grenzwandel

23.07.2013 um 19:19 Uhr

noch ein ende

 

ich werde die geschichte mit martine hier nicht weiter aufarbeiten. es macht keinen sinn, da beißt sich die katze in den schwanz, um mal einen meiner lieblingssprüche zu bemühen. ich finde keine ruhe, aber genau das ist es, was ich momentan am aller notwendigsten brauche.

ich werde nicht aufhören hier zu bloggen, nein, sicher nicht, aber ich werde martine beerdigen. ich habe 13 monate lang eine frau geliebt, die es nie gab, und ich werde sie beerdigen müssen, um ruhe zu finden. ich weiß nicht, wann es mir das letzte mal so schlecht ging, wann ich das letzte mal so oft so verzweifelt und bitterlich geweint habe, wann ich zum letzten mal so unendlich erschüttert und verletzt war. ich weiß es nicht.

ich werde martine beerdigen, und dann anfangen, nach vorne zu schauen.

 

22.07.2013 um 16:45 Uhr

ich werde...

 

...mich nicht unterkriegen lassen. ich werde mich - verdammt nochmal - nicht unterkriegen lassen. es geht mir nicht gut, aber irgendwann wird es das wieder, und vor allem: ich habe die kontrolle darüber, ICH kann das lenken und steuern und aktiv sein, ich. ICH, und sonst niemand.

 

22.07.2013 um 11:05 Uhr

tag 3 nach 13 monaten lebenslüge

 

ich werde die geschichte aufschreiben. ich kann nicht anders und ich glaube auch nicht, dass ich sie anders verarbeitet bekomme. ich werde sie aufschreiben, und zwar hier. hier hat alles begonnen, unsere blogs waren bis auf die letzten wochen mit ein zentraler punkt in unserer kommunikation und nachdem jetzt alls aus und vorbei und zersplittert und in sich zusammengefallen ist, werde ich versuchen, die ganze geschichte hier aufzuarbeiten. ich brauche das, ich kann nicht anders. ob es mir alleine, nur mit schreiben, gelingen wird, weiß ich nicht. aber ich bezweifle es.

unten meinen füßen hat sich am freitag ein loch aufgetan, wie es größer und dunkler und tiefer nicht hätte sein können. es geht mir beschissen, so richtig, ich bin unendlich erschüttert und verletzt, ich begreife es nicht. ich schwanke zwischen massiven heulkrämpfen,  latenten panikattacken und momenten, in denen ich gar nichts fühle, in denen ich wie tot bin. und vor allem: ich muss derzeit funktionieren, weil ich klausuren schreibe, eine nach der anderen, bis zum 7.8., die ich bestehen muss. und will.

ich verstehe nicht, wie das passieren konnte, wie man eine menschliche existenx auf allen erdenklichen ebenen so detailreich und so widerspruchsfrei konstruieren, ja fast schon leben kann. letzteres wird der punkt sein, der das alles möglich machte. rein kognitiv ist das nicht so und nicht so lange aufzubauen und durchzuhalten. das geht nur, wenn in der konstruierten person ein großteil seiner selbst drinsteckt und zudem seiten ausgelebt werden, die vielleicht im realen leben nicht auslebbar sind. und diese gesamte konstruierte person und persönlichkeit, martine, die 13 monate lang intensiv ein teil meines lebens war, all diese ebenen, tausende von einzelnen details, die ich in form unserer schriftlichen kommunikation schwarz auf weiß habe, all das, was da um mich herum konstruiert und vernetzt wurde, all das muss ich jetzt wieder auflösen und auseinanderklamüsern, um martine beerdingen und vergessen zu können. gestorben ist sie schon, am freitag, als der mensch, der mir das alles angetan hat, mir nach zwei wochen massiven mißtrauens eine email schrieb und die bombe platzen ließ. ich war mißtrauisch geworden, weil er gewollt hatte, dass ich mißtrauisch werde, weil er nicht mehr konnte. und so bekam ich am freitag um 10 uhr eine mail, das ende eine 13-monatigen lebenslüge, die hier bei blogigo im mai letzten jahres begonnen hatte...

