grenzwandel

05.08.2008 um 17:42 Uhr

bewegung, ein kleines bisschen bewegung

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

bewegung hilft. nicht bewegung im sinne von sport, sondern bewegung im sinne von bewegung eben, der erstarrung entkommen, vor die türe, raus aus dem haus. wenn man ein ziel hat, umso besser. noch mehr hilft es allerdings, die stimme von vertrauten personen zu hören, von personen, von denen man weiß, dass sie einen durch und durch kennen, einem beistehen und himmel und hölle in bewegung setzen würden, um einem zu helfen. am meisten half heute jedoch, vorhin meinem doc gegenüber zu sitzen. er schaute mich bloß an und endlich, endlich fingen die tränen an zu laufen. zugehört hat er, nicht viel gesagt, zum telefon gegriffen. ein anruf, alles geklärt. morgen 13 uhr, psychosomatik der hiesigen uniklinik. wahrscheinlich keine möglichkeit, die drei wochen bis zum 1.9. stationär zu überbrücken, weil urlaubszeit, aber einen ki-plan, den kann man aufstellen.

durchatmen, einmal tief durchatmen. ein ganz leichtes, vorsichtiges lächeln hab ich auf den lippen und vorhin für einen winzigen moment das gefühl gehabt, dass alles vielleicht doch irgendwie gut wird. letzte nacht fiel mich für ebenfalls einen winzigen moment das gefühl an, dass ich meine seele sehr lieb habe und sie mir unendlich leid tut. ich bin es ihr einfach schuldig, auf sie aufzupassen, für sie zu sorgen. sie hat es verdient. sie kann nichts dafür. 


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