Anleitung zum Entlieben

14.09.2005 um 23:58 Uhr

Good News for Curd

von: Lapared

Irgendjemand hat ganz am Anfang mal kommentiert, ich solle versuchen, den Spieß umzudrehen. Damals konnte ich das nicht. Jetzt, ohne es zu wollen, habe ich so etwas Ähnliches wohl getan. Späte Bestätigung des Kommentars: It works. 119 tut, was eigentlich meine Spezialität war: er mailt, er ruft an, sogar mitten in der Nacht.

Und ich? Richte ich mich auf den nächsten Besuch des Holländers ein. Diesmal – aus Fehlern wird man klug - nur ein Kurzbesuch. Natürlich will er mit seinem Feuerwehrauto spielen. Ich bin sicher, wie die meisten Feuerwehrautos hat auch seins eine fantastische ausfahrbare Drehleiter. Na. Curd jedenfalls wird begeistert sein.

14.09.2005 um 18:29 Uhr

(Innnerlich:) Au... au.. . au..

von: Lapared

ICh leide stumm.



. Und in Übrigen arbeite ihc an eimen Gesetzesentwurf zurm Verbrot von Pferfferminztee...

P.S. L. sagt, wemm das verheillt ist,darf Hope kommnen.

14.09.2005 um 11:47 Uhr

Verletzung in der Naht und... Vom Arschgeigigsein

von: Lapared

Bevor sich die Stoff-Tierschützer formieren. (Obwohl Curd sich vehement gegen Stofftier wehren würde, auf seiner verzweifelten Selbstfindungsodyssee stapft er mit „seine kleine Füße“ immer noch tapfer die Fährte vom Lichtwesen aus einer anderen Galaxie entlang, wegen der spanischen Blitzlichtbilder eben, und heute Nacht hat er mit einer Nagelschere zornig sein „Made in China SURFACE WASHABLE“- Schildchen herausgetrennt und sich wegen seiner feinmotorischen Defizite, die trotz der täglichen Tippübungen keine bemerkenswerte Fortschritte machen, natürlich dabei verletzt - zum Glück nur in der Naht, das werden wir mit ein paar Stichen nähen müssen, das gibt ein Theater...)

Also, bevor sich die Stoff-Tierschützer formieren. Curd hat ein bisschen auf die Kacke gehauen. Ich will seinem kleinen roten Feuerwehrauto nichts. Ja, ich habe ihn „neurotisches Arschloch“ genannt, aber nur, weil ich Curd sein ihm selbst rätselhaftes Betragen gegenüber Hope verständlich machen wollte. Da habe ich ihm gesagt, dass eben in jedem von uns eine kleine, arschgeigige 119 steckt, die mal mehr und mal weniger unser Verhalten bestimmt, je nach dem, an wen wir geraten. Ich habe ihm erklärt, dass Dick mit seinem blöden Gesimse meine 119 weckt und Hope mit den unkontrollierten Signalen ihrer Denkknubbel offensichtlich seine. Dass wir manchmal vielleicht selbst 119 sein müssen um über 119 hinwegzukommen. Aber dass es drauf ankommt, dass man der Arschgeige in sich nicht auf Dauer die Kontrolle überlässt, und nicht anfängt, Spaß am Arschgeigigsein zu finden, sondern irgendwann eine Entscheidung trifft.

„Findest Du Hope tendenziell eher gut oder eher scheiße, Curd?“ hab ich ihn gefragt. Und Curd meinte, er wüsste noch nicht, und ob ich Hope nicht mal wieder den Flur runter zu ihm bringen könnte. So für einen Nachmittag. So ein, zwei Stündchen. Er würde ihr gerne mal sein kleines rotes Feuerwehrauto zeigen, mit der tollen ausfahrbaren Drehleiter. „Na klar, Curd“ habe ich gesagt und ihm kopfschüttelnd seine geknickten Empfängerchen gekrault, „was tu ich nicht alles für mein kleines neurotisches Arschloch...“

14.09.2005 um 00:39 Uhr

Urluabsvertretumg

von: Lapared

Füt mich interessiert sich wohl keimer mehr. Hmpfhhf. Aber zum Lück hgat L. gerade keine Lust zu schrieben. Wenn ich dann mal erzählerm darf...