 

21.07.2013 um 21:47 Uhr

warum?

warum? waruum? warum? warum? warum? warum? warum? warum?
warum? waruum? warum? warum? warum? warum? warum? warum? 
warum? waruum? warum? warum? warum? warum? warum? warum? 
warum? waruum? warum? warum? warum? warum? warum? warum? 
warum? waruum? warum? warum? warum? warum? warum? warum? 
warum? waruum? warum? warum? warum? warum? warum? warum? 
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warum? waruum? warum? warum? warum? warum? warum? warum? 
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warum? waruum? warum? warum? warum? warum? warum? warum? 
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warum? waruum? warum? warum? warum? warum? warum? warum? 
warum? waruum? warum? warum? warum? warum? warum? warum? 
warum? waruum? warum? warum? warum? warum? warum? warum? 
warum? waruum? warum? warum? warum? warum? warum? warum? 
warum? waruum? warum? warum? warum? warum? warum? warum?
 
mein gott womit habe ich das verdient?

21.07.2013 um 10:26 Uhr

emotionales chaos

 

ich hatte keine chance. jedes kleine bischen aufkeimende unsicherheit oder frühes misstrauen wurde im keim erstickt, und zwar durch das hinzufügen neuer details zu dieser konstruierten existenz von martine, noch so winzige, die alle ins bild passten. und das auch noch widerspruchsfrei. wir haben uns nie getroffen, nie telefoniert, weil martine panische angst hatte ihr "lesbisch sein" auszuleben, ihre kinder zu verlieren, weil diese mit dem outing der mutter und dem zusammenleben wollen mit einer frau möglicherweise nicht klarkommen würden. so ging es immer darum, die kinder an diese situation heranzuführen, bei ihnen akzeptanz der homosexualität der mutter wachsen zu lassen und letztlich ging es auch um die ängste und schwierigkeiten von martine, das erkennen der homosexualität mit 37 und die unendliche angst davor, dem in der realität - mit mir - ins auge zu sehen. und so blieb es über 13 monate bei emails - unendlichen vielen mails - und vor allem bei den sogenannten quatschdokumenten. teamviewer und dann quatschen in einem word-dokument entweder bei ihr oder bei mir im rechner. meistens bei mir. im rahmen dieser kommunikation in den letzten 13 monaten habe ich dieser frau über 8000 mails geschrieben und auch bekommen und wir haben über 500 seiten, schriftgröße 11, einfacher zeilenabstand, zusammengequatscht. und im rahmen dieser fast schon uferlosen kommunikation entstand eine konstruierte existenz, wie sich echter kaum hätte sein können, mit allen details, widerspruchsfrei, auf allen nur erdenklichen ebenen eines menschlichen lebens. für mich existierte martine, ich hatte keinen zweifen, ich kam, angesichts dieses teilweise zwar unglaublich klingenden, aber dennoch widerspruchsfreien detailreichtums noch nichtmal auf die idee, das alles könnte ein fake sein. das überstieg schlicht mein vorstellungsvermögen. also existiete martine als frau, in die ich mich verliebt hatte, obwol ich sie noch nie gesehen oder gehört hatte, die ich im rahmen ihres langsamen outings begleitete, die mir sagte, wie sehr sie mich liebte und wie sehr sie sich dessen bewusst sei, was sie mir an geduld und energie abverlangte, zu "warten", bis sie endlich so weit sei. aber, so meinte sie erst vor wenigen wochen, kurz bevor bei mir manifestes und berechtigtes mißtrauen sich einstellten, sie hätte ihre ängste in den etzten 17 jahren immer in den griff bekommen und würde es auch dieses mal schaffen. und so blieb ich in meiner unendlichen geduld weiter am ball, weiter und immer weiter...

