Synapsensalat

28.07.2007 um 18:00 Uhr

Ich bin dann mal (kurz) weg

von: Kiddolu

Meine Mutter hat für "uns" das Hape Kerkeling Hörbuch gekauft, was ich natürlich sehr lohnenswert finde, da ich Hörbücher toll finde, ich aber zu wenige besitze, weil zu teuer. Reingehört habe ich auch schon und der erste Eindruck war "nett". Jedenfalls wird es ein toller Wegbegleiter für meine anstehende achtstündige Zugfahrt. Hoffentlich streiken die Lokführer nicht, ansonsten kann ich 'Mission: Kurztrip' direkt vergessen...Kurztrip signalisiert schon, dass mein Urlaub nicht lange andauert, was ebenfalls an meiner finanziellen Lage liegt. Aber besser kurz weg als gar nicht, nicht wahr? Außerdem fahr ich wieder in meine deutsche Lieblingsstadt, juhuuu, weswegen ich mich noch mehr freue als überhaupt schon. Die letzten Monate hier fand ich zwar nicht schlecht, aber auch nicht besonders schön. Ich glaube, dass ich meine Wahlheimat, die Studentenstadt, derzeit echt satt habe. Dennoch hoffe ich, dass sich das wieder gibt, da ich soooo schnell noch nicht da weg kann zwecks Studium. Nuja, für einen kompletten Tapeten- d.h. Städtewechsel ist es demnach noch zu früh, auch wenn es mir nicht ungelegen käme. Ich harre einfach weiter aus und vielleicht kommt irgendwann wieder der Punkt, an dem ich meine Unistadt wieder so super finde wie vor knapp vier Jahren.
Aber das alles ist eigentlich gar nicht so wichtig. Viel wichtiger ist, dass ich am Montag in die Wunschheimat fahre!

 

George Tabori ist letzten Montag gestorben! Ich kannte George Tabori bis gestern Abend nicht, d.h. bis ich die große George Tabori zum 90. Geburtstag-Ehrengala auf dem ZDFTheaterkanal sah! Ich wusste, dass ich diesen Sender lieben werde. Was ich nicht wusste, waren Dinge von, über und zu George Tabori, doch dank der vielen Gratulanten im Rahmen jener Gala von 2004 bin ich nun schlauer. Übrigens mag ich diese Künstler-Freakshows, die nur so vor Selbstbeweihräucherung strotzen, weil ich die Affigkeit dieser Veranstaltungen jedes Mal zu lustig finde. Als wäre George Tabori der genialste Theatermensch der letzten 50 Jahre gewesen...Nun, wahrscheinlich war er das auch, aber: Wen interessiert das wirklich außer den Theaterfritzen? Richtig....Abschließend sage ich zu George Tabori: Auf der Gala warst du ein knuffiger, alter Mann, der mich seltsamerweise berührt hat. Dennoch sind du und dein Leben völlig an mir vorübergezogen, und das ist sicher nicht schlimm. Du bist dann jetzt auch mal weg Fröhlich

23.07.2007 um 23:11 Uhr

Muschikatzen Puppen

von: Kiddolu

Seit "Live Earth" hat sich mein Verdacht bestätigt, dass drei der sechs Pussycat Dolls - im coolen Jargon auch kurz PCD genannt- völlig überflüssig sind! Jene drei vermeintlichen Nichtstuer sind nur da, um ordentlich mit Titten und Ärschen zu wackeln. Die anderen drei Frauen 'singen', wobei in Wahrheit nur eine wirklich singt: Frau Scherzinger nämlich. Und ja, die schwarzhaarige Trutsche der PCD heißt wirklich so mit Nachnamen.
Die Musik, die die Puppen veröffentlichen, ist wie ich finde äußerst ätzend. Aber ich glaube nicht, dass da wirklich jemand drauf achtet bei dem ganzen sekundären Geschlechtsmerksgewackele! Sex sells, und diesen Grundsatz verkörpern die PCD in Reinform, wie ich dank youtube.com erneut feststellen durfte. Zu lyrischen Ergüssen (und vor allem zu anderen Ergüssen!) bringen es die Muschipuppen natürlich auch. Hier eine Kostprobe aus ihrem fabelhaften Meisterwerk "Buttons":

Baby, can't you see?
How these clothes are fitting on me
And the heat coming from this beat
I'm about to blow
I don't think you know 

Irre, oder? Das macht doch Lust auf mehr...
Gesamturteil im Fall PCD: Billig, nuttig, schlecht!

