JOblogt

31.03.2009 um 17:54 Uhr

BILD

von: JOblogt

Wie soeben alle Presseagenturen als Eilmeldung verbreiten wird BILD am 1. Apil für seriösen Journalismus ausgezeichnet.

31.03.2009 um 09:11 Uhr

Vornamen

von: JOblogt

Ich habe mich entschlossen: Ab sofort keine billigen Witze mehr über die neun Vornamen unseres blaublütigen Bundeswirtschaftsminister.

Mit seiner Ernennung ist uns einiges erspart geblieben. Es hätte viel schlimmer kommen können. Ich sage nur: Gloria Prinzessin von Thurn und Taxis. Ihr Geburtsname hat , nicht nur neun, sondern sogar 15 Vornamen.

Übrigens: Viele Vornamen haben beim Adel Tradition. Schließlich wollte man sicher gehen, dass man keinen der möglichen Väter vergessen hat.

30.03.2009 um 11:10 Uhr

Asoziale Absahner

von: JOblogt

6,3 Milliarden Verluste fuhr die Dresdner Bank im letzen Geschäftsjahr ein. So tief ist noch keine andere deutsche Bank in die roten Zahlen gerutscht. „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert" dachten da die Spitzen der Dresdner Bank und sahnten ungeniert ab. Auf den Privatkonten der 9 Vorstandsmitglieder gingen insgesamt 58 Millionen € ein, doppelt so viel wie im Jahr zuvor. Gewissensbisse kennen die asozialen Absahner nicht. Geben sie doch ihr Gewissen morgens beim Pförtner ab.

Selbst Bundesminister Wolfgang Schäuble, der sonst den Mächtigen in der Wirtschaft sehr zugetan ist, gibt sich am Wochenende empört. Schließlich ist bald Bundestagswahl und offene Sympathie mit den Bankmanagern kostet derzeit Wählerstimmen. Die hätten ja bis nach der Bundestagswahl warten können...
Besonders trollig unser blaublütiger Bundeswirtschaftsminister mit der Aufforderung an die Bänker  „Anstand zu zeigen". Will er im Wahlkampf vertuschen, dass er selbst ein neoliberaler Marktradikaler ist, der keine Gelegenheit auslässt, die Selbstheilkräften des Marktes zu preisen? Von Marktradikalen Anstand zu erwarten ist genau so vergeblich wie von Piranhas Toleranz zu fordern. 

Am Samstag, bei der der Demonstration „Wir zahlen nicht für eure Krise" haben zwei Frauen ein selbstgefertigtes Transparent getragen. Darauf stand zu lesen:

„Für skrupellose Banken-Manager, die auf Staatskosten „Geschäfte" machen: 10 Jahre lang: 1 € Jobs".

Das wäre eine Alternative, Herr von und zu Guttenberg.

58 Millionen Euro für die Versager bei der Dresdner Bank. Es gibt in Berlin jedoch noch keine Anzeichen, dass Politiker, die beim Kampf gegen gewissenlosen Absahner aus der Finanzwelt versagen, auch nur mit ähnlichen hohen Summen auf ihren Konten rechnen könnten.

30.03.2009 um 10:18 Uhr

Fahrradkauf

von: JOblogt

Wie von gewöhnlich gut informierte Kreisen hinter vorgehaltener Hand zu erfahren war, hat sich Bahnchef Hartmut Mehdorn heute Morgen in Berlin ein Fahrrad mit Rücktritt gekauft.

29.03.2009 um 14:02 Uhr

Nach dem Länderspiel

von: JOblogt

Gestern glanzlosen Pflichtsieg der deutschen Nationalelf gegen Lichtenstein:
43.368 im Leipziger Zentralstadion und Millionen vor den Bildschirmen mussten erkennen: Lukas Podolski hat immer noch nicht seine alte Form gefunden.
Bundestrainer Löw hat ihn deshalb heute, kurzfristig nach Köln geschickt. Dort soll Poldis Form zusammen mit seinem Schaufelchen und seinem Eimerchen in einem Sandkasten in Köln-Porz liegen.

Der völlig verzweifelte Mario Gomez weiß dagegen immer noch nicht wo das Tor ist, dass er nun schon seit 13 Spielen in der Nationalmannschaft vergeblich sucht.

29.03.2009 um 11:30 Uhr

Zeitumstellung

von: JOblogt

Eine wichtige Mitteilung für meine Leser:

Achtung!

Ab heute schreibe ich diesen Blog ausschließlich und bis auf Weiteres in Sommerzeit.

