Synapsensalat

31.10.2006 um 21:28 Uhr

"Im Übrijen"

von: Kiddolu

Die Überschrift ist der meistbenutze Satzanfang der Aussagen Gerhard Schröders. Das ist mir damals schon übermäßig oft aufgefallen, doch gestern, nachdem ich ihn bei Beckmann zu Gast sah, erneut ins Gedächtnis gerufen worden. Ja, der Altkanzler war da. Ich fand das sehr interessant, weil er mir zurückhaltender schien als sonst. Überdies fand ich seinen Auftritt sehr gelungen, weil er natürlich primär über sein Buch ging und dabei auch privatere Einblicke in das Leben eines gestürzten Kanzlers gab. Absolut abgewehrt hat er vehement die Fragen über seine Bewertung Angela Merkels! Nicht ein Ton zu der Frau- sehr souverän und diszipliniert, was er bei allen Fragen war. Lediglich seine Zeitschriftenaussage, dass er der großen Koalition an Führung fehle, hat er nochmals erläutert und beinahe revidiert. Vorsichtig ist er geworden.
Großartig auch, dass nochmals auf die Elefantenrunde eingegangen wurde. Schröder meinte nur, dass er das nicht nochmal sehen bräuchte, hat dennoch danach was dazu gesagt. Seine Explikationen zu seinem Verhalten damals würde ich nun als eine in seiner Männlichkeit beraubten, egozentrischen Trotzreakion deuten. Einfacher gesagt: Penisneid auf Frau Merkel- klingt seltsam, ist aber so, höhö.

Alles in allem muss ich hier mal persönlich politisch werden und sagen, dass Gerhard Schröder der erste Bundeskanzler war, den ich bewusst wahrgenommen habe. Die Jahre vorher war mein politisches Interesse und auch mein Wissen darüber beinahe nicht existent, weil ich einfach zu jung war und mich andere Sachen beschäftigten. Ohne hier nun übermäßig für den Gerhard in die Bresche springen zu wollen, muss ich doch ausdrücken, dass ich mich unter ihm sicher gefühlt habe. Er erschien mir kompetent und ich fand ihn banal gesagt sympathisch, was natürlich kein Wählergrund ist, zumindest kein hinreichender. Mich hätte es auch nicht gestört, wenn er an der Macht geblieben wäre (so ganz ohne die CDU als ebenbürtigen Partner Fröhlich), aber es sollte nunmal nicht sein. Egal, gegen Frau Merkel wettere ich nun nicht, da mir ehrlich gesagt kein wirklicher Motzgrund einfällt. Die Frau hat seit einem Jahr ihre Chance, dann soll sie sie auch weiterhin nutzen. 

Im Übrijen danke ich Herrn Schröder für seine etwas verfrühten Memoiren, denn damit hat er Harald Schmidt toller Witzepulver in die Kanone gesteckt, was letzterer auch seit geraumer Zeit auskostet! 

30.10.2006 um 18:29 Uhr

Und der Gewinner ist....

von: Kiddolu

Stimmung: juut

...ICH!!!! Nun habe ich heute Morgen noch einmal im Norden wegen des Praktikums angerufen und tatsächlich war die zuständige Person zu sprechen. Zunächst entschuldigte sie sich dafür, dass es so lange gedauert habe, weil sich so viele für meinen Wunschzeitraum beworben hätten, aber es sei nun "positiv" für, denn weil ich so gerne möchte, so die Frau, würde ich die Stelle bekommen! FröhlichNach dieser Aussage habe ich erstmal ein lautes "EEEEEEECHT?" ins Telefon gebrüllt und dann nur noch "JAAA! JUHUUU!", woraufhin sie schon gelacht hat. Der Arbeitsvertrag oder sowas ging wohl heute noch raus. In jenem ist wohl auch eine Liste mit Wohnmöglichkeiten drinne, so dass es nun Wohnung suchen heißt. Ahja, wird schon klappen- ich freue mich jedenfalls riesig, auch wenn das nun definitiv bedeutet, dass das ein stressiges Semester ohne Ferien wird. Sechs Wochen in der Stadt, in der es permanent zieht und selbst im August kühl ist (nagut, ich bin sowieso eine Frostbeule). woohooo! Manchmal muss man auch einfach mal Glück haben!

Das mit dem möglichen Hausarbeitsthema nimmt auch schon konkretere Formen an, d.h. dass ich mich wahrscheinlich entschieden habe. Dann lasse ich das möglichst flott absegnen und los geht's. Am Mittwoch bearbeite ich meine Rütli-Hausarbeit, wobei ich auch nach einigen Gesprächen mit Diplom-PädaStudis immer noch keinerlei Ahnung habe, was ich schreiben soll. Also ist wieder aus den Zehen Saugen angesagt, wie immer in Pädagogik. Solange es weiterhin funktioniert, höhö...

Vorhin am Bus dachte ich plötzlich, dass ein Funkemariechen vor mir steht. Das Mädel trug einen Rock, dass zwar nicht die Farbe eines Funkenrocks, stattdessen aber genau dieselbe Form wie jener hatte- fürchterlich! Mindestens so kurz war er auch. Kleiner Exkurs zu den karnevalistischen Beinakrobatinnen: Ich hasse sie! Früher wurde mir oft nahe gelegt, dort mitzumachen. Stattdessen habe ich mich für die wirkliche Form des Tanzens, Ballett und alles was dazu gehört, entschieden, denn das Bein so hoch wie möglich zu werfen und andauernd irgendwelche Verrenkungen zu spastischer Uff-Ta-Ta Musik- in Fachkreisen auch Karnevalsmusik genannt- zu machen war mir zu anspruchlos. Natürlich verkenne ich nicht, dass die Damen in Spitzebötzje und Stiefelchen wirklich hart für ihre Gelenkigkeit trainieren, dennoch ist mir das alles ein Graus.
Nun denn, das Mädel am Bus erinnerte mich an meine Abneigung und ebenfalls daran, dass die fünfte Jahreszeit sehr bald wieder beginnt. Wobei ich mir manchmal bei den Kölnern denke, dass sie niemals wirklich unterbrochen wird. Um mich nicht falsch zu verstehen: Prinzipiell mag ich Karneval, wobei ich es auch nur wirklich zwei Tage ertragen kann- bis auf die Funkemariechen. Fröhlich