ich kann es nicht glauben. ich begreife es nicht, ich verstehe es einfach nicht, wie das alles möglich sein, wie das alles passieren konnte. ich bin unglaublich erschüttert, mein mißtrauen frisst mich auf. ich merke das sich einstellen eines gefühls, das ich niemals wieder haben wollte, das ich in jahrelanger therapiearbeit erfolgreich bekämpft geglaubt hatte, nämlich eine leere gepaart mit einem dichtmachen. ich fühle mich mißbraucht, ausgezogen bis auf die seele, bloßgestellt, hintergangen, ich habe angstvor dem auf- und verarbeiten dieser geschichte und ich bin so unendlich verletzt, wie ich es noch niemals in meinem leben war.

und ich schäme mich. ich schäme mich dafür, dass mir das passieren konnte. ich habe nie verstanden was es bedeutet, wenn ein opfer einer gewalttat, sei es jetzt körperlich oder seelisch, von scham über die tat berichtete, von scham darüber, dass einem das passiert ist.

jetzt weiß ich es. weil ich hier sitze und es fühle. 

 

20.07.2013 um 16:25 Uhr

warum?

 

ich habe mich in meinem leben noch nie so hilflos gefühlt, noch nie so mißbraucht, ausgezogen bis auf die seele, bloßgestellt, benutzt und beschmutzt.

ich begreife es nicht, ich begreife nicht, dass es die existenz dieser frau, mit der ich über ein jahr kommuniziert habe, immer in der hoffnung, dass sie ihre ängste endlich überwindet, damit wir uns treffen können, dass es diese existenz in all ihren details nicht gibt, nie gab. als wäre sie gestorben. sie hätte real existieren und beim motorrad fahren ums leben kommen können, es wäre ein ähnliches gefühl gewesen. sie ist tot, und das, obwohl sie nie gelebt hat.

ich mache mir keine vorwürfe, nein, aber das ist das schlimme daran, dass ich das nicht machen kann. umfassender kann ein gefühl des kontrollverlusts nicht sein.

ich fühle mich so hilflos, so unendlich hilflos. ich habe nichts getan und muss jetzt zusehen, wie ich damit fertig werde.

wie kann man jemandem so etwas antun, wie?

 

19.07.2013 um 14:15 Uhr

ende

 

ich habe über ein jahr mit einem menschen kommuniziert, den es nicht gibt als diejenige, als die sie sich ausgab. 

ich war über ein jahr lang in eine frau verliebt, die nicht existiert.

ein jahr meines lebens - eine einzige lüge.

heute morgen ist mir mein leben auf den kopf gekracht und noch niemals war ich so erschüttert in meinem ganzen sein, in meinen gefühlen, in meinem selbstbewusstsein, meiner menschenkenntnis und in meinem urvertrauen. noch niemals im leben hat mir jemand so dermaßen weh getan. 

wie konnte das passieren? wie konnte es so weit kommen? wie konnte man mir so etwas antun?

es tut so unendlich weh...

 

25.03.2013 um 21:49 Uhr

hellgelb

 

ich habe so viele worte, sätze, bilder und bedeutungen im kopf, die nach draußen drängen, die raum brauchen, die gehört, gesehen und wahrgenommen werden wollen.

genau genommen sind es es gefühle.

gefühle, die ich nicht immer nur beim namen nennen, sondern sie leben möchte. ich möchte dir nicht immer nur sagen, wie sehr ich dich liebe, ich möchte es dir zeigen. ich möchte dir nicht immer nur erklären, dass ich für dich da bin, auch wenn es schwierig wird, ich möchte es dir beweisen. ich möchte dir unsere realität nicht immer nur in schillernden farben ausmalen, ich möchte dich an die hand nehmen, und sie mit dir entdecken. ich möchte dir meine tränen nicht immer nur beschreiben, ich möchte, dass du sie siehst. ich möchte meine traurigkeit nicht immer nur in worte fassen, ich möchte, dass du sie fühlst. mit deiner hand auf meinem herzen und deinem blick in meinen augen.