Also. Es ist sooo komischh. Als Hope da war, wollte ich nur dass sie schnell weggeht. Und jetzt wo sie weg ist, wüntschte ich, sie wäre hier (aber nicht gliech wieder 3 Tage!) Ichg verstehe mich nicht. Ich bim mir ein großes Rätszel. Eim Mysterium, mmh.

Ich habe L. gefragt.Aber sie sagt, ich wäre ganz normal. Eim „ganz normales kleimes neurotishes Arschzloch“, hat sie gesagt. Dabei hat sie mri beruhgend meine kleime Empfängerchen gekrault. Trotmdem habe ich meimen Feuerwrhewagen in Sichetehiet gebracht. Nur vorsichteshalber.





P.S. Sie schickt nicht merh so viele Signale. Dasfinde ich ssehr sehr nett, weil ich jetz wieder in Ruhte Fernsehen guchken kann. Hachhh Hope...

13.09.2005 um 21:10 Uhr

Urlaubsvertretung

von: Lapared

Was soll ich sagen...

Stattdessen wieder einmal einer der weisen Liedtexte von Herrn Farin Urlaub. Heute speziell für meinen lieben Freund 119, auch wenn er es leider nicht lesen wird...

PORZELLAN
(von der CD „Am Ende der Sonne“ / Farin Urlaub)

das glück ist immer da, wo du nicht bist
du willst immer das, was du nicht kriegst
und du beklagst dich: es ist nicht fair

schön ist nur das, was du verpasst
du brauchst irgendwas, was du nicht hast
du bist nie zufrieden, du willst immer mehr

du wärst gern wie sie, du wärst gern wie er
du wärst gern jemand anders, hauptsache, irgendwer
glück gibt es überall, vielleicht auch hier –
es liegt an dir...


du siehst die anderen und dich pack die wut:
warum geht es dir schlecht und denen gut?
du fühlst dich einsam, du fühlst dich leer

du gehst an so vielen dingen achtlos vorbei
für immer sklave der angst, nie wirklich frei
mach dir das leben doch nicht so schwer

du wärst gern wie sie, du wärst gern wie…

vielleicht wirst du´s begreifen – irgendwann
und wenn’s soweit ist, bitte denk daran
glück ist zerbrechlich, fass es vorsichtig an –
wie porzellan


Und noch ein spezieller Gruß, der wohl auch nie ankommen wird: Ich bin nicht Mutter Theresa, Schatz. Trotzdem wünsche ich Dir, dass Du irgendwann etwas findest, was Dich glücklich macht – auch dann, wenn Du es haben kannst.

12.09.2005 um 23:41 Uhr

meim kleimes rotes Feuerwehrauto

von: Lapared

Typiksch. Jeztt muss ich wieder Hädnchen halten (als wemm cih keine eignem Sorgem hätte, suerfz).

Ich hab ihr gleich gersagt, sie soll so nicht schreiben an 119! AAber auf mich hört ja hier keimner. Jetzt ist er böse. Und sie weimt.



Er hat geschreiben, dass sie“die Magie“ kaputt gemacht hat!

Ich glabue, „die Magie“ ist so was wie meim kleimes rotes Feuerwehrauto. Wenn L. mein kleimes rotes Feurerwehrauto kaputt gemcht hätte, wäre ich auch böse.

Das berstehen Frauen ebne ncht.

12.09.2005 um 13:00 Uhr

Got Mail Schrägstrich The Seventh Sense

von: Lapared

Ich fass´ es nicht.

Eine Mail:

Schade, das wäre sicher ein Weltklasse F*** geworden, da bin ich ganz sicher. Es gibt Momente, in denen es einfach stimmt. Gestern war so einer.

