Anleitung zum Entlieben

24.05.2007 um 15:21 Uhr

Stunden später...

von: Lapared

Alles gut. Puuuuuuhhhh...

Endlich kann ich mich auf die Gepäckfrage konzentrieren, morgen früh soll´s los gehen, das wird knapp.

Ich wünsche Frohe Feiertage, ach, und... Curd Rock muss tatsächlich alleine bleiben. Vielleicht könnten Sie ja ab und zu mal nach ihm schauen?! Würde mich sehr beruhigen...

Danke ;)

24.05.2007 um 10:12 Uhr

Warten und packen

von: Lapared

Heute ist also der große Tag, an dem Frau Doktor Hautärztin sich melden wird. Ich überlege, wann das wohl sein wird, zu welcher Tageszeit Frau Doktor in der rechten Plauderstimmung ist. Ich überlege, wie sie das wohl macht. Ob sie sich dafür feste Zeiten frei hält und ob sie erst die guten oder erst die schlechten Nachrichten überbringt, oder immer im Wechsel, eine gute Nachricht, eine schlechte, eine gute, eine schlechte, hm... Mal fragen, wozu hat sie das tüchtige weiße Damengeschwader am Empfang. „Das macht Frau Doktor dann, wenn sie gerade Zeit hat.“ Ah. „Und was denken Sie, wann das sein wird, voraussichtlich?!“ – „Das ist immer unterschiedlich.“ Ich suche das Gespräch von Frau zu Frau. „Sehen Sie, ich warte seit zwei Tagen. Mein junger, bildschöner Liebhaber möchte morgen mit mir verreisen. Ich kann mich unmöglich auf die Frage der Reisegarderobe konzentrieren, wenn ich jede Minute mit einem Krebsbefund rechnen muss, das verstehen Sie doch sicher?“ – „Frau Doktor hat vormittags zwei kleine OPs, also tendenziell würde ich sagen, eher nachmittags.“ Na, bitte. „Puuuuh, das ist lang... könnten Sie Frau Doktor vielleicht einen Zettel hinlegen, Sie möchte mich bitte bald anrufen... und die Schuhfrage hab ich ja auch noch vor der Brust.“ – „Frau Doktor hat das schon auf ihrem Zettel, Frau Lpunk, sie macht es, sobald es irgendwie dazwischen passt.“ – „Darum geht es ja. Sie soll mich nämlich bitte bitte gleich anrufen, verstehen Sie, umgehend, nicht, wenn es passt, sondern schnellst möglichst, bemerken Sie den semantischen Unterschied? ICH WARTE SEIT 2 TAGEN, 2 TAGE, ES REICHT!“ – „Glauben Sie mir...“ – „Sonst werde ich Sie anrufen, Sie persönlich! Ständig! Sie werden keine ruhige Minute haben, es wird der schlimmste Tag Ihrer Sprechstundenhilfekarriere, Sie werden nicht zum Nagellackieren kommen, oder zum Atome spalten, was immer Sie sonst zwischendurch so machen, Sie werden wünschen, das Telefon wäre nie erfunden worden, Sie werden heute Nacht im Schlaf hochschrecken und denken, die nette Frau Lpunkt ruft an, also legen Sie Frau Doktor bitte einen Zettel hin, einen neonfarbenen, haben Sie so was?“ – „Ja.“ – „Und Sie reichen ihn der Frau Doktor wirklich rein?“ – „Ja.“ – „Versprochen?“ – „Versprochen.“ - „Es geht nach Sylt, meinen Sie, ich muss eine Strickjacke mitnehmen?“ Klick.