontrolle über ihren Speichelfluss verloren haben (siehe tropfender Spuckefaden – „Dank“ sei dem Designer mit Liebe zum Detail).

- Sexuelle Belästigung auf den Straßen ist ein globales Problem. Baustellen gelten als Hochburgen des Johlens, Pfeifens und ekliger Sprüche. Und das wird in meinem ach so fortschrittlichen Heimatland glorifiziert? Im Jahr 2017? Seriously?“

Das frag ich mich allerdings auch. Zumal dieser Gerüstbauer bereits 2014 vom Werberat abgemahnt wurde. Dazugelernt hat er also noch nichts. Hat das irgendwelche Konsequenzen? Nein. Es wird weiter plakatiert. Strafe muss er ja wohl nicht fürchten...

Wie ihr sicher wisst sammelte Terre des Femme Vorschläge für den Negativ-Preis, dem „Zornigen Kaktus“. Hier eine Liste von 2014. Dort seht ihr mal ein Ausschnitt dessen, was täglich auf uns herab rieselt. Und natürlich in den Köpfen hängen bleibt.

https://frauenrechte.de/online/index.php/negativ-preis-der-zornige-kaktus/1567-vorschlaege-fuer-den-negativ-preis-der-zornige-kaktus?showall=1

Scheinbar ist es sogar schon „Mode“ sexistisch zu sein, wie unlängst die ziemlich entgleisten Modelabels von Naketano zeigten:

http://www.emma.de/artikel/supapimmel-naketano-kriegt-aerger-334239

Auszug:

„Das hippe Modelabel Naketano nennt seine Hoodies und Hosen „Monsterbumserin“ oder „Blasinstrument“. KundInnen finden das gar nicht lustig. Sie rufen zum Boykott der Naketano-Produkte auf. Und die beiden Essener Firmengründer? Halten die frauenfeindlichen Namen für „künstlerische Freiheit“.

Jetzt aber dürfte es mit der Ignoranz vorbei sein, denn nach einigen Medienberichten, darunter auch dem in der aktuellen EMMA, melden sich stocksaure KäuferInnen auf Facebook zu Wort. „So eine sexistische Scheiße wollt ihr verbreiten? Wer sich solche Artikelnamen ausdenkt, gehört verklagt und ich hoffe das werdet ihr!“, schreibt Justem Schmidt. „Sexismus und Rape Culture als Verkaufsstrategie? Euch ist schon klar, dass ihr damit zu der Relativierung von sexueller Gewalt beitragt, oder? Und dann wird das von euch auch noch als ‚künstlerische Freiheit‘ getarnt... schämt euch!“ postet Elisabeth Weber.“

Müssen wir Frauen uns wirklich schon wieder empören, uns lautstark wehren, Jahr für Jahr, bis überhaupt eine Reaktion kommt? Drüber reden könnt ihr z.B. mit den EMMAs:

http://www.emma.de/thema/sexismus-es-reicht-jetzt-185284

Auszug:

„Mal wieder über eine sexistische Werbung geärgert? Ein Zeitschriften-Cover, Plakat, Werbeclip bzw. Musikvideo? Die Liste ist lang. Sexismus ist frauenfeindlich. Das ist weder lustig noch normal. Und trotzdem für Frauen alltäglich. Hier kannst du deinem Ärger Luft machen! Einfach registrieren und mitmachen.“

Auch die Seite Itzebitze sammelt Jahr um Jahr - seit etwa 2002! - Beispiele sexistischer Werbung u. meldet diese dann regelmäßig beim Werberat. Guckt mal in ihr Archiv.

http://www.itzebitze.de/aktuelles.html

Hat sich irgend etwas geändert, ist es besser geworden? Müssen diese Sexisten mit Konsequenzen, Strafe rechnen für ihr frauenfeindliches Verhalten in aller Öffentlichkeit? Scheinbar nicht.

Es bleibt ja nicht bei sexistischer Werbung, Sprüchen unter der Gürtellinie, die Fortsetzung ist sexuelle Belästigung um dann letztendlich bei sexueller Gewalt zu enden, sogar oft mit Todesfolge für die Frauen.

Alice Schwarzer hat das 2013 mal analysiert:

http://www.aliceschwarzer.de/artikel/sexismus-im-land-des-herrenwitzes-266271

Auszug:

„Alice Schwarzer über sexuelle Belästigung als Machtdemonstration - und warum sie gerade in Zeiten des Umbruchs und der Verunsicherung der Männer allgegenwärtig ist. Zwei von drei Frauen sind betroffen, vor allem in so genannten Lächelberufen - und in Männerdomänen. 

Natürlich ist ein Flirt etwas eindeutig Anderes als sexuelle Belästigung. Das weiß jede Frau. Und das könnte auch jeder Mann wissen, so er nur will. Ein Flirt ist gegenseitig und auf Augenhöhe. Die sexuelle Belästigung ist einseitig und von oben nach unten.

Auffallend ist auch in der aktuellen Sexismus-Debatte, wie viele Männer inzwischen auf Seiten der empörten Frauen sind. Gleichzeitig aber wächst der Widerstand. Denn wo Fortschritt ist, ist immer auch Rückschritt. Und dieser Widerstand scheint innerhalb der westlichen Welt ein Zentrum in Deutschland zu haben. Ich behaupte mal: Außer in Italien hätte man – oder auch frau – in keinem anderen aufgeklärten Land ungestraft öffentlich so joviale Herrenwitze reißen können, wie wir sie in den vergangenen Monaten hören durften.

Deutschland ist im Jahr 2013 nicht nur die europäische Drehscheibe für Prostitution und Frauenhandel, sondern auch das Land des Herrenwitzes. Vielleicht hängt das ja irgendwie zusammen?“

Passend zum Artikel von Alice mal einen anderen von einer jüngeren Frau, die annahm, es gäbe Geschlechtergerechtigkeit.

http://www.emma.de/artikel/wir-dachten-die-welt-sei-gerecht-333443

Auszug:

„Sarah Deckert wuchs in den 1980er und 1990er Jahren auf. In dem Bewusstsein, dass für Jungen und Mädchen weitestgehend dieselben Regeln galten. Aber dann… Wenn es darum geht, im Leben auf eigenen Füßen zu stehen, kommt die Erkenntnis: zwischen proklamierter Gleichberechtigung und gelebter Gleichbehandlung liegen Welten.

Wir jungen (emanzipierten) Frauen der postfeministischen Ära wurden in eine Welt geboren, von der es hieß, sie sei modern. Wir spürten keinen Unterschied zwischen Mädchen-Sein und Junge-Sein und lebten in dem guten Gefühl, unter gleichen Bedingungen  heranzuwachsen, mit den gleichen Träumen, Chancen und Möglichkeiten.

Alice Schwarzer sprach an einem Abend bei Günther Jauch zum Thema Sexismus von einer „alten Kacke“, die immer noch dampfen würde. Für viele junge Frauen ist sie nur nicht alt: Sie ist ganz frisch. Sie dampft im Hier und Jetzt. Und so schlimm das klingen mag: Wir haben uns mehr oder weniger arrangiert. Denn die Kacke gehört zu unserem Alltag, sie hat sich dort festgetreten, ganz unbemerkt. Manchmal roch sie, aber eben nicht so stark, dass wir zu Büstenhalter und Feuerzeug gegriffen hätten.

Das Fatale daran: Erst dann, wenn man beginnt auf eigenen Füßen zu stehen (ganz gleich ob in Ballerinas oder auf der hohen Hacke), erst dann, wenn es im Leben tatsächlich um etwas geht – nämlich um Selbstverwirklichung durch Selbstbestimmung – erst dann wird jungen Frauen diese schmähliche alte Kacke, die Kluft zwischen Silberrücken und Nicht-Silberrücken, offenbar.“

Lohnt sich alles zu lesen! ;-)

Was ich mit all diesen Artikeln sagen will?

Seit wie vielen Jahren sind Frauen wohl schon aktiv um als Menschen behandelt zu werden? Lasst uns mal kurz ein Blick ins Archiv werfen: Olympe de Gouges starb 1793 weil sie die gleichen Rechte für die Frau forderte.

http://www.frauenmediaturm.de/themen-portraets/feministische-pionierinnen/olympe-de-gouges/

Auszug:

„Die französische Schriftstellerin Olympe de Gouges ist die Verfasserin der ‚Déclaration des Droits de la Femme et de la Citoyenne’ – der Erklärung der  Menschenrechte für die Frau und Bürgerin. Als sie feststellt, dass die Revolutionäre den Frauen das Bürgerrecht verweigern, sich die Menschenrechte also als Männerrechte entpuppen, fordert sie: „Hat die Frau das Recht, das Schafott zu besteigen, so muss sie auch das Recht haben, die Tribüne zu besteigen!“ Sie wird diesen Satz mit dem Leben bezahlen: Die Revolutionärin, die das Motto ‚Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit’ auch für ihre Schwestern angewandt sehen wollte, wird 1793 von den Revolutionären zum Tode verurteilt und mit der Guillotine hingerichtet.“

Auch 220 Jahre nach Olympe de Gouges ist das so eine Sache mit den Frauenrechten. Auf dem Papier sind sie uns zugesichert, aber im Alltag werden wir wie Objekte behandelt, nicht wie gleichberechtigte Menschen.

Deswegen fordere ich euch heraus, den Mund aufzumachen. Von wegen drüber wegsehen. Sexismus, in welcher Form auch immer, ist nicht zu dulden. Nein, No, Njet.. ! Eine Olymp ist für diese unsere Freiheit gestorben in Europa. Wir sind eine vernetzte Gesellschaft, unser Vorteil um Wirbel zu machen. Sachlich, ohne Menschen dabei zu denunzieren bitte.

Redet drüber, ächtet Sexismus!

Sowas haben wir echt nicht mehr nötig oder?!

Es gibt jetzt übrigens ein EMMA-T-Shirt:

Make Feminism Great Again :-)
https://www.youtube.com/watch?v=zYZval07pcA

Und zum Wochenende fetzige Töne. ;-)

Kennt ihr noch Gianna Nannini? Hört rein:

Tributo a Janis Joplin Gianna Nannini

https://www.youtube.com/watch?v=uatU8SAE05c

Gianna Nannini e Giorgia - Amandoti.avi

https://www.youtube.com/watch?v=c1DPxBG28G0

Passt auf euch auf

und liebe Grüße
Violine


19.01.2017 um 07:33 Uhr

Der Männerbonus

Hallo Ihr Lieben!

Habt ihr schon mal die Rollen gewechselt?

Nur einen Tag als Frau/Mann leben.
Eine spaßige Sache? Schön wärs.

Denn was ihr nur an einem Tag bemerken werdet, den alltäglichen Sexismus, erleben Frauen jeden Tag, jeden Monat, das ganze Leben. Sie können im Normalfall nicht das Geschlecht wechseln. Sie zahlen, im wahrsten Sinne des Wortes, immer drauf oder besser, sie werden durch die Bank weg benachteiligt.

Sexismus, ein Leben lang.

Ein bekannter u. erfolgreicher Geschäftsmann erlebt das alles nun selber, seit er sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen hat. Er sagt, „ein Unterschied wie Tag und Nacht.“ Dabei leben wir im 20. Jahrhundert, in einer scheinbar aufgeklärten Gesellschaft.

Diese Rollenklischees sind wie fest getackert im Gehirn, einbetoniert. Bisher hat kaum ein Umdenken statt gefunden. Der Wille politisch ist wohl da u. auch gesellschaftlich. Doch die Umsetzung ist zäh u. träge.

Lest mal diesen Artikel, das macht es deutlich:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/tech-unternehmerin-vivienne-ming-klagt-sexismus-der-kapitalbranche-an-14609006.html#GEPC;s2

Auszug:

„Die Tech-Unternehmerin Vivienne Ming erklärt im Interview, warum Männer leichter an Geld kommen, wieso das schädlich ist und was das mit unserem Gehirn zu tun hat. Vor meiner Geschlechtsumwandlung habe ich als Mann Unternehmen gegründet, jetzt tue ich es als Frau. Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Als Mann hatte ich weniger Schwierigkeiten, Kapital zu bekommen. Meine erste Unternehmensgründung als Frau verlief dagegen vollkommen anders. Einer der Investoren, bei dem wir uns vorstellten, tätschelte mir nach unserer Präsentation den Kopf und versicherte mir, ich könne stolz darauf sein, was ich erreicht habe. Nur Kapital würde er mir dafür nicht geben. Können Sie sich vorstellen, dass ein männlicher Risikokapitalgeber einem weißen männlichen Start-up-Gründer den Kopf tätschelt?

Allein der weibliche Vorname kostet eine Gründerin 40 Prozent des potentiellen Finanzierungsvolumens. Josephine wird nur 60 Prozent des Risikokapitals bekommen, das Investoren Joseph zur Verfügung stellen – und zwar unabhängig von der Tatsache, dass Josephines Start-up statistisch gesehen die größeren Erfolgschancen hat.“

Die alten Verhaltensmuster in den Chefetagen haben sich wenig oder gar nicht verändert. Obwohl erwiesen ist dass eine gemischte Chef Etage u. das umgesetzt auf ein ganzes Unternehmen finanziell mehr Gewinn bringt. Nur sitzen „da oben“ weiterhin Männerbünde.

Jede Frau, die es dann doch schafft in so ein Bollwerk einzudringen – denn sie wird als Fremdkörper wahrgenommen in den Köpfen des Manager Imperiums – muss denn auch viel mehr Leistung bringen, wie ein Mann an gleicher Stelle. Null Vertrauen. Null Gleichstellung. Das passiert selbst in dem so gleichberechtigten Vorzeigeland Schweden noch.

https://www.wired.de/collection/business/investiert-frauen-gender-expertin-alice-marshall-im-interview

Auszug:

„In Schweden wird viel für Gleichberechtigung getan, auch in der Tech-Branche. Warum haben es Frauen dort aber trotzdem immer noch schwerer als Männer? Ist Tech vielleicht einfach männlich? Quatsch, sagt Alice Marshall im WIRED-Interview. Die Gender-Expertin hat andere Antworten.

Schweden gilt als Vorzeigeland in Sachen Gleichberechtigung. 2014 betrug der durchschnittliche Gehaltsunterschied zwischen den arbeitenden Männern und Frauen nur 4,6 Prozentpunkte. Im Rest Europas sind es durchschnittlich über zehn Prozent.

