Gedanken zum Leben

20.09.2009 um 00:10 Uhr

Gefühle werden ausgelöst, nicht verursacht

Gerade lese ich die Erzählung "Johannes" von Heinz Körner und bin total durcheinander von folgender Stelle:

"Es ist deine Wut, Klaus. Ich habe mit deiner Wut nur
soweit etwas zu tun, dass ich sie ausgelöst haben mag."

Es ist total wahr. Die Gefühle trägt man bereits in sich. Andere Personen können sie höchstens auslösen. Als nächstes stellt sich natürlich die Frage, ob man bestimmte Gefühle aus sich verbannen, bzw verstärken kann. Und ich denke in einem gewissen Maße ist dies möglich. Genau genommen denke ich, dass man bestimmte Gefühle durch andere Gefühle verdrängen kann. Zum Beispiel glaube ich, dass sich Wut durch Liebe verdrängen lässt. Wenn man es also schafft einen Menschen zu lieben, ist es möglich keine Wut mehr für ihn zu empfinden. Es ist dann schon noch möglich von dem Menschen verletzt zu werden, aber man empfindet dann eher Trauer, als Wut.

Ich glaube diese Liebe kann man zu fast jedem Menschen aufbauen.

28.10.2008 um 23:52 Uhr

Wer ist hier der Boss?

Du bist der Boss!

Du musst entscheiden wo es lang gehen soll, sonst macht das Leben mit dir, was es will. Es ist weniger wichtig, wie du dich entscheidest, sondern dass du dich entscheidest!

22.10.2008 um 23:53 Uhr

Herzensangelegenheit

Ich frage mich wie viel man von seinem Herzen braucht um zu (über)leben. Denn alles, was einem wichtig ist, woran man hängt und was man liebt gehört ein bestimmter Teil unseres Herzens. Z.B. Freunde, Partner/in, Wohnung, Gesundheit, Arbeit, Wohlstand, ... wie viel kann wegfallen oder in die Brüche gehen, bevor man sein Leben aufgibt?

Wahrscheinlich ist dies von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manche leben schon seit Jahren nur mit einem halben Herz.

Genaugenommen ist es eigentlich nicht die Person, die ein Teil meines Herzens ausmacht, sondern die Liebe, die man von ihr erfährt. Oder das Selbstbewusstsein durch die Arbeit... die Sicherheit durch den Wohlstand. Dies alles kann während eines Lebens variieren oder ganz wegfallen. Und das traurige, seltsame und schöne zugleich ist, dass alles, auch jeder Mensch, einzigartig und doch ersetzbar ist.

Ich würde sagen, meine Beziehung zu anderen Menschen macht den größten Teil meines Herzens aus. Arbeitslos, krank oder arm kann ich über eine gewisse Zeit sein, aber nicht isoliert.

Letztendlich geben all die Dinge einem Halt im Leben. Das ist es auch, was man im Leben sucht: Dinge, an denen man sich festhalten kann (oder die einen festhalten) damit man im Leben nicht abstürzt.

Und doch muss jeder solch einen Sturz im Leben gemacht haben, um zu merken, was einem überhaupt Halt gibt.

 

 

Ich wünsche euch einen nicht zu tiefe Fall und dass jemand da ist, der euch auffängt.

 

09.07.2008 um 20:20 Uhr

Verzeihen

von: kleiner_kruemel   Stichwörter: Verzeihen

Habe ich jemandem verziehen, wenn ich trotzdem noch Wut und/oder Enttäuschung in meinem Herzen empfinde? Wenn mein Kopf sagt, es ist ok, jeder macht mal einen Fehler, aber mein Herz sagt etwas anderes?

Aber ich kann mein Herz ja nicht zu seinen Gefühlen zwingen... oder doch? Im Kopf geht es leicher. Da kann ich sagen, es ist ok, ich trage es der Person nicht nach. Aber das Herz lässt sich nicht so einfach leiten.

 

30.06.2008 um 00:17 Uhr

Es gehört zu mir...

Schon seltsam... ich kann nicht wirklich behaupten, dass ich glücklich oder richtig zufrieden mit meinem Leben bin... dennoch würde ich es gegen kein anderes Leben eintauschen wollen!

