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<title>Kleine Erdnuss</title>
<link>http://www.blogigo.de/Kleine_Erdnuss</link>
<description>Jawohl. Ich bin nostalgisch. Gefühlsduselig und irrational. Jawohl. Ich bin eine Mama.</description>
<language>de</language>
<dc:creator>sunnysightup</dc:creator>
<dc:publisher>sunnysightup</dc:publisher>
<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 14:29:00 +0100</pubDate>
<sy:updatePeriod>daily</sy:updatePeriod>
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<title>Onkel Johann plätschert lustig in der Badewanne</title>
<description>Kennt jemand das beliebte Gesellschaftsspiel &amp;quot;Papa plätschert lustig in der Badewanne&amp;quot;? Ich hab mal im Bekanntenkreis rumgefragt, es kennen erstaunlich wenig Leute. Das Spiel geht so:  Der genannte Satz wird auf ein DIN-A4 Papier geschrieben. Die Satzglieder bekommen Spalten. Immer abwechselnd dürfen die Mitspieler eines dieser Satzglieder (entsprechend: Subjekt (Eigenname, Person), Prädikat, Adverb modal, Adverb lokal eingeteilt in Präposition, DefArt und Substantiv, das auf Ort referiert) hinschreiben. Das wird dann jeweils weggeknickt. Dann ist der nächste dran. Danach wird auseinandergefaltet und vorgelesen. Es ergaben sich bei unserem ersten Spielversuch folgende Sätze, ander Rechtschreibung könnt ihr sehen, welche die Erdnuss sich ausgedacht hat 
 
 Der Bauarbeiter schwimt pupsend mitten im BET.
 
 
 
 
Die Putzfrau pupst FliGend um die Wüste
 
 
 
 
Di gAns ALte OMa springt schreiend über die KaKwurstREgenrine.
 
 
 
 
Der Zahnarzt piselt rülpsend neben den...</description>
<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 14:29:00 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Kleine_Erdnuss/Onkel-Johann-plaetschert-lustig-in-der-Badewanne/297/</link>
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<title>fast ohne worte</title>
<description> 
oh, sie sehen so unbeschreiblich wahnsinnig unsagbar...
 
 
wow...
 
 
sie sehen so...
 
 
so... 
 
 
so süß aus im schlaf.
 
 
so verletzlich. 
 
 
und gleichzeitig so unantastbar.
 
 
so kostbar.
 
 
so voller vertrauen.
 
 
der mund leicht geöffnet, die hände auch... 
 
 
diese leichtigkeit im gesicht.
 
 
alle muskeln schlafen.
 
 
und die seele wandert... 
 </description>
<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 23:46:48 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Kleine_Erdnuss/fast-ohne-worte/295/</link>
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<title>Mut</title>
<description> 
&amp;quot;Im Schwimmbad gab es ein Becken, das war eiskalt!&amp;quot; Die Erdnuss war auf einem Ausflug mit Kevin und seinen Eltern. Ein Spaßbad mit allen Schikanen. Riesenrutsche. Wellenbad. Außenbecken. Der ganze Schnickschnack. Und eben das Kaltwasserbecken.
 
 
&amp;quot;Ich bin da nicht reingegangen.&amp;quot;
 
 
&amp;quot;Nee. Das wär ich auch nicht.&amp;quot;
 
 
&amp;quot;Der Kevin ist rein!&amp;quot;
 
 
&amp;quot;Echt?&amp;quot;
 
 
&amp;quot;Ja.&amp;quot;
 
 
&amp;quot;Wow. Mutig!&amp;quot;
 
 
&amp;quot;Bin ich jetzt feige?&amp;quot; Blitzschnell die Frage. Blitzschnell! Das Thema arbeitet also weiter. 
 
