grenzwandel

24.08.2009 um 20:54 Uhr

letzter montag vor ultimo

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

ja, ich mag sie, meine ersatztherapeutin...ersatz wird ihr nicht gerecht, sie ist nicht nur ein ersatz, sie ist mehr. sie ist anders, ganz anders, und sie ersetzt meine therapeutin nicht, das kann sie gar nicht und soll sie auch nicht. ich habe viel gelernt bei ihr, hatte viele wichtige erkenntnisse, sie war da und wir hatten eine schöne nähe. nicht zu nah, nicht zu fern, gerade richtig. ich fühle mich wohl bei ihr, gesehen, angenommen, akzeptiert und vor allem: wir kommunizieren auf augenhöhe. kein ziehen und kein zerren, kein aufblicken oder herabblicken, keine konkurrenz, einfach augenhöhe. und ja, es fällt mir schwer, mich an den gedanken des abschieds zu gewöhnen, richtig schwer sogar. sie ist so anders. und das tut mir gut. ich muss mal schauen. so ganz möchte ich sie nicht gehen lassen. vielleicht kann ich ja sporadisch, alle paar wochen mal zu ihr, hin und wieder mal eine andere perspektive auf mich, ich glaube, das würde mir, und der analyse, gut tun. nächste woche weiß ich mehr.

heute war ein guter tag. nachdem ich ab vier uhr wach war, habe ich die zeit genützt und mich drei stunden mit anatomie beschäftigt, mit den knöchernen strukturen des schädels. geduscht, kaffee getrunken und dann auf zu einer bekannten, deren tochter ich versprochen hatte mit ihr loszuziehen und ihr ein praktikum in einer konditorei zu organisren. und wir waren erfolgreich. danach habe ich mit besagter bekannten noch deren haus geputzt - was tut man nicht alles, um das lernen zu vermeiden - um dann heute nachmittag zu schlafen und noch ein bisschen anatomie zu machen. zum abschluß des tages noch ein wenig budenzauber bei mir, und jetzt werde ich mich demnächst mit meinem buch ins bett verziehen. ich habe also gelernt, mir was gutes getan und das ausruhen und entspannen kam auch nicht zu kurz. es geht mir gut, bis auf ein paar aggressive aufwallungen vorhin, die aber einen bestimmten grund - einen anruf - hatten. ich habe eine weile gebraucht bis mir klar war, woher sie kommen, die aggressionen, aber seit ich das erkannt habe, sind sie weg. es ist mein job, meine grenzen zu ziehen und sie aufrecht zu erhalten. ich kann von niemandem erwarten dass er/sie merkt, wann ich lust habe auf kontakt und wann nicht. 

morgen früh hat der lieblingszahni vorphysikum chemie, da sind wir vorher verabredet und hinterher wird ein bisschen gefeiert. schön schön schön. und zudem soll es ein bisschen kühler werden, was mich auch sehr freut. das hier sind einfach nicht meine temperaturen. es war 15 grad zu warm heute.


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