Mein Erwiderungszwang:

Ein historischer F***, sicher. Für manche Menschen sind die besten F***s immer die, die sie verpasst haben.

Ich würde gerne schreiben, ich hätte noch

F*** you

darunter gesetzt. Aber das wäre gelogen.

12.09.2005 um 10:25 Uhr

Sonntagnachmittag

von: Lapared

Angenommen ich wäre ein Kamel. Angenommen, ich wäre ausgerechnet eines nieseligen Sonntagnachmittags, ausgerechnet zwischen Sportschau und Wahl-Duell, ausgerechnet in die Sauna bei ihm (und mir) um die Ecke gegangen. Angenommen, er hätte da plötzlich vor mir gestanden mit nichts als seinem kleinen Handtuch (weil die Zeiten vorbei sind, in denen ich meinen großen flauschigen Herren-Frotteebademantel für ihn mitgeschleppt habe). Angenommen, er hätte schweinegut ausgesehen (und viel hübscher als der Holländer). Angenommen, ich hätte mich von ihm in den Arm nehmen lassen und seinen vom kalten Duschen angenehm kühlen, vertrauten Körper auf meiner dampfbadwarmen Haut gespürt. Angenommen, ich wäre dann in einem Anflug plötzlicher Übelkeit aus dem Nassbereich geflüchtet, unter Zurücklassung meines Bademantels, meines Shampoos, meiner Bodylotion und Connie Palmens wunderwunderschönem Buch „I.M.“, das mit der literarisch und wohl auch sonst ziemlich bemerkenswerten Eingangsszene beginnt, dass sich die Liebenden, um die es geht, beim gegenseitigen Erblicken synchron in die Hose kacken, weil ihre Schließmuskel versagen, und das von einer Liebe erzählt, so groß, dass das Glück kaum zu fassen ist... angenommen, auch das hätte ich zurückgelassen im Nassbereich, wäre in den Trainingsanzug gesprungen, hätte meine Tasche, die leicht wäre, weil ja fast alles, was ich darin mitgebracht hätte, liegen geblieben wäre, unter den Arm geklemmt und wäre heulend nach Hause gerannt. Angenommen, das alles wäre an einem nieseligen Sonntagnachmittag so geschehen... Warum kann an dem darauf folgenden Montag nicht noch ein allerletzten Mal die scheiß Sonne scheinen. Dieses eine Mal noch. Nur damit ich ins Bad gehen und mich von anderen Männern anlächeln lassen kann.

Immerhin. Der Holländer simst „Du pist ein Engel“.

11.09.2005 um 23:59 Uhr

Du mich auch

von: Lapared

Eben habe ich das Handy wieder angeschaltet. Mit zusammengekniffenen Augen. 12 Nachrichten? 15? 20? Ich war auf alles gefasst. Nur darauf nicht: keine. Halleluja! Er begreift schnell, der kleine Tulpenmann. Zur Belohnung habe ich ihn angerufen.

Ich: Ich rufe nur an, um Dir zu sagen, wie froh ich bin, dass Du nicht angerufen hast.
Er: Sehr gut, das hat mich nämlich große Anstrengung gekostet.
Ich: Ich weiß das zu schätzen. Ich wollte Dich eigentlich zum Mond schießen, aber wie Du siehst, habe ich es mir anders überlegt
Er: Ich bin auch kein Freund von Fernreisen. Siehst Du, wir haben ähnliche Interessen! Also bist Du mit Venedig einverstanden?
Ich: Ich lege jetzt wieder auf.
Er: Du machst mich sehr glücklich.
Ich lege auf, ich schließe die Augen, ich atme aus.
Ich: DU… MICH… AUCH!

Ist es das? Sind das die Möglichkeiten, zwischen denen man sich (bestenfalls!) entscheiden darf: verhungern oder verschlungen werden? Gibt es denn nichts dazwischen?