 

Es ist nun mal mein Leben und gehört zu mir...

26.06.2008 um 23:24 Uhr

Tränen

Manchmal reicht die schöne Sommersonne nicht aus um die große Schüssel mit Tränen im Herzen austrocknen zu lassen. Dann müssen sie doch den normalen Weg gehen...

Meistens fühlt man sich dann aber erleichtert, weil man nicht mehr so viel mit sich rumzutragen hat.

Vielleicht sollte ich mal ein Loch in diese Schüssel machen...

Aber im Grunde gibt sie einem auch die Möglichkeit siche selber mal in ihrer Oberfläche betrachten zu können.

Dann mache ich halt nur ein kleines Loch rein... so dass eine kleine Lache drinne ist... gerade genug um sich in ihr zu spiegeln.

 

 

Warum fließen überhaupt Tränen, wenn der Mensch sehr traurig ist? Ist es vielleicht für das Gefühl diesem Schmerz einen Weg nach aus dem Körper geben zu können? Aber wieso weint man dann auch vor Glück? 

 

15.06.2008 um 21:50 Uhr

...Denn ich habe ja sonst nichts zu tun

Um das Gleichgewicht zwischen sinnvollem und sinnlosen auf meinem Blog zu wahren, jetzt mal zur Abwechslung ein paar wichtige Dinge:

Passiert euch das auch häufiger, das ihr beim Lochen aus Versehen die falsche Seite locht!? Weil ich mich jedesmal ärgere, habe ich jetzt versucht das positive darin zu sehen:

Ein DIN A4-Blatt hat eine Fläche von 210 × 297 mm = 62370mm²

Durch einmaliges Lochen entfernt man 2*PI*(2,5mm)² Papier von dieser Fläche.

Durch das doppelte Lochen noch einmal das Gleiche. Das sind also 2*PI*(2,5mm)² /(62370-2*PI*(2,5mm)²=62354,29) = 0,063% Einsparung gegenüber der einfachen Lochung.

Bei einem Gewicht von 80g/m²=(80*10^-6g)/mm² wiegt ein einfach gelochtes Blatt 4,9864g. Also spart man bei doppelter Lochung 0,063%*4,9864g/Blatt=3,14mg/Blatt. Und wenn man dann 500 Blatt Papier mit sich rumschleppt (Als Student durchaus möglich) hat man etwa 1,57g gespart. Irre, oder!? Also ärgere ich mich demnächst nicht mehr, wenn ich falsch gelocht habe, sondern denke an die positiven Folgen für meinen Rücken!

Der zweite Gedanke, der mir eben kam, als ich meine Mütze mit Shampoo gewaschen habe: Wenn ich noch etwas mehr Shampoo nehme und dann nicht so gut auswasche… könnte ich dann beim nächsten Regen für einmal Mütze tragen auf einmal Haare waschen verzichten!?

So, ich denke ich habe euch genug wichtige Dinge, über die ihr euch Gedanken machen könnt, mit auf den Weg gegeben. In diesem Sinne wünsche ich euch für Morgen einen guten Start in die neue Woche

14.06.2008 um 22:48 Uhr

Freiheit statt Angst

Jetzt muss ich mal ein "paar" Worte zu einem anderen Thema loswerden.

Wie ihr sicher mitbekommen habt, sind seit den Terroranschlägen am 9.11.2001 viele Länder dabei ihre Sicherheitspolitik zu verschärfen. Auch Deutschland (bzw. die EU) macht da keine Ausnahme. Diese Sicherheitsmaßnahmen haben natürlich teilweise ihre Berechtigung, doch muss man darauf achten, dass sie immer verhältnismäßig sind. Das bedeutet, dass die Einschränkung unserer Freiheit aufgrund dieser Gesetze im Verhältnis zu ihrem Nutzen stehen.

Ich will den wenigsten Politiker schlechte Absichten bei dem Entwurf von Gesetzen vorwerfen, doch denke ich dass einige mit Ihren Vorstellungen über das Ziel hinausschießen.

