grenzwandel

05.03.2008 um 07:24 Uhr

visualisierte psychodynamik

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

Stimmung: absolut ruhig und bei mir

gerade eben, aufgewacht aus einem ungewöhnlich tiefen schlaf, in einem ungewöhnlich tiefen entspannungszustand, der sich diesem aufwachen anschloss, 'empfing' ich ein bild aus einem teil meines gehirns, das normalerweise keine bilder sendet. woher ich das weiß? dass es ein bild war aus einer region, die normalerweise keine schickt? ich weiß es nicht, aber ich wusste es in diesem moment einfach. und noch wichtiger: ich habe es gefühlt.

von einer völlig anderen qualität als alles bisher dagewesene, nicht zu vergleichen mit allen bisher gekommenen und gegangenen bildern, von einer greifbaren und klaren abstraktheit, die ihresgleichen sucht und dennoch jenseits allem durch den verstand fassbaren war es das wahrscheinlich vollkommenste bild, das ich jemals gesehen, wahrgenommen habe.

eine zwei- und dennoch irgendwie mehrdimensionale, unbewegt bewegte, rechteckige und wasserähnlich durchsichtig undurchsichtige fläche, verschwommen und dennoch völlig klar, aus der sich in einem bruchteil einer zeiteinheit in einer vollendeten formation in reihen schräg nebeneinander liegende rauten lösten, vollendet plastisch und harmonisch fließend, die sich senkrecht nach unten und dennoch diagonal eine reihe tiefer bewegten, um sich hier als einzelteiliges ganzes wieder perfekt einzufügen, ohne eine spur zu hinterlassen, ohne dass irgend etwas auf das schließen ließe, was gerade passiert war, in einer bisher unbekannten intensität, vollkommenen und perfekten schönheit und gänze, in einer nie erreichten harmonie, und so, als gäbe es nichts selbstverständlicheres.

mit diesem bild war ein gefühl verbunden. ein gefühl, als raste tief drinnen in mir, an einem nicht zu greifenden ort etwas ein. unwiderruflich. auf ewig vereint, niemals getrennt und nicht wieder zu trennen. gefühlte gewissheit, dass sich vollkommenes geschehen und vollkommener zeitpunkt gesucht und gefunden haben, ohne sich suchen und finden zu müssen.

 

seelische raum-zeit symbiotik.

 

raum-zeitliche seelensymbiose.

 


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