fang endlich an, deine wünsche, träume und bedürfnisse zu leben. nur dann können sie wahrgenommen und akzeptiert werden. solange sie theoretische konstrukte sind, lassen sie sich blendend ignorieren. ein kleines störfeuer im familienverbund, aber nichts, mit dem man sich auseinandersetzen müsste. hab endlich den mut, dich zu bewegen. hab endlich den mut, auch auf meine bedürfnisse einzugehen. hab endlich den mut, ein bisschen mehr risiko mit in deine rechnung einzubeziehen. hab endlich den mut, im jetzt zu leben.

hab endlich den mut, mich zu lieben.

 

09.03.2013 um 11:51 Uhr

hell yes

 

gosh, never in earth's history has anyone been driven more crazy by a single lady than me currently...

 

25.12.2012 um 20:56 Uhr

missing

 

mein gott, was ist bloß los mit mir? sie ist "nur" in kanada, und das nicht zum ersten mal, aber dieses mal ist es schlimm. ganz schlimm. ich vermisse diese frau so unsagbar, als gäbe es keinen morgen mehr. ich muss mich ständig zusammenreißen, nicht loszuheulen, höre eine traurige ballade nach der anderen (nein, das hilft nicht. wirklich nicht) und zergehe vor sehnsucht. ist es die jahreszeit, bzw. ihre stimmung? der anstehende jahreswechsel? veränderungen? ich weiß es doch auch nicht. und auch das macht es nicht leichter, meine gefühle in den griff zu kriegen. 

habe ich noch einen weihnachtswunsch frei? einen? nur einen noch?

 

23.12.2012 um 11:42 Uhr

wo bist du?

 

ich mache mir sorgen. ich sitze hier und mache mir riesige sorgen. gestern gegen 12 uhr mittags hat sie sich das letzte mal gemeldet, aus dem flieger, seit dem ist funkstille. nicht ihr art. gar nicht ihre art, normalerweise setzt sie immer und überall alles dran, mir zumindest mal ne kurze message zukommen zu lassen, dass es ihr gut geht. sie müssten lange angekommen sein, am zielort. schon lange.

wo ist sie? warum meldet sie sich nicht? ich will doch nur wissen, ob es ihr gut geht, ob alles in ordnung ist. bitte, lieber gott, lass es einen banalen grund geben, warum sie sich noch nicht gemeldet hat. bitte.

 

music

 

21.12.2012 um 21:34 Uhr

tränen am abend

 

bye babe. bye.

komm heil wieder. 

bitte. 

18.12.2012 um 21:56 Uhr

innenansichten


ich bin gerade ein bisschen schreibfaul. ok, als entschuldigung könnte man gelten lassen, dass ich ziemlich beschäftigt bin, mit der uni, in allen farben und formen. derzeit: hno-block. spannend. h und n mag ich, o nicht so sehr, aber unterm strich macht es viel spaß und die herrschaften docs sind ziemlich gechillt. wir haben also spaß und lernen was.

und ansonsten? alles gut, alles in bewegung. langsam, ganz langsam, aber unaufhaltsam. schön, entspannt, ruhig und gelassen, authentisch und hoffnungsvoll. berechtigterweise. die perspektive ist da, der wille und der weg sind es sowieso, ein schritt nach dem anderen, tapp tapp tapp. hand in hand, gemeinsam. die null und die eins, tag und nacht, sonne und mond, schwarz und weiß, yin und yang. vereinte gegensätze werden zu einem ganzen, das aus teilen besteht, die niemals getrennt waren. sehnsucht. träume und tränen. der stoff, aus dem die liebe gewebt wird.

ich bin hier. und mein herz tanzt tango. 