11.09.2005 um 13:03 Uhr

Piep Piep! Piep Piep! Piep Piep! Piep Piep! ... (hier würde ich gerne - als verdeutlichende Übertreibung - ein Unendlich-Zeichen setzen, finde auf meiner Tastatur aber keine entsprechende Taste)

von: Lapared

Es macht mich wahnsinnig. 9.17 Piep Piep! (um mir mitzuteilen, dass er noch im Bett liegt und an mich denkt. – Und ich liege im Bett und habe bis zum Piepen geschlafen.) 9.36 Piep Piep! (um mir mitzuteilen, dass ich in seiner Phantasie mit ihm im Bett liege. - Welch enormer gedanklicher Schritt.) 9.49 Piep Piep! (um mir mitzuteilen, dass ich in seiner Phantasie mit ihm schlafe! – Schade, ich dachte ich würde vielleicht anfangen, eine Obstschale zu töpfern.) 9.57 Piep Piep! (um mir mitzuteilen, dass er gekommen ist. – Na fein. Wie war ich?)

Und so geht das seit Tagen. Am Anfang habe ich ihm nach solchen Attacken ein wohlwollendes „:-)“ gesimst. Immerhin hatte der Holländer – nein, nennen wir ihn in diesem intimen Zusammenhang doch ruhig ein wenig persönlicher beim Vornamen – immerhin hatte Dick vor mir onaniert, und ich wollte im Hinblick auf zukünftig nicht ganz auszuschließende Möglichkeiten keine bleibenden Schäden anrichten. Man weiß, wie sensibel diese Dicks manchmal sind. Also „:-)“.

Aber dann stand ich gerade mal unter der Dusche, mit nichts als dem Rauschen des warmen Wassers in den Ohren, somit taub für Piep Piep und nicht zur Stelle um „:-)“ zu simsen. Und so nahm die Geschichte einen ganz neuen Verlauf. Also, 9.57 Piep Piep! (um mir mitzuteilen, dass er gekommen ist. – Und körperpflegebedingt kein „:-)“.)

10.02 Piep Piep! („Böse?“ – Keineswegs. Ich dusche noch.) 10.04 Piep Piep! („Sorry, you are in my mind.“ – Yes, and still unter der Dusche.) 10.07 Piep Piep! („Allways! Every minute of the day!“ – Duschen ist eine herrliche Sache und so eine Haarkur muss nun mal 10 Minuten einwirken.) 10.09 Piep Piep! („Sorry, that was a mistake, I know.“ – Die Beine müsste ich mir auch mal wieder rasieren.) 10.12 Piep Piep! („I´m so sorry, please call me!“ – Erst das eine...) 10.14 Piep Piep! („I´m going mad, can I call you?“ - Dann das andere...) 10.15 Ring Ring! (Und die Achseln...)

Kurzum, als ich nach einer viertel Stunde aus der Dusche kam, hatte ich sieben postejakulative Nachrichten auf dem Handy, sechs gesimste und eine verbale – und was soll ich sagen... Ich finde das nicht schön. Ich weiß, es ist rührend, aber für mich ist das nun mal entschieden zu viel.

Heute habe ich das Handy ausgeschaltet.

11.09.2005 um 00:51 Uhr

Immer noch da

von: Lapared

Guten Abend. Ich hoffe, es geht Ihnen gut. Ich finde es sehr freundlich, dass Sie an Curd Rocks Geschichte Anteil nehmen. Mein Name ist Hope und ich versuche, Teil von ihr zu werden.

