GEDANKENFLUG

30.10.2009 um 17:33 Uhr

Gedankenknoten...

Stimmung: überfordert ;-)

Der freie Wille besteht nicht in der Freiheit, das zu tun, was man möchte, sondern in der Kraft, das zu tun, was getan werden muß, auch wenn es uns innerlich widerstrebt.

George MacDonald


Ich denke jetzt schon länger über diesen Aphorismus nach und komme nicht wirklich weiter. Wo, frage ich mich, bleibt der freie Wille, die Freiwilligkeit, wenn ich etwas tun soll, was mir innerlich widerstrebt? In der Kraft, das zu tun, was getan werden muß. Die Absicht oder der Wunsch (Wille) freiwillig eine ungesunde Gewohnheit abzulegen, eine Diät endlich durchzuführen, sich das Rauchen abzugewöhnen? Bleibt die Frage inwiefern eine solche Entscheidung und die Realisierung wirklich freiwillig geschieht oder doch indirekt auf äußeren Druck. Eine „echte“ Willensfreiheit wäre sie dann auch nicht mehr, insbesondere, wenn sie innerlich widerstrebt. In diesem Fall wäre es dann eher ein Widerwille. Wovon muß man eigentlich frei sein, um wirklich frei zu sein? Von gesellschaftlichen Konventionen, also Regeln, die man so für sich selbst nie aufgestellt hätte? Soweit ich mich erinnere behauptet Schopenhauer der freie Wille sei eine Illusion. Vielleicht kann mich ja jemand aus meiner gedanklichen Sackgasse führen, mir helfen meinen Gedankenknoten zu lösen. Ich hör jetzt auf, es ist Freitagabend, und ich will mich amüsieren, ohne gedankenschweren Kopf...lieber schwer von einem guten Glas Wein  ;-) ...bis dann...