Frauen Bewegen Frauen

29.12.2016 um 17:55 Uhr

Ein Lob auf die Frauen

Hallo Ihr Lieben!

Zum Jahresübergang kamen mir so allerlei Gedanken. Doch dann fiel mir ein sehr, sehr alter Text in die Hände, der mich schmunzeln ließ. Den möchte ich euch gerne vorstellen. Passend zu meinem feministischen Blog. ;-)

Der israelische König Salomo schrieb etwa im 10. Jhd. v. Chr. In seinen bekannten 'Buch der Sprüche' auch einen Abschnitt über die "tugendhafte Frau“. Ja, ihr dürft ruhig den Kopf schütteln über diese Formulierung. Man könnte auch schreiben „die weise oder wackere Frau“.

Sicher war die damals patriarchalisch geprägte Zeitepoche nicht immer so prickelnd. Von daher erstaunt es schon sehr in den bekannten Weisheitssprüchen des Königs zu Israel - zehn Jahrhunderte vor unserer Zeit - zu lesen wie selbstverständlich eine (Haus-)Frau ihrem eigenen Broterwerb nachging. In Deutschland war das bis vor nicht all zu langer Zeit noch verboten für Ehefrauen, weil sie sonst womöglich ihren ehelichen Pflichten nicht genügend nachgekommen wären...

Frauen waren 10 Jahrhunderte vor unserer Zeit Hausherrinnen. Keiner hätte es gewagt sich in ihre Angelegenheiten einzumischen. Durch das was sie mit ihren Händen erschafften u. verkauften, bekamen sie ein gutes Einkommen. Deshalb konnten sie auch problemlos Land kaufen als Frauen u. Arbeitskräfte einstellen, die dann noch mehr Ertrag einbrachten. Der Rubel rollte in die Taschen der Frauen, der Hausherrinnen. Es war völlig normal, dass alles was eine Frau sich erwirtschaftete, auch ihr gehörte, nicht dem Mann. Der sorgte auch für sich selber. Geschlechtergerechtigkeit eben. :-)

Und diese selbstständigen Geschäftsfrauen gab es schon im 10. Jahrhundert v. Chr. König Salomo besingt diese stolzen u. starken Frauen in seinem 'Buch der Sprüche'. Lest selber. Fröhlich

Das Lob der tugendhaften Frau 

„Eine tugendhafte Frau – wer findet sie? Sie ist weit mehr wert als [die kostbarsten] Perlen! Auf sie verläßt sich das Herz ihres Mannes, und an Gewinn mangelt es ihm nicht. Sie erweist ihm Gutes und nichts Böses alle Tage ihres Lebens. Sie kümmert sich um Wolle und Flachs und verarbeitet es mit willigen Händen. Sie gleicht den Handelsschiffen; aus der Ferne bringt sie ihr Brot herbei. Bevor der Morgen graut, ist sie schon auf; sie gibt Speise aus für ihr Haus und bestimmt das Tagewerk für ihre Mägde. Sie trachtet nach einem Acker und erwirbt ihn auch; vom Ertrag ihrer Hände pflanzt sie einen Weinberg an. Sie gürtet ihre Lenden mit Kraft und stärkt ihre Arme. Sie sieht, daß ihr Erwerb gedeiht; ihr Licht geht auch bei Nacht nicht aus. Sie greift nach dem Spinnrocken, und ihre Hände fassen die Spindel. Sie tut ihre Hand dem Unglücklichen auf und reicht ihre Hände dem Armen.“

Und weiter geht’s:

„Vor dem Schnee ist ihr nicht bange für ihr Haus, denn ihr ganzes Haus ist in Scharlach gekleidet. Sie macht sich selbst Decken; Leinen und Purpur ist ihr Gewand. Ihr Mann ist wohlbekannt in den Toren, wenn er unter den Ältesten des Landes sitzt. Sie fertigt Hemden und verkauft sie und liefert dem Händler Gürtel. Kraft und Würde sind ihr Gewand, und sie lacht angesichts des kommenden Tages. Ihren Mund öffnet sie mit Weisheit, und freundliche Unterweisung ist auf ihrer Zunge. Sie behält die Vorgänge in ihrem Haus im Auge und ißt nie das Brot der Faulheit. Ihre Söhne wachsen heran und preisen sie glücklich; ihr Mann rühmt sie ebenfalls: »Viele Töchter haben sich als tugendhaft erwiesen, du aber übertriffst sie alle!« Anmut ist trügerisch und Schönheit vergeht, aber eine Frau, die den Herrn fürchtet, die wird gelobt werden. Gebt ihr von den Früchten ihrer Hände, und ihre Werke werden sie rühmen in den Toren!“
(Quelle: http://www.way2god.org/de/bibel/sprueche/31/10/#hl )

Kraft und Würde sind ihr Gewand!

