Anleitung zum Entlieben

10.09.2005 um 22:45 Uhr

Million Dollar Baby

von: Lapared

Jetzt mal weg von dieser ganzen 119-, Holländer-, Lächelmänner-Scheiße. Es gibt schließlich auch noch eine Welt außerhalb meines Nabels. Die wahre Welt. Die Realität. Vorhin zum Beispiel war ich in der Videothek. Freunde, es ist so weit! "Million Dollar Baby" ist draußen. In „meiner“ Videothek startet er mit 36 Exemplaren, das sind drei Regalreihen. Drei Regalreihen jeweils mit nichts als zwölf Mal dem gleichen eleganten, matt-schwarzem Cover. Es ist so schön.
Leider waren auch heute wieder alle 36 Exemplare ausgeliehen. Aber was soll´s. Ich habe ihn schließlich schon sieben Mal im Kino gesehen. Sieben Mal habe ich dabei aus tiefster Seele gelitten. Sieben Mal Rotz und Wasser geheult. Weil 119 mich nicht geliebt hat. Weil 119 mich nicht geliebt hat. Weil 119 mich nicht geliebt hat. Weil es so viele 119s gab, die mich nicht geliebt haben. Weil nicht mal meine Eltern mich geliebt haben (eigentlich schon, aber natürlich nicht wirklich). Weil ich kein Kind habe, dem nichts anderes übrig bleibt, als mich gefälligst lieb zu haben. Weil ich pleite bin und 1.162,67 Euro Heizkosten nachzahlen muss... und natürlich jedes einzelne Mal auch, weil die Geschichte von "Million Dollar Baby" so traurig ist. So einfach, so leise und so herzergreifend. Ja, herzergreifend. Die herzergreifendste Geschichte, die ich im Kino je gesehen habe.

Gut, das war dann also mal der DVD-Tipp zum Wochenende.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenlucha schreibt am 12.09.2005 um 01:33 Uhr:Ab dem achten mals gehts bergauf! 119 wird sich verbrauchen, das tut dann richtig gut, ist besser als a million dollar (wötlich gemeint, der Film bleibt - im Gegensatz zu 119 - einfach nur geil!)

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