Gründer rekrutieren ihre Mitarbeiter gern aus ihrem eigenen Netzwerk. Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Männer erst mal lauter Männer einstellen, ist dadurch höher. Dazu kommt, dass Startups sehr schnell wachsen müssen und die Gründer Entscheidungen über die Arbeitskultur erstmal zurückstellen. Das Problem: Wenn man damit wartet, bis man 200 Angestellte hat, wird es viel schwieriger, den Laden noch mal umzukrempeln.“

Zum Glück werden von Frauen neue Wege beschritten, um Impulse zu setzen u. Hilfestellung zu bieten, diese verkrustete Denkweisen aufzulösen. Wie dieses Beispiel zeigt:

http://erfolgsfaktor-frau.de/
http://erfolgsfaktor-frau.de/ueber-uns/

Auszug:

„Der  Verein erfolgsfaktor FRAU e.V. (efF) – gesprochen eff-eff – wurde 2010 in Nürnberg gegründet und ist bundesweit aktiv. Der Verein hat das Ziel, die Gleichstellung und Akzeptanz von Frauen in Fach- und Führungspositionen zu verbessern und entsprechende Impulse in Gesellschaft und Wirtschaft zu setzen. Er ist aus dem Engagement für die „Nürnberger Resolution“ entstanden, die im Oktober 2008 von Fach- und Führungskräften aus der Metropolregion Nürnberg initiiert wurde und schnell bundesweit breite Unterstützung fand.“

Zum Thema Gleichstellung schrieb ich bereits:

Zur Quote 2013:

http://www.blogigo.de/Frauen_bewegen_Frauen/Dinosaurier-Fraktion-und-die-Quote-Die-Hinhalte-Strategie/212/

Zur Gleichstellung 2014:

http://www.blogigo.de/Frauen_bewegen_Frauen/Gleichstellung-Alte-Platzhirsche-und-Qualifizierte/416/

Damit Frauen bessere Chancen bekommen sollten sie sich miteinander vernetzen u. Bündnisse schließen, wenn sie als Unternehmerinnen die Gleichberechtigung in ihren Firmen ganz praktisch umsetzen wollen.

Hier nun einige wertvolle Links:

Verband Deutscher Unternehmerinnen

https://www.vdu.de/ueber-vdu/ueber-uns.html

Mentorinnen Netzwerk

http://www.mentorinnennetzwerk.de/home/

Unternehmerinnen Initiative zur Förderung

http://www.kaete-ahlmann-stiftung.de/

Webnetz für Frauen in Medien

http://www.webgrrls.de/

Es gibt noch eine Menge zu tun bis Frauen wie Menschen behandelt werden. Nicht wie Fremdkörper oder wie sexuelle Objekte.

Ich empfehle den mitlesenden Männern hier einen Rollentausch. Probiert es mal aus einen Tag als Frau zu leben. Eine kleine Herausforderung. Aber lehrreich.

Zum Wochenende hab ich was Süßes entdeckt.;-)

Verrückte Eichhörnchen im Schnee

https://www.youtube.com/watch?v=qFM3uFaOs0k

Lasst es euch gut gehen

und liebe Grüße
Violine

09.12.2016 um 08:01 Uhr

Die rosa Steuer

Hallo Ihr Lieben!

Wie angekündigt, versuche ich in der Adventszeit eher ruhige Themen anzusehen, statt Aufwühlendes. ;-)

Heute geht es um die „Frauen Steuer“.

Extra Kosten die auf Artikel drauf gehauen werden, weil sie für Frauen gemacht wurden, bzw. diese Waren rosa sind oder „nur für Frauen“ deklariert angeboten werden, mit einem deftigen Frauen-Aufschlag.

Frauen zahlen z.B. für einen Kurzhaarschnitt 40% mehr als Männer.

Diskriminierung wegen des Geschlechts.

Seht selber:

http://www.emma.de/artikel/pink-tax-das-laeppert-sich-333261

Auszug:

„Minny und Daisy zahlen mehr als Micky und Donald für identische Produkte. Einfach nur, weil sie rosa statt blau verpackt sind. Pink Tax heißt das, die Pinke Steuer.

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat im Frühjahr 2016 mal nachgerechnet. Ergebnis: „Bei Produkten für Frauen haben wir Preisaufschläge von bis zu 200 Prozent ausfindig gemacht“. Rasierschaum der Marke „Wilkinson“ zum Beispiel. Da kosten 200 Milliliter für Männer 99 Cent und 150 Milliliter für Frauen 2,39 Euro. Die zugehörigen Rasierklingen kosten für Männer pro Stück 2 Euro und für Frauen 2,83 Euro. Frauenaufschlag: 42 Prozent.

Und beim Friseur? Schneiden für Männer macht nach Recherchen der Hamburger beispielsweise 22 Euro, für Frauen 31 Euro. Zuzüglich „Längenaufschlag zwischen 10 und 30 Euro“. Haben Sie eine Kurzhaarfrisur? Dann ordern Sie demnächst einfach einen Schnitt für Männer.“

Weiter aus dem Artikel:

„Sie können es aus Selbstgeißelung sogar noch spartanischer angehen als Ihr bester Freund: Zahnbürste, Zahnpasta, Kernseife! Bloß: Das rettet Sie leider immer noch nicht. Denn die Pink Tax, die betrifft nicht nur Produkte, von denen Sie denken, dass Sie sie unbedingt wollen. Sondern leider auch solche, die Sie unbedingt brauchen. Und oft ist der Frauenzuschlag nicht so leicht zu entlarven.

Bei Tampons zum Beispiel. Während für einen Blumenstrauß der verminderte Steuersatz von sieben Prozent gilt, liegt die Mehrwertsteuer für Tampons und Binden in Deutschland bei 19 Prozent. In Großbritannien haben die Frauen sehr lange, sehr laut und sehr lustig unter #endtampontax gegen eine ähnlich unfaire „Besteuerung der Menstruation“ protestiert. Und Erfolg: Ministerpräsident Cameron setzte auf einem EU-Gipfel durch, dass jedes Mitgliedsland nach englischem Beispiel die Steuer auf Tampons und Binden auf Null setzen könnte, wenn es denn wollte. Also auch Deutschland.“

Wer möchte kann der EMMA schreiben unter: redaktion(at)emma.de  Um ihnen u.a. von euch selber gefundene Artikel dieser Sorte kund zu tun oder eigene Erfahrungen weiter zu geben. :-)

Bei der Verbraucherzentrale in Hamburg gibt’s noch mehr Beispiele zu finden:

http://www.vzhh.de/ernaehrung/373120/pink-tax-frauen-zahlen-mehr.aspx

Auszug:

Pink Tax abschaffen: Wir fordern Hersteller und Einzelhändler auf, die Preisdiskriminierung von Frauen zu unterlassen. Denn Frauen werden mit diesen Tricks doppelt benachteiligt, weil sie darüber hinaus meist noch weniger Geld verdienen als Männer.

Wir können aber nicht verstehen, dass Frauen für einen einfachen Kurzhaarschnitt bis zu 40 Prozent mehr zahlen sollen als Männer. Auch bei der Reinigung von Textilien wird kräftig abkassiert. So kostete das Säubern einfacher Frauenblusen zwischen 60 und 80 Prozent mehr als das von Männerhemden. Die Blusen sollen laut Anbieter aufwändiger zu reinigen sein.“

Wenn ihr mehr davon entdeckt, schreibt an die EMMAs, die bleiben an dem Thema dran.

Zum Wochenende bin ich wieder auf die Suche gegangen nach froh machenden, angenehmen Seiten für euch. Diesmal geht es um Essen. Um schöner essen, um genau zu sein. :-)

Kinder sollen ja nicht mit dem Essen spielen, heißt es.

In diesem Fall, „spielt“ eine chinesische Mutter mit dem Essen ihrer Kinder, hihi. Allerdings um ihnen das Mittag aus der Lunchbox schmackhafter zu machen. Das Auge isst ja bekanntlich mit.:-)

Viel Freude beim Betrachten:

http://4rtgallery.blogspot.com/2014/10/character-bento-food-art-by-li-ming.html

Auszug:

„Li Ming, a mother of two from Singapore, created more than 100 cartoon food artworks for her sons’ lunches.“

Unter 'Bento Food Art' könnt Ihr die Webseite dieser höchst kreativen Frau finden. Ich find's so was von genial! :-)

Euch ein freudiges Wochenende

und liebe Grüße
Violine

09.05.2016 um 08:14 Uhr

Blickfangwerbung und Geschlechterbild

Hallo Ihr Lieben!

Eigentlich war ich der Überzeugung in einem einigermaßen aufgeklärtem Staat zu leben. Aber wenn ich höre, bzw. lese, wie die Debatte gerade läuft was Sexismus angeht, da kann ich nur noch den Kopf schütteln.

Justizminister Maas will den alltäglichen Sexismus per Gesetz stoppen. Gut so! Seit Jahrzehnten von den Frauenverbänden gefordert ist nun der Auslöser ein entsprechendes Gesetz endlich auf den Weg zu bringen: Die sexualisierte Gewalt in der Silvesternacht.

Das alleine ist schon mehr als ernüchternd. Aber wenn man sich die Reaktionen vieler Politiker u. Medien ansieht auf diese Ankündigung, da frag ich mich wirklich wo wir hier eigentlich leben als Frauen?

In Belgien ist es immerhin schon strafbar.

http://www.welt.de/vermischtes/article155073579/Das-wurde-aus-dem-Versuch-Sexismus-zu-bestrafen.html

Auszug:

"Kommst du mit uns spielen?" – "schmutzige Schlampe": Anzüglichen Sprüchen und Beleidigungen sind viele Frauen täglich ausgeliefert. In Belgien ist öffentlicher Sexismus strafbar. Funktioniert das?“

Gerade erst wieder aus der Versenkung aufgetaucht, weil abgewählt, schimpft FDP-Chef Lindner über dieses „Verbot von Nacktheit“ u. spricht gar von „Spießigkeit u. Unmündigmachen der Bürger“. Von einem scheinbar gebildeten Mann u. Politiker sollte frau etwas anderes erwarten.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article154240045/Maas-will-nackte-Haut-von-Werbeplakaten-verbannen.html

Auszug:

„Sexuelle Diskriminierung soll künftig noch strenger für die Werbebranche tabu sein: Im Justizministerium wird ein entsprechender Entwurf bearbeitet. Der Vorstoß trifft jedoch auf heftigen Widerstand.

Eine Sprecherin des Justizministeriums sagte dazu: "Wir prüfen, wie wir den Schutz vor herabwürdigender Werbung verbessern können." Einem Bericht des "Spiegels zufolge könnten künftig Plakate oder Anzeigen verboten sein, die Frauen oder Männer auf Sexualobjekte reduzieren.

Auf heftigen Gegenwind trifft Maas mit seinem Vorstoß aus den Reihen der FDP. Parteichef Christian Lindner warf dem SPD-Politiker "Spießigkeit" vor: "Heiko Maas geht den nächsten Schritt zum Nannystaat, der den Bürgern nichts zutraut und Verbraucher für unmündig hält", sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Seine Pläne zum Verbot vom Nacktheit und sexualisierter Werbung sind an Spießigkeit kaum zu überbieten. Die Verhüllung von Frauen zur Bändigung von Männern zu fordern, das kannte man von radikalen islamischen Religionsführern, aber nicht vom deutschen Justizminister."

Was will uns dieses laute Getöse sagen?

Immerhin hat es Lindner dadurch zum Pascha des Monats bei den EMMAs geschafft:
http://www.emma.de/artikel/pascha-des-monats-christian-lindner-fdp-chef-332375

Auszug:

„Der Justizminister will sexistische Werbung verbieten. Das ist überfällig. Nicht nur Feministinnen fordern es seit 40 Jahren. Zwar liegt noch kein Gesetzesentwurf vor, aber einer protestierte schon mal: FDP-Chef Christian Lindner.“

Nur der Spiegel erwähnt in seiner ersten Meldung, dass sich Justizminister Maas mit Pinkstinks besprochen hat.

http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/heiko-maas-will-verbot-sexistischer-werbung-a-1086186.html

Auszug:

„Mit dem Vorhaben setzt Maas einen Beschluss der SPD-Parteispitze um, die in Reaktion auf die sexuellen Übergriffe der Silvesternacht in Köln ein "moderneres Geschlechterbild" im Land etablieren will. Zudem hat sich das Ministerium von Aktivisten der Organisation "Pinkstinks" beraten lassen, die seit langer Zeit ein Verbot sexistischer Werbung fordern.

Die Gründerin von Pinkstinks ist unterwegs, Überzeugungsarbeit leisten. Denn es geht selbstverständlich nicht um Nacktheit, sondern darum Werbung zu stoppen, die nackte Frauenkörper ohne Produktbezug u. noch dazu auf extrem herabwürdigende Weise darstellen.

Das scheinen die Gegner eines Verbots aber irgendwie nicht verstehen zu wollen. Zumal es allen voran Männer sind, die sich aufregen. Dabei sind es Frauen, die herab gesetzt werden.

https://causa.tagesspiegel.de/ja-zum-sexismusverbot-in-der-werbung.html

Auszug:

„Seit die Presse verlauten ließ, Heiko Maas wolle Sexismus in der Werbung verbieten, sehen sich viele Deutsche ihrer Freiheit beraubt. Die SPD ist die neue "Verbotspartei", der Justizminister ein "maasloser Spießer" und es ginge nicht an, dass man jetzt alle Frauen in der Werbung verhülle, nur, weil manch ein muslimischer Flüchtling nicht mit unserer Freizügigkeit klar käme.

Sexualisierung und Nacktheit sind aber gar nicht in Gefahr. Sexyness hat ziemlich wenig mit Sexismus zu tun. Nackte Frauenkörperteile, über die sich lustig gemacht werden und die in keinem Zusammenhang mit dem beworbenen Produkt stehen, schon eher.

Zur Zeit wird im Justizministerium beraten, ob das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb durch eine Norm ergänzt wird, in der überzogen sexualisierte Blickfangwerbung ohne Produktbezug (Brüste auf Kühlerhaube, weibliches "Frischfleisch" an Tierfutter) verboten werden soll, sowie Werbung, die Menschen durch die Spruchpraxis diskriminierende Geschlechterrollenbilder zuweisen. Eine andere Möglichkeit wäre, dass der Deutsche Werberat, die Selbstregulierung der Werbewirtschaft, realistische Sanktionsmechanismen erhält - auch diese juristische Lösung wird untersucht.“

Und weiter aus o.g. Artikel:

Viele Unternehmen, vornehmlich im mittelständischen Bereich, interessiert es oft herzlich wenig, was der Werberat in Berlin von ihren halbnackten Frauen auf kalten Bodenbelägen oder Frauenhintern neben Heizungsrohren hält.