Konkret meine ich:
-die Vorratsdatenspeicherung
-Online-Durchsuchung ("Bundestrojaner")
-Erweiterung der Befugnisse des BKAs
-Speicherung der Fluggastdaten

Vorratsdatenspeicherung bedeutet, dass sämtliche Daten über eure Internetaktivitäten für 6 Monate gespeichert werden. Also euer E-Mail-Verkehr und welche Seiten Ihr besucht. Dazu kommen Handy und Telefonverbindungen, sowie der jeweilige Standort, wo ihr euch bei eurem Handytelefonat befunden habt. Diese Daten müssen die Provider speichern und dem Staat gegebenfalls den Zugriff darauf ermöglichen. Meiner Meinung nach geht das zu weit. Eine Gefahr sehe ich darin, dass diese sensiblen Daten missbraucht werden können. Diese Daten haben auf dem Markt einen imensen Wert, da sie z.B. euer Surfverhalten beinhalten. Diese Informationen sind für viele Firmen äußerst interessant. Die Versuchung, dass ein Mitarbeiter mit Zugriff auf diese Daten, diese verkauft ist sehr hoch. Doch auch ein ungewolltes Missgeschick kann die Sicherheit eurer Daten gefährden, wie die Fälle in GB zeigen (http://www.tagesschau.de/ausland/datenschwund2.html).

Momentan unwahrscheinlich, doch theoretisch Möglich ist auch, die Situation, dass eine Regierung an die Macht kommt, die die Menschenrechte nicht so genau nimmt und mit Hilfe der Vorratsdatenspeicherung Kritiker versucht auszuschalten. Dass dies relativ schnell geschehen kann haben uns die Nationalsozialisten gezeigt.

Darüber hinaus ist die Vorratsdatenspeicherung sehr teuer (dreistellige Millionenbeträge).

Mit Sicherheit lässt sich mit den Daten der ein oder andere Kriminelle fangen. Aber die Frage ist, ob man die Nachteile dafür in Kauf nehmen will.

Über die Online-Durchsuchung und die Erweiterung der Befugnisse des BKAs schreibe ich hier jetzt erst einmal nichts. Wer sich informieren will kann dies auch unter anderem auf der Seite des AKs "Vorratsdatenspeicherung" (Link weiter unten) oder hier tun: http://www.ccc.de/updates/2007/bkaterror?language=de.

Momentan läuft auch eine Petition gegen das BKA-Gesetz. Die Petition kann man hier online Unterzeichnen: http://itc3.napier.ac.uk/e-petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=687%20

Bitte macht euch eine Meinung und unterzeichnet gegebenenfalls!

Auf die Speicherung der Fluggastdaten will ich nur kurz eingehen: Es sollen 19 persönliche Daten jedes Fluggastes in Europa gespeichert werden. Und dies 13 (!) Jahre lang. Die Frage ist, wieso diese Daten so lange gespeichert werden müssen (http://www.tagesschau.de/ausland/fluggastdaten4.html)

Eines möchte ich noch klarstellen, damit mich niemand falsch versteht: Ich will die Politiker nicht verunglimpfen. Sie versuchen Ihren Job nur gut zu machen (Ausnahmen bestätigen die Regel), doch ich denke manche sind einfach zu übereifrig. Ich bin froh in diesem Land zu leben, dessen Demokratie ich sehr schätze. Nur damit es dabei bleibt muss jeder informiert bleiben und sich nach seinen Möglichkeiten einbringen. Deshalb bitte ich euch, euch zu informieren und gegebenenfalls aktiv zu werden. Dies kann zum Beispiel schon dadurch geschehen, dass Ihr auch andere Menschen für dieses Thema sensiblisiert indem ihr mit anderen darüber sprecht oder eure Meinung auf eurem Blog veröffentlicht. Gerne könnt Ihr auch eure Meinung hier loswerden, selbst wenn sie anders ist als mein eigene.

