lebloser clown
ich hänge in einer endlosschleife, ebenso wie der tote clown in meinem cd-player. ich komme über dieses lied nicht hinweg, fühle mich genauso, ein toter clown eben. nicht gewollt, nie gebraucht, letztendlich überflüssig. benutzt. verbraucht. mißbraucht als sinn des lebens anderer. den sinn des lebens aufgezwungen; was ich will, wollte nie jemand wissen. es war egal, und damit ist es egal, wird egal bleiben.
ich könnte tränen vergießen, ununterbrochen. schicksalstränen. tränen eines schicksals, das ich nicht kenne, tränen als kittsubstanz für die seele, tränen für jeden moment meines lebens, in dem ich nicht wusste, nicht weiß und nicht wissen werde, was ich hier soll, wer ich bin und was ich will. ich weiß nicht, was zu mir passt, habe keine ahnung, wohin ich gehe. jeder schritt scheint ein schritt in die falsche richtung, richtige richtungen gibt es nicht und nicht bewegen schmerzt ungleich mehr.
wunden, alte wunden, aufgebrochen, aufgerissen. wunden, zugefügt durch andere, in ihrer blindheit für mich, meine seele, für das wesen hinter der fassade, das wesen hinter all der intelligenz und eleganz, hinter einer maske, die brüchiger nicht hätte sein können. wunden, die ich mühsam geflickt hatte, dilettantisch, wie sich jetzt herausstellt. ich habe nicht hingesehen, beim flicken, habe darauf vertraut, sie beim rennen mit geschlossenen augen schon irgendwie verschließen zu können, hauptsache zu, egal wie.
the old furtune teller lies dead on the floor. nobody needs fortunes told any more.