Wie gesagt, ich weiß, wie meine Chancen stehen. Curd Rock ist nicht gerade über mich hergefallen, als ich zu Gast auf seiner Couch war. Und nach drei Tagen war er meiner derart überdrüssig, dass er hinter seinem dicken Couchkissen geweint hat. So verzweifelt war er. Weil er andererseits nämlich auch jemand ist, der niemandem wehtun kann. Und da wusste er gar nicht, was er tun soll. Er sehnte mich fort, aber mich wegschicken, dazu war er nicht im Stande. Armes Curd Röckchen. Ich, stets klug, habe dann von selbst die Couch geräumt. Bin den Flur runter ins Schlafzimmer gezogen, wo zufällig vor kurzem ein Bett frei geworden ist. Da liege ich nun und übe mich in stiller Zurückhaltung (abgesehen von den Signalen, die meine überaktiven Denkknubbel ständig unkontrolliert an ihn aussenden - Gedanken lassen sich nicht zurückhalten). Mehr kann ich nicht tun. Geduld ist die entschiedenste Form des Kämpfens. Aber ob das am Ende reichen wird?
Tja, ich glaube schon. Ich glaube, ich habe eine Chance. Andernfalls hieße ich nicht Hope sondern Doubt. Doubt, welch selten beschissener Name.

10.09.2005 um 22:45 Uhr

Million Dollar Baby

von: Lapared

Jetzt mal weg von dieser ganzen 119-, Holländer-, Lächelmänner-Scheiße. Es gibt schließlich auch noch eine Welt außerhalb meines Nabels. Die wahre Welt. Die Realität. Vorhin zum Beispiel war ich in der Videothek. Freunde, es ist so weit! "Million Dollar Baby" ist draußen. In „meiner“ Videothek startet er mit 36 Exemplaren, das sind drei Regalreihen. Drei Regalreihen jeweils mit nichts als zwölf Mal dem gleichen eleganten, matt-schwarzem Cover. Es ist so schön.
Leider waren auch heute wieder alle 36 Exemplare ausgeliehen. Aber was soll´s. Ich habe ihn schließlich schon sieben Mal im Kino gesehen. Sieben Mal habe ich dabei aus tiefster Seele gelitten. Sieben Mal Rotz und Wasser geheult. Weil 119 mich nicht geliebt hat. Weil 119 mich nicht geliebt hat. Weil 119 mich nicht geliebt hat. Weil es so viele 119s gab, die mich nicht geliebt haben. Weil nicht mal meine Eltern mich geliebt haben (eigentlich schon, aber natürlich nicht wirklich). Weil ich kein Kind habe, dem nichts anderes übrig bleibt, als mich gefälligst lieb zu haben. Weil ich pleite bin und 1.162,67 Euro Heizkosten nachzahlen muss... und natürlich jedes einzelne Mal auch, weil die Geschichte von "Million Dollar Baby" so traurig ist. So einfach, so leise und so herzergreifend. Ja, herzergreifend. Die herzergreifendste Geschichte, die ich im Kino je gesehen habe.

Gut, das war dann also mal der DVD-Tipp zum Wochenende.

10.09.2005 um 08:02 Uhr

Zurückbetverbot

von: Lapared

Es hat alles Vor- und Nachteile. Auch angebetet zu werden, ist nicht der ultimative Jackpot. Es gibt Dinge, Dinge, zu denen eigentlich jeder von Zeit zu Zeit Lust hat, die sollte man als Angebeteter auf gar keinen Fall tun. Zurückbeten zum Beispiel. Zurückbeten geht nicht.

Eigentlich ja auch ganz verständlich. Man stelle sich vor. Da liegt so ein kleiner Wurm gemütlich gekrümmt vor seiner Gottheit, bettelt, fleht, wartet, dass es erhört wird, und geht derweil ungestört seinen Geschäften nach. Baut Stühle, verkauft Lampen, macht in Kunst und so. Ein Klingeln, und da windet sich seine Gottheit urplötzlich neben ihm, nicht größer als er, ebenerdig, ohne Termin - und das passt grad gar nicht. Fuck, denkt das Würmchen doch dann. FUCK! So was bete ich nicht mehr an! So verhält sich eine ordentliche Gottheit nicht!

