grenzwandel

02.10.2009 um 17:41 Uhr

ähhh...ok.

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

irgendwie...irgendwie...irgendwie hab ich was an mir, muss ich was an mir haben, das andere dazu verleitet, mir nicht zuhören zu wollen, wenn es mir nicht gut geht. ich bin müde, tierisch müde, vom vielen lernen und zudem gerade ziemlich durchlässig und lasse meinen kopf so ein wenig hängen, wegen der gestrigen geschichte. man könnte auch sagen, ich bin traurig. was macht man, wenn man traurig ist? oder bzw. was könnte man machen? ja, genau, freunde anrufen und quatschen. bestenfalls sich auskotzen, schlimmstenfalls ein bisschen weinen. ich rief also meinen mittlerweile guten freund, den kommilitonen c. an und wir plänkelten ein bisschen, anatomie hin, anatomie her, wetter, wochenende. irgendwann meinte ich, ich sei ein wenig frustriert und erzählte ganz kurz, was sich gestern ereignet hatte. und was sagte der herr kommilitone? ja, das ist eine blöde message. und: du, ich ruf dich vielleicht nachher, spätestens aber morgen wieder an. und: tschüs. ... und schon wieder saß ich etwas belämmert da, starrte den hörer in meiner hand an und wusste nicht genau, was ich machen sollte. irgendwie mache ich irgendetwas falsch. alle kommen sie zu mir, wenn was ist, aber wehe, ich habe mal was auf dem herzen. jetzt sitze ich noch trauriger hier, werde eine stunde pause machen und mich dann wieder in die gesellschaft meiner anatomiebücher begeben. was soll ich auch sonst machen. es hört ja doch keiner zu.
 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenindalo schreibt am 11.10.2009 um 16:08 Uhr:und was wenn der Herr sich Hoffnungen gemacht hat und du ihm gerade zu verstehen gabst, dass du anderweitig interessiert bist?

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