28.03.2009 um 14:09 Uhr

Die Bahn, ein "Lidl" auf Rädern

von: JOblogt

Die Spitzel der Bahn haben noch viel umfangreicher spioniert als bisher bekannt. Wie gestern ans Tageslicht kam, machten die Bahnspitzel sogar vor den E-Mails von Beschäftigten und Journalisten nicht Halt.

Wenn das so weitergeht erfüllt eine Fahrt mit dem ICE bald den Straftatbestand der Unterstützung einer kriminellen Vereinigung.

28.03.2009 um 13:29 Uhr

§ 123a StGB

von: JOblogt

Brr... es ist saukalt und regnet. Morgen früh um 2 Uhr beginnt die Sommerzeit und vom Frühling noch nichts zu spüren ist.

§ 123a des Strafgesetzbuch (StGB) bestimmt: „Wer unbefugt inländische ...Dienstbezeichnungen führt,... wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft". Der Frühling 2009 sollte wegen „falscher Titelführung" anzeigt werden.

27.03.2009 um 13:58 Uhr

Bergab

von: JOblogt

Die jüngsten Konjunkturausichten sind trübe.
In Deutschland geht es nur noch bergab!
Das ist eine schlechte Nachricht für alle Autofahrer. Gerade jetzt, wo im 1. Quartal 2009 der Benzinpreis so gefallen ist.

27.03.2009 um 10:22 Uhr

Abrüstung

von: JOblogt

Der Wehrbeauftragte des Bundestags klagte in seinem gestern der Öffentlichkeit vorgelegten Bericht über Ausstattungsmängel bei der Bundeswehr.
Als Beispiel benannte er einen Soldat, der sechs Wochen auf Ersatz für seine kaputten Stiefel warten musste. Noch schlimmer ging es einem Bundeswehrkommandeur. Von seiner neu gelieferten Uniform fielen die Knöpfe ab und gingen die Nähte auf. Ich verstehe diese Klage nicht, dass sind doch erste konkrete Abrüstungsschritte.

Offenbar hat der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger einen Vorabdruck dieses Wehrberichtes erhalten. Hat er doch diese Woche Angela Merkel aufgefordert „die Uniform der Kanzlerin in den Schrank zu hängen". Unsere Perle aus der Uckermark beim anstehenden Nato-Gipfel ohne Schuhe aber mit aufgeplatzten Blazer und einer knopflosen Bluse- Oh Schreck lass nach!
Dank des Ministerpräsidenten, der den Namen eines Billigbieres trägt, bleibt uns und der Welt dieser Anblick erspart.

26.03.2009 um 10:25 Uhr

Einkommenszuwachs

von: JOblogt

Die Einkommensentwicklung des Jahres 2008 ist ausgewertet. Nach wie vor gibt es auch Bevölkerungsgruppen mit Einkommenssteigerungen im zweistelligen Bereich.

Du schüttelst verständnislos deinen Kopf? Du hast beim Einkommen keine zweistellige Zuwachsrate aufzuweisen? Nach wie vor verhindert Ebbe im Geldbeutel den Konsumrausch?
Dann ist eins sicher: Du gehörst weder einem Aufsichtsrat an noch bist du Mitglied in einem Unternehmensvorstand.

Geld stinkt nicht,
aber mitunter die Art wie es verdient und verteilt wird.

25.03.2009 um 16:02 Uhr

Sprachlos

von: JOblogt

Eine gute Freundin schickte mir soeben diesen Artikel zu.

Nur mit lieben Grüssen und der Bemerkung „... ich hab's immer gewusst! :-))"

Von mir für Euch ganz "ohne Worte"

 

25.03.2009 um 14:54 Uhr

Stunk im Geldparadies

von: JOblogt

Ueli Maurer, Schweizer Minister und Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport verbringt aus patriotischen Motiven seine Ferien vornehmlich in der Schweiz. Jetzt hat der Schweizer Patriot seinen Dienstwagen, einen Mercedes-Benz der S-Klasse zurückgegeben. Er protestiert mit diesem Boykott gegen seinen deutschen Kollegen, den Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, der den Steuerflüchtlingen und ihren Oasen den Kampf angesagt hat.

Ich hoffe, Uelli Maurer, hat die Folgen seines Boykotts bedacht. Auch ich zeige Patriotismus und verzichte im Gegenzug ab sofort auf Musik vom Schweizer Popmusikers DJ Bobo.

