Schreibfaul

21.06.2010 um 08:18 Uhr

Das Wort zum Montag

von: Jameni

There is one thing that is worse than people talking about you, and that is when they don't talk about you.

 Oscar Wilde

08.12.2006 um 14:47 Uhr

Dein Schild

von: Jameni

Hier ist dein Schild, das Original:


Doofe Leute sollten Schilder tragen müssen, auf denen "ich bin doof"
steht. Auf diese Weise würde man sich nicht auf sie verlassen, oder?
Du würdest sie nix fragen. Es wäre wie "Tschuldigung, ich... äh,
vergiss es. Hab das Schild nicht gesehen."

Das ist wie bevor ich mit meiner Frau mitten im Umzug war. Unser Haus
war voll mit Kartons, und der Umzugslaster stand in der Einfahrt. Mein
Nachbar kommt rüber und fragt "Hey, du ziehst um?" - "Nö. Wir packen
nur ein oder zweimal die Woche unsere Klamotten ein, um zu sehen, wie
viele Kartons wir brauchen. Hier ist dein Schild."

Vor ein paar Monaten war ich mit nem Freund angeln. Wir zogen sein
Boot an Land, ich hob meinen Fang aus dem Boot. Da kommt dieser Idiot
von der Anlegestelle und fragt "Hey, hast du all die Fische gefangen?"
- "Nö. Ich hab sie überredet aufzugeben. Hier ist Dein Schild."

Ich hab eine dieser Tier-Dokus im Fernsehen gesehen. Da war ein Typ,
der nen Haifisch-Biss-sicheren Anzug erfunden hat. Und es gibt nur
einen Weg, sowas zu testen. "OK, Jimmy, du hast den Anzug an, sieht
gut aus...sie wollen, dass du in dieses Becken mit Haifischen
springst, und du erzählst uns hinterher, ob es weh tut, wenn sie dich
beißen." - "OK, aber halte mein Schild fest! Ich will's nicht
verlieren."

Als ich das letzte Mal nen Plattfuß hatte, fuhr ich zu ner Tankstelle.
Der Wärter kommt raus, wirft nen Blick auf meine Karre und fragt
"Reifen platt?" Ich konnte nicht widerstehen. Ich sagte "Nö. Ich fuhr
so rum, als die anderen drei sich plötzlich aufpumpten. Hier ist dein
Schild."

Wir versuchten letztes Jahr, unser Auto zu verkaufen. Ein Typ kam
rüber zum Haus und fuhr die Karre ne dreiviertel Stunde. Wir kommen
zurück zu Haus, er steigt aus, bückt sich, greift an den Auspuff und
sagt "scheiße, ist das heiß!" Siehst du? Hätte er sein Schild
getragen, hätte ich ihn abhalten können.

Ich hab gelernt, nen Sattelschlepper zu fahren. Ich verschätzte mich
bei der Höhe einer Brücke, verkeilte den LKW und konnte ihn nicht
wieder los kriegen, egal was ich auch versuchte. Über Funk hab ich
Hilfe angefordert. Dann kam ein Polizist und fing an, einen Bericht zu
schreiben. Er stellte die üblichen Fragen... ok... kein Problem. Ich
war mir schon sicher, dass er kein Schild bräuchte... bis er fragte
"also... ihr LKW hat sich verkeilt?" Ich konnte mir nicht helfen! Ich
sah ihn an, blickte zurück zum Sattelschlepper, dann zurück zu ihm und
sagte "Nein, ich liefere eine Brücke. Hier ist dein Schild."

Ich musste den einen Abend lange arbeiten, als ein Kollege reinschaute
und sagte "Du bist immer noch hier?" Ich antwortete "Nö. Ich bin vor
10 Minuten abgehauen. Hier ist dein Schild."

