Anleitung zum Entlieben

17.03.2006 um 21:46 Uhr

Notruf

von: Lapared

Hilfe! Das meine ich ernst… Hilfe! Ich weiß gerade wirklich nicht, was ich tun soll.

Heute Morgen kam der CD rein: „Lpunkt! Ist dieses Wochenende die Beerdigung Deiner Mutter?“ – „Äh...“ – „Gut. Alles andere kannst Du sicher absagen, wir brauchen Dich, Dich und Olli, es brennt auf XY!“ (XY ist der wichtigste Kunde der Agentur und es brennt´s, sobald er pupst.) Ein Segen, denke ich, ein Segen, dass ich Dick schon gesagt habe, dass er dieses Wochenende besser nicht kommen soll. Mir war nicht danach. Ich brauche dringend, dringend Ruhe. Sonst drehe ich durch, ehrlich, ich hab das Gefühl, sonst drehe ich durch.

Und nun krieg ich eben auf dem Nachhauseweg eine SMS: „Parke gerade vor Deiner Haustür. Warte auf Dich im Z.“ (Z ist so ein Fettpuff hier ums Eck.)

Im ersten Moment habe ich mich gefreut. Glaube ich. Aber dann... dann hatte ich plötzlich nur noch das Gefühl, ich sollte mich freuen. Ich müsste jetzt eigentlich vor Entzücken glucksend rüber laufen und ihm in die Arme fallen. Aber stattdessen sitze ich im Dunkeln in meiner Wohnung und denke: Das kann er doch nicht wirklich gemacht haben! Das geht nicht, so verrückt kann er nicht sein. Am Montag nach seinem „Rede mit mir, sonst les ich eben Dein Blog!“ habe ich ihn angebrüllt, wirklich angebrüllt. „Dick“, habe ich gebrüllt, „hörst Du nicht, wenn ich NEIN sage? Dick, Du musst das ernst nehmen, wenn ich sage, dass ich etwas nicht möchte! Dick, wenn Du mich zu etwas zwingst, was ich nicht will, ist das das Allerschlimmste, was Du tun kannst.“ Und er im freundlich, nachsichtigen Tonfall eines Psychiaters mit einer aufgezogener Beruhigungsspritze hinterm Rücken: „Ich will doch nur wissen, wie es Dir geht, warum kann ich Dich nicht anrufen…“, wieder und wieder. Ehrlich, scheiß auf Rosi, irgendwann hab ich richtig, richtig laut geschrien: „Dick, ich hab nein gesagt! NEIN! Und ich lasse mich nicht zwingen, nie wieder!“ Ich habe geschrien und sogar gedroht: „Dick, wenn Du meine Neins nicht akzeptierst, ist Schluss!“ Er hat mich nicht gehört.

Nein. Nein, das muss ein Scherz sein. Das muss ein Scherz sein... Ich mache jetzt das Licht an und dann gehe ich rüber und sehe nach, ob er wirklich da ist, oder? Bestimmt stellt sich das Glucksen dann schon ein, bestimmt...

Okay, ich geh jetzt rüber.

17.03.2006 um 14:24 Uhr

Curd Rokc- quasi kasteriert

von: Lapared

Sie hat nir meim Fotoapafat weggemonnnen. Sie sagt, die Leute fimden meime Mützchem lamgweilig. Sie sagt m, die Leut e lachem schom über mich..-.

Keim Mützchembilder merh.

Als erfahremer Psycholologe weiß ich matürlihc, dass es sich bie Lchems scheimbare Sorge, die Memschme kömmten Curd Rock auslachem, im Wahheiti um Mützchemneid hamdelt. eime dem berühnten Pemisneid verwandte Form der imfantilem weiblichem Eifersucht darauf, was ebem nur eim echter Mamm tragem kamm: Mütze.

Aber sage ich es ihr? Neim. Es würde doch nihcs ämdern. Eim Mamm durhcschaut und schweigt.

Durchschaut und schweigt? Schön wär´s, Curdchen.