Konkurrenz in Sachen "billig und nuttig" macht ihnen eine kleine 19jährige namens Rihanna. Das Mädel war schon wegen ihrer beschissenen "Tainted love"-Beat-Klauerei in ihrem Lied "SOS" untragbar. Jetzt schiebt sie sich "Umbrellas" zwischen die Beine. Öhm..ja. Es bedarf keiner weiteren Worte. 

21.07.2007 um 18:11 Uhr

"All was well" oder: Der Scheiß-Potter überlebt!

von: Kiddolu

Mein Held (Snape) stirbt den Heldentod und der Penner, der den ganzen bescheuerten Wahnsinn verursacht hat (Harry Potter), überlebt. Natürlich. Kinderbuch. Ätzend!

Eigentlich sollte ich mich freuen, weil es nun endlich ein Ende hat, was bedeuten würde: Es ist absolut fertig. Frau Rowling sagte ja auch immer, dass es nach Erscheinen des siebten Bandes definitiv vorbei sei. Bis letzte Woche!! Aaaah, letzte Woche sagte sie plötzlich, dass sie sich gut vorstellen könne, noch einmal was zum Potter zu schreiben. WIESO? Die Welt braucht nicht noch mehr Harry Potter! Ich hoffe jedenfalls, dass der Hokuspokus vorerst beendet ist und dass ich es nicht mehr erlebe, dass ein Sequel erscheint. Dann wäre auch für mich alles "well".  Fröhlich

17.07.2007 um 20:47 Uhr

"Generation @"

von: Kiddolu

Diese meine Überschrift hat angeblich nun den letzten Generationenbezeichnungsbegriff "Generation Praktikum" abgelöst. Ja, so schnell geht das. Ich persönlich fände "Generation Online" schöner als Bezeichnung, aber es muss ja immer möglichst kurz sein (s. Generation X, Generation Golf, Generation MTV etc. etc.). Zur neuesten En Vogue-Generation gehöre ich mit Sicherheit (ich denke, da fallen alle Blogger per se drunter), genau wie Millionen andere Menschen. Dennoch sehe ich auch immer noch eine gewisse Zugehörigkeit zur "Generation Praktikum"; gut, beide Generationen schließen einander nicht aus, nur gilt die Vorgängergeneration meist als veraltet/unaktuell. Zur Praktikumsgeneration gehöre ich allerdings nicht so gerne. Lieber wäre mir die "Generation sicherer Job", aber dass diese sowas von illusorisch für jedermann ist, dürften wir alle wissen!

Aber, wie finden wir das, zur "Generation @" zu gehören? Ich kann damit gut leben, denn ich liebe das Internet! Fröhlich

10.07.2007 um 23:06 Uhr

Prick, wie Dreist

von: Kiddolu

In meinem heutigen ersten Seminar war Heinrich von Kleists Drama "Das Käthchen von Heilbronn" Thema. Abgesehen davon, dass ich Kleists Werke für maßlos überschätzt und absolut frauenverachtend halte, hat das Thema doch für einen netten Versprecher der Referentin gesorgt, die uns was über "Dreists Drama" erzählen wollte. Zudem sagte mein Sitznachbar noch, dass er sein Käthchen daheim vergessen hat- soviel zum Thema frauenverachtend. Fröhlich Ich würde mein Käthchen niemals vergessen.

Im letzten Seminar für heute thematisierten wir "Die Katze auf dem heißen Blechdach". Einer der männlichen Hauptrollen heißt "Brick", aber eine gewisse Referentin ganz offensichtlich gebürtig aus der Pfalz stammend sagte aufgrund ihres Dialektes permanent "Prick". Meistens werde ich gerade bei solchen Aussprachefehlern rasend (manchmal verstehe ich auch einfach nicht, was der pfälzische Sprecher wirklich meint), aber heute fand ich es tatsächlich mal ulkig, denn heißt "Prick" nicht übersetzt "Penis" und auch "Arschloch"? Man sieht, man ist nie zu alt für Genitalwitze, und nie zu albern! Fröhlich

04.07.2007 um 23:37 Uhr

"Give me something to sing about"- Once more with feeling!