 

 

12.11.2012 um 11:38 Uhr

nur mal so nebenbei

 

 

28.09.2012 um 09:39 Uhr

bedürfnisse

 

maaaaaaaaaaaaann. ich muss dringend chirurgie lernen, klausur am 12.10., und nächste woche habe ich ein blockpraktium. ergo: die zeit wird - mal wieder - knapp. aber ich kann mich nicht konzentrieren, aber sowas von nicht. ich habe so viel im kopf, so verdammt viel. und das meiste davon ist positiver natur. es hat sich bei mir in den letzten wochen so viel getan, so viele fäden habe ich auseinander sortiert, klarheit geschaffen, organisiert und geplant und gewurschtelt, gesehen, gehört, erfahren und gelernt. all das hatte und hat positive folgen und langzeitauswirkungen und schafft spielräume für träume mittel- und langfristiger natur. all das beschäftigt mich, weil ich mich freue, happy bin und zuversichtlich, was mich, meine träume und mein leben anbelangt.

ein einziger punkt allerdings gehört nicht in die kategorie positiv, ein einziger, aber der ist gerade genauso präsent wie alle anderen positiven zusammen. ein einziger punkt, gründend auf dem (noch) fehlenden verständnis für die bedürfnisse eines menschen, der mir unsagbar ans herz gewachsen ist. nein, nicht bei mir fehlt verständnis oder die bereitschaft, sich auseinanderzusetzen, sondern bei anderen. das ist das schlimme. ich kann nichts tun. ich kann einfach nichts tun, sondern muss zuschauen, tag für tag, und kann nur hoffen, dass sich dieser zustand ändert. denn nur eine änderung dieses zustands ist gleichbedeutend mit zukunft. mein leben war noch nie einfach. jetzt aber hat es mich in eine situation geworfen, die ich mit trage, weil ich liebe und weil ich eine schier unendlich erscheinende hoffnung habe, die aber immer mal wieder ein riesen großes frustpotential bereithält. wie eben jetzt. seit gestern abend. heute morgen sah es so aus, als hätte die nach die nötige ruhe zurück gebracht, jetzt aber sitze ich hier und die gedanken kreisen nur so in meinem hirn und ich bekomme sie nicht raus. es ist wie eine endlosschleife. wie soll ich denn loslassen, diese gedanken, wenn sie mich betreffen, unmittelbar, ich aber nichts tun kann und ich nicht bis ins allerletzte detail verstehe (oder verstehen will), warum alles so ist, wie es ist? ich habe gerade ein riesiges bedürfnis darüber zu reden, über mittel und wege, wenigstens ein bisschen an den 'stellschrauben' zu drehen, über möglichkeiten der beschleunigung, anderer herangehensweisen oder über kompromisse, über meine rolle in dieser aufstellung, meine latente wut (von der ich nicht mal weiß, ob sie mir zusteht) über die permanente weigerung, sich mit den bedürfnissen des menschen auseinanderzusetzen, den ich liebe, über all das. es tut mir gerade so weh zu sehen, dass sich nichts tut, weh für sie, weh für mich, für uns.

ich werde diesen weg mit ihr gehen, bis zum ende, bis wir da angekommen sind, wo wir händeringend ankommen wollen. es ist eine absurde situation, aber sie wird irgendwann ein ende haben. das weiß ich. aber ich muss reden. dringend. sonst zerreißt es mein hirn.

 

24.09.2012 um 19:29 Uhr

nur so am rande

 

du bist die beste.

 

danke.

 

 

21.09.2012 um 22:14 Uhr

...

 

sie hat gleich geburtstag.

aber sie ist nicht da und ich kann sie auch nicht erreichen.

und das mit dem geschenk ist auch in die hose gegangen.

scheiße.

scheiße...

