Anleitung zum Entlieben

23.12.2007 um 19:57 Uhr

Weihmachtsgruß

von: Lapared

 Frohe Weihmachtem, liebe Miiliömchen...

Euer Curd.

Der Wahre.

Der Eimzige.

Der Gemiale.

Der Umerreichte.

Bitte, nicht vergessem... bitte...

23.12.2007 um 17:36 Uhr

TA-DA!

von: Lapared

Ich glaube ja... Auch in Beziehungen gibt es Angebote, die man nicht ablehnen kann. Nicht, dass man sonst neben einem Pferdekopf erwacht. Aber man erwacht möglicherweise allein. Weil wieder mal wer gegangen ist. Und das ist ja auch nicht schön.

Ich wusste sofort, dass WEs Vorschlag in diese Angebotskategorie gehört. Die Wohnung ist ruhiger, billiger, schöner. Objektiv gesehen ist sie viel besser als meine. Aber subjektiv gesehen, liebe ich meine Wohnung. Auch, wenn ich oft über sie schimpfe. Aber sie ist eben meine. Meine. Und die ruhigere, billigere, schönere nicht.

Das könnte ich WE ja noch erklären. Er würde mich zwar für bekloppt halten, aber damit könnte ich leben. Was das Angebot so unablehnbar macht, ist, dass WE tausend Hebel in Gang gesetzt hat, damit ich diese Wohnung haben kann. Dass er mich damit überraschen wollte (eigentlich zu Weihnachten, aber er hat sich verplappert). Und... dass die Wohnung im selben Haus wie seine liegt - Ta-da!

Es wäre die typische Du lässt Dich nicht ein-Diskussion geworden. Eine Diskussion, in der der eine zum next Step auf der heiligen Beziehungs-Agenda drängt (Zusammenziehen, Heiraten, Kinder kriegen...) und irgendwann sagt: „Du lässt Dich nicht auf mich ein, ich glaube, Du liebst mich nicht.“ Und der andere erwidert: „Ich liebe Dich über alles, ich war noch nie so glücklich, warum kann nicht alles bleiben, wie es ist?“ Eine Diskussion, die fast immer zur Trennung führt. Und eine Trennung will ich nicht, nein, wirklich nicht. Also sagte ich: „Ein Wohnung im selben Haus wie Du? Wie geil!!!“

Die andere Sache hat natürlich auch damit zu tun. Die Wohnung ist sozusagen das Bauernopfer. Ich hoffe, wenn ich zu WE ins Haus ziehe, bekomme ich wegen guter Beziehungsführung noch eine kleine Galgenfrist bezüglich Damokles. Ach ja, der kleine Damokles, Mokel, Mokkelchen... Wie heißt eigentlich die weibliche Form, Damoklia?

Und so bin ich also schon wieder im Stress. Denn der Umzug ist schon zum 1.2. geplant. Und bis zum 21.1. bin ich damit beschäftigt, mein Manuskript druckfein zu machen. Da ist einiges zu tun, weil ich die Bilder noch bearbeiten muss und dazu erlerne ich gerade erstmal Photoshop (ein Klacks!). Danach werde ich dann schnell meine siebenhunderttausend Sachen packen und unter Schmerzen meiner geliebten Wohnung Adieu sagen. Ach ja, ach ja, ach ja... aber besser als WE.

Ich hoffe nur, dass die politikaffine Buchhandlung jetzt nicht doch auf die Idee kommt, mein kleines unpolitisches Buch ins Sortiment aufzunehmen. Es würde mir das Herz rausreißen, stünde es dort im Fenster und niemand würde ihm nachts zuwinken, weil gegenüber, in der Wohnung, wo es entstanden ist, dann schon ein anderer lebt...

Frohe Weihnachten

P.S. Was wohl dieses tablefull-Zeug da oben bedeutet...?