Auch die Meinungsfreiheit wird nicht angegriffen: "Frauen gehören an den Herd" ist am Stammtisch weiterhin eine komplett legitime Meinung, in der Werbung aber Diskriminierung, die verboten gehört. Warum? Weil Werbung gemacht wird, um zu wirken. Sie ist Spiegel der Gesellschaft, aber nicht nur: Schon 1997 definierte das Europäische Parlament, dass Werbung Konsumenten beeinflusst. "Hintern neben Kontaktlinsen" reduziert Frauen auf eine Zurschaustellung von passiver Verfügbarkeit, die wir 2016 überwunden haben sollten.“

Tja, wie es aussieht hinkt Deutschland mal wieder hinterher, was das Geschlechterbild betrifft u. nicht nur dort... Es fehlt schlicht ein Bewusstsein dafür. Das ist der Skandal daran. Wer das Prinzip mal bewusst umdreht u. Männer, statt Frauen in genau diesen Werbe Posen darstellt wird schnell merken, wie lächerlich, wie herabwürdigend so eine Darstellung von Menschen ist. Bei Frauen stört das nur kaum jemanden. Viele Mensch haben sich inzwischen daran gewöhnt, Frauen in solch unwürdigen Haltungen im Alltag zu sehen.

Ich wünschte Sexisten, wie Herr Lindner würden sich mal genau in solchen typischen Frauen Werbe Posen, nur mit einer Unterhose bekleidet obszön auf Kühlerhauben räkeln, an Heizungsrohren reiben, auf kalten Bodenplatten herum kriechen oder mit gespreizten Beinen vor Baumstämmen herum liegen. Ist doch alles tolle Werbung für ihn. Ob er dann weiterhin als Politiker ernst genommen wird, wer weiß...

Hier geht es auf die Seite von Pinkstinks:

https://werbung.pinkstinks.de/das-problem

Ein mir bisher unbekanntes Gaga Magazin zieht denn auch gleich alle Register der Satire, mit einer fast nackten Frau als Blickfang, was sonst.

http://www.morgengagazin.com/politik/fdp-in-panik-neue-wahlkampagne-durch-sexismus-verbot-in-gefahr/

Auszug:

„Geschockt hat die FDP auf Ankündigungen von Justizminister Heiko Maas reagiert, in Zukunft Werbung zu verbieten, in denen Frauen als bloße Sexobjekte dargestellt werden. Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner zeigte sich gestern im Gespräch mit dem Morgengagazin völlig fassungslos. „Was soll aus unserer Wahlkampagne für die anstehenden Landtagswahlen werden? Wir haben extra ein aufwendiges Casting in der Ukraine durchgeführt und unsere gesamte Strategie darauf aufgebaut, durch unsere gut gebaute Spitzenkandidatin Olga Schewschenkow die Wähler zu überzeugen. Ohne Nacktbilder haben wir doch keine Chance“, so der sichtlich zerknirschte Lindner.“

Der Werberat in Deutschland ist ein Zusammenschluss von allen relevanten Wirtschaftszweigen der Werbung in Deutschland. Sexistische Werbung oder Diskriminierung wird nur dann in die Kriterien aufgenommen, wenn sie gerade zur „aktuellen Weltanschauung“ gehört. Nicht etwa weil sie Menschenrechten widersprechen und die Würde der Betroffenen - meist Frauen - verletzen. Es scheint kaum jemanden bedenklich dass ein Werberat der aus Werbenden besteht nicht wirklich unabhängig ist?

Die einzige Seite in Deutschland, außer den EMMAs, die gezielt sexistische Werbung anprangert (beim Werberat) könnt ihr rechts in meiner Link Liste finden u. hier nochmal:

http://itzebitze.de/aktuelles.html

Und noch die EMMA Seite, auf der ihr auch sexistische Werbung melden könnt:

http://www.emma.de/thema/sexismus-es-reicht-jetzt-185284

Die EMMAs verlinken dort eine Seite der BAG, Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- u. Gleichstellungsbeauftragten. Dort findet ihr eine E-Postkarte zum Bestellen, um sie direkt an die entsprechende Firma zu versenden, mit der Ankündigung dieses frauenfeindliche Produkt künftig zu boykottieren. Hier zu finden:

http://www.frauenbeauftragte.org/aktionen/sexistische-werbung

Soviel zum Thema Sexismus.

Handelt, kann ich nur noch abschließend schreiben. ;-)

Zum Wochenbeginn hab ich jetzt noch was für euch zum Thema Tier Freundschaften:

Seltsame Freundschaften( Eichelhäher und Hund)

https://www.youtube.com/watch?v=_tDpU4BypvE

Ungewöhnliche Freundschaft (Hund und Kauz)

https://www.youtube.com/watch?v=WW0nJfEWO4U

Seltsame Tierpaare (Blinder Hund und Reh)

https://www.youtube.com/watch?v=7DLazDiklvE

Was es nicht alles gibt. :-)

Euch eine gute u. sonnige Woche!

Liebe Grüße
Violine

17.11.2014 um 17:11 Uhr

Kampagne - Weg mit dem BILD-Girl

Hallo Ihr Lieben!

Aus aktuellem Anlass gibt‘s heute Nachschlag.

Als sich die Bild unlängst über die Dekolletés von sechs prominenten Frauen ausließ hat es der Studentin Kristina gereicht u. sie hat sich an eine Petition ran gemacht.

Bild titelt bekanntlich immer mit nackten Frauen und interessiert sich nicht die Bohne um einen respektvollen Umgang mit Frauen. Sexismus als Verkaufsoffensive.

Da hätten wir (auch ich) schon längst drauf kommen sollen diese Entwürdigung der Frauen anzuprangern, denn diese springt uns ja an jedem Zeitungsstand ins Gesicht.

Die Kampagne schlägt hohe Wellen:
http://www.emma.de/artikel/kampagne-schafft-das-bild-girl-ab-318037

Auszug:
„Sie will dem Frauen-Bild, das Bild täglich präsentiert, ein Ende zu setzen. „Indem die Bildzeitung in ihrer Berichterstattung keinen Respekt für die Würde der Frau zeigt, nährt sie ein Klima der sexuellen Gewalt in Deutschland“, sagt Kristina im Gespräch mit EMMA.

„Bild: Zeigt allen Respekt – schafft das Bild-Girl ab!“ Darin wendet sie sich direkt an Bild-Chef Kai Diekmann: „Reduzieren Sie Frauen nicht länger auf Äußerlichkeiten und sexuelle Attraktivität - Frauen sind nicht die Lustobjekte einer Gesellschaft!“ Und: „Berichten Sie über Frauen genauso, wie sie über Männer berichten: über ihre Arbeit in Bereichen wie Sport, Medien, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.“ Mittlerweile haben über 28.000 Menschen diese Forderung unterzeichnet.“


Hier gehts zur Petition:
http://www.change.org/p/zeigt-allen-respekt-schafft-das-bild-girl-ab-bildsexism-bild-de

Bitte zeichnet diese mit u. verteilt sie im Freundeskreis.

Liebe Grüße
Violine

17.10.2014 um 07:40 Uhr

Sexismus in der Werbung - Der Preis ein Kaktus

Hallo Ihr Lieben!

Manche wollen nichts dazu lernen,
nicht aus Fehlern, nicht aus Lebenserkenntnis.
Weise Menschen lernen ein Leben lang.
Nur ein Narr glaubt an seine Irrungen.

So scheint es auch mit dem allgegenwärtigen Sexismus zu sein. Manche haben erkannt, dass sie damit das andere Geschlecht diskriminieren u. verändern daraufhin ihr Verhalten.

Doch bei einigen stößt man auf Granit. Ist doch spaßig sich über Frauen lustig zu machen u. sie als Sexobjekte darzustellen u. sie zu entwerten auf Grund ihres Geschlechts. Irgendwann hört der Spaß aber auf.

Zur Erinnerung für die, die es immer noch nicht verstehen wollen:
http://www.deutscher-frauenring.de/themen/sexistische-werbung

Auszug:
„Sexismus wird allgemein verstanden als die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts, wozu auch kulturell bedingte Geschlechterrollen und Stereotype von Weiblichkeit und Männlichkeit zählen. In der Werbung bezieht sich Sexismus auf die Darstellung von geschlechterbezogenen Vorurteilen und Verhaltensweisen, die eine Personengruppe gegenüber einer anderen sozial abwerten, sowie die Reproduktion der Zweigeschlechtlichkeit. Die Abwertung von Frauen in der Werbung stellt aus menschenrechtlicher Sicht eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts dar.“

Besonders in Werbebotschaften schreit uns Sexismus geradezu an, springt uns überall ins Gesicht, aufdringlich und abwertend.

Der alltägliche Sexismus in der Werbung - einige Negativbeispiele:
http://www.bz-berlin.de/berlin-sport/fuechse-berlin/fuechse-berlin-aerger-wegen-plakat
http://www.emma.de/artikel/beachtelefon-fuers-buero-317559
http://www.emma.de/artikel/grosse-berge-feuchte-taeler-jede-menge-wald-317555

http://www.brigitte.de/frauen/gesellschaft/frauenfeindliche-werbung-1175443/
http://itzebitze.de/aktuelles.html
http://www.emma.de/thema/sexismus-es-reicht-jetzt-185284


Und wenn wir mal die Rollen vertauschen würden, sähe das dann so aus:
http://meedia.de/2014/03/18/wenn-maenner-frauenrollen-in-der-werbung-spielen-wuerden/
http://www.emma.de/artikel/blurred-roles-die-antwort-auf-thickes-sexismus-hit-311612
http://www.femininleben.ch/33-gesellschaft/686-genderrollentausch-in-der-werbung

Viele Unternehmen meinen durch sexistische Werbung Kunden gewinnen zu können u. scheren sich einen Dreck darum, ob sie dabei Frauen u. Mädchen bewusst als Sexobjekte degradierend u. entwürdigend darstellen.

Terre des Femmes hat sich nun entschieden einen Negativ-Preis, den „Zornigen Kaktus“ an Unternehmen zu vergeben, die es immer noch nicht kapiert haben.
http://frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/frauenfeindliche-werbung/negativ-preis-der-zornige-kaktus

Auszug:
„TERRE DES FEMMES verleiht zum Internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ am 25. November 2014 in diesem Jahr zum ersten Mal den „Zornigen Kaktus“ für besonders sexistische Werbung. Schicken Sie uns Ihre Vorschläge!

Es macht uns zornig, dass immer noch Unternehmen, Verbände oder Vereine mit plumpem Sexismus werben, mal trivial, mal ganz offensichtlich. Bei den schlimmsten Fällen schreitet der Werberat ein und in seltenen Fällen zieht das Unternehmen wegen der Proteste die Werbung freiwillig zurück. Da zahlreiche Unternehmen bei Kritik bisher ignorant sind, setzen wir mit unserem Preis ein Zeichen: Wir wehren uns!“


Und weiter heißt es bei Terre des Femmes:
„Für die Verleihung des „Zornigen Kaktus“ qualifizieren sich die Werbetreibenden durch folgende Kriterien:
-Mädchen und Frauen werden abwertend dargestellt
-Mädchen und Frauen werden als (allzeit verfügbare) Sex-Objekte inszeniert
-zwischen Produkt und Model besteht kein nachvollziehbarer Zusammenhang
-in der Werbung wird Gewalt gegen Frauen oder Mädchen verherrlicht oder heruntergespielt

Bitte schicken Sie Ihre Preisvorschläge (mit einem Nachweis wie Link, Screenshot, Foto etc.) bis zum 24. Oktober 2014 an gewaltschutz@frauenrechte.de .“


Eine super Idee!
Bitte macht mit u. schickt Vorschläge sexistischer Werbung an die o.g. E-Mail.

Auch wenn wir den Deutschen Werberat seit Jahren haben, so ist dieser doch nicht unabhängig, sondern wird genau von den Firmen betrieben, die selber Werbung schalten. Interessenkonflikt nennt man das allgemein.

In Berlin Friedrichhain-Kreuzberg wird die Unabhängigkeit des Deutschen Werberats  inzwischen auch angezweifelt u. das zu Recht. Lest selber:
http://www.taz.de/!133987/

Auszug:
„Dem Deutschen Werberat wird ungenügende Unabhängigkeit vorgeworfen. Eigentümer der Einrichtung sind Verbände von Unternehmen, die Werbung schalten, und Medien, die die Schaltung entgegennehmen.

Die Kontrolle über die Werbung wird hier also denen überlassen, die ihr Geld mit Werbung ihr Geld verdienen. „Ich traue denen nicht gerade ein objektives Urteil zu“, meint Petra Koch-Knöbel, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Bezirks Friedrichhain-Kreuzberg.“


Nun hat sich die Initiative „Pinkstinks“ entschieden eine Petition auf den Weg zu bringen, um eine Gesetzesänderung herbei zu führen, die sexistische Werbung als unlauteren Wettbewerb deklariert.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/sexismus-in-der-werbung-pruef-sie-muendlich-1.2141152

Auszug:
„Aus dem Grundgesetz ergebe sich die Pflicht des Staates, die Gleichberechtigung zu fördern, heißt es da. "Geschlechtsdiskriminierende Werbung" hingegen verfestige bestehende Stereotypen. Um das zu ändern, schlägt Pinkstinks eine Erweiterung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) vor. Werbung sei vor allem dann diskriminierend, wenn sie "Menschen aufgrund ihres Geschlechts Eigenschaften, Fähigkeiten und soziale Rollen in Familie und Beruf zuordnet", wenn sie " sexuelle Anziehung als ausschließlichen Wert von Frauen darstellt" oder "Frauen auf einen Gegenstand zum sexuellen Gebrauch reduziert". Unterstützt wird der Verein unter anderem von der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen und dem Deutschen Juristinnenbund.“

Klasse, kann ich da nur sagen!
Bitte unterstützt Pinkstinks und unterzeichnet diese Petition u. reicht sie weiter.
Petition - Erweiterung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb:
https://werbung.pinkstinks.de/

Zum Wochenende konnte ich passenderweise zum Thema einen Artikel von Sibylle Berg finden:
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/sexismus-im-deutschen-werberat-a-953368.html

Auszug:
„Deshalb sitzen in dem Gremium des Deutschen Werberats, das darüber entscheidet, ob ein Werbender ethische Grundsätze verletzt, vornehmlich Männer. Zehn Ratsherren aus Medien, Handel, Industrie und der Werbewirtschaft. Mittlerweile sind drei Frauen "zusätzlich berufen". Macht sich besser, heutzutage. Die Mitglieder haben unglaublich viel Humor! Was da gelacht wird, bei so einer Gremiumssitzung, das kann man sich gar nicht vorstellen!“

Jetzt wünsche ich Euch ein entspanntes
u. freudiges Wochenende!
Liebe Grüße
Violine

04.03.2014 um 05:29 Uhr

Sexismus in der Werbung - Berlin traut sich

Hallo Ihr Lieben!

Es ist nicht mehr zulässig.
In Berlin werden jetzt Nägel mit Köpfen gemacht.
Sexistische Werbung wird gleich bei Abschluss
von Verträgen über Werbeflächen
als unzulässig festgelegt.

