Anleitung zum Entlieben

15.05.2006 um 22:44 Uhr

Aber mal was ganz Anderes...

von: Lapared

Ein Hase sitzt auf einer Wiese,
des Glaubens, niemand sähe diese.

Doch, im Besitze eines Zeißes,
betrachtet voll gehaltnen Fleißes

vom vis-a-vis gelegnen Berg
ein Mensch den kleinen Löffelzwerg.

Ihn aber blickt hinwiederum
ein Gott von fern an, mild und stumm.

Das war „Vice Versa“ von Christian Morgenstern (1871-1914). Hübsch nicht, „kleiner Löffelzwerg“, das ist doch hübsch!

Es tut mir leid, ich versuche nur, endlich mal wieder was Nettes zu schreiben, irgendwas, was nichts mit ihm zu tun hat, aber mir fällt selber nichts ein, mir fällt einfach nichts ein. Ich bin so müde. Ich bin schrecklich traurig. Ich hab am ganzen Körper Schmerzen. Ich bin betrunken. Aber „kleiner Löffelzweg“, das ist doch nett, oder...

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierendieFee schreibt am 15.05.2006 um 23:02 Uhr:Trost im Gedicht



    Denk dir ein Trüffelschwein,

    denks wieder weg:

    Wird es auch noch so klein,

    wird nie verschwunden sein,

    bleibt doch als Fleck.



    Was je ein Mensch gedacht,

    läßt eine Spur.

    Wirkt als verborgne Macht,

    und erst die letzte Nacht

    löscht die Kontur.



    Hat auch der Schein sein Sein

    und seinen Sinn.

    Mußt ihm nur Sein verleihn:

    Denk dir kein Trüffelschwein,

    denks wieder hin.



    Robert Gernhardt
  2. zitierenpocoos schreibt am 15.05.2006 um 23:04 Uhr:ein Lchen glaubt in tiefem kummer:

    nie kommt ich raus aus dieser nummer !

    jedoch sag niemals nie im leben !

    es kann stets überraschung geben:

    ein hübscher kleiner löffelzwerg

    der hilft ihr übern ersten berg

    (> und sieht sie erst die anderen hasen,

    dann kriegt sie wieder lust zum grasen !!!)

    ,-))



  3. zitierennovalee_plus_fische schreibt am 16.05.2006 um 00:00 Uhr:STUFEN



    (von Hermann Hesse)



    Wie jede Blüte welkt

    und jede Jugend dem Alter weicht,

    blüht jede Lebensstufe,

    blüht jede Weisheit auch und jede Tugend

    zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

    Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe

    bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

    um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

    in and\'re, neue Bindungen zu geben.

    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

    der uns beschützt und der uns hilft zu leben.

    Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,

    an keinem wie an einer Heimat hängen,

    der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,

    er will uns Stuf\' um Stufe heben, weiten!

    Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise

    und traulich eingewohnt,

    so droht Erschlaffen!

    Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,

    mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.

    Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde

    uns neuen Räumen jung entgegen senden:

    des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.

    Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!



    Hallo Lapared! Irgendwie hat dieses Gedicht mir damals weitergeholfen... Ob es diesmal (also HEUTE) auch so sein wird, das muss ich noch rausfinden. Ist alles noch so frisch und ich habe das Gedicht grad erst für dich wieder rausgekramt!

    Fühl dich geknuddelt!
  4. zitierennovalee_plus_fische schreibt am 16.05.2006 um 00:01 Uhr:STUFEN



    (von Hermann Hesse)



    Wie jede Blüte welkt

    und jede Jugend dem Alter weicht,

    blüht jede Lebensstufe,

    blüht jede Weisheit auch und jede Tugend

    zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

    Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe

    bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

    um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

    in and\'re, neue Bindungen zu geben.

    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

    der uns beschützt und der uns hilft zu leben.

    Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,

    an keinem wie an einer Heimat hängen,

    der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,

    er will uns Stuf\' um Stufe heben, weiten!

    Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise

    und traulich eingewohnt,

    so droht Erschlaffen!

    Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,

    mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.

    Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde

    uns neuen Räumen jung entgegen senden:

    des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.

    Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!



    Hallo Lapared! Irgendwie hat dieses Gedicht mir damals weitergeholfen... Ob es diesmal (also HEUTE) auch so sein wird, das muss ich noch rausfinden. Ist alles noch so frisch und ich habe das Gedicht grad erst für dich wieder rausgekramt!

    Fühl dich geknuddelt!
  5. zitierennovalee_plus_fische schreibt am 16.05.2006 um 00:04 Uhr:STUFEN



    (von Hermann Hesse)



    Wie jede Blüte welkt

    und jede Jugend dem Alter weicht,

    blüht jede Lebensstufe,

    blüht jede Weisheit auch und jede Tugend

    zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

    Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe

    bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

    um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

    in and\'re, neue Bindungen zu geben.

    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

    der uns beschützt und der uns hilft zu leben.

    Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,

    an keinem wie an einer Heimat hängen,

    der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,

    er will uns Stuf\' um Stufe heben, weiten!

    Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise

    und traulich eingewohnt,

    so droht Erschlaffen!

    Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,

    mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.

    Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde

    uns neuen Räumen jung entgegen senden:

    des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.

    Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!



    Hallo Lapared! Irgendwie hat dieses Gedicht mir damals weitergeholfen... Ob es diesmal (also HEUTE) auch so sein wird, das muss ich noch rausfinden. Ist alles noch so frisch und ich habe das Gedicht grad erst für dich wieder rausgekramt!

    Fühl dich geknuddelt!
  6. zitierennovalee_plus_fische schreibt am 16.05.2006 um 00:06 Uhr:UPS!!! Mit dem Kommentieren, das muss ich noch lernen. Sorry, aber dreimal hält besser!
  7. zitierenElRayo schreibt am 16.05.2006 um 05:21 Uhr:Lapared, Du musst nicht jeden Tag etwas schreiben.



    Aber Morgenstern ist natürlich ganz gross. :-)



    Ich schau mir das schon noch eine Zeitlang an mit Dir.



    Ich fühle mit Dir, ich weiss schon noch, wie mistig das ist.



    Aber: It\'s getting better. It\'s getting better all the time.



    (Auch, wenn ich eher Stones als Beatles mag.)



    Und: Trinken führt nirgendwo hin. Das macht es bloß schlimmer.



    Mach Spaziergänge. Durch die Nacht, die jetzt noch endlos scheint.



    Am Ende war es nur die Bahnhofsunterführung. Glaub mir.



    Schlaf ist manchmal entbehrlich.
  8. zitierenlucha schreibt am 16.05.2006 um 17:57 Uhr:Ich fühl zwar mit Dir, aber das kann Dir auch nicht helfen. ich weiß.....! Die Zeit, hoffetnlich wird die es mal wieder bringen!
  9. zitierenBeimenger schreibt am 17.06.2007 um 21:10 Uhr:Ihr seid alles gute Menschen – das Gedicht von damals passt voll aktuell auch heute.

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