Anleitung zum Entlieben

11.05.2007 um 21:57 Uhr

Reine Fürsorge

von: Lapared

Und schon wieder führt uns die Not zusammen.

Heute sind es allerdings meine Operationswunden, die der Versorgung bedürfen, und die mich wohl auch noch die nächsten Tage von WE völlig abhängig machen. Ja, davon hatte ich gar nichts erzählt, mir schien, als würde meine Berichterstattung langsam ein bisschen Ärzte-lastig - deshalb die medizinischen Hintergünde nur ganz kurz.

Meiner Hautärztin mochte drei meiner Muttermale nicht. „Die gefallen mir nicht“, genau so hat sie sich ausgedrückt. In anderen Geschmacksfragen wäre ich ihr ganz sicher nicht gefolgt (sie trägt seit Jahren sturr Käthes WM-Frisur 1990 und liebt Fimo-Broschen mit Blumenkörbchen) aber angesichts der Tatsache, dass mein Vater nur knapp ein weißes Melanom überlebt hat, sagte ich: „Bitte, wenn Sie Ihnen nicht gefallen, ich persönlich hänge nicht dran….“. Und so hat sie die drei heute „entfernt“.

WE übernimmt selbstlos Jodbetupfung, Pflasterwechsel... was halt so getan werden muss. Zwei der Ex-Muttermale befanden sich rückwärtig an unzugänglicher Stelle - knapp unterhalb des BH-Verschluss. „Den mache ich vorsichtshalber mal auf“, sagt WE, "nicht, dass was reibt." Er ist so fürsorglich. „Da darf kein Wasser dran“, sage ich leidend, „ich werde drei Tage nicht duschen können.“ – „Dann sollten wir unbedingt noch mal Sex haben, bevor Du anfängst, unangenehm zu riechen.“ – „Ich denke auch, das sollten wir.“ – „Natürlich nur in Positionen, in denen nichts auf die Wunden drückt.“ So fürsorglich...

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenpocoos schreibt am 12.05.2007 um 01:21 Uhr:das hatte ich sofort erkannt: ein ganz reizender mensch.
  2. zitierenMartinM schreibt am 12.05.2007 um 20:15 Uhr:Na ja, hoffe für Dich,dass sich die Muttermale als harmlos entpuppen. Vor Jahren hat mir ein "komischer" Naevus nervös gemacht, der auf den ersten Blick fast wie ein Lentigo maligna aussah, aber sich als völlig harmlos entpuppte. (Nach der vorsorglichen Entfernung.) Allerdings: drei "verdächtige" Pigmentflecken auf einmal ist schon viel. Mein "verdächtiger" Lentigo ("Leberfleck") war der Einzige seiner Art am ganzen Körper und "Leberflecke" oder gar "Muttermale" habe ich nicht viele. Auch wenn es unangemessen neugierig ist: bist Du ein sehr heller Hauttyp, der oft Sonnenbrände hatte?
    Was bitte ist ein weißes Melanom? Habe ich noch nie gehört (bin aber auch kein Dermatologe, auch wenn ich mit Fachausdrücke um mich werfe.) Ein amelanotisches Melanom?
    Sorry für die Neugier.
  3. zitierennadine schreibt am 14.05.2007 um 20:44 Uhr:martin, ich glaub du hast den block nicht ganz verstanden. antworten findste bei wikipedia oder im brigitte-forum!!!
  4. zitierenMartinM schreibt am 18.05.2007 um 11:25 Uhr:Ich bitte um Entschuldigung: Das kommt davon, wenn man Blogeinträge über Suchmaschinen sucht und nicht aufs Umfeld achtet. War, wie Du suchr merkst, auf der Suche nach medizinischen Erfahrungsaustausch.

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