29.10.2006 um 20:25 Uhr

And finally the tables are starting to turn...

von: Kiddolu   Stichwörter: Buchgemotze

Stimmung: wird sich zeigen

Seit einer Woche besitze ich diesen Ohrwurm von Tracy Chapmans "Talking 'bout a revolution". Tolles Lied etc., aber auf Dauer zieht's einen runter.

Ja, wie war mein Wochenende? Kurz, wobei ich gestern Abend zum Glück Zeit hatte ein paar Freunde zu treffen und mit ihnen das Kartenspiel "Wizard" zu spielen. Ein tolles Spiel mit sehr hohem Suchtfaktor.
Hmmm, und sonst? Habe gestern Nachmittag schnell "Iphigenie auf Tauris" vom Juppi Goethe gelesen und muss sagen, dass das schon das zweite Buch von ihm ist, das ich ganz schön brechreizerregend finde! "Die Leiden des jungen Werther" belegen Platz 1 auf der "Goethes Klo-Lektürenliste" (und das war noch nett formuliert für diese Liste). Warum ist Iphigenie so schlecht meines Erachtens nach? Nun, zunächst wird viel zu viel (selbst für ein Drama zuviel) monologisiert. Man erkennt schnell, dass ich es nicht mit Monologen habe. Dann gefällt mir der Inhalt grunsätzlich nicht, d.h. dieser Griechenkram von wegen: aus der Ahnenlinie der Götter und/oder Titanen stammend, Agamemnon war mein Vater, dessen Vater wiederum hatte heftigen Streit mit dem Bruder und alle stammen irgendwie von Tantalos ab, der natürlich nicht mit dem Tartarus zu verwechseln ist, weil das eine= Gottirgendwas und das andere= Unterwelt, dann bin ich oft von Furien besessen, die auf griech. Erinnyen heißen und nur meine Schwester kann mich befreien, womit ich Iphigenie und nicht Apollons Schwester Diane, auch Artemis genannt, meine etc. etc. etc.- man sieht, dass es verwirrend ist und dass hier versucht wurde, soviel Sagenquatsch wie möglich in 66 Reclamseiten zu packen. Verstanden habe ich nun alles, wobei mein Problem ist, dass ich mir diese Götter- und Ortsnamen nie merken kann. Es wird schon reichen. Achja, warum ich das Drama noch doof finde: Thoas, der König, der Iphigenie 'gefangen' hält auf seiner Insel, ist ein unglaublich schwacher Herrscher, weil er viel zu nett und verständnisvoll ist. Könige mit durchaus menschlichen Zügen in Drama finde ich nie schlecht, aber dieser hier macht das Ganze doch zu einfach. Natürlich könnte ich nun anhand seines Schicksals darlegen, warum er eine Weichflöte ist, aber das ändert ja doch nichts dran, dass mir sein Weichflötendasein stinkt. Also, Thoas, mein Freund, von dir hatte ich die höchsten Erwartungen und wurde am tiefsten enttäuscht. Last but not least: Das harmonische Ende. Ich dachte permanent während des Lesens, dass nun doch endlich was passieren muss, aber was war? Nix war! Ein Happy-End, wie es im Drama steht Fröhlich. Ein bisschen Melancholie mit reingemischt, dennoch alles in allem viel zu positiv. Per se habe ich nichts gegen harmonische Enden, aber des Lebens Scheiterhaufen am Schluss eines Buches lese ich doch etwas lieber, gerade bei einem Drama, das ohnehin von solchen tragischen Momenten überhäuft wird.
Fazit: Ich finde das Drama schlecht und freue mich jetzt schon darauf, wenn die Besprechung dessen beendet ist. Wer das Buch mag oder jedenfalls besser fand: Sei es drum. Es soll ja auch Menschen geben, die die Buddenbrooks für ein Meisterwerk der Klolektürenreihe halten; auch dabei: Sei es drum- wir leben schließlich in einer freien, subjektiven Welt. Fröhlich

Jedenfalls habe ich am Wochenende nochmals meinen Hausarbeitsplan überdacht und will doch nicht über ein Goethe Werk schreiben, denke ich zumindest gerade noch. Mich zieht alles wieder zu meinem zweitliebsten Autor hin, dem Fritz. Vielleicht sollte ich auf mein Schiller-Bauchgefühl hören? Darüber mache ich mir am Feiertag Gedanken, der ja schon am Mittwoch ist.

So, und nun wünsche ich mir selbst, dass die kommende Woche wesentlich besser wird als die letzte. Auf noch so eine gefühlsduselige Woche habe ich nämlich keine Lust.