Die ganze Aufregung um Steuersünder ist nicht zu verstehen. Im Gegensatz zum Schweizer Kräuterbonbon „Ricola" haben die Schweizer Steuerhinterziehung nicht erfunden. Das gab Tito Tettamanti, ein Tessiner Financier offen zu. Gegenüber dem „Tagesanzeiger" erklärte er, Steuerhinterziehung sei in der europäischen Kultur tief verankert ist. „Sie rührt von den Bauern her, die möglichst viel Erträge vor den gierigen adligen versteckten" so Tettamanti weiter. Angesichts von Billionen Franken auf Konten in der Schweiz, die aus zwielichtigen Quellen stammen, muss man aber noch anfügen: Unternehmen, Bankmanager und Promis haben diese (Un)tugend auf die Spitze getrieben.

24.03.2009 um 13:49 Uhr

Heute vor 40 Jahren: Give Peace a Chance!

von: JOblogt

Kurz vor Mitternacht am 24. März 1969 in der Suite 902 des Amsterdamer Hilton-Hotels: Aktion „Bed-In for Peace" startet. Auf einem Riesenbett räkelten sich lasziv eine Woche lang John Lennon und Yoko Ono vor der Weltöffentlichkeit. Ihre Botschaft: „Make love not war!"
Erfolgreich war das Pyama-Happening nicht. 1980 wurde John Lennon von einem geistig Verwirrten erschossen. Der Weltfriede lässt immer noch auf sich warten.

Vielleicht lag damals einfach das falsche Paar zusammen im Bett. Wären wir dem Weltfrieden näher, wenn Michelle Obama es mit Osama bin Laden versuchen würde? Bei einem „Yes we can" aus Washington, käme sicher aus Berlin ein „We can sowieso". Nur mit wem springt Angela Merkel für eine Woche in die Kiste?

All we can say: Give Peace a Chance!

24.03.2009 um 09:35 Uhr

Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts!

von: JOblogt

Heute kann Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg, auf eine 6-wöchige Amtszeit als Wirtschaftsminister zurückblicken.

Er hat bewiesen, dass er, obwohl CSU Mitglied, dialektfrei und verständlich reden kann. Seehofers adliger Teflon-Yuppie trägt die alten Reden von Michael Glos auf, nur in schön.
Inhaltlich klingt das, was er sagt nach vertrautem neoliberalen Unsinn. Die Märkte seien „erwiesenermaßen effizient" behauptete er. Gerade weil der Wirtschaftsminister bisher eigentlich sich mit der Außenpolitik beschäftigte hätte er seit dem Ausbruch der weltweiten Finanzkrise mitbekommen müssen, dass die Märkte keineswegs so effizient sind, wie Marktfundamentalisten es immer predigen.

Aber vielleicht ist das ausblenden dieser Tatsache ein Trick vom Freiherr. Offensichtlich will er uns vormachen, dass er keine Ahnung hat. Dann würden wir nämlich später sagen: Guttenberg, der wusste ja nichts. Damit wäre der Freiherr aus dem Schneider. Denn niemand könnte ihm nachsagen, dass er es besser gewusst haben müsste.

 

23.03.2009 um 19:19 Uhr

Flatrate

von: JOblogt

Mit einem Verbot der Flatrat-Partys soll das Komasaufen bekämpft werden. Und schon gibt es eine neue Flatrate. Ein Berliner Etablissement wirbt auf seiner Hompage mit einer Sex-Flatrate: „Sex mit allen Frauen! So lange, so oft und wie du willst".
Gibt es den auch Leute die sich ins Koma vö**** ???? Sonstige
Diese Sorge scheint unbegründet. Wie Männer nicht gern zugeben, bekommt der kleine Freund, lange vor dem Fall ins Koma „weiche Knie" und knickt weg. Fröhlich

23.03.2009 um 09:42 Uhr

Kaugummi

von: JOblogt

Barack Obama hat jetzt in einer Talkshow ein lang gehütetes Geheimnis preisgegeben.
"Wenn Du Präsident bist, musst Du gleichzeitig spazieren gehen können und Kaugummi kauen." So einfach ist das also.
Und obendrein hat sein Amtsvorgänger George W. Bush noch Coaching angeboten. Er erklärte:
"Obama verdient mein Schweigen und wenn er will, dass ich helfe, kann er zum Telefon greifen und mich anrufen."

22.03.2009 um 17:28 Uhr

Eine Eintagsfliege sieht die Welt

von: JOblogt

Schon mal darüber nachgedacht:

Eintagsfliegen, die an einem Tag wie heute, bei schlechtem Wetter geboren werden, wissen überhaupt nicht, wie schön die Welt sein kann.