Genau so geschehen gestern Nacht. Da rufe ich doch in einer zärtlichen, nur ganz wenig alkoholisierten Anwandlung den Holländer an. Sage ihm Nettigkeiten. Endlich mal. Denke, er fällt mir dafür um den Hals. Aber er ist total schockiert und sagt, er will schlafen.

Jetzt klebt ein Aufkleber auf meinem Handy: Zurückbeten verboten.

09.09.2005 um 21:24 Uhr

Teh way she lookedf at me

von: Lapared

Ich gloaube, tief in meiemn Flies, steckt das Herz eines grooßem Ronmantikers. Obwphl sie schon 2 Tage weg ist, denmke ich immnernoch an Holli, pardon Helga, nee Hope! 8Meim Nanemsgedächtmis ... mirserabel!) Die süße, taillietrte Hope. Hhmmm.

Abrer was mir am bestem an ihr gefallen hat, waren gar nciht ihre äueßeren Vorzüge. Ich mochte vor allem dem Blick, mit dme sie mich aus ihre wunderschöen blaue Augen (plus Reserveauge) angesehen hat. Für sie war ich was ganz Besonderers. Füt sie war ich wirklcih ein anderer als der, für den allem mich halten. Für sie war ich tatsächelich von sehr sehr weit weg - fast unerreichhbar weit weg: anbettungswürdig! Ein strahlender held!Ein lichtumflutentes Wesen von eimen anderem Stern!
Kein gefpüülltes Stück Flies made in China, dessen Ohren durch dne Blitz der Camera einpfach überbelichtet sind (L. denkt wohl, ich lese nicht, was sie schriebt!).

Mal ehtlich... Möchzte denn nicht jeder von ums SO angeschaut werden???

09.09.2005 um 16:33 Uhr

Scheiß Inkonsequenz

von: Lapared

Eben klingelt der Mülleimer. Dick, sage ich, ich ertrage das nicht, keine SMS mehr, kein Anrufe, hör bitte auf damit. – Das kann ich nicht, sagt Dick, wenn ich jetzt damit aufhöre, vergisst Du mich. – Das genau ist meine Absicht, sage ich. – Das ist eine scheiß Absicht, sagt er. – Ja, aber es ist meine Absicht, meine, und meine Absichten bestimme ich. – Und meine Absicht ist, dass Du mich nicht vergisst, nicht bevor Du mich nicht kennst. Komm mit nach Venedig, lern mich kennen, danach kannst Du mich immer noch vergessen! – Dick, sage ich. – Ja, sagt Dick. – Vergiss es!

Mit anderen Worten... Wegschmeißen bringt gar nichts, solange man den Müll nicht runter bringt.

09.09.2005 um 15:58 Uhr

Weg damit

von: Lapared

Als der Holländer wieder weg war, empfand ich im Wesentlichen zweierlei: Erleichterung. Und das Bedürfnis aufzuräumen. Ein großes, riesiges Bedürfnis aufzuräumen. Gestern konnte ich es so eben noch unterdrücken, die Sonne rief zu einem allerletzten Freibadbesuch, und ich folgte. Aber heute, heute hat es mich mit überwältigender Macht gepackt.

Ich bin Jungfrau. Jungfrauen sind ordentlich. Aber seit... seit... seit es aus ist mit 119 (Gott, ist es das? Ist es das wirklich? Ich selbst habe es akzeptiert, aber meine Hände weigern sich noch, es zu schreiben) seit es aus ist mit 119 seit es aus ist mit 119 seit es aus ist mit 119 seit es aus ist mit 119 seit es aus ist mit 119 (kleines Training!) also seit es aus ist mit 119, habe ich mich - für mein Empfinden - von einer Jungfrau in einen Messy verwandelt. Nichts wurde erledigt, entschieden, wegsortiert. Einfach alles nur abgelegt. Und dadurch ist meine nicht sehr große Wohnung - bis auf einige aufgeräumte Inseln wie zum Beispiel Curds Couch - mittlerweile unerträglich überfüllt.

