aufbruch und bewegung
das war mal wieder eine denkwürdige nacht. die analyse des traumes, der mich gefühlt die ganze nacht beschäftigt hat, kam mir gerade: mit weniger gepäck (...), das ich große strecken auf dem fahrrad transportiert habe, wäre es kein problem gewesen, den bus zu erreichen, der mich zum flieger bringt, damit ich wegfliegen (mich bewegen) kann. ich hätte nicht so viele schlenker machen müssen, hätte geradeaus fahren können und das gepäck nicht ständig zurechtrücken sowie mich auf andere verlassen müssen, die ein auge auf die riesige tasche auf dem lockeren gepäckträger hätten haben sollen, was sie aber nicht taten sonden mich ignorierten und ihr eigenes ding machten. ich hätte auf der bank nicht ein solches theater veranstalten und anfangen zu heulen müssen, weil ich mit dem ganzen gepäck nicht klar kam, im vorraum der bank, und vor allem hätte ich den bus erwischt. den bus zum flughafen, zum flieger (aufbruch, bewegung, nach vorne blicken und gehen). meine eltern haben mich letztendlich zum flughafen gefahren, und ich war die ganze zeit über nervös und fahrig, aber letztendlich konnte ich nachträglich noch problemlos einchecken. und dann saß ich im flieger, und dort drin auch die anderen, die morgens auf mein wackeliges gepäck hätten ein auge haben sollen, damit es nicht vom fahrrad fällt. ich hab zu ihren rübergeschaut, aber sie haben mich nicht mehr groß interessiert. ich war angekommen, im aufbruch.
der blick auf mich, auf mein ding, ist so viel wichtiger als der auf andere. wenn man bei sich ist, authentisch und kongruent (ohne zu viel gepäck/schlenker), dann kann man geradeaus gehen, kann grenzen setzen und sie aufrecht erhalten, man ist in bewegung, kein stillstand. der weg ist das ziel, die bewegung. das bei sich sein. leben lernen. leben.