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/kontrolle-statt-vorab-zensur-kreuzberg-will-sexistische-werbung-pruefen,10809148,26352646.html

Auszug:
„Das Amt wird in dem BVV-Antrag aufgefordert, in den Verträgen zur Vermietung von Plakatflächen festzulegen, dass „die Präsentation diskriminierender, frauenfeindlicher und sexistischer Außenwerbung auf bezirkseigenen Flächen nicht mehr zulässig ist“.
Demnach dürfen Männer und Frauen nicht „auf abwertende Weise dargestellt“ werden. Auch dürfen keine bildlichen Darstellungen von nackten männlichen oder weiblichen Körpern gezeigt werden, wenn es keinen direkten Zusammenhang zum beworbenen Produkt gibt. Bademodenfotos wären danach zulässig. Das Foto einer Frau, die sich im Bikini auf der Motorhaube eines neuen Automodells räkelt, müsste dagegen vom Bezirksamt konfisziert werden. Frauenkörper dürften nicht als reine Dekoration benutzt werden, heißt es in der Begründung. Das könne zu Übergriffen auf Frauen beitragen.“

Der letzte Satz sollte alle aufhorchen lassen.
Denn dieses Frauenbild was uns tagtäglich durch solche sexistischen Werbekampagnen
vermittelt wird stellt Frauen immer wieder als Objekte dar.

Hier mal einige krasse Beispiele von frauenfeindlicher Werbung:
http://www.brigitte.de/frauen/gesellschaft/frauenfeindliche-werbung-1175443/

Ganze Wände werden damit zugekleistert.
Frauen als Deko, fern vom beworbenen Produkt.

Wer immer noch nicht genau weiß, was sexistische
Werbung ist, kann sich hier schlau machen:
http://www.terre-des-femmes.ch/thema-sexismus/was-ist-sexismus/sexistische-werbung/kriterien-sexistischer-werbung

Auszug:
„°Frauen oder Männer werden auf bestimmte Geschlechterrollen oder Eigenschaften reduziert und festgelegt (auch durch doppeldeutige Werbebotschaften). Beispiel: Frauen putzen in der Werbung (Rolle: Hausfrau), während Männer einer bezahlten Erwerbsarbeit nachgehen (Rolle: Ernährer).
°Bilder und Texte stellen die Geschlechter per se abwertend dar.
°Frauen werden dargestellt, als ob sie sich ausschliesslich als sexuelle Körper definieren. Damit wird die sexuelle Verfügbarkeit von Frauen signalisiert. In solchen Werbungen scheinen Frauen käuflich wie das Produkt.
°Die sexualisierte Darstellung – meistens der Frau – hat keinen Zusammenhang mit dem Produkt und dient nur als Blickfang.
°Es werden gesundheitsschädigende Schönheits- oder Verhaltensnormen propagiert, die Frauen und Männer beeinflussen.
°Das Verhältnis von Frauen zu Männern ist in der Werbung von Abhängigkeit und Unterwürfigkeit geprägt. Beispiel: Miet mich-Benutz mich!
°Bilder oder Texte suggerieren Assoziationen zu Gewalt gegen Frauen.
°Darstellungsformen von Frauen und Männern zeichnen sich dadurch aus, dass die Rollen nicht vom jeweils anderen Geschlecht dargestellt werden können ohne Belustigung, Befremden, Widerwillen oder gar Abscheu auszulösen (so genanntes Kriterium der «Unumkehrbarkeit»)“

Sexistische Werbung melden könnt Ihr an verschiedenen Stellen:
http://www.frauenbeauftragte.de/bag-themen/sexistische-werbung/
http://www.emma.de/thema/sexismus-es-reicht-jetzt-185284
http://www.itzebitze.de/aktuelles.html
http://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/frauenfeindliche-werbung/aktiv-werden

http://www.werberat.de/anleitung

Nur Mut Ihr Lieben!
Je lauter wir werden und diese Form der Diskriminierung beanstanden, desto eher
wird sich auch in unserer Gesellschaft etwas verändern.

Ich wünsche Euch eine gute Woche
und liebe Grüße
Violine

29.11.2013 um 08:02 Uhr

Der „sexistische Normalzustand“ unserer Gesellschaft

Hallo Ihr Lieben!

Was ist der Unterschied zwischen Männern und Frauen?
Diverse Fernsehsendungen u. Medien werden einfach nicht müde
nach dem Unterschied zu fragen u. dabei z.B. mit Gehirnvolumen
zu argumentieren um die „Zweiteilung“ vorzunehmen.

Mit der angeblichen „Natürlichkeit“ entsteht nicht nur eine
vermeintliche Unentrinnbarkeit aus der Geschlechtsidentität
sondern ebenso Zwänge u. Gewaltstrukturen. Sexismus.

Der Frauenwitz unter Männern wird oft als harmloser Spaß
abgetan, schafft sogar noch ein Einheitsgefühl in dieser Gruppe.
Öffentlich das Aussehen unbekannter weiblicher Personen zu
kommentieren, ist selbstverständlich. Die Frechheit wird auch
noch als Kompliment verpackt.

Wie das im Alltag aussieht?
Sexistische Äußerungen u. Handlungen (erniedrigende
Sprüche), sexistische Übergriffe (sexuelles „Grabschen“)
u. sexuelle Gewalt. Bei jedem Fall von Sexismus findet eine
Grenzüberschreitung statt.

Nicht nur das Erkennen dieser Demütigung u. Verletzung 
ist ein Problem, sondern auch das Anerkennen.


So wird zum Beispiel einer Frau, die Opfer eines sexistischen
Übergriffs geworden ist, oft genug vermittelt, sie selbst trage
Mitschuld daran, denn sie habe ja z.B. einen „provokanten“
Minirock getragen.
Auf diese Weise kommt es nicht selten zur Fortsetzung der
sexistischen Demütigung.

Ähnlich ist es mit Homophobie. Schwul sein wird als Schimpfwort
gebraucht. Heterosexuelle Menschen nehmen sich das Recht
heraus, homosexuelle Menschen nach ihrer sexuellen 
Orientierung zu fragen. Umgekehrt wird Heterosexualität  
nicht abgefragt, sondern als selbstverständlich vorausgesetzt.


Heterosexuelle Menschen werden in den wenigsten Fällen dazu
aufgefordert, offen ihre sexuellen Vorlieben zu besprechen.
Die eigene Sexualität von heterosexuellen Menschen ist gar kein
Thema, schließlich gehört sie zur gesellschaftlichen Identität dazu.

Um Sensibilität zu erreichen u. Veränderung, muss der
„sexistische Normalzustand“ in der Gesellschaft erst mal
erkannt u. auch offen hinterfragt werden.

Oft genug wird das von Kritikern als Angriff auf die „Normalität“
gesehen, entsprechend hart kämpfen sie auch darum diesen
Sexismus aufrecht zu erhalten.

Aus diesem Grund ist Aufklärung über diese Form
der Diskriminierung von großer Relevanz.
Wie diese aussehen kann?
Allen voran die wertvolle Seite von itzebitze:
http://www.itzebitze.de/aktuelles.html

Langsam kommt das Bewusstsein bei den Menschen an.
Wie wir auch an diesem Beispiel sehen können:
http://www.kein-sexismus.de/
(Kein Sexismus an Hochschulen)

Auszug:
„Auch die Hochschule ist kein von gesellschaftlichem
Sexismus und von Homophobie freier Raum. Auf den
Plakaten zur Semesterparty räkeln sich Frauen* in knappen
Kostümchen, der Prof bezeichnet seine wissenschaftliche
Mitarbeiterin als „mein Mädchen“, die Wahl zwischen
„Frauen- und Männertoilette“ lässt Trans*personen ratlos
und mit voller Blase zurück. Egal wo und wann Menschen
aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert, ausgeschlossen
oder angegriffen werden, müssen wir gemeinsam gegen
Sexismus und Homophobie vorgehen.“


Weitere Aktionen und Links zum Thema:
http://www.theeuropean.de/merle-stoever/7078-die-macht-und-das-system-des-sexismus
http://prochange.tumblr.com/post/54756296666/neuigkeiten-zu-unserer-petition-klaert-endlich
http://alltagssexismus.de/
http://www.werbewatchgroup-wien.at/was-ist-sexistische-werbung
http://bunterkaffee.de/wp/themen/feminismus/


Abschließend sei auch noch die neue Rubrik auf EMMA-online
erwähnt:
http://www.emma.de/thema/sexismus-es-reicht-jetzt-185284

Es geht um das Erkennen und Anerkennen von Sexismus
als Demütigung u. Verletzung.

Werdet aktiv, schaut Euch um u. nehmt diesen schon zur
Normalität mutierten Sexismus wahr u. handelt!

Zum bevorstehenden Wochenende noch eine
kleine Geschichte:
http://www.zeit.de/2009/15/Oma-Clara-15

Auszug:
„Clara Cannucciari, 93, ist mit Kochrezepten aus ihrer Jugend
zum Internet-Star geworden.

Vor zwei Jahren, als von der Finanzkrise noch keine Rede war,
begann Christopher Cannucciari seine Oma beim Kochen zu
filmen. Denn ihre Rezepte waren legendär in der Familie, die
Zutaten simpel: Nudeln mit Erbsen, Nudeln mit Knoblauch,
Nudeln mit Bohnen, Bratkartoffeln mit Würstchen (was in der
Familie "Arme-Leute-Essen" hieß), und alles selbst gekocht –
da brachte man auch schon mal seine Freunde mit zum
Schmausen. "Clara ist eine wunderbare Oma", schrieb ihr
Enkel, als er die ersten Videos ins Internet stellte, "sie kann
aus Zitronen Limonade machen."

http://www.greatdepressioncooking.com/Depression_Cooking/Welcome.html


Vielleicht sollte Oma Clara mal das Filmen übernehmen
u. ihrem Enkel den Kochlöffel in die Hand drücken?
Das gäbe sicher auch einen Internet-Hit. :-)

Ich wünsche Euch ein schönes
und erholsames Wochenende
u. liebe Grüße
Violine

06.09.2013 um 08:14 Uhr

Sexismus - Die "aktuelle Weltanschauung" des Deutschen Werberats - Die Würde der Frauen wird weiterhin verletzt!

 

Hallo Ihr Lieben!

 

Mal rügt der Werberat sexistische Werbung, mal nicht.

Weshalb diese Unterscheidungen? Nach welchen Maßstäben

wird Werbung vom Werberat eingeschätzt und beurteilt?

Ist der Werberat DIE Instanz für Kritik und Beschwerde?

Wie unabhängig arbeitet der Deutsche Werberat?


Sehen wir uns mal den Werberat etwas genauer an:

http://www.werberat.de/traeger


Auszug:

„Träger des Deutschen Werberats sind die gegenwärtig 41 im

Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW

zusammengeschlossenen Organisationen der werbenden

Wirtschaft, des Handels, der Medien, der Agenturen, der

Forschung sowie der Werbeberufe. Damit wird der Deutsche

Werberat von allen relevanten Wirtschaftszweigen der

Werbung in Deutschland getragen. Zusätzlich gefördert

wird seine Tätigkeit von den assoziierten Mitgliedern des ZAW.“


Und weiter heißt es dort:

http://www.werberat.de/arbeitsgrundsaetze


Auszug:

„Zur Verwirklichung freiwilliger Selbstverantwortung der

Werbewirtschaft, wie sie in § 2 der ZAW-Satzung verankert ist,

hat das Präsidium des ZAW den Deutschen Werberat eingesetzt.

Seine Aufgabe ist es, durch geeignete Maßnahmen die Werbung

im Hinblick auf Inhalt, Aussage und Gestaltung weiterzuentwickeln,

verantwortungsbewusstes Handeln zu fördern, Missstände im

Werbewesen festzustellen und zu beseitigen sowie als ständiges

Anspracheorgan für Verbraucher bezogene Werbeprobleme zur

Verfügung zu stehen.“


http://www.werberat.de/aufgaben-und-ziele


Auszug:

„Deshalb übernimmt die Werbewirtschaft im Wege der

Selbstregulierung über den Bereich staatlicher Rechtsetzung

hinaus aktiv Verantwortung für ein geordnetes Werbeverhalten.


Ziel dieser Form der Selbstbeschränkung ist es, verantwortungs-

bewusstes Handeln im Bereich der Werbung zu fördern sowie

Missstände festzustellen und zu beseitigen. Dabei agiert der

Deutsche Werberat unabhängig von staatlicher Aufsicht als

reines Selbstkontrollorgan der Werbewirtschaft.“


Fassen wir also kurz zusammen:

Der Deutsche Werberat ist ein Zusammenschluss von von

allen relevanten Wirtschaftszweigen der Werbung in

Deutschland. Diese haben den Werberat gegründet zur

freiwilligen Selbstregulierung und als reines

Selbstkontrollorgan. Verbraucher, also auch potentielle

Kunden, können ihre Kritik direkt an die Werbewirtschaft

und deren Kontrollorgan richten.


Nun zu den Grundsätzen, nach denen Werbung kritisiert und

Beschwerde dagegen eingelegt werden kann beim Werberat:

http://www.werberat.de/diskriminierung


Auszug:

Ob ein Verstoß gegen diese Grundsätze vorliegt, hängt

insbesondere von folgenden Kriterien ab:

  • Eindruck des verständigen Durchschnittsverbrauchers

  • Charakter des Mediums

  • Art des beworbenen Produkts/der beworbenen Dienstleistung

  • aktuell herrschende Auffassung über Sitte, Anstand und

    Moral in der Gesellschaft

  • dargestellte gesellschaftliche Wirklichkeit wie beispielsweise

    in redaktionellen Teilen der Medien, Film oder Theater.“


Und weiter schreibt der Werberat an anderer Stelle:

http://www.werberat.de/inhalte-der-werbekritik


Auszug:

„Bei seinen Beurteilungen legt der Werberat besonderen Wert

auf ausgewogene Entscheidungen. Das Gremium orientiert

sich an der gesellschaftlichen Realität unter Einbeziehung

der ständig in Bewegung befindlichen Lebenssachverhalte.

Die aktuell herrschende Auffassung über Sitte, Anstand und

Moral in der Gesellschaft, die Verhaltensweisen der Bürger

im öffentlichen Leben sowie die Medienwirklichkeit sind

wesentliche Konstanten im Urteilsschema des Rats.“


Wenn wir diese ganzen Kriterien zusammen nehmen ist die Basis,

Werbung überhaupt beanstanden zu können:

„Die aktuell herrschende Auffassung über Sitte, Anstand und

Moral in der Gesellschaft, die Verhaltensweisen der Bürger im

öffentlichen Leben und dazu auch feministische Sichtweisen als

Teil einer aktuellen Weltanschauung.“


Somit wird sexistische Werbung oder Diskriminierung nur

dann in die Kriterien aufgenommen, wenn sie gerade zur

„aktuellen Weltanschauung“ gehört. Nicht etwa weil sie

Menschenrechten widersprechen und die Würde der

Betroffenen – meist Frauen – verletzen.