Solch eine berufstätige (Ehe-) Frau wird mit einem Handelsschiff verglichen.;-) Sie wird in den Toren gelobt bedeutet, dass die ganze Stadt ihr Bewunderung schenkt. Na das ist doch mal ne Ansage. :-)

Ein derartiges Lob über Frauen, die neben Familie u. Kindern auch berufstätig sind, habe ich in unseren Tagen selten gehört, schon gar nicht aus dem Mund von Männern oder Regierenden.

Sie wissen scheinbar alle nicht, welch kostbare Perlen Frauen sind. Ja, das sind alle Frauen uneingeschränkt, ob mit oder ohne Kinder. Das Leben würde ohne uns Frauen zusammen brechen. Lasst uns einen landesweiten Frauenstreik auf die Beine stellen u. ihr wisst, was ich meine. ;-)

Frauen sind Schätze! Fröhlich

Denn was viele, viele Frauen heutzutage an Verachtung, Entwürdigung, Respektlosigkeit u. Gewalt jahrein u. jahraus ertragen müssen, ist kaum zu ermessen. Prostitution, Frauenhandel, Pornographie, Häusliche Gewalt, Vergewaltigung, Weibliche Genitalverstümmelung, Gewalt im Nahmen der Ehre, Zwangsverheiratung, Sexueller Missbrauch von Mädchen, Täglicher Sexismus usw. ( http://frauenrechte.de/online/ )

Wer noch ein wenig mehr über 'die dunklen u. hellen Seiten eines Frauenlebens' lesen will, wie es die EMMAs formulieren, wird hier fündig:

http://www.emma.de/thema/themen-107881
http://www.aliceschwarzer.de/thema/meine-grossen-themen-311554

Liebe Frauen, habt Mut weiter zu machen! Freut euch an dem, was wir alles bereits erreicht haben. Bedenkt, wir sind nie alleine in unserem Kampf, in unserer Freude, bei unseren Siegen. Denn wir sind viele, die Hälfte der Menschheit, um es mal so zu sagen. ;-)

Lasst uns wieder Haus-Herrinnen sein! Fröhlich

In diesem Sinne euch ein gutes Ankommen

im neuen Jahr!

Als kleinen Entspannungsgruß will ich euch noch einmal diese planschende Vogelschar mit auf dem Weg geben. Immer wieder zum Staunen u. sich dran erfreuen, finde ich. :-)

Badende Vögel – ein faszinierendes Video

https://www.youtube.com/watch?v=V9MuOqTI83U

Liebe Mutmach Grüße

Violine


02.01.2015 um 08:39 Uhr

Obdachlosigkeit - Frauen auf der Straße

Hallo u. Willkommen im neuen Jahr Ihr Lieben!

Ich hoffe ihr seid unbeschadet hinein gekommen?

So selbstverständlich ist das ja nicht. Wie uns die Nachrichten berichten u. wie ich es auch von einigen Freundinnen erfuhr. Diese Hiobsbotschaften, die Leid im Gepäck haben. Zum Glück bei meinen Freundinnen zeitlich eingegrenztes Leid - es hört wieder auf.

Es gibt Menschen die auf der Straße leben u. jeden Tag ums Überleben kämpfen. Die keinen haben, die sich um sie sorgen, die mal nachfragen wie es ihnen geht. Die in ihrem Leid, ihrem Elend, ihren Schmerzen u. der Angst - in den meisten Fällen - völlig allein gelassen sind.

Über diese u. besonders über obdachlose Frauen möchte ich heute schreiben. Dazu erst einmal ein Artikel aus der Süddeutschen:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wohnungslosigkeit-alles-voll-1.2280506

Auszug:
„Immer mehr Menschen in Deutschland haben keine Bleibe, weil Wohnraum knapper und teurer wird. Momentan sind bundesweit etwa 280 000 Menschen ohne Wohnung. Bis 2016 soll diese Zahl noch mal um 100 000 ansteigen. Auch zunehmend junge Leute sind betroffen.