Neulich war ich mit dem Fahrrad unterwegs. Intelligenterweise telefonierte
ich dabei, fuhr freihändig und wollte den Gang wechseln. Ich rutsche mit
dem Fahrrad weg und blieb mit der Hand in der Leitplanke hängen. Ich lag
dann da so lustig auf der Straße 'rum mit nem stylischen Blutfleck neben
mir auf dem Boden. Ich wollte grad aufstehen, als ein älterer Mann neben
mir hielt: "Sind sie hingefallen?" Trotz Schmerzen konnte ich es mir
einfach nicht verkneifen: "Nein, ich liege hier um mich zu sonnen!"
Verdammt, warum hast du dein Schild nicht dabei?
Gefunden auf http://www.hier-ist-dein-schild.de/. Einfach zu köstlich. 

02.12.2006 um 13:11 Uhr

Mal wieder was zum schmunzeln für zwischendurch

von: Jameni

Zitate aus Kinderaufsätzen:

Ein Kreis ist ein rundes Quadrat

Der Mond ist kleiner als die Erde. Das liegt aber auch daran, daß es soweit weg ist.

Siegfried hatte an seinem Körper eine besondere Stelle, die er aber nur der Kriemhild zeigte.

Die Erde dreht sich 365 Tage lang jedes Jahr. Alle vier Jahre braucht sie dazu einen Tag länger, und das ausgerechnet immer im Februar. Warum weiß ich auch nicht. Vielleicht weil es im Februar immer so kalt ist und es deswegen ein bißchen schwerer geht.

Dann folgte das Zeitalter der Aufklärung. Da lernten die Leute endlich, daß man sich nicht durch die Biene oder den Storch fortpflanzt, sondern wie man die Kinder selber macht.

Meine Schwester ist sehr krank. Sie nimmt jeden Tag eine Pille. Aber sie tut das heimlich, damit sich meine Eltern keine Sorgen machen.

Wenn der Verkehrspolizist die Arme gespreizt hat, will er damit verkünden, daß er gerade keinen fahren läßt.

Wenn meine Mutter nicht einen Seitensprung gemacht hätte, wäre sie dem Verkehrsunfall zum Opfer gefallen. Aber so kam sie mit einem blauen Auge am Knie davon.

Viele Hunde gehen gern ins Wasser. Manche leben sogar immer dort, das sind die Seehunde.

Butter wird aus Kühen gemacht. Sonst heißt es Margarine.

Eines der nützlichsten Tiere ist das Schwein. Von ihm kann man alles verwenden, das Fleisch von vorn bis hinten, die Haut für Leder, die Borsten für Bürsten und den Namen als Schimpfwort.

Die Periode der Königin Elisabeth dauerte 30 Jahre.

Es war eine große Demonstration. Der Marktplatz war voller Menschen In den Nebenstraßen pflanzten sich Männer und Frauen fort.

Dort, wo jetzt die Trümmer ragen, standen einst stolze Burgfräuleins und warteten auf ihre ausgezogenen Ritter.

Nachdem die Männer 100 m gekrault hatten wickelten die Frauen ihre 200 m Brust ab.

Die Bibel der Moslems heißt Kodak.

Der Papst lebt im Vakuum.

In Frankreich hat man die Verbrecher früher mit der Gelantine hingerichtet.

Mein Papa ist ein Spekulatius. Der verdient ganz viel Geld an der Börse.

Bei uns dürfen Männer nur eine Frau heiraten. Das nennt man Monotonie.

Gartenzwerge haben rote Mützen, damit sie beim rasenmähen nicht überfahren werden.

Männer können keine Männer heiraten, weil dann keiner das Brautkleid anziehen kann.

Eine Lebensversicherung ist das geld das man bekommt, wenn man einen tödlichen Unfall überlebt hat.

Adam und eva lebten in Paris.

Mein Bruder ist vom Baum gefallen und hatte eine Gehirnverschüttung.

Wenn man Kinder haben will, muss man entweder Sex machen oder heiraten.

Heiraten ist gar nicht so schlimm. Ein bisschen Sex, aber sonst geht es.

Wen ein mann und eine Frau sich verlieben, lügen sie sich zuerst ein bisschen an, damit sie sich füreinander interessieren.

Kühe dürfen nicht schnell laufen, damit sie ihre Milch nicht verschütten.

Ein Pfirsich ist wie ein Apfel mit Teppich drauf.