27.10.2006 um 14:10 Uhr

Bier is all around me...

von: Kiddolu   Stichwörter: öhja

Die Party gestern war gut und der Alkohol hat seine gewünschte Wirkung getan: Er hat mir gute Laune gezaubert. Betrunken war ich dank Martini+Sprite auch (das fiel unter die von den Veranstaltern titulierte Rubrik "Hard-Alk Gebabller", schmeckte aber nicht so stark, wirkte aber gut), aber unfassbar voll war ich nicht, zum Glück. Da gab es dieses Jahr eine andere Feier, auf der ich wesentlich schlimmer dran war...Getanzt haben Luise und ich ebenfalls, wobei wir jedes Mal das Glück hatten, dass, sobald wir auf der Tanzfläche standen, relativ mäßige Lieder kamen. So standen wir also da und bewegten uns nur periphär zur Musik. Anscheinend hat der DJ mal all seine Lieblingslieder abgespielt, was allgemein nicht so gut ankam. Als die Tanzstimmung dem Nullpunkt nahe war, ertönte "Killing in the name of" von RATM; das Lied zieht immer noch, wenn es darum geht, die Leute zu animieren. Hat bei uns übrigens auch mal wieder gezogen. Irgendwer ist mir dabei vor's Schienbein gesprungen, aber das gehört bekanntlich dazu. Außerdem war das lange nicht so herrlich wie 0,4 Liter Bier aus Versehen in den Rücken geschüttet zu bekommen. Bier is everywhere oder sowas.
Geschlafen habe ich auch gut, also kein übermäßiges Karusellchen-Fahren. Mein Magen war sogar vorhin schon bereit feste Nahrung in Form einer Pizza aufzunehmen, hurra.
Das Problem ist, dass ich nun heimfahren muss, aber noch so bewegungsfaul bin (Hallo, kleiner Kater, schön, dass du da bist!). Tjo, irgendwann fahre ich wohl los. Wobei ich mich frage, ob Luise es denn heute Morgen um 10 Uhr an die Uni geschafft hat, nachdem wir erst um 4 Uhr die heimatlichen Gefilde erreicht haben? Hmm, ich hätte es jedenfalls nicht gepackt, höhö.

Schönes Wochenende! 

26.10.2006 um 19:14 Uhr

Shocking!

von: Kiddolu

Meine Skoliose ist schlechter geworden!

 

 

 

[Deswegen muss sich nachher betrunken werden!] 

25.10.2006 um 21:22 Uhr

Bye bye Schumimond

von: Kiddolu

Stimmung: mööp

"Fight Aerobic" gestern war super! Wie super es tatsächlich war, lässt mich mein Körper schon den ganzen Tag spüren. Prädikat: Ich will wieder hingehen.

Aufgrund des Mangels an der Lust zum Motzen schreibe ich nichts von diesem Tag, denn das Schlechte überwiegt. Nur soviel: Montag war's wesentlich schlimmer.

Morgen geht's zum Orthopäden, der mir hoffentlich keine Verschlechterung meiner Wirbelsäulenverkrümmung bescheinigt.

An dieser Stelle noch ein kleiner Nachtrag zum letzten Schumacher-Rennen am vergangenen Sonntag: Boah, die Kommentatoren haben alle 20 Sekunden erwähnt, dass dies nun Mischaels letzter Grand Prix ist. Wahrscheinlich haben Herr Danner und Herr WieHeißtErDochGleichNoch? anschließend auch noch gut geweint, klang jedenfalls so. Trotz des achten WM-Titels, welcher dem Mischael durch die Lappen ging (hähä!), wird er sicherlich dieses Jahr Sportler des Jahres und bekommt noch tausende von Preisen für sein Lebenswerk- mit 37 wohlgemerkt. Tja, was macht Deutschland denn nun? Das Land hat schließlich kein Vorzeigeidol mehr! Solange Lukas P. nicht diese Rolle einnimmt, darf der Schumacher ruhig alle Preise der Welt bekommen.
Gute Nacht!

24.10.2006 um 18:34 Uhr

Wilhelmen steht über allem ;-)

von: Kiddolu

Stimmung: kaputt, aber wesentlich besser als gestern

Ich habe mich heute Morgen geschickt aus meinem Pädagogik-Dilemma inklusive Zukunftspanik rausgekelgt, indem ich mich einfach für den anderen Schwerpunkt entschieden habe. Das heißt zwar, dass das Semester in der Tat überaus stressig wird, weil zwei Hausarbeiten, dafür ist die Dozentin jetzt aber netter. Das Rauskegeln brachte ebenfalls eine etwas komische Stundenplanänderung mit sich: Obwohl ich zwei Seminare gestrichen habe, sind drei neue dazu gekommen. Es wird summa summarum nicht weniger. Irgendwas mache ich also falsch.

Dann heute, Germanistische Linguistik, Thema "Soziolinguistik", Dozentin "schonmal Hausarbeit bei ihr geschrieben, also bekannt". Thema wie sich heute zeigte superinteressant, und das meine ich ernst. Seminar überdimensional groß, so dass es sich ohnehin niemals ordentlich diskutieren lässt. Kommilitonen bis auf zwei Ausnahmen doof- plötzlich sind die ollen Nasen aus dem Grundstudium wieder da, die offensichtlich nun alle ihre Zwischenprüfung gemacht haben und somit leider eine Daseinsberechtigung haben, scheiße. Ohja, Captain Peroxid aka Jesus aka MBG ist auch wieder mit von der Partie!!! Um dort einen Schein zu erhalten, muss ich auch irgendwas machen- ich glaube ich wähle die Begriffserklärung zu "Rolle", denn da wüsste ich spontan den Mann, der diese weltberühmte Rollentheorie aufgestellt hat, Ralf D. Eine Seite Begrisserklärung= Teilnahmeschein- ist doch ein guter Deal?! Ich werde zusehen, dass ich mich dazu schnellstmöglich melde, denn je schneller es weg ist, desto besser. Jedenfalls werden Dialektismen u.a. diskutiert. Genauso wie die Sprache im Nationalsozialismus (ein Thema, das anscheinend niemals ausgelutscht ist....). Das Zitat des Tages von meiner Dozentin betrifft auch letztere Thematik: "Wie einige von Ihnen vielleicht wissen, habe ich einen Hang zum Nationalsozialismus..."- schön gesprochen!