Die Zahl der Wohnungslosen nimmt zu, weil Wohnraum immer knapper und teurer wird. Nicht nur in den Großstädten, sondern auch in Klein- und Mittelstädten fehlt es an preiswerten, kleinen Wohnungen. Vor allem Hartz-IV-Empfängern würden die hohen Mieten wegen der Mietobergrenzen zusetzen - werde die Mieterhöhung vom Job-Center als nicht angemessen eingestuft, müsse sie der Arbeitslose aus eigener Tasche zahlen. Oder sich eine neue, günstigere Wohnung suchen.

"Es kommen mittlerweile immer mehr zu uns, die erst vor Kurzem wohnungslos geworden sind, also nicht nur die typischen Obdachlosen mit Rauschebart, die man sich gemeinhin so vorstellt", sagt Franz Herzog (...)Zunehmend junge Leute seien dabei, die noch während der Ausbildung ihre Wohnung verloren haben oder arbeitslos und damit auch wohnungslos geworden sind.“


Die Wohnungslage hat sich sehr verschlechtert, doch oft sind es einschneidende Ereignisse, die Menschen aus der Bahn werfen. Beginnend bei Jobverlust, Hartz IV, Schulden, Scheidung, Gewalt in der Familie (bei Frauen) u. damit einhergehend Flucht vor den schlagenden Männern u. als Steigerung dann Alkohol- u. Drogenabhängigkeit.

Frauen sind auf der Straße bedrohter als Männer. Weshalb sie sich auch von Gruppen fernhalten u. sich oft verstecken. Manchmal versuchen sie bei Bekannten unterzukommen, allerdings endet das meist damit, dass sie dafür ihren Körper her geben müssen. Sex für eine Übernachtung im Warmen. Männer müssen nicht mit Sex bezahlen, höchstens mit ein paar Bierflaschen oder Geld für den nächsten Schuss.

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/27824/Auf-der-Strasse

Auszug:
„Es gibt viele Wege in die Obdachlosigkeit, doch meistens sind es diese: Die Frauen haben Schulden, weil sie die Miete nicht mehr bezahlen können; sie sind psychisch krank, alkohol- oder drogensüchtig; sie fliehen vor ihren Vätern oder Männern, die sie schlagen und missbrauchen. Es gibt keine offizielle Erhebung darüber, wie viele Menschen in Deutschland obdachlos sind. Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Wohnungslosenhilfe (BAG W) kam bei ihrer letzten Schätzung 2006 auf zirka 254000. Und seit einigen Jahren trifft es immer mehr Frauen. Mitte der Neunzigerjahre waren nach Schätzung der BAG W zwölf bis 15 Prozent der Obdachlosen Frauen, heute sind es 25 Prozent.

Das heißt, sie kommen kurzfristig bei Bekannten unter – oftmals gegen sexuelle Dienste – und achten noch mehr als Männer darauf, dass man ihnen die Obdachlosigkeit nicht ansieht. Weil sie schwächer sind, fürchten sie, von betrunkenen männlichen Obdachlosen unter der Brücke oder in Notunterkünften geschlagen und vergewaltigt zu werden. Man sieht sie selten in den Gruppen, die auf Parkbänken sitzen – obdachlose Frauen sind Einzelgängerinnen. „


Die meisten Unterkünfte sind nur für Männer, nicht für Frauen. Das musste ich auch mal feststellen als ich einen Monat obdachlos war. Kein Platz für Frauen. Mein Glück, dass ich Freundinnen hatte, die mich vorläufig aufnahmen. Diese Möglichkeit haben die meisten obdachlosen Frauen eben nicht. 

Bei 26% Frauen die auf Deutschlands Straßen leben ist das nicht nur ein Armutszeugnis der Städte sondern ein Drama für die Frauen selber. Sie werden meist nicht wahrgenommen. Schutzlos, mittellos, bedroht. Kein Wunder dass viele dieser Frauen psychisch krank werden.

http://www.aktion-obdachlosenhilfe.de/obdachlose-Frauen.htm

Auszug:
Neun von zehn obdachlosen Frauen haben laut einer aktuellen Studie sexuelle Gewalt am eigenen Leib erlebt. Gerade deshalb ist es wichtig, mehr Unterkünfte  für sie zu schaffen. Brutale Angriffe auf obdachlose Frauen zeigen, wie gefährlich wohnungslose Frauen auf Deutschlands Straßen leben.