 
Ich muss lachen. &amp;quot;Naja. Man muss ja nicht alles machen, oder?&amp;quot;
 
 
&amp;quot;Nee. Ich hatte auch gar keine Lust dazu.&amp;quot;
 
 
&amp;quot;Na siehste. Dann wär es nicht mutig, sondern sogar ein bisschen dumm.&amp;quot; 
 
 
&amp;quot;Mut ist komisch.&amp;quot;
 
 
&amp;quot;Ja?&amp;quot;
 
 
&amp;quot;Es sind so viele Sachen mutig.&amp;quot;
 
 
&amp;quot;Ja. Das stimmt.&amp;quot;
 
 
&amp;quot;Die Wahrheit sagen ist mutig.&amp;quot;
 
 ...</description>
<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 09:33:00 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Kleine_Erdnuss/Mut/294/</link>
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</item><item>
<title>Tränen im Schnee...</title>
<description> 
Schnee! All die weiße Pracht. Überall liegt sie und lädt ein zu allerlei Spaß. So dachte ich. So dachte vielleicht auch die Erdnuss, aber heute nachmittag hatte sie es sich spontan anders überlegt. Mit ihrem besten Freund Kevin sind wir losgezogen. Den Schlitten im Schlepptau. &amp;quot;Ich freu mich!&amp;quot; krähte Kevin vergnügt. &amp;quot;Ich nicht!&amp;quot; schmollte die Erdnuss. Ach, dachte ich, das wird sich geben, sobald wir einen Hang runtergebrettert sind. 
 
 
Nun. So kann man sich täuschen. Die Erdnuss sah den Hang (der - iiiiiihk - WIRKLICH sehr steil war) und verweigerte. Sie verweigerte mit allem, was sie hatte. Fette Tränen kullerten ihre Wangen herab, während Kevin und seine Mama &amp;#39;Juchhu&amp;#39; schreiend den Berg runterfuhren. Ich versuchte zu trösten, aber wenn bei der Erdnuss einmal so eine Stimmung angefangen hat, dann hört sie so schnell nicht mehr auf. ALLES wurde in die Waagschale geworfen: &amp;quot;Ich habe ANGST!&amp;quot; und &amp;quot;Es ist mir SO peinlich!&amp;quot; über &amp;quot;Der...</description>
<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 21:33:00 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Kleine_Erdnuss/Traenen-im-Schnee/293/</link>
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<title>Onkel Marius</title>
<description> 
Als Onkel Marius die kleine Erdnuss das erste Mal erblickte, war er um die 26 Jahre alt. Er hatte mit Kindern so viel am Hut wie mit Origami oder Töpfern. Ein Mittzwanziger, der unglaublich wenig Zeit hatte, weil er so unglaublich viel leben und arbeiten musste. Ich kannte ihn nicht besonders gut. Habe ihn auch bis heute nicht besser kennen gelernt. Es ist halt Marius. Immer hektisch. Immer höflich. Immer kurz angebunden.  
 
 
Als wir ihm die Erdnuss damals als drei Tage altes Würmchen in die Arme legten, sagte er nicht viel. Er saß nur da und traute sich nicht mehr auch nur die kleinste Bewegung zu machen. Das Bündel verschwand fast in seinen langen Armen. Marius ist beinahe absurd groß. Er schaute aus seiner Schwindel erregenden Höhe auf den Minimenschen herunter, der sich manchmal genüsslich räkelte und diese unglaublich niedlichen Schnaufer von sich gab, und hielt still. Neben ihm saß wie immer seine Freundin Yvonne (zu der ich immer Iwonne sage) und langweilte sich (ebenfalls wie...</description>
<pubDate>Tue, 29 Dec 2009 01:20:55 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Kleine_Erdnuss/Onkel-Marius/292/</link>
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<title>Weihnachten bei Fam. Erdnuss</title>
<description> 
So. Jetzt isses auch schon fast wieder vorbei. Und wie jedes Jahr frage ich mich, was denn all die Aufregung soll. Alle möglichen Gefühle werden in dieses Fest projiziert. Drei Tage. Drei winzig kleine Tage im so großen Jahr. 
 