Wenn wir nun noch zu dem Punkt der „Unabhängigkeit“

kommen können wir zurecht sagen, dass der deutsche

Werberat DAS ganz sicher nicht ist.

http://www.werberat.de/traeger


Auszug:

„Träger des Deutschen Werberats sind die gegenwärtig 41

im Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW

zusammengeschlossenen Organisationen der werbenden

Wirtschaft, des Handels, der Medien, der Agenturen, der

Forschung sowie der Werbeberufe. Damit wird der Deutsche

Werberat von allen relevanten Wirtschaftszweigen der

Werbung in Deutschland getragen. Zusätzlich gefördert

wird seine Tätigkeit von den assoziierten Mitgliedern des ZAW.“


Der Werberat ist eine Selbstregulierungsstelle von allen im

Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW

zusammengeschlossenen Organisationen. Sonst nichts.

Werbung politischer Parteien, staatlicher Instanzen, Kirchen,

Gewerkschaften oder von sozialen Einrichtungen etc. die nicht

zur Werbewirtschaft gehören, fallen somit unter den Tisch.


Um meinem Feministischen Blog gerecht zu werden lege ich

den Fokus auf Ungerechtigkeiten und alle Formen der

Benachteiligung/Diskriminierung von Frauen u. Mädchen

in unserer Gesellschaft.

Wozu Rollenklischees, Sexismus und Verharmlosung oder gar

Leugnung sexualisierter Gewalt ebenso gehören wie das

Frauenbild in der Gesellschaft.


Um Euch eine Vergleichsmöglichkeit anzubieten stelle ich

Euch noch die “Watchgroup gegen Sexistische Werbung“

in Österreich vor:

http://www.watchgroup-sexismus.at/cms/?page_id=25


Auszug:

„Ob wir sie nun bewusst oder unbewusst beachten, ihre

Botschaften fließen in unsere Wahrnehmung ein. Frau ist

gleich Sex, Frau ist gleich Produkt oder Produkt ist gleich

Frau, Frau muss schön und erfolgreich sein, ….; Mann ist Stärke,

Aggression oder Ernährer, Triebwesen, …;

All diese Darstellungsformen der Werbung schaffen eine

scheinbare Wirklichkeit. Sexistische Werbung verfestigt ein

bestimmtes Frauen-und Männerbild und konstruiert letztlich

auch gesellschaftliche Realitäten mit. Werbung ist ein Mittel,

um die Geschlechterhierarchie stets wieder zu reproduzieren

und damit aufrecht zu erhalten.“


Die Kriterien der Watchgroup orientieren sich an

Diskriminierung aufgrund des Geschlechts:

http://www.watchgroup-sexismus.at/cms/?page_id=2


Auszug:

Sexismus ist die die Diskriminierung von Menschen aufgrund

ihres biologischen und/oder sozialen Geschlechts. Zu Sexismus

zählen auch kulturell bedingte Geschlechterrollen oder Stereotype

von Weiblichkeit und Männlichkeit. Sexismus in der Werbung

bezieht sich nicht nur auf die sexualisierte Darstellung von Frauen,

sondern auf weitaus mehr Strategien und Methoden zur Reproduktion

der Zweigeschlechtlichkeit. Eine wesentliche Kategorie der sozialen

Ordnung in westlichen Industriestaaten ist „Geschlecht“. Mit der

Zuordnung zu einer der beiden Geschlechtsklassen ist eine soziale,

ökonomische und politische Platzanweisung verbunden.“


Zu der Möglichkeit diskriminierende u. Sexistische Werbung

bei dieser Watchgroup zu melden wird gleichzeitig auch eine

Forderung an die zuständigen Politiker, Werbenden und

Entscheidungsträger gesendet:

http://www.watchgroup-sexismus.at/cms/?page_id=867


Auszug:

°Eine grundsatzpolitische Entscheidung, dass diskriminierende

Werbung nicht akzeptiert oder toleriert wird.

°Eine gesetzliche Regelungen mit entsprechenden Sanktions- und

Kontrollmöglichkeit, verankert im Gleichbehandlungsgesetz

wie etwa in Island, Kroatien oder in Norwegen geplant – wäre eine

Lösung, die (präventiven) Schutz und Rechtssicherheit bietet.

°Parallel dazu muss Wissen um Gender und Menschenrechte bei allen

AkteurInnen im Bereich Medien und Werbung durch

Sensibilisierungsmaßnahmen als Standard in entsprechenden Aus-/

Weiterbildungen gewährleistet werden...“


Diese Einstellung zeigt auf, dass es der Österreichischen

Watchgroup um konkrete Veränderung geht, nicht nur um

bloße Beschwerdearbeit, wie es der deutsche Werberat betreibt.


So lange sich in der Gesellschaft nichts ändert am Frauenbild

wird es weiterhin Werbung geben, die Frauen herabsetzt zu

Sexobjekten u. die Rollenklischees aufrecht erhält, einhergehend

mit der eindeutigen Benachteiligung von Frauen.


Zum Glück gibt es auch in Deutschland mutige Frauen,

die aktiv etwas unternehmen.


Ich möchte Euch eine Frau vorstellen, die schon seit vielen Jahren

eindeutig sexistische Werbung sammelt und dem Deutschen

Werberat meldet.

http://www.itzebitze.de/aktuelles.html


Unter der Rubrik „Reaktionen“ findet Ihr ein Beispiel,

wie der Deutsche Werberat sexistische Werbung verharmlost:

http://www.itzebitze.de/reaktionen.html


Im Archiv werden unzählige Werbungen aufgelistet,

die (halb-)nackte Frauen als „Beilage“ und Sexobjekte darstellen:

http://www.itzebitze.de/reaktionen.html


Darunter auch viele, die aus der Liste des Werberats heraus

fallen, weil sie nicht von Werbewirtschaftsorganisationen

(Mitglieder im Werberat) sind.


Deshalb wäre es an der Zeit auch in Deutschland solch

eine Form der Watchgroup zu gründen.

Was meint Ihr?


Außerdem bitte ich Euch jede sexistische Werbung, die Ihr

entdeckt an http://www.itzebitze.de/aktuelles.html weiter zu geben.


Und zu guter Letzt: Werdet selber aktiv!

Bestellt Euch die Aufkleber gegen Sexismus und klebt

sie auf sexistische Plakate, Schaufenster und Bordell Werbungen.

Bei den EMMAs könnt Ihr sie bestellen:

http://www.emma.de/shop/porno-sticker/


Zum Wochenende noch einen schönen kleinen Text, um diese

Woche ein wenig rund zu machen. :-)

http://www.blogigo.de/Zaubermantel/Freihaendig/808/


Nun wünsche ich Euch ein entspanntes Wochenende

und liebe Grüße

Violine


03.09.2013 um 06:00 Uhr

Petition - Klärt endlich angemessen über den Sexismus in dieser Gesellschaft auf!

Hallo Ihr Lieben!

Heute möchte ich Euch erneut an diese Petition erinnern:
http://www.change.org/aufschreiTV

Auszug:
„DASS über Sexismus diskutiert und berichtet wird ist gut
und richtig und war schon lange überfällig. Aber WIE das
Thema, vor allem auch im Fernsehen, diskutiert und dargestellt
wurde, ist furchtbar und unangemessen. Da wurde gespottet,
gewitzelt, verharmlost, für unwichtig erklärt.
Es wurde reißerisch die allgemeine Sensationslust bedient.“

Und weiter:
„Unsere Beschwerde wird am 6. September 2013 im
Beschwerdeausschuss behandelt. Der Fernsehrat wird dann
in seiner nächsten Sitzung, am 18. Oktober 2013 über unsere
Beschwerde beraten.

Deswegen teilt die Petition, erzählt euren Bekannten davon,
verschickt und verbreitet den Link was das Zeug hält!“


Durch die Petition werden die öffentlich-rechtlichen Sender
aufgefordert ihrem gesetzlichen Auftrag gerecht zu werden
und über Sexismus in der Gesellschaft aufzuklären.

Das Thema Sexismus wird immer wieder herunter gespielt
und verharmlost. Es wird Zeit zu handeln!

Wir zahlen teuer für ARD und ZDF mit der GEZ-Gebühr.
Aus diesem Grund erwarte ich auch, dass die Sender
ihrem Auftrag gerecht werden!

Bitte unterschreibt die Petition!

Liebe Grüße
Violine

13.08.2013 um 07:03 Uhr

„Moderne Lebensart“ auf dem Oktoberfest? - Rollenklischees und Sexismus

Hallo Ihr Lieben!

Die EMMA titelte kürzlich mit den Worten:
„Moderne Lebensart“ Nur mit passender BH-Größe.

Vielleicht hab ich mich ja auch verlesen?
Aber nein, tatsächlich werden für die Wiesnzelte noch
Mitarbeiterinnen gesucht für den Job der Promillas.

Wer es nicht glaubt:
http://www.wiesn-jobs.de/promilla.html

Im Bewerbungsformular wird es dann deutlicher.
Konfektionsgröße und BH-Größe, huch?!
Was hat denn das bitte mit „moderner Lebensart“ zu tun?
Das ist doch das Letzte!

Rollenklischees, die auch noch mit einem Sonderpreis
für die „Beste Münchener Geschäftsidee“ ausgezeichnet wurde.
Frau höre und staune!

Auch die Mamarazzis und Schatzis müssen sich mit
BH-Größe, T-Shirt Größe u. Haarfarbe etc. bewerben.
Das geht jetzt aber wirklich zu weit!

Ist bei den Bayern immer noch nicht angekommen, dass
Sexismus out ist und Rollenklischees aber wirklich
gar nichts mit „modern“ zu tun haben?

Im EMMA-Forum hatte ich ja unlängst auf das
„Oktoberfest der sexuellen Übergriffe“ aufmerksam gemacht:
http://forum.emma.de/showthread.php?7112-Oktober-Fest-der-sexuellen-bergriffe

Damit sich Frauen auf dem bayrischen Fest auch sicher
fühlen gibt es jedes Jahr Ratschläge, wie sich Frauen
zu verhalten haben, damit sie nicht begrabscht werden.

Aber keinen einzigen Hinweis an die Männer, wie die sich
zu verhalten haben?! Denn um die geht es ja.

Damit wird gleichzeitig das unsägliche Bild bestärkt, dass Frauen
selber „Schuld“ daran seien, wenn sie belästigt werden.
Verhaltet euch „richtig“, dann passiert euch auch nichts?!

Die Verantwortung für die Übergriffe liegt alleine bei
den Männern, nicht etwa bei den betroffenen Frauen!

Frauen wird ein Katalog an Verhaltensregeln vorgelegt während
des Oktoberfestes der verhindern soll, dass sie sexualisierte
Übergriffe erleiden. Kein Wort an die potentiellen Täter.
http://www.sicherewiesn.de/index.php/de/tipps-fuer-die-wiesn

Hier muss ein radikales Umdenken stattfinden!

Das Oktoberfest ist kein Kulturereignis, sondern ein öffentliches
Besäufnis u. ein Freifahrtschein zum Grabschen, Pöbeln u. für
sexuelle Übergriffe bis hin zu Vergewaltigungen.

Das Projekt „Sichere Wiesn“ betreut Frauen u. Mädchen
die während des Festes bedroht werden oder sexuelle
Gewalt erleiden.
http://www.sicherewiesn.de/index.php/de/

Die taz titelte letztes Jahr mit den Worten „O‘grabscht is“:
http://www.taz.de/!40517/

Auszug:
„Was dann passiert, darüber gibt es nur Schätzungen.
Rund 10 Vergewaltigungen pro Oktoberfest gehen in die
Statistik ein - die Dunkelziffer wird auf 200 geschätzt,
und sexuelle Belästigung, die nirgendwo sonst akzeptiert
würde, ist auf der Wiesn Alltag.“

Genau das ist der springende Punkt:
Sexuelle Belästigung gehört bei diesem scheinbar
so „kulturellen u. modernen“ Fest mit dazu.
Es wird geduldet und akzeptiert.

Um zurück zu kommen auf den oben erwähnten Artikel
der EMMAs über Jobangebote beim Oktoberfest
lest doch bitte mal diesen Text der österreichische
Watchgroup gegen Sexismus:
http://www.watchgroup-sexismus.at/cms/?p=627

Auszug:
„Die Frau wird hier in rein sexualisierter Funktion als
Blickfang dargestellt und die bildliche Darstellung steht
ohne direkten inhaltlichen Zusammenhang zum beworbenen
Produkt (Oktoberfest). Ein geschlechtsneutrales Produkt,
wie eben ein  Oktoberfest, wird sexualisiert, die dafür
eingesetzte weibliche Sexualität wird kommerzialisiert.
Die nackte Frau soll nicht nur das Produkt (Oktoberfest) 
„begehrenswert“ machen, sondern wird selbst zum Produkt
gemacht.“


Frauen werden demnach auf dem Oktoberfest zur Deko
und die weibliche Sexualität kommerzialisiert.
Hier noch eine weitere Info was sexistische Werbung ist:
http://www.terre-des-femmes.ch/thema-sexismus/was-ist-sexismus/sexistische-werbung/kriterien-sexistischer-werbung

Diesem sexistischen Mist sollten wir die Rote Karte zeigen!

Bitte schreibt entsprechenden Protestbriefe an die o.g.
Watchgroup(Österreich)
http://www.watchgroup-sexismus.at/cms/?page_id=25
oder an diese Stellen(Deutschland):
http://www.werberat.de/beschwerdeformular
http://itzebitze.de/aktuelles.html

Sicher werden wieder einige sagen, aber das ist doch
alles nicht so schlimm, SpaßverderberIn etc.

Nein! Damit hat es gar nichts zu tun und diese
„Argumente" bestätigen auch noch das schräge Frauenbild.

Spaß kann man(n) auch ohne rüpelhaftes
Verhalten, Busengrabschen und sexuelle Straftaten
haben. Das müsste ein vernünftig denkender Mensch
eigentlich wissen oder etwa nicht?!

Welche Folgen diese Sexualisierung hat können wir
sehr deutlich sehen auf dem Oktoberfest.
Frauen werden als Objekte zum Begrabschen
wahrgenommen und dieses Frauenbild führt regelmäßig
dazu dass sexuelle Belästigung geduldet wird.

Nur Frauen werden angehalten sich „richtig“ zu verhalten.
Und was ist mit den Verhaltensregeln für Männer?!

