Man hört nur mit dem Herzen gut.

26.06.2009 um 02:36 Uhr

Michael Jackson

Ich bin ja so eine, die interessiert nicht, wenn Prominente sterben. Ja. Ich bin so eine. Als ich 1997 im August in Paris eintraf und am nächsten Tag in den Nachrichten kam, dass Lady Di just in der selben Nacht in der selben Stadt bei einem Autounfall ums Leben kam, erlaubte ich mir, in Urlaubskarten über diese seltsame Koinzidenz zu scherzen. Einfach, weil mich sowas total kalt lässt. Keine Bestürzung, Trauer schon gar nicht. Eine Person weniger im öffentlichen Leben, eine Meldung mehr in den Medien, alles fließt, nichts dauert, und mir fehlt irgendwie nichts, wenn die Zukunft ohne diese Menschen stattfindet. Völlig egozentriert die Sunny, aber das wissen die Meisten schon, ich halt damit nicht mehr hinter den Berg...

Umso überraschter bin ich über die Tränen, die mir gerade über die Wangen laufen, über mein rasendes Herz und die tiefe Melancholie, die mich bei der ganz frischen Neuigkeit überkommt, dass Michael Jackson gestorben sein soll. Gestorben sein soll... Genau, ich kann es nicht glauben, wehr mich dagegen, dass der King of Pop tot ist und ich kann mir partout nicht erklären, wo das herkommt.

Hab ich seine Musik geliebt? Nein. Ein paar Songs mochte ich ganz gern, beim Auftritt bei Wetten dass, wo er vom Winde verweht den Earth Song zum Besten gab, hatte ich Gänsehaut bis unter die Fußsohlen, aber geliebt habe ich die Musik nicht.

Er war interessant, aber das gilt für Lady Di genauso. 

Liegt es daran, dass er immer Teil meines Lebens war, als Star, als verrückter Vogel, als kaputte Seele, als was auch immer?

Nun. Auch das gilt für viele. Ich verstehs grad nicht, aber ich bin tieftrauig und entsetzt, dass Michael Jackson gestorben ist. 

Ich leg jetzt noch zu später Stunde die einzige Platte auf, die ich von ihm besitze...

Kein comeback von Michael Jackson mehr. 

Wie unfassbar traurig...

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenZooStation schreibt am 26.06.2009 um 08:16 Uhr:Es ist ein bisschen so wie mit dem Papst...- ein öffentliches Leiden eines Menschen, der weiter weg von der Realität nicht sein konnte...- und noch dazu im Falle Jacksons jemand, dessen Musik uns doch alle irgendwie begleitet hat...
    Mich macht das auch total traurig...
  2. zitierenanima_cara schreibt am 26.06.2009 um 10:14 Uhr:Ich mochte seine Musik sehr. Mag vieles auch heute noch. Gerade der Earth Song ist eines seiner schönsten Stücke.
    Aber es wäre kein Comeback geworden. Er war so kaputt, eine so tragische Figur!
    Klassikfans werden sich jetzt an die Stirn klatschen, aber ich zieh da immer wieder den Vergleich zu Wagner.
    So nah liegen Genie und Wahnsinn beeinander.

    Thank you, Michael! Thank you for the music...
  3. zitierenSeren_a schreibt am 26.06.2009 um 11:34 Uhr:Mir laufen auch einige Tränen und ich fühle mich ganz tief berührt... Aber ich bin auch irgendwie froh, dass er jetzt frei sein kann...
    Sunny, mir ging es mit Lady Di auch nicht anders, und auch sonst... es berührt mich nicht sonderlich, wenn Berühmtheiten sterben. Nur bei manchen, wenigen...
    Falco und Freddy haben mich berührt, und die wollt ich nicht gehen lassen, denke heute noch manchmal aufstampfend: Mann, warum denn?! Jacko mag ich gehen lassen... ich denke, er hat sich schon länger darauf vorbereitet. Heute nacht sagte jemand: Vielleicht hat auch dieses Monstrum der neuen Tour, für die er gar keine Kraft mehr hatte, den letzten Anstoß gegeben...
  4. zitierengrenzgaenger schreibt am 26.06.2009 um 19:27 Uhr:heath ledger. ich habe wie ein schloßhund geheult als ich gehört habe, dass der großartige heath ledger das zeitliche gesegnet hat. das war tragisch.

    michael, naja. ich frage mich, wie lange es wohl dauert, bis sein silikongesicht endgültig verwest sein wird...
  5. zitierensunnysightup schreibt am 28.06.2009 um 19:10 Uhr:Wisst Ihr, das Warum ist eigentlich unwichtig. Der Tod einer öffentlichen Person ist niemals mit dem eines nahe stehenden Menschen vergleichbar. Wie nahe das einem geht, hat damit zu tun, welche Bedeutung derjenige für einen hatte. Und Michael Jackson war von frühester Jugend an bei mir dabei. Dann noch seine tragische Geschichte, sein Abstieg, und doch das Geniale dabei - irgendwie nimmt man sich seinen Anteil, im Sinne der Indentifikation, was die Trauer wiederum zu etwas höchst Egozentrischem macht.
    Doch so sehr mir so mancher Tod am Arsch vorbei ging, ich finde nicht, dass man sich über die Trauer anderer lustig machen sollte...
  6. zitierengrenzgaenger schreibt am 28.06.2009 um 19:34 Uhr:meinst du mich mit deinem letzten satz???
  7. zitierensunnysightup schreibt am 30.06.2009 um 21:01 Uhr:och grenzie... das seh ich ja jetzt erst. nee. wenn ich dich meinen würde, hätt ich dich angerufen oder dir ne pn geschrieben. außerdem haste das doch auch gar nich gemacht, oder?
    nee, ich hab so einiges gehört und gelesen, was ich scheiße fand, nach dem motto, echte trauer wär das nicht, nur hysterie oder hype oder sonstwas und das ist nicht nett den leuten gegenüber, die eben einfach traurig sind und so was brauchen, wie vorm krankenhaus kerzen anzünden oder sich vor den kölner dom setzen...

    kussi!
  8. zitierengrenzgaenger schreibt am 01.07.2009 um 05:17 Uhr:ok. jetzt bin ich ernsthaft erleichtert. nein, hab ich nicht gemacht, aber du weißt ja, ich bin schnell dabei, alles auf mich zu beziehen :-). dann is ja jetzt wieder alles gut!

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