Anleitung zum Entlieben

29.11.2005 um 19:02 Uhr

Schuppen first

von: Lapared

Jetzt freue ich mich aber auf meine Zigarre!

Nur wird das leider noch ein paar Stündchen dauern...

29.11.2005 um 00:46 Uhr

Meine weltberühmte Kaffeemaschine

von: Lapared

Vorhin sitze ich so bei der Arbeit und überlege, ob es ein Guinessbuch für Kaffeemaschinen gibt. Und die Rekorde, die sie so aufstellen. Ich überlege, ob meine es wohl da hinein schaffen würde, wenn sie die nächsten 48 Stunden ohne Unterbrechungen an sein würde. Und wie es wohl wäre, Besitzerin einer weltberühmten Kaffeemaschine zu sein.

Die Überlegung war gar nicht so bescheuert, wie sie auf den ersten Blick scheinen mag. Schließlich hatte ich gerade erfahren, dass am Mittwoch zwei weltfriedenmäßig wichtige Präsentationen für eine Antischuppenspülung und ein Bratöl sein würden. Es war also gut möglich, dass ich die nächsten zwei Tage nicht nachhause zu meiner prominenten Kaffeemaschine kommen würde.

Plötzlich... Piep! Piep! Dick simst. Er müsse am Mittwoch in Kopenhagen sein. Ob er Dienstag bei mir übernachten könne. „Aber sicher“, simse ich, „ich freue mich!". Und warte. Warte darauf, dass es stimmt, dass die Freude sich endlich aus ihrer vermieften Freudezentrale da oben bequemt und durch meine Synapsen in meinen Gefühlsbahnen sickert.

Wart, wart, wart... Aber stattdessen schießen tausend Gedanken durch meinen Kopf: Super, bei mir sieht es aus wie in einer Messi-WG, ICH sehe aus wie mein behaarter älterer Bruder (den ich nie hatte), und überhaupt sieht ES doch ganz danach aus, als müsste ich die nächsten Nächte in der Agentur verbringen.

Es hilft nichts, ich mache meinen Bedenken Luft. „Dick“, simse, ich, „da ist nur ein Problem...“ Ich schildere die kritische Lage an der Antischuppenfront. „Mist!“ simst Dick. „Dann schlafe ich und Du arbeitest. Aber wenn Du nach Hause kommst, habe ich den Kamin angezündet, ein großer Ledersessel steht bereit und ein Glas Cognac und eine fette Zigarre.“

Langsam spüre ich es sickern. Ich muss lächeln. Einen Moment erwäge ich dennoch, ob mir die Rollenteilung gefällt: Ich, der schwer schuftende Herr im Haus, er die kleine, treusorgende Hausfrau?! Tendentiell hatte ich mir das eigentlich umgekehrt gedacht. (Gott, bin ich eine Arschgeige!)

Dick scheint es zu spüren.Er simst noch eine hinterher. „Und am nächsten Morgen mache ich Dir die Frisur, ziehe Dich an, schmiere Dir Brote und trage Dir die Tasche zur Agentur.“

Höm. Und endlich ist sie da: Freude!

„Dick“, simse ich, „wenn Du in die Wohnung kommst, stellst Du dann bitte die Kaffeemaschine aus?“