Also Schluss damit. Im Laufe eines einzigen Vormittags habe ich sieben 120 Liter-Säcke aus meiner Wohnung herausgeschafft. Überflüssigen Müll wie zum Beispiel den Karton von meinem Digitalcamera, die Garantie von meiner Digitalcamera im Karton von meiner Digitalcamera, die Steuerunterlagen für August und – wie ich nach drei Stunden Suchen dringend annehmen muss – meine Visa-Karte und den Fahrzeug-Schein von meinem Auto. So eine Scheiße. Aber ich war wie im Rausch. Ich habe alles weggeworfen, was mit zwischen die Finger kam. Schuhe, Geschirr, Bücher, Kleidung, selbst eine Tafel Sarotti No. 1 Papua Neuguinea Orangen-Edelbitterschokolade, deren einziger Makel es war, zur falschen Zeit am falschen Platz zu liegen... weg, weg, nur weg mit dem ganzen Zeug. Und doch scheint mir immer noch alles genauso voll.

Und was die Erleichterung beim Abflug des Holländers angeht. Es war so eine komische Art der Erleichterung. Also, schon zu circa 90 Prozent normale Erleichterung, wie man sie spürt, wenn etwas Unangenehmes aufhört. Aber auch zu circa 10 Prozent jene spezielle Erleichterung. Erleichterung, die man manchmal empfindet, wenn etwas Schönes endlich vorbei ist. Wenn etwas Gutes endet, bevor es schlecht werden konnte. Auch wenn man es dafür selbst kaputt machen musste.

Allerdings scheint der Holländer diese Erleichterung nicht ganz zu teilen. Noch eine SMS und ich schmeiße auch mein Handy weg.

09.09.2005 um 00:05 Uhr

zu kompilziert

von: Lapared

Entshculdiguzng, dass ch so lange nicht gescheirben habe. Keinme Zeit. Mal wieder so eine hartnäckige Verehreinn. Hope. Süüßse Taille, Augne wie Hams Albers (plus eims in Reserve), da sit es einfahc mit mir druchgegangen. RRrrrrrrrr. Ich bin numal ein sehr leidneshcaftlicher Typ.

Aberb jetzt ist Schluss damit. Ab heutte gehöre ich wider ganz meitnen Lesern. Und irgendwei wurdne die Sache mit Hope auch zu kompilziert. Das Komiztsche war: Sie sah am jedme Tag anders auc. Am Anfang war sie toral hübscg. Aber schon nach 1 Tag nicht mehr so. Und nach 3 Tage war sie plötzlich gaanz häßlcih (da ahb ich sie schnell weggeshcikt). Aber heute morgen, in meinme Kopf, war sie schon nur noch ein bissachen hässlich. Und heute abend ist sie, bis auf ein paar keleine Sachen, doch wieder ganzt hzübsch. Hach, Frauemn... alle viel zu kompilziert!

08.09.2005 um 20:43 Uhr

Eine neue Jahreszeit

von: Lapared

Hast du erst einen, kannst du sie plötzlich alle haben, sagte Nane, eine Studienkollegin und damalige Weggefährtin auf einer längeren Strecke des Singledaseins immer. Und trug zu „Feten“, wie man damals noch sagte, gerne den Ehering ihrer jüngst verstorbenen Oma. Es funktionierte, manchmal, aber nicht so richtig, denn das, was Nane sich nicht anstecken konnte, war dieses spezielle Aura, die eine Frau nach einer glückreichen Eroberung umweht, diesen tiefdunkelroten, männerbetörenden „ich werde begehrt, womit bewiesen wäre, ich bin begehrenswert“-Duft nach... Rivalenschweiß.