Wenn man kranke Kühe isst, kriegt man ISDN

In leipzig haben viele Komponisten und Künstler gelebt und gewürgt.

Alle Welt horchte auf, als Luther 1642 seine 95 Prothesen an die Schlosskirche zu Wittenberg schlug.

Die Alm liegt hoch im Gebirge. Dort ist der Senner und die Sennerin. Im Frühjahr wird aufgetrieben und im Herbst abgetrieben.

Beim Roten kreuz widmen sich männer und Frauen der Liebe. Manche tun es umsonst, andere bekommen es bezahlt.

Die Streichhölzer müssen gut versteckt werden, damit sie keine kleinen Kinder bekommen.

... und wir gingen mit unserer Lehrerin im Park spazieren. Gegenüber dem Park war ein Haus, wo die Mütter ihre Kinder gebären. Eine Gebärmutter schaute aus dem Fenster und winkte uns freudig zu.

Die Pferde trugen Rosetten in den Landesfarben am Kopf, am Geschirr und an den Schwänzen. Jeder mann war ähnlich geschmückt.

Quelle: http://www.spruecheportal.de/kinderaufsaetze.php

           http://forum.hundund.de/viewtopic.php?t=41675

 

Ich hoffe ihr hattet ein ähnlich breites Grinsen beim lesen im Gesicht wie ich. :)

30.11.2006 um 15:35 Uhr

Das Wort zum Donnerstag

von: Jameni

Musik: Covenant- Happy Man

Warum merkt man erst was einem etwas bedeutet wenn es nicht mehr da ist?

 

"i don´t love anyone

no i just want my fun

i´m a happy man

yes i´m a happy man" 

26.09.2006 um 15:36 Uhr

Der Betrug

von: Jameni

Der Betrug

Man hat mich gesehen und kaufte mich prompt,
denn ich bin ein Hund, der vom Züchter kommt.
Und wird es nicht allenthalben empfohlen,
man soll gute Hunde beim Züchter holen?
Und alle Erwartungen trafen ein:
Ich bin hübsch, lieb und kann auch folgsam sein.

Mich hat man am Strand draußen aufgelesen,
da bin ich seit Monaten schon gewesen.
Man hat mich getreten, es gab nichts zu fressen,
dann stieß man mich weg und hat mich vergessen.
Bin alt nun und krank, mein Herz tut mir weh.
Hab nur gelernt, daß ich gar nichts versteh.

Ich wurde in einer Tonne geboren,
meine Finder gaben mich schon verloren.
Mein rechtes Ohr hängt, das linke blieb stehen,
und auf einem Auge kann ich nicht sehen.
Ich liebe die Menschen und weiß nicht warum.
Sie finden mich häßlich, mickrig und dumm.

Ihr seht, ich bin hübsch und mein Fell ist glatt.
Man pflegte mich gut in der großen Stadt.
Sie haben mich sogar angezogen,
operiert und die Ohren hochgebogen.
Dann wurde ich an einen Baum gebunden,
dort hat mich nach Tagen jemand gefunden.

Und du? Wer bist du? Hast noch nicht gesprochen.
Hast bis jetzt mit der Nase am Gitter gerochen.
Wenn sie kommen um einen auszusuchen
verschmähst du all ihre Hundekuchen.
Siehst niemanden an und willst dich nicht binden.
Möchtest du keine neue Familie finden?

Eine Pause tritt ein. Niemand sagt ein Wort.
Der Blick des Gefragten driftet weit fort.
Sein Kopf ist erhoben, die Schultern gestrafft,
der Körper ist mager und doch voller Kraft.
Dann dreht er sich um, sein Schwanz fächelt leicht,
der Wind, der von Norden herüberstreicht.