Es sind Einzelschicksale, aber keine Einzelfälle. Von den Wohnungslosen sind 26 % Frauen und 64 % Männer. Das Durchschnittsalter unter Obdachlosen liegt bei 38 Jahren. Experten gehen davon aus, dass überproportional viele obdachlose Frauen psychisch krank sind. "Sie sind obdachlos, weil sie psychisch krank sind. Oder sie sind psychisch krank, weil sie obdachlos sind".


Im letzten Artikel erzählt eine betroffene Frau, die über 4 Jahre auf Platte war, von ihrem Leben. Ein sehr eindrücklicher u. bewegender Artikel finde ich:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/im-toten-winkel-ein-leben-auf-den-strassen-von-berlin/8081604.html

Auszug:
Irgendwann wurde Frau Christiansen dann angezündet. Sie hat sich umgedreht und gesehen, dass ihre Wolldecke, die sie wie ein Cape um sich gewickelt hatte, brannte. Sie hat die Decke auf den Boden geworfen und die Flammen ausgetreten. Dann hat sie die Decke in einen Mülleimer gestopft und ist schnell weitergegangen. Sie war zu einer geworden, die angezündet wird wie herumliegender Abfall und auch so betrachtet wird, es habe jedenfalls niemand geholfen, sagt Frau Christiansen. Aber so einen Beleg hat sie gar nicht mehr gebraucht. Sie wusste am ersten Tag, dass sie nun raus ist. „Dass man eine Person darstellt, die nicht in die Gesellschaft passt“, sagt sie.

Obdachlosigkeit. Oft nur wahrgenommen als Männerproblem, was Gründe hat. Obdachlose Frauen sind fast immer unsichtbar. Das ist ihr Schutz, aber auch ihr Verhängnis.“


Wir haben keine Zeit mehr hinzugucken.
Wir übersehen diese Randfiguren der Gesellschaft.
Wir sprechen auch nicht mit ihnen.

Geht uns nichts an. Die sind meist betrunken. Selber schuld.

Das sind in etwa die Ansagen die kursieren, wenn man denn doch mal drüber spricht. Also nicht mit den Frauen sprechen, sondern nur über sie, das ist so üblich. Nun, es wird Zeit die Augen zu öffnen u. Anteil zu nehmen.

Kein Mensch „wählt“ Obdachlosigkeit als Lebensform. Es ist eine Notlage, die jede/n von uns zu allen Zeiten auch treffen kann. Deshalb sollten wir nicht herablassend oder verächtlich mit Menschen umspringen, die am Rand sitzen u. jeden Tag ums Überleben kämpfen.

In einem anderen Beitrag hatte ich schon mal Hilfseinrichtungen vorgestellt für obdachlose Frauen. Hier zu finden:
http://www.blogigo.de/Frauen_bewegen_Frauen/Hilfseinrichtungen-fuer-obdachlose-Frauen/99/

Außerdem gibt es rechts in meiner Linkliste das Homeless Netzwerk mit Hilfsangeboten für obdachlose Frauen / Frauen die in Not sind. http://www.homeless-online.de/

Zum Wochenende - passend zum Thema - möchte ich euch mal einige Zeitungen vorstellen, die von Obdachlosen, von Obdachlosigkeit bedrohten Menschen u. Menschen, die von Sozialhilfe oder Hartz IV leben verkauft werden:

Berlin u. Brandenburg
http://www.strassenfeger.org/strassenfeger/zeitung.html
Dresden
http://www.drobs-strassenzeitung.de/
Freiburg
http://www.frei-e-buerger.de/chronik.html
Stuttgart u. Umgebung
http://www.trott-war.de/
Leipzig
http://www.kippe-leipzig.de/wir-ueber-uns
Niedersachsen u. Hannover
http://www.asphalt-magazin.de/
NRW
http://www.fiftyfifty-galerie.de/magazin/
Hamburg
http://www.hinzundkunzt.de/das-magazin/fakten/
Kassel u. Göttingen
http://www.tagessatz.de/

Zeitungsverkauf als Hilfe zur Selbsthilfe.
Unterstützenswert u. lesenswert finde ich. :-)

Euch ein ruhiges Wochenende
u. liebe Grüße
Violine

19.07.2013 um 06:18 Uhr

Wenn ich einmal reich wär - Unterstützenswerte Projekte

Hallo Ihr Lieben!