Damit komme ich direkt zum nächsten Seminar namens "Weimarer Klassik". Der Dozent ist neu. Luise hatte ihn vorher schon 'gehört', wollte mir aber nix zum Äußeren sagen, also war die Spannung groß. Nun denn, er kam rein, trug die klassisch-germanistische schwarz-schwarz Kombination (wobei ich das Tragen von zwei verschieden-dunklen Schwarztönen furchtbar finde, generell) und ist anscheinend noch recht jung und sportlich und weist überdies auch keine ekelerregenden Merkmale im Gesicht auf. Klingt interessant und für manch einen sogar attraktiv? Tjo, ist es allerdings für mich gar nicht. Spontan verliebt habe ich mich diesmal zum Glück nicht, denn ich befürchte eher, dass diese rheinische Frohnatur, die zudem an der Heimatstadt Köln sehr hängt (okay, das tun alle Ur-Kölner), schwul sein könnte. Lustigerweise kam Luise diese Gedanke ebenfalls. Vielleicht denken wir einfach zu klischeebeladen, aber sollte dem so sein, würde es mich 1. nicht wundern und wäre es mir 2. egal, weil er mir physisch eh nicht gefällt. Pro schwul würde seine starke Bindung an Köln untermauern genauso wie die Tatsache, dass er sich für Kunstgeschichte sehr interessiert und engagiert. Hallo, Klischeekiste, ich greife zu gerne in dich rein! Wie dem auch sei, wegen Ausdauer und jecker Beharrlichkeit, die beinahe gebrochen wurde, sind Luise und ich letztlich in unser Wunsch-Referatsthema eingeteilt wurden. Wir thematisieren die Turmgesellschaft *schnell Donnerschlag-Geräusch einblend* im Wilhelmen weitestgehend, also, feines Thema. Ohnehin fiel mir gerade spontan ein Hausarbeitsthema ein mit dem Arbeitstitel "Wilhelmens besonderes Betthupferl: Philine". Darum werde ich mich kommenden Montag kümmern, damit ich das schnell abkläre und loslegen kann. Nicht, weil ich schnell loslegen will, sondern weil ich irgendwie muss. 

Alles in allem waren die drei heutigen Seminare auslaugend, weil man in allen dreien wirklich mitdenken muss und sich nicht fein zurücklegen und entspannen kann. Es scheint ernst zu werden, höhö. Weil alles so viel war, werde ich gleich zum Sport gehen- man lese und staune! Fight Aerobic nennt sich der Kram und ich bin mal gespannt, wie lange ich einen Muskelkater davon tragen werde. 

23.10.2006 um 18:58 Uhr

Aller Anfang ist...

von: Kiddolu

Stimmung: buuh

...zum Kotzen! Mein heutiges, erstes Hauptstudiums-Pädagogikseminar war jedenfalls zum Mageninhalt entleeren. Hausarbeit schreiben darf ich dort nicht, denn wenn man sonst noch keine Veranstaltung zum Oberthema besucht hat, fehlt einem das Basiswissen. Öhja, man ist willig(!) eine Arbeit zu schreiben und darf dann nicht. Einen Teilnahmescheim muss man schriftlicher, regelmäßiger Abgabe der Hausaufgaben und einem Referat bezahlen. Hurra! Ob ich dort bleibe, weiß ich noch nicht. Zudem ist die Dozentin auch recht fragwürdig. Nunja, ich meditiere nach alter Yoda-Manier darüber. Morgen früh habe ich dann wieder so ein Seminar, in welchem ich potentiell Hausarbeit schreiben könnte, aber mal sehen, ob ich das da darf etc. 

Jedenfalls überkam mich dann eben der Stress, den ich mir selbst gemacht habe, denn ich habe das Gefühl, dass ich das nicht so schnell schaffe, wie ich es gerne hätte. Zwei Jahre bräuchte ich noch, und diese zwei Jahre darf ich auch noch locker ohne zu bezahlen studieren, aber ich weiß nicht...Ich glaube, ich wäre einfach gerne schneller. Aber es geht irgendwie nicht, denn ich kann keine drei Hausarbeiten in einem Semester schreiben; dafür sind alle drei zu zeitintensiv. Fazit: Mein Stress ist bescheuert, denn selbst wenn ich dieses Semester keine Pädagogik-Hausarbeit schreibe, sterbe ich deswegen nicht, denn im Sommersemester habe ich drei Monate freie Zeit dafür und kann dann logischerweise zwei schreiben, wobei ich letztlich doch nicht im Rückstand wäre.

Vielleicht ist mein Selbststress auch einfach dadurch bedingt, dass ich mein Studium jetzt schon gerne beendet hätte, weil ich einfach so schrecklich ungeduldig bin? Oder dass ich Angst habe, dass alle vor mir fertig sind, was nicht wirklich verwunderlich wäre, denn durch meinen Wechsel hänge ich ohnehin ein Semester hinterher? Ach, ich weiß es nicht. Hoffentlich wird der morgige Unitag mit den wiederum neuen Seminaren besser.