Der Blick seiner blauen Huskyaugen,
scheint sich am Fragenden festzusaugen.
Versteht Ihr nicht, flüstert er in den Wind,
daß wir nur eine Laune der Menschen sind?
Sie wollen uns schaffen nach ihrem Gefallen
und wissen doch nicht wohin mit uns allen.
In dieser Sekunde sind wir schon verloren,
denn es werden gerade tausend Welpen geboren.
Wir sind viel zu viele, das ist der Betrug,
denn Menschen bekommen niemals genug.
Sie wissen es alle, doch die endlose Flut
immer neuer Hunde gefällt ihnen gut.
Die endlosen Züge der Überschußfracht
sind im Tierheim ja wunderbar untergebracht.

Sanft hebt er die Schnauze, setzt an zum Gesang.
Ein klagender Ton zieht die Gitter entlang.
Eine Türe schlägt zu, und dann schweigt er still,
weil das, was er weiß, niemand wissen will.
Er legt sich nieder, bettet ruhig sein Haupt.
Oh ja, es sind viele! Viel mehr, als man glaubt...

I. Winiawsky

25.08.2006 um 11:10 Uhr

Warum Papi?

von: Jameni

Stimmung: traurig, hilflos

Verängstigt, voller Scham und Angst sitz ich in der Ecke,
mache mich ganz klein, mich darf doch keiner sehen.
Drücke die Hand von meinem Zwillingsbruder ganz doll,
zu doll, es tut ihm sicher weh.
Doch er sagt nichts, lässt mich nicht los, lässt mich nicht allein.
Er will mich beschützen, doch kann er es nicht,
ist doch noch viel zu klein, grad erst vier,
und doch schon so ernst, so schweigsam, so traurig.
Er kann nix machen, genauso wenig wie ich.
Ich muss weinen, er sieht mich an, Nicht weinen!
sagt er und doch laufen ihm selbst die Tränen übers Gesicht.
Kann nix machen, hilflos, machtlos, zu klein!
Die Tür geht auf, er ist da, Papi ist zu Hause.
Hab Angst! Drücke die Hand fester zu, darf das nicht zu doll,
es tut ihm doch weh, lasse etwas locker.
Bitte nicht, bitte, bitte nicht, geht es mir immer wieder durch den Kopf.
Doch es ist sinnlos, es wird passieren, wieder passieren,
so wie jeden Tag,
Er ist da. Gleich kommt er! BITTE NICHT!!! Doch er kommt.
Hier seit ihr ja! er lächelt, ich hab Angst!
Komm mein Engelchen, komm zu Papi!
Hab solche Angst!
Er hebt mich hoch, hebt mich einfach hoch, will das doch nicht.
Lasse meinen Bruder nicht los, klammere mich an ihm fest.
Bitte nicht loslassen, lass mich nicht allein.
Er kann sie lesen, meine Gedanken, ich weiß es genau,
und er lässt nicht los, seine kleine Hand umklammert meine ganz fest.
Nicht loslassen!
Doch Papa ist stärker er zerschlägt unsere Hände,
ich will sie wieder greifen, lass mich nicht allein, bitte!
Ich weine, schreie, will nicht!
Er weint auch, guckt mir nach, uns nach, Papa und mir.
Er zittert, er weint, er schreit meinen Namen.
Schreit Papa an! Was sagt er? Ich verstehe es nicht,
ich höre seine Worte nicht, er bewegt doch seine Lippen,
warum höre ich seine Worte nicht???
Was sagt er, will wissen was er sagt!
Sehe ihn nicht mehr, die Tür geht zu, hinter mir, hinter uns.
Bin ja auf Papas Arm. Wir gehen ins Schlafzimmer,
will nicht! BITTE! Hab Angst!
Er lächelt. Freut sich, es macht ihm Spaß.
Nicht weinen, Engel sagt er. Bin doch jetzt bei dir,
bin doch lieb zu dir, sei du doch auch lieb zu mir!
Kann nichts machen, kann mich nicht wehren.
Er streichelt mich, will das nicht, nicht an diesen Stellen,
warum streichelt er mich da?
Nein! flüstere ich immer wieder.
Kann nix machen, bin doch so klein, zu klein.
