Synapsensalat

29.05.2008 um 14:52 Uhr

Sex and the City - Der Film, nun endlich!

von: Kiddolu

Gestern war ich um 19.30 Uhr in der Preview, um gemeinsam mit einem Kinosaal voller Frauen (und einem, genau einem Quotenmann) den Sex and the City-Film zu sehen. Vorab gab es gratis einen vodkatriefenden Cosmopolitan und jede Menge Frauen zu begutachten, die sich modisch für die zweite Carrie Bradshaw hielten. Da soll noch mal jemand sagen, dass es ausschließlich freakig sei, wenn man z.B. zu Star Wars-Premieren kostümiert ins Kino geht; die 'Damen' vorm Kino standen dem ganzen Auffallen-um-jeden-Preis-Zinober in nichts nach. Ich hatte mich tatsächlich geärgert, dass ich meine Kamera nicht dabei hatte, denn ich hätte wunderbare Fotos von auffälligen, modisch-grenzwertigen Schuhen machen können. Liebe Mädels, es gibt nur eine Frau, die Carrie Bradshaws Stil ungestraft verkörpern darf: Die fiktive Figur Carrie Bradshaw!
Zum Film: Sehr, sehr witzig und das Eintrittsgeld wert. Die vier Damen haben mir sowas von gefehlt! Es war schön, das ganze Spektakel nach über drei Jahren Abstinenz noch einmal für mehr als 90 Minuten genießen zu dürfen! Kleines Manko: Man hat deutlich gemerkt, dass es sich um eine amerikanische Kinoproduktion und nicht wie gewohnt um eine amerikanische Pay TV-Produktion handelt, was bedeutet, dass das Vokubalur etwas anständiger war (keinmal das F-Wort!) und man zu Beginn Sex in Klamotten gesehen hat. Am Ende gab es dann eine Sexszene mit durchaus Nackten, aber man sah nicht alles (wie sonst immer). Aber gut, das ist ja nicht so wichtig. Immerhin, man sah einen Penis, wobei ich gerne wüsste, ob die Amerikaner diesen Penis im Film auch zu sehen bekommen haben. Übrigens gibt es einen Kommentar zum Penis, nachdem Samantha diesen (genau wie die Zuschauer) während der Suche nach ihrem Köter wahr genommen hat:
"Ich suche einen Schwanz - ÖHM - einen HUND!!"
Gut, im Kino wurde auch darüber gelacht, aber solche Wortwitze schlagen wohl nur im englischen Original wirklich zu Buche (dick - dog).
Samantha war spruchtechnisch wie immer, aber sexuell sehr zahm, weil treu, bis - und das ist nun ein dicker Spoiler, also Obacht, wer es nicht wissen will - sie sich am Ende von Smith Jerrod trennt, mit der Begründung, dass sie ihn zwar liebt, sich aber mehr liebt als ihn. Seinetwegen musste sie auf New York verzichten (sie leben in LA), woran sie immer noch hängt und weil Smith soviel arbeitet, sieht es auch mit dem Sex etwas dürftiger aus. Sie wurde quasi wie seine Ehefrau (kocht für ihn etc.) und das wollte Sam schließlich niemals sein. Und sie hat sieben Kilo zugenommen, weil sie aus Frust und als Sexersatz zu fressen begann. Sie liebt sich mehr, und daher zieht sie am Schluss des Films zurück nach New York. Ich finde das gerechtfertigt und stimmig für die Figur, obwohl ich Smith natürlich toll fand. Aber zu Samantha Jones passt die Rolle des Heimchens nunmal nicht.
Charlotte war für mich der Knuffel des Films! Überhaupt nicht so nervig wie sonst schon mal, eher sehr süß und hatte durchaus witzige, wenn nicht sogar den witzigsten Moment des Films. Daumen hoch für Charlotte!
Miranda war wie immer fabelhaft - ich liebe sie! Dämlich, dass Carrie ihr die Schuld für die geplatzte Hochzeit mit Big gibt, denn sie war es nicht schuld. Das waren Carrie und Big schon selbst. Aber, die beiden vertragen sich natürlich schnell wieder. Was soll ich mehr sagen? Meine Liebe zur Figur habe ich schon beteuert.
Carrie war ebenfalls wie immer. Die Figur, die sich am wenigsten entwickelt hat. Die anderen Drei sind erwachsen geworden und leben auch so, und sie ist immer noch die Prinzessin, aber auch das ist okay. Ja, natürlich heiraten Big und sie am Ende, denn es ist ein Kinofilm! Dafür klappt's beim ersten Anlauf nicht (irgendwie muss man die Zeit ja füllen). Wenn's nach mir gegangen wäre, hätten sie niemals geheiratet, denn es klappte schließlich auch ohne Trauschein. Vor allem weil Carrie ursprünglich die Figur war, die niemals heiraten würde (neben Sam), was auch immer betont wurde. Gut, beide wollten es offensichtlich und wie sagte meine Begleitung: So schließt sich dann auch das SATC-Buch endgültig. Stimmt schon.

Alles in allem war der Film sehenswert, nicht langweilig und eine gelungene Fortsetzung der grandiosen Serie, die damit zu einem würdigen Abschluss gelangt ist. Toll!