Wenn ich einmal reich wär....
singt Tevje im jüdischen Musical Anatevka.

Im Kindesalter wurde daraus ein aufregendes Spiel
sich vorzustellen reich zu sein.:-)
Die wichtigste(!)Frage die zu klären war:
Wofür das viele Geld ausgeben.
Die eigenen Wünsche und Sehnsüchte standen
dabei an vorderster Front.

Das hat sich mit den Jahren geändert.

Meine Freundinnen ringen immer die Hände,
wenn ich aushole und sage:
Wenn ich einmal reich wär...
dann gäbe es viel zu tun und zu unterstützen.

Da wären zum Beispiel einige Projekte,
die mir sehr am Herzen liegen und die heilfroh
wären über finanzielle Unterstützung.

Also, wenn ich einmal reich wär..
würde ich fröhlich austeilen an:
http://www.wunschzettel-der-frauenhaeuser.de/
http://www.homeless-online.de/
http://www.autonome-frauenhaeuser-zif.de/autonome.htm
https://www.frauen-gegen-gewalt.de/der-bundesverband.html
http://www.taskforcefgm.de/
http://ifgbsg.org/uber-uns/
http://frauenrechte.de/online/
http://www.intersexuelle-menschen.net/

Das wären mal die wichtigsten Projekte für den Anfang.

Natürlich könnte ich die Liste noch fortsetzen:
http://www.sappho-stiftung.de/
http://www.weibernetz.de/index.html
http://www.frauenmediaturm.de/home/
http://www.emma.de/


Aber das würde dann doch etwas zu weit gehen.;-)

Weshalb erzähle ich Euch das eigentlich?
Tja, ich gehe davon aus dass es einige Menschen
unter meinen werten LeserInnen gibt die sehr wohl
in der finanziellen Lage wären reich auszuteilen.

Jetzt werden sicher wieder einige dagegen halten, aber..
die armen Leute in Afrika, Indien und wasweiß ich noch
wo, brauchen doch viiiel dringender Hilfe.

Das stimmt wohl, doch spreche ich mich dafür
aus erst einmal den Menschen im eigenen Land
auf die Beine zu helfen. Auch und besonders den
Menschen, die an der Armutsgrenze leben hier direkt
vor der Haustür.

Außerdem ist Hilfe zur Selbsthilfe effektiver.
Im Sinne von:
„Gib armen Menschen keinen Fisch zum Essen,
sondern eine Angel und lehre sie das Fischen.“

Die sogenannte „Dritte-Welt-Politik“ unterstütze
ich nicht, weil durch einmalige Essens-Gaben keine
Veränderung herbei geführt wird sondern das
Abhängigkeitsverhältnis auch noch ausgebaut wird.

Unsere Regierung steckt seit Jahrzehnten Milliarden
in die „Entwicklungshilfe von Dritte-Welt-Ländern“.
Das Geld verschwindet in den Taschen von korrupten
Staatsdienern.

Während die Altersarmut und die Kinderarmut bei
uns jedes Jahr zunimmt werden Unsummen für
undurchsichtige „Entwicklungsprojekte“ und sogenannten
„Subventionen“ verteilt an ausländische Regierungen.
Von der Bankenpleite will ich erst gar nicht anfangen.

Ich bin jederzeit dafür dass unsere Regierung Projekte
zur Selbsthilfe im Ausland unterstützt.
Aber nicht so, dass parallel dazu im eigenen Land die
Menschen an der Armutsgrenze dahin vegetieren.

Soweit mal zu dieser Thematik.
Zur Korruption in unserem eigenen Land hatte
ich ja bereits geschrieben:
http://www.blogigo.de/Frauen_bewegen_Frauen/category/24

Zum Wochenende noch ein Interview der taz mit
Alice Schwarzer zur Frauenfußball Weltmeisterschaft 2011:
http://www.aliceschwarzer.de/publikationen/aliceschwarzer-artikel-essays/ohne-feminismus-kein-frauenfussball/

Auszug:
„Ohne Feminismus kein Vaterschaftsurlaub und kein Frauenfußball! Der Fußball ist schließlich eine Männerdomäne par excellence, im Stil der Dax-Vorstände. Männer waren im Fußball viel zu lange unter sich, featuren sich, feiern sich, besaufen sich. Frauen wurden noch in den 1950er Jahren von der Polizei vom Fußballfeld verjagt. Und der DFB war sich damals nicht zu blöd, ein regelrechtes Fußball-Verbot für Frauen zu erlassen. Argument: „Die weibliche Anmut, Körper und Seele“ würden beim Fußballspielen „unweigerlich Schaden erleiden“.

