30.09.2008 um 21:14 Uhr
30.09.2008 um 19:44 Uhr
endlich mal wieder...
...was richtig richtig schönes von bon jovi.
wunderschön und absolut passend zu meiner stimmung
30.09.2008 um 16:10 Uhr
therapeutische nachwirkungen
29.09.2008 um 22:40 Uhr
etappensieg
ich sitze hier, relativ ruhig und gelassen - das war alles andere als zu erwarten nach der heutigen therapiesitzung - und versuche, gedankensträngen zu folgen, sie zu entwirren wo sie verknotet sind, gehe meinem gefühl nach, bin bei mir.
die sitzung heute war an heftigkeit kaum zu überbieten, dennoch ist etwas angekommen. tief drin in mir fühlt es sich an, als wäre ein puzzleteil einfach so an seinen platz gefallen, eingefügt, passt. ohne probleme, ohne hürden und hindernisse, ohne jemals gesucht worden zu sein. ein höchst ambivalentes gefühl allerdings, etwas gefunden zu haben, nach dem man nie gesucht hat. die seele ist vielschichtig, vernetzt und tiefgründig. die psyche hat eine macht, die ich in ihrer gänze niemals verstehen wollen würde, nur soweit, als dass ein weitgehend vom tödlichen gefühl der leere befreites leben möglich ist.
leere ist nicht nichts, sie schmerzt mehr als jede andere gefühl und hat in ihrer gefährlichkeit gleichzeitig eine anziehungskraft, der zu folgen manchmal weitaus einfacher wäre, als zu leben. und doch ist das ich bisher standhaft geblieben in seinen versuchen, eben jenem gefühl zu entkommen, sich zu befreien, die ketten zu sprengen und ihm nicht nachzugeben. obwohl es so einfach wäre. und dann gibt es tage wie diesen, an denen sich alles fügt, aus schmerzen ungläubiges staunen, ja freude wird, freude über einen weiteren etappensieg über die leere, die ambivalenz, die abwehr und das toben.
warum ist es so schwierig, obwohl es so einfach ist? warum?
29.09.2008 um 18:35 Uhr
liebe frau dr. psychoanalytikerin,
dass ich ihnen meine seele zu füßen lege, ist das eine. vertrauen jedoch bedeutet in diesem fall mehr, unendlich viel mehr. mit noch niemandem in meinem bisherigen leben bin ich in die grauzonen meiner psyche vorgedrungen, habe mich an die hand nehmen und leiten lassen und habe mich dabei wohlgefühlt. noch nie habe ich jemanden an meiner seite gewusst ohne mich immer und immer wieder umdrehen oder zumindest aus den augenwinkeln schielen müssen um mich zu versichern, dass ich nicht doch alleine bin und noch nie ist mir zudem jemand freiwillig und mit bedingungsloser annahme meiner in eben jenes dickicht gefolgt, aus dem ich wieder und wieder mit kratzern auftauche. mit kratzern auf der seele, oder dem fühlen, dem wissen um eben jene, die wir gemeinsam polieren und ins rechte licht rücken. habe ich die augen verschlossen, haben sie sie mir geöffnet, sanft aber bestimmt, habe ich sie abgelehnt, aus angst, haben sie mir die hand gereicht, wenn ich rot sehe, sagen sie blau, wenn ich fliege, halten sie die leine und wenn ich abzustürzen drohe sind sie es, die bereit ist, mich aufzufangen. geht für mich die sonne unter, erzählen sie mir von der schönheit der nacht, drohe ich im gleißenden sonnenlicht zu erblinden, reichen sie mir den augenschutz. sie halten mich, halten schritt und sind dabei diejenige, die ich - trotz ihres wissens um mich, meine seele und ihre abgründe - von herzen liebe und an meiner seite wissen möchte, wohin auch immer die reise geht.
manche dinge lassen sich nur schwer in worte fassen, aber das danke kommt aus den tiefen meines herzens, die sie sich mit ihrer unendlichen geduld und dem mir entgegengebrachten vertrauen erobert haben. ich werde sie, die tiefen, auf immer für sie reservieren.