Ich erwarte von der Stadt München, die sich so modern
geben will, dass sie endlich Kampagnen startet, um jeden
Besucher auf dem Oktoberfest eines deutlich zu machen:

„Die Verantwortung für einen Übergriff liegt allein bei
den Übergriffigen: Niemand hat das Recht, Andere ungefragt
anzufassen, ihnen zu nahe zu kommen oder irgendetwas zu tun,
was die andere Person nicht ausdrücklich möchte. Dies gilt auch
für Bekannte oder Partner_innen und erst recht für Betrunkene.
Deshalb: Pfot’n weg!“
(Quelle: http://ifrogdi.tumblr.com/ )

Diese zwei Frauen(Kathy+Lotte)haben eine kleine Kampagne
letztes Jahr gestartet. Respekt kann ich da nur sagen!! :-)

Wer die beiden Frauen unterstützen möchte kann ihnen
auch gerne schreiben und sich mit ihnen solidarisieren.

Ich wünsche Euch eine gute Woche
und liebe Grüße
Violine

02.08.2013 um 06:52 Uhr

Wir leben in einem sexistischen Land - Kleiner Essay über Alltagssexismus

Hallo Ihr Lieben!

In meine Kommentare ist Bewegung gekommen.
Dabei ging es „nur“ um sexistische Werbung?!
Um das verzerrte Frauenbild.

Ist dieses Bild schon derart eingeprägt, dass kein
Unterschied mehr wahrgenommen wird?

Um mal klarzustellen: Ich habe nichts gegen Nacktheit.
Ist ja ein gerne genanntes „Argument" gegen FeministInnen.
Darum geht es hier auch gar nicht.

Leider wird FeministInnen nur zu gerne unterstellt
dass sie prüde seien. Die üblichen Klischees eben.
Ein alter Hut und immer wieder aufgewärmt.
Damit Ihr nicht auf diese Klischees herein fallt:
http://www.emma.de/hefte/ausgaben-2001/novemberdezember-2001/sieben-klischees-ueber-feministinnen/

Scheinbar gibt es doch noch einige Lücken zu füllen.
Deshalb möchte ich hier mal einige Dinge klar stellen.

Vorab den Bericht eines schwedischen Mannes:
http://www.emma.de/ressorts/artikel/sexismus/in-deutschland-fuehlen-sich-sexisten-sicher/

Auszug:
„Für einen Schweden in Deutschland war das einzig wirklich
Erstaunliche an der „#Aufschrei“-Debatte, dass ihr Deutschen
so erstaunt wart. Dachtet ihr, in einem gleichberechtigten Land
zu leben? Wart ihr tatsächlich der Ansicht, Sexismus sei in
Deutschland Geschichte? Hat es euch wirklich überrascht, dass
Tausende Frauen per Twitter über sexu­elle Belästigungen klagten?!“

Und weiter schreibt er in seinem Artikel:
„Wenn ich von Alltagssexismus spreche, dann meine ich nicht
sexuelle Gewalt – denn Vergewaltigungen und Übergriffe gibt
es auch in Schweden. Nein, die Rede ist hier eher von Gesten,
Blicken, Unterstellungen.

Der unverhohlen anzügliche Ton gegenüber Kellnerinnen.
Die Selbstverständlichkeit, mit der Männer im Flugzeug oder im
Kino beide Armlehnen für sich beanspruchen. Der breitbeinige,
selbstverliebte Welterklärungsfimmel, sowohl in der schenkel-
klopfenden Stammtisch-Form als auch in der intellektuellen
Variante à la Frank Schirrmacher. Das Festhalten an der
Vorstellung, Männer stünden für das Aktive, Frauen für das
Passive. Die Tatsache, dass Frauen als Expertinnen meistens
nur zu „Frauenthemen“ ernst genommen werden, Männer aber
zu allem etwas zu sagen haben.“


Es ist noch nicht wirklich in unserer Gesellschaft
angekommen, wie „alltäglich“ der Sexismus uns
überall begegnet und als „normal“ verkauft wird.

Wieso regen sich diese FeministInnen nur wieder
so schrecklich auf? Alles übertrieben?!

Eine weitere Stimme möchte ich zu Wort kommen lassen:
http://www.emma.de/ressorts/artikel/sexismus/wo-bleibt-unser-aufschrei-als-mann/

Auszug:
„Es ist doch nur ein Spot. Und diese „Pulmoll“-Werbung
mit dem lasziven Frauenmund und dem Grammatikfehler
(„Welcher Lutschtyp bist du?“) ist doch auch nur ein kleiner
Witz. Und dieses Mädchen-T-Shirt vom Ottoversand
(Aufschrift: „In Mathe bin ich Deko“), sowas finden die
Girlies nun mal cool. Und diese Bemerkung vorhin, die über
die Brüste der Praktikantin, ja, hey, die Bluse ist aber auch
wirklich eng, oder? Und diese „zufällige“ Berührung eben
gerade im Gang, Penis an Po, „Ganz schön knapp hier, was?“
Lauter kleine „Das ist doch nur …“-Geschichten. Aber „auf
einmal“ regen die sich alle auf. Endlich!

Endlich ist es raus: Ja, wir leben in einem sexistischen Land.
Wir leben in einem Land, in dem tagtäglich Frauen und Mädchen
belästigt, betatscht, diskriminiert und gedemütigt werden.
Was mich zu der Frage bringt: Warum lassen wir Männer das
eigentlich immer noch zu? (...)“


Zum Diskutieren über Sexismus in den Medien könnt
Ihr mal einen Blick ins EMMA-Forum werfen:
http://forum.emma.de/showthread.php?1444-Sexismus-in-den-Medien&daysprune=-1

Dort könnt Ihr dann mal so richtig loslegen und zur
Sache heiße Diskussionen austragen. :-)

Was ist eigentlich frauenfeindliche und sexistische Werbung?

Dazu möchte ich mal aus dem Frauenbüro Münster zitieren:
http://www.muenster.de/stadt/frauenbuero/werbung.html

Auszug:
"* Bilder und Texte beleidigen Frauen und stellen sie in
entwürdigender Weise dar. Dazu gehören auch doppeldeutige
Wort- und Bildspiele. 

* Frauen werden mit Waren verglichen oder gleichgesetzt.
Bilder und Texte vermitteln den Eindruck, Frauen seien -
wie das Produkt - zu kaufen.

* Abgebildete Frauen oder die Art ihrer Darstellung haben
keinen Zusammenhang zum angepriesenen Produkt.
Frauen (oder Teile ihres Körpers) werden als reiner Blickfang
oder als Dekoration verwendet.

*Frauen werden in Bild oder Text auf bestimmte Rollen
(z. B. Verführerin, Luxusgeschöpf) oder auf bestimmte
Eigenschaften (z. B. dumm, dienend, passiv) reduziert.

* Bilder oder Texte fixieren Frauen und Männer (oder
Kinder) in überholten Geschlechterrollen (z. B. stets Arzt
und Krankenschwester statt wechselweise auch Ärztin und
Krankenpfleger).

* Das Verhältnis von Frauen zu Männern ist in Bild und
Text geprägt von Abhängigkeit und Unterwürfigkeit.

* Es wird unterschwellig vermittelt, Frauen seien Besitz
oder Beute eines Mannes, oder es werden Assoziationen
im Bereich Gewalt ausgelöst. 

* Weibliche Sexualität wird vermarktet. Die sexuelle
Verfügbarkeit von Frauen wird signalisiert.

* Mittels Bildern oder Texten werden extreme Schönheits-
oder Schlankheitsnormen propagiert.

* Texte sind ausschließlich in der männlichen Form geschrieben,
obwohl auch Frauen gemeint oder angesprochen sind.
"

Das ist der „Alltagssexismus“, den wir Frauen täglich
ertragen müssen.

Spricht frau diese Dinge konkret an tauchen sofort
KommentatorInnen auf, um mit dubiosen „Argumenten“
dagegen zu halten.

Von wegen, dass ja Frauen auch sexistisch seien.
Klar, natürlich gibt es auch Frauen, die solche
Darstellungen verharmlosen oder schön reden,
wenn sie mit solch einem verschrobenen Frauenbild
aufgewachsen sind.

Oder das „Argument“, Männer wären viel schlimmer
dran, was Sexismus anginge.
Das ist eine Übertreibung und lässt sich auch ohne
Schwierigkeiten belegen anhand der o.g. Punkte, was
frauenfeindliche oder männerfeindliche Werbung angeht.

Ebenso werden Männer nicht auf Grund ihres Geschlechts
sexuell belästigt oder müssen sich erniedrigende Sprüche
anhören, wie es Frauen tagtäglich zu hören bekommen.

Aber: natürlich gibt es auch Sexismus der sich gegen
Männer richtet und das ist ebenso wenig zu dulden
wie Sexismus gegen Frauen.

Also Ihr Lieben, wie @Usa D. in Ihrem Kommentar
geschrieben hat:
„Dieser "Kultur"-Trend weist eindeutig in die komplett
falsche Richtung und wir alle haben die Macht zu sagen:
"SO NICHT!!!"
Also sagen wir unsere Meinung!
Melden und sabotieren wir sexistische Werbung!
Boykottieren wir sexistische Musikvideos und meiden wir
diese Bands! BEKÄMPFEN WIR SEXISMUS; WO AUCH
IMMER ER SICH ZEIGT!!!
So werden wir was bewegen! Für uns alle!“


Vielen Dank @Usa D. und volle Zustimmung! :-)

Jetzt liegt das Wochenende vor uns.
Beim Stöbern bin ich wieder fündig geworden.:-)

Deutsche Sprache schwere Sprache heißt es immer.
Inzwischen behaupten einige Sprachwissenschaftler
doch allen Ernstes, dass das Deutsche gerecht und
dazu überaus frauenfreundlich sei.

Hören wir doch mal die Linguistin Luise F. Pusch,
was sie dem entgegen hält:
http://www.fembio.org/biographie.php/frau/comments/generisches-femininum-erregt-maskulinguisten-teil-2-ploetzlich-weiblich/

Auszug:
„In meinen Vorträgen meldet sich auch schon mal dieser
Turnlehrer oder jener Landwirt und ereifert sich, was wir
Frauen denn bloß hätten von wegen Männersprache Deutsch.
Schließlich sei doch der gesamte Plural weiblich. Es heiße
„der Mann“, aber „die Männer“ und „sie“. Wie ich schon des
 öfteren in dieser Debatte verlauten ließ, pflege ich zu kontern:
Ja, und außerdem ist „Mutter“ männlich, denn es heißt
„der Mutter“, wie in „Gib der Mutter einen Kuss“.

Wenn im Deutschen der Plural weiblich wäre, hätten wir das
natürlich längst gemerkt, und zwar am pausenlosen Gezeter
der Männer. Denn kein Mann mag eine unfreiwillige
Geschlechtsumwandlung durchmachen nur, weil er im Rudel
auftritt, als Teil einer Männermenge.“

Ich wünsche Euch ein wundervolles Wochenende
und liebe Grüße
Violine
 

30.07.2013 um 06:45 Uhr

Frauen als nackte Objekte?! - Sexismus in der Werbung

Hallo Ihr Lieben!

Verdrehte Ansichten.
Neulich in der EMMA konnten wir lesen wie es
ankommt wenn mal die Rollen vertauscht werden
im alltäglichen Sexismus:
http://www.emma.de/news-artikel-seiten/blurred-roles-antwort-auf-thickes-sexismus-hit/

Auszug:
„Na endlich: Es gibt eine Gegenversion zu Robin Thickes
sexistischem Sommerhit „Blurred Lines“ - der nicht nur in
den USA für heftige Diskussionen gesorgt hat. Und bei dieser
neuen Version sind einfach die Rollen vertauscht worden.
Wir sehen: lässige Frauen im Anzug  - und Männer in
Unterwäsche und Pumps.

Also: Warum müssen die Models in dem Video eigentlich
Frischhaltefolie über ihrer weißen Unterwäsche tragen?
Warum kniet da eine Frau auf dem Boden, der ein Modell-
Sportwagen über den Rücken rollt? Oder: Warum hat die andere
Frau dieses verstörte Lamm auf dem Arm? Von der „Nude Version“,
also der Nackt-Version des Videos, wollen wir gar nicht erst
anfangen. Was genau ist noch mal der Grund dafür, dass alle
Männer sich in einen Anzug schmeißen, während alle Frauen
munter barbusig und in hautfarbenen Stringtangas um diese
Männer in Anzügen herumhüpfen? Jetzt mal abgesehen von
den Porno-Fantasien der MacherInnen?“

Es werden also mal wieder sämtliche Klischees bedient
und die Botschaft, dass Frauen mit einem Nein eigentlich
ein Ja meinen würden.

Klasse, dass es nun eine Gegenversion gibt!:-)

Bekanntlich werden Frauen meist in Posen dargestellt,
die sie als allzeit bereite Frauen darstellen, die scheinbar
nur darauf warten endlich von Männern „genommen“ zu werden.

Die Frau als Objekt.
Auf Plakatwänden räkeln sich laszive Frauen über Autos
und sollen zum Kauf desselben anregen.
Ohne nackte oder wenigstens barbusige Frauen läuft
in Deutschland kaum eine Werbekampagne.

Wer sich ein Bild dieses sexistischen Frauenbildes
in der Werbung machen möchte werfe mal einen Blick
auf die Seite von Itzebitze:
http://itzebitze.de/aktuelles.html

Noch zwei weitere Beispiele:
http://kulturindustrie.blogsport.de/2012/01/20/sexistische-kackscheisse-benutze-mich/
http://www.sensor-magazin.de/wer-schmiert-hier-wen/

Wieso werden Frauen auf diese unwürdige Weise dargestellt?
Weshalb bedarf es halbnackter Frauen um irgendwelche
Waren zu bewerben?

Sind die zuständigen „Werbefachleute“ nicht mehr fähig
ohne Frauen als Objekte gute Werbekampagnen zu gestalten?
Wieso lassen die zuständigen Firmen eindeutig sexistische
Werbung zu, obwohl ihnen bekannt sein sollte, dass damit jedes
Klischee bedient wird?

Warum setzt sich unsere Regierung nicht dafür ein
eine unabhängige Werbewatchgroup einzusetzen statt
den Werberat von Wirtschaftslobbyisten darüber
entscheiden zu lassen, was ok ist und was nicht?
Interessenkonflikt?!

Dank der zunehmenden Verbreitung von Pornographie
und der Legalisierung von Prostitution hat parallel auch
die sexistische Werbung zugenommen.

Daran erkennen wir wie negativ das Frauenbild allgemein
in unserer Gesellschaft ist und auch noch gefördert wird.

Ich erwarte von einer Regierung, die sich auf das Grundgesetz
beruft, dass die Politiker Sorge dafür tragen, dieses schräge
Frauenbild zu korrigieren.