 

22.03.2009 um 07:55 Uhr

Frühlingserwachen

von: JOblogt

Auch wenn es temperaturmäßig immer noch frisch ist. Seit  Freitag 12.44 Uhr gibt es kein zurück mehr. Der astronomische Frühling hat begonnen.
Ich singe leise vor mich her:
Winter ade! ...
...aber dein Scheiden macht, das mir das Herze lacht
."

Endlich, es ist Frühling: Auf ihr Bäume schlagt aus.
Mädels zeigt wieder Bein, wenn ihr wollt auch mehr!
Ich singe weiter so vor mich hin:
„Alle Vögel sind schon da! .Alle Vögelein alle..."
Fragend halte ich inne: Alle??? Wirklich alle?
Wo sind sie denn, unsere lielgeviebten Vingsögel?
Wo sind Kaunzönig, Schwauchralbe, Stachbelze, Fuchbink und das Kotrelchen ?

21.03.2009 um 10:34 Uhr

Ein Fressen für die Haie

von: JOblogt

Am 1. Januar hat der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus in den österreichischen Alpen einen ‚Skiunfall verursacht, bei dem durch seine Fahrlässigkeit eine Frau ums Leben kam. Bis heute ist Althaus immer noch arbeitsunfähig. Aber Respekt: Gemeinsam mit seinen Parteifreunden die Phasen seiner Heimkehr nach Thüringen glänzend zelebriert. Zuerst mal schnell raus aus Österreich, dann den „das merkt doch keiner" Schnellprozess bei dem Althaus selbstverständlich vernehmungsunfähig war. Gleich nach dem gnädigen Richterspruch Nominierung zum Spitzenkandidaten via sms. Seine Vernehmungsfähigkeit war offensichtlich schnell wieder hergestellt was ein Großinterview in BILD belegt. die dem CDU-Provinzfürsten inzwischen mehr Platz einräumt als der Bundeskanzlerin. Diese Woche dann als vorläufiger Höhepunkt die kameragerechte Verabschiedung durch die Ärzten vor den Toren der Privatklinik am Bodensee und seine Heimkehr nach Heiligenstadt, Grandios: Die große Dieter-Althaus-Show! Und sie zeigt Wirkung: Der Mitleidbonus lässt die Wahlchancen steigen.

Jetzt ist in diesem Jahr nicht nur Landtagswahl in Thüringen. Am 27. September ist Bundestagswahl. Wie aus dem Konrad-Adenauer-Haus noch nicht zu erfahren war, wird dort eifrig daran gearbeitet, die Dieter-Althaus-Show nicht nur zu kopieren, sondern sie zu perfektionieren. In der Hauptrolle: Angela Merkel.
Zunächst war ein Problem zu lösen. Die Sommermonate vor der Bundestagswahl eignen sich trotz Klimawandels noch nicht zum Skifahren. Findige Wahlkampfmanager haben aber schnell eine Alternative gefunden. Statt Ski in österreichischen Alpen fährt Merkel Wasserski vor der Küste Floridas. Wenn Merkel dann in den Gewässern unserer amerikanischen Freunde noch den Althaus Fahrstil kopiert, ist ein Unfall mehr als wahrscheinlich.
Das Kamerateam für die Live-Berichterstattung aus dem Rettungshubschrauber soll bereits gebucht sein. Selbstverständlich sind BILD-Reporter beim Rückflug aus Florida mit an Bord. Es geht in eine idyllisch gelegene Privatklinik am Rande Berlins, die einen großen Raum für Pressekonferenzen bereithält. Täglich dann zur besten Sendezeit Sondersendungen über den Genesungsfortschritt. Jede Kleinigkeit wird von den BILD -Hofberichterstattern wie ein Staatsakt gefeiert. Das bringt mehr Wählerstimmen als jeder Wahlwerbespot im TV.
Am 26. September, dem Tag vor der Wahl Entlassung aus der Klinik und Fahrt durch Berlin mit offenen Limousine und jeder Menge Blaulicht zurück ins Bundeskanzleramt. Am Wahltag erscheint dann ein Exklusiv-Interview in „BILD am Sonntag" mit der Headline „Ich freue mich wieder zu Hause zu sein". Als Gegenleistung für die Gewährung der Exklusivrechte verteilt der Springerkonzern diese Ausgabe kostenlos vor allen Wahllokalen.

Aber offenbar haben die Wahlkampfmanager die Rechnung ohne den Wirt, in diesem Falle ohne die Haie vor Floridas Küste gemacht hat: „Lieber  Angela Merkel im Wasser als eine Dürre am Strand" heißt es dazu aus Hai-Kreisen.