29.09.2008 um 15:24 Uhr
too much
28.09.2008 um 17:55 Uhr
sonntagsupdate
irgendwie fühle ich mich undefinierbar. ich kann es noch gar nicht glauben, dass die unterschrift da ist und die diss publikationsfertig. so lang, sooo lange habe ich dieses ding an der backe kleben gehabt, genauer gesagt seit dem 1.1.2004, und jetzt soll es rum sein? kaum zu glauben, aber wahr. der neuanfang ohne altlasten ist damit in greifbare nähe gerückt. und zur feier des tages habe ich mir etwas geleistet, das ich schon relativ lange gerne gehabt hätte: eine binary watch von the one. da die von mir präferierte nicht in den hiesigen, eben jene uhren führenden, geschäften vorrätig war, blieb mich nichts als sie zu bestellen. amazon hat sie auf lager gehabt, am dienstag kommt sie. hach freue ich mich über dieses teil. wenn schon extravagant, dann richtig. wie sich zudem gerade herausstellte, habe ich die nächsten vier tage frei und arbeite erst am freitag wieder. auch das ist großartig, lässt es mir doch zeit, mich um die letzten schritte bis hin zur publikation der diss zu kümmern. morgen ist zudem therapie. nach der letzten abwehrsitzung bin ich mal gespannt, wie es wird. erfahrungsgemäß folgt auf eine abwehrsitzung meist eine abwehrfreie, allerdings nur dann, wenn sich das in der abwehrsitzung hochgekommene gesetzt hat. und eben jenes der donnerstagssitzung war ein verdammt harter und großer brocken. aber gut, mal sehen.
vielleicht sollte ich das fertigwerden der diss heute abend zudem mit einem glas sekt gebührend feiern. eigentlich eine gute idee. das problem an der sache jedoch ist: ich habe keinen sekt im haus. nur wein. aber eigentlich sollte das auch angemessen genug sein.
28.09.2008 um 13:32 Uhr
die druckversion ist druckreif
die diss ist seit gerade eben in der druckversion fertig!!! gott bin ich froh. allerdings muss ich für die veröffentlichungsversion noch genau eine seite aus der datei rausnehmen, die nicht reingehört. aber dazu habe ich jetzt sowas von keine lust!!! morgen muss ich mit dem prüfungsamt telefonieren, ob alles ok ist und ob der werte herr promotionsausschuß-vorsitzende mir die unterschriebenen publikationsverträge zuschicken kann. dann ist wirklich alles formale abgehakt; es fehlen dann noch vier ausgedruckte versionen und der gang zur ub.
UND DAS WAR ES DANN!!!
Update 14.45 Uhr
Jetzt habe ich mich doch noch aufgerafft, auch die publikationsversion vollständig und damit fertig zu machen. ich halte eine pdf-datei in händen...meine vollständige, korrigierte, druck- und veröffentlichungsreife dissertation! wenn das mal nichts ist, an so einem lauen sonntag nachmittag.
28.09.2008 um 09:16 Uhr
sonntag
26.09.2008 um 14:13 Uhr
action
26.09.2008 um 11:31 Uhr
shadows of a nightmare
25.09.2008 um 20:25 Uhr
abwehrschutz
25.09.2008 um 18:22 Uhr
unstillbare leere
natürlich bin ich nicht eingeschlafen. ich sitze hier und könnte heulen, so elend fühle ich mich, klein, wertlos und überflüssig. wieder mal stehe ich völlig ratlos da angesichts der frage, was ich auf dieser welt soll. einkaufen war ich. ein pärchen vor dem käseregal. die beiden haben sich nur angemault, nee, das brauchen wir nicht, wir haben eh schon zuviel, hättest du eben weniger leute eingeladen und überhaupt wäre mir ein ruhiger abend lieber, sie: die einladung war längst überfällig, was denken sonst dein chef und die kollegen von dir, etc. pp. überall, wo ich hinsah, sah ich griesgrämige und maulige menschen, zweckgemeinschaften oder von einsamkeit gezeichnete, faltige gesichter. das grauen hat mich gepackt, ich wollte rennen und blieb doch stehen, gleichzeit diese tiefe, verzweifelte ratlosigkeit und das gefühl, dass ich das alles nicht will, nicht mehr. ich will nichts mehr sehen, nichts mehr hören oder sagen und vor allem will ich nicht mehr träumen. sie tut einfach nur weh, diese leere, haltlosigkeit, und immer wieder die versuche, sie zu füllen, mich zu halten, gehalten zu werden, nur ja nicht fallen. und wieder und wieder klettere ich aus dem dunklen tal schmerzender emotionen oder emotionslosigkeit, nur um nach zwei, drei unsicheren schritten wieder zu stolpern. hört das denn nie auf? ich will doch einfach nur meine ruhe.
lass mich in frieden, leben.