Das tun sie aber nicht!

Es gibt keine Kampagnen auf Bundesebene die sich klar
gegen Sexismus ausspricht.

Wen diese sexistischen Ergüsse in den Medien genauso
stören, kann sich an verschiedene Stellen wenden:
http://itzebitze.de/aktuelles.html
http://pinkstinks.de/petition/
http://www.change.org/aufschreiTV

http://www.programmbeschwerde.de/
http://www.werberat.de/anleitung

Wenn unsere Regierungspolitiker nicht dazu in der Lage sind
müssen wir mal wieder aktiv werden!

Ihr könnt auch direkt an die Abgeordneten im Bundestag
schreiben und zwar hier:
http://www.abgeordnetenwatch.de/abgeordnete-337-0.html
Oder an die Abgeordneten mit einem Sitz in der EU:
http://www.abgeordnetenwatch.de/abgeordnete-669-0.html

Für die neue Woche wünsche ich Euch alles Gute
und liebe Grüße
Violine

11.06.2013 um 06:09 Uhr

Verharmlosung von Sexismus und Gewalt an Frauen?! - Lernt endlich Respekt!

Hallo Ihr Lieben!

Es reicht!
So heißt auch das neue Buch über Sexismus
am Arbeitsplatz-herausgegeben von Alice Schwarzer.

Wenn Frauen laut über Sexismus sprechen wird
sehr gerne abgewiegelt.
°Sooo schlimm sei es gar nicht.
°Man solle doch bitte zwischen Flirten und Sexismus
unterscheiden lernen.
°So ein bisschen Po tätscheln sei doch ein Kompliment
°Es gibt Schlimmeres etc.

Die Diskussion auf dieser Ebene zu führen ist
der Versuch die Debatte ad absurdum zu führen.
Von daher: Wir lassen uns nicht täuschen!

http://diestandard.at/1369362579285/Sexismus-am-Arbeitsplatz-Ein-neuer-alter-Kampf

Auszug:
„In zahlreichen Debatten stellte sich heraus:
Verbale Herabsetzung, sexuelle Belästigung bis hin zu
sexueller Gewalt - davon wissen noch immer abertausende
Frauen zu erzählen.

Nur wenige Monate später hat die feministische Journalistin
Alice Schwarzer nun das Buch "Es reicht! Gegen Sexismus
im Beruf" herausgegeben. Sie macht darin klar, dass der
jüngsten medialen Aufmerksamkeit bereits in den 70ern
und 80ern rege Debatten über Sexismus im Beruf voran-
gegangen waren.

Doch gerade in den bisher unveröffentlichten Beiträgen
finden sich spannende Gedanken, die zur diskursiven Flut
der vergangenen Monate über Alltagssexismus etwas
Neues beitragen. Zum Beispiel Petra Gehrings Text
"Keine Frage der Moral", in dem sie die wichtige Frage stellt,
warum der Veröffentlichung von "Der Herrenwitz" der
Vorwurf der Moralisierung auf dem Fuß folgte.“

Wir erinnern uns: Die Debatte wurde durch #aufschrei
losgetreten. Kaum outeten sich unzählige Frauen, die
sexualisierte Übergriffe erlitten hatten durch Männer
schon wurden andere Stimmen laut:
http://diestandard.at/1358305229131/Aufschrei-Aktivistin-Debatte-dreht-sich-ploetzlich-um-Befinden-von-Maennern

Auszug:
„Einerseits freue ich mich über jede Frau, die von ihren
Erfahrungen erzählt. Ganz besonders, wenn es Frauen sind,
die in der medial geführten Debatte nicht vorkommen oder
mitgedacht werden, wie Transfrauen, lesbische und queere
Frauen, schwarze Frauen oder Frauen, die ein Kopftuch
tragen und deshalb nicht nur Sexismus erleben, sondern
damit verknüpft die jeweiligen anderen Diskriminierungsformen. 

Andererseits stört es mich sehr, dass die Debatte sich um
die Befindlichkeiten von weißen Hetero-Männern dreht,
darum, was sie denn noch dürfen, ohne kritisiert,
möglicherweise angezeigt zu werden, statt zu überlegen,
was sie tun können, um nicht zu verletzen. Außerdem nervt
es mich, wenn von der Diskussion abgelenkt wird, indem
man versucht, Sexismus "umzudrehen" und darüber zu reden,
dass Frauen sich ja auch voll schlimm und supersexistisch
verhielten.“


Sprechen Frauen kritisch über ihre Erfahrungen
schon beginnt das Verharmlosen?!

Genauso wie in unserer Gesellschaft sexuelle Gewalt
verharmlost und auch noch den Frauen zugeschoben wird,
dass sie eine Mitschuld daran tragen würden, wenn sie
vergewaltigt wurden.

Was ist das denn für eine Haltung?
Wie verdreht muss das Frauenbild sein, überhaupt
solche Gedanken zu äußern?

Sexismus ist der Vorläufer.
Sehr schnell können daraus sexuelle Belästigungen
und letztendlich sexuelle Gewalt werden.

Aus diesem Grund bedingt eins das andere.
Wer Frauen mit Respekt behandelt wird sie niemals
nur auf ihren Körper reduzieren!

Das sollte eigentlich selbstverständlich sein!

Ich wünsche Euch eine gute Woche
und liebe Grüße
Violine

 

21.05.2013 um 08:08 Uhr

Das schiefe Frauenbild

Hallo Ihr Lieben!

Wahre Fluten kamen vom Himmel.
Nach langer Dörre eine Wohltat für Natur und Mensch.
Alles duftet frisch. An jedem Blättchen hängen Tröpfchen.
Wie kleine Perlen, die in der Sonne glitzern.

Ich mag diese verregneten Tage.:-)
Wenn die Natur einer Grundreinigung unterzogen wird.
Abgewaschen. Reingewaschen. Neuanfang.
Die Luft so klar wie ein Gebirgsbach.

Geduschte Vögel. Weggespülte Spuren der Zivilisation.
Keine Pollen, kein Stäubchen. Der große Abwasch.
Die Ruhe nach dem Sturm. Erwachendes Leben.

Vogelkonzerte. Rauschende Baumkronen.
Die Natur jauchzt und der Mensch jammert.
Zu kalt, zu nass, zu ungemütlich.

Ich tanze im Regen. Lebenspendendes Elixier.
Balsam für Allergie geplagte Menschen.
Aufgefüllte Wasserreserven. Glitzerwelt der Tropfen.
Wie gut es uns geht. Naturgegebene Geschenke.

Jetzt die Kurve kriegen. Zum alltäglichen Geschäft.
Schreiben über das Leben und Klarheit schaffen.
Den Blick schärfen.

Alles Models oder was?
Sich wundern reicht nicht mehr.
Wo frau geht oder steht begegnen ihr Frauen
die sich wie halbnackte Göttinnen der Barbie-Welt
auf Plakatwänden räkeln.

Das Frauenbild in unserer der Gesellschaft hängt schief.

Erinnert Ihr euch noch an Loriots „Das schiefe Bild“?
So geht es mir, wenn ich diesen Frauen jeden Tag an den
Werbeplakaten begegne. Ich möchte sie zurecht rücken.

Keine Frau-nirgends-sieht aus wie ein Model.
Das ist ein Trugbild, was uns vorgegaukelt wird.
Und in Männer und Frauen Hirne gebrannt wird.
Gehirnwäsche könnte frau es auch nennen.

Es reicht!!
http://www.emma.de/hefte/ausgaben-2013/maijuni-2013/stevie-schmiedel-empoert/

Auszug:
„Stevie Schmiedel bringt an diesem Morgen ihre Töchter
zur Schule und begegnet dabei gleich dreimal Heidi Klum:
an allen Litfaßsäulen, in ein hautenges Goldkleid gehüllt und
in Barbie-Pose. So wirbt sie für ihre Sendung Germany’s Next
Topmodel. „Und da“, sagt Stevie Schmiedel, „bin ich explodiert!“
Kurz zuvor hatte die Geschlechterforscherin der Uni Hamburg
die neuesten Studien vorgestellt, die Germany’s Next Topmodel
für das verzerrte Körperbild von Kindern mitverantwortlich
machen: Noch nie wurden so viele Jugendliche mit Ess-Störungen
in Kliniken eingeliefert wie heute."


Hier geht es zu PinkStinks:
http://pinkstinks.de/

Und hier zu deren Petition:
http://pinkstinks.de/petition/

Proteste gegen das Barbie-Dreamhaus in Berlin zeigen
dass wir diesen Schwachsinn nicht mehr länger mit machen:
http://www.emma.de/ressorts/artikel/koerperbild/proteste-gegen-barbie-dreamhouse/

Auszug:
„Wir haben doch „Barbies“ an jeder Leuchtreklame, also
gefotoshopte Models, deren Körper völlig unrealistisch aussehen
und für Mädchen nicht zu erreichen sind. Dieses Bild ist in den
Medien so präsent, dass viele Menschen, die man darauf anspricht,
verwundert sagen: „Wieso, das ist doch ästhetisch.“ Die haben
die Bildsprache der Marketingwelt schon total verinnerlicht.“


Ich freue mich wirklich sehr über diese Frauen, die sich
gegen dieses völlig verdrehte Frauenbild zur Wehr setzen. :-)

Und wie ist es mit Euch? Stört es Euch wenn ihr täglich
diese Hungerhaken auf den Plakaten seht oder nehmt
ihr es gar nicht mehr wahr?

Wieso wird-wenn überhaupt-Mode nicht mit „normalen“
Menschen dargestellt?

Kinder lernen von uns Großen.
Jeden Tag werden sie mit einem Frauenbild konfrontiert,
welches vermittelt, dass sie schlank-oder eher dürr-und
halb nackt zu sein haben.

Ein Frauenbild, welches sagt: Du musst gefallen.
Wem denn? Der Männerwelt?!  

Ich mag runde Frauen, die allein schon durch ihr Auftreten
Präsenz zeigen u.  vor Kraft strotzen. :-)

Erinnert Ihr euch an den Film mit Marianne Sägebrecht:
„Out of Rosenheim“ ? Eine Wuchtbrumme, die stets als
einfache Frau von nebenan auftritt und sich nichts gefallen lässt.

Ich schätze mal, dass sich die Modelwelt gleich wieder den Finger in
den dürren Hals stecken wird, weil rundliche Formen ja sooo was
von out sind u. Brechreize auslösen.

Korpulente Menschen und normale Frauenformen entsprechen
nicht dem gängigen Frauenbild.
Davon können Kinder, die diesem idealisiertem Bild nicht
angehören sicher ein Lied singen: Ausgrenzung u. Diskriminierung.

Kinder können sehr gemein sein.
Einige aufgemotzten Barbie-Mädchen schikanieren nur zu gerne
ihre Mitschülerinnen, wenn sie nicht diesem rosa Frauenbild
entsprechen. Davon sind die Internet Chats voll.

Wie können wir diesen Zustand dulden?

Lehnt Euch auf gegen dieses Lügengebäude!
Zeichnet die Petition bitte mit.
http://pinkstinks.de/petition/

Und rückt das schiefe Frauenbild gerade!

Ich wünsche Euch einen guten Wochenbeginn
und liebe Grüße
Violine

 

08.03.2013 um 09:43 Uhr

Sexismusdebatte-Offener Brief an Präsident Gauck

Heute möchte ich Euch auf einen Offenen Brief an

Bundespräsident Gauck hinweisen.

 

Vor ein paar Tagen hat sich Joachim Gauck in einem Interview

über die Sexismus Debatte geäußert und um es mal kurz zu

machen, ziemlich respektlos über die betroffenen Frauen

gesprochen.

 

In der EMMA-online könnt Ihr darüber lesen:

http://www.emma.de/news-artikel-seiten/frauen-entsetzt-ueber-bundespraesident-gauck/

 

Die Initiatorin von #aufschrei, Anne Wizorek und ihre

Mitstreiterinnen haben daraufhin einen Offenen Brief

an Bundespräsident Gauck geschrieben:

http://alltagssexismus.de/gauck

Weiter unten melden sich unzählige UnterstützerInnen,

die hinter diesem Brief stehen.

 

Als Betroffene von Sexismus jeglicher Form

bin ich ärgerlich über eine derartig herablassende Art,

wie Gauck die Antworten unzähliger Frauen in die

Ecke von Hysterie schiebt.

 

Trotz des Offenen Briefs hat Herr Gauck wohl nicht

die Absicht-bisher-dazu Stellung zu nehmen, wie es

weiter unten im o.g. Beitrag der EMMA heißt.

Auszug:

"Der Bundespräsident will sich zu alledem nicht äußern,

ließ nun seine Presseabteilung verlauten. Er reagiere

grundsätzlich nicht auf Offene Briefe.“

 

Ich hoffe sehr, dass er diese vielen Frauen doch

noch ernst nimmt u. sich nicht ausschweigt.

Wenn fast 60%  der in einer Studie befragten

Frauen, Situationen sexueller Belästigung erlebt

haben, dann kommt auch ein Bundespräsident

nicht schweigend daran vorbei.

 

Naja, geschwiegen hat der Präsident ja nicht.

Gauck hat die Nöte dieser Frauen lächerlich gemacht

mit seinen  abwertenden Aussagen im Interview.

 

Das kann so nicht stehen gelassen werden.

Vielleicht muss er sich ja wirklich erst mal

in die ganze Sache hinein lesen und hat diese

Debatte verschlafen.

 

Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht!

Wenn Ihr diesen Offenen Brief unterstützt

zeichnet ihn mit. :-)

 

Liebe Grüße

Violine

01.02.2013 um 10:54 Uhr

Sexismus - Die „Argumente“ der FrauenverachterInnen

Kaum sprechen Frauen öffentlich über Sexismus schon

tauchen auch wieder die üblichen VerdreherInnen auf,

um diese Frauen/Betroffenen zu Täterinnen zu erklären.

Ein Beispiel:

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article113153796/Frauen-koennen-sich-wehren-wenn-sie-denn-wollen.html

 

Auszug:

„Das ist das Hinterhältige am Opfer-Diskurs: Er schließt aus,

dass man etwas dagegen tun könnte, ein Opfer zu sein. Denn

dann wäre man ja auch den Opfer-Bonus los – oder darf man

das jetzt wieder nicht sagen, wegen "Opfer-Abo"? Ach was.

Man muss es sagen.  Ja, doch, es gibt einen Opfer-Bonus.

Die meisten Frauen aber sind keine Opfer. Im Fall Brüderle

aber wurde das für einen Politiker besonders gefährliche

Skandalisieren gezielt als Waffe eingesetzt. Das Opfer ist

in diesem Fall der Mann.“

 

Da kriege ich echt das Kotzen, wenn ich so einen

Mist lesen muss.

