Anleitung zum Entlieben

16.12.2006 um 17:24 Uhr

Quid pro quo

von: Lapared

Ich stand gerade in der Küche und buk Weihnachtsplätzchen (har!)… ich stand gerade in der Küche und hielt seine Socke in der Hand. Die Waschmaschine wartete mit geöffneter Luke, ich überlegte noch, ob ich die Socke mit waschen soll, farblich sprach nichts dagegen. Und das wäre doch hübsch, dachte ich so, dann könnte ich zu ihm sagen Und außerdem! Ich bin es leid, Deine Socke zu waschen! einen Satz, den ich immer schon mal sagen wollte (eigentlich Socken und genau genommen auch nicht Socken sondern verschissene Unterhosen, aber na ja), denn Und außerdem! Ich bin es leid, Deine verschissenen Unterhosen zu waschen! definiert diesen magischen Punkt einer Beziehung, den ich noch nie erreicht habe, Normalität. Wunderbar entspannte, vertraute, leise Normalität. Und ab und an die herrlich ungehemmte Entladung der Frustration über das Verschwinden von Sturm und Drang in verschissenen Unterhosen. Persönlich bin ich immer nur bis Ich bin es leid, auf Deine Anrufe zu warten gekommen, oder auch mal bis Ich bin es leid, auf Deine Scheidung zu warten, stürmisch ja, aber sehr weit von gemeinsamer Kochwäsche entfernt. Na. Ich überlegte also, ob ich seine Socke gewaschen oder stinkend in die Post geben soll, als er plötzlich dingdong! vor der Tür stand.

HK schob sich grußlos an mir vorbei in die Küche und stellte mit derselben unterspielten Feierlichkeit eine Flasche Korn in meinen Kühlschrank, mit der andere Männer ihre Zahnbürste im Zahnputzglas der Auserwählten versenken, auch so ein Meilenstein in Beziehungsgeschichten. „Und für Dich hab ich auch was“, sagte er und überreichte mir eine Tüte Chips. „Das ist mein Angebot. Überleg es Dir!“ (Oder wie Hannibal Lecter zu Agent Starling so treffend sagte: Quid pro quo!) Und dann, schon fast wieder weg: „Die bitte nur bei 30 Grad.“ Sprachlos starrte ich auf die Tür, die sich im nächsten Moment hinter ihm schloss, dann auf die Socke, 30 Grad? Schurwolle?

Das also ist sein Angebot. Er kriegt ein schöneres Gefängnis und ich Buffalo Bill. Ja, was gibt´s da zu überlegen?

Ich stehe in der Küche und schaue in den Kühlschrank. Sein Korn neben meinem Eierlikör, magic.

P.S. Und im Übrigen feiern wir heute Curd Rocks zweiten Geburtstag. (Den ersten davon – ein Curd Rock feiert zwei Mal.)
Geschenkchem simd am beide Tage willkommen, höm... .. ?… .. .?? . . ... ... .. ?.... .. Warum simd eigemtlich die Buschstaben so kleim? .. ..?? Oh neim, NEIMM!!!! Es ist soweit- Der große Curd Rock, nur noch eim Fußmötchen.. . Ich weime.