von: Kiddolu

Dass ich Buffy-Fan bin, habe ich sicherlich schon einmal erwähnt. Falls nicht: Nein, ich schäme mich keineswegs dafür! Ich mag vor allem Buffy, sowohl in Rolle als auch die wirkliche Sarah Michelle Gellar. Meines Erachtens nach ist sie sehr, sehr hübsch. Geschmackssache. Zurück zur Buffy-Serie. Gleich wird zum X-ten Male die überaus geniale Musicalfolge namens "Once more with feeling" ausgestrahlt und ich empfehle sie jedem! Die Folge, die aufgebaut ist wie ein Knallbonbon, beinhaltet alles: Gute Songs, seltsame Songs, Tänzchen, Dramatik, Herzschmerz, eine Swing-Einlage und ein für den Erstzuschauer durchgeknalltes Ende! Ich denke, dass so circa jedes Musical diese Sachen beinhaltet (und noch Vieles mehr). Der Soundtrack ist jedenfalls sehr eingängig und kann auch darüber hinaus gehört werden; das heißt, dass z.B. ich ihn auch gekauft habe. Fröhlich Aber für Soundtracks habe ich ohnehin viel zu viel übrig. Eines meiner Buffy-Lieblingslieder werde ich an dieser Stelle teilweise zitieren, weil er in meinem Leben auch schon so oft gepasst hat:

Life's a song,
You don't get to rehearse,
And every single verse,
Can make it that much worse.

Still my friends,
Don't know why I ignore...
The million things or more,
I should be dancing for.

All the joy,
Life sends.
Family and friends
All the twists and bends,
Knowing that it ends.
Well that depends....

Angucken!!!


01.07.2007 um 23:57 Uhr

"Santa Maria"

von: Kiddolu

Gestern ab 18 Uhr fand in dem hügeligen Gebiet ganz in der Nähe zu meinem Balkon ein Gartenfest statt. Das heißt, dass ich kostenlos mit grauenhafter Musik und dem dazugehörigen Gegröhle der Festbesucher beschallt wurde. Los ging's mit "Sierra Madre". Nagut, das Lied lasse ich der 50+ Generation noch durchgehen, weil es schon irgendwie kultig ist in seiner Schlechtigkeit. Später am Abend wurde "Ein Stern" gegröhlt, so dass ich dem Lied zum ersten Mal nicht entfliehen konnte. Meine Herren, ist das grausam! Aber das wurde noch getoppt und zwar von Roland Kaisers "Santa Maria"!!! Diesen Schlager disqualifiziert Vieles: Er ist ein wirklich unerträglicher Ohrwurm (schon alleine der Anfang "dumm dada dumm dada dumm dada..."), das Lied wird von Roland Kaiser gesungen, es ist pervers, etc. etc. Zum Perversitätsargument möchte ich mich kurz näher äußern.
"Vom Mädchen bis zur Frau"- es geht darum ein kleines Mädchen zu entjungfern. Also bitte, Herr Kaiser, du hieltest ihre Unschuld in den Händen, sie war so jung...Das ist die Hymne der [Entschuldigung für das schlimme Wort] Kinderficker!! Mir auch egal, ob die kleine Maria auch mit dir schlafen wollte, Herr Kaiser- pädophil klingt's so oder so. Und das ganze dann auch noch 'Heilige Maria' zu nennen; ob "Schlampe Maria" nicht der bessere Titel wäre? Denn nachdem sie dich, Herr Kaiser, getroffen hat, hat sie schließlich die Wandlung von der Heiligen zur Hure durchgemacht. Fröhlich Skandalös!
So, nachdem ich das Lied so bemotzt habe, muss ich gestehen, dass ich es auch schonmal im Vollrausch mitgegröhlt habe Fröhlich. Man kann das Lied finden, wie man will, nur leider ist ihm der (dubiose) Kultstatus nicht mehr absprechbar.

Damit ich jetzt keinen "Santa Maria" Ohrwurm bekomme, was ja schnell geschehen kann, höre ich lieber einen anderen, besonders penetranten Ohrwurm in Dauerschleife: Muse mit "Starlight". Ist zwar nicht mehr ganz so aktuell das Lied, aber aktuell finde ich es schön! Das Lied finden sogar Metal-Hörer schön, was ich 1. bezeugen kann und 2. skurril/dubios finde. Was lernt man daraus? Metal-Hörer sind verkappte Heulbojen mit Sinn für Ästhetik? Daniel, nimm mal Stellung dazu! Fröhlich