 

Auch Nicole von Horst-von der Aktion #aufschrei- hat diese

Entwicklung in einem Interview mit dieStandart angesprochen:

http://diestandard.at/1358305229131/Aufschrei-Aktivistin-Debatte-dreht-sich-ploetzlich-um-Befinden-von-Maennern

 

Auszug:

„Die Debatte verfolge ich mit sehr gemischten Gefühlen.

Einerseits freue ich mich über jede Frau, die von ihren

Erfahrungen erzählt.  Andererseits stört es mich sehr, dass

die Debatte sich um die Befindlichkeiten von weißen

Hetero-Männern dreht, darum, was sie denn noch dürfen,

ohne kritisiert, möglicherweise angezeigt zu werden, statt

zu überlegen, was sie tun können, um nicht zu verletzen.

Außerdem nervt es mich, wenn von der Diskussion abgelenkt

wird, indem man versucht, Sexismus "umzudrehen" und

darüber zu reden, dass Frauen sich ja auch voll schlimm

und supersexistisch verhielten.“

 

Bei solchen Manipulationen-wie bei diesem Artikel in

der Welt-ist es doch kein Wunder, dass Frauen die sexuelle

Übergriffe erleben sich scheuen diese öffentlich zu machen,

bzw. sie anzuzeigen. Erinnert mich fast an Litigations-PR.

 

Im o.g. Artikel aus der Welt fließt ganz suggestiv der Satz

hinein: „Die meisten Frauen aber sind keine Opfer.“

Diese pauschale Verdrehung der Tatsachen ist definitiv eine

Lüge auf Kosten von Betroffenen sexueller Gewalt und das

sollten wir nicht mehr hinnehmen!!

 

Dabei werden Opfer pauschal der Lüge bezichtigt.

Seriöser Journalismus ist etwas anderes.

In diesen Zusammenhang möchte ich nochmal an

meine Rubrik Litigations-PR erinnern:

http://www.blogigo.de/Frauen_bewegen_Frauen/category/30

 

Solche Artikel machen mich stinksauer.

Noch dazu von einer Frau.:-(

 

Wie wäre es mit Protestschreiben an die Redaktion der Welt?

Immerhin leben die von ihren LeserInnen.;-)

 

Liebe Grüße

Violine

30.01.2013 um 06:47 Uhr

Sexismus - es reicht!

Hallo Ihr Lieben!

 

Im Internet tobt eine Debatte um den alltäglichen

Sexismus, den Frauen durch Männer erleben.

Auslöser ist die plumpe Anmache eines Ministers

gegenüber einer Journalistin bei einem Interview.

 

Auf einmal haben sich unzählige Frauen gemeldet

bei einer Aktion auf Twitter, die sich #aufschrei nennt.

Ein Aufschrei gegen den allgegenwärtigen Sexismus

der schon zur Norm geworden ist.

 

Empfehlen möchte ich Euch dazu einen Blogeintrag

von Alice Schwarzer:

http://www.aliceschwarzer.de/publikationen/blog/?tx_t3blog_pi1[blogList][showUid]=125&tx_t3blog_pi1[blogList][year]=2013&tx_t3blog_pi1[blogList][month]=01&tx_t3blog_pi1[blogList][day]=25&cHash=18bff92234

 

Auszug:

„Ja, der Sexismus ist allgegenwärtig, und je jünger die Frau,

umso mehr muss sie sich darauf gefasst machen, geilen

Blicken und sabbernder Anmache ausgesetzt zu sein.

Auch heute noch, 33 Jahre nach der von Feministinnen

initiierten ersten internationalen UN-Studie über Sexismus

am Arbeitsplatz. Damals fühlte sich jede zweite Frau belästigt.

Und es sind heute nicht weniger, glauben wir dem #aufschrei

auf Twitter.“

 

Der alltägliche u. allgegenwärtige Sexismus.

Schon alleine das schreiben zu müssen: Alltäglich.

Ist es nicht erschütternd zu lesen, dass es für junge Frauen

zur „Normalität“ gehört sexistischen Übergriffen von

Männern ausgesetzt zu sein?!

 

Das, was FeministInnen schon immer eingefordert haben

seit es die Frauenbewegungen gab wurde in den letzten

Jahren zur Norm. So wie inzwischen auch die

Pornographisierung u. die Prostitution „zum Alltag gehören“

und verharmlost wird. Die Frauenverachtung zu fördern

verstärkt logischerweise den Sexismus.

 

Das erinnert mich an ein Zitat von Alice Miller:

"Die kollektive Form des absurden Verhaltens ist wohl die

gefährlichste, weil die Absurdität niemandem mehr auffällt

und weil sie als 'Normalität' sanktioniert wird."

 

Wird der #aufschrei eines ganzen Geschlechts endlich

gehört werden und ein Umdenken und vor allem

Gesetzesänderungen herbei führen?

Oder wird die Regierung das Thema nur öffentlich

diskutieren, solange es ein „vor den Wahlen" gibt u.

danach bleibt alles wie bisher?

 

Ja wir Frauen werden nicht weiter diesen

allgegenwärtigen Sexismus weglächeln.

Genauso wenig die damit einher gehende Duldung u.

Verharmlosung von sexueller Gewalt. Wie sie unter

anderem auch durch die systematische Frauenerniedrigung

‚alltäglich‘ in der Prostitution und Pornographie gegen

Frauen praktiziert wird.

 

Deshalb Ihr Lieben sollten wir das Thema

voran treiben durch LeserInnenbriefe an große

Medien und Zeitungen. Außerdem Schreiben an

PolitikerInnen auf den Weg bringen und die

Debatte anheizen.:-)

 

Auch die EMMAs machen Dampf.:-)

Sie werden überflutet von Briefen u. mails seit der

Sexismus Debatte. Endlich kommt Bewegung in die Sache.:-)

http://www.emma.de/ressorts/artikel/sexismus/hat-deutschland-etwa-ein-sexismusproblem/

 

Mit den Worten der EMMAs möchte ich abschließen:

Bezieht Position. Traut euch, eine Haltung zu haben,

und das nicht nur hinter vorgehaltener Hand.“

 

Liebe Grüße

Violine

 

 

Nachtrag:

Falls das mit dem o.g. Link nicht klappt geht bitte

direkt auf den Blog von Alice Schwarzer, hier:

http://www.aliceschwarzer.de/startseite-aliceschwarzer/

 

 

24.08.2012 um 12:27 Uhr

Die Lobbyisten der Werbebranche als Werberat?-Nein danke!

Der Werberat ist nach meinem Empfinden

nicht unabhängig genug was Sexismus in

der Werbung angeht.

Das was für uns offensichtlich sexistisch ist

und die Rollenklischees untermauert

ist noch lange nicht im Werberat sexistisch.

 

Ich möchte Euch deshalb als Beispiel

für eine gelungene Aktion gegen Sexismus

in den Medien die Werbewatchgroup aus

Wien vorstellen. :-)

 

Bemerkenswert ist, dass sich die Wiener

Frauenstadträtin dafür stark gemacht hat die

UN-Konventionen u. die EU-Richtlinien

auch praktisch umzusetzen in Zusammenarbeit mit

der Wiener Regierungspartei, solange es noch keine

bundesweite Regelung gibt. Das ist vorbildlich!

 

http://www.werbewatchgroup-wien.at/u-eber-uns

 

Auszug aus o.g. Link:

"Sexistische Werbung ist derzeit in Österreich bis auf

wenige Ausnahmen nicht gesetzlich geregelt.  „Damit

Frauen  selbstbestimmt, sicher und gewaltfrei

leben können, muss klar sein,  dass Sexismus in

der Werbung schädlich und nicht tolerierbar ist“,

so Sandra Frauenberger. „Da die Selbstkontrolle der

Werbewirtschaft  zuwenig gegen sexistische

Werbung tun kann, wird Wien hier eine weitere

Vorreiterrolle einnehmen.  Es ist für mich nicht

hinnehmbar, wenn Frauen aus wirtschaftlichen

Interessen permanent in ihrer Würde verletzt,

abgewertet und sexualisiert  werden. Sexistische

Werbung hat in Wien keinen Platz!

 

DAS würde ich gerne aus dem Mund unserer

„Frauenministerin“ oder der Bundeskanzlerin hören.

Darauf müssen wir wohl noch lange warten...

 

Aber-wir können selber etwas ändern Ihr Lieben!!

Und es waren schon andere aktiv, juchu!

Lest Euch mal durch diese Seite von Pinkstinks:

 

http://pinkstinks.de/?page_id=2

 

Auszug:

"Pinkstinks ist eine Kampagne gegen Produkte, Werbeinhalte

und Marketingstrategien, die Mädchen eine limitierende

Geschlechterrolle zuweisen. Diese „Pinkifizierung“ trifft

Mädchen und Jungen gleichermaßen, und Pinkstinks möchte

diesem Trend entgegenwirken. Wir werben für ein

kritisches Medienbewusstsein, Selbstachtung, ein

positives Körperbild und alternative weibliche

Rollenbilder für Kinder.

 

Ach, solche Aktionen freuen mich wirklich sehr. :-)

Wenn das im Kleinen möglich ist-und leider auch notwendig-

wieso dann nicht auch im größeren Stil?

 

Ich wäre dafür, dass wir Frauen selber eine bundesweit

anerkannte Watchgroup, wie es die WienerInnen vorgemacht

haben gründen oder initiieren! Was meint Ihr dazu?

 

In einigen Städten gibt es schon Aktionen gegen

sexistische Werbung-das ist doch die beste Voraussetzung:-)

Hier zwei Beispiele:

http://www.paderborn.de/vv/produkte/gleichstellungsbeauftragte/Aktion_gegen_sexistische_Werbung.php

https://www.openpetition.de/petition/online/stoppt-sexistische-werbung-in-leipzig

 

Was bringt es, wenn wir uns immer wieder

über diese sexistische Werbung oder Berichterstattung

aufregen und es ändert sich doch nichts oder kaum etwas?

 

Damals sind die Frauen auf die Straße gegangen

um gegen den §218 zu protestieren. Mit dem Ergebnis,

dass der Mediendruck so stark wurde, dass die Regierung

darauf reagieren musste. Wir haben die EU-Richtlinien

und die UN-Konventionen auf unserer Seite, also

wieso nicht aktiv werden:-)

 

Es ist ja bekannt, dass Deutschland meistens

hinter her hinkt und sich in der eigenen Bürokratie

verheddert und dadurch fast unbeweglich ist.

 

Deshalb auch meine Idee der Frauen-Demo

hier in meinem Blog. Wir können jederzeit etwas

in Bewegung bringen-davon bin ich überzeugt! :-)

 

Könnten sich z.B. die Frauenbeauftragten der Städte

für so eine Aktion gegen Sexismus stark machen

und miteinander verbünden?

Oder habt Ihr noch bessere Ideen? Her damit :-)

 

Liebe Grüße

Violine

22.08.2012 um 06:34 Uhr

Die sexistische Darstellung der Frau in den Medien/der Werbung und was wir tun können

Irgendwie ist das mit der Gleichstellung und dem Anti

Diskriminierungsgesetz noch nicht in den

Medien angekommen. 

Wie kann das sein?

 

Erstmal zur Begrifflichkeit. 

Was ist frauenfeindliche Werbung:

 

°Bilder und Texte beleidigen Frauen und stellen sie in

entwürdigender Weise dar. Dazu gehören auch

doppeldeutige Wort- und Bildspiele.

°Frauen werden mit Waren verglichen oder gleichgesetzt.

Bilder und Texte vermitteln den Eindruck, Frauen seien -

wie das Produkt - zu kaufen.

°Abgebildete Frauen oder die Art ihrer Darstellung haben

keinen Zusammenhang zum angepriesenen Produkt. Frauen

(oder Teile ihres Körpers) werden als reiner Blickfang oder

als Dekoration verwendet.

°Frauen werden in Bild oder Text auf bestimmte Rollen

(z. B. Verführerin, Luxusgeschöpf) oder auf bestimmte

Eigenschaften (z. B. dumm, dienend, passiv) reduziert.

°Bilder oder Texte fixieren Frauen und Männer (oder Kinder)

in überholten Geschlechterrollen (z. B. stets Arzt und

Krankenschwester statt wechselweise auch Ärztin

und Krankenpfleger).

°Das Verhältnis von Frauen zu Männern ist in Bild und

Text geprägt von Abhängigkeit und Unterwürfigkeit.

°Es wird unterschwellig vermittelt, Frauen seien Besitz oder

Beute eines Mannes, oder es werden Assoziationen im Bereich

Gewalt ausgelöst.

°Weibliche Sexualität wird vermarktet. Die sexuelle

Verfügbarkeit von Frauen wird signalisiert.

°Mittels Bildern oder Texten werden extreme Schönheits- oder

Schlankheitsnormen propagiert.

°Texte sind ausschließlich in der männlichen Form geschrieben,

obwohl auch Frauen gemeint oder angesprochen sind.

(Quelle: http://www.muenster.de/stadt/frauenbuero/werbung.html )

 

Leider gibt es in Deutschland noch(!)kein Gesetz

gegen sexistische Werbung, obwohl es mit dem

Unterschreiben der EU-Richtlinien u. den UN-Konventionen

gegen alle Arten der Diskriminierung zur Aufgabe unserer

Regierung gehört diese Richtlinien national umzusetzen.

Tun sie bisher aber nicht.

Warum nicht?

 

Vorerst sollten wir uns selber gegen alle(!)sexistische

Werbung zur Wehr setzen. Je mehr Frauen das tun

umso besser! Hier einige Tipps:

 

°Beschwert Euch mündlich oder schriftlich bei dem Geschäft

oder Unternehmen, das das beworbene Produkt herstellt oder

verkauft, oder bei der Firma, die Dienstleistungen mittels

frauenfeindlicher Werbung anbietet.

°Beschwert Euch bei der Werbeagentur, die das Werbemittel

(Plakat, Prospekt, Inserat, Werbespot usw.) hergestellt hat.

°Fasst Eure Kritik an einer frauenfeindlichen Werbung kurz

zusammen und schickt diese als LeserInnenbrief an Zeitungen

oder Zeitschriften.

°Beschwert Euch bei elektronischen Medien über frauenfeindliche

Werbespots, zum Beispiel in einem Brief an die Fernsehdirektion.

°Macht frauenfeindliche Werbung in Eurem Bekanntenkreis, in

Gruppen, Firmen, Organisationen, Aus- und Weiterbildung zum Thema.

 

Soweit mal grundsätzlich.

Es wird Zeit, dass wir Frauen uns diese (fast) schon

zur Gewohnheit gewordenen sexistischen Ausfälle

nicht weiter bieten lassen!

 

Liebe Grüße

Violine