grenzwandel

07.08.2009 um 21:26 Uhr

alleine

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

ach scheisse. ich fuehl mich gerade so einsam und alleine, ich koennte schreien. um mich herum scheinen nur glueckliche und entspannte menschen zu sein, aufbruch ins wochenende, in der clique oder zumindest mit ein, zwei vertrauten menschen. und ich hab niemanden. fremdes land, fremde menschen, ein fremdes bett, kein staubsauger, dbf weit weg, meine therapeutin immer noch overseas, die ersatztherapeutin ebenfalls in den ferien und ich sitze hier und fuehle mich klein und verloren.

und natuerlich reagiert mein koerper auf den stress, in form der wohlbekannten autoimmunreaktion. winzig kleine entzuendungen an den haenden, schlimmer als sonst, und das cortison hilft ueberhaupt nicht. neben mir leuchtet die nummer 26, der computerplatz, den ich in den letzten tagen besetzt hatte, wann immer es ging und aus den boxen spielt 'in the shadows'. wie passend...

No sleep until I am done with finding the answer
Won't stop
Won't stop before I find a cure for this cancer
Sometimes
I feel I going down and so disconnected
Somehow
I know that I am haunted to be wanted

I've been watching
I've been waiting
In the shadows all my time
I've been searching
I've been living
For tomorrows all my life ...

meine sachen sind gepackt, morgen frueh geht es los, zum flughafen, back to germany. aber auch darauf freue ich mich gerade ueberhaupt nicht, ich kann ja doch nicht vor mir davonlaufen. aushalten, wuerde meine therapeutin jetzt sagen, halten sie es aus, dann wird es weniger und geht irgendwann vorbei. hahaha. ich will nicht mehr. aber nicht einmal das kann ich noch ueberzeugend sagen, weil ich weiss, dass es auch anders geht. aber das ist. so. anstrengend, dieses ewige wieder aufrappeln, fallen, aufstehen, aufstehen, hinfallen, dunkel und alleine, dann doch wieder nicht, von rechts nach links und die mitte kommt immer nur kurz vorbei und lacht mich dabei auch noch hoehnisch an. ich kann noch nicht einmal sauer sein. auf wen denn? auf mich? keinen grund. auf die welt? erst recht nicht, und auch das leben hat mir nichts getan. weil das leben tut nicht einfach. das bin schon ich, die da macht. alles. aber wenigstens das habe ich begriffen.

und genau deswegen werde ich mir jetzt gummibaerchen holen und mich dann mit dem eisbaer hannes ins bett begeben. 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenZebulon schreibt am 07.08.2009 um 22:38 Uhr:Eimfach ins Cockpit stürmen, bedrohlich kucken und rufen: "Jungs! Neuer Kurs! Wir fliegen nach ... [Zutreffendes bitte einsetzen] ODER ICH WERFE DIESE GUMMIBÄRCHENTÜTE!!!"

    Das wird ein Spaß im Sommerloch ...

    :-)))
  2. zitierenWari schreibt am 08.08.2009 um 06:00 Uhr:gummibäerchen sind gut und hannes wird sich freuen, wenn er kuscheln darf! :)

    ich kenn das nur zu gut, auch wenn die meinen phasen schon weit zurückliegen. aber sie hat nicht ganz unrecht, mit dem aushalten ... und wenn du es nicht mehr willst, dannn ist es doch schon einen schritt weiter. danach kommt der aktive schritt, wirste sehen!
  3. zitierengrenzgaenger schreibt am 08.08.2009 um 09:01 Uhr:die idee mit der gummibaerchentuete ist super. da gibts nur ein problem: ich kann nicht bedrohlich gucken, absolut nicht. vielleicht sollte ich eine frankensteinmaske anziehen... :-)

    ja, ich weiss, das mit dem aushalten stimmt. mach ich ja mittlerweile auch immer. aber manchmal nerven diese bloeden stimmungsschwankungen einfach zu tode. aber gut. das gehoert wohl zu mir wie die null zur eins.

    auf jeden fall werde ich mich jetzt demnaechst auf den weg machen. reisen an sich mag ich, nur das ankommen ist immer etwas doof.

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