jung und desillusioniert - reloaded

06.12.2011 um 15:03 Uhr

Mit Stumpenkerzen gegen die Dunkle Seite

Sie werden schon gemerkt haben, dass ich keine Freundin von saisonal motivierten Posts bin. Es sei denn, diese machen sich über saisonal motivierte Posts lustig – oder es geht um Musik:

Verehrte Leserschaft! Jahresendzeitstimmung macht sich allerorten breit, und damit meine ich nicht die Torschlusspanik, welche die Piratenpartei offensichtlich befallen hat, als die neulich „Bastel dir ein Wahlprogramm“ gespielt haben und alle guten Punkte schon weg waren, und auch nicht die Friedhofsstimmung, die sich im Bundestag breit macht, wenn Angela schon wieder mit der ollen Eurokrise nervt. Nö! Kann doch wirklich keiner mehr hören.

Was sie aber definitiv HÖREN sollten in dieser – ja, ich scheue nicht vor dem bösen Wort zurück – Weihnachtszeit, ist das schon länger auffällig um den Platz des besten Albums des Jahres buhlende Ceremonials von Florence und ihrer (Plätzchenback?-)Maschine. Vielleicht halten Sie die ja schon wieder für oll. Ick find'se toll. Und komme erst jetzt damit rum, weil ich grade wieder mal meine Plattensammlung für suizidale Wintertage quäle, während ich mit einer Stumpenkerze versuche, laserschwertähnlich die Dämonen der Finsternis zu vertreiben. Die richtige Festtagsmucke also, um mit zwei Katzen und einer Tasse Glühwein (wahlweise Kindercola) schnuffig zu tun (wenn man das will)...

Florence hat sogar einen Song über das Gefühl geschrieben, dass einen morgens um 7 in der U12 auf dem Weg in ein glattes Berlin-Dahlem beschleicht (zumindest möchte ich mir das einbilden):



Ich hätte ziemlich gern ein musikalisches Tattoo von der Frau. Also jetzt, wenn man sich Sound irgendwo – auf den Allerheiligsten vielleicht – hintätowieren lassen könnte, ich würd's tun mit diesen schaurig schönen Melodien. Und jedesmal, wenn ich eine öffentliche Toilette benutzen würde, erklänge: shake it out, shake it out!

In diesem Sinne -