halbtagesbilanz
ein weiterer tag, an dem es mir gut geht und ich bisher nur gemacht habe, was ich machen wollte. meine ersatztherapeutin hat am mittwoch zu mir gesagt, in ihnen ist so viel lebendiges, das muss raus, das ist ein riesen teil von ihnen. sperren sie es nicht ein. dieser lebendige teil hat mindestens den selben stellenwert verdient wie ihre leistungsfähigkeit. und sie hat so recht. die leistung ist ein teil von mir, ein ganz wesentlicher, aber eben nicht der einzige. da ist so viel kreativität, lachen, interesse an anderem als leistung und da sind so viele emotionen, und das alles hat einen ganz großen platz in meinem leben verdient. leistung ist schön und gut, aber ohne all das andere, das mich ausmacht...eben einfach...nur mittel zum zweck...nein, eigentlich will ich ein bisschen was anderes damit sagen, aber ich weiß gerade nicht wie. egal. in meinem kopf macht es sinn. so langsam setzt sich die schon vor einiger zeit erlangte erkenntnis, dass ich es bin, die mein leben in der hand hat, ich muss nur machen, die ganze welt liegt mir quasi zu füßen und ich habe die wahl. ich lerne gerade zu leben. dieser gedanke kam mir gestern nacht, nachdem ich dem völlig neben sich stehenden kommilitonen c. noch beim packen geholfen hab, wir abgestandenen wein auf dem balkon getrunken und uns der lauen nacht erfreut haben. ich lerne zu leben. und es gibt nichts, was ich lieber lerne.
und als ausdruck der veränderten innenansicht hab ich heute mal angefangen, den rahmen all meiner gedanken auch ein bisschen anzupassen. und das hat riesig viel spaß gemacht. es ist zwar ein gewurschtel und herumprobiere, aber es geht mittlerweile ganz gut. so ganz zufrieden bin ich mit dem grenzwandel-design noch nicht. das hinzubiegen wird wahrscheinlich noch den ein oder anderen abend und/oder morgen füllen, aber ich freue mich darauf. das wollte ich ja schon seit ewigkeiten mal angehen, das blogdesign, aber einerseits habe ich das css-programmieren immer für zeitverschwendung gehalten und hab zudem immer gedacht, dass ich dazu überhaupt keinen zugang habe. blödsinn. es ist keine zeitverschwendung, weil es nämlich spaß macht und ich mich tierisch über jede kleine gelungene veränderung freue und andererseits ganz im gegenteil, irgendwie kommt mir die verknüpfung logischer quellcode und hinten dran was explizit visuelles sehr entgegen. hätte ich so nie gedacht.
naja. wie dem auch sei. es geht mir gut. und ich bin so ein kleines bisschen aufgedreht, weil meine therapeutin ab ende der woche wieder in der stadt ist. hach. wahrscheinlich versteht das kein mensch, was das bedeutet, aber muss ja auch nicht. noch zwei wochen und zwei tage. dann lieg ich wieder auf der couch.

Gefällt mir, deine positive Energie :-)
Es ist nie zu spät "zu leben" zu lernen. Das Buch des Lebens ist reich und voll von den verschiedensten Seiten. Mal eine Genussarbeit, dann wieder eine Fleissarbeit, doch immer und immer wieder lohnend darin zu blättern und weiterzulernen..
Ich glaube ein wenig erfassen zu können, wie du empfindest, dass SIE bald wieder da ist.
Und neben der ganzen Freude über das Wiedersehen, wird dieses mal vielleicht auch ein wenig Stolz dabei sein.
Stolz auf die Fortschritte, die du in der letzten Zeit gemacht hast und die unverkennbar sind. Nicht nur in CSS...;-)
Liebe Grüsse