 

22.10.2006 um 19:14 Uhr

Babe....

von: Kiddolu

Stimmung: ach

Gestern habe ich in dieser Bravo Geburtstagsfeier-Show tatsächlich genau dann zufällig eingeschaltet, als Take That das erste Mal nach zehn Jahren wieder in Deutschland aufgetreten sind. Vorab: Ich war NIEMALS Take That Fan, dennoch habe ich den Hype damals absolut mitbekommen, denn ich war ja selbst pubertierend und manch eine Freundin war in Mark Owen verliebt. Jedenfalls, die vier übriggebliebenen Jungs/Männer waren da, sangen live und wurden bekreischt. Alles beim Alten also. Erschreckend war, dass sie tatsächlich haargenau aussahen wie damals! Kein bisschen gealtert etc.; fand ich zumindest. Ebenfalls erschreckend, dass ich glaube Howard gesungen hat! Sogar richtig viel! Irre ich mich oder war er nicht früher eher der Vorzeigetänzer und hat wenig bis gar nichts gesungen? Take That setzt nun auf Howard? Sei es drum, der sieht eh am Besten von denen aus. Es scheint zumindest so, als sei bei diesen Herrschaften die Zeit komplett stehen geblieben, denn sie sehen nicht nur aus wie früher, sie klingen selbstverständlich auch noch genauso schnulzi-wulzi. Fazit: Sie sind offiziell wieder da, was ich peinlich finde, denn Reunions geschehen meist aus einem Grund: Finanzielle Pleite. Als hätten die sich ernsthaft vermisst...Ihr Ego hat eher das Rampensau-Dasein vermisst. Tjo, kann der Mark Owen bald wieder trällern:

"Babe, I'm here again, I tell you I'm back again, babe"...

Ansonsten war das Wochenende sehr langweilig, denn niemand hatte in irgendeiner Weise Zeit. So habe  auch ich die wenige Zeit genutzt und meine Muss-Lektüre gelesen, zumindest beinahe, denn drei Bücher sind immer noch jungfräulich.

Gestern Abend haben sich meine Eltern kurz gestritten: Mutter war sauer auf Vater, Grund: Keine Ahnung. Heute Mittag hat Vater rumgebrüllt, Grund: Kartoffeln! Ehrlich, die haben sich wegen der Kartoffeln, die zum Essen noch nicht fertig waren, mein Vater es aber für richtig hielt, auch ohne Kartoffeln schonmal mit dem Essen zu beginnen, gestritten. Mutter fragte dann normal, warum wir nicht warten, bis die Kartoffeln gut seien und zack, fing mein Vater an zu brüllen. Warum, weiß niemand. Schön war das, denn meine Oma war noch zu Besuch etc. Dieser Streit hielt bis eben an- ich habe dann zweimal eingeworfen, ob sie sich bewusst seien, dass sie sich wegen Kartoffeln streiten (bei diesem Grund müsste einem doch auffallen, wie bekloppt man ist?), aber das half nix. Daher habe ich zugesehen, dass ich schnell meine Sachen packte und ab dafür.

Morgen gehen die Lehrveranstaltungen wieder los...ich kotze innerlich!  

19.10.2006 um 16:15 Uhr

Ein letztes Zucken?

von: Kiddolu

Stimmung: wieder besser :-)

Gerade eben habe ich mich endlich dazu durchringen können, bei meinem Wunsch-Praktikumsplatzbetrieb anzurufen, nachdem meine Bewerbung dort nun genau zwei Monate vor sich hindümpelt. Gedanklich ist wegen keiner Meldung von denen da dieses Praktikumsplatz schon seit ein paar Wochen gestorben, bis soeben! Denn der Mensch, den ich am Telefon hatte, sagte mir, dass die Zuständige mal wieder Urlaub hat (hatte sie beim letzten Mal auch...) und er sich alles notiert, so dass das am Montag als Notiz findet. Wenn bis nächsten Donnerstag nix gekommen sei, sollte ich mich doch nochmal melden. Übrigens sagte der Mensch am Telefon, dass er gerade auch dort Praktikum mache und dass es bei ihm auch ewig mit der Zusage gedauert hätte- beruhigend! Gut, aufgelegt. Zwei Minuten später rief er wieder an und sagte, dass meine Unterlagen da seien, durchgesehen, aber noch nix entschieden bzw. in Bearbeitung, aber mein angegebener Zeitraum sei schonmal okay. Nun trug er mir auf, dass ich der Urlaubsfrau am Montag trotz seiner Notiz zusätzlich noch eine E-Mail schicken soll, so zur Erinnerung. Vielleicht ist die Dame einfach etwas schluderig? Jedenfalls denke ich, dass ich dann nächste Woche endlich mal Klarheit bekomme, so oder so darauf ein *Juhu*, denn dieses ungewisse Warten kotzt mich an! Totgeglaubtes kann also doch noch Zucken!

So, jetzt geht's Richtung Heimat, da mein Hausarzt mich Morgen freudig erwartet. Und überhaupt: Mutter ist doch so stolz wegen der Zwischenprüfung; mal sehen, wie sich dieser Stolz äußert. Hoffentlich in einem leckeren Kuchen und einem Wandregal *gierig*. Schönes Wochenende! 

18.10.2006 um 21:35 Uhr

Vorsicht: Akku schwach und sollte geladen werden!

von: Kiddolu

Stimmung: möööp

Auch heute gibt es nicht viel zu erzählen. Gestern Abend hingegen war's noch nett sowie Bier- und Martini-gesegnet, höhö. Ja, so lassen sich bestandene Prüfungen doch angenehm celebrieren.

Heute war ich in der Stadt ein bisschen einkaufen, was zu einem Loch im Geldbeutel geführt hat. Das könnte daran liegen, dass vorher schon nicht mehr viel drin war, denn eingekauft habe ich nicht viel. Als ich daheim war, dauerte es knapp 20 Minuten, da überkam mich dieses Gefühl von "Akku leer". Ich fühle mich momentan, genauer gesagt jetzt, ziemlich ausgelaugt. Nichts geht mehr. Liegt sicherlich am emotionalen Stress der letzten Wochen. Ist auch eigentlich egal, denn wenn es einem nur einen Tag so "puuh, lasst mich in Ruhe" geht, kann ich damit wunderbar leben. Deswegen mache ich mir nun eine herrliche Kanne Tee, womit ich mich vor die audiovisuelle Unterhaltung, auch Fernseher genannt, verziehe, denn Harald Schmidt hat heute seine "drei Tages Pause" beendet, juuhuu. In diesem Sinne...