 

24.08.2012 um 16:29 Uhr

tränen am nachmittag

 

ich sitze hier und bin traurig. viel gefühlt habe ich in letzter zeit nicht. ich habe versucht, die emotionen im zaum zu halten, über die runden zu kommen, habe kompensiert und verdrängt. das hatte folgen. ich war unausgegelichen, zickig, ich habe gezogen und gezerrt, und das vor allem an meinem gegenüber; an einem menschen, den ich von herzen liebe und der nichts dafür kann, dass mir nach ziehen und zerren war. das war und ist alleine meines. es ist meins, wenn ich gefühle unterdrücke. es ist meins, wenn ich diese unterdrückten gefühle kompensiere und das nicht gleich selber merke. es ist meins, wenn ich unausgeglichen und zickig und nervig und ziehig und zerrig bin. es ist nicht deins. du hast es abbekommen, und das tut mir unendlich leid, jetzt, wo ich fühle, wo sich diese ganzen aufgestauten emotionen bahn gebrochen haben.

ich habe verdrängt weil es mir zu weh getan hätte zu wissen, dass ich alles, was derzeit in meinem leben passiert - und das ist eine menge, eine menge wichtiger dinge - nicht mit dir teilen kann. war es das wert? war es das wert, meine gefühle zu verdrängen, um nicht traurig zu sein? war es das wirklich wert? nein, es war es nicht wert. traurig sein ist ehrlicher und authentischer, als gefühle zu verdrängen, die einen traurig machen, um sie nicht fühlen zu müssen. aber das bin ich. das passiert mir immer wieder, dass ich in genau dieses alte muster reinrutsche, erst unmerklich und dann irgendwann diese diffusen spannungen und die damit einhergehende unausgegelichenheit wahrnehme. an diesem punkt habe ich meistens schon angefangen, um mich zu schlagen und meistens bekommen es diejenigen ab, die in meiner nähe, in meiner emotionalen nähe, sind. 

seit heute mittag fühle ich wieder. wie schuppen ist es mir von den augen gefallen, wie ein riesiger kalter brocken von der seele. seit dem weine ich nahezu ununterbrochen. 

es tut mir leid. unendlich leid.

verzeihst du mir?

 

12.07.2012 um 15:14 Uhr

nebenbei

 

ich liebe...

und leide.

 

11.07.2012 um 06:41 Uhr

nachtrag & ausblick

 

gestern war ein tag extremer emotionaler verwerfungen und aufwallungen. der lauf dieser dinge hatte sich schon am wochenende angedeutet, gestern fand er seinen höhepunkt. das hatte seine gründe.

letztendlich, jetzt, im nachhinein, gefällt mir die art, wie wir damit umgegangen sind, vor allem hier, überhaupt nicht mehr. ein bisschen mehr geradlinigkeit in der kommunikation und vor allem ein bisschen weniger impulsivität in meiner, hätte nicht geschadet. und die zeitliche und räumliche überkreuzkommunikation war auch nicht wirklich hilfreich.

ich habe hingeguckt, analysiert und nachgedacht. ich war sicherlich sehr hart in manchen meiner aussagen und kompromißlos insgesamt. das hatte und hat gründe. ich tue sehr selten etwas ohne gründe. sollte ich aber gestern im zuge dessen hier irgend jemandem zu nahe getreten sein, dann tut mir das leid. es war nie meine absicht, jemanden zu beleidigen oder einen streit vom zaun zu brechen. 

memo an mich: erstmal zurücklehnen. durchatmen. hingucken. und nicht gleich anfangen, an allen fronten zu kämpfen. das ist nicht nötig, sondern, ganz im gegenteil, eher kontraproduktiv. und zwar für alle beteiligten. und: interpretationsspielraum kleiner machen. ich habe irgendwann heute nacht begriffen, dass ich nicht erwarten kann, dass andere sich einschränken oder ihre art zu kommunizieren ändern, nur damit mein interpretationsspielraum kleiner wird. das muss ich schon selber bewerkstelligen. und das werde ich tun.