 

25.05.2008 um 19:23 Uhr

Vive la France!

von: Kiddolu

Der kurze Urlaub war grandios! Drei Tage (in der Nähe von) Paris und drei Tage...Ach, seht selbst:

Am ersten Tag war ich zunächst dort,


um mir unter anderem Folgendes anzusehen:

Alles zu sehen scheint nur möglich,wenn man eine Woche Zeit und vor allem einen ausgereiften Schlachtplan für das Museum hat. Nach diesem Kulturüberfluss habe ich noch jemand Besonderen getroffen, ihn:

 

 

Der Père Lachaise...was für ein Friedhof! Den zu erkunden ersetzt ein Sportprogramm.
Nun denn, nach weiteren erholsamen Tagen mit weniger Kultur ging es dorthin:

Vor ca. 13 Jahren war ich das letzte Mal im Disneyland Resort Paris und jetzt, erwachsen, musste ich feststellen, dass der Park nichts von seiner Faszination und seinem hohen Ablenkungspotenzial verloren hat! Man wird zuge-disneyt und vergisst tatsächlich, was in der Außenwelt passiert. Nein, man will das gar nicht wissen, denn glitzernede, niedliche Lala-Figuren sind ohnehin viel spannender.

Zugegeben, den Lala-Sachen habe ich mich nur hin- und wieder zugewandt; ich habe den Spaß für die Großen, so, wie der grandiosen Achterbahn Space Mountain: Mission 2 bevorzugt.

 

 

Das Disneyland hat seit kürzerem wohl einen zweiten (kleinen) Park zwecks Bespaßung eröffnet, den Walt Disney Studios Park:

Dort finden sich fast ausschließlich Fahrgeräte für Erwachsene und mein Favorit ist der brandneue Twilight Zone Tower of Terror!

Nach drei Tagen dort war man tatsächlich doch wieder froh, in so etwas wie eine geregelte, nicht glitzrig-bunte, vor Niedlichkeit Karies-erregende Zivilisation zurückzukehren. Dennoch, es hat sich gelohnt und es war toll! Jedem Achterbahn-Freund und Disney-Möger lege ich den sauberen, hübschen Park ans Herz. Und ich verspreche, dass man sich währenddessen (und teilweise auch hinterher) so fühlt:

In diesem Sinne: La la la la la la la la la la...(Wer das Small World-Lied kennt, hat spätestens jetzt einen Ohrwurm).

 

 

 

 

14.05.2008 um 20:52 Uhr

Ich bin dann mal...

von: Kiddolu

...im Urlaub! Nach fünf Jahren das erste Mal Urlaub! Zwar sehr kurz, aber immerhin ein anderes Land und viiiiiel Ablenkung. Wo genau es hingeht, schreibe ich hinterher; lediglich das Land verrate ich.

Au revoir oder so! Fröhlich

 

05.05.2008 um 22:31 Uhr

Ein Stück Punkgeschichte

von: Kiddolu

Man kann ja darüber streiten, ob The Clash oder die Ramones die Gründerväter des Punk sind. Beide waren jedenfalls ausschlaggebend für die deutsche Punkbewegung, die sich Ende 1976 formierte. Ich könnte nun ca. zehn Seiten darüber schreiben, aber nein, das habe ich bereits im Rahmen einer Hausarbeit getan, die mir zwei Dinge klar machte: Hausarbeiten über Postmoderne Literatur stinken und Punk ist wirklich tot - zumindest war das mein persönliches Fazit. Es gibt immer noch (vornehmlich) Teenies, die das Gegenteil behaupten und die wird es auch immer (!) geben, genauso wie Gothics. Das Gute ist: Irgendwann erkennen alle Anhänger von auffälligen Musikstilen mit dementsprechend angepassten Kleidungsstil und Verhalten, dass sie lächerlich aussehen. Daher wird die Musik weiterhin für gut befunden, aber die Anhänger sehen wieder aus wie sog. Normalos. Und das ist auch gut so!
Jedenfalls habe ich mich dann auch mal während der näheren Beschäftigung mit Punk in jene deutsche Musik eingehört und bin auch da zu einer gar erstaunlichen (Achtung, Ironie!) Erkenntnis gelangt: Wer die Toten Hosen aufgrund der von ihnen hingebrochenen Musik der ca. letzten 15 Jahre als Punks klassifiziert, hat einfach keine Ahnung! Mit dem Sterben der originären Punkkultur ist auch der Punkstatus der Hosen gestorben.
Ein Punklied habe ich in diesem Zusammenhang richtig lieben gelernt: "Zurück zum Beton" von der Band S.Y.P.H.! Das 1980 in Eigenregie veröffentliche Lied beinhaltet einfach alles, was Punk war und wofür es stand. Und darüber hinaus finde ich es einfach großartig. Aber, hört und seht selbst!

P.S.: Ob das das Originalvideo ist, weiß ich nicht. In diesem Sinne: Ich bin ein Tier hier, ein scheiß Tier hier - da bleibt mir nur eins...

P.P.S.: Manchmal kotzt mich Blogigo an! Zum Beispiel wenn es darum geht, ein Youtube-Video ins Blog zu stellen. Argh!