Noch fünf Tage und vier Bücher bis zum Semesterbeginn- buuh! Die Anzahl der Tage wird geringer, denn das schreibt das Gesetz der Zeit so vor, aber die Anzahl der Bücher, die ich bis Semesterbeginn gelesen haben muss, wird sicher nicht geringer, denn das schreibt mein persönliches Faulheitsgesetz so vor. 

17.10.2006 um 16:51 Uhr

Die perfekte Note oder auch Ich, der Streber

von: Kiddolu

Stimmung: wunderbar!
Musik: DMB- Two Step

Da ich des Tippens heute Abend mit Sicherheit nicht mehr mächtig bin, schreibe ich es jetzt kurz: 1,0! Wahnsinn, es lief perfekt! Ich wusste diesmal wirklich alles und der blöde Stifter hat mich mal nicht in die Pfanne gehauen *muahahaha*.

Das wird gleich schön mit Biermassen gefeiert.

Celebrate we will- 'Cause life is short but sweet for certain!

16.10.2006 um 18:36 Uhr

Bildungssituationen- und Romane

von: Kiddolu

Stimmung: übernervös!

Scheiße, ich hätte nicht gedacht, dass ich doch so nervös wegen der Prüfung sein würde. Mittlerweile bin ich auf der Panikstufe angekommen, auf der mich der Gedanke quält, dass ich zu wenig weiß. Wenn die Frau mich irgendwas Spezifisches fragen wird, habe ich das Gefühl, dass ich darauf nicht vorbereitet bin. Ich war wirklich bis gestern des festen Glaubens, dass ich nicht so nervös sein würde wie vor fünf Monaten. Höhö, die damalige Prüfung würde ich nun um einiges lieber machen. Da konnte ich wenigstens meine Prüferin leiden. Die morgige kann ich einfach nicht einschätzen, und ich finde sie doof. Ihr würde ich zutrauen, dass sie mich tief in die Scheiße reitet und mich da nicht mehr rauskommen lässt. 

Ach, ich hasse Versagungsängste wie die Pest. Aber wer tut das nicht? Selbstzweifel, Panik, Stress, Unruhe- alles Dreck! Wenn ich das Morgen bestanden habe, habe ich erst einmal bis zur Abschlussprüfung keine mündlichen Prüfungen mehr. Wobei ich dennoch sagen muss, dass ich es etwas unverschämt finde, dass man einen 20-30 minütigen Vortrag auswendig halten soll, zumal man in einer solchen Stresssituation eh immer zusätzliche Probleme hat. Egal, die Grunvoraussetzung für einen Bildungsprozess im Bildungsroman ist

DER FREIE WILLE ZUR BILDUNG UND AUSBILDUNG! 

15.10.2006 um 19:49 Uhr

Gebratsche & Trahnsleeetooohr

von: Kiddolu

Stimmung: juut

Ich philosophiere nun einmal über die verschiedenen Arten des menschlichen Tränenausschüttens, oder auch kurz Weinen genannt. Also, es gibt mehrere Arten, wie der Mensch die salzartige Flüssigkeit aus seinen Augen verlieren kann, als da wären:

  • die vereinzelten, stillen Tränen. Oft werden diese durch Rührung bedingt, sei diese nun positiv (Freude) oder negativ (Mitleid). Gute Beispiele hierfür: Klischeefrau weint am Ende des Klischeefrauenfilms "Pretty Woman", wenn Richard Gere in der Limousine zurückkehrt- dann fließt zumeist dieses einzelne (oder auch ein paar mehr) Hach-Tränchen. Negativ-Beispiel: Gepardenjunge bringen ein zwei Stunden altes Antilopenkitz um (dass beim Zuschauen geweint wird, ist zwar schwer vorstellbar, dennoch möglich, höhö).
  • die vermehrten stillen Tränen, die nonstop das Auge verlassen, dennoch ist kein Ton vom weinenden Menschen zu hören. Oft ein Ausdruck von Trauer in Kombination mit Rührung oder einer hormonellen Störung. Beispiel: Meine Cousine während der Beisetzung. Sie hat die ganze Zeit still gebratscht, und das nicht zu knapp.
  • die lauten, einzelnen Tränen. Kann man durchaus auch Gewimmer nennen. Kleinkinder, die müde sind, sind ein gutes Beispiel dafür.
  • die lauten, vermehrten Tränen. Dies ist schon eine sehr fortgeschrittene Art des Weinens und könnte auch schon als Heulen bezeichnet werden. Laut meint dabei ein hörbares Schluchzen mit "Ääähuuuu eeehääää"-Lauten gepaart, wobei jene Laute noch von stillerer Natur sind. Beispiele dafür: Großer physischer Schmerz, eine schlimme Diagnose, seelischer Schmerz etc.
  • das elende, den größten Schmerz ausdrückende, den Zuhörer selbst seelisch zerreißenden, qualvolle und mit Abstand größte Geheule! Der krasseste Vertreter seiner Art und ganz schrecklich, denn diesen Tränenfluss aufzuhalten ist genauso schwierig wie den Weinenden zu trösten. Höchst mitreißend ist diese Form ebenfalls, denn der Zuhörer wird zumeist auch ergriffen, wenn er diesen qualvollen seelischen Schmerz in Gestalt von Salwasserbächen und nach Luft ringend hört und sieht, es sei denn, der Hörer hat kein Herz! Beispiele, die diese Art adäquat transportieren können, gibt es wenige bzw. lassen sich nicht in Worten fassbar niederschreiben.