 
Und dann all die Rituale. Schon allein für den Heiligen Abend. Baum schmücken. Kirche. Bescherung. Gutes Essen. Weihnachtslieder. Kerzen. So allein hört sich das ganz schön an. Aber was da alles dran hängt. An Organisation. Erwartungen. Absprachen. Arbeit. Wir machen es uns so verdammt schwer. Ich versteh es nicht. Ich versteh es einfach nicht. Vielleicht bin ich einfach nicht der festliche Typ. Vielleicht funktioniert es bei mir einfach nicht auf Knopfdruck. Ich kann nicht anders: Ich finde es albern.
 
 
Projektion. Das ist ja auch so ne systemische Sache, nä? 
 
 
Die Erdnuss fand es lustiger, das Lametta in ihrem Haar zu verteilen. Dass es nachher nicht mehr zu gebrauchen war, ließ zuerst ein Grummeln in meinem Bauch entstehen. Aber dann dachte ich:...</description>
<pubDate>Sat, 26 Dec 2009 20:07:00 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Kleine_Erdnuss/Weihnachten-bei-Fam.-Erdnuss/291/</link>
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<title>Halb neun...</title>
<description> 
Jetzt müsste ich doch was gehört haben? 
 
 
Halb neun...
 
 
Sie haben meine Handynummer.
 
 
Festnetz auch...
 
 
Sie ist gut angekommen.
 
 
Bestimmt.
 
 
Oh Gott. Das will ich nicht noch mal durchmachen.
 
 
Und ich weiß genau, dass es erst der Anfang war... 
 </description>
<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 08:29:00 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Kleine_Erdnuss/Halb-neun/290/</link>
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<title>Bis ans Ende der Straße...</title>
<description> 
Die Erdnuss geht immer mit ihrer Mädchenclique in die Schule. Ich bring sie an die Ecke und dann gehen sie weiter. Einen Kuss darf ich dann nicht mehr. Sie winkt cool, stellt sich grinsend neben Catrina und geht los. 
 
 
An die Ecke bringen heißt ungefähr 75 m bis ans Ende der Straße... 
 
 
Heute (weiß der Teufel, warum er mich geritten hat) frag ich also: &amp;quot;Meinst du, du kannst mal alleine bis an die Ecke gehen?&amp;quot;
 
 
&amp;quot;Klar.&amp;quot;
 
 
WAS? Bitte was? Was hab ich denn da überhaupt geFRAGT? Wieso entschlüpfen einem solche Sachen? Wie kommt man denn bitte auf so was? SIE IST SIEBEN JAHRE ALT! SIEBEN! Sie kann doch nciht an die Ecke gehen. Allein. Das GEHT DOCH nicht!!!!
 
 
Aber gleichzeitig ist sie eben auch so cool. Sie stellt sich an die Tür, wir hören das Klingeln des Telefons. Catrina und der Rest sind losgegangen. DIe Erdnuss steht gestiefelt und gespornt grinsend an der Tür: &amp;quot;Na, dann geh ich mal, nä, Mama?&amp;quot;
 
 
&amp;quot;Äh. Ja.&amp;quot;
 
 ...</description>
<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 07:56:00 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Kleine_Erdnuss/Bis-ans-Ende-der-Strasse/289/</link>
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<title>Die Erdnuss sucht das Supertalent</title>
<description> 
Am Samstag abend haben wir es uns vorm Fernseher gemütlich gemacht. Bis zur ersten Werbepause Supertalent gucken war die große Ausnahme. Der Herr Papa geht auf eine Party, die Damen liegen im Bett und schauen Bohlen und Co. Naja. Dieser Boxkampf wird erstmal weggezappt, der war dämlich. Überhaupt ist die Sendung dämlich, aber mit der Erdnuss macht es Spaß. Als die ersten Talente anfangen, grinsen wir uns an und heben unsere Daumen. Nach oben heißt super, zur Seite solala, nach unten scheiße. (Jawohl. Scheiße.)
 
 
Wir sind uns einig, dass die ersten paar einfach nur solala sind. Richtig Scheiße ist keiner, aber die Erdnuss will auch für keinen anrufen. Ich auch nicht. Die Rockband mit Flashdance-Cover kriegt von der Erdnuss zwei Daumen. Daumen hoch für Coolness, solala für Gesang. Bislang die besten. Dann kommt das magersüchtige Emogirl mit dem verstorbenen Papa, was die Erdnuss unglaublich traurig findet. Gespannt lauschen wir den Klängen von hijo de la luna...
 
