*~*Aus meinem Leben möcht ich erzählen*~*

01.04.2006 um 23:16 Uhr

Harry Potter

Ja, ich bin ein bekennender Harry Potter Fan, nur von den Filme, die Bücher hab ich noch nie gelesen.

Mein Freund hat mich heute zu Ikea geschleppt und ich hab verschiedene Dinge gekauft. Auf einmal ruft mein Großer an um uns zu erzählen, dass er gerade in der Videothek war und einen Harry Potter 4 ergattert hat. Er würde jetzt auf uns warten, damit wir ihn gemeinsam schauen können.

Ich hab ihn im Kino nicht gesehen, es kam damals immer etwas dazwischen. Jetzt hab ich ihn gesehen und er gefällt mir nicht so gut wie die 3 ersten Filme.

 

Hatte ich erwähnt, dass heute früh 3 rote Rosen auf meinem Nachttisch standen? Wenn es mir schlecht geht, vergesse ich solche Dinge, weil ich mich nicht daran erfreuen kann.

Er bemerkt, dass es mir nicht gut geht, aber er kann nicht aus seiner Haut, oder er will nicht... Mit solchen Gesten versucht er das dann auszugleichen. Auch Ikea ist so etwas. Er weiß wie gerne ich shoppen gehe und wir haben auch wieder herrlich viele unnötige Dinge gekauft.

Und wir haben ein Futonbett für meine Freundin gekauft. Nächste Woche kommt sie für eine Woche zu uns und sie hat mich gebeten, ihr ein "richtiges" Bett zu besorgen, weil sie nun schon ein altes Mädchen ist und nicht mehr so gut auf Luftmatratzen schläft  

Es geht mir ein wenig besser, aber ich bin noch sehr traurig.

Morgen bin ich den ganzen Tag weg, vielleicht wird es so besser.

01.04.2006 um 14:07 Uhr

Unabänderliche Tatsachen

"Bist Du glücklich?"

"Ja klar, welche Frau wäre nicht glücklich, wenn sie Vollzeit arbeiten gehen darf, danach in den Kindergarten rennt um den Kleinsten abzuholen.
Zwischen drin natürlich fürsorglich für die ganze Familie kocht. Dem Mann in der Früh die Brote richtet, weil er sonst maulig wird. Den Kinder Morgen für Morgen die selbe Schallplatte abspult: geht bitte ins Bad, putzt Euch bitte die Zähne, habt Ihr eure Schulbrote schon fertig, räumst Du bitte Deinen Schlafanzug ins Bett, lüftest Du bitte Dein Zimmer usw.

Natürlich ist eine Frau mit einem solchen Leben glücklich. Sie darf fast den ganzen Haushalt alleine schmeißen - für die groben Arbeiten hab ich ja ne Putzfrau. Wäsche, tägliche Reinigungsarbeiten, Hausaufgaben der Große und Unterhaltung des Jüngsten sind doch pure Erholung.
Ganz zu schweigen von den allabendlichen Aufräumarbeiten, wenn die Kinder endlich im Bett sind. Natürlich ist man glücklich, wenn man so ein erfülltes Leben führen darf!"

Sag ich so was laut? Nein, natürlich nicht. Denn das würde nur wieder zu endlosen Diskussionen führen, dass er dafür das Auto betankt und nach dem Öl schaut, oder das Auto in die Werkstatt fährt wenn was kaputt ist. Und Einkaufen geht er schließlich auch mit. Und in der Früh bringt er den Kleinen in den Kindergarten. Ist doch alles gerecht verteilt, oder?

Dieses "gerecht verteilt" lässt mich sehr nachdenklich werden. Denn daran sieht man, was er für eine Wertschätzung für die Arbeit einer voll berufstätigen Hausfrau/Mutter hat. Er sieht scheinbar nicht, was in diesem Haushalt alles anfällt. Nee, warum auch, wenn zu viel rumliegt motzt man eben mal und die Alte rennt und macht alles weg, aus Angst, dass er noch mehr rummault, oder gar die Kinder anhält die Arbeiten zu erledigen.

Also schufte ich Tag für Tag und er wundert sich Samstags früh, warum ich nicht eine Stunde entspannt im Bett liegen kann. Ich kann nicht mehr entspannten. Ich bin ständig angespannt und hab den Kopf voll mit Dingen, die noch erledigt werden müssen.

Fühle mich ständig überfordert und müde. Finde keine Ruhe mehr. Kleinigkeiten nerven mich. Immer wieder kommen mir einfach so die Tränen. Ich kann mich an nichts mehr erfreuen.

Hab ich so ein Leben gewollt? Natürlich nicht, aber ich finde kein Anderes.

Immer wieder sagt er, dass er meine ehrliche Meinung hören will, dass ihm etwas daran liegt. Aber wenn ich sie dann sage, fangen diese endlosen Diskussionen wieder an. Dann bringt er gegen jedes Argument das ich habe 4 Gegenargumente. Ich habe nicht die Kraft für solche Gespräche. Also stimme ich ihm meistens zu. Dann ist Ruhe.

Ich glaube, dass nennt man Resignation. So war es bei meinen Eltern auch. Mein Vater fing an zu schreien und meine Mutter war still. Hab ich dieses Verhalten übernommen? Weil ich nie gelernt habe, dass es etwas anders gibt?

Ich vermute es fast, auch wenn ich es nicht wahrhaben will. Ich denke auch, dass ich es nicht ändern kann, denn mir fällt kein Weg ein diesen Weg zu verlassen....