Letztere Art des Weinens, also die schlimmste Form, hat mich bei der Beisetzung für sich eingenommen, weil mein Patenonkel in der ohnehin schlimmsten Situation einer Beerdingung, der Niederlassung der Urne in diesem Fall, mitten am Grab total laut und ohne Halt angefangen hat schmerzvoll zu weinen. Ich sah das und schwupps, habe ich mitgemacht, ungewollt natürlich. Zehn Minuten habe ich mich nicht mehr beruhigt und gefasst bekommen, ich war nahezu ohnmächtig gegen die Tränen. Nach Luft japsend hing ich dann irgendwo zwischen Grab und Gebüsch, so dass mich mein Vater schließlich gestützt hat. Aber, nach diesem Anfall war's auch gut. Anscheinend habe ich mich damit selbst von meinem Schmerz gereinigt. Sagt man ja oft so, dass Weinen genau wie Schreien hilft.

Alles in allem war es eine angenehme Beisetzung, wobei das natürlich seltsam klingt, aber Wortgottesdienst und Ambiente waren gut gemacht.  Mehr sag ich dazu nicht mehr.

Krasser Themensprung, Obacht! Ich habe mir die Haare wieder einmal brünett färben lassen und sie zudem rapide kürzen lassen. Ich find's schön, und das ist ja die Hauptsache. Irre ist, dass ich nun am Hinterkopf, an dem die Haare sehr sehr stufig sind, Naturlocken habe, höhö. Wo auch immer sie nun herkommen...sie sollen bleiben. Ein jecker Kommentar zur Frisur, den ich öfter höre, ist: "Das sieht viiiiel besser aus als vorher!" Da frage ich mich natürlich, ob ich vorher denn so schlimm ausgesehen habe?! Egal, ich find's schön.

Gestern Abend dann "Deutschland. Ein Sommermärchen". Sehenswerter Film mit durchaus höchst witzigen Momenten. Der Film hat meine Hypothese, dass Lukas Podolski dümmer als Brot ist, bestätigt. Anscheinend hat er nichts, was die fußballerischer Bildung überschreitet, genossen, d.h. keone ordentliche schulische Bildung. Zeigte sich daran, dass er bei der simpelsten englischen Frage nach dem (Obacht, lautschriftlich geschrieben!) "Trahnsleeeetoooohr" brüllte. Zudem waren seine Szenen alle etwas fragwürdig, weil er zumeist nur wie ein Affe in die Kamera grinste und dabei die Daumen hoch hielt, sofern er nicht telefonierte oder "15 Minuten nur am Stehen" war. Fröhlich Trotzdem, ein interessanter Film mit tollen Einblicken. Phillip Lahm gedenke ich immer noch zu ehelichen, wobei ich ihn mit Jens Lehmann betrügen will (und soooo vielen anderen Prominenten, die ich alle toll finde...). 

Soderle, am Dienstag Prüfung- der Herzkasper ist bereit und schon aktiv. Schönen Wochenstart! 

 

10.10.2006 um 15:22 Uhr

Irrungen, Wirrungen

von: Kiddolu

Stimmung: schockiert

Hauptsache Blogigo war gestern mal klinisch tot!

Eigentlich wollte ich was ganz anderes schreiben, aber gerade kurz vorm Tippen rief der Freund an, den ich im letzten Eintrag erwähnte von wegen Fremdknutschen. So, wie er sagte, habe er das mit seiner Freundin, die sehr nett ist und schon zweieinhalb Jahre mit ihm zusammen ist, geklärt und alles war gut. Bis eben! Vorhin hat er Schluss gemacht, weil er sich "nicht mehr sicher" ist, was ihre Beziehung betrifft. Aus heiterem Himmel! Wenn das nicht beknackt und schade ist, denn seine Freundin bzw. Ex-Freundin tut mir wirklich leid. Tjo, scheiße!

Höchst seltsam auch, dass er gerade mich anruft! Wir sind zwar seit Jahren befreundet, früher auch mal richtig 'dicke', aber seit dem Studium hatte das stark abgenommen, obwohl ich ihn immer noch genauso toll finde wie damals; man sieht sich halt seltener. Umso komischer, dass er es mir als erstes erzählt. Nun auch egal- den Schockeffekt hatte er auf seiner Seite. Ein anderes Langzeitpaar hat sich parallel auch heute getrennt; die wohnen sogar zusammen. Vielleicht ist nun wieder die große Trennungswelle im Anmarsch (so eine Welle gab's in meinem Bekanntenkreis vor gut zwei Jahren schonmal)? Betrifft mich zum Glück nicht, da ich meine persönliche Trennungswelle bereits im April inititiiert habe. Fröhlich

Jedenfalls waren meine Worte zu besagtem Freund u.a.: "Höhö, jetzt darfst du dir den Buhmannschuh anziehen, den ich nur noch an manchen Tagen tragen muss!"

Nun ja, ich treffe ihn am Donnerstag. Gleich fahre ich heim, weil ja Morgen.......*hurra*!

Ooooooh, ich habe einen Prüfungstermin! Nächste Woche Dienstag um 15.50 Uhr! Auch dazu ein großes HURRA, denn mein Vortrag sitzt immer noch nicht. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass alles gut geht. Ist ja schließlich auch noch eine Woche Zeit.

Zum Abschluss meine Meinung zu meinem verwirrten Freund da: Du bist ein Depp! Nur, weil man mal zwei Tage zweifelt (den Zeitraum nannte er selbst übrigens), wirft man keine funktionierende Beziehung weg!

Bis nächste Woche! 