25.09.2008 um 15:35 Uhr
abwehr hoch drei
die therapie heute war leider überhaupt nicht ergiebig, oder doch, eigentlich schon, meine therapeutin hat mir eine deutung des traumes gegeben und schwupps war ich in einer grandiosen autoaggressiven abwehrveranstaltung gefangen. seit dem ist mir so latent schlecht und ich habe permanent das gefühl, gleich kotzen zu müssen (ohne nachhilfe, und das will was heißen) und bin ständig hin und her gerissen zwischen 'renne ich jetzt aufs klo?' und 'oder geht es ohne?'. ein ätzender zustand. eigentlich wollte ich heute zu meinen eltern fahren, um morgen vormittag das studi-darlehn zu unterschreiben, aber ich schätze mal, das wird heute nichts. bleibt also nur morgen früh ganz zeitig zu fahren. ist glaube ich, besser so, ich würde mich nicht wohlfühlen, wenn ich heute noch fahren würde.
ich werde mich jetzt erstmal hinlegen, interpol hören und hoffentlich irgendwann einschlafen.
25.09.2008 um 09:35 Uhr
traum und realität
mal wieder einer dieser hässlichen träume. gewandert durch das schleengesrüpp im elterlichen wohnzimmer auf der suche nach etwas trinkbarem, verfangen in den ästen und zurück ins bett geschlichen. es war mein zimmer, völlig anders als in der realität, durcheinander, unaufgeräumt, alles lag herum, das bett in die ecke gequetscht, jenes bett, in das ich mich nach dem ausflug ins gestrüpp wieder verzog. es war eine weitere person im zimmer, weiblich, die eine pistole hatte und die ich anflehte, sie mir zu geben, da ich jederzeit mit meinem vater rechnete und mir sicher war, er würde mir was tun. sie gab sie mir und im selben moment tauchte mein vater in der türe auf und es war völlig klar, was er wollte. er hatte einen düsteren vollbart und lächelte und kam näher. ich habe ihn angefahren, er solle wegbleiben, da ich sonst auf ihn schießen würde, er kam einen weiteren schritt näher. ich schoß ein loch in seine brust, dennoch blieb er weiter stehen, immer noch grinsend, abwartend. kurz darauf wurde er festgenommen, man fragte ihn, was ihn daran reizte, zu einem kleinen mädchen zu kommen, ins bett, mitten in der nacht. es gefalle ihm einfach, sagte er, mit seinem großen schwanz ein kleines loch einzunehmen, selbstsicher, immer noch lächelnd und sich keiner schuld bewusst. und ich? ich sagte, es sei doch nicht so schlimm, verteidigte ihn und versuchte zu rechtfertigen, was er getan hatte, tun wollte.
gut, dass ich in anderthalb stunden auf der couch liege, sicher und gehalten bei meiner therapeutin, sonst wäre der tag - mal wieder traumbedingt - im eimer.
cut.
gestern war ein wundervoller tag, gearbeitet, geschlafen und dann über vier stunden ein (unerwartet) schönes und ein wunderschönes telefonat geführt. madame c., die anästhesistin, die mal wieder aus der versenkung aufgetaucht ist und sich sofort bereit erklärt hat, von sich aus, mich bezüglich des bald beginnenden medizinstudiums zu briefen und mir jederzeit zur seite zu stehen und mir tips bezüglich des lernstoffs etc. zu geben. wir haben viel gelacht und uns - wie in alten zeiten - gut verstanden. heute gehen wir zusammen mittagessen. das zweite telefonat - mit dbf - war wundervoll, drei stunden lang und wie immer sehr sehr beruhigend, erheiternd, intensiv und leicht. wir haben uns einfach gesucht und gefunden.
jetzt werde ich noch eine tasse kaffee trinken, unter die dusche hüpfen und zusehen, dass ich langsam in der heutigen realität ankomme.