Muss lieb sein, sein Engel sein, hab ihn doch lieb, ist doch mein Papi!
Er küsst mich, überall, will das nicht, nicht an diesen Stellen.
Weine, sie tun weh, die Tränen, sie brennen wie Feuer.
Warum da? Warum an diesen Stellen?
Muss ihn auch küssen, warum? Will das nicht! Muss ihn küssen, überall!
Komm, sei mein Engelchen, sei lieb zu Papi!
Will lieb sein, will sein Engel sein,
hab ihn doch lieb, er hat mich doch auch lieb, oder!?!
Ja, ist doch mein Papi.
Jetzt legt er sich auf mich,
er ist schwer, so schwer. Er wiegt so viel, kriege keine Luft.
Gleich passiert es wieder, gleich tut es weh, nein, will das nicht.
Es tut so weh.
Es macht ihm Spaß, er mag es, es gefällt ihm.
Er küsst mich, immer wieder.
Auf und ab, wie bei Hoppe-Hoppe Reiter.
Ich mochte dieses Spiel, früher,
als er das noch nicht machte, ja da mochte ich es.
Jetzt nicht mehr, jetzt hasse ich dieses Spiel,
mag es nicht mehr spielen auch nicht im Kindergarten.
Er macht komische Geräusche, es tut so weh.
Es wird immer doller, immer schneller.
Bald ist es vorbei.
Wo ist Danny? Will zu meinem Bruder.
DANNY! schreie ich in Gedanken, er hört es, ich weiß es genau,
kann seine Gedanken lesen.
Was ist nur los? Sehe mich, nein uns Papi und mich, von oben.
Es sieht komisch aus. Es passt nicht zusammen.
Er ist viel zu groß, ich bin zu klein, es passt nicht zusammen.
Er macht komische Bewegungen.
Seine Augen, er sieht glücklich aus.
Will tot sein,
so wie Putzi unser Wellensittich, der schläft jetzt auch, für immer.
Will auch schlafen, für immer, nie wieder aufwachen,
tot sein.
Aber er ist glücklich, er ist froh.
Papa macht es Spaß, muss lieb sein!
Und dann, dann stöhnt er ganz laut.
Es ist vorbei. Es tut so weh!
Er gibt mir noch einen Kuss.
Warst ein lieber Engel, der liebste Engel den es gibt! flüstert er mir zu.
Es tut so weh. Es blutet, ich blute!
Warum? Was ist passiert? Verstehe es nicht! Warum???
Ich mag es nicht, will das doch nicht.
Hab ihn doch lieb, ist doch mein Papi!
Es ist normal. hat er gesagt, immer wieder, es ist normal.
Glaube ihm, er ist ja groß, ist erwachsen.
Erwachsene haben immer Recht, bin doch nur ein Kind.
Hab Miriam im Kindergarten gefragt, sie hat gesagt,
ihr Papa macht es auch mit ihr.
Aber es tut so weh, es blutet.
Frage mich immer wieder, warum?
Wo ist Mama, warum macht sie nichts dagegen?
Sie weiß es doch! Sie hat uns doch gesehen, als er, als wir!
Beim letzten mal.
Sie hat nichts gemacht, nur geguckt. Nichts gesagt, stand nur in der Tür.
Er hat sie angeschrieen, warum schreit mein Papa meine Mama an?
Dann ist sie gegangen, hat nichts gesagt, nie.
Kein Wort, nur, das ich nichts sagen darf,
Niemandem, niemals!
Es ist normal. hat sie gesagt.
Muss das glauben, will ja lieb sein, ein Engel sein!
Laufe zu Danny, er hält mich fest!
Hast du Aua? fragen seine Gedanken, ich muss weinen!
Er hat auch Aua! Er spürt dasselbe wie ich, jedes mal.
Spürt immer wenn ich Aua habe, genauso doll wie ich.
Er nimmt mich in seine Arme, seine kleinen Arme,
sind doch noch so klein, so schlafen wir ein,
Arm in Arm in der Ecke, ganz allein, wo ist Mami?
Frage mich immer und immer wieder
Papi, warum?
hab dich doch so lieb, will doch dein Engel sein,
Papi warum?
WARUM?
Will tot sein, wie Putzi, für immer schlafen, wie Putzi, tot sein....
Warum, warum nur? Warum.....