08.10.2006 um 17:47 Uhr

Popkultur oder Brechreizkultur?

von: Kiddolu

Stimmung: gut

Wie angedroht bin ich wieder da, aber nur zwei Tage, denn die Beisetzung findet kommenden Mittwoch statt. Trotzdem schön, nochmal hier in aller Ruhe und alleine zu sein! Was habe ich die ganze Zeit über gemacht in der Heimat? Hm, nicht wirklich viel, weil es langweilig oder wegen Opa stressig war. Was tut man, wenn man Langeweile hat? Genau, Fernseh gucken. So kam es, dass ich auch nochmal nur jeweils kurz Viva und MTV geguckt habe, wobei ich einiges Unnützes über unsere aktuelle Popkultur gelernt habe: JT belegt Platz 1 der deutschen Singlecharts, was kein Kunststück ist, denn in Deutschland Platz 1 zu belegen ist weder große Arbeit noch besonders ruhmreich. Das aktuelle RW Video zu "Rudebox" ist wie das Lied, d.h. lieblos dahingeklatscht. Dann diese schreckliche Erkenntnis: Dass unser Land mit Tokio Hotel gequält wird, ist ein alter Hut. Auch dass es sowas wie LaFee gibt, schockt mich nur noch minimal. Aber das beide schon wieder ekelhafte Ableger haben, die auf den Zug gesprungen sind, muss doch nicht sein? Stichworte Liza Li und Die Killerpilze. Es gibt auch noch eine blonde Göre, die Fäkalwörter in einer Melodie anhäuft und ihren Ex dadurch bestimmt, was sie dann "Lied" nennt, aber deren Namen habe ich zum Glück vergessen.

Mal im Ernst: Bin ich einfach zu alt dafür? Ich jedenfalls finde LaFee, Liza Li und die blonde Göre ziemlich grauenerregend und abschaffenswert. Was man mit den Jahren immer alles an Bockmist ertragen muss...Tic Tac Toe, das Rödelheim Hartreim Projekt, Spice Girls, Take That, East 17, DJ Ötzi, DJ Bobo etc. etc. etc.- diese Liste ist endlos; und manche davon sind leider immer noch aktiv. Naja, die musikalische Leidensspirale ist unendlich, was will man machen? Ich schaue nun jedenfalls so schnell kein Viva mehr, auch wenn ich das insgesamt nur 15 Minuten geguckt habe.

Trotzdem hat mich der Viva Videotext mit einer Nachricht auch zum erstaunten Lachen gebracht: Emma Watson, die Hermine aus den Harry Potter Filmen, steigt nach dem Dreh zum fünften Teil aus! Genial, zwei Filme vor Schluss muss eine der Hautpersonen umbesetzt werden, nur weil diese "auch mal was anderes machen" will. Ist schon ihr gutes Recht, aber für den Zuschauer doch ziemlich beknackt. Würde ich Harry Potter nun mögen, würde ich mich wahrscheinlich aufregen, aber so lache ich lieber drüber.

Dann nochwas zu heute oder zunächst zu gestern: Abends sagte ich am Essenstisch zu meinen Eltern, dass der Mischael heute ausscheidet und der Fernando gewinnt. Muahahahahahahaha, ich habe Herrn Schumacher mit einem Fluch belegt, der veranlasste, dass er heute wirklich ausschied! Mal ernsthaft: Als mein Vater mir mittags sagte, dass Schumi ausgeschieden sei und Alonso gewonnen hat, habe ich das nicht geglaubt und erstmal fix nachgelesen. Dann habe ich gut gelacht und mir das Rennen noch angesehen. Falls Mischael nun doch noch durch schicksalhafte Fügung Weltmeister wird, sprich Alonso scheidet aus oder fährt auf Rang 9, während Mischael gewinnt, werde ich mir nochmal überlegen, ob ich ihn nicht doch irgendwie in diesen 16 Jahren lieb gewonnen habe.

So, und Morgen mehr zu den Themen "Warum das Baby meines ehemaligen besten Freundes richtig fett ist" und "Weswegen ein anderer sehr guter Freund durch den Suff bedingt fremd geknutscht hat". 

03.10.2006 um 17:33 Uhr

Exillanten-News

von: Kiddolu

Kurze Meldung aus dem heimatlichen Exil:

Am Samstag war ich bis 2 Uhr nachts auf dem Geburtstag meines Vetters. Eingeschlafen bin ich dann gegen 3 Uhr. Um 7.30 Uhr klingelte dann daheim das Telefon; Hospiz war dran und meinte, dass Opa im Sterben liege. Mutter natürlich sofort hin, ich bin dann auch nicht mehr wirklich eingeschlafen. Mein Opa hingegen ist um Punkt 8 Uhr friedlich eingeschlafen. Also ist's nun zum Glück vorbei, aber das richtige Chaos hat natürlich seitdem begonnen. Jener Tag zog sich bis zum Erbrechen...andauernd Telefon, Familie, Beistand- ich war so platt! Um abzuschalten, sind meine Schwester und ich abends "Das Parfum" gucken gefahren (vielleicht schreib ich demnächst mal was zum Film). Tjo, seitdem wird nur gemacht, organisiert, geblubbert, was ganz verständlich und normal ist. Die Beisetzung ist aufgrund des Feiertags erst nächste Woche Mittwoch; er wird eingeäschert. Folglich werde ich mein Exil am Sonntag kurz verlassen.

So blöd es nun klingt, aber das Timing meines Opas war super, denn alle haben bis mindestens Mittwoch frei und daher Zeit alles zu organisieren! So ist der Stress zumindest gerade einseitig.

Mir selbst geht es gut; der Tod kam schließlich nicht unerwartet. Vorhin habe ich mal an meinem Prüfungsvortrag gearbeitet und muss sagen: Scheiße! Der Einleitungsteil ist viel zu lang etc. Naja, da arbeite ich Morgen dran weiter. Es wird schon klappen, weil es muss!

So, liebe Leser, bis Sonntag! Fröhlich

P.S.: Buuh, der Wetterumschwung auf diese herbstliche Kälte stinkt mir!