 
Wir schauen uns...</description>
<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 08:11:00 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Kleine_Erdnuss/Die-Erdnuss-sucht-das-Supertalent/288/</link>
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<title>Das nervt VOLL!</title>
<description> 
&amp;quot;Mama! Jetzt hör doch mal auf!!! Das NERVT VOLL!&amp;quot;
 
 
Tja. Jetzt hab ich den Salat. Ich nerve VOLL. Ich nerve nicht einfach nur so rum. Ich nerve VOLL. Und so unerwachsen dieser Spruch auch ist, so erwachsen ist er auch. Und so sehr sie grade zeternd und mordio schreiend nach sich selbst sucht, so sehr findet sie sich auch. &amp;quot;Räumst du dein Zimmer auf?&amp;quot; &amp;quot;Klar.&amp;quot; &amp;quot;Ziehst du dich jetzt bitte an.&amp;quot; &amp;quot;Mach ich.&amp;quot;
 
 
Klar? Mach ich? Hä? Wo sind die Trotzanfälle? 
 
 
&amp;quot;Mama? Haben wir es sehr eilig?&amp;quot;
 
 
&amp;quot;Warum?&amp;quot;
 
 
&amp;quot;Ich frag mich, ob ich noch Zeit habe, das Buch aus der Bücherei noch ein Stück zu lesen.&amp;quot;
 
 
Nicht nur, dass sie liest. Sie fragt auch noch, ob ZEIT ist. Zeit... Sie hat ein unwiderrufliches Empfinden für Zeit gefunden. Für Regeln. Und Vernunft. 
 
 
Schade.
 
 
Und doch so wichtig.
 
 
Um mitzumachen da draußen. 
 
 
Und das tut sie...
 
 
Wie schön. 
 </description>
<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 23:17:25 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Kleine_Erdnuss/Das-nervt-VOLL/287/</link>
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<title>eine kleine geste</title>
<description> 
und da kam sie in die küche, die kleine maus, die ich kaum mehr noch als &amp;#39;kleine maus&amp;#39; bezeichnen kann. sie sah mich an und wollte was sagen. und dann war da dieser halbüberraschte blick, den wir alle drauf haben, wenn wir niesen müssen. sie nieste. ganz doll. 
 
 
&amp;quot;uiuiui!&amp;quot; sage ich mitfühlend.
 
 
und dann tut sie etwas herzzerreißendes. sie schaut gar nicht zu mir. beiläufig zieht sie ein zerknülltes taschentuch aus der seitentasche ihres geringelten kleides und wischt sich in zwei schwingenden, geistesabwesenden bewegungen über ihr kleines näschen, das so winzig lange nicht mehr ist. &amp;quot;ach&amp;quot;, sagt sie schniefend und öffnet den kühlschrank. &amp;quot;das ist nicht so schlimm, wie es sich anhört...&amp;quot;  
 
 
und ich hatte wieder dieses bild von ihr. ein großes mädchen. bewusst und unabhängig in der welt stehend. eigenständig. für sich. eine starke persönlichkeit. die ihren weg machen wird. und das ging mir so schrecklich ans herz, so tief hat mich...</description>
<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 00:45:00 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Kleine_Erdnuss/eine-kleine-geste/286/</link>
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</item><item>
<title>muttersorgen</title>
<description> 
ich arbeite zu viel. viel zu viel grade. mit dienstreisen und leben aus dem koffer. passt nicht. passt ganz und gar nicht. aber das geld muss reinkommen. und ich fühle mich schlecht. schlecht so schlecht.
 
 
heut morgen sind wir auf dem schulweg in einen platzregen geraten. die erdnuss war ausser sich. wir haben uns untergestellt und sie weinte und weinte. so gut es geht, habe ich sie getröstet. den schirm über sie gehalten. mein hosenanzug bis auf die haut durchnässt.
 