Es hat sich doch eine Menge verändert.
Dank den FeministInnen! :-)

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende
und liebe Grüße
Violine

 

30.10.2012 um 03:54 Uhr

Hilfseinrichtungen für obdachlose Frauen

Hallo Ihr Lieben!

Die Armut nimmt zu u. auch die Frauen,

die auf der Straße leben nehmen zu.

 

Meist sind die Ursachen sexuelle Gewalt in

der Familie, in der Beziehung, Mietschulden,

Arbeitslosigkeit, Krankheit oder schlicht

Überforderung durch die o.g. Punkte.


Das wird in diesem Artikel der TAZ von einer

Sozialarbeiterin bestätigt:

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=bl&dig=2011%2F02%2F01%2Fa0138&cHash=39fc1cc275

 

Ich möchte hier einige der Einrichtungen auflisten,

die sich speziell in Not geratener Frauen annehmen:

 

http://www.homeless-online.de/

(Bundesweites Online-Netzwerk für Frauen)

 

Berlin:

Berlin(Wedding)

http://www.gebewo.de/angebote-berlin/hilfe-fuer-frauen/frauenbedacht/147.html

(FrauenbeDacht-Zufluchtsstätte für Frauen)

 

Berlin

http://www.frauenprojekte-bora.de/de/wohnhilfen/uebersicht.html

(Wohnhilfe u. Betreuung bei Gewalterfahrung/häusliche Gewalt)

 

Baden-Württemberg:

Stuttgart

http://www.lagaya.de/wohnungslosenhilfe.16.0.html

(Betreutes Wohnen für drogenabhängige und substituierte Frauen)

 

Bayern:

München

http://www.horizont-ev.org/Wir-ueber-uns.11.0.html

(Einrichtung für wohnungslose Mütter und deren Kinder)

 

Hamburg:

http://www.kemenate-hamburg.de/

(Tagestreff für wohnsitzlose Frauen)

 

Hessen:

Frankfurt am Main

http://www.frankfurter-verein.de/einrichtungen-a-dienste.html?view=pagecontents

(Konrad-Glatt-Haus, Einrichtung für wohnsitzlose Frauen, Männer und Paare)

 

Kassel

http://www.soziale-hilfe-kassel.de/hilfsangebote/32_hilfe-fuer-frauen

(Projekt „4Wände“ für wohnungslose Frauen)

 

Mecklenburg-Vorpommern:

Rostock

http://www.charismarostock.de/Betreutes_Wohnen.html

(Begleitung u. Reintegration von Frauen u. Kindern in sozialer Not)

 

NRW:

Dortmund

http://www.diakoniedortmund.de/index.php?id=523%29

(Frauenübernachtungsstelle)

 

Köln

http://www.diakonie-michaelshoven.de/diesozialenhilfen/schutz-und-wohnen/

(Schutz u. Wohnen für wohnsitzlose Frauen)

 

Niedersachsen:

Braunschweig

http://www.diakonie-stiftung.de/594.html

(Beratung u. Notunterkunft für Frauen)

 

Hannover

http://www.frauenunterkunft-hannover.de/portrait.html

(Wohnungslosenhilfe für Frauen)

 

Schleswig-Holstein:

Kiel

http://www.stadtmission-kiel.de/wohnungslosenhilfe-frauenberatungsstelle.html

(Beratung u. Vermittlung v. Notunterkünften für Frauen)

 

Die Liste ist natürlich nicht vollständig, aber sie

soll als kleine Orientierungshilfe dienen.:-)

 

Wenn es um Hilfe u. Unterstützung bei sexueller Gewalt

geht guckt bitte in meine Link-Liste, dort findet Ihr

entsprechende Einrichtungen u. Beratungsstellen.

 

Liebe Grüße

Violine

07.10.2012 um 16:11 Uhr

Frauen und Mädchenberatungsstellen - Vorstellung

Hallo Ihr Lieben!

Hier möchte ich Euch gerne einige Frauen und

Mädchenberatungsstellen vorstellen.

Es gibt davon eine ganze Menge, deshalb ist es mir

nicht möglich alle in meinem Blog vorzustellen.

