Anleitung zum Entlieben

12.12.2007 um 22:27 Uhr

Lpunkt, der Käfer

von: Lapared

Ja, wo fang ich an nach all der Zeit, wo fang ich an…

Der Urlaub. Herrlich, herrlich, herrlich... Mich hatte es ja eigentlich mehr in den Schnee gezogen, die Berge. Aber WE liebt Pflanzen. Vor allem getrocknet. Und so fuhren wir endlich zusammen nach Amsterdam. Good old Amsterdam. Ich war ja schon mal da, wie Leser der ersten Stunde sich vielleicht erinnern. Aber Amsterdam ist ja immer wieder eine Reise wert. Wenn man Pflanzen liebt, Tulpen zum Beispiel...

Nur für Curdchen war es schwer. Vor zwei Jahren, bei seinem ersten Besuch, hatte die Sonne so schön geschienen. Er trug Holzschühchen an seinen kleinen Cornichonfüßchen, wurde per Hollandrad die Kanäle entlang kutschiert und war ein umschwärmtes Fotomodell (siehe Oktober 2005). Es war der Anfang, der Anfang seiner Geschichte, seiner Karriere, und ihm wohnte ein Zauber inne, wie es sich für Anfänge gehört.

Und diesmal… Diesmal musste er den ganzen Tag allein im dunklen Hotelzimmer sitzen, Knallkopp hatte nämlich CCC*-Verbot erlassen (*Curd, Computer, Camera). Ach ja, der arme Curd. Zwei Jahre nach seinem ersten internationalen Shooting steckt er in der Krise. Schlimmer, er wähnt sich am Ende. Ein anderer wird die Früchte seiner Arbeit ernten, aber, sorry, davon darf ich eigentlich nichts erzählen... verboten… von ähäm... höchster Instanz.

Zum Buch. Die erste Reaktion meiner Lektorin war begeistert, allerdings hatte sie es da noch nicht gelesen, nur die Bilder angeschaut. Donnerstag will sie sich melden und mir eine Rückmeldung zum Text geben. Donnerstag ist morgen, au weia, also... Morgen wissen wir mehr.

Tja, und sonst. Ich schäme mich fast ein bisschen, es zu sagen. Ich weiß, ich sollte euphorisch sein, ich meine: I did it! wie die Paderborner so sagen, ich habe mir einen Traum erfüllt, ich habe einen Roman geschrieben, auch wenn er floppt, ich habe es versucht, ich habe mein Bestes gegeben, ich habe gekämpft!!! Jawoll.

Ich war ja auch euphorisch. Fünf Minuten. Jetzt bin ich plötzlich nur noch müde. Müde, müde, müde. Neben mir liegt die Liste der 1000 wunderbaren Dinge, die ich endlich mal wieder tun wollte, sobald das Buch abgegeben ist, aber ich mache... nichts. Nichts! Seit Sonntag sind wir aus Adam wieder da, seit Sonntag!!! Ich habe die Tasche abgestellt, mich auf die Couch gesetzt und da sitze ich nun, seit Sonntag. Ich kann mich zu nichts aufraffen. Wie ein alter rostiger Käfer, der gelaufen, gelaufen, gelaufen ist, aber nicht mehr anspringt, nachdem der Motor einmal ausgegangen ist. Selbst zum Schwimmen bin ich zu müde, zum Saunieren, Plätzchen kaufen, Bummeln, was ich alles so machen wollte.... Na wenigstens habe ich es heute endlich mal geschafft, Blog zu schrrrrzzzsssssssssssss....s s zzz z z z