 
gestern nacht kam ich erst von einer dienstreise nach hause und gleich steht wieder der fahrer vor meiner tür, um mich zum nächsten vortrag abzuholen.
 
 
klingt mondän?
 
 
klingt urban?
 
 
fühlt sich scheiße an.
 
 
zerrissen zwischen den rollen.
 
 
ich werd grade niemandem gerecht. 
 
 
bin traurig. 
 
 
und fühle mich schuldig.
 
 
und denke so viel an die, die ich liebe.
 
 
mehr kann ich grade nicht tun.
 
 
mehr  geht eben grade nicht...
 </description>
<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 10:29:58 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Kleine_Erdnuss/muttersorgen/285/</link>
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<title>uralte ungelöste fragen</title>
<description> 
in der morgendlichen dunkelheit taumelte ich durch die wohnung. ich hasse es, so früh aufzustehen. es ist nicht meine zeit - ich finde mich nicht. die düsterkeit eines traumes hielt mich noch umfangen, während ich ein pausenbrot zurechtzimmerte, die brotdose klemmte, der käse war alle und der kaffee irgendwie kalt. 
 
 
ich schlich mich leise in das erdnusszimmer. ich hasse es früh aufzustehen, aber noch mehr hasse ich es, sie zu wecken. schrittchen für schrittchen näherte ich mich ihrem bett. ihre beinchen lugten aus der decke heraus, ein großer verträumter haufen schlaf türmte sich vor mir auf mit blonden verkringelten haaren und leisen schnaufenden geräuschen. 
 
 
ich kann nicht widerstehen. ich kletter die leiter hoch und leg mich ein bisschen zu ihr. geb ihr einen kuss und schaue ihr beim erwachen zu. und sie erwacht. sieht mich. lächelt. und umschlingt mich mit ihren weichen armen. &amp;quot;mama?&amp;quot; flüstert sie in mein ohr. 
 
 
&amp;quot;ja.&amp;quot; flüster ich lächelnd...</description>
<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 08:10:24 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Kleine_Erdnuss/uralte-ungeloeste-fragen/284/</link>
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<title>email an die maus</title>
<description> 
 libemaus  warom  waksen  di  mandarinen  so  in stöken  geteilt?  bei  einem  apfel istdas  nicht  so.  untbei  der  manderine  doch   
di  apfelsine  est  eine  enleche  opst  sote  wal  si  auch so enstöken geteiltsent unt wist ir auch warom ich das gefrakt habe wal ich di manderinen sogerne mak unt wir haben auch in unsa küche gans file manderinen unt wir haben sofile mnderinen in der küche das esfast eine überswemun gipt 
unt üpregens mak ichdimaus ser gerne wal si ser lu sdich ist unt noch filesfiles mer sum bei spil ist si ser slau unt darum hofe ich das si meine frage beantwoten kan unt noch file grüsedeine erdnuss 
 
 
&amp;nbsp;
 
 
Ich bin fassungslos. Wenn man einmal nicht hinguckt... 
 </description>
<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 14:20:23 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Kleine_Erdnuss/email-an-die-maus/283/</link>
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</item><item>
<title>alt und neu</title>
<description> 
Langsam zerbröselt die Erdnuss ihr mühselig gebautes gelbes
Legoflugzeug. Sie gibt mir schweigend die größeren Teile, damit ich sie
in die aberwitzig winzigen Einzelteile weiter zerlege. Wir arbeiten
stumm nebeneinander im schwindenden Licht des Herbstnachmittags und
gehen unseren Gedanken nach.
 
 
&amp;quot;Es ist ein komisches Gefühl,&amp;quot; die Erdnuss bricht leise das Schweigen, &amp;quot;irgendwie wie verkehrte Welt.&amp;quot;
 
 
Ich
weiß genau, was sie meint. Eine Woche zuvor haben wir zwei Stunden
damit verbracht, das Flugzeug zu bauen. Jetzt soll ein Hubschrauber
daraus werden. Der Weg ist das Ziel... Ich nicke und summe ein &amp;quot;Mmh-mmh&amp;quot;
 
 
Sie fährt fort: &amp;quot;Es hat so lange gedauert, das hier zu bauen. Und jetzt? Nehmen wir es auseinander.&amp;quot;
 
 
Einig schweigend bröseln wir weiter. 
 