25.09.2008 um 00:01 Uhr
24.09.2008 um 18:26 Uhr
wider die projektionen
nachdem ich gestern nachmittag in form von abwertung des ich doch noch ein wenig gegen die abwehrfreien sternstunden ins felde gezogen bin, legte sich das toben gegen abend und friedlich und ruhig schlief ich ein und wachte auch genau so wieder auf.
woran es lag, das kurzzeitige toben? vielleicht daran, dass ich der werten frau psychoanalytikerin etwas erzählt habe von dem ich eigentlich immer dachte, ich könne und würde es ihr niemals erzählen ohne vorher meine beine in die hand zu nehmen und davonzurennen. und was macht sie? natürlich genau das gegenteil von dem, was ich erwartet hatte: sie hat unglaublich lieb gelächelt und sich riesig gefreut.
naja. projektionen eben. und eben jene lieferten dann auch die passende gelegenheit für erneute therapeutische hausaufgaben: alles rumdrehen. jawoll. also, genauer gesagt: wann immer ich das gefühl habe, von jemandem kontrolliert zu werden bezüglich dessen was ich tue oder sage oder bewertet oder abgewertet zu werden: rumdrehen. es ist nie und nimmer das meines gegenübers sondern immer meins. rumdrehen, wie gesagt. ich bin es, die kontrolliert - oder besser gesagt es versucht - bewertet und abwertet, eben dies projiziert auf einen anderen menschen und wahrgenommen als seins. nee nee nee. meins. ganz alleine meins. das ist jetzt natürlich leichter gesagt als unterm strich getan, aber nur so geht es: stehenbleiben, hingucken, wahrnehmen, erkennen, analysieren.
nun denn: auf in den projektiven kampf....ähhh, wieder so eine vokabel, die madame psychoanalytikerin auf die palme bringen würde...naja, wenigstens fällt es mir selbst auf. es zu ändern wäre der nächste schritt. eins nach dem anderen, nä?
23.09.2008 um 17:10 Uhr
industrial...absurd gut...
ich bin heute auf die absurdest denkbare weise auf musik gestoßen, die mich anzieht, mitten ins herz trifft und mich sicherlich nicht mehr loslassen wird...
http://grenzie.wordpress.com/2008/09/23/absurd-2/
22.09.2008 um 20:20 Uhr
verträumt versponnen
chaotic soul passt wirklich wie die faust auf's auge. hatte ich schon mal erwähnt, dass ich nicht ganz dicht bin? nein? dann hole ich das hiermit nach.
ich bin feste am pendeln. wie so oft. allerdings betrifft es dieses mal einen äußeren umstand. jawoll. das innen gibt ruhe und übt sich in gelassenheit, dafür jetzt fängt das außen an. großes kino, ganz großes kino. aber ich nehme es mit einem coolen lächeln, grinsend schüttel ich den kopf über meine momentanen 'ich-hänge-an-blogigo'-anwandlungen. ja, so schnell geht das, jadoch. aber: das ist wohl mein markenzeichen, wer nicht mitkommt ist selbst schuld und verpasst definitiv was. einen kompromiss gibt's nicht, noch nicht, oder vielleicht wird's ihn auch nie geben, wer weiß das schon. wir werden sehen...
22.09.2008 um 18:48 Uhr
sternstunde #4
die vierte gute und weitgehend abwehrfreie sitzung. und es geht mir so gut damit. was mich momentan zittern lässt, ist der versuchte anruf bei der sekretärin meines ex-chefs, die allerdings nicht da war. die diss ist bis auf das fazitkapitel durchkorrigiert, eher lax aber in absprache mit meiner therapeutin. das werk interessiert eh niemanden, kein mensch wird die 425 seiten je durchlesen. von daher: geschenkt. jetzt fehlen noch die unterschriften vom ex-chef und vom promotionsausschußvorsitzenden, sechs ausgedruckte exemplare und die online-veröffentlichung. und dann ist endgültig schluß.
die therapiesitzung heute war die vierte sternstunde in folge. es lief, kaum bis keine abwehr, ich bin hinterher nichtmal totmüde ins bett gefallen. es tut so gut, nicht gegenhalten zu müssen, wie das bisher immer der fall war. fazit: schaufelphase ist angesagt. die anderen sind wie sie sind, so wie ich auch, entweder ich kann das akzeptieren oder eben nicht. nur ändern kann und soll ich sie nicht. deutlicher werde ich hier und jetzt erst mal nicht, das muss erst sedimentieren. und das wird es, das war - trotz abwehr - immer so und wird - erst recht ohne abwehr - auch so bleiben. kein ziehen und zerren, keine gegenwehr, kein toben. das tut gut. so gut. einfach ruhig und gelassen durch den tag schlendern, den alltag bewältigen und alles, was es eben zu tun gibt.
ich bin stolz auf mich. jawoll.