Abschließend möchte ich sagen, dass Freiheit niemals sicher sein wird. Freiheit ist immer auch mit einem gewissen Risiko verbunden. Ansonsten dürften wir nicht mehr vor die Tür gehen, weil wir ja überfahren, überfallen werden oder uns bei jemanden anstecken können. Seit den Anschlägen nutzen viele Politiker diese Angst aus, um immer schärfere Gesetze durchzubringen. Doch die totale Sicherheit wird es niemals geben. Deshalb entscheide ich mich für Freiheit statt Angst!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren" (Benjamin Franklin)


Viele weitere Möglichkeiten aktiv zu werden zeigt der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung auf:
http://www.vorratsdatenspeicherung.de/component/option,com_mambowiki/Itemid,111/

Informieren könnte ihr euch zum Beispiel hier:
http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/46/42/lang,de/ (dort auch Links weiter unten beachten)
http://www.heise.de/ct/hintergrund/meldung/69995
http://www.daten-speicherung.de/index.php/ueberwachung-fragen-und-antworten/
http://www.ccc.de/ (links in der Menüleiste klicken)
und natürlich bei http://de.wikipedia.org nach den jeweiligen Themen suchen.


Ein Lob an Blogigo, das auch schon länger aktiv ist (Siehe auf der Startseite in der Ecke rechts oben)!

14.06.2008 um 19:56 Uhr

Somebody To Love

Somebody To Love

When the truth is found to be lies
and all the joys within you dies
don't you want somebody to love
don't you need somebody to love
wouldn't you love somebody to love
you better find somebody to love

When the garden flowers baby are dead yes
and your mind is full of red
don't you want somebody to love
don't you need somebody to love
wouldn't you love somebody to love
you better find somebody to love

[...]

(Jefferson Airplane)


Ein wahnsinnig schönes Lied... es passt im Moment zu meiner Stimmung und Gedanken. Denn auch wenn es keine glückliche Liebe ist, bin ich doch froh Sie zu lieben.

12.06.2008 um 23:47 Uhr

Glück und Zufriedenheit

Irgendwann habe ich es schon mal geschrieben, glaube ich, aber ich muss meine Gedanken nochmal loswerden:

Glücklich zu sein ist ein Gefühl, dass man nur über kurze Zeit hat (ein paar Tage, vielleicht auch eine Woche oder zwei). Normalerweise ist es aber auf kurze Momente beschränkt. Denn Glück ist meistens an ein besonderes Ereignis gebunden oder einfach nur ein Gefühl (ohne scheinbaren Grund), das aber schnell wieder vom „Alltag“ gedämpft wird.

Der Mensch jagt im Grunde sein ganzes Leben diesem Gefühl hinterher und versucht ständig diese Glücksmomente zu erleben.

Zu unterscheiden ist dieses Glückgefühl von der Zufriedenheit. Zufriedenheit ist etwas, das einen längeren Zeitraum bestehen kann. Zufriedenheit ist ein Grundgefühl, während Glück ein Hochgefühl ist. Wenn man zufrieden ist gefällt einem das Leben im Großen und Ganzen. Damit meine ich nicht, dass man mit allem in seinem Leben zufrieden sein muss. Es ist mehr das Gefühl: „Ja, ich mag mein Leben, es geht mir im Grunde gut“.

Zum Unterschied noch einmal: Man kann Glücksgefühle erleben ohne Zufrieden zu sein, man kann zufrieden sein, ohne glücklich zu sein und man kann natürlich auch beides sein.

Ich glaube auch, dass man leichter zufrieden sein kann, wenn einem etwas im Leben fehlt (das kann ganz individuell sein). Also etwas, was man sich noch wünscht. Denn, wenn man alles hat, sozusagen wunschlos ist, gibt es nichts mehr worauf man sich freuen kann. Man kann nur noch Dinge verlieren. Ich glaube dieser Zustand lässt einen dann wieder unzufrieden werden. Man muss immer Ziele, Wünsche, Hoffnungen haben. Das ist vielleicht auch der Grund warum sehr erfolgreiche Menschen (häufiger?) unzufrieden sind.

Noch einmal anders ausgedrückt: Durch ein perfektes Leben wird man nicht zufrieden.

Ich habe den Text jetzt sehr allgemein gehalten. Mir ist natürlich klar, dass das nicht unbedingt auf alle Menschen zutreffen muss.