Offensichtlich sind Simssignale das akustische Äquivalent zu Rivalenschweiß. Den wittern nämlich – so jedenfalls mein Eindruck - meine „Abschiedslächelmänner“ im Schwimmbad (Männer, genauso schüchtern wie ich, mit denen der Kontakt nach einer Badesaison so weit gediehen ist, dass man sich im Weggehen – aber erst dann, nachdem man zuvor drei Stunden lang fünf Meter weiter gelegen und getan hat, als würde man sich nicht sehen – sehr nett zulächelt). Jedenfalls, das Piep Piep meines Handys, wenn der Tulpenmann zurück im fernen Tulpenland wieder und wieder simst, lockt diese scheuen Schwimmbadbewohner an, wie eine knisternde Brötchentüte die Entchen im Ententeich. Oder sind es die gelben Blätter, die schon auf dem Wasser schwimmen und mahnen, dass die Badesaison unwiderruflich zu ende geht? Und dass es höchste Zeit wird, falls ein paar Lächeln doch nicht alles gewesen sein sollen? Jedenfalls habe ich heute die Telefonnummern von Sven und Laurenz bekommen. Und die seltsame Ahnung... es gibt ein Leben nach 119.

Danke, fleißiger, geduldiger, kluger Tulpenmann.

07.09.2005 um 22:26 Uhr

Egal, ich bleibe!

von: Lapared

Guten Tag, mein Name ist Hope, und obwohl die Wahrscheinlichkeit, fester Bestandteil dieses Blogs zu werden, momentan zweifellos gering erscheint, möchte ich mir erlauben, meine Sicht der Ereignisse an dieser Stelle hinzuzufügen.

Durch die Zurückweisung von Curd Rock, eines trotz seines fehlenden Auges überdurchschnittlich attraktiven Artverwandten, erlebe ich momentan ein starkes Gefühl der Frustration. Ich habe mein Verhalten an allen wichtigen Punkten auf Fehler überprüft, kann aber nichts Falsches daran finden. Es muss also an ihm liegen, an Curd Rock. Diese Erkenntnis erfüllt mich jedoch keinesfalls mit Befriedigung, verweist sie doch nur auf meine eigene Ohnmacht. Und ich prüfe sehr ernsthaft die Möglichkeit, dass diese Zurückweisung zu den Dingen gehört, die ich schlichtweg nicht ändern kann. Was implizieren würde, dass gegen sie anzugehen, eine reine Verschwendung meiner Energie bedeuten würde. Hach.



Andererseits... aufgeben? Abdampfen? Hey, mein Name ist H, O, P, E... Hope! So schnell wird man mich nicht los. Und diese Dinger auf meinem Kopf sind, auch wenn sie ob ihrer Ästhetik sicherlich so wirken, keine Dekoration. Sondern Herberge für drei äußerst leistungsstarke Gehirne.

Mir wird schon was für Dich einfallen, Curd Rock!

07.09.2005 um 19:33 Uhr

Ganz normale Mutanten

von: Lapared

Bin ich es nur nicht gewohnt oder bin ich nicht dafür geschaffen? Er überschüttet mich.

Dankbar lächelnd - wer wüsste es zu würdigen, wenn nicht ich – lasse ich ihn, sehe seiner Verliebtheit zu, die an mir abperlt, hocke reglos da wie in einer Altbau-Sitzwanne unter den leise herab fallenden Strahlen der weit oben installierten, lange aus der Mode gekommenen Regenschauer-Dusche, beobachte, wie die Wärme sich um mich sammelt, steigt, höher steigt, langsam zu warm wird, langsam zu hoch steigt... ich schaue mich um und entdecke, dass an der alten, sanften Brause ein Knopf fehlt, um sie abzudrehen.

Plötzlich habe ich das Gefühl, seine Verliebtheit steht mir bis zum Hals, mir bleibt die Luft weg. Ich schaue ihn an, und mit einem Mal sieht er für mich ganz anders aus. Ich suche. Aber was mir an ihm gefallen hat, finde ich einfach nicht wieder.

Scheiße. Na, aber so was passiert wohl jedem mal.



Komm Curd, alles halb so wild, wir zwei im Chor... Bye-Bye Hope, Bye-Bye Tulpenmann...