 

Autor unbekannt 

29.07.2006 um 22:02 Uhr

Der Schattenfotograf

von: Jameni

Der Schattenfotograf

(....) Beste Geschichte meines Lebens.
Anderthalb Maschinenseiten vielleicht.
Autor vergessen, in der Zeitung gelesen.
Zwei Schwerkranke im selben Zimmer.
Einer an der Türe liegend, einer am Fenster.
Nur der am Fenster kann hinaussehen.
Der andere kein größeren Wunsch, als das Fensterbett zu erhalten.
Der am Fenster leidet darunter.
Um den anderen zu entschädigen, erzählt er ihm täglich stundenlang, was draußen zu sehen ist, was draußen passiert.
Eines Nachts bekommt er einen Erstickungsanfall. Der an der Türe könnte die Schwester rufen. Unterläßt es; denkt an das Bett.
Am Morgen ist der andere tot; erstickt.
Sein Fensterbett wird geräumt; der bisher an der Tür lag, erhält es.
Sein Wunsch ist in Erfüllung gegangen.
Gierig, erwartungsvoll wendet er das Gesicht zum Fenster.

Nichts; nur eine Mauer. (....)

W. Schnurre

10.07.2006 um 07:58 Uhr

Erwachen

von: Jameni

Stimmung: gedankenverloren
Musik: Legend of Zelda- Castle of hyrule

Es ist schon komisch.
Wir nehmen Feste wie sie fallen.
Machen uns keine Gedanken darüber was eventuell morgen sein könnte..
Sehen unser Leben als gegeben an.
Nehmen es einfach so hin.
Achten einzig auf unser Wohlergehen.
Vergessen ganz nebenher unsere Mitmenschen.
Sehen unsere Umwelt als vollkommen selbstverständlich an.

Und irgendwann...ja irgendwann kommt dann das Erwachen.
Man stellt fest wieviel man verpasst hat.
Wie das Leben eigentlich an einem vorbei gelaufen ist.
Dass Menschen/ Dinge plötzlich nicht mehr sein könnten kommt uns gar nicht in den Sinn.
Wir wollen es irgendwo nicht wahrhaben.
Verschliessen unsere Augen so fest es geht davor.

Wann habt ihr das letzte Mal eurem Nachbarn ein Lächeln geschenkt?
Wann habt ihr das letzte Mal bewusst eure Umwelt wahrgenommen?
Was gibt es das ihr schon tage-/wochenlang vor euch herschiebt?
Was gibt es dass ihr schon immer sagen wolltet und wofür ihr nie den Mut hattet es auszusprechen?

Es gibt soviele Dinge die ich sagen möchte.
Es gibt sovieles was ich tun möchte.
Es gibt sovieles was ich vor mir herschiebe.

Ist es nicht ein guter Zeitpunkt mit dem Erwachen anzufangen?
Sind es nicht die kleinen Dinge im Leben, welche die großen erst ermöglichen?
Sind es nicht die kleinen Schritte, die einen stetig vorwärts tragen?

Warum also weigern wir uns diese Schritte zu tun?
Warum haben wir Angst davor?

08.07.2006 um 10:20 Uhr

Das Wort zum Samstag

von: Jameni

Stimmung: entspannt

Mal wieder etwas zur Auflockerung. Und bevor jemand fragt...Ja ich mag Goethe.

Als ich jung war waren alle meine Glieder gelenkig bis auf eins. Jetzt wo ich alt bin, sind alle meine Glieder steif, bis auf eins.

J.W. v.  Goethe

28.05.2006 um 23:33 Uhr

Alkohol am Steuer...

von: Jameni

Stimmung: sehr nachdenklich

Gerade eben bin ich über die folgende Seite gestolpert.
Ehrlich gesagt fehlen mir persönlich die Worte um zu beschreiben was genau gerade in meinem Kopf vor sich geht und welche Emotionen sich in mir breit machen.

Schaut euch die Seite bitte an und fahrt das nächste mal etwas vorsichtiger...

http://www.frau-am-steuer.de/aas/index.html