Nun sitze ich schon in Kapstadt im Internetcafe.
Der Flug von Muenchen ueber Heathrow war eigentlich ganz O.k. bis auf
ein bisschen zu wenig Schlaf. Beim der Ankunft war hier strahlend
blauer Himmel aber die Temperaturen waren morgens um ca. 8 Uhr noch so,
dass man den Atem der Passagiere sehen konnte (ca. 8 Grad C).
Den ersten Tag habe ich mit Auspacken, Einschreiben in der Uni, dem
ersten Grosseinkauf und einer Sunsettour verbracht. Ja, denn als mein
Zimmergenosse Michael (ein PJler aus Muenchen - man beachte die
Parallelitaet!) nach Hause in die Lodge kam, sind wir gleich mit seinem
Leihwagen nach Camps Bay an den Strand gefahren. Das kann man sich als
Schwabing Kapstadts mit coolen Kneipen und chicen Menschen
vorstellen - nur eben mit Palmen und Strand. Schoen wars da!!
Kuckt mal:
Am naechsten Tag bin ich dann mit Michael in die Klinik GF Jooste
gefahren, denn auch er arbeitet dort (seit 2 Tagen) jedoch in der
Anaesthesie und nicht wie ich in der Inneren Abteilung. Ich wurde einem
indisch aussehenden Arzt namens Nazir K. zugeteilt. Ich hatte das
Glueck gleich zu einer Lehrvisite mit Chefarzt und vielen Studenten
mitgenommen zu werden. Sehr beeindruckend fuer mich mit welcher
Kollegialitaet und Logik dieser Dr. M. den Studenten Erklaerungen fuer
das weitere Vorgehen lieferte. Er kommt extra jeden Mittwoch aus der 20
min entfernten Uni angereist um diese Lehrvisite zu halten - das
nenn ich mal Engagement!
Trotzdem sind erste Tage doof: sich dauernd vorstellen, Namen merken
(und leider vergessen), keinen Plan zu haben, wie der Hase laeuft.
Demnaechst werde ich auch Impressionen aus der Klinik mit Bildern liefern.
Am Abend sind Michael und ich gleich rauf zum Rhodes Memorial gefahren.
Neoklassizismus wuerde ich mal sagen. Ein tempelartiges Monument mit
Loewen und einem Reiter. Hier ein Bild von der faszinierenden
Abendstimmung am Fusse des Tafelberg (genauer gesagt des Devils Peak):
Wir sind ein wenig auf einem "Forstweg" entlanggelaufen und haben miterlebt, wie sich die Nacht ueber die Stadt legt.
Das war der Blick den wir auf den Hafen und die Bucht werfen konnten.
Links im Bild Robben island wo Nelson Mandela ca. 30 Jahre seines
Lebens mit zensiertem Kontakt zur Aussenwelt inhaftiert war -
heute ein Touristenattraktion mit Fuehrungen von ehemaligen Insassen -
bewegend. Ja, ich war schon mal in Kapstadt fuer einen Monat! Das ist
ueberhaupt ein schoenes Gefuehl nach Kapstadt zu kommen und schon ein
wenig zu wissen, wo die schoenen Plaetze der Stadt zu finden sind, und
sich auch gleich orientieren kann. Das geniesse ich!
Hier noch ein Bild von mir auf Loewen:
Bis zum naechsten Mal. Liebe Gruesse aus Kapstadt.