Ich greife darum nur einige wenige heraus, um deren

Arbeit zu würdigen.

 

Wer konkrete Hilfe benötigt kann sich an den

Bundesverband der Frauenberatungsstellen u. Frauennotrufe

wenden. Dort kann jede Frau u. jedes Mädchen nach Orten

oder Postleitzahlen suchen um bei sich in der Nähe eine

Beratungsstelle zu finden:

https://www.frauen-gegen-gewalt.de/hilfsangebote.html

 

Nun liste ich einige Frauen/Mädchenberatungsstellen auf

mit Textauszügen der jeweiligen Seite, die mir wichtig sind

hervorzuheben.:-)

 

Münster:

http://www.frauennotruf-muenster.de/site/notruf_ms.html

Auszug:

"Es gibt zahlreiche Vorurteile und Mythen über Vergewaltigung. Allen Vorurteilen gemeinsam ist: Sie schützen die Täter und Beschuldigen die Opfer. Vorurteile und Schuldzuweisungen drängen betroffene Frauen und Mädchen zum Schweigen und sie schneiden die Opfer von Hilfen ab - oftmals zu Lasten ihrer Gesundheit und Sicherheit.“

 

Hamburg:

http://www.frauennotruf-hamburg.de/oeffentlichkeitsarbeit

Auszug:

Trotz aller Strafrechtsreformen und Verbesserungen im gesetzlichen Opferschutz, die in den letzten Jahren – auch unter dem Druck der Notrufe – zustande gekommen sind, hat es weder eine erkennbare Steigerung der Strafanzeigen noch eine Senkung des Ausmaßes sexualisierter Gewalt gegen Frauen und Mädchen gegeben.“

 

Leipzig:

http://www.frauennotruf-leipzig.de/index.php?page=home&f=1&i=home

Auszug:

„Unter sexualisierter Gewalt verstehen wir jede Form erzwungener sexueller Handlungen: Vergewaltigung, sexueller Missbrauch, Angrapschen, sexuelle Belästigung im Alltag, Berufsleben und am Telefon, das Erzwingen sexueller Handlungen an Anderen oder an sich selbst sowie Zwangspornografie.“

 

Karlsruhe:

http://www.wildwasser-frauennotruf.de/

Auszug:

„Parteilichkeit für von sexueller Gewalt betroffene Mädchen und Frauen ist unser wichtigster Beratungsgrundsatz. Das bedeutet für uns, die Selbstbestimmung von Mädchen und Frauen in den Mittelpunkt zu rücken und uns gegen die gesellschaftliche Toleranz von sexualisierter Gewalt zu stellen.“

 

Hannover:

http://www.frauennotruf-hannover.de/index.php

Auszug:

„Es bedeutet, dass wir auf Seiten betroffener Frauen und Mädchen stehen, dass wir eindeutig „Partei“ für Sie ergreifen. Wir werden nicht sagen „Das glaube ich Dir nicht“, „Das hat der doch nicht getan“, „Wieso sind Sie denn mitgegangen“

oder „Warum haben Sie sich nicht gewehrt“. Wir ermöglichen es Ihnen, über Ihre Erfahrungen, Erlebnisse, Gefühle und Ängste ohne Bewertungen zu sprechen. Wir benennen eindeutig, wer die Verantwortung für die Gewalt trägt (der oder die TäterInnen), wo Gewalt und Unterdrückung geschieht und wer davon profitiert.“

 

Köln:

http://www.notruf-koeln.de/ueber-uns/

Auszug:

„2012 ist der Notruf 34 Jahre alt und damit der dienstälteste bundesdeutsche Frauennotruf sowie eines der ältesten

autonomen Kölner Frauenprojekte. Beim Kölner Notruf engagieren sich aktiv derzeit 18 Frauen im Alter von 26 bis 62 Jahren. Es sind unterschiedliche Berufsgruppen und Erfahrungsbereiche vertreten. Die Mitarbeiterinnen leisten die Arbeit unbezahlt in ihrer Freizeit. Allen gemeinsam sind eine feministische Grundhaltung und das Bedürfnis, sich in Köln frauenpolitisch einzubringen.“

 

Wuppertal:

http://www.notruf.wtal.de/welcome1.html

Auszug:

„Sexualisierte Gewalt gegen Mädchen und Frauen hat viele Erscheinungsformen. Sie beginnt mit der "alltäglichen Anmache", mit frauenfeindlicher Sprache, Witzen und Beschimpfungen, die wohl jede Frau und jedes Mädchen kennt und die oftmals nicht einmal als Gewalt definiert wird, eben weil sie so häufig vorkommt, dass sie wie normal erscheint. Gewalt beginnt dort, wo Mädchen und Frauen in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt werden, also bereits dann, wenn sie bestimmte Orte, Wege oder Situationen meiden müssen, um nicht beleidigt, belästigt oder bedroht zu werden.“

 

Jeder dieser Frauennotrufe u. Beratungsstellen steht für

den Schutz und die Begleitung von Frauen u. Mädchen,

die sexualisierte Gewalt erlebt haben.