 
Die
Erdnuss schnaubt plötzlich in einer Mischung aus Überraschung und
Belustigung. &amp;quot;Dabei ist es ganz natürlich.&amp;quot; Sie zuckt mit den Schultern
und führt eine...</description>
<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 10:18:00 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Kleine_Erdnuss/alt-und-neu/282/</link>
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</item><item>
<title>Man hört nur mit dem Herzen gut.</title>
<description> 
&amp;quot;Mama?&amp;quot;
 
 
... 
 
 
&amp;quot;Maaaaaamaa!&amp;quot;
 
 
...
 
 
&amp;quot;Mama-ha?&amp;quot;
 
 
...
 
 
&amp;quot;MAAAAAMAAAAAAAAAAAA!&amp;quot; 
 
 
&amp;quot;JA-HA!&amp;quot; brülle ich laut aus dem Badezimmer, die Waschmaschine läuft, ich flitze zwischen kleinen Klamottenhäufchen durch die Wohnung, die ganz kurz aufblitzende Sonne zeigt mir, dass die Fenster dringend mal wieder geputzt werden müssten bzw. dass die letzte Putzaktion richtig peinliche Streifen hinterlassen hat, in der Küche steht der Putzeimer in einer Pfütze, die sich aus dem kleinen Riss langsam und stetig ausbreitet, der Esstisch ist übersät von Quittungen, Zeitschriften und kleinen Papierchen, von der halbgepackten Riesentüte mit der Sommerkleidung mal ganz abgesehen, und der Ruf &amp;quot;Mamaaa!&amp;quot; übertönt die Fußballberichterstattung aus dem Radio.Kurz: Stress. Genauer: Haushaltsstress, und ich weiß nicht, ob ich schon erwähnte, dass ich in der Haushaltbewältigung ungefähr zwischen 3- und 4+ angesiedelt bin....</description>
<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 10:29:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Kleine_Erdnuss/Man-hoert-nur-mit-dem-Herzen-gut./281/</link>
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</item><item>
<title>Grenzen...</title>
<description> 
Es begab sich vor ungefähr sechseinhalb Jahren, als die Erdnuss noch ein winzig kleines Würmchen von vier Monaten war, da gingen wir spazieren. Vater Mutter Kind im beginnenden Frühling. Sie war ducrh nichts dazu zu bewegen grade in ihrem Kinderwagen zu liegen, also waren wir dazu übergegangen, sie entgegen der Hinweise in Broschüren udn Ratgebern ein bisschen erhöht zu setzen. 
 
 
Sie schaute uns an. Ernst. Mit wissender Abschätzigkeit. Sie hielt unseren Blicken stand. Minute um Minute. Ihr fester Blick wanderte von ihrem Vater zu ihrer Mutter. Sie registrierte. Verarbeitete. Ordnete ein. 
 
 
Dem Vater dieses zauberhaften Kindes ist damals ein Seufzer entschlüpft. &amp;quot;Sie ist uns haushoch überlegen.&amp;quot; hat er gesagt und mich bedeutsam angesehen. Ich wusste genau, was er meinte. Und bei dem heutigen Dialog beim Abendessen musste ich wieder daran zurückdenken.
 
 
&amp;quot;Essen Schweine wirklich alles, Mama?&amp;quot;
 
 
&amp;quot;Ja. Schweine sind Allesfresser.&amp;quot;
 
 
Die...</description>
<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 21:12:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Kleine_Erdnuss/Grenzen/280/</link>
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</item><item>
<title>Ich zähl bis drei.</title>
<description> 
Von &amp;quot;Ich zähl bis drei.&amp;quot; kann man halten, was man will. Bei der Erdnuss hat es immer geklappt. Mal spielerisch, mal ernst, mit eins, zwei und ..., kam ich immer weiter, wobei ich nie drei sagen musste, vielleicht weil ich einmal konsequent bei drei den Spielplatz verlassen oder tatsächlich nix mehr vorgelesen habe, ich weiß es nicht mehr.
 
