Twittern
Es gibt durchaus Zeiten, da esse ich sehr häufig Tiefkühlkost, und so werde ich es auch in Zukunft mit diesem Blog handhaben, also darauf zugreifen, wenn ich Lust habe auf eine virtuell-textuelle Pizza.
Übrigens vergleiche ich das Bloggen bewusst mit dem Vorgang des Pizzaessen, weil das meistens lecker ist und satt macht. Damit schlage ich direkt die Brücke zu Twitter, was ich eher mit Nasi Goreng vergleiche, einem wie ich finde nicht schmackhaften Tiefkühlgericht, das höchstens sättigt, aber mir persönlich ansonsten wenige Vorzüge bietet. Geschmackssache, wie immer.
Dennoch die Frage an alle Twitterer: Wieso twittert man? Bei Zapp sah ich neulich, dass u.a. Bundestagsabgeordnete dieses Medium benutzen, um den Wähler zeitnah z.B. über Parteitage und deren Inhalte zu informieren. Dennoch schrieben auch diese Politiker, dass sie abends ne fette Currywurst aßen. Was hat das dann noch mit relevanten Informationen zu tun? Ein Blog ist in diesem Sinne auch irrelevant, aber es fördert wenigstens nicht die Sprachverarmung, weil man nicht gewzungen ist, sich im SMS-Stil auf 140 Zeichen zu beschränken.
Sind beide virtuellen Kommunikationsmittel komplett überflüssig? Womöglich ja. Aber ist man als Twitterer nicht stärker an die Leser bzw. Abonnenten gebunden? Wahrscheinlich auch eher nicht, wie beim Bloggen auch. Also, liebe Twitterer, belehrt mich, denn es interessiert mich wirklich: Wieso twittert ihr?
