Müde
Heute Abend ist große Party in der Agentur. Die „Abteilung“, in der ich lange gearbeitet habe, Gottes Abteilung, wird dicht gemacht, die Räume mit der absolut besten Aussicht der Stadt werden aufgegeben. Und alle, die jemals dort gearbeitet haben, sind eingeladen zum großen Veteranentreffen. Das wird ein Besäufnis.
Und eh ich es heute Nacht irgendwann schreibe, wenn ich voll wie eine Haubitze kaum die Tasten treffe, geschweige denn den angemessenen Ton... Ich weiß jetzt, weshalb ich seit einer Woche so in Topform bin, dass ich schon morgens einen Duschstuhl brauche. Das Lämpchen ist schon wieder flackrig. Ich rüttel verzweifelt daran rum, ich schreie es abwechselnd an oder rede ihm gut zu… aber es flackert.
Ich bin so scheiß müde, ich will nur noch zurück in meine Sofaecke, zu meinem DVD-Player, dahin, wo ich mich bis vor drei Jahren eigentlich schon für den Rest meines Lebens eingerichtet hatte, bis irgendwer meinte, ich müsste noch mal raus auf die Straße und mein Glück suchen, natürlich in Form eines Mannes und möglichen Familienvaters. Derselbe, der mich auch jetzt wieder warnt, dass D. vielleicht meine letzte Chance ist, dem Schicksal einer alten kinderlosen Schachtel zu entkommen. Ich habe es doch versucht, ich war da draußen, drei Jahre lang, jeden Tag. Drei Jahre lang habe ich mir den Arsch abgearbeitet, Frösche flachgelegt und den Prinzen Schrägstrich Last-Minute-Befruchter gesucht. Alles, was ich gefunden habe, ist Flieswurst Curd Rock. („Das will ich ncit gehört habem!) Und davon ab… Was ist denn so schlimm an einer alten kinderlosen Schachtel? Alte Schachteln werden wir alle irgendwann, ob mit oder ohne Kinder, drauf geschiffen, und auf die Bonboniere zum Muttertag auch, und auf den sonntäglichen Auftrieb pickeliger Enkel, die Omma die Kohle für ein Moped abschleimen wollen, darauf sowieso. Stimmt´s Curd, wir verkiffen unsere Rente allein?! Sda kammste eimn drauf lassem, höm!
P.S. Ich fasse es nicht, das kann doch nicht sein. Ich hab grad mal zurück gelesen… vor ein paar Tagen war ich noch so verliebt. Und jetzt das schon wieder…
Und das Schlimme, ich weiß nicht, woran es liegt. Natürlich nervt es, dass D., wenn ich ihn nachts anrufe, obwohl ich eigentlich totmüde bin, jedes Wort von mir analysiert. Und vor allem erst mal unser letztes, ein paar Tage zurückliegendes Telefonat, über das er sich in der Zwischenzeit viele Gedanken gemacht hat, aufarbeiten will, bevor wir zu aktuellen Themen kommen können. Und es ist auch einigermaßen strapaziös, dass er, wann immer wir zusammen sind, im flotten Wechsel von körperlich zu mental (und schwupp, wieder zu körperlich) ständig in irgendeiner Form in mich eindringen will. Und dass wir nichts haben, worüber wir reden können außer uns selbst, weil wir außer uns selbst kaum Gemeinsamkeiten haben und auch nicht haben werden, solange wir uns nur alle zwei, drei Wochen sehen. Aber daran liegt es nicht. Es gibt keine nachvollziehbaren Gründe für das Flackern, und ich werde auch nicht anfangen, sie zu konstruieren. Seien wir ehrlich, ich habe schlicht und ergeifend einen an der Schüssel, that´s all. Eigentlich okay, wenn es nur meine Schüssel beträfe. Aber das tut es nicht, ich werde fremdes Porzellan zerschlagen. Schlimmer, ich werde ihm das Herz brechen, sollte sich das Lämpchen nicht wieder erholen.
Das wird ein Besäufnis...
