Anleitung zum Entlieben

13.08.2006 um 20:43 Uhr

Happy Birthday

von: Lapared

Wenn irgendwo eine Tür nicht schließt, klemmt irgendwo anders ein Fenster, sagt man. Bei mir gehen diverse Türen nicht zu. Die Tür Dick, die Tür Blog, die Tür Job... egal, was der Verstand oder meine Schwester sagen, ich kann bestürzend schlecht abschließen. Zeit, nach der klemmende Luke zu gucken, denke ich, und erwäge wieder mal, mich auf die Couch zu hauen. Warum nicht, hm, hm. Unter Umständen, sinne ich weiter, hilft das ja auch gegen meinen aufsehenerregend erhöhten Blutdruck, von dem ich mir, während ich mein Kübelchen Kaffee trinke, Salzstangen knabbere und mich freue, dass ich heute schon nach 12 Stunden Arbeit zu hause bin, nichts anderes vorstellen kann, als dass er psychosomatisch ist. 200 zu 140, so was. Trotz Sport und peinlich gepflegtem Untergewicht. Heute hat D. Geburtstag, schön, dass wenigstens einer von uns alt wird.

13.08.2006 um 00:09 Uhr

Letzte Hoffnung Horst

von: Lapared

Meine Schwester sagt, dass ich jetzt keine Absätze mehr machen kann, wäre ein Zeichen. „Was für ein Zeichen?“ frage ich. „Ein Zeichen aufzuhören!“ sagt sie. (Absatz) Es ist wirklich sehr mühsam geworden zu schreiben. Bilder kann ich auch nicht mehr einstellen. Curd Rock ist erschüttert. Aber deshalb gleich aufhören? (Absatz) „Ich weiß nicht“, sage ich, „ich habe durch dieses Blog die unsterbliche Liebe meines Lebens 2006 verloren, ich habe durch dieses Blog die unsterbliche Liebe meines Lebens 2005 sehr verletzt, und nun soll ich damit aufhören, weil die Absätze nicht funktionieren?“ – „Es ist ein Zeichen“, beharrt meine Schwester, „ein kleiner Schicksalswink, der Dir sagen will, dass Du gerade große Scheiße baust!“  - „Guck an, was für ein pfiffiger kleiner Wink!“ – „Dass Du vielleicht wirklich besser mal eine Zeit die Tippfingerchen still hälst und einfach fühlst, was fühlst, und nicht, was Du denkst, dass gut klingt, wenn Du es fühlst.“ - „Tu ich doch. Wenn´s nach gut Klingen ginge, hätte ich wohl schon vor Monaten ein beherztes Arschloch! gefühlt.“ –  „Du könntest Dich auf Dich selbst konzentrieren, statt auf Deine Selbstdarstellung!“ – „Wozu? Vom in den Spiegel Gucken wird man nicht schöner, man muss sich schon schminken.“ – „Du könntest einfach mal hinsehen, einfach mal in Ruhe hinsehen!“ – „Und dann?“ - „Keine Ahnung. Aber selbst als es Dir sauschlecht ging und Deine größte Sorge war, Dick zu verlieren, war Deine zweitgrößte schon: Wie schreib ich´s am schönsten auf? Das ist doch bekloppt!“ – „Besser als: Wie bringe ich mich am besten um? DAS wär bekloppt!“ – „Aber poetischer mit Sicherheit...“ – „Hm. Ich weiß nicht, ich weiß nicht, ich weiß nicht...“ – „Und abgesehen davon, bist Du in einem Dilemma.“ – „Ja. Ich kann keine Absätze machen.“  - „Du bist in einer paradoxen Klemme, egal was passiert, erzählen kannst Du´s nicht, unmöglich!“ – „In flotte Form gebracht, ist jeder Inhalt entschuldbar. Ich bin Werber und schamlos, ich erzähl´ alles, kennst mich doch.“ – „ Wenn Du jetzt mit lovely 119 wieder was anfängst, anfangen würdest, kriegst Du den Idiotenschein. Wenn Du mit Dick noch eine Runde in den Ring steigst - zur dritten oder vierten, ich komm schon nicht mehr mit - kriegst Du den internationalen Idiotenschein.“ – „In Gold...“ – „Wenn Du ruckzuck einen Neuen hast, bist Du der dumme weibliche Wurm, der nicht ohne Kerl kann, und wenn Du nichts mit Niemandem anfängst, langweilst Du die Leute zu Tode.“ – „Hm, und nu?“ – „Aufhören!“ – „Du meinst, es besteht nicht die geringste Wahrscheinlichkeit, dass mein Leben auch ohne Beziehung einen gewissen Unterhaltungswert hätte? Zumindest auf dem Papier? Verpackt, in meine unnachahmlichen, witzig-charmanten Worte?“ – „Planst Du ein Bush-Attentat? Einen Sexskandal mit unserem Bundespräsidenten? Die Erstbesteigung eines Achttausenders in Badeschlappen? Ansonsten: Nein!“ – „So ein Scheiß. Obwohl, der Horst...“ (Absatz)  So, und nun probiere ich mal pocoos Tipp, sehe ich auch erst jetzt, eine Mail-Benachrichtigung bei neuen Kommentaren gibt´s ja auch nicht mehr, hmpf hmpf hmpf...