Das tun sie, wie wir beim Kölner Frauennotruf sehen

(unbezahlte  Arbeit in der Freizeit) unter schlechten

finanziellen Bedingungen, weil die Finanzhilfen eine

„freiwillige Leistung" der Bundesländer sind. Dazu mehr

unter meiner Kategorie „Kampf für gesicherte 

Finanzierung der Frauenhäuser“.

 

Wer von Euch Frauen also gerade irgendwelche

Überschüsse hat-diese Frauenberatungsstellen freuen sich

über jede Art der Unterstützung! :-)

 

Liebe Grüße

Violine

29.07.2012 um 16:40 Uhr

Haus der Frauen - Ban Ying in Berlin

Hallo Ihr Lieben!

Zum Thema Menschenhandel möchte ich Euch gerne

auf die Arbeit von Ban Ying in Berlin hinweisen.

 

http://www.ban-ying.de/pageger/start.htm

 

Laut EU-Konventionen und deutschem Strafgesetzbuch ist

Menschenhandel strafbar. Der § 232 StGB beinhaltet

"Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung"

und der § 233 StGB "Menschenhandel zum Zweck der

Ausbeutung der Arbeitskraft".

 

Doch leider gibt es in der Prostitution in Deutschland den

größten Menschenhandel. Bei Heiratsmigrantinnen sowie

bei Hausangestellten (bei Diplomaten in Berlin) ist die

Gefährdung ganz besonders groß.

 

Ban Ying bietet eine Zufluchtswohnung für Frauen aus Südostasien

und eine psychosoziale Beratungs- und Koordinationsstelle gegen

Menschenhandel-auf Wunsch anonym versteht sich.

 

Liebe Grüße

Violine

16.07.2012 um 07:44 Uhr

Sappho Stiftung - Lesben im Alter

Hallo Ihr Lieben!


Ich möchte Euch heute gerne die Sappho-Stiftung vorstellen:

http://www.sappho-stiftung.de/

 

Auszug aus o.g. Link:

„Es ist uns ein emanzipatorisches und sozialpolitisches Anliegen, die Bedürfnisse einer Gemeinschaftskultur frauenliebender Frauen ernst zu nehmen und ein finanziell abgesichertes Forum dafür zu schaffen. Die politische Dimension dieser ersten Stiftung für Lesben in Europa ist uns sehr bewusst. Wir wissen, dass alte Menschen gegenwärtig keine Lobby haben. Dies gilt ebenso

und ganz besonders für Lesben. Viele Lesben leben alleine oder mit Partnerin, waren zeitlebens berufstätig. Wir setzen uns dafür

ein Perspektiven zu entwickeln, die die Anonymität und Isolation im Alter vermeiden. Es ist uns ein wichtiges Anliegen dafür zu

sorgen, Vermögen oder Teile von Vermögen und Besitz, welches Lesben sich während ihres Lebens erarbeitet haben, auch für

Lesben zu erhalten.“

 

Die Idee gemeinschaftliches Wohnen von Lesben im Alter

zu fördern finde ich großartig.


Ebenso den Gedanken, dass Eigentum, Besitz, Haus u. Hof

von Frauen/Lesben auch nach deren Tod in Frauenhand bleibt.


Deshalb ist die Form-also die Stiftung-auch so bemerkenswert.

Alles was in eine Stiftung fließt bleibt auch dort u. kann nicht

angerührt werden oder für andere Zwecke verwendet werden.

 

Wenn es Lesben hier unter den Leserinnen gibt die unter

überschüssigen Geldmitteln „leiden“ denen kann ich nur

empfehlen sich mal mit der Sappho-Stiftung auf einen

Tee oder Kaffee zu treffen u. über die Idee nachzudenken. ;-)

 

Liebe Grüße

Violine