Und eh ich es heute Nacht irgendwann schreibe, wenn ich voll wie eine Haubitze kaum die Tasten treffe, geschweige denn den angemessenen Ton... Ich weiß jetzt, weshalb ich seit einer Woche so in Topform bin, dass ich schon morgens einen Duschstuhl brauche. Das Lämpchen ist schon wieder flackrig. Ich rüttel verzweifelt daran rum, ich schreie es abwechselnd an oder rede ihm gut zu… aber es flackert.
Ich bin so scheiß müde, ich will nur noch zurück in meine Sofaecke, zu meinem DVD-Player, dahin, wo ich mich bis vor drei Jahren eigentlich schon für den Rest meines Lebens eingerichtet hatte, bis irgendwer meinte, ich müsste noch mal raus auf die Straße und mein Glück suchen, natürlich in Form eines Mannes und möglichen Familienvaters. Derselbe, der mich auch jetzt wieder warnt, dass D. vielleicht meine letzte Chance ist, dem Schicksal einer alten kinderlosen Schachtel zu entkommen. Ich habe es doch versucht, ich war da draußen, drei Jahre lang, jeden Tag. Drei Jahre lang habe ich mir den Arsch abgearbeitet, Frösche flachgelegt und den Prinzen Schrägstrich Last-Minute-Befruchter gesucht. Alles, was ich gefunden habe, ist Flieswurst Curd Rock. („Das will ich ncit gehört habem!) Und davon ab… Was ist denn so schlimm an einer alten kinderlosen Schachtel? Alte Schachteln werden wir alle irgendwann, ob mit oder ohne Kinder, drauf geschiffen, und auf die Bonboniere zum Muttertag auch, und auf den sonntäglichen Auftrieb pickeliger Enkel, die Omma die Kohle für ein Moped abschleimen wollen, darauf sowieso. Stimmt´s Curd, wir verkiffen unsere Rente allein?! Sda kammste eimn drauf lassem, höm!
P.S. Ich fasse es nicht, das kann doch nicht sein. Ich hab grad mal zurück gelesen… vor ein paar Tagen war ich noch so verliebt. Und jetzt das schon wieder…
Und das Schlimme, ich weiß nicht, woran es liegt. Natürlich nervt es, dass D., wenn ich ihn nachts anrufe, obwohl ich eigentlich totmüde bin, jedes Wort von mir analysiert. Und vor allem erst mal unser letztes, ein paar Tage zurückliegendes Telefonat, über das er sich in der Zwischenzeit viele Gedanken gemacht hat, aufarbeiten will, bevor wir zu aktuellen Themen kommen können. Und es ist auch einigermaßen strapaziös, dass er, wann immer wir zusammen sind, im flotten Wechsel von körperlich zu mental (und schwupp, wieder zu körperlich) ständig in irgendeiner Form in mich eindringen will. Und dass wir nichts haben, worüber wir reden können außer uns selbst, weil wir außer uns selbst kaum Gemeinsamkeiten haben und auch nicht haben werden, solange wir uns nur alle zwei, drei Wochen sehen. Aber daran liegt es nicht. Es gibt keine nachvollziehbaren Gründe für das Flackern, und ich werde auch nicht anfangen, sie zu konstruieren. Seien wir ehrlich, ich habe schlicht und ergeifend einen an der Schüssel, that´s all. Eigentlich okay, wenn es nur meine Schüssel beträfe. Aber das tut es nicht, ich werde fremdes Porzellan zerschlagen. Schlimmer, ich werde ihm das Herz brechen, sollte sich das Lämpchen nicht wieder erholen.
Das wird ein Besäufnis...

Lieben Gruß
Schnuff
P.S. Und womit du absolut recht hast: Alte Schachteln werden wir alle! Und das Panikprogramm zur Reproduktion ist einfach zum Kotzen! Die Vorstellung von fröhlichen, kiffenden Rentnerinnen finde ich jedenfalls tausendmal ansprechender als die von verkniffenen Hyänen, die sich über ihr Mutter-Sein definieren. Du weißt schon, die netten Mädels, die jeden zweiten Satz mit: \"Also, ich - als alleinerziehende Mutter - bin da der Auffassung... \" beginnen. Freue mich schon wenn die in 20 - 30 Jahren zu hören kriegen: \"Also ich - als dein verwahrloster Enkel...\" - Anyway, freu mich, dass du dich mit so einem Schwachsinn nicht unter Druck setzen lasen willst.