 
Letztens kletterte sie auf mir herum. Das war lustig, das war toll, aber irgendwann wurde es mir zu viel - ich sagte: &amp;quot;Erdnuss, geh mal kurz runter von mir.&amp;quot; &amp;quot;Nee-hee.&amp;quot; war die kichernde Antwort. &amp;quot;Ich mein es Ernst,&amp;quot; lache ich. &amp;quot;Na-hein. Meinst du nicht.&amp;quot; &amp;quot;Bitte, Erdnuss, geh runter. Das ist jetzt echt zu viel.&amp;quot; &amp;quot;Zu vie-hiel, po-pie-hil.&amp;quot; (Habe ich den positiven Einfluss der Schule eigentlich schon erwähnt?) Jedenfalls denk ich genug jetzt und spreche die Zauberformel: &amp;quot;Ok. Ich zähl bis drei. Eins, zwei und...&amp;quot; Sie verharrt. Man spürt ihre Anspannung, aber sie bewegt sich...</description>
<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 00:11:36 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Kleine_Erdnuss/Ich-zaehl-bis-drei./279/</link>
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</item><item>
<title>Vergleiche hinken...</title>
<description> 
Es hat so schrecklich lang gedauert, bis wir uns aufraffen konnten
heute. Geplant war eine Fahrradtour. Nur ich und die Erdnuss. Die
Trödelei schien kein Ende zu nehmen. DIe Erdnuss lümmelte auf dem Sofa
, ich wischte lustlos in der Küche rum, packte mal hier und da ein Teil
fürs Picknick ein und die Zeit zog scih in die Länge. Keiner von uns
wollte so richtig los. Warum verzögert man nur schöne Dinge? Aus Angst
vor Enttäuschung? Weil es Kraft kostet zu starten? Aus mangelndem
Vertrauen? Mangelnde Energie? Isch weeses nit, irgendwann sprach ich
ein Machtwort, stemmte mich gegen den inneren Schweinehund und gegen
den der Erdnuss und irgendwann riss sie diese waberige Hülle aus Faul-
und Unentschlossenheit. Schon auf der kleinen Straße vor unserem Haus
streichelte uns der kühle Wind, die Sonne ließ den blauen Himmel
strahlen, die Bäume rauschten in unseren Ohren und wir grinsten uns
fröhlich an. &amp;quot;Macht Spaß, nä, Mama?&amp;quot; &amp;quot;Ja!&amp;quot; strahl ich zurück. Und wir...</description>
<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 19:37:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Kleine_Erdnuss/Vergleiche-hinken/278/</link>
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<title>nicht genug</title>
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ich kann immer noch nicht genug bekommen von diesen kleinen menschen,
wie sie mit ihren riesenranzen die treppe hocheiern. ich kann mich noch
dran erinnern an diese ersten schultage, an das gewusel, den
geräuschpegel in dem großräumigen treppenhaus, alles war riesig und
unübersichtlich und mit jedem tag wuchs der stolz darüber, dass ich mir
eine kleine ecke mehr erearbeitet habe, mich sicherer fühle, die
toiletten finde und die turnhalle..
 
 
es war auch eine zeit der unsicherheit, eine unsicherheit, die ich
einfach so hinnahm, die ich nicht in frage stellte, weil ich sie nicht
in frage stellen konnte. 
 
 
die erdnuss liebt die schule, sie liebt den unterricht, liebt ihre
lehrerin. auf dem bild in der lokalpresse strahlt sie in die kamera,
selbstbewusst und stolz.
 
 
und ich kann nicht genug kriegen von dem bild, wie sie mit ihren
riesenranzen die treppe hocheiern, selten, ganz selten dreht die
erdnuss sich um und grinst mich noch mal an..
 
 
in die wehmut mischt sich...</description>
<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 18:00:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Kleine_Erdnuss/nicht-genug/277/</link>
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