Anleitung zum Entlieben

08.01.2007 um 15:13 Uhr

Che Lapared

von: Lapared

So. Jetzt mal Schluss mit der Zurückguckerei. Jahresrückblicksmützchen ab und... ach so, das vielleicht noch... Curd Rock ist nicht wieder mit uns (uns uns uns UNS!) nachhause geflogen. Ein Blick auf den örtlichen Wetterbereicht... und er zog vor, bis auf weiteres die Finca zu verwalten. Auf dass die Bananen wachsen.

Also aktuell. Tja, aktuell...

Morgen ist Stöckchen wieder da, ich kann es kaum erwarten. Ich hab ein paar TOP-Träumchen für sie. Allesamt von heute Nacht.
Traum 1: Ich präsentiere einen super Spot. Super, ich lache schallend im Schlaf, so witzig ist der. Siegesgewiss erwarte ich die Huldigungen des Kreativ-Chefs. „Super!“ sagt er, meine Worte, „eine Innovation!“, na, nun… , „ein Werbespot, der mit keinem Wort das Produkt erwähnt. RAUS!“
Traum 2: Ich trinke ein Glas Wasser und plötzlich ist das Glas so schwer, dass es mir den Kopf in den Nacken drückt, ich bekomme ihn nicht wieder senkrecht, ich sehe das gleißende Licht der 100-Watt-Glühlampe, die nackt und schirmlos meine Küchendecke ziert, ich höre die Halzwirbel knirschen, ich trinke und trinke, aber das Glas wird nicht leer... krrrkrkkrrk..k.k und Licht aus.
Traum 3: Mein Zahnarzt, der wunderschöne, verwandelt sich während einer Wurzelbehandlung in ein gewaltiges Muttermal.

Sind das Träumchen? Mit Spannung erwarten wir Stöckchens pfiffige tiefenpsychologische Interpretation. Und können uns natürlich nicht enthalten, selbst vorab ein wenig zu spekulieren...

Traum 1: Könnte, muss bedeuten, dass die werbliche Kommunikation vor einer gewaltigen Revolution steht. Mit mir als Che. Nennt mich Che Lapared. T-Shirts sind im Druck.
Traum 2: Das ist easy peasy. Der Traum reflektiert die kollektive Angst vor einem Terror-Anschlag militanter schiitischer Orthopäden auf die Hamburger Wasser- und Elektrizitätswerke.
Traum 3: Mein Zahnarzt hat die Praxis verkauft, sie wird jetzt von einer dunkelhäutigen dicken Frau geführt. Das ist kein verdrängter Rassismus, sondern traurige Realität, individuell empfunden als traumatischer Verlust an oraler Kontinuität. Er ist nach Moers gezogen, Moers, ich erwäge, ihm zu folgen.

Hach, ich bin gespannt. Und bis morgen ist noch eine Nacht. Ich werde Stöckchen, knackebraun und pummelgesund, nur so zuscheißen mit meinem subversiven Material. Ob es Stöckchen stört, wenn ich während der Sitzung zu der einen oder anderen Zigarette einen Drink nehme?

P.S. So, und jetzt gehe ich schwimmen. Schwimmen, schwimmen, schwimmen. Und danach zwölf Runden Sauna. Raus mit dem Gift, ES wehrt sich, endlich...

Viva la revolution!

Scheiße, aber wo ist mein Bikini?

Seine Eifersucht nimmt unerfreuliche Züge an...